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  1. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    Ich glaube, das ist jetzt so ein Moment an dem man sich entscheiden sollte.
    Entweder gegen eine Beziehung mit der Mutter oder eben dafür (wenn auch vielleicht nicht sofort). Ich könnte beides irgendwie nachvollziehen. Wenn man sich dafür entscheidet muss man das sicher auch in dem Wissen, dass diese Mutter ziemlich hilflos zu sein scheint, dass sie eben nicht weise und unverwüstlich und gerecht über einem wacht, sondern irgendwie verloren in der Gegend rumsteht. Sich für eine Beziehung zu entscheiden, kann auch Abschied von der Mutter als Mutter bedeuten, vielleicht aber Zuwendung zu ihr als Person. Auf jeden Fall aber sehr viel Arbeit. Einfach weil in eurer Familie anscheinend ziemlich viel unaufgearbeitet ist. Über kurz oder lang wäre eine wie auch immer geartete professionelle Aufarbeitung sicher gut. Wenn man sich aber für eine Beziehung entscheidet tut es sicher Not nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Eben weil: deine Mutter scheint hilflos zu sein und eben teilweise auch nicht als Mutter dir gegenüber agierend, sondern als jemand der von dir die Vernunft erwartet.


    (Ich hatte jahrelang den Kontakt zu meinem Bruder verweigert. Und das ist für Eltern einfach tatsächlich super schwierig. Einfach weil sie das Gefühl bekommen sich entscheiden zu müssen und das können sie einfach nicht. Aber: wenn sie ihre Kinder in ihrem Leben behalten wollen, dann müssen sie das aushalten ohne den Kindern dafür ein schlechtes Gewissen zu machen.)
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  2. Alter Hase

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Wenn man sich dafür entscheidet muss man das sicher auch in dem Wissen, dass diese Mutter ziemlich hilflos zu sein scheint, dass sie eben nicht weise und unverwüstlich und gerecht über einem wacht, sondern irgendwie verloren in der Gegend rumsteht. Sich für eine Beziehung zu entscheiden, kann auch Abschied von der Mutter als Mutter bedeuten, vielleicht aber Zuwendung zu ihr als Person.
    Das ist das, was ich oben auch ausdrücken wollte. "Abschied von der Mutter als Mutter" trifft es sehr gut!

  3. Ureinwohnerin

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    mit der schwester würde ich ganz sicher nichts mehr zu tun haben wollen, die sehe ich als sehr kalkuliert und bösartig.

    bezüglich mutter ist glaube ich der ausschlaggebende ansatzpunkt, wie man ihre rolle sieht. irgendwie erwartet man von ihr als "mutter" ja, dass sie überlegt und "weise" und gerecht etc. handelt, und das tut sie nicht - ich glaube aber nicht, dass da irgendeine art von berechnung dahintersteht, sondern dass sie einfach aus persönlichen gründen dieser rolle nicht gerecht werden kann. sie scheint mir nicht besonders reflektiert zu sein und zu handeln, sondern steckt halt im chaos mit den beziehungen zu ihren töchtern und redet einfach drauf los, was ihr so in den kopf kommt. ich sehe da auch gar keine bewertungen von ihr (zumindest keine intendierten, solche begriffe wie "aus der patsche helfen" lassen sich natürlich schon in die richtung interpretieren, aber das muss ja nicht als vorwurf an indi gedacht gewesen sein), sie erklärt halt ganz banal, wieso sie xy so gemacht hat und wieso das aus ihrer sicht logisch war/ist. und ich kann mir schon vorstellen, dass die situation für sie auch schlimm ist (auch wenn indi dafür nicht verantwortlich ist und die mutter selbst gut dazu beigetragen hat!). die sieht sich halt nicht raus aus dem schlamassel, will irgendwie "alles klären", wird bestimmt immer noch von der schwester unter druck gesetzt, will indigo nicht verlieren und hat selbst offenbar auch noch andere probleme am hals. da finde ich es für das verhältnis zielführender, sie als schwachen und überforderten menschen mit teilweise ungeschickten formulierungen und einer unreflektierten gesprächsführung zu sehen, als ihr vorzuwerfen, dass sie nicht ausreichend reuig war und ihren anteil der schuld nicht klar genug sieht. das mag objektiv schon so stimmen, aber davon kann man sich ja nichts kaufen - wenn man das verhältnis aufrecht erhalten möchte, würde es mir reichen, dass da im gegensatz zur schwester kein böser wille dahintersteht, sondern nur mangelnde reflexion und fehlender überblick.
    und ich finde schon auch, dass die mutter - völlig abseits der schuldfrage - genau wie indigo ein opfer der intrigen der schwester ist, und nehme ihr durchaus ab, dass es ihr deshalb scheiße geht.
    Danke dafür liebe Narzisse. Irgendwie hast du gut und sachlich auf den Punkt gebracht, was mir durch den Kopf geht.

