Umfrageergebnis anzeigen: Mir gehts verglichen mit vor 1 Jahr

Teilnehmer
128. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • besser

    26 20,31%
  • schlechter

    65 50,78%
  • ähnlich wie letztes Jahr

    37 28,91%
Antworten
Seite 2 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 40 von 73
  1. Ureinwohnerin

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Zitat Zitat von viole(n)t eyes Beitrag anzeigen
    bei mir ist alles noch schlechter.
    Ich hab quasi alle Sozialkontakte eingebüßt.
    ja, das kommt noch dazu, Familie und Freundeskreis.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  2. Foreninventar

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Schlechter. Letztes Jahr hatte ich noch die Hoffnung, verschont zu bleiben von Covid. Jetzt hab ich zig Monate später immer noch mit den Nachwirkungen zu tun. Glück im Unglück, durch die Erschöpfung würde ich auch ohne die Maßnahmen nichts unternehmen, also sind die nicht mein großes Problem
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  3. Newbie

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Ich musste tatsächlich länger darüber nachdenken, aber ich glaube, es tut sich nicht viel. Letztes Jahr war ich hoffnungsvoller und im Sommer (im Nachhinein betrachtet) auch etwas unbedarft, weil ich wieder mehr Kontakte hatte.
    Mittlerweile bin ich einfach sehr oft wütend und enttäuscht über die Menschen. Andererseits bin ich innerlich entspannter, weil ich geimpft bin und meine Eltern auch bald dran sind.
    Aber irgendwie ist es ziemlich traurig, wie sehr ich mich an die Isolation gewöhnt habe

  4. Urgestein

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Ich fühle mich sehr wohl momentan, da niemand Ansprüche stellt. Ich kann alles machen, was ich mag ohne dass jemand reinredet. Ich kann Homeoffice machen und verdiene mehr. Ich hab mehr Zeit, die Welt ist ruhiger. Einige meiner Freunde haben die Zeit genutzt an sich zu arbeiten, zu lernen sich nicht soviel abzulenken, das freut mich. Ich hab mehr Qualitytime mit Freunden, da nicht alle ständig verplant sind und durch die Gegend fahren und Termine haben. Mit einigen hab ich mehr Kontakt als vorher, weil skypen salonfähig geworden ist. Das macht man jetzt einfach mal nebenbei, früher nie. Der Wohnungsmarkt ist super (muss grad umziehen) und ich fühle mich insgesamt besser, weil ich viel Zeit für mich habe und immer wegen Corona absagen kann ohne dass das hinterfragt wird. Sozialer Druck ist kaum noch da. Ich hab durch Corona zudem ne spannende Nebenaufgabe bekommen auf der Arbeit.

    Was ich vermisse ist Kino. Da war ich sonst extrem häufig. Und Reisen. Aber sonst...alles was ich dachte, dass es mir sehr fehlen würde
    ...war gar nicht so. War schön zu sehen, was einem wirklich wichtig ist und auf was man von jetzt auf gleich verzichten kann.

    Insgesamt für mich persönlich eine sehr positive Entwicklung.

  5. Junior Member

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Ich hab ähnlich wie letztes Jahr angekreuzt. Ich war noch ziemlich fertig von den vorangegangenen Monaten mit stark depressivem Partner zuhause und der Aussicht auf noch einige Monate Alleinerziehendseins (aufgrund räumlicher Umstände), habe aber auch die Entschleunigung genossen und das Zurückgeworfensein auf die Kernfamilie. Ich war zuversichtlich, dass ich meinen allgemeinen Gesundheitszustand endlich in absehbarer Zeit verbessern könnte und dass ich danach meine berufliche Zukunft planen könnte.
    Ich hätte nicht gedacht, dass sich meine Zahngenesung bis in dieses Jahr hinziehen würde, dass uns Corona so einschneidend begleiten würde und dass ich beruflich nochmal zurückstecken würde.
    Jetzt bin ich ziemlich müde von den Monaten der Kinderbetreuung (Kinder seit Dezember zuhause mit einer Unterbrechung von 2 Wochen) und von der abermals stark depressiven Phase meines Mannes zuhause. Fast erleichternd fühlt sich gerade das Wieder-Alleinerziehendsein aufgrund räumlicher Trennung an und noch hoffe ich (naiverweise?) auf den Kita-Start beider Kinder im August, der mir endlich mal wieder etwas Zeit für mich zurückbrächte. Es wäre schön, wenn mein Partner seine Umschulung noch dieses Jahr erfolgreich beenden könnte, das würde uns neue Perspektiven eröffnen.
    Geändert von BauchSagtZuKopf (26.04.2021 um 23:28 Uhr)
    BauchSagtZuKopfJa

  6. Member

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Mir geht es deutlich schlechter.

