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  1. Regular Client Avatar von Hippiekind
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    So, da ich das Ehe-Thema angestoßen habe, will ich auch mal noch was dazu schreiben. Schön, dass hier etwas mehr los ist

    Zitat Zitat von hui Beitrag anzeigen
    mit welchen konkreteren ansichten stößt du bei deinem umfeld auf unverständnis? und was sind ihre argumente bzw wieso verstehen sie es nicht?


    das mit den fehlenden rechten finde ich am schlimmsten. das ist für mich auch der einzige grund, warum ich heiraten würde, aus persönlicher erfahrung in der familie. steuerlich ist es ne frechheit, aber das machte mir bislang nichts aus. da ich höchstwahrscheinlich, wenn überhaupt, sowieso keine ehe, sondern ne eingetragene partnerschaft eingehen "könnte"/würde, hab ich am konzept ehe sowieso noch ne ganze menge anderen scheiß zu bekritteln. [...] nur so, wie es jetzt ist, ist es so dermaßen mit privilegien vollgestopft, das die instutition ehe in gewisser weise die gesellschaft lahmlegt und ungleichheiten zementiert. aus feministischer sicht kann ich die momentane ehe nicht gut finden. was aber nicht heißt, dass ich jedes ehepaar steinige. sie gibt einen gewissen schutz, wer diesen schutz braucht, der soll ihn auch wahrnehmen, wenn es das angebot schon gibt. und wenn es einem für die bezeihung wichtig ist, sich nochmal als paar zu bestätigen, sage ich auch nichts dagegen. aber bitte auch mitkämpfen, die privilegien der ehe abzuschaffen oder auf andere arten der partnerschaft außer ner heterosexuellen monogamen zweierbeziehung auch zu übertragen.
    Vor allem das. Ehe in ihrer derzeitigen Form als Institution ist einfach heterosexistisch (derzeit in D auch homosexistisch, klar). Durch diverse Vorteile bzgl. Steuern, Aufenthaltsrechten, diverse Rechtsfragen, z.B. hinsichtlich Erbe, etc. wird suggeriert, dass diese Form der Beziehung "besser", ernster zu nehmen seien, als Beziehungen ohne diesen Status. Das würde aber die Einführung der Ehe für homosexuelle Paare nicht besser machen - wenn man den homosexistischen Aspekt ins Auge fasst -, im Gegenteil, diese Privilegien würden dadurch nur manifestiert, Paare, die sich aus verschiedenen Gründen entschließen, nicht zu heiraten, würden weiterhin benachteiligt. Hinzu kommt die Rolle des Staates, der mir da sauer aufstößt - eben die Subventionierung (in Form von Steuern, im ÖD Zuschläge bei Ehestatus) von bestimmten Beziehungsformen, die unglaublich heteronormativ-konservativ sind, die durch diese Subventionierung ebenfalls zementiert werden und anerzogen und -sozialisiert werden. Und mal ganz blöd provokativ formuliert: Was hat der Staat mit meiner (Liebes-)Beziehung zu schaffen?! Was soll das bitte?
    Außerdem sehe ich die Ehe in ihrer Historie ziemlich kritisch, vor allem, was die (Nicht-)Rechte der Ehefrauen bis vor wenigen Jahrzehnten angeht (prominentetes Beispiel: legale Vergewaltigung der Ehefrau bzw. das stetige Verfügbarsein der Frau für den Mann; Ehe als Möglichkeit, den Nachwuchs zu sichern, worum sich natürlich ganz "natürlich" die Ehefrau zu kümmern habe, sowieso bis heute das Aufrechterhalten von geschlechtergetrennten Aufgabenbereichen usw.). Klar, heißt nicht, dass das heute von allen, die heiraten, so praktiziert wird, aber es wird mE gesellschaftlich suggeriert, dass diese "traditionelle" Vorgehensweise auch heute noch so zu sein habe (was ja auch teilweise politisch zu spüren ist).

