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  1. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich hatte letztens die Freude an einem Gespräch übers Stillen beteiligt zu sein, ich bereue es schon, Kinder überhaupt nur in Betracht gezogen zu haben.

    Zwei Mütter (einmal 1,5 und 3, einmal 5 Monate), eine Hochschwangere und ich. Letztere und ich meinten, als es darum ging, wie lange man stillt, dass wir uns (!) mehr als 6 Monate (bzw. mit dem Wiedereinstieg abzustillen gedenken) nicht vorstellen könnten. Entsetzte Gesichter auf seiten der Mütter. Ein Jahr sei das Minimum, die WHO empfehle 2 Jahre. (Unterton: "Alles unter einem Jahr ist Kindsmisshandlung").

    Ich finds so krass, wie beim Thema Kinder alles zu ideologischen Kämpfen ausartet.

  2. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Ich bin gerade noch mal darüber gestolpert, weil mir das auch auffiel. Aber bei den Frauen, die ich kenne, liegt es ganz eindeutig an einem: Keine Zeit / keine Kraft. Die eine arbeitet voll, pendelt zur Arbeit und hat 2 relativ kleine Kinder. Unter der Woche ist sie einfach platt, schafft es gerade, sowas wie Elternabende und Friseur für sich einzuplanen. Auch wenn der Mann öfter übernehmen könnte, will sie einfach nur abschalten / schlafen. Total nachvollziehbar.
    Andere haben 3-4 Kinder und einfach so viel mit Kinderkrankheiten, Schule, Kinderterminen und Haushalt / Orgakram zu tun, daß tagsüber eher keine Zeit bleibt. Und abends sind auch diese Mütter platt, Auch das finde ich sehr nachvollziehbar.
    In dem Fall versteh ich es auch absolut. In meinem Fall gings eher um Frauen, die ganz zuhause sind (Mutterschaftsurlaub) oder sehr reduziert arbeiten, aber deren Partner gar nix machen, weil sie gerade karrieretechnisch sehr eingespannt sind.

  3. Alter Hase

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zwei Mütter (einmal 1,5 und 3, einmal 5 Monate), eine Hochschwangere und ich. Letztere und ich meinten, als es darum ging, wie lange man stillt, dass wir uns (!) mehr als 6 Monate (bzw. mit dem Wiedereinstieg abzustillen gedenken) nicht vorstellen könnten. Entsetzte Gesichter auf seiten der Mütter. Ein Jahr sei das Minimum, die WHO empfehle 2 Jahre. (Unterton: "Alles unter einem Jahr ist Kindsmisshandlung").

    Ich finds so krass, wie beim Thema Kinder alles zu ideologischen Kämpfen ausartet.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es total drauf ankommt, mit wem man spricht. Ich war mal beim Baby Yoga, und da waren einige auch so drauf. In meinem normalen Umfeld habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, niemand hat mein Nichtstillen je kommentiert.

    moderation kills the spirit

  4. Alter Hase

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von 5% mehr Beitrag anzeigen
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es total drauf ankommt, mit wem man spricht. Ich war mal beim Baby Yoga, und da waren einige auch so drauf. In meinem normalen Umfeld habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, niemand hat mein Nichtstillen je kommentiert.
    hier auch. ich hab keinen einzigen negativen kommentar gehört.

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich auch nicht, aber die Mamas in meinem Pekip Kurs, deren Kinder sich selber abgestillt haben und jetzt die Flaschen bekommen, nennen es die "schlechtere Milch" :')

  6. Urgestein

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?


  7. V.I.P.

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finds so krass, wie beim Thema Kinder alles zu ideologischen Kämpfen ausartet.
    Selbst als Mutter, die 2 1/2 Jahre gestillt hat, auch nach Wiedereintritt in den Beruf noch, kann ich diesen Fundamentalismus nicht nachvollziehen.