    Positiv ist, dass meine engen Bezugspersonen und ich geimpft sind und ich mir wohl keine Sorgen machen muss, dass wir schwere Verläufe kriegen. Zumindest so lange, bis die nächste Mutation kommt.

    Am schlimmsten ist für mich - abgesehen von den Folgen der Einsamkeit und des Wegfalls so vieler Dinge, die mir Lebensfreude gegeben haben - dass ich komplett die Hoffnung verloren habe. Auch wenn ich rational daran glaube, dass dieses Jahr irgendwann Normalität einkehren wird - in mir drin bin ich fest überzeugt, dass wieder eine Hiobsbotschaft kommen wird und sich alles noch viel länger, vielleicht ewig hinziehen wird.

    Daneben habe ich komplett das Vertrauen in das politische System und die handelnden Akteure verloren. Vorher habe ich manchmal überlegt, mich wieder in einer Partei zu engagieren und habe auch sonst viel gemacht. Vor einem Jahr hatte ich im Großen und Ganzen das Gefühl, dass es ganz okay läuft und die Politik uns schützen will. Jetzt bin ich komplett desillusioniert und habe das Gefühl, dass unser Wohlergehen den Regierungen - und allen Parteien, die da auf irgendeiner Ebene beteiligt sind - scheißegal ist und wir nur zum Arbeiten und Konsumieren da sind. Diese Brutalität hat mich sehr schockiert und ich habe nicht mehr die Hoffnung, dass man in diesem System mit diesen Leuten noch irgendwas zum Positiven wenden kann.

    Deswegen bin ich mir inzwischen auch sicher, dass wir die Klimakatastrophe nicht abwenden werden. Wie auch, wenn das Wichtigste immer “die Wirtschaft” ist und man nicht mal 6 Wochen vorausschauend denken kann oder will. Deswegen sind meine Gedanken inzwischen so in die Richtung “sollte Corona tatsächlich irgendwann überstanden sein, haben wir vielleicht noch 5-10 gute Jahre, dann geht es eh bergab”.

  7. Urgestein

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Definitiv schlechter. Im ersten Lockdown hab ich zwar sehr schnell gemerkt, dass mein Leben so isoliert einfach nicht funktioniert und dass die Depression lange nicht so weit hinter mir liegt, wie ich dachte, aber ich hatte so ein "Tschacka, alle zusammen schaffen wir das"-Gefühl. Das habe ich seit Monaten komplett verloren, ebenso die Hoffnung, dass es mal endet und wie desillusioniert und entsetzt ich von unserer Regierung bin kann ich kaum in Worte fassen.

    Ich bin weder geimpft noch habe ich einen Termin, von meinen Herzensmenschen haben gerade mal 2 die erste Impfung, der Rest hat noch nicht mal einen Termin. Und das nicht, wie im anderen Thread als steile These aufgestellt, weil man sich in der Lager- und Handelsbubble halt nicht kümmert sondern auf die Meldung in der Bild wartet, lol.

    Ich hab seit November quasi durchgehend Albträume und vermisse einige Aktivitäten so sehr, dass ich schon bei der Erinnerung losheule. Also ja, heute vor einem Jahr war's lästig und neu, aber dezent besser.
    Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt!

  8. Member

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Mir geht es besser, wobei mir gerade klargeworden ist, dass der hauptsächliche Faktor der ist, dass mein Freund und ich jetzt zusammenwohnen. Vor einem Jahr wusste ich nicht, wann wir uns sehen würden. Außerdem haben wir jetzt eine Katze

    Außerdem habe ich etwas weniger Angst um meine Eltern.

