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  1. Stranger

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich verstehe den zweiten Teil auch nicht. Wir hatten sehr ähnliche Einkommen, haben die Elternzeit 50/50 geteilt und ich hatte nicht den Eindruck, dass das deutsche System da (finanzielle) Nachteile hat (mit Ausnahme der Deckelung auf 1800€, aber das sehe ich wie oben schon geschrieben wurde eher als sozialen Aspekt, dass Besserverdiener selbst eher Rücklagen bilden können sollten).

  2. Member

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Mutterschaftsgeld wird auf das zu versteuernde Einkommen angerechnet, d.h. der Gesamtsteuersatz steigt und auch wenn das Mgeld an sich steuerfrei ist, zahlt man dann doch mehr Steuern.
    Mutterschaftsgeld sind ja nur ca. 14 Wochen, schlägt das denn so rein bei der Steuer?

    (Oder meintest du Elterngeld? Also ja, die Steuerrückzahlung ist natürlich blöd, aber mir immer noch lieber als gar nix zu bekommen)


    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Und nein, der Antrag ist alleine schon wegen Mutterschutz nicht geschlechtsneutral, gab aber noch andere Probleme.
    Schwangerschaft und Geburt sind halt nicht geschlechtsneutral ... da kann die EG-Stelle auch nix dran ändern
    (und auf Mutterschutz verzichten würde wahrscheinlich dazu führen, dass mehr Schwangere bis Ultimo arbeiten bzw. früh wieder zurückkehren, weil der Chef Druck macht)

    Mein Mann hatte insgesamt 6 Monate Elternzeit und das hat problemlos geklappt, auch mit dem Steuerklassenwechsel

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Es geht weniger um die Gesamthöhe, sondern darum, dass solange die Väter in der Regel mehr verdienen, das Familieneinkommen während der Elternzeit höher ist, wenn die Mutter nicht arbeitet. Überhaupt ist das Modell darauf ausgelegt, dass höchstens ein Elternteil 3000k oder mehr im Monat hat und fördert so Ungleichheit (sind halt fast immer die Männer). Die Grenze ist aber auch zu niedrig, wobei ich insgesamt für eine Erhöhung für alle bin. Außerdem sollte die Höhe des Elterngeldes unabhängig davon sein, wer zuhause bleibt.
    Zitat Zitat von eskobar_w Beitrag anzeigen
    Ersteres ist natürlich ein strukturelles Problem.
    Ja. Das EG ist ja unabhängig von Frau oder Mann immer ca. 65%. Alternative wäre dann halt gleiches EG für alle, unabhängig vom Verdienst vorher

    Zitat Zitat von eskobar_w Beitrag anzeigen
    Den zweiten Teil verstehe ich nicht.
    ich auch nicht



    Also ja, klar ist da noch viel Luft nach oben - aber im Vergleich (z.B. auch zur Schweiz, muss nichtmal unbedingt ein anderer Kontinent sein) finde ich es in Deutschland schon gut
    Geändert von lyn (10.02.2020 um 13:49 Uhr)

  3. Fresher

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich denke, es herrscht hier im Forum Konsens dass im Idealfall jede Familie selbst entscheiden kann, wie sie es machen möchte, unabhängig von gesetzlichen Vorgaben aber auch unabhängig von der "Gesellschaft". Solange da aber nicht Gleichberechtigung herrscht und Elternzeit en annähernd ähnlich unter den Elternteilen aufgeteilt wird, finde ich es sinnvoll und wichtig, dass die Politik versucht durch Gesetze und Regelungen da zu lenken. Die Einführung der +2 Monate, hatte ja doch einen erheblichen Einfluss darauf, dass auch Väter überhaupt Elternzeit nehmen. Langsam wäre meiner Meinung nach da ein nächster Schritt an der Reihe und finde die finnische Herangehensweise eine gute Idee.

    Dass aktuell in Deutschland 14 Monate bezahlt werden, ist wirklich Luxus im vergleich zu anderen Ländern. Andererseits finde ich es auch gut und wünschenswert, dass auch Care Arbeit bezahlt/vergütet wird. Ich finde aber auch, dass bevor der Höchstsatz erhöht wird, der Prozentsatz für Geringverdiener erhöht werden soll.