    Eben dass es keine böswillige Absicht wie bei meiner Schwester ist, sondern dass sie einfach nur sehr schwach ist.

    Und ich mir halt überlegen muss, wie es mit ihr weiter gehen soll.

    Irgendwie denke und hoffe ich, dass es in den nächsten Jahren ja auch irgendwie eigentlich nur besser werden kann, wenn es halt nicht mehr diese Dreier-Konstellation gibt.



  4. Senior Member

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    AW: A wedding from hell.

    gewitter, eine sehr treffende Formulierung, danke!
    Als ich mich (endlich!) von meiner Mutter als Mutter verabschiedet hatte, war unser Verhältnis auf einmal auf Augenhöhe - wir beide als erwachsene Personen. Die veränderte Erwartungshaltungen machten da sehr viel aus.

    Da kannst du ganz viel an dir selbst verändern, wenn du das magst, Indi. Meiner Erfahrung nach zieht ein Gegenüber dann oft auch mit, sobald du deine Haltung verändert hast. Wirklich gut, dass du dir professionelle Hilfe geholt hast

    Tatsächlich habe ich, trotzdem meine Mutter seit Jahren tot ist und nie eine einfühlsame, gerechte Mutter war, manchmal noch 'Heimweh' nach ihr. Wie ein Phantomschmerz nach dem, was eine Mutter für mich ausgemacht hätte und mir immer so schmerzlich gefehlt hat.

    (Meine Mutter war auch eine narzisstische Persönlichkeit mit noch anderen psychischen Baustellen.)

    Bitte nicht zitieren.
    less stress and more ice cream.

  5. Ureinwohnerin

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    AW: A wedding from hell.

    @gewitter: danke!!! Das ist es wahrscheinlich auch, was ich realisieren und akzeptieren muss. Dass meine Mutter nicht die Mutter ist/sein kann, die ich mir wünsche oder brauche.

    Vllt schaffe ich es ja wirklich, sie als „Mutter“ zu verabschieden. Ich glaube, das könnte uns wirklich helfen.

    @ p. Langstrumpf:
    Ich weiß, dass sie sich nicht ändern wird. Sie wird auch aktuell mit niemandem reden und kann das daher auch nicht reflektieren.

    Ich hingegen rede einfach sehr viel. Mit meinen Freunden, mit euch, mit meiner Psychotherapeutin. Das hilft mir und ich versuche Lösungen zu finden.

    Daher werde nur ich mich ändern können. Im Verhalten und in Entscheidungen. Und das hilft uns beiden dann vllt, weil sie ja irgendein mitziehen müsste...

    Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass das meine Angst ist, wenn ich nun sagen würde, ich breche komplett mit ihr. Sie ist zwar mit 56 noch relativ jung für unsere Eltern-Altersklasse (ich werde 36), aber sie lebt einfach sehr sehr ungesund und ist prädestiniert für Schlaganfall oder Herzinfarkt.

    Und durch meine Arbeit im medizinischen Bereich sehe ich, wie oft plötzlich jemand stirbt. Auch in dem Alter. Das ist irgendwie meine Angst.

    Dass ich es irgendwann bereue und nicht mehr gerade biegen kann.



  6. Member

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Dass ich es irgendwann bereue und nicht mehr gerade biegen kann.
    Tut mir leid dass ich kurz reingrätsche -
    Ich finde, dass du mit dem Satz wieder (zu?) viel Verantwortung übernimmst.
    Für das Handeln oder die Gefühle deiner Mutter bist du nicht verantwortlich. Du kannst deine Einstellung ändern, dein Denken oder Handeln reflektieren (und tust das ja auch), aber "etwas gerade biegen" sehe ich als etwas, das beide Parteien leisten müssen.