    Abgesehen davon, hat sich die Situation nicht wirklich verbessert, eher im Gegenteil: Die Zahlen sind an meinem Wohnort schlecht, mich plagt der schon erwähnte Impfneid, weil aus meiner Familie noch niemand geimpft ist und es unklar ist, wann das passiert. Ich habe großes Glück, gehaltsmäßig nicht von Corona betroffen zu sein und mein Job ist relativ sicher, aber der Homeofficetrott raubt mir inzwischen viel Kraft. Ich bin noch schlechter darin als vor einem Jahr, Ausgleich zu organisieren und das schlägt sich auch auf meine Form nieder. Außerdem habe ich Angst, nach Corona weiterhin sozialdistanziert zu leben, weil ich erst kurz vor der Pandemie hierhergezogen bin und logischerweise nicht viele neue Menschen kennenlernen konnte

  9. Urgestein

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Vor einem Jahr hatte ich noch Hoffnung! Hoffnung auf einen guten Sommer, Hoffnung, dass alles im nächsten Jahr überstanden sein wird. Homeoffice fand ich gut. Ich stand vor einem größeren Jobwechsel mit Umzug, der sich durch Corona vor einem Jahr nicht ergeben hat und dann später stattfand. Ich war aber nur ein paar Tage im Büro und bin auch nicht umgezogen. Kenne mein neues Team nur virtuell. Die Arbeit klappt zwar perfekt so, aber es gibt keinen privaten Austausch und ich kann mir immer weniger vorstellen, in dem Unternehmen irgendwann wieder normal im Büro zu sitzen.

    Dazu Sorgen und Ängste über einen längeren Zeitraum, Impfneid - kenne bisher auch nur Menschen, die maximal die 1. Impfung haben, niemand, der schon beide hat.
    Dann die Regierung, Poltik und Entwicklung in der Gesellschaft und auch die Tatsache, dass man mit vielen Menschen nicht mehr normal reden kann bzw. es so krass unterschiedliche Meinungen zu Corona gibt.

    Hobbys und Freizeitaktivitäten sind bis auf 2 keine mehr möglich. Meine sozialen Kontakte sind auch fast alle weggebrochen. Vor einem Jahr habe ich noch häufiger Leute getroffen, jetzt zieht sich jeder zurück.

    Dazu belastet mich persönlich, dass ich auch gemerkt habe, was mir eigentlich wichtig ist und dass so ziemlich das Gegenteil ist von dem, was ich gerade mache. Beruflich und auch wohntechnisch. Wie ich das tatsächlich angehen soll, bereitet mir Kopfzerbrechen.
    In meinem Umfeld passiert gerade sehr viel - Familiengründung, Hauskauf oder -bau, Umzüge, etc. und ich habe das Gefühl, dass sich alle weiterentwickeln und nur bei mir Stillstand ist.

  10. Addict

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Besser. Vor einem Jahr war ich schwanger und wahnsinnig im Stress weil die Kita zu hatte und war kurz davor, wegen der psychischen Belastung ein Beschäftigungsverbot zu bekommen.

    Jetzt bin ich immer noch/wieder relativ gestresst mit zwei kleinen Kindern und ohne Kita und außerdem ziemlich desillusioniert was Menschen und Politik angeht. Über die Desillusion, die geschlossene Kita und relativ viel Langeweile hinaus hat mich alles aber relativ wenig persönlich betroffen, Corona ist zum Glück ziemlich abstrakt geblieben für mich, dank zwei kleiner Kinder würde ich auch sonst nicht groß irgendwo hingehen und mein Job ist recht krisensicher und homeofficefähig. Alle älteren Menschen die ich kenne sind inzwischen zum Glück auch geimpft.

