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  1. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Das mag bei manchen wohl zutreffen, aber ich persönlich hatte nach keiner der Geburten das Gefühl, das Kind irgendwie besser zu verstehen oder zu kennen, weil es eine Zeit lang zwischen meinen Organen eingeklemmt war.
    Nur die Frequenz des Schluckaufs kam mir bekannt vor.
    A lot of bread was buttered on the side of no distinction

  2. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Hehe, ja. Beim ersten Kind war ich anfangs körperlich total fertig und mein Freund hat fast alles gemacht und war auch das erste Jahr mit ihr zuhause. Er hatte im ersten Jahr auf jeden Fall das engere Verhältnis zu ihr war z.B. auch der, der nachts eher wach geworden ist wenn sie geschrien hat während ich oft gar nichts mitbekommen habe. Beim zweiten Kind war ich jetzt die ersten sieben Monate zuhause und im Gegensatz zu seiner Schwester wird er auch gestillt. Dementsprechend habe dieses Mal ich mehr Plan was das Baby will und braucht und bin primäre Bezugsperson. Glaube das hat echt wenig damit zu tun, wer das Baby ausgetragen hat und mehr mit Persönlichkeiten von Eltern und Kind und Arbeitsteilung.

  3. Enthusiast

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Mir ist gestern die letzte Diskussion hier wieder eingefallen, als ich mit einem Freund telefoniert habe. Er und seine Frau erwarten ihr zweites Kind. Da er bei seiner, sowieso etwas ungeliebten Stelle nur einen befristeten Vertrag hat, will er diesen nicht verlängern und erstmal Vollzeitpapa und -hausmann werden, seine Frau steigt nach ein paar Monaten wieder mit 100% in ihren Beruf ein.
    Ich finde das toll, dass er das macht, dass sie das trotz relativ konservativem Umfeld so "untypisch" durchziehen und sich nicht von den klassischen Rollenzuschreibungen beeinflussen lassen.
    Trotzdem beschreibt es doch eigentlich genau das zweierlei Maß, das wir vor einer Seite noch kritisiert haben: Dass ich es toll finde, wenn ER das macht. Wenn SIE jetzt erstmal komplett aus ihrem Beruf ausgestiegen wäre, würde ich das eher blöd/schade/undurchdacht bzgl. Rente, Abhängigkeit vom Mann finden.

  4. Regular Client

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Naja, es erfordert halt schon mehr Mut und Energie, etwas zu tun, das gesellschaftlich unüblich und zum Teil auch negativ angesehen ist. Von daher finde ich das ziemlich normal (deine Reaktion).

  5. Urgestein

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?


  6. Foreninventar

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?


  7. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Oh, danke! Das sieht interessant aus, ich werde das demnächst sicher mal (gemeinsam mit meinem Freund) ausfüllen

    Wir haben hier aktuell oft das Problem, dass mein Freund zwar in der Theorie sehr wohl gewillt ist, seine Aufgaben (laut Haushaltsplan, den ICH bereitstelle) zu übernehmen, aber er arbeitet ca. 55 h/Woche - und gegen sein "WANN soll ich das denn unterbringen?" kann ich kaum was sagen, denn er hat halt wirklich fast keine Zeit. Es nervt mich sehr

  8. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Aber dann arbeitet er halt offensichtlich mehr als er sich leisten kann?

  9. Get a life!

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Aber dann arbeitet er halt offensichtlich mehr als er sich leisten kann?
    Das!

  10. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Aber dann arbeitet er halt offensichtlich mehr als er sich leisten kann?
    Genau! Er kann sich die 55h nur leisten, weil er dich hat!
    A lot of bread was buttered on the side of no distinction

  11. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Klar. Aber als Einzelunternehmer fühlt er sich irgendwie verpflichtet, alle Aufträge anzunehmen, und ist dann permanent gestresst... Keine Sorge, wir diskutieren eh schon deswegen!
    Wenn am Plan steht, dass er dieses Wochenende mit Einkaufen oder Kloputzen dran ist, macht er das natürlich schon, aber zusätzliche und für ihn unerwartete Dinge (wie den Geburtstag des Neffen, irgendwelche Unternehmungen oder Kinderbesorgungen) hat er halt null auf dem Schirm.

    Diesen Montag hab ich ihn gefragt, ob er denn auch mal dran gedacht hätte, dass der Neffe ein Ostergeschenk bekommen sollte... "Ähm, nö, wann hätte ich das denn besorgen sollen?!"

  12. V.I.P.

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Kannst ihm ja mal eine Rechnung schreiben - als Einzelunternehmer sollte er das ja verstehen.
    Ich würde nach Stunden abrechnen.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  13. V.I.P.

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    I love the way you love
    But I hate the way
    I'm supposed to love you back

  14. Foreninventar

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Auch gut!

  15. Enthusiast

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Imogen Beitrag anzeigen
    , aber zusätzliche und für ihn unerwartete Dinge (wie den Geburtstag des Neffen, irgendwelche Unternehmungen oder Kinderbesorgungen) hat er halt null auf dem Schirm.

