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  1. Member

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Eine Freundin muss ihrem Kind jetzt in der 5. Klasse zuhause Latein beibringen, die esten Einheiten im Lehrbuch, erstes Lernjahr. Sie selbst kann kein Latein. Ich frag mich echt, was die Lehrer von den Eltern erwarten. Andererseits würde sonst der Unterricht ja einfach wegfallen. In den Sprachen ist das schon wirklich schwierig, wenn so viel Unterricht wegfällt.
    Ist den Lehrern eigentlich bewusst, dass normale Eltern schon alleine didaktisch ganz anders unterwegs sind als Lehrer mit ihrer entsprechenden Ausbildung? Und selbst meine ehemaligen Lehrer kamen ganz schnell an ihre Grenzen, wenn sie fachfremd unterrichten mussten. Bei den Hauptfächern ging das glaub ich auch gar nicht, aber die Eltern sollen das alle wuppen können? Dann bin ich doch lieber für Videokonferenz durch die Lehrer. Oder meinetwegen dürfen die den Stoff auch in einem kleinen Video zum Download anbieten.

  2. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Hä, aber inwiefern soll denn die Mutter das dem Kind beibringen? Was ist denn die konkrete Aufgabe seitens der lateinlehrkraft für die Kinder? Doch nicht "Lektion 3" oder so??

  3. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Naja, irgendwie schon. Sie haben das Buch, das zugehörige Arbeitsheft, und sollen sich das dann selbst erarbeiten. Meine Freundin hat sich das Lehrerbuch und das Lösungsheft dazu gekauft und erarbeitet das jezt mit ihrer Tochter zusammen. Also tatsächlich zusammen, sie sitzen gemeinsam am Tisch und machen das.
    Zum Glück arbeitet sie sehr verkürzt momentan, aber unter normalen Umständen ist das doch nicht zu leisten, schon gar nicht vom Kind alleine, das ganz am Anfang einer neuen Sprache steht.

    Mir fällt aber auch nicht so richtig was ein, wie man da sinnvoll echten Unterricht ersetzen könnte. Für Videokonferenzen hätte meine konkrete Freundin nicht die Technik da.

  4. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Naja, aber selbst dann kann man ja genauere Anweisung geben, in welcher Reihenfolge das Kind was machen soll (Vokabeln lernen, Grammatik erarbeiten mit irgendwelchen ausführlichen erklärzetteln, Grammatikübungen, Text übersetzen oder so). So prinzipiell muss das das Kind ja allein ohne Eltern hinbekommen können 😬 so kann das ja echt nicht laufen. Und Kopien aus dem lösungsheft zum kontrollieren wären ja wohl das mindeste. Unglaublich. Welches Bundesland ist das denn? An meiner Schule haben jetzt alle "bedürftigen" leihlaptops, und die Schule meiner Tochter hat auch extra geschrieben, dass man bei Bedarf über die Schule tablets ausleihen kann.

  5. Member

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Kurzes Update aus BW:
    Schul-App ist vollkommen überfordert, man kann sich noch nicht einmal einloggen.
    Zum Glück haben die Kinder eh einen Wochenplan mit Arbeitsblättern.

  6. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Vielleicht für die ein oder andere interessant. Har mein Arbeitgeber gerade im Elternchannel geteilt:

    Die ARD

    (Programmangebote der ARD für Homeschooling

    Die ARD bietet traditionell zahlreiche Bildungsangebote an für Kinder und Jugendliche. In der Corona-Pandemie wurden diese Angebote im Fernsehen, im Radio und online ausgeweitet.
    Angebote für alle Altersgruppen und Schularten:
    Der Bildungskanal ARD-alpha sendet unter dem Titel "Schule daheim" ab Montag, 11. Januar 2021, werktags zwischen 9 und 12 Uhr Lernformate für alle Schularten und Fächergruppen.)

  7. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    meine kinder haben 1 stunde mathe, 1 stunde deutsch und 1 klassenlehrerstunde pro woche als videokonferenz. um alles andere dürfen wir eltern uns kümmern. vielen dank.

