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  1. Urgestein

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    AW: Corona sei Dank!

    Einer Freundin von mir geht es glaub ich grad ziemlich gut.
    Sie ist Erzieherin und eben seit Wochen bei vollem Gehalt ohne Home-office-Aufgaben zuhause. Zur Notbetreuung kann sie nicht herangezogen werden, weil sie zur Risikogruppe gehört und allein erziehend ist.
    Die lezteren zwei Aspekte sind natürlich grunsätzlich schwierig, aber das Kind ist schon recht groß und selbständig und spielt viel allein. Die Freundin hat in lezter Zeit ihre Wohnung komplett renoviert und hat es jetzt total schön und sie genießt es wahnsinnig, so viel Zeit zuhause zu haben. Das Kind ist auch eher Typ Stubenhocker, paßt also. Beide telefonieren viel mit Freunden, sie haben also auch viel Kontakt.
    Vor dem Wiedereinstieg und der Gefahr, krank zu werden, hat sie natürlich Angst, das trübt die Stimmung.

  2. Ureinwohnerin

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    AW: Corona sei Dank!

    Mir gehts auch nicht gut mit der Situation, vor allem auf sozialer Ebene.

    Aber ansonsten ist es schon ziemlich gut. Mein Job ist sicher und im Grunde gibt mir die ganze Situation mehr Zeit für alles. Alle sind einischtiger, wenn Dinge nicht gleich vorliegen, und auch in der Uni dreht sich alles langsamer.Ich habe viel mehr Zeit zum Lesen etc. Es fühlt sich für mich tatsächlich so ein bisschen nach Urlaub an bzw. nach der Sommerpause, wo auch alle einfach ein bisschen träger sind, viele im Urlaub etc.
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  3. Member

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    AW: Corona sei Dank!

    Es beruhigt mich irgendwie, dass andere der Situation auch etwas Positives abgewinnen können. Ich hab mich schon für verrückt gehalten.

    Ich muss zugeben, dass ich etwas dankbar bin, dass gerade erwartet wird, dass man sich einigelt und somit derzeit alle sozialen Verpflichtungen wegfallen. Ich habe in der zweiten Schwangerschaft jetzt mehr mit Übelkeit und stressbedingten Kopfschmerzen zu tun. Die Arbeit im HO, war jetzt zwar auch nicht weniger, sondern eher mehr, da Mails etc. gefühlt ständig reinkommen und beantwortet werden wollen (Lehrerin). Aber der Stress, dass man ständig präsent sein muss und die eigene Übelkeit/Kopfschmerzen überspielen muss, fiel weg.

    Außerdem gab es keinen Stress an den Wochenenden darüber, welche Oma das große Kind wann bekommt und wir mussten dementsprechend nicht ein total überdrehtes Kind (leider oft, wenn es von den Omas kommt) ertragen.
    Das klingt vielleicht gemein, aber für diese Pause war ich in der Phase der Schwangerschaft echt dankbar.

    Langsam kann es aber auch wieder normal laufen jetzt.

  4. Urgestein

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von LaCerise Beitrag anzeigen
    Na ja, ich frage mich, ob man Zweisamkeit so genießen kann momentan. Dazu gehört ja auch immer eine Unbeschwertheit. Und da draussen macht einem ja eigentlich bei längerem Nachdenken alles Angst (Arbeitslosigkeit, Pandemie, kein Urlaub im Sommer,...). Das trübt ja schon ein bisschen die Stimmung und Lust auf Sex.
    Naja, also klar tauschen wir uns auch über die aktuelle Situation und die Bedenken/Befürchtungen aus. Aber das eine ist für mich nicht unbedingt gekoppelt daran, dass wir die Situation nicht auch genießen können.
    Und tatsächlich sind wir beide auch nicht so sehr Menschen, bei denen Angst so überhand nehmen kann. Also klar, manchmal ist es schwierig, es ist aber eher auch schön, dann den Partner*In da zu haben und sich direkt austauschen zu können.
    neu.gierig.toll.kühn