    Ein Kind braucht Liebe und ein Kind braucht Nähe. Wenn Eltern (!) ihrem Kind dies verwehren, weil sie ausschließlich ihre eigenen Ziele verfolgen ohne Rücksicht darauf, dann halte ich diese Eltern für weniger gute Eltern. Aber solange ein Kind Liebe und Nähe (und natürlich Nahrung) bekommt, wo es sie braucht, soll doch bitte jedes Elternpaar es so machen, wie es das für stimmig hält.

    Ich finde es toll, dass Mütter sich wieder zutrauen, länger zu stillen. Das wurde uns nämlich jahrzehntelang ausgeredet. Aber wer nicht (mehr) will hat Alternativen und das ist dann auch gut! Diese Umkehrung der Verteufeelung find ich schlimm.
    Denn im Großen und im Ganzen haben wir allen Grund zum Tanzen!

  8. Member

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Habe mich bis jetzt hier rausgehalten, weil ich eine Hausfrau bin . Finde den Thread sehr inspirierend und verfolge auch seit Beginn an, die Links und Empfehlungen.

    Alina Bronsky: "Sich Hausfrau zu nennen, hat etwas Revolutionäres" - SPIEGEL ONLINE

    Ich will mit diesem Link in diesem Thread nicht provozieren, sondern frage mich -schon seit längerer Zeit- ob ich als glückliche Mutter und Hausfrau nicht auch "feministisch" denken darf. Für viele stellt das ein Widerspruch dar: Feministin und gleichzeit "nur" Hausfrau und Mutter. Das verletzt mich -ehrlich gesagt. Und gleichzeitig beruhigt es mich, festzustellen, dass seit neuester Zeit andere Definitionen von Feminismus auftauchen: "Einen Feminismus, der sich ausschließlich für die Rechte der arbeitenden Frau einsetzt, halte ich für frauenfeindlich."

  9. Alter Hase

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Vorweg: Für mich bedeutet Wahlfreiheit auch, dass ich sowohl Karriere machen kann direkt im Anschluss an den Mutterschutz als auch selbstbestimmt zuhause zu bleiben, die Kinderbetreuung zu übernehmen und mein restliches Leben Hausfrau zu sein ohne Kommentare von irgendwem oder Nachteile.
    Beides ist heutzutage (noch) nicht möglich.

    Allerdings finde ich den verlinkten Artikel einen schlechten Aufhänger.
    Findest du auch, dass deine Bindung zum Kind (in der ersten Zeit) enger sein sollte als die des Kindsvaters?
    Wie ständest du bei einer Trennung übermorgen da? Und wie bei einer in 30 Jahren? Sorgt dein Mann für dich vor, indem er z.B. eine private Altersvorsorge für dich betreibt?
    Hast du deinen Beruf früher geliebt bzw. hast du dafür gebrannt? Glaubst du, dass du - wenn das Kind/die Kinder älter sind - wieder in diesen Beruf zurückkehren wirst oder wirst du eher eine "ungelernte" Tätigkeit ausüben?

    Das ist jetzt nicht auf dich persönlich bezogen, sondern ganz allgemein; aber ich frage mich manchmal, was ich davon halten soll, dass der (deutsche) Staat vielen eine sehr teure Universitätsausbildung finanziert und nachher versickert dieses Humankapital und man hat sehr einseitig von der Solidargemeinschaft profitiert.. Also klar, viele Menschen genießen eine Ausbildung und machen später "nichts draus". Aber es scheint mir doch, als sei das zumindest in der jüngsten Vergangenheit bei Frauen überproportional oft vorgekommen. Allerdings weiß ich auch nicht, wie dieses Dilemma aufzulösen ist. Es ist halt unmöglich von Menschen mit 20 die Entscheidung zu verlangen, ob sie später mal Hausmann/-frau werden wollen und somit die teure Ausbildung eher nicht nötig hätten, hm.
    Geändert von Gelbes Auto (12.03.2016 um 23:46 Uhr)

  10. V.I.P.

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Die Frau in dem Artikel befindet sich in einer hochgradig privilegierten Situation- sie kann Zuhause sein UND Geld verdienen. Insofern finde ich es etwas unangemessen wie sie indirekt die Frauen, die diesen Vorteil nicht haben, als Muetter die nicht fuer ihre Kinder da sind darstellen. Und davon, das Erwerbstaetigkeit auch ein Opfer sein kann, das eine Frau zugunsten der finanziellen Absicherung der Familie hinnimmt wird auch nix erwaehnt.