    Wie ich schon sagte, stoße ich mit dieser Argumentation in meinem (linken, noch eher studentischen) Umfeld eher auf Unverständnis. Ich habe im Zuge der Legalisierung der Ehe für homosexuelle Paare in Irland dieses Jahr ziemlich viel mit Freunden und Bekannten darüber diskutiert und würde sogar für eine Abschaffung der Ehe in ihrer derzeitigen Form plädieren. Diese Art von Systemkritik wird nicht verstanden, stattdessen werde ich schief angeschaut, weil ich die finanziellen und steuerlichen Vorteile nicht nutzen möchte ("Ey, mehr Geld, wie kann man da Nein sagen?!") Wenn ich zu dem systemischen aber noch den persönlichen Aspekt anbringe (selbst Scheidungskind, auch darunter und den Folgen mehr oder weniger gelitten), dann ist das voll okay und es wird mit sehr viel mehr Verständnis reagiert. Wie gesagt, ich verstehe diese Haltung gerade in einem linken Umfeld absolut nicht. Mir wurde in dem Zusammenhang vor allem gesagt, dass es dem System doch scheißegal sei, ob ich nun heirate oder nicht. Also könne ich das System ja auch zu meinem Vorteil nutzen. Äh, ja. Ich denke aber, dass das Konzept ehe für viele ziemlich romantisch aufgeladen ist. Wo ich mir aber denke, wieso brauche ich die (staatliche/kirchliche) Bestätigung, dass ich mich jemandem zugehörig fühle? (Wobei ich den Aspekt des "Schutzes", den du erwähnst, hui, da recht interessant finde.)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich tu mich mit der institution ehe auch schwer, aus feministisch-struktureller sicht, obwohl ich verheiratet bin. mein mann und ich leben zusammen im ausland und die heirat war u.a. aus visumsgründen notwendig, hat für mich im alltag aber keine relevanz mehr - für mich war das im letzten halben jahr ein großes thema, mich mit meiner identität als (hetero-)verheiratete feministin auseinanderzusetzen. mittlerweile beschäftigt mich diese identitätsgeschichte nicht mehr so stark, also, ich komm damit klar, dass ein teil meiner identität jetzt (leider) ehefrau ist. ich konnte und kann mich da zum glück auch sehr produktiv mit meinem partner drüber auseinandersetzen; eine ehe, an die mein partner eine andere anspruchshaltung hat und die er mit bedeutung aufläd, fänd ich auch extrem problematisch. naja, das erstmal nur als spontangedanken dazu, bin gespannt, was du dazu meinst.
    Ich kann das gut verstehen, es würde mir wohl ähnlich gehen. Es wäre wohl so, dass ich mich nicht losgelöst von diesem doch sehr einschneidenden Ereignis wie der Eheschließung betrachten und fühlen könnte. Es ist ja doch so, dass bestimmte Dinge, die man tut (und vor allem noch institutionell bestätigen lässt), einem zugeschrieben und entsprechend attributiert werden - man ist "die Ehefrau", "die Mutter" usw. Wobei da auch wieder die "geschlechtertypischen" Attribute besonders hervorgehoben werden. Wenn ich dann noch das eigentliche Konzept dahinter ablehne und das System kritisch sehe, ist es wohl doppelt so blöd, auch noch darauf reduziert zu werden. (Kommt aufs Umfeld an, klar, aber ich meine das jetzt vor allem global/gesellschaftlich).

    Ich bin im Übrigen sehr froh, dass mein Freund und ich uns in dieser Sache sehr einig sind. Wir hatten letztens ein sehr langes und ausführliches Gespräch darüber, da es aufgrund von bestimmten Umständen (die nun zum Glück keine Rolle mehr spielen) tatsächlich Raum stand, ob wir heiraten oder nicht. Ich war sehr positiv überrascht, dass mein Freund neben subjektiven Aspekten (wir sind beide Scheidungskinder) auch strukturelle angesprochen und für sich abgelehnt hatte, obwohl wir uns im Zuge einer ewigen Diskussion pro/contra Ehe, wo vor allem der bereits angesprochene Bedeutungsaspekt im Mittelpunkt stand, Mitte des Jahres sehr heftig gestritten hatten und ich mich schon auf einen längeren Prozess der Aushandlung eingestellt hatte. Aber so ist die Sache nun vom Tisch und wir beide zufrieden mit dieser Entscheidung. Stellt sich nur in relativ absehbarer Zeit die Frage, wie wir uns und evtl. Kinder finanziell und rechtlich absichern, da uns ja die entsprechenden Privilegien vorenthalten bleiben. Aber mal sehen.

