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  1. V.I.P.

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    gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Ich bräuchte mal einen Rat, wie man sich als unverheiratete Eltern am besten gegenseitig finanziell absichert. Bzw. in diesem Fall v.a. die Mutter
    Es geht um eine Freundin von mir, die jetzt ein (Wunsch)Kind bekommt mit ihrem Freund, der über finanzielle Dinge sehr ungern redet. Er verdient sehr viel mehr als sie (wieviel genau, weiß sie allerdings nicht), ist viel länger im Berufsleben, und bisher wohnen sie zusammen und teilen alles 50/50 (was sie kaum zahlen kann, ihr bleibt quasi nichts übrig). Sie hat Gott sei Dank einen unbefristeten Arbeitsvertrag und will nicht allzu lange Elternzeit nehmen.

    Aber ich denke halt, sie sollten dringend mal über Finanzen reden und grundsätzliches klären. Sie ist da sehr unbedarft und ich würde ihr gern Tips geben, bloß weiß ich in diesem spezifischen Thema auch nicht bescheid.
    Einerseits geht es natürlich um den Todesfall, aber auch um eine potentielle Trennung (ich seh sie manchmal schon alleinerziehend in Gedanken , die Beziehung ist nicht so ganz einfach). Aber auch sonst so generell. Was sollte man tun als unverheiratete Eltern?

    Mir fiel ein: Risikolebensversicherung, das ist sinnvoll, oder?
    Und irgendwas mit privater Altersvorsorge, also wenn sie daheim bleibt, daß sie ihre nicht reduziert, sondern ggf. eher aufstockt, ggf. auf seine Kosten, wenn sie sich das nicht leisten kann, hab ich mal als Tip gelesen. (?)

    Danke schonmal
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
    .

  2. Urgestein

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    das stand vor ewigkeiten auch mal in der brigitte Wiedereinstieg - Interview Helma Sick

  3. V.I.P.

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Vielen Dank, das war´s glaub ich, was ich im Hinterkopf hatte. Leite ich ihr gleich weiter

    Sonst noch Tips?
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
    .

  4. V.I.P.

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Vielleicht ist für den Fall einer Trennung und sofern sie dann das Kind hätte und nicht arbeiten würde, gut zu wissen, dass seit 2008 auch im unverheirateten Fall der Kindesvater (mindestens) für die ersten 3 Lebensjahre des Kindes sowohl für den Unterhalt des Kindes als auch für den der Kindesmutter zuständig wäre.

    Familien-Wegweiser - Stichwortverzeichnis

    Unterhalt (Deutschland)

    Ich kenne die Anwendung des Gesetzes aus umgekehrter Sicht, also dass ein Bekannter ohne feste Beziehung ein Kind gezeugt hat und nun für beide Unterhalt zahlt.
    Vater unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung
    - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke.

  5. Ureinwohnerin

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Zitat Zitat von Blodeuwedd Beitrag anzeigen
    Ich bräuchte mal einen Rat, wie man sich als unverheiratete Eltern am besten gegenseitig finanziell absichert. Bzw. in diesem Fall v.a. die Mutter
    Es geht um eine Freundin von mir, die jetzt ein (Wunsch)Kind bekommt mit ihrem Freund, der über finanzielle Dinge sehr ungern redet. Er verdient sehr viel mehr als sie (wieviel genau, weiß sie allerdings nicht), ist viel länger im Berufsleben, und bisher wohnen sie zusammen und teilen alles 50/50 (was sie kaum zahlen kann, ihr bleibt quasi nichts übrig). Sie hat Gott sei Dank einen unbefristeten Arbeitsvertrag und will nicht allzu lange..
    Oje. Schade, wenn paaren da das vertrauen fehlt. Ich denke j man sollte wissen, auf welchen finanziellen pfeilern eine familie gegruendet wird.
    Wie ist es denn gedacht- woraus soll sie ihr altersvorsorge waehrend der elternzeit bestreiten?

    Gut, dass du dich bemuehst!
    Denn ich bin total gegen Sekten!

