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  1. Get a life! Avatar von Teddy01
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von stöckchen Beitrag anzeigen

    Ich bin ja schon gespannt, ob sich mein Vorurteil, dass an Grundschulen alles in Comic Sans geschrieben wird, bewahrheitet. Zumindest in meinem beruflichen Bereich hat sich das bestätigt, was bisweilen echt skurril st
    Ich habe gerade was für die Einschulung erstellt und nachdem ich es endlich in richtiger Position hatte, habe ich bemerkt, dass in der Vorlage Comic Sans eingestellt war. Meine Freundin sagte, das wäre doch egal. Habe ihr dann mal erzählt, dass man darüber schon redet
    S (21:22) :
    könnte mir vorstellen, dass er einfach gar nix denkt. wie alle männer

  2. Addict Avatar von ducksy
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von lorella Beitrag anzeigen
    Sagt mal, ihr Eltern mit Schulkindern, wie war das bei euren Kindern mit dem Lesenlernen? Musstet ihr auch mit den Kindern viel üben? Wir lesen jeden Tag 10min, also mein Sohn laut, und ich merke schon, dass es viel bringt und er besser wird, aber es ist schon anstrengend und mühsam. Und vom Alleine-ein-Buch-Lesen ist er noch weit entfernt. War das bei euch auch so am Ende der 1. Klasse? (Ich frage mich auch echt, wann die Vollberufstaetigen das machen mit den Kindern, nach 17h ist mein Kind viel zu müde, um sich darauf zu konzentrieren und die Hausaufgaben - Betreuung am Nachmittag macht das nicht.)
    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass viel ddn Eltern überlassen ist. Ist das bei euch auch so?
    Wir hatten gerade den Elternabend für die zukünftigen Erstklässler, und da wurde ganz klar gesagt, dass tägliches Lesenüben zu Hause absolut notwendig ist, damit die Kinder den Anschluss nicht verlieren. Von meiner Tochter sind wir etwas verwöhnt, da sie bereits vor der Einschulung gut lesen konnte. Ich bin also selbst gespannt, wie es beim Sohnemann laufen wird.
    Von meiner Tochter weiß ich aber auch, dass neben dem Lesenüben in der ersten Klasse auch täglich fünf Minuten Blitzrechnen / Kopfrechnen zu Hause geübt werden sollte, und jetzt in der zweiten Klasse das Einmaleins.
    Ja, jag vill leva jag vill dö i norden!

    och genomskinlig grå blir jag utan dina andetag

  3. Senior Member Avatar von no.choice
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von lorella Beitrag anzeigen
    (Ich frage mich auch echt, wann die Vollberufstaetigen das machen mit den Kindern, nach 17h ist mein Kind viel zu müde, um sich darauf zu konzentrieren und die Hausaufgaben - Betreuung am Nachmittag macht das nicht.)
    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass viel ddn Eltern überlassen ist. Ist das bei euch auch so?
    ja, deshalb hab ich die betreuungszeiten reduziert, denn die kinder gehen zwar gerne in die betreuung, aber wenn dort niemand mit ihnen lesen übt, das 1x1 einstudiert, für referate recherchiert, plakate gestaltet, präsentationen einübt, die hausaufgaben tatsächlich kontrolliert und gegebenenfalls verbessert, englischvokabeln abfragt, für klassenarbeiten lernt, usw. dann bringt mir die betreuung herzlich wenig, denn dann sitze ich abends mit übermüdeten kindern an ihren schulsachen rum.
    ich arbeite dann eben tagsüber weniger und sitze dann abends noch am schreibtisch rum :gähn:
    ....poor, obscure, plain and little

  4. Addict
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von lorella Beitrag anzeigen
    Sagt mal, ihr Eltern mit Schulkindern, wie war das bei euren Kindern mit dem Lesenlernen? Musstet ihr auch mit den Kindern viel üben? Wir lesen jeden Tag 10min, also mein Sohn laut, und ich merke schon, dass es viel bringt und er besser wird, aber es ist schon anstrengend und mühsam. Und vom Alleine-ein-Buch-Lesen ist er noch weit entfernt. War das bei euch auch so am Ende der 1. Klasse? (Ich frage mich auch echt, wann die Vollberufstaetigen das machen mit den Kindern, nach 17h ist mein Kind viel zu müde, um sich darauf zu konzentrieren und die Hausaufgaben - Betreuung am Nachmittag macht das nicht.)
    Überhaupt habe ich das Gefühl, dass viel ddn Eltern überlassen ist. Ist das bei euch auch so?
    ja, dass man als eltern viel mehr eingebunden ist, als ich es von mir früher kenne, und dass mehr ins elternhaus verlagert wird als noch vor 10-20 jahren (da habe ich studiert und eine familie mit grundschulkindern eng betreut), ist auch mein eindruck. und ja, das kann nciht alles vom hort/der mittagsbetreuung geleistet werden und ich kenne viele vollzeitberufstätige und/oder alleinerziehende, die echt routieren.

