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  1. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Gibt's Neues? Ich les gerade Roten, auch wenn mich die Tante etwas nervt. Aber ich erhoffe mir von mir auch andere Lektüretipps.

  2. V.I.P. Avatar von Blixa
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    if you want me, satisfy me

  3. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Na, wer hat Lust, zu diskutieren?

  4. V.I.P. Avatar von *Eve*
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Hmm, ich habe zwar keinen Kinderwunsch, aber um mich herum wird sich fleißig fortgepflanzt.

    Was ich bisher beobachte, ist deprimierend: kaum ist das Kind da, verfallen die Paare leider alle ins traditionelle "Vater geht arbeiten, Mutter bleibt daheim". Allerdings bezeichnet sich von meinen Freundinnen niemand als Feministin. Vielleicht liegt es daran, dass nicht stärker darauf beharrt wird, dass die Kinderaufzucht "gerecht" geteilt wird. Ich weiß es nicht.

    Jedenfalls deprimiert mich das irgendwie.

  5. V.I.P. Avatar von *Eve*
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Nachtrag: Ich finde es v.a. schade, da ich finde, dass die Männer viel verpassen...

    Und das "deprimerende" ist für mich der Karriere-Nachteil, den die Mütter dadurch haben. (Auch wenn sie es meist nicht so sehen.)

  6. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Mir geht's ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass ich gerne Kinder hätte. Aber ich beobachte ähnliches um mich herum. Ich kenne kein einziges Beispiel, in dem es "gerecht" aufgeteilt ist. Halt: Mein Freund hat einen Freund, der 3 Kinder hat und beide arbeiten 100%, wie der Rest aufgeteilt ist, weiss ich nicht. Und ein Arbeitskollege von ihm ist unter der Woche allein mit dem Kind, während die Mutter in London arbeitet und dass seit es ein Baby (ich glaube, 9 Monate)

    Ich habe einfach keine Lust, mein Leben völlig umzukrempeln, während sich für den Mann nichts ändert. Ich möchte, dass es ein gemeinsames Projekt ist.

  7. Addict Avatar von SemolinaP
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    ich habe nur eine freundin, die sich selbst als feministin bezeichnet und auch vor dem kind in einer wirklich partnerschaftlichen beziehung gelebt hat. jetzt sitzt sie zu hause, weil der mann mehr verdient und das kind noch so klein ist und macht den haushalt und versorgt das kind. eigentlich findet sie das auch schön, aber es nervt sie ohne ende, daß sie eben jetzt keine faire partnerschaftliche aufteilung der arbeit zu hause mehr hat. und es ist ja kein geheimnis, daß die pause der kindererziehung und danach evtl. teilzeitarbeit nicht sonderlich karrierefördernd ist.
    Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umwelt zu akzeptieren.

  8. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich frage mich gerade, warum die Arbeit Zuhause nicht als Arbeit anerkannt wird. Er hat einen 8-10 Stunden Tag und sie auch. Wenn Sie mit ihren Überstunden Abends und am Wochenende unzufrieden ist, sollte das der Ansatzpunkt sein. Ansonsten ist die Arbeit "Haushalt und Kinderaufzucht" für mich gleichwertig zu Lohnarbeit draußen.

    Und nicht jede Frau arbeitet in einem Bereich, in dem es Karrieremöglichkeiten gibt.

    Klar, von Rente und so brauchen wir da nicht reden, da hat sie Nachteile.

    Aber ich verstehe es so, dass ihr Selbstwertgefühl angeknackst ist, weil die Haushaltsarbeit nicht mehr partnerschaftlich gerecht aufgeteilt ist. Und das find ich falsch, wenn man von Gleichwertigkeit ausgeht.

  9. Addict Avatar von SemolinaP
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    keine frage, daß es falsch ist, füsorge- und hausarbeit in unserer gesellschaft nicht zu entlohnen und als minderwertig anzusehen!
    was sie nervt: daß sie jetzt wirklich und ganz echt erstmal aus dem beruf raus ist. und daß sie nicht mehr die "große" karriere machen wird, weil die reisen etc. erstmal wegfallen und sie als teilzeitkraft, wie andere eben auch, nicht mehr so gefördert wird. natürlich ist das falsch, aber es ist trotzdem so und da sollte man, wenn man gerne arbeitet, vorher bedenken. und natürlich gefällt es ihr nicht, daß jetzt der haushalt erstmal ihr job ist, so erfüllend ist putzen auch nicht, oder?
    Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umwelt zu akzeptieren.

