+ Antworten
Seite 6 von 128 ErsteErste ... 456781656106 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 120 von 2543
  1. Member
    Registriert seit
    04.02.2015
    Beiträge
    1.060

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Dann soll er das mal machen... ;-)

  2. Member Avatar von Bubbleworks
    Registriert seit
    10.09.2010
    Beiträge
    1.965

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich verstehe das gut. Deswegen finde ich es gar nicht verkehrt, dass mein Mann und ich beide Seiten kennen - sowohl zu arbeiten als auch Zuhause mit Kind zu sein.

  3. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von isilotta Beitrag anzeigen
    Dann soll er das mal machen... ;-)
    Wäre dies möglich, würde ich dies sofort anbieten. Hier gibts leider keinen Vaterschaftsurlaub oder ähnliches. 14 Wochen für Mütter ist hier alles was es gibt.

  4. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Bubbleworks Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das gut. Deswegen finde ich es gar nicht verkehrt, dass mein Mann und ich beide Seiten kennen - sowohl zu arbeiten als auch Zuhause mit Kind zu sein.
    Ja, es wäre toll, wenn dies hier möglich wäre. Er hätte übrigens sehr gerne diese Möglichkeit.

  5. Alter Hase Avatar von 5% mehr
    Registriert seit
    14.11.2006
    Beiträge
    7.391

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Ich wuerde gerne auch in die Gruppe!


    Wir haben eine fast fuenf Monate alte Tochter und teilen uns das meiste [Kind/ Haushalt] haelftig. Wir haben nach der Geburt beide reduziert, er hat etwas mehr gearbeitet als ich -- gluecklicherweise arbeiten wir beide sehr frei. Jetzt geht das Kind drei Tage die Woche zur Tagesmutter und jeder von uns uebernimmt noch einen Wochentag die Betreuung. Die Familienorganisation hingegen bleibt fast komplett an mir haengen.

    moderation kills the spirit

  6. Addict Avatar von Jude
    Registriert seit
    29.05.2006
    Beiträge
    2.241

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Am Handy kann ich schlecht zitieren. Aber äußere Vorstellungen, weil ich vermutet habe, dass ein Punkt vielleicht ist, dass euer angestrebter Plan auch in der Schweiz eher ungewöhnlich ist. Klingt für mich jetzt auch wieder so, wenn du schreibst, sinngemäß, ich/Frau steckt zurück, Mann macht weiter wie zuvor.

    Übers Knie brechen: weil es immer mit mehr Frustration verbunden ist, wenn man sich auf etwas versteift. und Kinder/Babies nicht immer berechenbar sind (ich denk da v.a. auch ans leidige Kranksein) und man sich ja einfach auch erstmal aneinander gewöhnen muss, neue Routinen finden etc. Wie schnell das geht, kann einem vorher keiner sagen. Hormone/Gefühle (nicht nur bei der Frau auch beim Mann) mal gar nicht betrachtet.

    Und ja, ich denke, wenn dein Mann nicht gewillt ist, runter zu gehen mit der Arbeitszeit und bleibt ja nix anderes als, dass du zurücksteckst oder es kommt ne dritte Person für Baby und Haushalt ins Spiel bzw. richtig langer Krippenplatz.

    Also ich seh das wie du, wenn ihr nicht einer Teilzeit/einer Vollzeit machen wollt, dann beide Teilzeit oder beide Vollzeit + Haushaltshilfe/Babybetreuung, wobei letzteres halt trotz allem schon kein Zuckerschlecken (find ich) und man je nach konkreter Ausgestaltung trotzdem ja eigentlich fast Null Zeit für sich oder so hat außer man knappst noch mehr Familien und- oder Schlafenszeit ab.

    Und ja, wenns gut laufen soll, egal welches Modell, sollten Beide an einem Strang ziehen.
    Geändert von Jude (19.01.2016 um 08:59 Uhr)

  7. Addict Avatar von Jude
    Registriert seit
    29.05.2006
    Beiträge
    2.241

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    .
    Geändert von Jude (19.01.2016 um 09:00 Uhr)

  8. Addict Avatar von Jude
    Registriert seit
    29.05.2006
    Beiträge
    2.241

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    ps, ich denk auch, dass der Knackpunkt ist, dass du das Ganze anscheinend realistischer einschätzt als dein Freund. Deswegen würd ich wohl da ansetzen und sagen, damit alle noch Zeit für was anderes haben außer Arbeit und Baby, reduzieren Beide. Wenn er das nicht will, würd ich verlangen, dass er sich trotz Vollzeit einbringt in Sachen Haushalt/Baby bzw. nicht nur Ainnenseiten mitnimmt. Im Übrigen wärs für mich dabei egal, ob du gleichzeitig gar nicht/Teizeit/Vollzeit arbeitest. Gerade Babies und Kleinkinderbetreung ist an sich wis ein Vollzeitjob. v.a. wenn man nächtliches Aufwachen und Kranksein noch mit berücksichtigt. Was völlig normal ist und desto häufiger ist je jünger das Kind. Wie anstrengend das für einen selbst ist, hängt natürlich auch von einem selbst ab und vom Kind + Kindesalter und zunehmende Selbstständigkeitsentwicklung vom Kind.