  5. Member

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von LaCerise Beitrag anzeigen
    Na ja, ich frage mich, ob man Zweisamkeit so genießen kann momentan. Dazu gehört ja auch immer eine Unbeschwertheit. Und da draussen macht einem ja eigentlich bei längerem Nachdenken alles Angst (Arbeitslosigkeit, Pandemie, kein Urlaub im Sommer,...). Das trübt ja schon ein bisschen die Stimmung und Lust auf Sex.
    Da wir sonst am Wochenende weggegangen sind, stellt mein Freund jetzt immer ein adäquates Fressprogramm zusammen, begleitet von guten Weinen Wir können uns über verschiedenste Themen austauschen und ich merke, dass wir zwar manchmal in Nuancen abweichen, aber die Grundeinstellungen und -ansichten sich decken, was ich sehr sehr gut finde.

  6. Urgestein

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    AW: Corona sei Dank!

    Und ne Freundin von mir meinte gestern, dass es vielleicht im Nachhinein dann auch (Also klar, das ist alles tragisch,aber es geht ja drum, was für eine persönlich vielleicht positiv ist?) Also eine ganz tolle Zeit verbucht werden kann, weil sie als kleinfanilie eben so viel Zeit füreinander hatten, alle (fast) immer die Zeit zusammen verbracht haben, viele tolle Dinge machen konnten und so weiter. Sie sieht, dass es ihren Kindern (Und das ist nicht auf alle Kinder bezogen!),dass es den beiden sehr gut tut, nochmal unerwartet so viel Mama und Papa Zeit zu haben.
    neu.gierig.toll.kühn

  7. Fresher

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    AW: Corona sei Dank!

    Ich bin normalerweise ca 2000 km pro Monat mit Öffis unterwegs. Das fällt durch Homeoffice jetzt weg und ich merke, dass es mir dadurch besser geht. Zumindest bin ich deutlich weniger gestresst als vorher durch etwaige Verspätungen oder verpasste Anschlüsse.

  8. Ureinwohnerin

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Edit: ich finde, Zweisamkeit genießen ist mehr als Sex und Unbeschwertheit
    !!

    Sex und Unbeschwertheit sind mMn auch nicht gerade eine belastbare Grundlage für eine Beziehung. Für ne lockere Affäre mag das reichen, aber sonst?

    Mein Mann kann leider nur teilweise HO machen. Ich fand’s schön, dass er jetzt ne zeitlang überwiegend zuhause war, wir haben unser „socially awkward penguin“-Leben in vollen Zügen genossen und ich mach mir schon ein bisschen Sorgen, wenn er wieder mehr vor Ort sein muss, auch wenn da alles getan wird, um das Ansteckungsrisiko möglichst klein zu halten.

    Zitat Zitat von Ocean Beitrag anzeigen
    Ich muss zugeben, dass ich etwas dankbar bin, dass gerade erwartet wird, dass man sich einigelt und somit derzeit alle sozialen Verpflichtungen wegfallen.
    ( für die Übelkeit und Kopfschmerzen!)

    So geht’s mir auch. Mir fällt das aus gesundheitlichen Gründen sehr schwer und ich fühl mich normalerweise durch die Erwartungshaltung anderer, dass ich mich trotzdem zwingen und überwinden muss, eigentlich dauergestresst. Jetzt kann man stattdessen Skypedates ausmachen und keiner nimmt’s einem übel.

    Außerdem gibts momentan so viel mehr Möglichkeiten, Sachen von zuhause aus zu machen und auch wenn ich mich davon manchmal ein bisschen verarscht fühle (es geht ja offensichtlich, wenn es muss, warum musste ich mich dann vorher so oft mit irgendnem Scheiß quälen, weil es angeblich nicht anders ging?), hoffe ich sehr, dass einiges davon es in den Alltag schafft und vielleicht auch in Zukunft noch erweitert wird, weil es das Leben für chronisch kranke Menschen um einiges erleichtern und bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen würde.