    (Ich bin gerade in einer ähnlichen Mutter-ist-keine-Mutter-Situation, stecke aber noch mittendrin und bin wahrscheinlich noch in einer Wutphase)

  7. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    eins ist mir noch aufgefallen:

    ich glaube, dass deine mutter sehr wohl spürt, dass sie die rolle der mutter nicht besonders gut ausfüllen kann. es aber sehr wahrscheinlich sehr gerne möglichst gut tun will.
    nun ist es natürlich so, dass wenn man sich den konflikt an der oberfläche anschaut - ein kind heiratet, das andere will daran nicht teilhaben - es einfacher ist sicht für die heiratende zu entscheiden. einfach weil hier die mütterlichen aufgaben so herrlich klar definiert sind. als mutter zu agieren ist hier eine funktionelle aufgabe, die einfach abzuarbeiten ist.

    das ist nachvollziehbar, aber natürlich nicht fair oder irgendwie akzeptabel für dich indigo.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  8. Ureinwohnerin

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von Mooncradle Beitrag anzeigen
    Tut mir leid dass ich kurz reingrätsche -
    Ich finde, dass du mit dem Satz wieder (zu?) viel Verantwortung übernimmst.
    Für das Handeln oder die Gefühle deiner Mutter bist du nicht verantwortlich. Du kannst deine Einstellung ändern, dein Denken oder Handeln reflektieren (und tust das ja auch), aber "etwas gerade biegen" sehe ich als etwas, das beide Parteien leisten müssen.

    (Ich bin gerade in einer ähnlichen Mutter-ist-keine-Mutter-Situation, stecke aber noch mittendrin und bin wahrscheinlich noch in einer Wutphase)
    Das tut mir sehr leid für dich :,( irgendwie hatte ich aber bei mir das Gefühl, dass es mit Wut besser zu ertragen war...

    Aber das werde ich wohl erst sagen können, wenn alles irgendwie mal rum ist



  9. Ureinwohnerin

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    eins ist mir noch aufgefallen:

    ich glaube, dass deine mutter sehr wohl spürt, dass sie die rolle der mutter nicht besonders gut ausfüllen kann. es aber sehr wahrscheinlich sehr gerne möglichst gut tun will.
    nun ist es natürlich so, dass wenn man sich den konflikt an der oberfläche anschaut - ein kind heiratet, das andere will daran nicht teilhaben - es einfacher ist sicht für die heiratende zu entscheiden. einfach weil hier die mütterlichen aufgaben so herrlich klar definiert sind. als mutter zu agieren ist hier eine funktionelle aufgabe, die einfach abzuarbeiten ist.

    das ist nachvollziehbar, aber natürlich nicht fair oder irgendwie akzeptabel für dich indigo.
    Das hilft mir aber irgendwie ein wenig, sie zu verstehen. Dass ich es auch einfach nicht auf mich beziehen muss.



  10. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    was aber natürlich nicht heißen soll, dass du das schulterzuckend akzeptieren musst. es ist dennoch einfach gemein.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  11. Urgestein

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    AW: A wedding from hell.

    Ich kann dem, was schon geschrieben wurde, nicht viel hinzufügen, finde es aber auch sehr bezeichnend, wie Deine Mutter mit irgendwelchen Erklärungen daher kommt und DICH und DEINE Verletzung, die SIE- sei es unabsichtlich, wie scheiße wäre es, wenn sie das absichtlich machen würde, den Eindruck hattest Du meinem Empfinden nach ja auch gar nicht - verursacht hat, gar nicht sehen will und kann. Klar, es wäre sehr schmerzhaft diesem Effekt eigenen Handelns ins Auge zu blicken. Aber es ist schon sehr unerwachsen, den Unterschied zwischen Absicht und Effekt nicht erkennen zu können oder zu wollen (wie Leute, die rassistische Ausdrücke gebrauchen wollen, weil SIE es ja nicht böse meinen). Wenn ich jemandem auf den Fuß trete, bitte ich doch auch um Entschuldigung, auch wenn das niemals mit Absicht ist!

    Insofern, ja, viele unserer Eltern sind nicht stark und erwachsen und weise und wir werden sie nicht so hinbiegen und wenn sie es 35 Jahre nicht waren, waren sie es nicht und haben sich damit nicht gut um uns gekümmert, selbst wenn sie irgendwann in der zweiten Lebenshälfte noch ne Therapie machen, sich (ein bisschen) ändern, Einsichten haben - was die Seltenheit sein dürfte.

    Habe gerade das von poppy empfohlene Buch Adult Children of Emotionally Immature Parents gelesen und denke, es passt in vieler Hinsicht sehr gut auf diese Situation und erläutert auch, wie man dahin kommen kann, die Eltern als nicht umfassend zu einer guten Ausfüllung der Elternrolle fähig akzeptieren zu lernen. (Gibt es ggf. auch auf Deutsch.)

