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  1. Ureinwohnerin

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    Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Mich würde mal interessieren, ob Ihr mit Vorurteilen/Vorbehalten zu kämpfen habt.
    Es wäre schön, wenn ihr dazu noch schreiben könntet, wie sich Euer Umfeld dort gestaltet. Also, ob Ihr im Osten viel mit Ossis zu tun habt oder im Westen viel mit Wessis oder ob Ihr Euch zum Beispiel in Berlin vor allem unter Zugezogenen Wessis bewegt.

    Ich frage, weil ich mich immer wieder in Diskussionen wiederfinde, in denen ich mich für mein Wessi-sein rechtfertigen muss. Und ich tu gar nichts dazu. Gestern erst hatte ich eine ziemlich krasse Diskussion mit einem guten Freund meines Freundes. Er hat so gegen Westdeutschland und "die Wessis" gewettert, dass ich irgendwann gesagt habe, dass ich mir seinen Ton und sein Urteil verbitte.

    Wie kam es dazu? Irgendwer hat irgendetwas über Adenauer gesagt und ich sagte nur "Übrigens hat er sich damals geweigert zu flaggen, als Hitler nach Köln kam und wurde daraufhin seines Amtes enthoben.", woraufhin der Freund mir und pauschal dem ganzen Westen Deutschlands eine Adenauerverehrung unterstellte und sagte, dass Adenauer ein Nazi war und er dieses rechte Gedankengut in Westdeutschland ziemlich krass findet. Ich habe dann gesagt, dass ich leider sagen muss, dass mir im Westen nie so viele offene Rechte begegnet sind wie im Osten, aber ich unterstelle trotzdem nicht allen Ostdeutschen, dass sie Nazis sind. Er meinte, dass er in Ostdeutschland noch nie Rechten begegnet ist und das nicht erlebt habe, im Westen aber einmal zuletzt plötzlich mit Menschen zusammen saß, die rechts waren und das ist jetzt seine Erfahrung und so ist es im Westen. EY?!

    Auf einer anderen Party vor ein paar Monaten wollte sich einer mit mir über das tolle Schulsystem der DDR unterhalten und ob ich da auch so tolle Erinnerungen hätte. Ich habe dann gesagt, dass ich leider keine habe, da ich in Westdeutschland geboren bin und sowieso erst 1990 eingeschult wurde. Daraufhin durfte ich mir wieder anhören, dass die BRD so schlimm ist und im Osten war alles besser. Bla.

    Mir geht vor allem immer dieses "Das ist west und das ist ost." auf den Keks. Deutschland ist doch nicht nur Ost und West. Bayern ist anders als Schleswig und Schleswig ist anders als Thüringen und Thüringen ist anders als Meck-Pom. Und dass immer so auf dieser Trennung rumgeritten wird. Wir haben meiner Schwiegermutter mal ein Kochbuch mitgebracht und die Schwester meinte dann "Das ist ein West-Kochbuch, oder?" "Ja, und? Es ist in Deutscher Sprache geschrieben, man kann es verstehen und es sind Rezepte drin." (okay, das habe ich nur gedacht )

    Mein Umfeld in Berlin ist gemischt und mein Freund ist in der ehem. DDR geboren, daher habe ich schon viel Kontakt zu Menschen, die ebenfalls aus Ostdeutschland kommen.

    Gut, wie geht es Euch?
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  2. Ureinwohnerin

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Moah, mir geht das gerade echt nach, was da gestern gesagt wurde.

    Mein Freund meint, ich soll einfach nicht in solche Diskussionen einsteigen. Es wäre ja nicht meine Schuld, wenn die Leute nicht mit dem Ende der DDR klar kämen. Aber inzwischen bin ich da echt empfindlich geworden, obwohl ich normalerweise ein dickes Fell habe. Ich mag einfach nicht immer den Groll, den die Ostalgiker gegenüber "dem Westen" empfinden, abbekommen.
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  3. Addict

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

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    Geändert von kaffeetante (20.02.2013 um 17:37 Uhr)
    Das Leben ist ein Recht, keine Pflicht.