    Was mich außerdem noch sehr ankotzt, ist, dass Ehe und Kinder gesellschaftlich anscheinend so untrennbar verbunden zu sein scheinen. Geht euch das auch so? Man hat das ja auch letztens hier im Schwanger-Thread (oder war es der Baby-Thread?) lesen können, dass manche Leute wohl davon ausgehen, dass, sobald man schwanger wird, ja auch bestimmt bald heiratet. WARUM? (Mal abgesehen davon, dass ich Fragen dieser Art unglaublich übergriffig finde.) Genauso anders herum. Wieso muss ich, wenn ich heirate, anscheinend bald ein Kind bekommen? Es ist echt gruselig, was ich da schon von Freunden etc. mitbekommen habe - "ach, da dauert es doch bestimmt nicht mehr lange, dass ihr bald ein Kinderzimmer einrichtet, wenn ihr jetzt geheiratet habt *zwinker zwinker*" oder "na, da läuten doch bestimmt auch bald die Hochzeitsglocken, jetzt, wo ihr den kleinen Wurm habt *kicher*" (schlimmstes Argument, dass ich in diesem Zusammenhang mitbekommen habe: "das ist ja auch fürs Baby schöner, wenn ihr dann verheiratet seid" - W.T.F. WHAT?!). Ich finde, so wird einfach noch dieses anscheinend so erstrebenswerte konservative Rollenverständnis und "typischen" Ablauf einer (heteronormativen) Beziehung suggeriert - wie oben beschrieben, im Konzept Ehe schwingen einfach noch so überholte, nicht mehr zeitgemäße Aspekte rein, die historisch gewachsen sind, was mich einfach echt abstößt.


    So, sorry für die ewigen Ausführungen, es kommt mir gerade auch etwas OT vor, aber ich habe mich im letzten Jahr sehr viel mit dem Thema beschäftigt und glaube, dass das quasi mein Einstieg in den Bereich "potenzielle Mutterschaft" ist, gerade auch wegen des letzten Abschnitts und was im Zuge gesellschaftlich suggeriert wird, sobald man als Paar "konkret" wird bzw. auch schon länger zusammen ist.
    "Wäre es nicht schön, wenn der Frankfurter Zoo ein Wombat-Pärchen erwerben könnte?
    Ich kann mich an diese freundlichen und rundlichen Tiere mit viel Identifikation aus meiner Kindheit
    erinnern und wäre sehr froh, wenn ich sie wiedersehen dürfte. [...]
    Und schließlich, wie steht es mit den Zwergnilpferden, die es einmal in Berlin gab?"

    (T. W. Adorno, Brief an den Frankfurter Zoodirektor Bernhard Grzimek vom 23.04.1965)

  2. Member Avatar von konfusemuse
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Laurie Penny spricht mir aus der Seele.

    Karriere-Frauen und Power-Mütter: Schrecklich perfekt - Kultur - Süddeutsche.de

    Ich habe es probiert und bin vor 5 Jahren an meinen eigenen Ansprüchen gescheitert. Jetzt bin ich "Heimchen am Herd", glücklich, aber mittlerweile auch wieder fit und bereit für andere Herausforderungen, Herausforderungen denen ich gewachsen bin.

  3. Enthusiast Avatar von RubyGloom
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    danke konfusemuse
    ich hatte den artikel auch schon mal gelesen fand aber den link nicht mehr. nix anderes wollte das von mir zitierte männchen auch so ähnlich aus seiner sicht beschreiben...
    -schwafel-

  4. V.I.P. Avatar von Nijntje
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich seh nicht was das geschilderte Problem mit Mutterschaft zu tun hat, Optimierungswahn und Leistungsdruck betreffen ja auch Menschen ohne Kinder, und ich sehe das als Phänomen was auch Männer sehr wohl betrifft. "Männer können die Wäsche auch mal liegen lassen" finde ich da eher einen traurigen allgemeinplatz.

  5. gesperrt
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Würde ich so nicht nehmen

  6. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    In welcher Hinsicht sind die, Leute, von denen Du schreibst, denn links? Sind sie politisch aktiv?

    Zitat Zitat von Hippiekind Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich verstehe diese Haltung gerade in einem linken Umfeld absolut nicht. Mir wurde in dem Zusammenhang vor allem gesagt, dass es dem System doch scheißegal sei, ob ich nun heirate oder nicht. Also könne ich das System ja auch zu meinem Vorteil nutzen. Äh, ja. Ich denke aber, dass das Konzept ehe für viele ziemlich romantisch aufgeladen ist. Wo ich mir aber denke, wieso brauche ich die (staatliche/kirchliche) Bestätigung, dass ich mich jemandem zugehörig fühle? (Wobei ich den Aspekt des "Schutzes", den du erwähnst, hui, da recht interessant finde.)
    Hat sich das Konzept "Ehe", also eine verbindliche, dauerhafte, monogame Paarbeziehung, die idR auch irgendwie vor einer höheren Macht/Gottheit geschlossen wird (die Zivilehe zumindest in Deutschland ist ja eher sehr neu) nicht hauptsächlich aus Schutzgründen in komplexer werdenen Gesellschaften entwickelt?
    Es gibt ja soweit ich weiß auch immer noch ehelose Gesellschaften oder zumindest solche, wo sexuelle Exklusivität weder für den Mann noch für die Frau verbindlich ist.