  4. Enthusiast

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ja hab es auch nicht so verständlich formuliert fürchte ich. Was ich meinte ist, dass Paare, die beide ähnlich viel verdienen, während der Elternzeit weniger bekommen als die, wo eine Person viel und die andere sehr wenig hat, auch wenn in beiden Fällen das reguläre Gesamteinkommen gleich ist. Dabei sollte der Staat Gleichberechtigung doch fördern. Aber so wie das Elterngeld gerade ist, belohnt und damit fördert es halt, dass eine Person weniger verdient und zuhause bleibt und die andere mehr verdient und arbeitet verstärkt damit die einkommenstechnische Schlechterstellung von Frauen. Darüber wie man das lösen kann, kann man natürlich diskutieren, aber mir geht es erstmal darum, dass ich das eben nicht ideal finde und es ganz schön viel daran zu kritisieren gibt, wie das mit Elternzeit und Co in D geregelt ist.

  5. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Dieses System finde ich tatsächlich auch sehr seltsam... aber genauso seltsam und antiquiert finde ich auch die Tatsache, dass Verheiratete steuerlich belohnt werden und Unverheiratete nicht, das gehört genauso endlich mal abgeschafft.

    In Ö gibt es da scheinbar doch mehr Unterschiede als ich gedacht hätte. Das Kinderbetreuungsgeld sind hier 80% der Letzteinkünfte bzw. des Wochengeldes (was ja wiederum den Letzteinkünften entspricht), gedeckelt bei 2000 Euro. Wenn sich beide Elternteile die Bezugszeit zumindest im Verhältnis 60:40 aufteilen, gibts für beide jeweils nochmal 500 Euro Bonus.
    Das KBG zählt auch nicht zum Einkommen, d.h. ich hatte z.B. in 2018 nur 5 Monate Einkommen, dann war ich im Mutterschutz, danach in Karenz und habe für das Jahr noch eine fette Steuerrückzahlung von mehreren tausend Euro bekommen... für 2019 und wohl auch 2020 wirds ähnlich sein, weil ich in 2019 nur 4 Monate gearbeitet habe und in 2020 dann nur 7 Monate gearbeitet haben werde.

    Die Deckelung noch weiter hoch zu setzen halte ich auch fürs falsche Signal... für Ö gesprochen, 2000 sind echt schon ordentlich und um das zu bekommen, muss das Nettoeinkommen in den Monaten vor Bezug mind. bei 2200 gelegen haben (oder eben noch höher). Wenn beide Elternteile den Maximalsatz bekommen, heißt das ja, dass man mit einmal Gehalt und einmal Kinderbetreuungsgeld auf jeden Fall gemeinsam über 4000 Euro netto hat, davon kann man schon echt gut leben und das Geld wäre allemal sinnvoller investiert, indem man den Satz für Geringverdiener/innen einfach erhöht. Oder indem man die zig verschiedenen Modelle abschafft und generell einen Fixsatz für alle einführt, unabhängig vom Gehalt... ich glaube in Dänemark ist das so?

  6. Regular Client

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Ja dachte auch, dass es mich steuerlich etwas entlastet, das Jahr war so schon wahnsinnig teuer und meine Reserven sind ziemlich erschöpft. Muss nun aber ca. 2/3 eines Monatsgehalts an Steuern nachzahlen.
    Musstest Du eine Steuererklärung abgeben?

  7. V.I.P.

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Joline Beitrag anzeigen
    Musstest Du eine Steuererklärung abgeben?
    Beim Bezug von Mutterschaftsgeld/Elterngeld neben anderen Einkünften muss man eine Steuererklärung abgeben.

  8. Ureinwohnerin

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Ja hab es auch nicht so verständlich formuliert fürchte ich. Was ich meinte ist, dass Paare, die beide ähnlich viel verdienen, während der Elternzeit weniger bekommen als die, wo eine Person viel und die andere sehr wenig hat, auch wenn in beiden Fällen das reguläre Gesamteinkommen gleich ist. Dabei sollte der Staat Gleichberechtigung doch fördern. Aber so wie das Elterngeld gerade ist, belohnt und damit fördert es halt, dass eine Person weniger verdient und zuhause bleibt und die andere mehr verdient und arbeitet verstärkt damit die einkommenstechnische Schlechterstellung von Frauen. Darüber wie man das lösen kann, kann man natürlich diskutieren, aber mir geht es erstmal darum, dass ich das eben nicht ideal finde und es ganz schön viel daran zu kritisieren gibt, wie das mit Elternzeit und Co in D geregelt ist.
    Ah, jetzt verstehe ich, was du meinst.
    don't let the salt get in your wound.
    don't let the ghost get in your heart.