  4. Regular Client

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Ich komme aus dem Osten und studiere auch hier.
    Generell nervt mich diese Debatte total. Voralledingen von Menschen meines Alters (Mitte 20 und abwärts), die können ja das gar nicht mehr nachvollziehen.

    Ich bin da eher liberal. Ich habe sehr viele "westdeutsche" Freunde wie auch "Ostdeutsche".
    Generell meide ich Menschen, die noch zusehr von damals reden und eigentlich gar nicht wissen können wie es war. Habe zB viele Komilitonen die so reden. Das stört mich.

    Der DDR stehe ich persönlich skeptisch gegenüber. Ich wollte dort nicht leben, und bin froh das es nur 4 Jahre waren. Klar, es gab Vorteile, zB das alle Arbeit hatten, aber da hörts auch schon auf.
    Ganz anders ist das bei den älteren Menschen.
    Meine Oma zB wettert immer total gegen Wessis, das nervt mich, aber das bekommt man nicht mehr raus.

    Ich hab mal im Westen gearbeitet und fand es dort toll. Das Arbeitsklima war super. Generell ist im Westen mehr los, es herrscht mehr Lifestyle.
    Die Leute haben mehr Geld, sind aufgeschlossen, interessiert, ernähren sich besser, machen mehr, sind nicht so grimmig und bemühter (zB in der Gastronomie)
    Hier im Osten fehlt mir das ein wenig. Dafür wird man hier nicht schräg angeschaut beim nacktbaden in der Ostsee

    Ich mags hier dennoch, ich schau halt genau auf den Menschen. Da ich selbst sehr offen bin, umgebe ich mich auch gern mit ebensolchen Menschen. Deswegen fällt es mir nicht so auf.
    Geändert von Seerose (05.08.2012 um 21:59 Uhr)

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Zitat Zitat von kaffeetante Beitrag anzeigen
    Du bist nicht die Einzige mit solchen Erfahrungen

    Ich bin zwecks Studium in den Osten gezogen und habe direkt in der ersten Woche ernüchternde Erfahrungen gemacht. Da ließ eine Studentin in einem Seminar den Satz fallen "Die Wessis haben ja schon immer wie die fettgefressene Made im Speck gelebt. Die mussten für ihr Geld nie arbeiten.". Da wusste ich, ok , das wird nicht einfach hier.
    Mein Bekanntenkreis hier ist sehr klein, eben aus dem Grund, dass ich mit den Leuten nicht zurecht komme. Die DDR wird stark verherrlicht und Neuem gegenüber ist man unglaublich verschlossen. Mich nervt auch der häufig fallende Satz "Ach, das ist die Stadt mit den vielen Ausländern", wenn ich auf die Frage nach meiner Herkunft mit Frankfurt antworte. Ich sage dann immer "Ja, und Dresden ist die Stadt mit den vielen Deutschen. Und?".

    Für mich ist klar, dass ich nach dem Studium wieder wegziehe. Klar habe ich nette Menschen hier kennengelernt aber richtige Freundschaften sind nie entstanden. Mir fehlt hier einfach die Offenheit, die Neugier und vor allem die Lockerheit. Ich weiss, das klingt pauschalisierend und natürlich sind nicht alle Menschen so aber die Grundhaltung ist irgendwie gleich.

    Edit: Was Dein Freund sagt stimmt natürlich grundsätzlich aber ich finde, das ist eine billige Ausrede, damit man sich auf seinem Selbstmitleid ausruhen und zurücklehnen kann. Jeder kann aus seinem Leben machen was er will und jeder hat die Chance dazu. Natürlich war es nach der Wende hier nicht einfach, mein Freund hat mir auch viel darüber erzählt (er kommt aus dem Osten). Aber ich habe gelernt, nach Misserfolgen zu schauen was ich aus der Situation machen kann und wie es weitergeht. Egal wie schwer die Situation war.
    Na, mein Freund hat ja kein Problem mit dem heutigen Deutschland. Es war ein guter Freund von ihm, der halt seeehr bolschewistisch geprägt ist und das ist auch ok, es ist halt eine Meinung. Aber das was da gestern kam, war mir echt zuviel.
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  6. Ureinwohnerin

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Sorry, konnte eben nicht so ausführlich antworten.

