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  1. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    [...] Was passiert wenn Du ganz ausfällst, Dich krank schreiben lässt, das Bett hüten musst? Könntest Du das zulassen oder geht es gar nicht? Also existentiell gar nicht? Geld reicht nicht auf dem Konto, Kinder haben nix gescheites zu Essen, sind nicht warm angezogen, Partner fühlt sich im Stich gelassen?

    Bei einer Depression kann es sein, dass Du 6-8 Wochen aus dem Verkehr gezogen wirst, z.b. für einen Klinikaufenthalt. Mit Sicherheit hättet ihr aber Anspruch auf Haushaltsunterstützung. Vermutlich dann auch Notbetreuung auch wenn nur einer arbeitet.

    PS: Ich nehm die Details raus, wenn zu persönlich.
    Geändert von Pinkmelon (14.01.2021 um 18:45 Uhr)

  2. Urgestein

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Ich meinte ja auch, was soll man machen.

    Wie kürbis sagt, es geht wohl gerade vielen Leuten so. Unterschiedlich stark. Aber das ist scheinbar politisch gewollt, und Eltern sind ja auch nicht die einzigen, es gibt ja noch ne Menge andere Leute, die unter der Situation leiden. Die können ja nicht alles fallen lassen, was sie gerade tun, und selfcare betreiben. das GEHT gerade nicht.
    Geändert von Whassup (15.01.2021 um 16:41 Uhr)

  3. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Ich versteh absolut was Du meinst.

    Und es ist absolut möglich, dass Du bereits alles so runtergefahren hast, dass Du jetzt tatsächlich noch genau das tust, was Du tun MUSST und dann gibt es wenig Spielraum.

    Was ich meinte ist, MÜSSEN nimmt oft die Erwartungen der anderen vorweg. Nur keinem zur Last fallen, nur nicht unsolidarisch erscheinen. Wenn das mit den 6-8 Wochen Krankenhaus passiert (bin nicht zufrieden mit diesem Wort, es passiert nicht einfach so, aber der Einfachheit lasse ich es stehen), ist das MÜSSEN eben auch relativ, weil es MUSS dann zwar weiter aber ohne den bzw. die bisherige Protagonistin. Und dann ist doch besser vorher was liegen zu lassen.

    Wenn das auf Dich nicht zutrifft, alles gut. Großes Lob. Auch das ist selfcare. (Also das Priorisieren und Nein sagen zum rechten Zeitpunkt.)
    Geändert von Pinkmelon (24.01.2021 um 16:28 Uhr)

  4. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Hmm. Vielleicht ist das was ich schreibe auch nicht hilfreich, weil es so platt klingt und bloßes Verständnis wäre besser. Ich wollte damit niemanden hier absprechen, dass die Situation sch... ist. Hoffe das ist nicht so rüber gekommen. Man kann der Weltmeister im Priorisieren, Nein-Sagen und Hilfe-Suchen sein und es kann immer noch schwer sein.

  5. Addict

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Das Schlimme ist halt, wenn man sich dann durchringt und Hilfe sucht und Entlastungsangebote wahrnehmen will - und dann wird einem das mit ganz viel Bürokratie wieder schwer gemacht und verhindert. Und man landet genau wieder auf der Ich-Faulenzer-andere-haben-es-noch-viel-schlimmer-schlechtes-Gewissen-Schiene. Gerade so erlebt. Viele aktuelle „Angebote“ scheinen doch nicht mehr als Lippenbekenntnisse zu sein.

  6. Urgestein

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Bitte nicht zitieren:
    Ich hatte heute ein Telefonat mit einer Beraterin der Familienberatungsstelle. Wir hatten schon ein paar Termine vor ner Weile. Ich hab ihr erzählt, wie es mir / uns so geht, und sie sagte irgendwann, dass es geeade sehr vielen Familien so geht, die bei ihr anrufen. Es IST einfach schwer. Helfen kann sie mir ja auch nicht, weil die großen Probleme gerade im externen liegen. Sie kann Corona auch nicht weghexen, und solange wir die momentanen Einschränkungen haben, KANN man gar nicht an den üblichen Stellen angreifen und hier und da optimieren.

  7. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Oh, da habe ich ja was losgetreten. Entschuldigung.
    Klar, wenn man nicht mehr kann, aber trotzdem muss, hilft mein Kommentar auch nicht viel.
    Für mich war das eher ein Geraderücken meines eigenen Anspruchs an mich. Ich habe mich schwach und versagend gefühlt. Dabei ist es einfach ok, dass es mir schlecht geht. Da hat mir die Info bezüglich der Häufigkeit der Betroffenen geholfen.

    Whassup, ich hoffe du/ihr findet Wege, damit es dir in dieser Situation besser geht.

  8. Urgestein

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Ach alles gut, ich hab das schon richtig verstanden. Es ist wirklich wichtig, sich jetzt nicht auch noch ein schlechtes Gewissen zu machen, da bin ich auch weitergekommen in letzter Zeit. Vieles geht halt gerade nicht, punkt.

    Die Frage ist nur, wie man aus dem "schlecht gehen" wieder rauskommt. Abwarten "bis Corona vorbei ist"?