  6. gesperrt

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    aber WILL er denn überhaupt ihre absicherung? für mich klingt das so als hätt er überhaupt keine lust dazu. wenn er sie noch nicht einmal darüber informieren möchte, was er verdient, seh ich den grundstein irgendwie überhaupt nicht. sie kann ihn ja nicht zu mehr zwingen als zu dingen, zu welchen er eben verpflichtet ist.
    risikolebensversicherungen haben wir beide jeweils abgeschlossen und den anderen hinterlegt. dann hat mein freund noch ne unfallversicherung die im fall seines todes in folge eines unfalls an mich zusätzlich ausbezahlt werden würde. aber das ist ja alles freiwillig. wenn wir uns nicht total vertrauen würden, würde das ja gar nicht in frage kommen. bzw. wenn ich gar keine lust hätte finanzielles mit ihm zu teilen oder darüber zu sprechen, wäre ich auf so ne idee auch nie gekommen.
    also für mich klignts auch so als würde das grundvertrauen fehlen und er wäre nicht daran interessiert.

  7. V.I.P.

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Zitat Zitat von wechselwirkung Beitrag anzeigen
    aber WILL er denn überhaupt ihre absicherung? für mich klingt das so als hätt er überhaupt keine lust dazu. wenn er sie noch nicht einmal darüber informieren möchte, was er verdient, seh ich den grundstein irgendwie überhaupt nicht. sie kann ihn ja nicht zu mehr zwingen als zu dingen, zu welchen er eben verpflichtet ist.
    Ich weiß nicht, was er diesbezüglich will.
    Er denkt glaub ich einfach, daß getrenntes Geld getrenntes Geld ist, Punkt. Sein Geld geht sie nichts an und umgekehrt. Daß sie zusammen leben und bald ein Kind haben, macht für ihn da scheinbar keinen Unterschied.

    Er redet nicht mit ihr über finanzielles. Sie darf partout nicht wissen, was er verdient, noch weniger natürlich, was er auf der hohen Kante hat. Sie arbeitet erst kurz und verdient sehr wenig, und schon jetzt sieht es so aus, als würde sie latent mehr zahlen für Lebensmittel und so. Weil er sich ja auch weigert, ein gemeinsames Haushaltskonto anzulegen.
    Ich will, falls es irgendwie geht, vermeiden, daß sie so wird wie diese Chefkochmuddis, die das gesamte Familienleben von ihrem Elterngeld bestreiten, während der Mann "sein" Gehalt auf die Seite schafft. Und danach sieht es ein bißchen aus. Sie will sich natürlich nicht abhängig machen und ihn nicht um Geld für sich "bitten", was ich ja verstehe. Aber wenn man ne Familie ist, sollte man doch so grundlegende Dinge irgendwie zusammen regeln?! Ich würde ihr halt gern den Rücken stärken, auch mal was zu "fordern".

    Ein gemeinsames Haushaltskonto, wo man prozentual zum Einkommen einzahlt, wär doch ne relativ gerechte Lösung, was meint Ihr? Und halt Absicherung für Todesfall und Trennung, aber da kann ich mich wie gesagt nicht so aus. Danke jedenfalls für die Tips.
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
    .

  8. Ureinwohnerin

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    bei uns wurde bei der vaterschaftsanerkennung gesagt, dass man wegen des unterhalts als elternteil eh anspruch drauf hat, dass einkommen des anderen zu kennen... wobei natürlich bei einem gemeinsamen haushaltkein unterhalt ausgezahlt wird.

  9. gesperrt

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    ich an ihrer stelle würde eher gucken, dass ich recht schnell wieder vollzeit arbeiten gehen kann und mich um meine zukunft und mein finanzielles standbein kümmern kann. die lösung ist eine vollzeitbetreuung, die er natürlich genauso zu tragen hat wie sie. wenn sie zu hause bleibt und sich als kostenlose kinderbetreuung anbietet, macht es das ja nur noch schlimmer.
    wenn sie unabhängig und eigenständig sein will, muss sie auch lernen egoistisch zu sein. ich würd da eben radikal sagen, das sich nicht die kinderbetreuung bin und er eben bezahlen muss, wenn er möchte, dass jemand das übernimmt. es wird ja mit sicherheit nicht besser, wenn sie mal ein paar jahre zu hause ist. dann hat sie überhaupt gar nix mehr und muss in fünf jahren dann an der kasse sitzen. da würde ich lieber gleich vorbeugen.

    klar kann sie ein gemeinsames haushaltskonto fordern und auch, dass er sie im fall seines todes absichert, aber das ist doch alles freiwillig. wenn er nicht, will er nicht. (wäre ja auch zu krass, wenn es die pflicht geben würde, dass man die partnerin für den eigenen tod absichert. ich möchte mir das immer noch selbst aussuchen! er kann genauso gut sein kind absichern.)