    Das, was Kaffeetante beschreibt, kann ich nachvollziehen. Es ist so eine Bitterkeit im Dasein vorhanden. Nicht immer und überall, aber ich bemerke es.

    Eben habe ich ja meinem Freund gesagt, dass mir das echt nahe ging gestern. Vor allem, weil es nicht die erste Diskussion in dieser Richtung war, sondern weil ich ständig in so etwas verwickelt bin. Einfach nur durch mein Dasein als Wessi im Osten. Wenn es nicht innerdeutsch wäre, würde diese starke Ablehnung als verkappter Rassismus bezeichnet werden.
    Gestern war es allerdings schon krass. Die Diskussion hat zwar vielleicht 5 Minuten gedauert, aber ich dachte echt, ich werde nicht mehr.

    Ey, da sagt er, dass er im Westen auf ein paar Leute mit rechtem Gedankengut traf und meint, dass das ein Beleg dafür ist, dass der Westen rechtsradikal ist. Sagt mal, hakt's? Ich konnte da echt nicht anders, als darauf hinzuweisen, wieviel OFFEN ausgelebtes rechtes Gedankengut es im Osten gibt und dass das weitestgehend akzeptiert ist und viele Leute sagen "Naja, dann isser halt n Nazi. Die interessieren sich wenigstens für uns." und ich musste leider auch sagen, dass ich nie Glatzen gesehen habe, bis ich hergezogen bin. Und dass ich trotzdem nicht sage, dass im Osten alle Nazis sind. Er meinte dann, er wüsste nichts von Nazis im Osten und er habe so etwas noch nie erlebt.
    Ey, da muss man sich doch nur mal die Landtage angucken.

    Sorry. Ich mag den echt, aber das ging gar nicht. Und es tat mir auch leid für meinen Freund, dass ich mich mit einem seiner Freunde gestritten habe, aber ich musste mir das echt verbitten, dass im Westen alle verkappte Nazis sind.

    Wie gesagt, mein Freund meint, dass ich halt auch auf diese Diskussionen einsteige, ist dann meine Schwäche. Vielleicht sollte ich wirklich einfach ignorieren, wenn wieder jemand ankommt und seinen Frust bei mir abladen möchte. Er meint, ich muss mir den Schuh nicht anziehen, wenn jemand mit der Wende nicht zurecht kommt.

    Aber es passiert ja, dass man auf sogenannte Wendeverlierer trifft und die beklagen sich darüber, dass jetzt alles schlecht ist und dann steht man da als einziger Wessi und ist der Asi, der persönlich daran mitgewirkt hat, dass die Treuhand scheiße gebaut hat.
    Geändert von FrolleinHelmut (05.08.2012 um 23:46 Uhr)
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  7. Ureinwohnerin

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Seerose, wie ist es Dir denn mit Vorurteilen im Westen ergangen?
    Ich würde nicht ausschließen, dass es dann auch mal heißt "Ihr im Osten habt ja immer..." oder so. Andererseits glauben mir meine Freunde im Westen immer nicht, dass man hier ständig darauf angesprochen wird und das immernoch so ein großes Thema ist.
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  8. Addict

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    .
    Geändert von kaffeetante (20.02.2013 um 17:37 Uhr)
    Das Leben ist ein Recht, keine Pflicht.

  9. Ureinwohnerin

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Ich möchte ja nichtmal sagen, dass rechtes Gedankengut im Westen nicht existiert. Das wäre vermessen, rechtes Gedankengut existiert immerhin überall auf der Welt. Es gibt sicherlich auch genügend offen lebende Neonazis, keine Frage. Allerdings sind sie mir in Köln nie in der Form begegnet wie hier.
    Und ich habe halt die Erfahrung gemacht, dass es einfach viel akzeptierter ist.