    zum lesen lernen: ich glaube, das ist einfach sehr indivduell, so habe ich es jedenfalls im bekanntenkreis beobachtet. (was da in der ersten klasse wann beherrscht werden sollte, weiß ich abe rnicht so genau.)
    grundsätzlich fand ich das immer sehr spannend: es gibt kinder, die sind einfach sehr schnell, können schon vor der schule ein bisschen lesen und können dann ratzfatz wörter, sätze, texte lesen, verstehen, wiedergeben.
    dann gibt es welche, die sind in dem ganzen prozess einfach langsamer.
    und dann gibt es die spannednen fälle: kinder, die total schnell buchstaben zu wörtern zusammenzeihen können, aber den schritt zum textverständnis nicht so schnell machen. und dann wieder welche, die ohne interesse an buchstaben in die schule kommen und ab der "erstbegegnung" dort nicht merh zu stoppen sind und innerhalb weniger wochen selbst erstlesebücher verschlingen.

    ich würde zuhause einfach sehr viel vorlesen (und am spannendsten punkt aufhören), selbst in sichtweite der kinder lesen, und weiter lesen üben.

  5. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Mein Schulkind

    Nightswimming, was denkst du, was da dahintersteckt, dass die Eltern heute mehr eingebunden werden? Wird einfach seitens der Schule klarer formuliert, wie genau Eltern mit ihren Kindern übel sollen, in der Hoffnung, dass es dann mehr Eltern auch wirklich machen, während das früher einfach stillschweigend vorausgesetzt wurde?

  6. Enthusiast
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    AW: Mein Schulkind

    Ok. Das finde ich echt spannend, dass ihr das genau so beobachtet, dass man als Eltern viel eingebunden ist. Ich hatte naiverweise gedacht, dass das im Zuge der steigenden Ganztagsbetreuung eher weniger wird. Ausserdem versuchen wir in der weiterführenden Schule, genau das zu verhindern, damit die soziale Schere nicht weiter auseinander geht.
    Ich finde es auch echt spannend, den Leseprozess zu begleiten und mache natürlich weiter. Aber ich frage mich echt, wie das Eltern machen, die entweder bis 18h arbeiten oder kein Deutsch können oder sich nicht kümmern ... Also grob gesagt, ich wundere mich, dass die Schule keine Konzepte entwickelt, um da gegenzusteuern. Aber das scheint dann ja kein Einzelfall zu sein. (und im Zuge der Emanzipation ist es natürlich ein Skandal, dass - ja traditionell die Frau- reduzieren muss, um die Hausaufgaben zu unterstützen. Das ist keine Kritik, No Choice, ich mache das ja genauso und arbeite wenig, aber dass das durch die Schule/ die Politik ja quasi so vorgesehen ist, finde ich schon krass.)

  7. Senior Member Avatar von Vampy
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    AW: Mein Schulkind

    Hier wird von den Eltern auch erwartet, dass sie täglich 10 Minuten mit den Kindern lesen üben. Was da nicht deutschsprachige Eltern machen weiß ich nicht.
    Und im zweiten Schuljahr muss man das 1x1 so üben, dass es wirklich sitzt.

    Mein Sohn ist nicht so richtig gut in Deutsch (ist jetzt in der 2.Klasse) und Ende der ersten Klasse fand ich lesen noch recht mühsam. Irgendwann kam es dann, dass man dachte, "Ok, jetzt kann man auch mal leichte Bücher lesen" (Minus 3 war gut und einfach). Die Lehrerin meinte, dass es voll ok ist, wie er liest - auch gerade für einen Jungen. Das hat mich dann beruhigt und wir haben einfach weitergeübt.

  8. Get a life! Avatar von Teddy01
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    AW: Mein Schulkind

    Das man zu Hause üben soll heißt ja nicht, dass es in der Schule nicht gemacht wird.
    Ich beschäftige mich gerade sehr intensiv mit dem Thema, weil ich im nächsten Jahr eine erste Klasse bekomme und mich für ein gutes Konzept entscheiden will. Lesenlernen ist einfach echt anstrengend und erfordert Übung. Wenn man überlegt, dass man ca. 45 Minuten pro Tag für den Deutschunterricht hat und da auch noch Schreiben (lernen) soll und das natürlich auch nicht im Einzelunterricht, sondern mit bis zu 25 Kindern, sieht man, dass die Zeit einfach nicht ausreichen kann.