    Grob ausgedrückt, wenn jemand Kinder hat oder nicht mal das und denkt/sagt, Kinderbetreuung ist easypeasy, (was ich jedem unterstelle der meint, Vollzeitjob und kleine Kinder sind gut machbar im Sinne von nichts bleibt auf der Strecke und alle sind total entspannt) der hat sich damit nicht ausreichend beschäftigt und sieht nicht, dass irgendjemand anderes, sei es Partner oder Nanny oder Putzfrau oder Köchin die ganzen lästigen Pflichten erledigt.

  9. Addict Avatar von Jude
    Registriert seit
    29.05.2006
    Beiträge
    2.241

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Das meinte ich auch mit an allen Fronten 100% Qualität und Quantität geht schlichtweg nicht bei begrenztem Zeitrahmen, den man ja nun mal hat. Betrifft ja auch kinderloses Leben. Da muss man ja auch überlegen, wieviel Lebenszeit man für wen und/oder was verwenden will.

  10. Addict Avatar von Jude
    Registriert seit
    29.05.2006
    Beiträge
    2.241

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Also ich hab das jetzt so geschrieben, was sich wohl mein Partner von mir anhören müsste, wenn er nicht von sich aus bereit wäre zu reduzieren oder sich trotz Vollzeit angemessen an Kind und Haushalt zu beteiligen.

    Am einfachsten in der Rechnung Kind für ca. die ersten 2 Lebensjahre (Minimum) mit Vollzeitjob gleichsetzen und überlegen, wie man diesen zusätzlichen Job zusammen ins sein gemeinsames Leben einbauen kann

  11. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Könnte er kündigen und sich nach 6-12 Monaten wieder einen Job suchen?

    Was spricht dagegen, dass er 50% arbeitet? Wenn er sich so gerne viel einbringen möchte, dann soll er das doch tun.

  12. Addict Avatar von liffi
    Registriert seit
    03.11.2004
    Beiträge
    2.483

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe das Gefühl, dass viele Männer – so nehm ich es zumindest in meinem Umfeld war – viel weniger eine Vorstellung davon haben, wie man sich das Leben mit Kindern vorstellen muss. Und weil viele Frauen von Anfang den Grossteil an Erziehungs- und Hausarbeit übernehmen, kriegen sie's vielleicht nie wirklich mit.
    Ich hatte auch Null Vorstellung davon wie sehr sich alles ändern wird

    Ich verstehe deine Ängste total und ich find's toll, dass du dich jetzt schon so intensiv damit auseinandersetzt. Ich finde es gut eine ungefähre Vorstellung zu haben, wie es funktionieren kann. (Natürlich kann dann immer noch alles anders kommen, aber dann weißt du zumindest von welchem Plan du abweichst bzw. hast vielleicht sogar einen Plan B.)

    Zum Thema dem Kind unterordnen, das ist mir auch ein bisschen heftig vorgekommen in deiner Formulierung. Einerseits, ja - ich finde man muss sich diesem kleinen Wesen, das komplett hilflos ist, keine Ahnung hat, wie die Welt funktioniert und gaaaanz viel Liebe und Geborgenheit braucht, unterordnen! Man muss meiner Meinung nach einfach eigene Bedürfnisse hinten anstellen, zumindest eine Zeit lang. ABER andererseits: das heißt doch nicht, dass man 2 Jahre lang Stillen muss, das kann mit Flasche genauso funktionieren; das heißt auch nicht, dass man nicht relativ bald wieder arbeiten gehen kann, sofern die Betreuung fürs Kind gut organisiert ist; das heißt auch nicht, dass das Kind nur die Mutter als Bezugsperson haben kann. Also ich denke, dass man die Bedürfnissen des Kindes sehr gut erfüllen kann ohne sich dabei völlig aufzuopfern.

