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  1. Foreninventar Avatar von schnaengs
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Darf ich hier kurz reinplatzen und fragen, ob irgendwer von euch ein Kind an einer Montessori-Schule hat?
    hier, allerdings erst seit ein paar wochen

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  2. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Was für mich (als Sonderpädagogin und Sprachheilpädagogin) gar nicht geht, ist die Art, wie Schriftsprache/Erstlesen und - schreiben vermittelt wird. Das sehe ich sehr kritisch.
    Magst du das mal ausführen? Würde mich interessieren.

  3. Foreninventar Avatar von schnaengs
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Magst du das mal ausführen? Würde mich interessieren.
    mich auch.

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  4. Foreninventar Avatar von cyan
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    AW: Mein Schulkind

    Danke, Hippie! Sehr interessant, mal was aus Lehrersicht zu hören.
    Bei deiner Meinung zum Lesen wollte ich bitte auch noch mal nachfragen.

    Ich bin selber in der Grundschule zwei Jahre in einer Montessori-Klasse gewesen - das war ein Schulversuch und hat sich aber nicht über sämtliche Fächer erstreckt.
    Ich habe das halt als richtig toll in Erinnerung. Aber ich konnte halt schon lesen und kann mich deswegen ans dezidierte lesen lernen in der Schule gar nicht mehr erinnern.

    Und es ist eh fraglich, ob meine eigene Kindheitserinnerung ein guter Grund ist, dasselbe Konzept für meinen Sohn in Erwägung zu ziehen.

    Ich merke halt einfach, dass er extrem gerne selbständig was durch Ausprobieren lernt und es total genießt, wenn ein Thema auf verschiedenen Kanälen angeboten wird. (Also wenn wir zb ein Buch zu einem Thema anschauen, dann was dazu basteln oder ins passende Museum gehen)

    Und im Kindergarten ist er zb oft genervt, wenn er gerade in was vertieft ist und dann „muss“ er unterbrechen und im Stuhlkreis was singen oder so.

    Und nachdem ich als Kind ähnlich war und in den Montessori-Freiarbeits-Stunden immer so happy war... Hm.

    Vielleicht könnte er das alles eh auch in einer normalen Grundschule ausleben. Damit habe ich halt wiederum keine Erfahrung.

    Und ich denke mir auch: Was, wenn er sich dann mit 14 für irgendwas ganz spezielles interessiert und zb gerne auf eine höhere technische Schule wechseln möchte? Ob ihm das dann nicht total schwer fällt?
    Die beiden Schulen hier gehen nämlich an sich bis zur Matura.

    Schnaengs, ist letzteres bei euch auch so? Oder ist dein Kind auf einer reinen Grundschule?
    Und was waren eure Beweggründe für die Wahl?
    Geändert von cyan (14.10.2019 um 10:40 Uhr)

  5. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Mein Schulkind

    Ich schreibe heute oder morgen noch was dazu! (Schon mal vorab: Ich möchte oder wollte auch in dem schon geschriebenen Beitrag keine "Das ist richtig und das ist falsch" - Wertung vornehmen. Ich versuche dann auch, das so sachlich wie möglich darzustellen. Es ist auch einfach meine persönliche Sicht, die sich aus Ausbildung und Erfahrung speist, was ja auch sehr individuell ist - aber nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt oder dadurch verunsichert wird.)
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  6. Foreninventar Avatar von schnaengs
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Schnaengs, ist letzteres bei euch auch so? Oder ist dein Kind auf einer reinen Grundschule?
    unsere schule bietet alles bis zum abitur an, aber viele kinder wechseln nach der grundschule. das soll relativ problemlos möglich sein, allerdings erfolgt dann für realschule bzw. gymnasium eine aufnahmeprüfung.

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  7. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Mein Schulkind

    So, also: Montessori plädiert grundsätzlich für eine Sprachförderung durch ein kommunikativ anregendes Umfeld. Zudem wird ja auf individuelle Zugänge und sehr handlungsorientiertes (vor allem taktile sinne ansprechendes) Material zurückgegriffen. Die Ansätze sind an sich gut, aber mE für einen expliziten Aufbau des Schriftspracherwerbs zu vage und nicht spezifisch genug.