    Ich bin allerdings auch überrascht, dass es bei euch früher anders war. Könnt ihr euch daran richtig erinnern? Ich kann mich nicht an die erste Klasse erinnern, aber später wurde immer zu Hause geübt. Daher gehe ich auch davon aus, dass das im ersten Schuljahr so war.
    S (21:22) :
    könnte mir vorstellen, dass er einfach gar nix denkt. wie alle männer

  9. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Mein Schulkind

    Meine Vermutung wäre eben auch, dass früher lediglich nicht so klar kommuniziert wurde, wie der Beitrag der Eltern aussehen soll, aber nicht, dass das früher von den Schulen selbst geleistet wurde. Da finde ich so klare Anweisungen ("täglich 10 min Vorlesen") eigentlich sogar eher sinnvoll in puncto Elternhäuser, in denen im Zweifelsfall sonst gar nichts gemacht würde.

  10. V.I.P. Avatar von Cherry-Lady
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von no.choice Beitrag anzeigen
    ... aber wenn dort niemand mit ihnen lesen übt, das 1x1 einstudiert, für referate recherchiert, plakate gestaltet, präsentationen einübt, die hausaufgaben tatsächlich kontrolliert und gegebenenfalls verbessert, englischvokabeln abfragt, für klassenarbeiten lernt, usw. dann bringt mir die betreuung herzlich wenig, denn dann sitze ich abends mit übermüdeten kindern an ihren schulsachen.
    Volle Zustimmung.
    Mein Sohn war zum Glück nachmittags noch nach der Betreuung bei der Oma, als ich Vollzeit gearbeitet habe. Ich konnte leider berufsbedingt immer erst um 19 Uhr zuhause sein und das ist dann so ziemlich der Killer, um noch was produktiv mit dem Kind zu machen. Wenn man dann noch alleinerziehend ist und der Vater sich für Schulsachen nicht wirklich zuständig fühlt und nur halbherzig mitarbeitet, dann sieht man ganz schön alt aus. Dann fällt noch jedes zweite Wochenende weg.

    Zum Lesen:
    Ja, ich meine auch, dass man das am besten durch mehrfach tägliches Lautlesen übt. Zb 5 min abends (eine Seite du, eine Seite er zb) und noch ein paar Minuten nach den Hausaufgaben.

  11. Enthusiast
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    AW: Mein Schulkind

    Mir geht es gar nicht so sehr darum, dass das früher anders war. Lesen und 1x1 war früher auch bei mir zu Hause. Allerdings war damals im Westen ja klar, dass das Kind um 12h zu Hause war und die Mutter zum Üben da war. (Ja, wtf, aber bei uns im Dorf war das zumindest das die Regel und auch so gewollt. Bekloppt, aber dann in der Konsequenz ja logisch.) Heute ist das ja anders und es ist ja - angeblich - auch politisch anders gewollt. Und Integration war noch nicht so ein Thema. Mich wundert echt, dass sich das nicht verändert hat. Alle haben nach dem Pisaschock darüber geredet, wie schlimm das ist, dass Kinder aus bildungsfernen Schichten abgehängt werden. Daraus scheinen aber keine Konsequenzen gezogen worden zu sein. Ich dachte, als Lehrerin einer Gesamtschule würde ich viele Probleme des Schulsystems kennen, aber manches erklärt sich mir erst jetzt.
    Und auch wenn Lesen früher zu Hause geübt wurde, gibt es andere Inhalte, die definitiv früher in der Schule gelernt wurden, die ich jetzt zu Hause einuebe (z. B. Lücken zwischen Wörter lassen, das hat mein Sohn in der Schule nicht gelernt. Klar, kann sein, dass er nicht aufgepasst hat, aber da es mehrere Eltern berichten, scheint es zumindest keinen Stellenwert zu haben.).

  12. Enthusiast
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    AW: Mein Schulkind

    Wann hast du denn dein Referendariat gemacht, Teddy? Ich vor 13 Jahren an einem konservativen Gymnasium. Und da hätten sowohl Schulleiter als Seminarleiter eine Unterrichtsplanung zerrissen, die darauf aufbaut, dass die Eltern irgendetwas - und schon gar nicht jeden Tag - tun. Eben genau mit der Begründung, daß das soziale Ungerechtigkeit verstärkt. Dass das in der Realität schwer umzusetzen ist, weiß ich auch. Und dass das ohne Geld und Personal nicht umzusetzen, ist mir auch klar. Vermutlich hätte ich es daher wissen können, dennoch ist es ein Praxisschock 😜.