    Wenn man nicht mehr so als Rudel sozusagen lebt und alle Kinder Rudelkinder sind und so (ob das wirklich mal so war, oder wie das genau wann war, weiß ich nicht) und wenn es eine zunehmende Spezialisierung von "Berufen" gibt, also nicht jede Person mehr oder weniger die ganze Zeit mit Suchen/Jagen/Anbau der Mahlzeit beschäftigt ist, dann muss irgendjemand anders das Essen mit erwirtschaften für die, die sich wiederum auf Handwerk, Heilen, was auch immer spezialisieren und dann muss es entweder echten Kommunismus geben oder irgendwelche Tauschregeln, irgendwelche Regeln, wer wem wann was zu geben hat.
    Ehe und Familie nimmt da ein bisschen Druck aus der Gesamtgruppe: Die müssen sich erstmal umeinander kümmern. Bevor sie sich um Andere kümmern, aber auch, bevor Andere sich um sie kümmern.
    Und natürlich wurden die Regeln dafür dann von denen gemacht, die mächtiger waren, so dass es ihnen in den Kram passt. Die Frau wirdvon ihrem Mann ernährt, ja, gut und schön, ob sie den Preis, den sie dafür zu zahlen hat, angemessen findet, hat halt niemand gefragt...

    Das System gibt also der/dem Einzelnen Schutz vor Armut (und dem Mann Schutz seiner Verfügungsgewalt über die Frau, über ihre Arbeit, ihre sexuelle Verfügbarkeit, über die Gewissheit, nur seine leiblichen Kinder durchzufüttern - und der Frau den Schutz vor nicht-Zugehörigkeit, denn eine Frau, die keinem Mann gehört, ist wertlos, schutzlos und für die Allgemeinheit Verfügungsgut) und dem Staat/der Gesellschaft Schutz vor Armen und, und das ist wichtig, vor BELIEBIGKEIT. Das mögen Menschen nämlich nicht so, was evolutionär auch einen gewissen Sinn hat, aber als vernunftbegabtes Wesen könnte man schon mal hinterfragen, welche Freiheiten, die man als gefährliche Beliebigkeit wahrnimmt, tatsächlich irgendwas gefährden. Und was. Und wie.

    Die Frage jetzt ist halt, warum eine Gesellschaft, die eine Krankenversicherung hat und eine Rentenversicherung, die auch an Kinderlose zahlt etc., nicht in der Lage ist, dieses strikte Zweierkonzept aufzulösen bzw. ja kaum mal die Frage danach stellt. Über die Homo-Ehe wird ja immerhin diskutiert, aber über die Öffnung der rechtlichen Institution Familie nach Wahl (was Ehe ja letztlich rechtlich ist) spricht man zumindest im Mainstream nicht mal.
    Vom Gefühl her würde ich zwar davon ausgehen, dass eine "Mehrehe", sei es in Kette oder in einer Gruppe, eher instabiler ist als eine Zweierbeziehung, aber wahnsinnig stabil sind die Ehen, die es aktuell gibt, ja auch nicht und a) ist das schlimm (als Außenstehender, als Gesellschaft)? b) liegt das nicht vielleicht daran, dass es für private Zusammenschlüsse >2 keine Rechtsform gibt? und c) wen soll mein Gefühl dazu scheren?

    Ich frag mich wirklich, woran das liegt, dass das nicht mal diskutiert wird. Eine Idee wäre natürlich, dass (heterosexuelle cis-)Männer im Allgemeinen noch ein Stück mehr ihrer Selbstdefinition als Alleinherrscher und Referenzrahmen beraubt würden. Selbst bei der Homo-Ehe kann man ja immer noch so schön und sinnfrei fragen "und wer ist bei euch der Mann???" Oder ggf., um den Bogen zum Threadtitel zurückzuschlagen, "Wer ist bei Euch der Vater und wer die Mutter???"
    Geändert von durga (05.01.2016 um 17:58 Uhr)

  7. Alter Hase Avatar von bassergitarristin
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Kein Diskussionsbeitrag, sondern noch weitere Lesehinweise.
    - Die Februar-an.schläge aus 2013 hatte einige Artikel zum Thema. Ist bestimmt noch irgendwo aufzutreiben bei Interesse. Übersicht
    - Outside the Box #3 trägt den titel "gebären". Dürfte aus 2011 oder so sein. klick

  8. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Noch wer da?