    Der Schriftspracherwerb folgt nachgewiesenermaßen einem recht klaren, stufenförmigen Aufbau, der natürlich in sich flexibel ist. Kinder müssen erkennen, dass Schriftsprache, also Schreiben und Lesen, ein Zeichensystem ist, das Kommunikation über das Geprochene hinaus ermöglicht, allerdings einigen Regeln unterliegt. Das Zeichensystem muss erstmal verinnerlicht werden. Wichtig ist also in erster Linie, die Verbindung zwischen Lauten und Buchstaben herzustellen. Bei Montessori wird weniger auf den Laut eingegangen, als vielmehr auf den Buchstaben und v.a. die Form dessen (dieser Schwerpunkt liegt durch die ganzen Materialien auch eher auf dem taktilen Kanal, was für das Schreiben an sich - also den motorischen Vorgang - gut ist, allerdings fehlt mir persönlich der ganze auditive Bereich ("Wie klingt ein Buchstabe, was ist der dazugehörige Laut? Wie klingt es, wenn ich zwei Laute zusammenziehe?" - was ja im Endeffekt lesen ist). Dadurch kommen die Kinder viel zu schnell ins Buchstabieren ("M" als "emm") und können nicht lautieren ("M" als "mm"), somit fällt es ihnen schwer, Laute zusammenzuziehen (ergo: zu lesen) und auch, Laute in Wörtern zu hören, was dann wiederum das Schreiben von lautgetreuen Wörtern unglaublich erschwert. Und ohne lautgetreues Schreiben kommt man nur schwer ins Rechtschreiben. Manche Laut-Buchstaben-Verbindungen sind auch von Haus aus nicht klar (z.B. Qu, X oder V) und bedürfen mE genaue Erklärung und (Hör-)Übung durch eine Lehrkraft, um sie für die Kinder verständlich zu machen und sie zu verinnerlichen. Es fehlen einfach grundlegende Strategien, die ich persönlich (!) wichtig finde, um Kindern einen guten Weg ins richtige Schreiben zu ermöglichen, und somit auch einfach der Einblick in das System Sprache, der Rechtschreibung ja auch erst zugänglich macht.

    Die Erfahrung an meiner ehemaligen Einrichtung war, dass die Kinder "einfach so" machen sollten. Am Ende hatten wir Kinder am Ende der 1. Klasse, die toll buchstabieren, aber nicht lautieren und somit nur sehr schwer Wörter flüssig konnten. Schreiben ging auch noch nicht so recht, obwohl Kinder am Ende der 1. Klasse schon lautgetreue Wörter (Tomate, Banane, Ofen etc.) halbwegs schreiben können sollten. Und da ist der Weg, innerhalb von nur noch 3 Jahren ein bisschen Rechtschreibung zu lernen, echt sportlich. [Man kann jetzt Diskussionen aufmachen, wie wichtig Rechtschreibung und wie gut generell das hiesige Schulsystem denn jetzt nun wirklich ist, ich gehe jetzt einfach vom bestehendem System aus, das vorsieht, dass Kinder gut lesen und schreiben können sollten. Ich bin weiß Gott niemand, der das alles so, wie es ist, toll und prima findet, aber darum geht es jetzt nicht - Kritik am System ist aber auch nicht das, was Montessori will, das darf halt nicht dazu genutzt werden, Kritik am Schulsystem zu üben, denn das tut die Montessori-Pädagogik einfach nicht.]

    Dadurch, dass viel Freiarbeit stattfindet, fehlte mir außerdem immer der sprachlich-kommunikative Rahmen, um diese angedachte Sprachförderung nach Montessori zu realisieren. "Echte" Gesprächssituationen, in denen ich oder auch ältere Kinder sprachliches Vorbild hätten sein können, hatten wir selten, und auch nur selten die Möglichkeit, mal über Rechtschreibregeln oder grammatische Zielstrukturen zu sprechen, die gerade wichtig waren, oder auch über eine Lektüre. Jedes Kind macht sein Ding, aber es war nur schwer möglich, dass mal _alle_ was zusammen machen, sich austauschen, über eine Sache reden. Das fand ich immer sehr schade, da peer-learning ja durchaus sinnvoll und effektiv ist.