  12. Ureinwohnerin

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    AW: A wedding from hell.

    indi, wie sieht denn deine mutter, dass du bei einer therapeutin/ärztin bist?

    und allgemein, wie steht sie zu hilfe von außen?
    sonst wäre vielleicht eine idee, gemeinsam zu deiner ärztin zu gehen, wenn du dies in einem einzelgespräch mit der ärztin vorher besprichst?

    mir kommt es ein bisschen vor, als würde sich deine mutter so in opferrolle sehen wollen und vieles auf die schwester schieben um ihre eigenen dinge zu verdrängen und sich nicht gegen die schwester stellen, weil ihr dies zur weit unangenehmeren aufgabe würde, sich mit der schwester auseinander zu setzen, weil diese nicht so einfach mit gefühlen zu handhaben ist, sondern diese sich vor der mutter aufbaut und ihr die ansage macht und bei der schwester die arme mutter-opferrolle nicht zieht.

    die schwester scheint scheint zu zeigen, dass sie deine mutter durchschaut hat und hat sie deshalb in der hand, während du es zwar genauso weißt, aber es nie so eiskalt nimutzen würdest für deine zwecke, wie es die schwester für sich tut.

    eine gewagte theorie. bitte, jederzeit veto einlegen.

    indi

  13. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Ich kann dem, was schon geschrieben wurde, nicht viel hinzufügen, finde es aber auch sehr bezeichnend, wie Deine Mutter mit irgendwelchen Erklärungen daher kommt und DICH und DEINE Verletzung, die SIE- sei es unabsichtlich, wie scheiße wäre es, wenn sie das absichtlich machen würde, den Eindruck hattest Du meinem Empfinden nach ja auch gar nicht - verursacht hat, gar nicht sehen will und kann. Klar, es wäre sehr schmerzhaft diesem Effekt eigenen Handelns ins Auge zu blicken. Aber es ist schon sehr unerwachsen, den Unterschied zwischen Absicht und Effekt nicht erkennen zu können oder zu wollen (wie Leute, die rassistische Ausdrücke gebrauchen wollen, weil SIE es ja nicht böse meinen). Wenn ich jemandem auf den Fuß trete, bitte ich doch auch um Entschuldigung, auch wenn das niemals mit Absicht ist!

    Insofern, ja, viele unserer Eltern sind nicht stark und erwachsen und weise und wir werden sie nicht so hinbiegen und wenn sie es 35 Jahre nicht waren, waren sie es nicht und haben sich damit nicht gut um uns gekümmert, selbst wenn sie irgendwann in der zweiten Lebenshälfte noch ne Therapie machen, sich (ein bisschen) ändern, Einsichten haben - was die Seltenheit sein dürfte.
    Dem kann ich mich nur anschließen (und auch vielem von dem, was andere geschrieben haben).

    Mir hat in der Situation auch geholfen, einzusehen, dass meine Mutter mir nicht die Mutter sein kann, die ich brauche bzw. früher gebraucht hätte, so sehr sie das auch will und versucht und so sehr sie mich auch liebt. Sie schafft das einfach nicht, weil sie selbst zuviel zu tragen hat. Seitdem ist unser Verhältnis deutlich besser, weil ich nichts mehr erwarte, was sie mir nicht geben kann. Das hat sehr weh getan, aber es ist für uns der einzige Weg, eine funktionierende Beziehung zu haben. Sie wird sich nicht ändern, also musste ich es tun, so unfair das auch ist.

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Habe gerade das von poppy empfohlene Buch Adult Children of Emotionally Immature Parents gelesen und denke, es passt in vieler Hinsicht sehr gut auf diese Situation und erläutert auch, wie man dahin kommen kann, die Eltern als nicht umfassend zu einer guten Ausfüllung der Elternrolle fähig akzeptieren zu lernen. (Gibt es ggf. auch auf Deutsch.)
    Ja, gibt es:

    deutsch (der Titel ist allerdings ziemlich schlecht übersetzt)

    englisch
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  14. Foreninventar

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    AW: A wedding from hell.

    Indi, wenn du das kannst, was die andren vorschlagen (nicht mehr als Mutter Tochter Beziehung sehen), klingt das für mich nach einem guten Weg.

    Diejenigen, die das geschafft haben (bin gerade am unübersichtlichen Handy, aber ich meine poppy und p. langstrumpf hätten das zb gesagt), habt ihr Tipps, wie man das angehen kann? Das ist für mich schon länger ein Gedanke in Bezug auf meinen Vater (bitte auch nicht zitieren)
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  15. Junior Member

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    AW: A wedding from hell.