  10. gesperrt

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    ich hab irgendwie in erinnerung, dass uns beim jugendamt gesagt wurde, dass die person, bei der das kind nach der trennung NICHT lebt, die komplette betreuung bezahlen muss. also kita oder zb später dann betreuung nach der schule, sodass die person, bei der das kind lebt, vollzeit arbeiten gehen kann. ich weiß es aber nicht mehr 100%.
    zumal es hier auch um trennungen geht. die beiden haben ja noch eine beziehung.

  11. V.I.P.

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Sie will eh schnell wieder arbeiten. Ob Vollzeit geht, weiß ich nicht, weil sie schicht arbeitet.
    Aber das ist es ja: Wenn sie ggf. Teilzeit arbeitet und die immer noch 50/50 teilen, das GEHT ja gar nicht.

    Klar, daß man ihn zu nichts zwingen kann, was nicht sowieso seine Pflicht ist. Aber sie könnte ja mal sagen, daß sie gern hätte, daß er seine Verantwortung auch wahrnimmt, und dann am besten mit ein paar konkreten Vorschlägen dasteht. Sie ist nämlich total naiv und eher der Typ, der alles auf sich nimmt, anstatt mal den Mund aufzumachen

    Danke für die bisherigen Hinweise.
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
    .

  12. Urgestein

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    OT, aber das hört sich echt traurig an gerade, dass sie evtl. auch noch mehr als er für den haushalt zahlt... unsympathischer typ. ich würd für jeden teller nudeln zum abendessen 6,50€ verlangen dann.

  13. Inaktiver User

    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Wenn es ein Wunschkind ist, dann finde ich sie schon sehr naiv und unbedarft. Nicht nur für den Todesfall, sondern auch den Alltag und einen möglichen Wiedereinstieg. Wie ist das mit der Kinderbetreuung, wie steht er dazu, warum weiß sie nicht, was er verdient?!

  14. Ureinwohnerin

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    OT, aber das hört sich echt traurig an gerade, dass sie evtl. auch noch mehr als er für den haushalt zahlt... unsympathischer typ. ich würd für jeden teller nudeln zum abendessen 6,50€ verlangen dann.
    Ja, find ich auch. Und gleichzeitig hab ich das Bedürfnis den Typen mit dem kopf an die Wand zu knallen.
    Geändert von Fratzi (05.01.2014 um 22:22 Uhr)

  15. Ureinwohnerin

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    auf die gefahr hin, mich jetzt unbeliebt zu machen, aber weißt du denn, ob sie das nicht bis zu einem gewissen grad auch so will? selbst wenn es, dieser meinung bin ich ja auch, hochgradig unvernünftig, blauäugig und unfair ist, kenne ich doch viele paare, bei denen die fixkosten trotz größerer einkommensunterschiede 50/50 geteilt werden und ich habe den eindruck, dass das oft was mit stolz des finanziell schlechter gestellten teils zu tun hat. damit, dass diese leute sich nicht "auf kosten des anderen ein netteres leben machen können, als sie es sich selbst leisten könnten".

    dass sie so partout nicht wissen darf, was er verdient würde mich davon abgesehen aber auch ziemlich misstrauisch machen. dass er nicht gerne über finanzielles redet ist eine sache, dass sie aber scheinbar nicht wissen darf, was er verdient, obwohl die beiden jetzt sogar geplanter maßen ein kind zusammen bekommen...ich bin echt nicht paranoid, aber irgendwann würde da bei mir ein film anfangen zu laufen und ich würde mich echt fragen, was der grund dafür ist.

    mein exfreund hat z.b. auch sehr ungern über finanzielles geredet, obwohl er genug hatte. aber ich wusste trotzdem, seitdem wir zusammen wohnten, wie viel er in etwa hatte und was so seine ungefähren ausgaben waren. die wohnkosten haben wir 50/50 geteilt, zu den lebensmitteln hat er, seitdem sein kind bei uns wohnte, etwas mehr beigesteuert und auch vorher sicher öfter irgendwelche teureren dinge (besonders toller käse, mal ein feinkostaufstrich, etc.) mitgebracht als ich. er hatte eine ganze ecke mehr geld als ich, zog aber bei mir in die wohnung/wg ein, sodass meine miete i.e. gleich blieb. und er zahlte dann halt einen großteil unserer gemeinsamen freizeitaktivitäten. ich finde halt, dass es nicht angeht, dass man als paar zusammen lebt und dabei derjenige, der weniger hat, finanziell kürzer treten muss, als er das ohne den partner plus gemeinsame wohnung, etc. tun müsste. und, wie gesagt, dass sie offenbar nicht wissen darf, was er so in etwa hat, finde ich sehr suspekt. aber da muss sie halt auch mal ein ernstes gespräch mit ihm führen.