    Und das klingt vielleicht gemein, mir tut es natürlich leid, dass es gerade vielen so schlecht geht, die sonst psychisch eigentlich recht stabil sind, aber ich hoffe auch, dass durch diese Situation mehr Verständnis für (chronisch) kranke Menschen entsteht. Ich bin oft mit Vorurteilen und Unverständnis konfrontiert, wenn ich erzähle, dass ich mich oft schlecht konzentrieren kann und an manchen Tagen auch komplett handlungsunfähig und wie gelähmt bin, wenn es mir schlecht geht und ich nicht aus dem Haus komme, weil viele glauben, dass das eigentlich nur ne Sache von gutem Willen und Zusammenreißen ist. Momentan lese und höre ich genau das aber auch von sehr vielen anderen Menschen, die jetzt eben merken, dass es nicht so einfach ist, sich „mal eben“ zusammenzureißen und so weiterzumachen als wär nix, sondern dass solche Situationen tatsächlich deutlich belastender sind und man sich viel hilfloser fühlt, als man von außen denkt.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  9. Urgestein

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    AW: Corona sei Dank!

    Wirkliche Gewinner kenne ich nicht, nein. Durchaus einige Leute, deren Jobs sicher und voll homeoffice-tauglich sind, deren Beziehung trotz wochenlangem 24/7 aufeinanderhocken noch läuft und deren Kinder noch zufrieden und entspannt sind. Aber ich wüsste niemanden, dem es explizit _besser_ geht als vorher.

  10. Fresher

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    AW: Corona sei Dank!

    .
    Geändert von vewal (13.12.2020 um 13:03 Uhr)

  11. Fresher

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    AW: Corona sei Dank!

    Ich bekomme zur Zeit 100% Gehalt für 0% Arbeit und mein Job ist sicher. Das ist ein riesiger Luxus, den ich wirklich zu schätzen weiß.
    (Das ändert leider nichts an der Tatsache, dass mir mein Job wirklich fehlt und die Gesamtsituation da draußen so langsam richtig an meiner Stimmung nagt)

  12. Regular Client

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von teebeutel Beitrag anzeigen
    Ich bekomme zur Zeit 100% Gehalt für 0% Arbeit und mein Job ist sicher. Das ist ein riesiger Luxus, den ich wirklich zu schätzen weiß.
    (Das ändert leider nichts an der Tatsache, dass mir mein Job wirklich fehlt und die Gesamtsituation da draußen so langsam richtig an meiner Stimmung nagt)
    Mir geht es ähnlich. Ehrlich gesagt ist unsere Situation ziemlich entspannt. Mein Mann war jetzt auch 4 Wochen daheim und wir haben jeden Tag Ausflüge in den Wald etc. gemacht und unserer Tochter beim Großwerden zugeguckt...Wir haben hier auch ein super Umfeld und jeder grillt in seinem Garten und quatscht über den Gartenzaun miteinander. Einen großen Weinkeller haben wir auch und so lange man den Fernseher auslässt ist es eine schöne Zeit....

  13. Addict

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    AW: Corona sei Dank!

    Wahrscheinlich sind Flora und Fauna die Gewinner

    (hier sind die Seen, Meer und Flüsse viel sauberer, weniger Müll (außer an den Hotspots, da sieht es schlimmer aus), die Leute machen ihre Gärten und Balkone frühlingsfit und es blüht und spriesst überall ) Das ist ganz schön.

  14. Regular Client

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    AW: Corona sei Dank!