  10. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Arbeit zu Hause ist keine Erwerbsarbeit, aber trotzdem Arbeit.
    Als das Kind ein Baby war und ich daheim & Mann erwerbstätig haben wir trotzdem geteilt was nach den 8 Stunden auf seiner Arbeit so anfiel. Darauf bestand er auch, weil ihm bewusst war dass daheim mit Kind ein 24h Job ist, und das es eben nicht fair ist wenn einer 8h buckelt und danach sie Fuesse hochlegt und der andere nie Pause hat.

  11. Fresher Avatar von kamikazekatze
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Vielleicht ist es wirklich eher die Frage danach, was einen eher oder auch erfüllt? Und ebenso was das soziale Leben und gefordert sein angeht, kann es einen Unterschied ausmachen, ob man Kind & Haushalt betreut oder (auch) arbeiten geht. Der/ die eine ist zufrieden damit, der/ die andere eben nicht.
    Und wenn das Gehalt des Partners den Ausschlag gab, dass man selbst zu Hause bleibt oder weniger arbeitet, da das Kind betreut werden muss, obwohl man ebenso gern wieder gearbeitet hätte, kann ich Unzufriedenheit nachvollziehen- obwohl man die Zeit mit dem Kind trotzdem genießt und natürlich zu Hause genauso was leistet.

  12. Addict Avatar von SemolinaP
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von kamikazekatze Beitrag anzeigen
    obwohl man die Zeit mit dem Kind trotzdem genießt und natürlich zu Hause genauso was leistet.
    ja, ich wollte nicht den eindruck erwecken, meine freundin sei jetzt einfach immer nur unglücklich. sie liebt ihr kind, keine frage. aber der mann verdient mehr und da war es eine rein pragmatische entscheidung, daß sie reduziert. und die begleitumstände dieser entscheidung nerven sie halt.
    Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umwelt zu akzeptieren.

  13. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von SemolinaP Beitrag anzeigen
    keine frage, daß es falsch ist, füsorge- und hausarbeit in unserer gesellschaft nicht zu entlohnen und als minderwertig anzusehen!
    was sie nervt: daß sie jetzt wirklich und ganz echt erstmal aus dem beruf raus ist. und daß sie nicht mehr die "große" karriere machen wird, weil die reisen etc. erstmal wegfallen und sie als teilzeitkraft, wie andere eben auch, nicht mehr so gefördert wird. natürlich ist das falsch, aber es ist trotzdem so und da sollte man, wenn man gerne arbeitet, vorher bedenken. und natürlich gefällt es ihr nicht, daß jetzt der haushalt erstmal ihr job ist, so erfüllend ist putzen auch nicht, oder?
    Och, es gab Zeiten, da hab ich damit mein Geld verdient.
    Im ersten Lebensjahr hab ich im Haushalt nichts gemacht. Null. Ging nicht. Da fand ich es später durchaus vergleichbar mit meiner ungeliebten Arbeit vorher.
    Denn im Großen und im Ganzen haben wir allen Grund zum Tanzen!

  14. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    was ich bei der ganzen, wichtigen(!!!) diskussion um teilhabe am berufsleben und elternschaft immer wieder schwierig finde, ist der dann so stark positive bezug auf lohnarbeit als selbstverwirklichung. ich will jetzt hier auch wieder keiner absprechen, dass er nicht seinen beruf aus guten gründen zumindest zu großen teilen als erfüllend empfindet. nur: das ist erstens mitnichten immer so. und selbst wenn es so ist: dann bleibt care/hausarbeit in den meisten fällen eine weibliche aufgabe. denn die meisten gutverdienenden paare sourcen die dann (zumindest teilweise) wieder aus. und das in den meisten fällen wieder an frauen. die dafür dann eher wieder nur schlecht als recht entlohnt werden. (das sag ich jetzt ohne jeder und jedem, der hilfeleistungen welcher art auch immer in anspruch nimmt, ein schlechtes gewissen machen zu wollen.)
    aber ich halte diesen aspekt, die treue an den gedanken der selbstverwirklichung durch arbeit, bzw. den wert von arbeit im allgemeinen für durchaus fraglich, auch und gerade unter feministischer perspektive.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  15. Urgestein
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    und was hindert sie daran, trotz kind ebenfallks in vollzeit zu arbeiten?