    Das ist jetzt alles ein bisschen lang und wirr. Aber ich hab mal versucht, meine Gedanken aufzuschreiben.

    Ich merke momentan, dass ich, je näher das Thema rückt (d.h. ca. in spätestens Jahr wollen wir's wagen), umso mehr "Angst" vor der konkreten Umsetzung habe. Eigentlich will ich weiterhin so viel arbeiten, wie ich momentan arbeite, ich will, dass wir uns das Ganze gerecht teilen. In meiner Idealvorstellung würden wir beide 60 oder 70 Prozent arbeiten, aber dies wird wohl nicht passieren. Mein Freund ist der Ansicht, dass wir beide 100 arbeiten können. Ich hab eher Angst, dass dann zu wenig Zeit zum "Leben" bleibt.

    Mein Freund arbeitet sehr viel, ca. von 8 bis 20/21 Uhr, öfters auch am Wochenende ein paar Stunden. Ich habe unregelmässige Arbeitszeiten, manchmal muss ich um 6:20 aus dem Haus, manchmal auch erst 8:30. Ich komme zwischen 17:30 und 18 (selten mal erst um 19) nach Hause und hab dann frei. D.h. ich bin auch jeden Tag ca. 9 auf der Arbeit, es wäre auch weniger möglich, das hiesse dann aber, ich müsste am Wochenende arbeiten.

    Wir könnten sicher beide weniger arbeiten für den gleichen Anstellungsgrad, es ist sicher so, dass wir eher "zu viel" leisten.

    Ich würde ein Semester aussetzen und danach wieder mit der gleichen Prozentzahl (80%, was aber in Realität eher 100% entspricht) einsteigen. Mein Freund wird weiterhin 100% arbeiten. Mein Freund würde am Anfang einen Monat Ferien nehmen.

    Eigentlich glaube ich, dass wir das schon irgendwie hinkriegen würden. Es bedeutet aber meiner Ansicht nach, dass ich von Anfang an dafür sorgen muss, dass nicht alles an mir hängen bleibt. Wenn ich hier so rumlese, kriege ich immer den Eindruck (der vielleicht falsch ist), dass sich viele die ersten 1-2 Jahre völlig den Bedürfnissen des Kindes unterordnen. Dies wäre schlicht unmöglich. Das Kind müsste die Flasche nehmen. Musste sich von anderen Menschen als mir beruhigen lassen, ohne meine Brust einschlafen können.
    Geändert von Inaktiver User (18.01.2016 um 18:41 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ach und gleich noch ein hübsches Zitat aus "Weil ein Aufschrei allein nicht reicht" von Wizorek:

    Was als Wahlfreiheit bezeichnet wird, beschränkt sich aktuell auf die Modelle »Hausfrau in der BRD der 1950er-Jahre« (bleibt zu Hause und der Mann ernährt die Familie) und »Berufstätige in der DDR der 1970er-Jahre« (muss Vollzeitarbeit und die Familie in perfekten Einklang bringen).

  10. Addict Avatar von Jude
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Kurze Meinung dazu vom Handy aus:
    ich glaube, Kinder sind sehr anpassungsfähig und solange sie Liebe und Geborgenheit bekommen, da auch flexibel was Betreung bzw. Bezugspersonen angeht. Wobei die schon irgendwo auch ne Konstante darstellen sollten.
    Flasche geht bestimmt auch, wenn man das will. Evtl. ist da nur einige Übung erforderlich, aber das ist ja beim Stillen am Anfang auch so.

    Ich würd für mich selbst nur ganz genau klären, wieviel Zeit ich wofür aufbringen will. Also was ist nötig, um den Lebensunterhalt zu sichern und wie viel möchte ich on top arbeiten (aus welchen Gründen ist ja egal), wieviel Zeit soll für Familie bleiben, wieviel für Hobbies und Haushalt (oder lagere ich zB Putzen aus).

    Das mit dem Partner abgleichen. Und überlegen, wie leicht man davon abweichen kann, wenn man zB ein Schreibaby bekommt oder mit Kind dann doch einer oder beide ihre Präferenzen ändert.

  11. Addict Avatar von red_sparkle
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Anthia,
    ich würde mir noch folgende Fragen stellen:
    Wer betreut das Kind, wenn die Eltern beim Arbeiten sind? Krippe, Tagesmutter, Großeltern?
    Ab wann soll das Kind betreut werden? Direkt nach dem Mutterschutz oder später? (Hier bei uns wäre eine Betreuung erst ab 12 Monaten möglich, manchmal ab 6 Monaten.)