    Wie gesagt, vielleicht war das nur eine einrichtungsspezifische Sache - ich arbeite auch nicht mehr da, eben auch aus fachlichen Gründen -, aber wie der Ablauf von Lesen-/Schreibenlernen ablaufen soll, das hab ich wie oben beschrieben in einem Kurs vermittelt bekommen, und der Einwand, dass die Lautebene zu kurz kommt, wurde nur abgewiegelt ("Das hat Montessori damals nicht vorgesehen.") - das meinte ich eben, dass das Konzept über 100 Jahre alt und kaum aktualisiert/angepasst an aktuelle Erkenntnisse, und das finde ich sehr, sehr schwierig.
    Geändert von Hippiekind (14.10.2019 um 14:56 Uhr)

  8. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Danke, Hippie! Sehr interessant, mal was aus Lehrersicht zu hören.
    Bei deiner Meinung zum Lesen wollte ich bitte auch noch mal nachfragen.

    Ich bin selber in der Grundschule zwei Jahre in einer Montessori-Klasse gewesen - das war ein Schulversuch und hat sich aber nicht über sämtliche Fächer erstreckt.
    Ich habe das halt als richtig toll in Erinnerung. Aber ich konnte halt schon lesen und kann mich deswegen ans dezidierte lesen lernen in der Schule gar nicht mehr erinnern.

    Und es ist eh fraglich, ob meine eigene Kindheitserinnerung ein guter Grund ist, dasselbe Konzept für meinen Sohn in Erwägung zu ziehen.

    Ich merke halt einfach, dass er extrem gerne selbständig was durch Ausprobieren lernt und es total genießt, wenn ein Thema auf verschiedenen Kanälen angeboten wird. (Also wenn wir zb ein Buch zu einem Thema anschauen, dann was dazu basteln oder ins passende Museum gehen)

    Und im Kindergarten ist er zb oft genervt, wenn er gerade in was vertieft ist und dann „muss“ er unterbrechen und im Stuhlkreis was singen oder so.

    Und nachdem ich als Kind ähnlich war und in den Montessori-Freiarbeits-Stunden immer so happy war... Hm.

    Vielleicht könnte er das alles eh auch in einer normalen Grundschule ausleben. Damit habe ich halt wiederum keine Erfahrung.

    Und ich denke mir auch: Was, wenn er sich dann mit 14 für irgendwas ganz spezielles interessiert und zb gerne auf eine höhere technische Schule wechseln möchte? Ob ihm das dann nicht total schwer fällt?
    Die beiden Schulen hier gehen nämlich an sich bis zur Matura.
    Ich verstehe, was du meinst und ich finde freies, selbstständiges Arbeiten sehr toll und bin da auch sehr dafür! Die Frage ist aber mE immer, wie es umgesetzt wird. Bei aller Freiheit finde ich Struktur sehr wichtig, und ein gewisses, logisches, entwicklungsorientiertes Konzept (z.B. die o.g. Strategieorientierung beim Schriftspracherwerb). Und offener Unterricht ist ja inzwischen nicht mehr montessori-prädestiniert.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
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  9. Junior Member
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    AW: Mein Schulkind

    Cyan, ich würde auch raten, dir die Schule mal anzuschauen und am Tag der offenen Tür mit Lehrkräften und auch Eltern zu sprechen. So bekommst du vielleicht einen Einblick, wie dort gearbeitet wird und ob das was für dein Kind wäre.

    Mein Sohn geht seit 2 Jahren an eine Montessorischule und es ist bisher die perfekte Schule für ihn. Er war allerdings schon 5 Jahre lang in der dazugehörigen Kita und wir hatten schon einen recht guten Einblick in die Schule. Sie arbeiten dort nicht streng nach Montessori, sondern haben eine gute Mischung aus Regelschule und Montessorikonzept. Es gibt z. B. nicht nur Freiarbeitsstunden, sondern je nach Fach auch Frontalunterricht für die gesamte Klasse oder nur für einzelne Jahrgangsstufen. Vor allem die Erstklässler sind bei meinem Sohn in der Klasse oft als Kleingruppe mit einer Pädagogin zusammen um z. B. den Schriftspracherwerb oder die Zahlen zu lernen (und da sitzt dann eine Lehrkraft mit 4-7 Kindern, das ist dann ein traumhafter Personalschlüssel).
    (und weil oben der Schriftspracherwerb genannt wurde: da wurde bei meinem Sohn z. B. auch nicht strikt nach dem Montessorikonzept gearbeitet, sondern es war wieder eine Mischform aus beidem. Seine Pädagoginnen sind sehr reflektiert, folgen nicht ihrem starren Konzept, sondern schauen genau, was die jeweilige Erstklassgruppe braucht. Was natürlich bei einer so kleinen Gruppe deutlich leichter ist als bei einer gesamten Klasse an Erstklässlern.)