  16. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    was ich bei der ganzen, wichtigen(!!!) diskussion um teilhabe am berufsleben und elternschaft immer wieder schwierig finde, ist der dann so stark positive bezug auf lohnarbeit als selbstverwirklichung. ich will jetzt hier auch wieder keiner absprechen, dass er nicht seinen beruf aus guten gründen zumindest zu großen teilen als erfüllend empfindet. nur: das ist erstens mitnichten immer so. und selbst wenn es so ist: dann bleibt care/hausarbeit in den meisten fällen eine weibliche aufgabe. denn die meisten gutverdienenden paare sourcen die dann (zumindest teilweise) wieder aus. und das in den meisten fällen wieder an frauen. die dafür dann eher wieder nur schlecht als recht entlohnt werden. (das sag ich jetzt ohne jeder und jedem, der hilfeleistungen welcher art auch immer in anspruch nimmt, ein schlechtes gewissen machen zu wollen.)
    aber ich halte diesen aspekt, die treue an den gedanken der selbstverwirklichung durch arbeit, bzw. den wert von arbeit im allgemeinen für durchaus fraglich, auch und gerade unter feministischer perspektive.
    Ja voll.

    Grundsätzlich sehe ich den Job definitiv nicht als meine einzige Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Ich arbeite auch jetzt nicht 100% erstens, weil ich es mir leisten kann und zweitens, weil ich gerne noch was anderes machen möchte als arbeiten. Diese Entscheidung zu haben, ist ein Luxus. Ich würde gerne viel Zeit mit meinen zukünftigen Kindern verbringen, Zeit für alles Mögliche, wie Basteln, Handwerkeln, Ausflüge usw. haben. Aber halt nicht, während mein Partner 100 bis 150% arbeitet, sondern als gemeinsames Lebensprojekt.

  17. Regular Client Avatar von Brockenhexe
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Serafina Beitrag anzeigen
    und was hindert sie daran, trotz kind ebenfallks in vollzeit zu arbeiten?
    Ich frag mich eher warum er nicht reduziert und ihr die Wiedereinstiegsmöglichkeit gibt.

  18. Junior Member Avatar von reisetasche
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    es gibt ne gruppe.

    elternsein aus feministischer perspektive.
    Geändert von reisetasche (23.11.2015 um 09:11 Uhr)

  19. Addict Avatar von liffi
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich weiß jetzt gar nicht wo ich anfangen soll, das ist so ein riesen Thema... Feministische Mutterschaft und faire Aufteilung zwischen den Eltern interessiert und beschäftigt mich sehr und ich denke dass wir unser Kind auch tatsächlich zu 100% als gemeinsames Projekt ansehen. Trotzdem ist die Aufteilung bei uns nicht in allen Bereichen 50-50 und zwar einfach und hauptsächlich aus dem Grund, dass mir das Stillen viel wichtiger wurde als gedacht (ich deswegen nicht zu früh ein Fläschchen einführen wollte, was dann allerdings zur Folge hatte, dass sie es nie gelernt hat aus Fläschchen zu trinken, long story ). Somit war ich im ersten dreiviertel Jahr Hauptnahrungsquelle und bin auch jetzt immer noch Bezugsperson Nr. 1 für meine Tochter. Das finde ich einerseits völlig ok und ist eben so, andererseits mache ich mir oft Gedanken darüber ob es auch anders ginge bzw. wie sehr das Stillen dran Schuld ist.

    Also so weit mal mein Beitrag. Weitere Links kann ich nicht beitragen - ich kenne nur die bisher genannten. Ich wäre bei einer Gruppe dabei, aber denke auch, dass sich das Thema wohl eher schnell wieder verläuft. Und mich interessieren sowohl "wissenschaftliche" als auch alltagspraktische Dinge dazu.

    edit: der Rest dann in der Gruppe
    Geändert von liffi (23.11.2015 um 09:17 Uhr)

  20. Junior Member Avatar von reisetasche
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    ich gründe jetzt mal ne gruppe, ich will meins nämlich wieder löschen. wenn sichs verläuft, stehen immerhin keine familiendetails öffentlich rum.

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