    Man darf halt nicht unterschätzen, wie schwer das ist, diesen Paradigmenwechsel zu vollziehen.
    Irgendjemand (p.langstrumpf?) schrieb davon, dass man um die Mutter/Eltern trauern muss, die man hätte haben sollen, aber nicht hatte. Das kann ich nur bestätigen.

    Und dann um nächsten Schritt: wenn ich die Verwandtschaft und die gemeinsame Geschichte rausrechne - ist das jemand, mit dem ich gerne befreundet sein möchte, würde ich mich von anderen Leuten so behandeln lassen, wie ich hier behandelt werde? Ist hier emotional was zu holen, was mir gut tut? Verwandschaft ist nämlich keine Entschuldigung dafür, wie Dreck behandelt zu werden.

  16. Senior Member

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    AW: A wedding from hell.

    Ally, ..

    ..weg, weil zu privat, ich schreibe es in die gemeinsame Gruppe für private Themen.

  17. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von lalamae Beitrag anzeigen
    Mich macht das ehrlich gesagt beim Lesen schon sauer. Deine Mutter manövriert sich selber ganz schön in die Opferposition. Von wegen DU musst dein Leben sortierten und die arme Mutti wartet und hat dich ganz lieb. Was hast du denn zu sortieren, wofür sie nicht direkt mit verantwortlich wäre?

    Für mich klingt es so, aus schiebe sie sämtliche persönliche Verantwortung für die aktuelle Misere weit von sich und tut sich selber leid. Wie es dir dabei geht, scheint ja eher nicht so interessant zu sein.
    Es sind auch nicht alle so reflektiert und wissend im psychologischen zb wie hier im Forum. Für einige Menschen ist das eben schon die Reaktion, wenn ihnen eigentlich etwas Leid tut und sie belastet sind.

    In der Situation hätte man sicherlich anders reagieren können, ja. Gleichzeitig war vor 10 Jahren, so wie Indi schrieb, ja schon mal sowas oder viell auch schon 30 Jahre immer wieder latentes Theater.

    Übrigens finde ich nicht, dass man da klare Kante machen müsste. Ggf einfach erstmal keinen Kontakt und schauen, wie der eigene Wunsch sich entwickelt Kontakt zu haben oder nicht. Diese sofortigen Fehlschläge mit direkten emotionalen Entscheidungen sind häufig nachgängig prekär.
    Wer immer in den Himmel schaut,
    wird nie etwas auf der Erde entdecken.


    "Wenn du dich auf die Waage stellst kommt eine Handynummer heraus!"

  18. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von p. langstrumpf Beitrag anzeigen
    Ally, ..

    ..weg, weil zu privat, ich schreibe es in die gemeinsame Gruppe für private Themen.
    Ich würde es auch eher in die Gruppe schreiben.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  19. V.I.P.

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von ladyinrosa Beitrag anzeigen
    Es sind auch nicht alle so reflektiert und wissend im psychologischen zb wie hier im Forum. Für einige Menschen ist das eben schon die Reaktion, wenn ihnen eigentlich etwas Leid tut und sie belastet sind.
    Das macht es für Indi aber auch nicht besser. Ich find echt nicht, dass man die Mutter da jetzt in Schutz nehmen muss. Ja, sie meint es wahrscheinlich nicht böse, aber Indi leidet darunter und sie sieht das und ihr ist trotzdem ihr Selbstschutz wichtiger, das kann man schon kritisieren, mangelnde Reflektionsfähigkeit hin oder her.
    „Sie schauen mich grad an als bräuchte ich eine Farbberatung, aber ich bin ganz zufrieden mit schwarz!“

    Borte bra, men hjemme best.

  20. Alter Hase

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    AW: A wedding from hell.

    Zitat Zitat von poppyred Beitrag anzeigen
    Indi leidet darunter und sie sieht das und ihr ist trotzdem ihr Selbstschutz wichtiger, das kann man schon kritisieren, mangelnde Reflektionsfähigkeit hin oder her.
    Ich glaube nicht, dass ihr irgendwas wichtiger ist und sie deshalb so handelt, sondern dass sie einfach unreflektiert ihrem Gefühl nach handelt - das kann man natürlich kritisieren (so, wie man zb auch kritisieren kann, dass jemand nicht so belastbar/intelligent/sportlich ist, wie man es gern hätte), aber ändern kann sie es vermutlich nicht, und dann kann man sich von der Kritik ja nix kaufen.

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