  13. Alter Hase
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    AW: Mein Schulkind

    Wir haben solche klaren Vorgaben bzgl. lesen nicht bekommen. Im zweiten Schuljahr aber bzgl. Mathe (Zahlen und einfaches rechnen im Alltag einbinden), weil da die Schere schon ziemlich auseinander ging.
    Ich habe schon das Gefühl, dass bei unserer Gundschule viel in der Schule gemacht wird (viel geübt, Vorträge vorbereiten, Plakate erstellen etc.). Ich habe auch andere Beispiele von Freunden gehört, wo es regelmäßig "Eltern-Hausaufgaben" gibt, also solche, die die Kinder gar nicht können können, sondern wo dann die Eltern dran sitzen. Völlig bekloppt.
    In der Nachmittagsbetreuung wird jedenfall kein Schulzeug mehr gemacht, abgesehen von einer klar umrissenen Hausaufgaben-Beaufsichtigungszeit. Das ist überhaupt mehr Beaufsichtigung beim Freispiel.

    Bei uns war das alles kein Problem, weil mein Sohn mehr oder weniger alles allein konnte, ihm hat die Schule da gereicht. Wir haben ein bißchen lesen geübt, das war eher krampfig und er hat es auch nicht ganz so schnell gelernt wie andere Kinder. Am Ende der ersten Klasse hat er noch keine ganzen Bücher selbst gelesen, glaube ich. Aber jetzt ist er die totale Leseratte.
    Ich bin echt froh, dass die Schule hier nicht solchen Druck macht.

  14. Enthusiast Avatar von Nagapie
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    AW: Mein Schulkind

    Meine Tochter geht in die 1. Klasse einer Ganztagsschule. Sie muss keine Hausaufgaben machen, wir sollen aber auch täglich 10 Minuten lesen. Begründet wird es, weil jedes Kind nur 1-2 x pro Woche mit laut vorlesen dran sein kann im Unterricht. Wir sind nicht so konsequent hinterher, da sie es ziemlich gut kann und abends meistens im Bett was liest. Aber das mit dem keine Lücken lassen stimmt, sie liest einfach die Wörter einfach ganz schnell aneinandergereiht und ohne nennenswerte Betonung. Da bin ich aber davon ausgegangen, dass die Kinder erstmal die Wörter lesen lernen und dann an den Feinheiten gearbeitet wird. Ich werde mal versuchen, mit ihr daran zu arbeiten.

    Ich hoffe ehrlich gesagt, dass es so bleiben wird und wir elternseitig relativ wenig Arbeit in die Schule stecken müssen. Abends sind wir einfach alle erledigt. Von anderen Familien, deren Kinder nicht auf Ganztagsschulen gehen, höre ich aber schon auch, dass sie relativ viele Hausaufgaben machen müssen schon aber der 1. Klasse. Bei mir früher (DDR) war es so, dass wir im Hort Hausaufgaben gemacht haben und später auf dem Gymnasium dann selbstständig.

  15. Get a life! Avatar von Teddy01
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    AW: Mein Schulkind

    Vor 11 Jahren. Die Unterrichtsplanung baut ja nicht darauf auf, dass die Eltern eingebunden sind. Das ist ja einfach die zusätzliche Übung zu Hause, die sinnvoll für den Lernprozess ist. Oder verstehen wir uns da jetzt falsch?

    Vielleicht sind auch einfach Erfahrungen sehr unterschiedlich und daher ist es schwierig zu argumentieren.
    Bei uns wird z. B. auch immer gelernt, dass man nach dem Wort einen Finger hinlegt und so viel Abstand zum nächsten Wort lässt. Das kenne ich auch aus mamchen Schreiblehrgängen/ Arbeitsheften so.
    Irgendwie ist es ja auch bei allen Themen so, dass es sehr viele verschiedene Konzepte gibt und da auch unterschiedliche Schwerpunkte gelegt werden. Nach welchen Konzept wird denn bei deinem Kind das Lesen unterrichtet?