    Für meinen Sohn ist es perfekt, dass er in seinem eigenen Tempo lernen kann, er weicht da deutlich vom Durchschnittstempo ab und hätte in einer Regelschule wahrscheinlich ziemliche Probleme damit. Während er fürs Lesen und Schreiben ein wenig länger als die anderen gebraucht hat (aber da gabs jedesmal den Moment, an dem es "Klick" gemacht und auf einmal geklappt hat), war er in Mathe von Anfang deutlich voraus und kann da den Stoff der nächsthöheren Klassenstufe bearbeiten.

    Aber ich kenne auch Kinder, für die diese Art von Schule nicht gepasst hat und die auf der Regelschule besser zurecht kommen. Und andererseits natürlich auch Kinder, die in der Regelschule große Probleme hatten und auf der Montessorischule aufgeblüht sind.

    Für uns und vor allem unser Kind passt es perfekt, er geht wahnsinnig gerne in die Schule und schafft den Stoff der jeweiligen Klassenstufe bisher problemlos. Ich mag es auch total, dass es sehr persönlich und offen ist (alle duzen sich, es wird immer mal wieder was als ganze Klasse mit Familien unternommen, die Eltern sind immer mal wieder mit in der Klasse). Das muss man alles natürlich nicht machen, aber man hat die Möglichkeit und wir nutzen das bisher viel.

  10. Foreninventar Avatar von schnaengs
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    AW: Mein Schulkind

    pipilottaa hat es super beschrieben.
    bei uns ist es genauso. gleiche schule, aber andere lehrer
    die offene atmosphäre in der schule mag ich auch sehr.

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  11. Foreninventar Avatar von schnaengs
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    AW: Mein Schulkind

    habt ihr empfehlungen für brotdosen?
    nach 5 jahren gehen unsere yumbox panini nun kaputt und ich würde dann auch gern auf edelstahl (zumindest teilweise) umstellen.
    muss: min. 2 fächer (eins passend für brot), dicht, geschirrspüler geeignet.
    nice to have: kein plastik, leicht

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  12. Addict
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    AW: Mein Schulkind

    wir haben so nach und nach auf eco brotbox umgestellt.
    die können in die spülmaschine und sind plastikfrei. manche kinder nutzen eine kleine quadratische unterteilung. die hungrigeren kinder haben eine größere mit unterteilung.

  13. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Mein Schulkind

    Ich war selber auf einer Montessori Grundschule (4 Jahre in NRW). Es war aber nicht den ganzen Tag klassenstufenübergreifende Freiarbeit, die war „nur“ vormittags und dann hatten wir „Regelunterricht“ mit der Jahrgangsklasse.

    Ich finde mich auch in der Beschreibung von Pippilotta wieder und würde mein Kind auch sofort auf so eine Schule schicken.

    Auf meinem Gymnasium haben die ehemaligen Montessorigrundschüler*innen übrigens meist am besten angeschnitten und hatten eine bessere Sozialkompetenz (wir haben oft die „Problemkinder“ in die Klasse bekommen um die aufzufangen). Aber kann natürlich auch Zufall gewesen sein

  14. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Mein Schulkind

    Ich war halt auch in einer echt beschissenen Einrichtung, deswegen arbeite ich da auch nicht mehr Es ist halt immer von den konkreten Leuten und der konkreten Ausrichtung des Schulkonzepts abhängig. Wenn nicht streng nach Montessori gearbeitet wird, sondern auch neuere Ideen eingeflochten werden können, kann das echt super sein, das glaube ich sofort! Ich/wir durfte/n das leider nicht, hatten eine eh etwas, äh, spezielle Chefin (auch auf anderen Ebenen), und ich bin deswegen einfach supervorsichtig geworden, was das Privatschulsystem angeht. Nach außen sah das bei uns nämlich auch alles sehr toll aus... Deswegen ja der Rat, sich das Ganze einfach umfassend anzuschauen (:
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  15. Foreninventar Avatar von cyan
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    AW: Mein Schulkind

    Danke für eure Erfahrungen! Das ist alles schon mal sehr hilfreich!
    Wir werden mal zum Tag der offenen Tür gehen.


