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  1. V.I.P. Avatar von freckled
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    haha, ja, und vor allen: das Netz besteht fast nur aus anderen Frauen???
    The past is bad, the future is worse, why not take the present ??
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  2. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von freckled Beitrag anzeigen
    haha, ja, und vor allen: das Netz besteht fast nur aus anderen Frauen???
    Ja klar, woraus sonst?

    Väter reden doch nicht über ihre Kinder. Hihi. Wie unmännlich.

  3. Alter Hase Avatar von fihalhohi
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    mir gefällt die formulierung auch nicht

    aber solange die mutter die hauptbetreuungsperson ist (was halt immer noch meistens der fall ist) ändert sich das denken nicht so schnell. und den grundgedanken dahinter find ich nicht schlecht. schliesslich ändert sich für die meisten väter, die weiter vollzeit arbeiten, nicht so viel wie für zuhause bleibende oder teilzeit arbeitende frauen. ich musste mir in den ersten wochen und monaten auch ein neues (oder zusätzliches) netzwerk aufbauen - das natürlich nicht nur, aber doch zum grossen teil wieder aus frauen besteht. ich sag nicht, dass ich das gut finde, aber es ist so.

  4. Member Avatar von Licia
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Wir haben es nach dem 2. Kind fast ein bisschen gegen die Wand gefahren, weil sich dann irgendwie doch so alte Rollenmuster eingestellt haben - ich studiere noch, mein Mann arbeitet - also habe ich das Urlaubssemester genommen (eigentlich um mich zu erholen von der etwas unschönen Schwangerschaft) etc.
    Mein Mann ist bei der Karriere schließlich etwas auf die Bremse getreten, wir haben insgesamt sehr viel darüber geredet und auch die Klassiker (Babysitter und Zeit für sich nehmen) wieder ernster genommen und es so dann auch wieder besser hinbekommen.
    Danke für die Artikel, Anthia.
    Das mit dem vernetzen finde ich eigentlich auch wichtig, aber bestimmt nicht, wenn es sich wieder nur um Kinder und Muttersein dreht, das finde ich dann eher kontraproduktiv.
    We take our miracles where we find them. We reach across the gap and sometimes, against all odds,
    against all logic, we touch.

  5. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich hab gestern mit einer kinderlosen Freundin über unsere Freundinnen mit Kindern gesprochen. Wir fanden's schon krass, wie sehr sich auch Frauen, von denen man es nie gedacht hatte, aus dem "Leben" (bewusste Anführungszeichen!) zurückziehen. Es ist uns beiden klar, dass man nicht mehr jede Woche zigmal spontan was trinken oder essen gehen kann. Aber wir erleben beide mit (ehemals) guten Freundinnen, wie schwer es ist alle paar Monate mal was auszumachen, das nicht auf dem Sofa der entsprechenden Mutter stattfindet. Und dass es halt nicht unbedingt nur an den Vätern, die auch mal einen Abend übernehmen könnten, liegt, sondern auch an den Müttern.

    Wir fragten uns, warum das so ist. Klar, Freundschaften verschieben sich vielleicht auf andere Personen mit Kindern. Vielleicht ist es plötzlich wirklich nicht mehr so wichtig mit der ehemaligen Studienfreundin abzuhängen. Aber ich stelle schon fest, dass einige junge Mütter in meinem Umfeld fast kein Sozialleben mehr haben und weder Freundschaften noch die Beziehung pflegen.

  6. Member
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Schwierig, da ist auch jeder anders. Aber ich freue mich immer riesig, wenn ich mal rauskomme und nicht nur das Baby als Thema herrscht. Deswegen suche ich mir einmal wöchentlich ein Treffen, damit ich mal etwas anderes sehe... Logischerweise macht mein Mann das genauso. Natürlich ist es nicht mehr sooo spontan, aber man kann es schon hinkriegen. Sport geht jetzt halt auch nicht unbedingt mehr drei mal die Woche zu jeder erdenklichen Tageszeit, aber ein bis zweimal geht schon. Es erfordert halt wesentlich mehr Organisation als vorher, aber wir sind auch komplett auf uns allein gestellt mangels Familie bzw. Freunden mit Kindern.

  7. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Es leuchtet mir total ein, dass es viel komplizierter ist und das Spontanität nicht mehr so leicht ist. Die ist mir persönlich auch nicht mehr so wichtig, bis auf meine allerengste Freundin treffe ich auch kaum jemanden, ohne nicht ein paar Tage oder gar Wochen vorher einen Termin festzulegen.

  8. Urgestein
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    es ist schwieriger, weil ein oder zwei personen die kinderbetreuung organisieren müssen, aber ich freue mich dennoch jedes nal auf solche treffen.

  9. Urgestein
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    und wenn ich mal überraschend zeit habe, frage ich einfach, ob ich spontan vorbei schauen darf.