    bei so sachen wie altersvorsorge und co kenne ich mich nicht aus, aber ich denke, dass die beiden in sachen elternzeit, betreuung danach, usw. ja ohnehin demnächst noch einiges zu klären haben werden und dass das eine gute gelegenheit ist, da auch die finanziellen fragen zu klären. dazu sollte sie sich natürlich vorher gut informiert haben.

    kann es auch sein, dass sie nicht nur naiv ist, sondern auch ein bisschen angst davor hat, was passiert, wenn sie gegenüber ihm auf ein mal "fordernd" auftreten würde?
    love is a litany, a magical mystery

  16. Urgestein

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Zitat Zitat von Chisa Beitrag anzeigen
    mein exfreund hat z.b. auch sehr ungern über finanzielles geredet, obwohl er genug hatte. aber ich wusste trotzdem, seitdem wir zusammen wohnten, wie viel er in etwa hatte und was so seine ungefähren ausgaben waren. die wohnkosten haben wir 50/50 geteilt, zu den lebensmitteln hat er, seitdem sein kind bei uns wohnte, etwas mehr beigesteuert und auch vorher sicher öfter irgendwelche teureren dinge (besonders toller käse, mal ein feinkostaufstrich, etc.) mitgebracht als ich. er hatte eine ganze ecke mehr geld als ich, zog aber bei mir in die wohnung/wg ein, sodass meine miete i.e. gleich blieb. und er zahlte dann halt einen großteil unserer gemeinsamen freizeitaktivitäten. ich finde halt, dass es nicht angeht, dass man als paar zusammen lebt und dabei derjenige, der weniger hat, finanziell kürzer treten muss, als er das ohne den partner plus gemeinsame wohnung, etc. tun müsste.
    Ja. Ich denke auch, dass hier das eigentliche Grundproblem liegt: sie ist durch ihn quasi "gezwungen", einen Lebensstil zu führen, den sie sich eigentlich nicht leisten kann. Für mich persönlich wäre hier die Lösung, dass beide ihren Lebensstandard etwas zurückschrauben (günstigere Wohnung etc.) und der Besserverdienende eben Extras, auf die er nicht verzichten will, für beide trägt. So machen wir das auch, wenn auch die Konstellation bei uns genau umgekehrt ist.

    Wenn der eine aufgrund der Betreuung gemeinsamer Kinder weniger außer Haus arbeitet und deshalb weniger verdient sollte das selbstverständlich vom anderen Partner ausgeglichen werden. ich finde auch, dass der andere, also in diesem Fall der Vater, dann auch zusätzlich Geld in die privaten Rentenversicherungen der Frau investieren sollte um den Nachteil auszugleichen (er kann ja dank der Frau normal seinem Job nachgehen, da kann man schon erwarten, dass er sich wenigstens auf diese Weise beteiligt). Auch wenn es irgendwie komisch ist, würde ich das für den fall der fälle vertraglich festlegen und beglaubigen lassen.

    Und ich finde, wenn man ein gemeinsames Kind plant, sollte man über die Finanzen (Einkommen, Versicherungen, Sparpläne etc.) des anderen Bescheid wissen. Wenn sich außerdem jemand weigert, sowas wie eine Absicherung für den Todesfall für mich und sein eigenes Kind abzuschließen, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass das das Ende unserer Babypläne wäre. Zumal die Absicherung ja auch umgekehrt da sein muss. Auch der Mutter kann ja was zustoßen.

  17. Regular Client

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Zwingen kann sie ihn zu nix in der Richtung persönliche Absicherung, entweder ihm ist seine Familie das wert (wobei Risikolebensversicherungen schon für unter 15 Euro im Monat machbar sind) oder halt nicht.

    Hier hatte jemand gefragt bezüglich der Betreuungskosten die derPartner dann voll zahlen müsste bei dem das Kind nicht lebt. Das stimmt nicht: Kindergartenkosten und Unterhalt Diese Kosten müssen die Elternteile anteilig selbst tragen, soweit ich weiß wird das dann angerechnet genauso wie das Kindergeld.