  8. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Bei uns ist das einzige echte digitale Angebot ein wöchentliches YouTube von der Religionslehrerin. Ansonsten läuft es wie gehabt.
    Geändert von stöckchen (16.01.2021 um 18:28 Uhr)
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  9. V.I.P.

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Mein Kind hat immerhin ein Padlet der Sportlehrerin bekommen. Wow. Ich bin immernoch genervt von dem ganzen Mist. Aber auf meine Mail zu Fragen zu den Aufgaben hat seine Lehrerin geantwortet dass sie nächste Woche mit ihm per Telefon seine Aufgaben machen will... Na gut, soll sie machen .

  10. V.I.P.

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Puh Es ist echt krass wie wenig das passiert.

    Bei meiner Nichte (2. Klasse Grundschule in übergreifender Klasse mit Erstklässlerinnen) wird dafür etwas viel Druck gemacht, finde ich, Zitat aus Mail:
    „Die Vorgaben und Rahmenbedingungen zum Distanzlernen haben sich im Vergleich zum März dahingehend verändert, dass mehr Verbindlichkeit das Distanzlernen prägt. Das bedeutet, dass auch neue Themen eingeführt werden und die zu Hause erbrachten Leistungen in die Leistungsbeurteilungen einfließen sollen. Die Teilnahme an Zoomkonferenzen der Klasse ist verbindlich.“

    Das meiste bleibt dann halt doch an den Eltern hängen (was wegen Arbeit aber auch einfach weil Lernen bei ihr eh ein schwieriges Thema ist, ein Riesenstress ist) und meine Nichte ist es alles zu viel Nach 1,5 Stunden zoomkonferenz soll dann der Stoff alleine geübt werden, dabei ist sie dann halt total durch. Ich hatte gehofft dass es etwas besser wird durch mehr Struktur (so normal im Schulalltag kommt sie super klar), aber dafür reicht es dann doch nicht.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  11. Get a life!

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Mich würde mal interessieren, was ihr persönlich als optimal (in der Situation) empfindet. Ich habe den Eindruck, dass es unmöglich ist, allen Kindern/Familien gerecht zu werden. Was die einen super finden, finden die anderen unmöglich.
    S (21:22) :
    könnte mir vorstellen, dass er einfach gar nix denkt. wie alle männer

  12. V.I.P.

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Ja, jeder empfindet das anders. Ich würde es ja super finden, wenn von Seiten der Schule mal gefragt würde, wie es denn am besten daheim klappen könnte. Man könnte ja versuchen mit den Eltern einen Konsens zu finden. Aber es wird ja hier einfach von oben herab gedeckelt und gut. Ich verstehe einfach nicht, warum nicht einfach auch mal gefragt wird. Ich frage meine Schüler auch, wie sie den Distanzunterricht bei mir finden, was ich anders/besser machen soll. In der GS spielt das irgendwie gar keine Rolle hier. Es wird ein Stapel Kopien verteilt und fertig. Das kann es doch nicht sein!

  13. Senior Member

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Ich glaube, das Problem, dass die Eltern viel helfen müssen, lässt sich auch einfach nicht lösen, wenn die Kinder nicht ohnehin schon völlig selbstständiges und digitales Arbeiten gewohnt sind?
    Zumindest bei Kinder im Grundschulalter und vermutlich auch noch bei vielen darüber.

    Mein Kind schafft den Inhalt der Aufgaben alleine. Ich muss auch nichts erklären, neue Inhalte werden bei Erklärvideos beigebracht.
    Aber ich muss ihn ununterbrochen motivieren, weil er keine Lust hat, ich muss kontrollieren, ob er alles gemacht hat, ich muss den Kram einscannen und verschicken. Das ist aber ja nicht die Schuld der Lehrer?
    Das die Situation für alle blöd ist, ist klar, anstrengend finde ich das auch und hier gibt es wegen der Schulsachen auch viel Theater, weil mich die Anstellerei meines Kindes oft sehr nervt und er in der Hälfte der Zeit durch sein könnte, wenn er sich nicht immer erstmal 30 Minuten weigern würde.
    Aber ich finde, für die Situation läuft das hier wirklich gut.
    Es gab zwei virtuelle Klassentreffen (halbe Klasse mit Lehrer via Zoom), es gibt täglich Rückmeldung an die Kinder via Logineo. Mehr können sie ja auch nicht machen.