  10. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Wir sind mit baby aus der Großstadt rausgezogen und wohnen jetzt eine dreiviertelstunde pendelentfernung dorthin. Mit meinen dortigen freundinnen/Kollegen treff ich mich tatsächlich deswegen einfach weniger gern und nur noch selten, weil es für mich 2h fahrerei bedeutet und das für mich auch keine wirklich wichtigen Freunde sind, sondern halt nette Bekanntschaften, mit denen ich mal 2 Jahre viel gemacht hab. Meine richtig guten Freunde aus dem Studium wohnen schon lange alle an verschiedenen orten, aber da hat sich die kontaktfrequenz nicht verändert, das war seit studiumsende immer schon gegenseitiger Besuch über 2-4 Tage mehrmals im Jahr und so ist es auch mit Kind (bzw mein Mann war da auch schon immer dabei und jetzt ist es das Kind halt auch). Bei mir ist, seit das Kind da ist und wir eben auch außerhalb wohnen, viel klarer unterschieden in nette Bekanntschaften und richtige Freunde. (Letztere sind halt auch die, die auch mal uns besuchen und nicht nur ein Treffen in bar xy anbieten, für das ich 2h unterwegs bin. Also rein als Beobachtung, nicht als trennkriterium.)

  11. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Wir kamen drauf, weil der Freund meiner Freundin aus der Stadt ziehen will. Ich meinte, dass ich das nicht wollen würde.

    Ich hab kein Problem, auch mal Freunde zu Hause zu besuchen, aber wenn es halt immer darauf rausläuft, find ich es schon etwas öde.

    Dieses Distanzproblem kann ich absolut nachvollziehen. Für mich ist dies ein Grund, hier zu bleiben und hier schon frühzeitig eine familientaugliche Wohnung zu suchen, was nicht einfach ist. Ich bin ausserhalb der Stadt in einem Kaff aufgewachsen und weiss, dass ich dort unglücklich werden würde. (V.a. auch wegen der katastrophalen politischen/gesellschaftlichen Einstellung vieler, aber das ist eine andere Geschichte.)

  12. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Wir wohnen jetzt in einer Kleinstadt (also nicht Dorf oder so, mehrfach stündliche zuganbindung in alle Richtungen, eine 300000er-Stadt 7 zugminuten entfernt und noch eine andere unistadt in 15 min). Also, so kaffig ist es hier für mein Gefühl nicht. In der Großstadt, wo wir davor gewohnt haben, war alles extrem autoorientiert, 6-spurige Straßen quer durch die ganze Stadt, dauernd über den feinstaubgrenzwerten, und Wohnraum mit (wenn auch nur kleinem) Garten unbezahlbar teuer. Und richtig tolle Freunde hatten wir da ja eh nicht, bei denen ich das jetzt als großen Verlust gesehen hätte, sie nicht mehr ganz unkompliziert treffen zu können. Da waren die anderen Faktoren dann ausschlaggebender (und wir fühlen uns auch sehr wohl hier). Spaziergänge auf dem Weinberg machen halt mehr her als neben der mehrspurigen Straße mit Stau, und wenn Spaziergänge mit tragetuch etc plötzlich einen signifikanten Anteil des Lebens darstellen, ändert das schon mal die Perspektive (wir sind umgezogen, als das baby 7 Monate alt war, vor der Geburt hätten wir das auch nicht gedacht).

  13. Alter Hase Avatar von fihalhohi
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    anthia, es ist super, dass dir diese Problematik jetzt schon auffällt, da kannst du bewusst gegensteuern - hab ich auch gemacht. ich treff mich vielleicht etwas weniger mit gewissen Leuten, aber immer noch sehr regelmässig. diese woche reize ich es ziemlich aus und bin 3 abende weg, letzten Samstag war ich bis zum morgengrauen tanzen. solche Sachen lassen sich weiterhin organisieren und ich brauche es auch. vielleicht nicht mehr so häufig wie früher, aber ich werde ja auch älter

    wir wohnen auch etwas ausserhalb der Stadt, aber mit guten Anbindungen und vorallem fussläufig zu unserem Bahnhof, das war mir sehr wichtig. ich bekomme oft besuch bei uns zuhause aber kann mich auch mit Freundinnen (und gegebenenfalls baby) in der Stadt treffen. was wir viel häufiger machen, sind einerseits Verabredungen zum brunch (gern auch bei anderen Leuten zuhause) weil das gut machbar ist mit baby, andererseits haben wir am Wochenende oft freunde zum Abendessen und filme schauen bei uns.

    was mir wichtig war: ich wollte weiterhin in der Stadt arbeiten, wo immer noch viele freunde ebenfalls arbeiten und leben. so bleibe ich irgendwie am urbanen puls dran und versauere nicht komplett auf dem land

    was wir jetzt wieder etwas regelmässiger machen müssen, ist paar-abende einzuplanen. ich würde zb auch gerne wieder mal mit meinem mann tanzen gehen. aber ich fange eh bald wieder an in TZ zu arbeiten und die grosseltern werden stärker eingespannt, dann liegt das auch wieder eher drin.
    No cat anywhere ever gave anyone a straight answer.