    Allein in meiner Schwiegerfamilie gibt es einen Onkel in der Linkspartei und einen Neonazi-Onkel. Und die verstehen sich. Hä?
    Mir geht regelmäßig die Hutschnur hoch, wenn ich dazwischen sitze. Da steige ich allerdings um den Familienfrieden willen nicht in die Diskussion ein. Zur Hochzeit kommt der entsprechende Onkel aber nicht.
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  10. Ureinwohnerin

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Allerdings muss ich natürlich auch sagen, dass selbstverständlich nicht alle so sind. Es sind nur recht viele und ich gerate immer wieder in Ost-West-Diskussionen und es nervt einfach.
    Sorry, dass ich mich hier so auskotze gerade, aber es ist gerade so akut.

    Dadurch dass ich in die Diskussionen einsteige, bin ich ja auch mitschuld, aber es fällt mir schwer, die Dinge so stehen zu lassen. Ich werde mich allerdings in Zukunft bemühen, dem aus dem Weg zu gehen, indem ich nicht darauf einsteige, das Thema wechsel oder zur Not gehe.

    Aber damit eine Diskussion vom Zaun bricht, muss ich oft nur erwähnen, wo ich aufgewachsen bin oder sagen "Sorry, ich habe leider keine Erinnerung an Ketwurst. Ich bin erst seit 6 Jahren in der Region."
    "Die Pute ist vom Rücken und das Hähnchen ist vom Bauch."

  11. Inaktiver User

    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Ich studiere zwar an einer "Ostberliner" Uni und der Großteil meiner Freunde kommt auch aus den neuen Bundesländern, aber eigentlich hatte ich solche Diskussionen noch nie. Meine Freunde haben aber auch bis auf eine alle die DDR nicht bewusst miterlebt, weil sie dafür viel zu jung sind; ich denke das trägt auch einen Teil dazu bei. Bei einer guten Freundin von mir scheint es auch so zu sein, dass zum Beispiel ihre Großeltern, bei denen sie auch aufgewachsen ist, der Wiedervereinigung gegenüber eher positiv eingestellt sind.
    Manchmal war es auf der Arbeit ein bisschen Thema, aber eben auch nicht so stereotyp und nicht in Form einer solchen Diskussion, lediglich in Bezug auf solche Sachen wie Kinderhort oder so. Das ist ja aber kein besonders heikles oder streitbares Thema.

  12. Regular Client

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Jetzt hab ich eine ellenlange Antwort verfasst und dann stürzte mein Browser ab. *grummel*

    Kurz: ich hab im Westen mit sehr wenig Vorurteilen zu kämpfen gehabt, gottseidank.
    Das mag aber auch an den Ecken liegen, woanders wäre das bestimmt krasser ausgefallen (vllt im teifsten Bayern....)

    Wie kommt es bei euch denn zu diesen Diskussionen? Ich hab schon lang keine solche mehr geführt.
    Mir gehts da eher wie Kasu.

    Und ja, der Osten ist sehr braun. Das ist schlimm
    Aber es erklärt sich von selbst. Schaut man in die ländlichen Regionen Brandenburgs oder Sachsens, da haben die wenigsten eine Perspektive und sind gelangweilt. Gut ausgebildete ziehen sowieso weg.
    Ich denke noch mit Bachweh an Rostock in den frühen neunzigern. Furchtbar ist das. Vergleichbares ist mir im Westen nicht bekannt.

  13. V.I.P.

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Mein Freund lebt seit drei Jahren im Osten und ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, dass es da jemals solche unguten Anti-"Wessi"-Diskussionen oder Situationen gab. Liegt aber vielleicht auch am Umfeld, wir wohnen in einer kleineren Großstadt, ca 80km von der ehemaligen Grenze entfernt, da ist die Stimmung vielleicht noch anders als im 300-Seelen-Dorf in der Sächsischen Schweiz. Generell gab's in meinem Freundes-/Familienkreis (den er ja quasi geerbt hat) auch nie so eine "alles Scheiße...Scheiß-Wessis...früherwarallesbesser"-Stimmung, obwohl da nach der Wende keiner die Mega-Karriere gemacht hat. Natürlich unterhält man sich mal über Ost/West, aber wir sind alle um die 30, d.h. da beschränken sich die eigenen Erfahrungen meistens auf das Kinderfernsehprogramm und welche Süßigkeiten es gab.