    Ich weiß auch nicht, ob die Ganztagsschulen sehr unterschiedlich aufgebaut sind. Bei uns gibt es eine Hausaufgabenbetreuung. Die wird überwiegend nicht von Lehrern geleitet. Aber selbst wenn, ist es kaum zu managen, dass man alles nachguckt und korrigiert, weil die Zeit einfach nicht ausreicht. Ich habe das eine Weile gemacht und soweit ich es konnte auch verbessert und unterstützt. Aber es war eben zeitlich begrenzt und es waren viele Kinder. Ich denke, wenn man das anders will, dann müsste man da viel mehr Geld investieren, kleinere Gruppen machen usw. Und dann müssten eigentlich alle Kinder dort hingeben (das entscheiden ja die Eltern und bei uns sind es oft auch die Kinder aus bildungsfernen Schichten, die eben nicht dort angemeldet sind). Andererseits war es natürlich auch früher so, dass manche Kinder Nachhilfeunterricht hatten. Demnach konnten früher die Lehrer ja auch nicht alle mitnehmen und die Eltern auch nicht alles ausgleichen. Soziales Ungleichgewicht ist ja wirklich nichts neues. Wobei ich schon finde, dass der Druck von Seiten der Eltern und der Schule sich auch deutlich erhöht hat.

    Ich stimme dir auch zu, dass die Eltern (offiziell) mehr übernehmen sollen als früher. Dafür gibt es aber auch einige Aufgaben, die heute von der Schule statt von zu Hause übernommen werden.

    Prinzipiell sehen wir das alles wahrscheinlich gar nicht so unterschiedlich. Ich verstehe auch gut was du meinst und ich finde es auch nicht gut so wie es ist. Man muss wahrscheinlich einfach versuchen das Beste aus den Gegebenheiten zu machen (und was das Beste ist, sieht wahrscheinlich jeder anders).
    S (21:22) :
    könnte mir vorstellen, dass er einfach gar nix denkt. wie alle männer

  16. Get a life! Avatar von Teddy01
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    AW: Mein Schulkind

    Mir geht es übrigens rein ums Üben. Es wird für die Kinder leichter, wenn sie flüssig lesen können. Sie kommen besser voran, wenn sie das 1x1 können
    Ein Referat, dass die Eltern vorbereitet haben finde ich z. B. unsinnig. Genauso wie ein Kunstbild zu Hause fertig zu machen o. Ä. Ich will ja die Schülerleistungen bewerten und nicht die der Eltern.
    S (21:22) :
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  17. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Mein Schulkind

    Ich bin gespannt, wie es bei uns wird. Es ist eine hausaufgabenfreie Schule, ich hoffe um Laubsägearbeiten herumzukommen. Mein Bruder musste mit seinem Sohn an den Wochenenden für ein Grundschulprojekt Kirchen im ganzen (mit ÖPNV nicht erreichbaren) Landkreis besuchen, sowas finde ich echt übel und gab es zu meiner Zeit nicht. Geübt wurde aber zu Hause immer. Da meine Schwiegermutter alleinerziehend und Vollzeit berufstätig war, ist ihre Mutter vor 30 Jahren 600 km weit zu ihr gezogen und hat das bei meinem Mann übernommen. Das kann so neu nicht sein.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  18. Enthusiast
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    AW: Mein Schulkind

    Ich finde schon, dass Unterricht und Schule sich auf das Elternhaus verlässt, wenn nur durch Üben mit den Eltern das Lesen und das 1x1 gelernt wird. (Ich habe reichlich Kinder in der 5. Klasse, die nicht Lesen kommen.) Das ist doch genau das Problem, dass das eben in vielen Elternhaeusern nicht möglich ist. Klar kann Schule das so wie sie ist nicht leisten. Aber dass daran nichts geändert wurde bzw. wird, finde ich erschreckend.

  19. Get a life! Avatar von Teddy01
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    AW: Mein Schulkind

    Aber das ist doch Kritik am System. Die haben die Grundschullehrerinnen auch. Totzdem muss ich doch mit den Gegebenheiten arbeiten, die es aktuell gibt.

    Wie bringst du denn deinen Kindern lesen bei, wenn das so viele nicht können? Nur im Unterricht?
    S (21:22) :
    könnte mir vorstellen, dass er einfach gar nix denkt. wie alle männer

  20. Enthusiast
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    AW: Mein Schulkind

    Klar ist das Kritik am System, was ich hier äußere. Dennoch entwickeln wir im Rahmen unserer Möglichkeiten im Kollegium Konzepte, um das aufzufangen. (konkret : Lesestunden, Lesetests am Anfang der 5. Klasse, um zu sehen, werExtra-Förderstunden zum Lesen braucht...)

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