  9. Enthusiast

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Puh und jetzt stelle ich gerade fest, dass mit krankem Kind zuhause sein auch richtig Geld kostet. Finde ich auch nicht richtig.

  10. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Und jetzt stell dir mal vor du bist Alleinerziehend. Hast du zwar 20 Tage Kindkrank, aber eben auch 20 Tage weniger Kohle
    I will dance
    when I walk away

  11. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Inwiefern gibts denn in D weniger Geld? Also wieviel weniger macht das aus und warum?

  12. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    "Nach § 45 im Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch (SGB V) muss die Krankenkasse einem Arbeitnehmer Krankengeld zahlen, wenn er nicht arbeiten kann, weil sein Kind krank ist. Das bedeutet: Der Arbeitnehmer bekommt während dieser Zeit 70 Prozent seines Bruttogehalts und höchstens 90 Prozent seines Nettogehalts."
    I will dance
    when I walk away

  13. Enthusiast

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Delisha, ja, das ist wirklich schlimm! Finde es absolut nicht gerechtfertigt oder nachvollziehbar, dass man dafür bestraft wird, dass man sein krankes Kind betreut und für Alleinerziehende ist es wie so oft nochmal viel schwieriger.

    Wendo, man bekommt für die Tage kein Gehalt, sondern eine Zahlung von der Krankenkasse, die in der Höhe aber nicht dem Gehalt entspricht, sondern darunter liegt.

  14. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Die Väter können sich, wie so oft, nen schlanken Fuß machen. Ich find das ist wirklich das falsche Signal.
    I will dance
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  15. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ok verstehe schon... ich finds echt interessant, dass D und Ö da so unterschiedlich sind. In Ö ist das nämlich Pflegeurlaub, pro Elternteil (wenn das Kind im gemeinsamen Haushalt lebt) 2 Woche, also 10 Tage, und wird behandelt wie "normaler" bezahlter Urlaub. D.h. wenn ich in einem Monat eine Woche mit krankem Kind zuhause bin, dann bekomme ich am Ende trotzdem ganz normal mein volles Gehalt.

  16. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Delisha Beitrag anzeigen
    "Nach § 45 im Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch (SGB V) muss die Krankenkasse einem Arbeitnehmer Krankengeld zahlen, wenn er nicht arbeiten kann, weil sein Kind krank ist. Das bedeutet: Der Arbeitnehmer bekommt während dieser Zeit 70 Prozent seines Bruttogehalts und höchstens 90 Prozent seines Nettogehalts."
    Wenn man verbeamtet ist, bekommt man das volle Gehalt. Ich bekomme nichts von der Krankenkasse/ Beihilfe.

    Wir teilen uns die Krankheitstage auf. Je nachdem, wer grade schlecht ausfallen kann oder was wichtiges hat, der geht arbeiten. Mein Mann arbeitet im Schichtdienst und wir können schon allein deswegen viel auffangen.

    Mein Mann wurde aber auch schon mal vom Chef gefragt, ob denn nicht die Frau hätte daheim bleiben können. Wie wir gelacht haben, da die Polizei als besonders „familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet wurde.

  17. Ureinwohnerin

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von red_sparkle Beitrag anzeigen
    Wenn man verbeamtet ist, bekommt man das volle Gehalt. Ich bekomme nichts von der Krankenkasse/ Beihilfe.
    Das macht es nicht besser für den Großteil der Arbeitnehmer bei denen es so ist...
    don't let the salt get in your wound.
    don't let the ghost get in your heart.


  18. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von eskobar_w Beitrag anzeigen
    Das macht es nicht besser für den Großteil der Arbeitnehmer bei denen es so ist...
    Nein, natürlich nicht!
    Es ist ungerecht, so wie Vieles andere auch, darum wollte ich es ergänzen.

  19. Member

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    ,
    Geändert von Blumentopf (04.03.2020 um 09:00 Uhr)

  20. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Schön ist es auch, als gesetzlich versicherte privatversicherte Kinder zu haben. Da wird man dann unbezahlt frei gestellt...

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