  14. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    das hier ist ein sehr langer Text einer Bloggerin, die ich sehr schätze. Sie ist in radikalfeministischen Kreisen gerade bekannt dafür, über motherhood zu schreiben. Das hier in ein Text darüber, warum weibliche Reproduktion ein zentraler Faktor ist für weibliche Unterdrückung, über das Spannungsfeld zwischen Feministinnen mit Kindern und kinderlosen Feministinnen, über die Bedeutung von "care", auch über das Spannungsfeld zwischen Gender und weiblicher Biologie. Wenn ihr in Ruhe ne Stunde Zeit habt, setzt euch dran, das ist nix zum zwischendurch überfliegen, aber sehr interessant.

    Why disregarding motherhood and women

  15. Addict Avatar von liffi
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das klingt nach einem wirklich sehr guten Text, ich werde mir auf jeden Fall die Zeit dafür nehmen (hoffentlich, irgendwann ). Danke für den Link!

  16. Junior Member Avatar von Undis
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Edit Ah sorry, der blog wurde ja schon auf der allerersten Seite genannt.

  17. Enthusiast Avatar von mais
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das hier ist ein sehr langer Text einer Bloggerin, die ich sehr schätze. Sie ist in radikalfeministischen Kreisen gerade bekannt dafür, über motherhood zu schreiben. Das hier in ein Text darüber, warum weibliche Reproduktion ein zentraler Faktor ist für weibliche Unterdrückung, über das Spannungsfeld zwischen Feministinnen mit Kindern und kinderlosen Feministinnen, über die Bedeutung von "care", auch über das Spannungsfeld zwischen Gender und weiblicher Biologie. Wenn ihr in Ruhe ne Stunde Zeit habt, setzt euch dran, das ist nix zum zwischendurch überfliegen, aber sehr interessant.

    Why disregarding motherhood and women
    Der ist super! Wenn man sich hier noch weiter informieren möchte, Silvia Federici ordnet das in 'Caliban und die Hexe' auch noch historisch ein.

  18. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von mais Beitrag anzeigen
    Der ist super! Wenn man sich hier noch weiter informieren möchte, Silvia Federici ordnet das in 'Caliban und die Hexe' auch noch historisch ein.
    Naja, ihre Interpretation der Hexenverfolgungen der frühen Neuzeit ist ziemlich haarsträubend.

    Beim von Luna verlinkten Artikel muss ich leider sagen, dass ich nicht wirklich schalle, worauf sie hinaus will.

  19. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    in der aktuellen konkret ist übrigens ein guter artikel über die regrething motherhood debatte.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  20. Alter Hase
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hab gestern mit einer kinderlosen Freundin über unsere Freundinnen mit Kindern gesprochen. Wir fanden's schon krass, wie sehr sich auch Frauen, von denen man es nie gedacht hatte, aus dem "Leben" (bewusste Anführungszeichen!) zurückziehen. Es ist uns beiden klar, dass man nicht mehr jede Woche zigmal spontan was trinken oder essen gehen kann. Aber wir erleben beide mit (ehemals) guten Freundinnen, wie schwer es ist alle paar Monate mal was auszumachen, das nicht auf dem Sofa der entsprechenden Mutter stattfindet. Und dass es halt nicht unbedingt nur an den Vätern, die auch mal einen Abend übernehmen könnten, liegt, sondern auch an den Müttern.

    Wir fragten uns, warum das so ist. Klar, Freundschaften verschieben sich vielleicht auf andere Personen mit Kindern. Vielleicht ist es plötzlich wirklich nicht mehr so wichtig mit der ehemaligen Studienfreundin abzuhängen. Aber ich stelle schon fest, dass einige junge Mütter in meinem Umfeld fast kein Sozialleben mehr haben und weder Freundschaften noch die Beziehung pflegen.
    Ich bin gerade noch mal darüber gestolpert, weil mir das auch auffiel. Aber bei den Frauen, die ich kenne, liegt es ganz eindeutig an einem: Keine Zeit / keine Kraft. Die eine arbeitet voll, pendelt zur Arbeit und hat 2 relativ kleine Kinder. Unter der Woche ist sie einfach platt, schafft es gerade, sowas wie Elternabende und Friseur für sich einzuplanen. Auch wenn der Mann öfter übernehmen könnte, will sie einfach nur abschalten / schlafen. Total nachvollziehbar.
    Andere haben 3-4 Kinder und einfach so viel mit Kinderkrankheiten, Schule, Kinderterminen und Haushalt / Orgakram zu tun, daß tagsüber eher keine Zeit bleibt. Und abends sind auch diese Mütter platt, Auch das finde ich sehr nachvollziehbar.

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