    Wie euer Kind ernährt wird, ist eure Entscheidung! Egal, wofür ich euch entscheidet, hauptsache ihr fühlt euch wohl damit!
    Was ich noch mit bedenken würde, wären die Nächte. Ich selbst habe ja wieder angefangen zu arbeiten als meine Tochter 12 Monate alt war und da hat sie noch nicht durchgeschlafen. Das fand ich anfangs echt hart, aber es wurde immer besser.
    Da müsst ihr euch halt abwechseln und gut absprechen, wie ihr das machen möchtet und evtl. eine zweite Schlafmöglichkeit zum Ausweichen. Damit wenigstens einer seine Ruhe hat.
    Jedes Kind ist anders, meins z.B. hat nie an der Brust schlafen wollen, trotz dass ich gestillt habe.

    Das was du über das Unterordnen schreibst, find ich ein bisschen hart. Man muss sich einfach an das Kind gewöhnen und genau so auch andersherum. Für das Baby ist auch alles neu und unbekannt. Da muss jede Familie ihren eigenen Weg finden. Es gibt kein Richtig oder Falsch, besser oder schlechter. Hauptsache der Weg passt zu Eltern und Kind(ern).
    Alles Gute für euch!

  12. Addict Avatar von Jude
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    V.a. find ichs wichtig, sich mal von äußeren Vorstellungen, sei es gesellschaftlich oder auch im Freundeskreis etc. frei zu machen. Da gibts so viel Gegensätzlichkeiten. Fängt bei der Arbeitsaufteilung/Betreuung an hört bei den Schlafgewohnheiten auf. Siehe dein Zitat auch

    Und ich würd da auch versuchen, an mich selbst nicht den Anspruch stellen, was übers Knie zu brechen, weil ich meinetwegen auf Teufel komm raus alles 50/50 aufteilen will oder so.

    Für uns hat da immer Priorität, dass wir als Familie und Individuen damit zufrieden sind, wie unser Alltag so abläuft und nicht Oma, Freunds oder Familienministerin Damit fahren wir gut. ZB still ich die Kleine gerne in den Schlaf die Große auch schon als Baby. da ist innerhalb von 5 min. Ruhe und ich kann dabei in Liegen abschalten oder wie jetzt surfen/lesen... Wenn ich abstille, wirds dann eben geändert und wenn ich abends nicht da bin, muss es eben anders gehen. Geht es auch. Ist ja nicht in Stein gemeißelt.

    Ich fänd deinen Plan für mich nicht passend, weil da keine Zeit mehr für mich und mir persönlich auch zu wenig Zeit fürs Baby bleiben würde und es mir schlichtweg zu anstrengend wäre - da würd ich ja meine Wachzeit nur noch auf Arbeit und den Rest mit Babyversorgung zubringen. Mein Mann fände das gleichermaßen für sich nicht ansprechend und wir fahren lieber die Variante von allem ein bisschen und die Prioritäten zeitmäßig sind bei uns gerad eher Lebensunterhalt, Familie, Paar- und Alleinzeit/Freunds, aber wenn ihr meint, das passt für euch so, dann macht das und bleibt dabei, wenn sichs dann auch real gut für euch anfühlt und ändert es, wenn nicht. Aber so grundsätzlich würd ich mir (um mich nicht kaputt zu machen) immer bewusst machen, an allen Fronten 100% (Qualität und Quantität) ist unmöglich. Und zB auch ins Verhältnis setzen, dass je älter mein Kind wird, es desto weniger seine Eltern braucht bzw. Rundumbetreuung - im Verhältnis zur geschätzten Lebenserwartung ziemlich wenig Zeit. Das nur, weil es auf mich den Eindruck macht, dass du ziemliche Angst davor zu haben scheinst, dass ein Kind euer momentanesLeben zu krass ändern könnte. Klar, es ändert sich. Aber man hat es schon auch selbst etwas in der Hand wie und es ist nicht(s) für die Ewigkeit. Ich würd mir als angehende Eltern da auch einfach etwas (gedankliche) Flexibität zugestehen und erhalten.

    (War ein Crosspost mit RedSparkle - die Anreden beziehen sich auf dich, Anthia.)
    Geändert von Jude (18.01.2016 um 21:14 Uhr)

  13. Addict Avatar von Jude
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    jup, Red Sparkle hats auch gut ausgedrückt

  14. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    Kurze Meinung dazu vom Handy aus:

    Ich würd für mich selbst nur ganz genau klären, wieviel Zeit ich wofür aufbringen will. Also was ist nötig, um den Lebensunterhalt zu sichern und wie viel möchte ich on top arbeiten (aus welchen Gründen ist ja egal), wieviel Zeit soll für Familie bleiben, wieviel für Hobbies und Haushalt (oder lagere ich zB Putzen aus).