  9. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Pessimistisch betrachtet ist das wohl eher keine Option. Ich vermute, dass uns das (wenn auch vielleicht in variierender Stärke) noch 1 bis 1 1/2 Jahre begleitet.
    Der RKI Chef vermutet, dass wir das Virus bis Ende des Jahres im Griff haben. Dem kann ich nur noch mit Galgenhumor begegnen.
    "If there's anything more important than my ego around, I want it caught and shot now."

  10. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Zitat Zitat von mocking.bird Beitrag anzeigen
    Das Schlimme ist halt, wenn man sich dann durchringt und Hilfe sucht und Entlastungsangebote wahrnehmen will - und dann wird einem das mit ganz viel Bürokratie wieder schwer gemacht und verhindert. Und man landet genau wieder auf der Ich-Faulenzer-andere-haben-es-noch-viel-schlimmer-schlechtes-Gewissen-Schiene. Gerade so erlebt. Viele aktuelle „Angebote“ scheinen doch nicht mehr als Lippenbekenntnisse zu sein.
    Das hab ich nicht ganz verstanden.

    Scheiterst Du an den Hürden, weil Du durch die Belastung nicht mehr genügend Kraft hast und aufgibst?

    Oder werden die Angebote, obwohl vorher ausgesprochen, wieder zurückgezogen?

    Oder wird die Hilfe gewährt, aber gefühlt widerwillig bzw. mit dem Appell, nur im Notfall nutzen, so dass Du dann das Gefühl hast, weil Du die Hilfe suchst/annimmst, bist Du ein Faulenzer? Wie jetzt beim Bsp Notbetreuung?

    Zieh Dir den Schuh nicht an! Sei wenigstens Du selbst auf Deiner Seite und mit Dir selbst solidarisch, das unheimlich wichtig.

  11. Addict

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Zitat Zitat von Pinkmelon Beitrag anzeigen


    Oder werden die Angebote, obwohl vorher ausgesprochen, wieder zurückgezogen?
    Das. Bedeutet einfach zusätzlichen Stress, wenn man sich dann wieder rechtfertigen und tausend Instanzen abklappern muss, das müsste im Moment echt nicht sein.

  12. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Das stimmt.

    Ich hab mich in einer anderen Situation bei sowas, wo ich kaum noch für mich einstehen konnte, aber auf die Hilfe unbedingt angewiesen war, schonmal von meiner Mama vertreten lassen.

    Und umgekehrt als sie nach dem Tod meines Vaters nicht konnte dafür ebenfalls die Bürokratie für sie übernommen. Mit Ämtern, Amtsgericht, Banken, ...

    Das ging trotz weiter Entfernung ganz gut. Telefon / Fax / Scanner und so (je nachdem mit welcher Bürokratie man es da so zu tun hat) natürlich vorausgesetzt.

    Kann ich empfehlen, weil es jmd anderen nicht so stresst, wie Dich, wenn Du von den Ergebnissen abhängig bist und ohnehin verwundbar. Es ist bei uns in der Familie auch so, dass das Kämpfen für jmd anderen komischerweise leichter fällt als für einen selbst. Weil diese inneren Barrieren (bin ich dann faul, penetrant, lästig oder sonstwas, wenn ich das einfordere), nicht gegeben sind.
    Geändert von Pinkmelon (15.01.2021 um 13:10 Uhr)

  13. Member

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Ich hab auch mal eine Anfrage gestellt. Hab zwei kleine Kinder und bin zwar noch in Elternzeit, aber das heißt auch, dass ich 24/7 mit Kindern und Haushalt beschäftigt bin und es kotzt mich alles so an. Ich mag einfach nicht mehr aufstehen.
    Männer, die sich nicht melden, sind nicht interessiert

  14. V.I.P.

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Zitat Zitat von *verano* Beitrag anzeigen
    Ich hab auch mal eine Anfrage gestellt. Hab zwei kleine Kinder und bin zwar noch in Elternzeit, aber das heißt auch, dass ich 24/7 mit Kindern und Haushalt beschäftigt bin und es kotzt mich alles so an. Ich mag einfach nicht mehr aufstehen.
    Ich bin in einer ähnlichen Situation, in Elternzeit mit Baby und zwei Kindergartenkindern und fühle mich auch einfach nur ausgelaugt.
    Obwohl das natürlich im Vergleich total privilegiert ist, habe ich auch Austauschbedarf.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥♥

  15. Addict

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    ich habe auch eine anfrage gestellt. keine kinder, aber trotz einiger weniger sozialer kontakte macht es mich mittlerweile muerbe und psychische probleme von frueher tauchen wieder auf wuerde mich auch gerne austauschen.

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

  16. V.I.P.

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    ich hab auch eine anfrage geschickt, mir ist es schon lang nicht mehr so schlecht gegangen, wie in den letzten paar wochen :/
    hello! my pronouns are sex based, just like my oppression.

  17. Newbie

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    AW: Erschöpfung/Burnout/Depressionen

    Ich habe auch eine Anfrage gestellt, da es derzeit auch immer schlechter mit der Situation geht.

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