  11. Ureinwohnerin

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    .
    Geändert von phaenomenal (27.04.2021 um 21:31 Uhr)
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  12. Regular Client

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Meine Situation ist im Prinzip unverändert, sie wäre aber garantiert schlimmer als letztes Jahr, wenn ich nicht im Herbst umgezogen wäre mit einer Freundin zusammen. Alleine wohnend wäre ich mittlerweile wahrscheinlich völlig eingegangen.
    Sakamoto: hat eventuell eine exhibitionistische Ader
    Oh don't even get me started! I keep watchin' that show and I'm waitin' for the darn dragon to show up and, and kick everyone's butt! But all I get is wiener, wiener, wiener. It's not all gay wiener, but when they DO show a straight guy's wiener, it's all soft and floppy. Even though he just got done humpin' a pretty girl! Why is that? Because a soft wiener isn't threatening, just like a gay wiener.

    HEATHCLIIIIIIFFFF~

  13. Member

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Schlechter, letztes Jahr war ich noch in Elternzeit und mein Vater hat noch gelebt. Alles strapaziert mich, bzw ich halte total wenig aus. Obwohl ich nur reduziert arbeite und die Kinder Notbetreuung haben. Muss zum ersten Mal seit Jahren wieder Antidepressiva nehmen.

  14. Get a life!

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    aus beruflicher sicht gehts mir besser. letztes jahr hab ich den großteil des jahres mit jobsuche verbracht und hatte so leichte existenzängste. aktuell hab ich einen vertrag bis 2023, so lange hatte ich lange nix und potentiell aussicht auf weitere jahre. dank corona werde ich vermutlich, obwohl ich 1,5h entfernt arbeite, zukünftig kaum ins büro müssen und das finde ich tatsächlich sehr positiv.

    perspektivisch fühlt sich alles viel schlimmer an. letztes jahr hab ich mir öfter die schweinegrippe angeschaut und gedacht, es wird so ähnlich laufen und die war recht schnell wieder vorbei. aktuell machen mir die mutationen sehr angst, dabei hatte ich sehr gehofft, dass mit der impfung alles vorbei ist. immerhin sind meine eltern schon mal geimpft, das war mir sehr wichtig. ich kann irgendwie so schwer mit dieser unsicherheit umgehen, wenn es doch perspektive gäb ... und ja, dass förderalismus so schieflaufen kann, hätte ich auch nicht gedacht. ich dachte eigentlich, dass förderalismus viel potential hätte, dass man regional das virus in angriff nehmen kann ... aber das menschenleben nach dem anfang so egal wurden und es schnell klar wurde, dass es nur um wirtschaftliche interessen ging, hat mich schon umgehauen.

    gmitsch gmatsch gmotsch

  15. Newbie

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    .
    Geändert von Chilisuppe (16.06.2021 um 15:52 Uhr)

  16. Member

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Mir geht es ähnlich.
    Es wird so oft aufgefordert, sich zusammen zu reißen, für Umwelt un klima tut das aber gefühlt fast keiner. Im Gegenteil, das Auto wird viel häufiger genutzt und ggf noch schnell eins gekauft, weil man den ÖPNV nicht nutzen will.
    Topfblume: hat eventuell einen exhibitionistischen Adler

    "Well, you know what they say. She's a marshmallow.”

  17. Ureinwohnerin

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    An meinem Alltag hat sich ungefähr nichts verändert. Trotzdem ging es mir letztes Jahr besser. Ja, es war alles neu und ungewiss, aber es war in der Anfangszeit auch spannend, wie es plötzlich auch ging, es war ruhig, kaum mehr Autos auf den Straßen, man blieb halt im wesentlichen daheim.
    Dieses Jahr ist die allgemeine Situation viel, viel schlechter und gefühlt ist aber nichts mehr ruhiger. (Abgesehen vom Flugverkehr.) Man kann zwar nicht shoppen oder nette Dinge (Kultur/Gastro) unternehmen, aber trotzdem ist es hektisch, Verkehr ist zumindest hier am Dorf wie immer, der Andrang auch und die Laune ist allgemein ziemlich mies. Ich hab mir viele Sorgen gemacht um die Gesundheit meiner Lieben, die Impfung ist immerhin ein Lichtblick.
    Auf der positiven Seite ist bei mir auch die Etablierung von mehr oder weniger regelmäßigen online-Meetings zum Plaudern und spielen, das hebt meine Laune deutlich.
    geht doch adorno lesen, ihr lauchs!