    Als Riesengewinner würde ich mich jetzt nicht bezeichnen, weil ich meine Umzugspläne für dieses Jahr komplett über den Haufen werfen musste, kaum Einnahmen habe und jetzt auf unbestimmte Zeit in einer Wohnsituation bleiben muss, die eigentlich nur für höchstens zwei Wochen gedacht war. Dennoch hat die aktuelle Situation einiges mit sich gebracht, wofür ich gerade wirklich sehr dankbar bin. Auf einen Schlag haben sich meine psychischen Probleme enorm verbessert, ich bin jetzt noch weniger bereit irgendwelche Dinge durchzuziehen, nur weil man das eben muss/soll, sowohl beruflich als auch privat. Nach jahrelangem Hin und Her habe ich mich z. B. endlich getraut mir die Haare abzurasieren und liebe es so sehr, lasse mich auf keine Aufträge mehr ein, die mir ein ungutes Gefühl bereiten, höre viel besser auf meinen Körper usw. So anstrengend das Zusammenleben mit meiner Familie auch ist, gibt es doch viel Schönes: Ich kann wieder mehr Zeit mit meinem Bruder verbringen, es gibt hier einen Hund, einen Garten, in dem ich mein Gemüse anbauen kann und ich habe ein wenig die Hoffnung, dass alte Wunden geheilt werden können. Außerdem festigen sich gerade Kontakte, die mir sehr am Herzen liegen.
    Ich sehe auch um mich rum, dass ganz viele Leute, die schon jahrelang unter ihrer Lebenssituation leiden, jetzt endlich aufwachen und keine Lust mehr auf den alten Trott haben,
    Hold it in, let's go dancing!

  15. Member

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    AW: Corona sei Dank!

    Riesengewinner bin ich vermutlich nicht, aber ich denk mir:

    Super, dass das Baby schon auf der Welt war als Corona losging.

    Spitze, dass ich in Elternzeit bin und so die Große während der Kindergartenschliessung betreuen kann.

    (Ist ja auch ne Chance mal ein klassisches Hausfrauenleben auf Zeit kennenzulernen. Meine Mama hat das auch gewuppt. Endet ohnehin im Juni, wenn ich wieder arbeiten geh.)

    Schön, dass das Wetter jetzt so gut ist, dass wir ganz viel spazieren gehen können. Wenn es jetzt Dezember wäre, das wär schlimm.

    Und ein Riesenglück auch (ich wollte keinen, ich wollte Altbau in der Innenstadt), dass wir einen Garten haben, bzw zu unserer Mietwohnung ein Gartenstückchen gehört.

    Und wir sind ohnehin alle nicht so, dass wir andere Menschen näher als 2m bei uns haben müssten. Es ist nett aber über den Gartenzaun hinweg oder durch die Hecke wie bei Tooltime reicht völlig. Da die sonst ständig ausflügelnden Nachbarn nun auch da sind, besteht eigentlich sogar mehr Kontakt.

    Und Danke, dass wir nicht zur Risikogruppe gehören und es nicht Ebola oder sowas ist. Horroralbträume hatte ich damals bei Ebola.

    (Die Gedanken, wie sich die Gewinneinbußen meines Unternehmens auswirken schieb ich fort, das ändert nichts und ich bin sicher, wir werden so oder so damit klar kommen. Es gab schon schlimmeres.)

    Ok ich bin ein Gewinner! Ich merke es selbst.
    Geändert von Pinkmelon (18.04.2020 um 19:03 Uhr)

  16. V.I.P.

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen

    Edit: ich finde, Zweisamkeit genießen ist mehr als Sex und Unbeschwertheit
    ja!
    mein mann arbeitet in einer rund 600 km entfernten stadt, d. h. für gewöhnlich sehen wir uns höchstens zwischen freitagabend (spät) und sonntagnachmittag (früh... nach dem mittagessen geht die packerei schon wieder los...). jetzt ist er seit ca. 4 wochen im home office in unserer gemeinsamen wohnung - und wir genießen das sehr. ich erfreue mich außerdem daran, nicht täglich mit auto oder bahn (inkl. stau bzw. verspätungen und drängelnden menschenmassen ) durch die ganze stadt gurken zu müssen und finde die arbeit im home office deutlich entspannter. folglich schlafe ich mehr, bin ausgeglichener und habe mehr zeit für sport, gesund kochen, mal wieder alte freunde anrufen, mit einer freundin spazierengehen (mit abstand, versteht sich) und solche dinge. natürlich ist mir bewusst, dass sich die corona-krise für sehr viele menschen und deren leben alles andere als positiv auswirkt (finanziell, gesundheitlich, sozial...) und ich hoffe selbstverständlich auch, dass das alles nicht mehr ewig so weitergeht. aber ja, ganz egoistisch gesprochen habe ich bzw. haben mein mann und ich gerade eine ziemlich gute zeit.
    Geändert von Burgfräulein (18.04.2020 um 20:01 Uhr)
    'You cannot walk down the street dressed as the Archbishop of Canterbury.'