  16. Addict Avatar von knuddelente
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    AW: Mein Schulkind

    Mit Montessori habe ich keine Erfahrung bisher. Mein Neffe ist relativ spontan innerhalb des Schuljahres von der Realschule auf eine Montessori schule gewechselt (erst vor kurzem daher kann ich noch nichts dazu sagen). Meine Schwester war nie 100% glücklich mit der staatlichen Schule, schon zur Grundschulzeit nicht. So ne richtige alternativ gab es vor Ort aber nicht, außer eben die Montessori schule und da war meine Schwester skeptisch. Jetzt in der 5 Klasse war es für ihn aber nicht mehr aushaltbar, er ist ein sehr clevers Kerlchen (an der Grenze zur Hochbegabung zumindest damals als es getestet wurde), hat aber auch seine Problem. Sie haben nun den Schritt gewagt, und bereit am 2 Probetag war er so glücklich und ist am dritten Tag freiwillig bis nachmittags geblieben. Ich hoffe sehr dass er da nun für aufgenommen wird und das System für ihn besser passt.
    Was ich an vielen (ist sicher aber nicht an allen Privatschulen so, eben aber an denen die ich kenne) so schön finde, dass viele Klassenstufen unter einem Dach sind (1-13, oder 5-13), also eine extreme Durchmischung von Jahrgangsstufen zumindest in der Pause stattfindet. Ja sicher gibt es das auch bei staatlichen Schulen, insbesondere im Gymnasium ab der 5. , Aber von 1-13 ist echt selten und ich sehe immer wieder wie schön es ist, wenn Schüler aus der 8 Klasse mit den Kindern aus der ersten Basketball spielen, oder wie klar es bereits den ersten Klassen ist, dass man in der Abiturphase ruhig im Schulhaus ist, also da ermahnen sich schon die Kinder gegenseitig. Das auf einander Rücksicht nehmen egal in welche Richtung, finde ich wunderbar.
    Was ich bei aller Wahl und Entscheidung für eine spezielle Schule immer ganz wichtig finde, ist zu prüfen und zu hinterfragen ob die Schule das richtige für das Kind ist. Vielleicht ist es nur für die ersten Jahre das richtig, vielleicht merktan ganz schnell das es für das Kind gar nicht passt und dann sollte man den Mut haben eine andere schule zu suchen und nicht darauf beharren, nur weil man selbst das Konzept so toll findet.
    Ich war ja selbst auf einer Privatschule und genau auf die gleiche geht jetzt unser Sohn und auch später unsere Tochter. Für ihn merke ich schon, dass es das richtige ist zumindest jetzt und ich hoffe sehr dass es so bleibt.

  17. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Mein Schulkind

    Nicht jede Montessori Schule ist privat. „Mein“ war ganz normal Städtisch.

  18. Addict Avatar von knuddelente
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    AW: Mein Schulkind

    Echt? Ich wusste nicht das es das gibt. Das heißt die staatliche Schule hat nach dem Montessori Konzept gearbeitet?
    Gab es denn dann auch einen "normale" Grundschule? Wenn Eltern das Konzept nicht zugesagt hat?

  19. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Mein Schulkind

    Zitat Zitat von knuddelente Beitrag anzeigen
    Echt? Ich wusste nicht das es das gibt. Das heißt die staatliche Schule hat nach dem Montessori Konzept gearbeitet?
    Gab es denn dann auch einen "normale" Grundschule? Wenn Eltern das Konzept nicht zugesagt hat?
    Ja genau. Die Schule hatte auch noch einen Regelzweig (ist inzwischen in der großen Nachfrage aber komplett Montessori). Nebenan war die städtisch-katholische Grundschule.

  20. Alter Hase
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    AW: Mein Schulkind

    Erstens das. Wir haben hier auch eine reformpädagogische Schule, die wirklich GANZ anders ist, und das ist eine staatliche Schule.
    Und zweitens heißt "Privatschule" nichtnichten, dass sie automatisch bis zum Abitur geht. Bei uns sind das meist auch nur Grundschulen bis zur vierten. Und selbst wenn: Viele Eltern wollen ja, dass ihr Kind auf ein Gymnasium geht, melden es also nach der vierten um.

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