  18. Addict

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Ich hab das Gefühl, Marathon zu laufen. Letztes Jahr hatte ich auf den ersten Metern Respekt vor der Situation und hab mich darauf eingestellt, dass das nicht nur dauern, sondern auch derbe anstrengend wird. Aber ich hatte auch noch Kraft und Energie. Mittlerweile fühle ich mich wie bei Kilometer 30: Ich weiß, ein Großteil ist geschafft, Ziellinie ist zwar noch nicht in Sicht, aber lang kann’s eigentlich nicht mehr dauern, NZ ist zum Beispiel schon drüber und dementsprechend am feiern, aber ich kann einfach nicht mehr. Jeder Schritt ist eine Qual und ich will nicht mehr. Aber muss halt.

    Ehrlich gesagt, bin ich noch nie Marathon gelaufen, aber genau so stell ich mir das vor. Grauenhaft.
    Don’t believe everything you think.

  19. Addict

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Fuer mich schwierig zu beurteilen. Objektiv ist trotz Pandemie viel passiert, ich habe einen neuen tollen Job gefunden, bin mit meinem Freund zusammen gezogen, wir hatten einen Deutschland-Urlaub und wie jemand schon schrieb, im Sommer schien die Pandemie dann doch recht weit weg, da die Zahlen so stabil niedrig waren. Dazu habe ich tatsaechlich in meiner alten WG neue Freunde gefunden, es ist, als rueckte man naeher zusammen, mit denen die noch blieben und ich hoffe, dass das so bleibt. Also da kann ich schon die positiven Seiten sehen.

    Vor einem Jahr habe ich aber auch niemals gedacht, dass es noch so dicke kommt und lange dauert. Ich war wie vermutlich viele Anfang des Jahres 2021 schockiert von der Unfaehigkeit der deutschen Regierung, frustriert, obwohl ich keine direkten Konsequenzen habe, da ich im Ausland wohne.

    Anfangs war alles irgenwie zwischen Angst, Aufregung, man sprach noch viel ueber Regelungen, Entwicklungen und Zahlen, jetzt sind alle nur noch muede und vermissen das alte Leben.

    Januar Feburar 2021 ging es mir deutlich schlechter als Maerz April letztes Jahr, es war, wie das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, aber man kommt nicht vorwaerts.
    Jan Boehmermann und Olli Schulz haben es im letzten Podcast mit dem Gefuehl des unterwegs Pinkeln muessens verglichen, es ist kaum auszuhalten aber am schlimmsten ist es immer, wenn man die Haustuer aufschliessen muss und sich fast in die Hose pinkelt. SO fuehl ich mich seit Wochen.
    Meine Eltern sind auch noch nicht geimpft und ich bin mit 33 Jahren hier in der allerletzten Impfgruppe, also noch nach den 20-30 Jaehrigen.
    Diese dauernde nach Hinten verschieben des Impfplans macht mich auch ganz wuschig.

    Glaciers have melted to the sea
    I wish the tide would take me over
    I've been down on my knees
    And you just keep on getting closer

  20. Senior Member

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    AW: Eure Situation vor 1 Jahr und heute?

    Ich habe mal "ähnlich" gewählt, aber die Tendenz geht wohl leider zu "schlechter".
    Ich bin einfach nur noch müde und werde das Gefühl nicht los, dass das Leben nach der Pandemie noch beschissener wird als das davor. Also nichts, worauf man sich irgendwie freuen könnte.
    Und, ja, die Klimakrise sehe ich auch immer schneller auf uns zurollen, auch wenn das im Moment anscheinend keinen mehr interessiert. Wenn nicht demnächst noch eine neue Mutation vorbeikommt und die Menschheit großflächig dahinrafft erledigen das eben in ein paar Jahren die Folgen des Klimawandels.
    Ich habe irgendwie auch noch das letzte bisschen Vertrauen in die Menschheit verloren, und ich hatte davon vorher schon nicht besonders viel.
    Also, eigentlich dachte ich wirklich, dass ich ungefähr genauso frustriert bin wie letztes Jahr. Anders zwar, aber in der Summe ungefähr gleich. Aber wenn ich jetzt so drüber nachdenke, war ich im Vergleich zu jetzt vor einem Jahr der reinste Sonnenschein.
    i expect to find him laughing

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