    Das mit dem Partner abgleichen. Und überlegen, wie leicht man davon abweichen kann, wenn man zB ein Schreibaby bekommt oder mit Kind dann doch einer oder beide ihre Präferenzen ändert.
    Das find ich einen guten Ansatz.

  15. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von red_sparkle Beitrag anzeigen
    Anthia,
    ich würde mir noch folgende Fragen stellen:
    Wer betreut das Kind, wenn die Eltern beim Arbeiten sind? Krippe, Tagesmutter, Großeltern?
    Ab wann soll das Kind betreut werden? Direkt nach dem Mutterschutz oder später? (Hier bei uns wäre eine Betreuung erst ab 12 Monaten möglich, manchmal ab 6 Monaten.)
    Wir bräuchten einen Krippenplatz. Seine Eltern leben auf einem anderen Kontinent, meine sind sicher nicht bereit, wöchentlich mehrere Tage aufzupassen. (Eher einzelne Tage in Notfällen oder für besondere Anlässe.) Ich würde nach knapp 6 Monaten wieder einsteigen, je nach Geburtstermin zu Semester- oder Quartalsbeginn.

    Zitat Zitat von red_sparkle Beitrag anzeigen
    Wie euer Kind ernährt wird, ist eure Entscheidung! Egal, wofür ich euch entscheidet, hauptsache ihr fühlt euch wohl damit!
    Was ich noch mit bedenken würde, wären die Nächte. Ich selbst habe ja wieder angefangen zu arbeiten als meine Tochter 12 Monate alt war und da hat sie noch nicht durchgeschlafen. Das fand ich anfangs echt hart, aber es wurde immer besser.
    Da müsst ihr euch halt abwechseln und gut absprechen, wie ihr das machen möchtet und evtl. eine zweite Schlafmöglichkeit zum Ausweichen. Damit wenigstens einer seine Ruhe hat.
    Jedes Kind ist anders, meins z.B. hat nie an der Brust schlafen wollen, trotz dass ich gestillt habe.

    Das was du über das Unterordnen schreibst, find ich ein bisschen hart. Man muss sich einfach an das Kind gewöhnen und genau so auch andersherum. Für das Baby ist auch alles neu und unbekannt. Da muss jede Familie ihren eigenen Weg finden. Es gibt kein Richtig oder Falsch, besser oder schlechter. Hauptsache der Weg passt zu Eltern und Kind(ern).
    Alles Gute für euch!
    Vielleicht mach ich mir zu viele Sorgen, aber meine Überlegungen zielten eher darauf ab, wie man es anstellt, dass man wieder mehr oder weniger "entspannt" in den Beruf einsteigen kann und dies eben nicht erst nach 1 oder gar 2 Jahren, sondern nach 4 oder 6 Monaten.
    Geändert von Inaktiver User (18.01.2016 um 22:06 Uhr)

  16. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    V.a. find ichs wichtig, sich mal von äußeren Vorstellungen, sei es gesellschaftlich oder auch im Freundeskreis etc. frei zu machen. Da gibts so viel Gegensätzlichkeiten. Fängt bei der Arbeitsaufteilung/Betreuung an hört bei den Schlafgewohnheiten auf. Siehe dein Zitat auch
    Warum äusseren Vorstellungen? Ich habe eine Idealvorstellung, die ich gerne umsetzen würde, die aber gesellschaftlich – zumindest hier in der Schweiz – nicht möglich ist. Die wäre folgende: wir sind beide mind. 1 Tag zu Hause (lieber 1,5), während des Rest wird das Kind (bzw. die Kinder) fremdbetreut.

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    Und ich würd da auch versuchen, an mich selbst nicht den Anspruch stellen, was übers Knie zu brechen, weil ich meinetwegen auf Teufel komm raus alles 50/50 aufteilen will oder so.
    Warum? Weil es nur in Frustration enden wird, weil die Umsetzung eh nicht klappt? Genau das befürchte ich.

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    Für uns hat da immer Priorität, dass wir als Familie und Individuen damit zufrieden sind, wie unser Alltag so abläuft und nicht Oma, Freunds oder Familienministerin Damit fahren wir gut.
    Siehe oben.