  14. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    ich würde es tatsächlich gut finden, wenn die grundschulkinder - wie das größere kind - stundenplannah unterrichtet würden, sodass es für jedes fach täglich kleine arbeitsaufträge, zu denen es dann in irgendeiner form ein feedback (einreichen, gemeinsam besprechen,...) gibt. zudem erwarte ich, dass die lehrerin greifbaree ist und fragen beantwortet. was nützt es meinem kind, wenn es jetzt erfährt, dass es dich vor sechs wochen verrechnet hat. und wenn schule so läuft, wie aktuell, kann man sie wirklich direkt abschaffen.

    zudem bin ich erstaunt, dass noch nicht man die chance genutzt wird, die kleingruppen so zusammenzustellen, dass die leistungsstände ähnlich sind. es zeichnet sich doch jetzt schon ab, dass nur ein bruchteil des lehrplans abgearbeitet werden kann. da könnte man dich die gelegenheit nutzen, denen, die schneller und stärker sind, auch das wissen zu vermitteln, das voraussichtlich auf der strecke bleiben wird.

    mich macht es wirklich wütend, dass hier ein kind sieht, wie schule funktionieren kann und ich die anderen beiden im endeffekt komplett selbst unterrichten muss.

  15. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    vielleicht würde es mir auch schon helfen, auch nur ansatzweise zu verstehen, was die klassenlehrerin so macht. raussuchen von drei arbeitsblättern für die folgewoche und die eine stunde videounterricht plus zwei stunden pro woche für materialsustausch können die woche nicht ausfüllen. und zumindest bislang war sie, laut eigenem bericht, nicht als betreuung in der schule eingesetzt. da fällt es mir schwer, zu verstehen, was sie nicht leisten kann, ich aber neben einem 40 stundenjob leisten soll.

  16. V.I.P.

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Ich verstehe ja auch so gar nicht, was die Gute macht. Außer 40 Kopien macht sie nix, nichtmal Notbetreuung. Ausgewertet wurden die alten Kopien auch nicht. Keine Ahnung was die so die ganze Zeit macht. Ok, meine E-Mails beantwortet sie abends gegen 21 Uhr, es muss da irgendwas geben...

  17. V.I.P.

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    ja, das find ich auch krass, was ich so von euch höre.. unsere grundschullehrerin hat letztes jahr immer alles samstags eingesammelt und montags haben wir es wieder mit neuem arbeitsplan abgeholt.
    wobei ich schon unter der woche immer kontrolliert habe.. (mach ich aber sonst auch oft schon.. )

    die fehlende rückmeldung ist definitiv demotivierend.

  18. V.I.P.

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Ich hatte ihr ja eine E-Mail mit lauter Fragen zu den Aufgaben geschrieben. Statt sie mir zu beantworten will sie nächste Woche mit meinem Kind per Telefon den Unterricht besprechen. Wenn sie natürlich so arbeitet, verstehe ich schon was sie den Rest der Woche macht - telefonieren. Aber nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern. Wenn man da Eltern hat die nicht nachfragen, passiert gar nichts.

  19. Urgestein

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Ist diese starke Fokussierung auf Online-Unterricht eigentlich ein Hamburg-spezifisches Ding? Es gab letztens einen Zeit-Artikel, wo ich davon gelesen habe, dass dort wohl wirklich online unterrichtet werden SOLL.
    Bei uns habe ich von Online-Unterricht in dieser Intensität überhaupt noch nicht gehört. Das machen Lehrer, die Lust und die Kapazitäten haben, freiwillig.

    Mein großes Kind hat in einem Fach ca. eine Stunde pro Woche Videokonferenz (Gymnasium), in der Grundschule hat die Lehrerin bisher einmal angerufen und einmal eine freiwillige Videokonferenz gemacht, damit sie sich mal sehen. Sie schrieb auch, es wäre schön, wenn die Eltern das ermöglichen würden, aber wenn es zuviel Aufwand ist, versteht sie das auch. Völlig klar, dass die Kinder das nicht alleine können. Ich erwarte in dem bereich aber ehrlich gesagt auch nichts.