    Umgekehrt begegnet mir meine westdeutsche Schwiegerfamilie auch völlig vorurteilsfrei.
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

  14. Addict

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    .
    Geändert von kaffeetante (20.02.2013 um 17:37 Uhr)
    Das Leben ist ein Recht, keine Pflicht.

  15. Regular Client

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Ohgott Chemnitz! Kein Wunder.
    Und Dresden, das is doch das Tal der Ahnungslosen
    Ich denke das hat damit zu tun.

    Ananasringi: bist du aus Thüringen?

  16. Get a life!

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Ich bin in Sachsen geboren und wohne jetzt in Ostberlin. Aber ich bin beruflich fast nur in Westdeutschland unterwegs und mein Freund ist auch aus dem Westen.
    Mir persönlich bedeutet das ehrlich gesagt nichts mehr. Ich war 4 zur Wende und kann mich ehrlich gesagt an nichts mehr erinnern, was wirklich mit der DDR zu tun hatte. Als Kind ist einem sowas normalerweise ja gar nicht so bewusst.
    Eigentlich passiert mir extrem selten, dass da was gesagt wird. Oft sind sowieso ein paar aus dem Osten und ein paar aus dem Westen dabei, dass sich gar keiner traut da groß was zu sagen.
    Mein krassestes Erlebnis war in Gelsenkirchen, wo mir gesagt wurde, dass das ganze Geld eh nur in den Osten geht und die für die Stadt ja gar nichts mehr bekommen.
    Ich glaub die Eltern von meinem Freund fanden es erst ein bisschen komisch, dass ich aus dem Osten und vor allem noch aus Sachsen komme. Denn laut Meinung von vielen redet man ja auch so komisches Comedy-Sächsisch, wenn man von dort kommt. Und auch sonst kamen so ein paar Kommentare, dass sie mir ja mal zeigen müssen wie es im Westen so ist. Das fand ich schon sehr befremdlich.
    Sonst kann ich es bei älteren aber schon verstehen, dass es noch ein Thema ist. Bei meinen Eltern sind auf Arbeit plötzlich viele Kollegen aus dem Westen dazugekommen, aber haben dann mehr verdient als die Kollegen aus dem Osten. Das kam schon bei einigen schlecht an.
    I will dance
    when I walk away

  17. V.I.P.

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Zitat Zitat von Seerose Beitrag anzeigen

    Ananasringi: bist du aus Thüringen?
    Genau.
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

  18. V.I.P.

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    ich finde ossis unglaublich geizig. ich kann ihnen das aber nicht übel nehmen, schließlich haben sie 40 jahre auf sparflamme gelebt. das zieht sich durchs weitere leben.
    Wer immer in den Himmel schaut,
    wird nie etwas auf der Erde entdecken.


    "Wenn du dich auf die Waage stellst kommt eine Handynummer heraus!"

  19. Regular Client

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Ich auch Dann kann ich mir denken wo du wohnst. Ich komm ganz aus der Nähe

    Delisha: ich hab auch einen Kumpel der sich immer sehr am Soli aufzieht. Naja. Ich übergeh das dann.

    ladyinrosa: ja! ich bin so genervt das ich mir immer anhören muss das Bioessen ja sooo teuer sei und man sich das nie leisten könnte. :rolleyes:
    Dabei ist es nicht viel teurer wenn man mit Bedacht wählt.
    Im Westen ist sowas eher selbstverständlich. (sieht man ja auch an großen Biokaufhäusern und Tegut Märkten zB)
    Geändert von Seerose (06.08.2012 um 15:39 Uhr)

  20. V.I.P.

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    AW: Wessis im Osten // Ossis im Westen

    Zitat Zitat von Seerose Beitrag anzeigen
    Ich auch Dann kann ich mir denken wo du wohnst. Ich komm ganz aus der Nähe

    (tegut gibt's hier aber auch. Aber nur in den Nobelvierteln. Da seh' ich auch immer nur Leute, die auch im Prenzlauer Berg wohnen könnten.)
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

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