  11. Urgestein

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    ich war schon beim elterngeldargument ein wenig irritiert.

  12. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich kenne zwei Frauen, die schon länger nicht berufstätig sind, aber durch eigenes Vermögen / absehbare größere Erbschaften nicht von ihrem Partner abhängig sind, d.h. Im Fall von Trennung, Tod des Partners oder was auch immer abgesichert wären. Das sind aber ja eher Ausnahmen.
    Im Normalfall finde ich, dass sich dauerhafte wirtschaftliche Abhängigkeit vom Partner (und damit meine ich jetzt nicht zwei Jahre Elternzeit oder so) und Feminismus gegenseitig ausschließen.

  13. Regular Client

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Solange Strukturen ("Natürlich bin ich daheim geblieben, alle andere wäre auch unvernünftig gewesen. Er verdient mehr - und bei meinem Steuersatz wär das komplette Gehalt in die Kinderbetreuung gegangen!") eine freie Wahl für alle Frauen unterbinden, kann die freie Wahl nur von einigen wenigen, wirklich priviligierten Frauen getroffen werden - und solange ist es für mich kein feministischer Akt, daheim zu bleiben.
    Trotz alledem darf eine Hausfrau sich trotzdem als Feministin fühlen, ich find es nur schräg, sich über das Hausfrauendasein in dem Punkt zu definieren.

  14. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von valarmorghulis Beitrag anzeigen
    Solange Strukturen ("Natürlich bin ich daheim geblieben, alle andere wäre auch unvernünftig gewesen. Er verdient mehr - und bei meinem Steuersatz wär das komplette Gehalt in die Kinderbetreuung gegangen!") eine freie Wahl für alle Frauen unterbinden, kann die freie Wahl nur von einigen wenigen, wirklich priviligierten Frauen getroffen werden - und solange ist es für mich kein feministischer Akt, daheim zu bleiben.
    Trotz alledem darf eine Hausfrau sich trotzdem als Feministin fühlen, ich find es nur schräg, sich über das Hausfrauendasein in dem Punkt zu definieren.
    guck, wieso bloggst denn DU nicht? total pointierter beitrag.

  15. Regular Client

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Huppala, feministisches Bauchpinseln am Sonntagabend.

    Ich glaub, ich verschieb meine Antwort mal in den MM Thread.

  16. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Gerade beim Stöbern gefunden: Schwangerschaft – eine Kulturgeschichte. Ich glaub, das brauch ich.

    Eigentlich wollte ich einen Schwangerschaftsratgeber (ja, ich bin völlig gaga, der Nestbaumodus scheint aufgrund des Zusammenziehens eingeschaltet worden zu sein), aber ich fürchte mich für diesen Büchern.

  17. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gerade beim Stöbern gefunden: Schwangerschaft – eine Kulturgeschichte. Ich glaub, das brauch ich.

    Eigentlich wollte ich einen Schwangerschaftsratgeber (ja, ich bin völlig gaga, der Nestbaumodus scheint aufgrund des Zusammenziehens eingeschaltet worden zu sein), aber ich fürchte mich für diesen Büchern.
    Ich hab gerade in die Leseprobe hinein gelesen. Auf jeden Fall interessant!

  18. Regular Client

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?


  19. V.I.P.

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Brockenhexe Beitrag anzeigen
    Guter Artikel. Und leider so wahr.
    Die Kindergartentante haette ich rund gemacht...

  20. Urgestein

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    aber lest nicht die kommentare
    πάντα ῥεῖ


    und jedem anfang wohnt ein zauber inne
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


    winter is coming

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