    In meinem Umfeld gibt einen solchen und den Gegenfall.

    Fall 1: getrennt lebendes Paar, er hatte immer ungefähr das dreifache Nettoeinkommen und hat sich jahrelang versucht arm zu rechnen gegenüber dem Jugendamt und seiner Ex-Partnerin. Sie hat trotz einklagbarem Titel trotzdem jahrelang (dummerweise) einen reduzierten Unterhalt für ihren Sohn akzeptiert, er hat sich auch nicht an den Kosten für Geschenke zu Geburtstag und Weihnachten beteiligt. Irgendwann hat es gereicht und sie hat sich einen Anwalt genommen und zusammen mit diesem und dem Jugendamt - es hat gedauert, die Mühlen mahlen langsam - war dann klar dass er nur so auf dem Geld hockt. Für seinen Sohn durfte er dann eine vierstellige Summe an Unterhalt nach zahlen und zahlt jetzt natürlich den vollen Unterhalt

    Fall 2: ebenfalls getrennt lebendes Paar, er verdient angestellt bei 1200 € netto und kann daher gar nicht den vollen Unterhalt für beide Kinder zahlen. Konkret sogar so wenig dass er statt den 317 € pro Kind nur 200 € für beide zusammen zahlen wird weil er ja einen Selbstbehalt von 1000 € hat. Unterhaltsvorschuss für (teilweise) nicht geleistete oder leistbare Zahlungen gibt es jedoch auch nicht unbegrenzt sondern max. 72 Monate vom Jugendamt. D.h. wenn er mit den 1000 Euro klar kommt und sich keinen neuen Job sucht / suchen will dann wird das für seine Ex plus Kinder recht eng. Sie verdient noch weniger und kann nur versuchen über Wohngeld und Kinderbetreuungszuschuss noch etwas raus zu holen aber so oder so wird nix übrig bleiben im Monat.

    Bitte nicht zitieren, nehme es dann wieder raus.
    Jemand sieht dich lächeln ☆♡

    "Der Apfel schmeckt nach Eistee"
    (Kevin, 19 - isst einen Pfirsich)

  18. gesperrt

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    ...
    Geändert von admin (29.01.2014 um 13:11 Uhr) Grund: Werbung gelöscht

  19. gesperrt

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Zitat Zitat von Blodeuwedd Beitrag anzeigen
    Ich bräuchte mal einen Rat, wie man sich als unverheiratete Eltern am besten gegenseitig finanziell absichert. Bzw. in diesem Fall v.a. die Mutter
    :
    Heiraten. Ist wichtig sowohl für den Fall des Todes des Partners wg. Erbrecht und Witwenrente als auch für den Fall der Trennung mit Hinblick auf nacheheliche Unterhaltsansprüche und Zugewinnausgleich.
    Geändert von bemsi (29.01.2014 um 20:07 Uhr)

  20. V.I.P.

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    AW: gegenseitige Absicherung als unverheiratete Eltern

    Danke übrigens für die vielen Meinungen. Es gibt scheinbar nicht das eine, allgemeingültige Ding, das man machen sollte, und dann ist alles gut.

    Ich hab mit ihr geredet. Sie hat vorher auch schon mit ihrem Freund geredet und es gibt da wohl doch mehr Offenheit, als ich (und sie wohl auch) dachte. Sie weiß jetzt ungefähr, was er verdient. Sie hat wohl ein gemeinsames Konto vorgeschlagen (also wo beide Gehälter draufgehen und Kindergeld und alles), und wir haben recht ausführlich die Vor- und Nachteile besprochen. Ich hab ihr gesagt, sie sollen mal ihre Finanzen aufstellen, was sie überhaupt für Ausgaben haben, Fixkosten, Sparsachen, wieviel sie zum Leben brauchen, was übrig ist u.s.w., und daß sie auf keinen Fall ihre Altersvorsorge schleifen lassen soll.

    Ich glaub, die sind beide einfach sehr naiv, sie aber wesentlich mehr. Er sieht jetzt aber wohl ein, daß er seine Einstellung zu Geld und Familie mal überdenken sollte.

    Heiraten ist wohl angedacht, will er aber jetzt noch nicht. Mal sehen
    Lyckan kommer, lyckan går,
    Gud förbliver fader vår
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