  17. Urgestein

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    AW: Corona sei Dank!

    Seit heute weiß ich tatsächlich auch von einer Person, der die gegenwärtige Situation genießt, es ist der Mann einer Freundin, er ist Lektor (irgendwo fest angestellt) und promoviert nebenbei. Es gibt für ihn jetzt gerade ein bisschen weniger zu lektorieren als sonst, er hat keine Anwesenheitspflicht im Büro, die es sonst dort anscheinend bis zu einem gewissen Grad gibt. Jetzt hat er also mehr Zeit für die Diss als sonst. Er ist auch eher introvertiert und Typ Stubenhocker und freut sich, dass er jetzt abends mit seinem Glas Whiskey auf dem Sofa sitzen und dabei das Gefühl haben kann, die Welt zu retten. Meine Freundin meinte, er ist auch generell "gerne brav", also er hält sich gerne an Regeln...

    Ich bin da ja eher das Gegenteil und bei mir wächst das Rebellierbedürfnis stark mit der Anzahl der Regeln. Aber für Leute, die gerne Regeln befolgen, ist das wahrscheinlich gerade eine angenehme Zeit.
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  18. Regular Client

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Ich bin da ja eher das Gegenteil und bei mir wächst das Rebellierbedürfnis stark mit der Anzahl der Regeln. Aber für Leute, die gerne Regeln befolgen, ist das wahrscheinlich gerade eine angenehme Zeit.
    naja, es ist ja durchaus ein unterschied, ob man die jeweiligen regeln sinnvoll findet und deshalb gerne bereit ist diese zu befolgen, oder ob es sich um regeln handelt, die dem eigenen gerechtigkeitsempfinden widersprechen.

    ich z.b. finde regeln um der regeln willen nicht per se geil, aber ich möchte, dass während der jetzigen krise nicht mehr leute ins gras beißen als unbedingt nötig. von daher will ich solidarisch handeln, und dafür finde ich die allermeisten der jetzigen regeln total sinnvoll und bin gerne dafür bereit, meine eigene freiheit temporär einzuschränken.
    .
    es war nicht alles schlecht im kapitalismus

    .

  19. Ureinwohnerin

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    AW: Corona sei Dank!

    Ein befreundeter Künstler hat soviel Kunst verkauft wie in den zehn Jahren davor zusammen nicht, weil ihn alle unterstützen wollten.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  20. Senior Member

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    AW: Corona sei Dank!

    Zitat Zitat von ~snow06~ Beitrag anzeigen
    Ich bin da ja eher das Gegenteil und bei mir wächst das Rebellierbedürfnis stark mit der Anzahl der Regeln. Aber für Leute, die gerne Regeln befolgen, ist das wahrscheinlich gerade eine angenehme Zeit.
    Steile These.

    Bei mir ist es so, dass ich mit der momentanen Situation viel besser klarkomme als ich dachte, worüber ich natürlich sehr froh bin.
    Was mir Corona aber tatsächlich Positives brachte: Ich führe normalerweise eine Fernbeziehung, bin jetzt aber sehr unverhofft und unvorbereitet vorübergehend bei meinem Freund eingezogen (bzw. beim letzten Besuch einfach nicht zurückgefahren), das wäre sonst natürlich für die Dauer nicht möglich gewesen und ist gerade schon irgendwie Luxus. Und unerwarteterweise funktioniert das auch ganz hervorragend und ich habe jetzt gar nicht mehr so große Angst vor dem Zusammenziehen in meiner Stadt, was für dieses Jahr eigentlich geplant war (ob das jetzt noch klappt, ist dann allerdings aufgrund von Corona wiederum fraglich).
    Geändert von resonanz (18.04.2020 um 23:55 Uhr)
    edit: Spekulation gelöscht.

    hyper hyper

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