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    Ich fänd deinen Plan für mich nicht passend, weil da keine Zeit mehr für mich und mir persönlich auch zu wenig Zeit fürs Baby bleiben würde und es mir schlichtweg zu anstrengend wäre - da würd ich ja meine Wachzeit nur noch auf Arbeit und den Rest mit Babyversorgung zubringen. Mein Mann fände das gleichermaßen für sich nicht ansprechend und wir fahren lieber die Variante von allem ein bisschen und die Prioritäten zeitmäßig sind bei uns gerad eher Lebensunterhalt, Familie, Paar- und Alleinzeit/Freunds, aber wenn ihr meint, das passt für euch so, dann macht das und bleibt dabei, wenn sichs dann auch real gut für euch anfühlt und ändert es, wenn nicht. Aber so grundsätzlich würd ich mir (um mich nicht kaputt zu machen) immer bewusst machen, an allen Fronten 100% (Qualität und Quantität) ist unmöglich. Und zB auch ins Verhältnis setzen, dass je älter mein Kind wird, es desto weniger seine Eltern braucht bzw. Rundumbetreuung - im Verhältnis zur geschätzten Lebenserwartung ziemlich wenig Zeit. Das nur, weil es auf mich den Eindruck macht, dass du ziemliche Angst davor zu haben scheinst, dass ein Kind euer momentanesLeben zu krass ändern könnte. Klar, es ändert sich. Aber man hat es schon auch selbst etwas in der Hand wie und es ist nicht(s) für die Ewigkeit. Ich würd mir als angehende Eltern da auch einfach etwas (gedankliche) Flexibität zugestehen und erhalten.

    (War ein Crosspost mit RedSparkle - die Anreden beziehen sich auf dich, Anthia.)
    Vielleicht hab ich es falsch formuliert. Der Punkt ist, dass nur ich ohne Probleme auf ca. 50% reduzieren könnte. Er könnte 80% durchsetzen, aber darunter wird es schwierig. Dazu kommt, dass er momentan auch keinen Bock dazu hat und sich auf den Standpunkt stellt, es sei durchaus möglich Kinder zu haben und 100% zu arbeiten. Und mein Knackpunkt ist eben, dass ich mir genau wie du nicht vorstellen kann, dass das sonderlich toll ist und ich zu wenig Zeit für mich, den Partner und die Kinder habe. Deshalb würde ich mir ca. 60-75% oder mind. 80% wünschen. Aber ich will halt nicht das Modell ich arbeite Teilzeit und er 100.

  17. Member Avatar von Bubbleworks
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich bin nach 3,5 Monaten wieder arbeiten gegangen. Meine Tochter ist jetzt ein Jahr alt, von entspannt arbeiten bin ich noch meilenweit entfernt. Ich weiß auch nicht, wie weit das tatsächlich möglich ist, wenn das Kind nicht durchschläft, hin und wieder krank ist, man trotz Arbeit versucht in der verbleibenden Zeit für es da zu sein. Ich denke, es ist normal, dass es eine anstrengende Zeit ist. Was einem in Blogs so gezeigt wird, kenne ich in der Realität in keiner mir bekannten Familie.
    Trotzdem würde ich nicht mehr zur kinderlosen Zeit zurück wollen.

    Ich halte deine Vorstellungen für realistischer als seine.

  18. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Es ist mir klar, dass "entspannt" es nicht wirklich trifft. Auch dass es anstrengend sein wird. Aber ich habe oft den Eindruck, dass es eben v.a. für die Mütter anstrengend ist und die Väter mehr oder weniger ihr Leben weiterleben.

  19. Member Avatar von Bubbleworks
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    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Das kommt wohl darauf an, wie verantwortlich man sich fühlt, und ob man einen Partner hat, der am gleichen Strang zieht und verlässlich ist.
    Das blöde ist, dass man seine Emotionen vorher nicht so rational kalkulieren kann.

  20. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Eben dieses Am-gleichen-Strang-Ziehen halte ich für sehr wichtig und darin sind wir uns auch einig. Nur kann ich mir wohl etwas besser vorstellen, was es bedeutet. Ich erfahre einiges von Arbeitskolleginnen, den wenigen Freundinnen, die schon Kinder habe und hier aus dem Forum.

    Ich habe das Gefühl, dass viele Männer – so nehm ich es zumindest in meinem Umfeld war – viel weniger eine Vorstellung davon haben, wie man sich das Leben mit Kindern vorstellen muss. Und weil viele Frauen von Anfang den Grossteil an Erziehungs- und Hausarbeit übernehmen, kriegen sie's vielleicht nie wirklich mit.

    Versteht ihr was ich meine? Mein Freund sagt auch sowas wie: "Wenn ich könnte, würde ich total gerne 6 Monate zu Hause bleiben. Ich stelle mir das toll vor und hätte dann auch Zeit, mich ein bisschen weiterzubilden."

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