    Diesen Montag hab ich ihn gefragt, ob er denn auch mal dran gedacht hätte, dass der Neffe ein Ostergeschenk bekommen sollte... "Ähm, nö, wann hätte ich das denn besorgen sollen?!"
    Das hätte bei uns genau so ablaufen können. Haushaltsplan haben wir nicht und so Dinge wie Wäsche vom Kind waschen und so, klappt gut und von alleine, unser Alltag läuft.
    Aber den Zusatzkram hat er nicht auf dem Schirm (außer Geschenke für mich, das kann er sehr gut!).
    Wir haben daher die klare Regel "deine Leute- deine Geburtstage- deine Aufgabe, Geschenke zu besorgen/ Kontakt halten/ Verabredungen zu organisieren". Ich fand es auch lange schwierig, mich da zu distanzieren, weil ich der Meinung war, dass sich manche Dinge oder Gesten einfach "gehören". Fakt ist aber, dass es ihm einfach nicht wichtig genug ist und ich es aber nicht zu meiner Wichtigkeit/ Aufgabe mache. Sondern er steht halt im Zweifelsfall blöd da. Wenn ihm was wichtig ist, macht er das sehr wohl und auch mit voller Aufmerksamkeit. Langsam wird aber auch das besser. Wir haben irgendwann im ruhigen Gespräch festgestellt, dass ihm bei solchen Dingen oft die Idee, das Gespür fehlt (=es hat vorher immer jemand anderes übernommen und sich Gedanken gemacht). Wenn es um Kindergeschenke in seinem Umfeld geht, frage ich manchmal vor so typischen Anlässen wie Weihnachten etc. ob er Input bräuchte und dann kommt er meist selbst drauf, was er schön oder passend fände (oft was von ihm sehr aufwendig selbst hergestelltes, Spielzeug für das Patenkind zB).

    Aber mich hat das auch lange geärgert oder war mir "peinlich", manchmal auch heute noch.
    Versuche mich aber immer mehr, mich davon abzugrenzen.

    Edit: Wenn ich nochmal darüber nachdenken, betrifft es ausschließlich Sozialkram und Freizeitgestaltung, als Urlaubplanung oder so. Und das musste er echt nie machen, weil das seine über-proaktiven Familienmitglieder immer für ihn erledigt haben. Muss er es halt mit Mitte 30 lernen, geht auch.
    Geändert von Organza! (08.04.2021 um 16:36 Uhr)

  16. Urgestein

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Organza! Beitrag anzeigen
    Wir haben daher die klare Regel "deine Leute- deine Geburtstage- deine Aufgabe, Geschenke zu besorgen/ Kontakt halten/ Verabredungen zu organisieren".
    So machen wir es auch. Habe mich dann aber auch schon bei dem Gedanken ertappt, was Leute (die wohlgemerkt SEINE Freunde/Familie sind) wohl über MICH denken, weil sie von UNS keine Karten oder Geschenke bekommen. Es ist dann so ein ewiges Abwägen, was mehr nervt und das nervt dann auch wieder. Die Gleichgültigkeit muss ich mir echt hart erarbeiten.
    Ceci n'est pas la vie.

  17. Member

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    So geht es mir auch manchmal. Also wir haben die Regel schon immer und ich würde vielleicht andere Geschenke oft passend finden, ne Karte schreiben und es nett verpacken. Das fällt dann manchmal echt schwer, ihn da machen zu lassen. Immerhin hat er die Geburtstage und alles von "seinen" Leuten auf dem Schirm. Es sind aber auch nicht so viele.

  18. Ureinwohnerin

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Bah, ich hasse das. Mein Freund schenkt nicht vielen Leuten Sachen, und dann schenke ich halt allein. Das ist für mich kein so großes Problem. Aber die Leute danken dann trotzdem immer UNS für das schöne Geschenk. Ich habe da sogar schon mal gesagt, dass eigentlich nur ich das geschenkt habe
    „Jeder Mensch muss sich verschleißen. Wenn man noch gut ist, wenn man stirbt, ist das Verschwendung. Man muss lebendig zu Asche verbrennen, nicht erst im Tod.“ J. Beuys

  19. Addict

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von phaenomenal Beitrag anzeigen
    Bah, ich hasse das. Mein Freund schenkt nicht vielen Leuten Sachen, und dann schenke ich halt allein. Das ist für mich kein so großes Problem. Aber die Leute danken dann trotzdem immer UNS für das schöne Geschenk. Ich habe da sogar schon mal gesagt, dass eigentlich nur ich das geschenkt habe
    Das versteh ich so gut! Mein Freund hat es auch ziemlich drauf, Geschenke als VON UNS auszugeben, zu denen er eigentlich nichts beigesteuert hat... Aber jetzt gerade zu Ostern war es mir echt zu viel: ich hab für unseren 2-jährigen Neffen (den Sohn SEINES Bruders wohlgemerkt) ein Buch ausgesucht, hübsch verpackt, ein bisschen Öko-Süßkram dazu - zugegeben, ich mach das auch gern! Aber mein Freund hat davor nicht mal gefragt, was WIR denn für L. vom Osterhasen haben. Nein, er hat das Geschenk beim Auspacken auch zum ersten Mal gesehen

    Und übrigens war mein Geschenk nichts gegen das, was wir von der Freundin meines Schwagers bekommen haben. Von ihr gab es selbstgemachte Seife und Pralinen, mit Naturmaterialien gefärbte Eier etc. Man stelle sich vor, ich hätte nicht mal das Buch besorgt gehabt, weil ich der Meinung war "seine Familie, seine Aufgabe" - ich hätte mich LEIDER in Grund und Boden geschämt
    Geändert von Imogen (08.04.2021 um 19:17 Uhr)

  20. Urgestein

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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Naja, Geschenke werden von allen immer als weibliche Aufgabe gesehen. Wenn WIR nichts schenken, fällt das automatisch auf MICH zurück, nicht auf IHN.
    Ich kann mich davon schlecht frei machen und sagen "mir doch egal", weil seine Familie nach all der Zeit auch meine Familie geworden ist.
    Now is the winter of our discontent

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