    Eine Bekannte von mir ist Gymnasiallehrerin, mit der habe ich leztens gesprochen. Sie hat selber 4 Kinder zuhause und berichtete, dass die die Schüler natürlich mit Aufgaben versorgt, aber ständiges einsammeln und ständige Rückmeldungen sieht sie nicht als ihre Aufgabe. Und wenn sie nachfragt und erfährt, es läuft schlecht, kann sie ja auch nichts machen. Es gibt da auch keine Koordination, was online-Unterricht oder Kontakt mit den Schülern angeht, das macht jeder Lehrer, wie er mag.

  20. Member

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    AW: Grundschulkinder und Distanzunterricht

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Ist diese starke Fokussierung auf Online-Unterricht eigentlich ein Hamburg-spezifisches Ding? Es gab letztens einen Zeit-Artikel, wo ich davon gelesen habe, dass dort wohl wirklich online unterrichtet werden SOLL.
    Bei uns habe ich von Online-Unterricht in dieser Intensität überhaupt noch nicht gehört. Das machen Lehrer, die Lust und die Kapazitäten haben, freiwillig.

    Mein großes Kind hat in einem Fach ca. eine Stunde pro Woche Videokonferenz (Gymnasium), in der Grundschule hat die Lehrerin bisher einmal angerufen und einmal eine freiwillige Videokonferenz gemacht, damit sie sich mal sehen. Sie schrieb auch, es wäre schön, wenn die Eltern das ermöglichen würden, aber wenn es zuviel Aufwand ist, versteht sie das auch. Völlig klar, dass die Kinder das nicht alleine können. Ich erwarte in dem bereich aber ehrlich gesagt auch nichts.

    Eine Bekannte von mir ist Gymnasiallehrerin, mit der habe ich leztens gesprochen. Sie hat selber 4 Kinder zuhause und berichtete, dass die die Schüler natürlich mit Aufgaben versorgt, aber ständiges einsammeln und ständige Rückmeldungen sieht sie nicht als ihre Aufgabe. Und wenn sie nachfragt und erfährt, es läuft schlecht, kann sie ja auch nichts machen. Es gibt da auch keine Koordination, was online-Unterricht oder Kontakt mit den Schülern angeht, das macht jeder Lehrer, wie er mag.
    Also dass jeder Lehrer das macht, wie er mag, kann ich mir nicht vorstellen. An den 3 Schulen, in die ich Einblick habe, gibt die Schulleitung sehr konkrete Vorgaben, was zu geschehen hat: Aufgaben in welchem Umfang für welche Fächer auf welchem Portal, wie viel Videounterricht mit welchem Anbieter, wie oft telefonisch Kontakt halten... Dass das nicht landesweit gleich ist, hängt mit der unterschiedlichen Ausstattung der Schulen und der Schüler zusammen. Am Gymnasium meines Mannes haben offenbar alle genug Geräte, sodass sie fast nach Stundenplan Videounterricht machen, an meiner Schule wäre das undenkbar, zum einen wegen schlechtem Internet auf dem Land, zum anderen wegen fehlender Geräte. (es gibt zwar inzwischen in allen Haushalten ein Gerät, aber längst nicht für jedes Kind). Jeder Schulleiter war also gehalten, die Umsetzung an seine Schule anzupassen, wie es am sinnvollsten erscheint, aber dass jeder Lehrer da frei ist, stimmt hier sicher nicht (dass sich nicht jeder dran hält, ist klar, aber die große Mehrheit wohl schon, denke ich).
    Mein Mann findet übrigens, dass ausschließlich Videounterrichten viel ineffektiver als eine Mischung aus Aufgaben stellen und 1x pro Woche per Video besprechen ist, weil durch die Fülle der Konferenzen das System überlastet ist und die Schüler die meiste Zeit damit verbringen, sich wieder in die Räume zu klicken. Der Vorteil vorher war ja auch, dass jeder Schüler Zeit und Ruhe hatte und in seinem Tempo arbeiten konnte. Der ist jetzt weg, weil sie sich von 8-14h in unterschiedliche Räume klicken und ständig rausfliegen.

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