    Ich habe ja das Glück in Österreich zu leben, wir haben zusammen 14 bezahlte Monate Elternzeit bekommen und mein Freund hat dann noch 4 unbezahlte Monate Karenz zusätzlich genommen, jetzt arbeiten wir beide 30 Stunden. Sind schon richtig gute Bedingungen. In der Schweiz klingt das vergleichsweise recht beschissen. Ich würde an eurer Stelle trotzdem versuchen rauszuholen was geht. Vielleicht kann dein Freund ein paar Monate lang unbezahlten Urlaub nehmen, vielleicht schafft ihr es beide euren Job so zu organisieren, dass ihr dann nicht mehr 100% arbeitet? Für mich persönlich wäre es tatsächlich zu wenig "Zeit zum Leben", wenn ich vollzeit arbeiten müsste.

  13. Alter Hase Avatar von fihalhohi
    Registriert seit
    24.10.2006
    Beiträge
    7.092

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    anthia, ich bin auch in der schweiz zuhause und es ist schon nicht einfach. ich erzähl einfach mal, wie wir es machen.

    unser sohn ist jetzt 3.5 monate alt. ich hab die üblichen 14 wochen mutterschaftsurlaub plus 2.5 monate unbezahlten urlaub genommen. mein mann hatte 10 tage vatrechaftsurlaub (was hier ja sehr grosszügig ist), aufgeteilt auf 3 wochen.

    ich geh per april wieder arbeiten, 50%. mein mann würde sehr gerne reduzieren, leider macht sein arbeitgeber nicht mit.

    trotzdem hab ich das gefühl, wir haben uns gut eingespielt und aufgegleist: er nimmt mir zb abends den kleinen mehrheitlich ab, und zwar ohne dass ich was sagen muss. wir wechseln uns am wochenende und an freien tagen ab mit "ausschlafen". haushalt ist meiner meinung nach auch sehr gerecht aufgeteilt, da wir eine haushaltshilfe haben und abends einfach derjenige kocht, der nicht grade das kind bespasst. waschen tut immer grad der, der die hände frei hat. einkaufen gehen wir einmal wöchentlich alle gemeinsam. ich stille nicht und konnte deshalb schon früh wieder mal einen abend weg. im gegenzug "darf" mein mann regelmässig am weekend joggen gehen und natürlich auch abends mal weg.

    es ist halt ein geben und ein nehmen, wir rechnen nichts auf. unsere gesamte kraft und zeit wird in die familie investiert, in meinen augen macht es keinen unterschied wer wann wieviel arbeitet, geld verdient, im haushalt macht oder kind betreut, es geht sowieso alles in einen topf. obwohl wir eine relativ klassische rollenverteilung haben, was die berufstätigkeit angeht empfinde ich es momentan als absolut gerecht aufgeteilt, weil halt nicht automatisch der ganze rest an mir hängenbleibt. noch bin ich nicht zurûck im job, mal schauen, was sich danach noch ändert.

    ah und noch zu den vorstellungen deines freundes: meiner dachte anfangs ähnlich, hat dann aber schnell selber gemerkt, dass man mit kind teilweise halt zu nix kommt. die drei wochen vaterschaftsurlaub habe ihm schnell die augen geöffnet

  14. Ureinwohnerin Avatar von Chisa
    Registriert seit
    25.01.2002
    Beiträge
    22.733

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    mh. blöd . dass es bei euch keine elternzeit für männer gibt, kannst du natürlich nicht ändern.

    habt ihr vielleicht paare mit kleinkindern/babys im engeren umfeld, bei denen man sich das ganze mal zu zweit anschauen und gezielt nachfragen könnte, wie deren tagesablauf so aussieht? aus meinem persönlichen umfeld muss ich leider sagen, dass die allermeisten männer es total unterschätzt haben, wie sehr einen ein baby in anspruch nimmt, selbst wenn man das glück hat, ein halbwegs pflegeleichtes zu haben. wahrscheinlich gerade weil männer gesellschaftlich mit solchen themen sehr viel weniger konfrontiert werden, da gegenüber ihnen eine andere erwartungshaltung besteht. die väter, die selbst mehr als die zwei "vätermonate" (in d) genommen und/oder in der zeit wirklich alles gemacht haben, was die mutter sonst auch gemacht hätte (auch solche sachen wie planung des privatlebens und kindermanagement übernehmen, die größeren, aber ab und an im haushalt zu erledigenden sachen wie frühjahrsputz auf dem balkon, kühlschrank auswischen, terrassenmöbel einmotten, usw.), haben zumindest danach einen ganz anderen blick auf die sache gehabt.

    darf ich fragen, wie eure aufteilung momentan aussieht? bringt ihr euch wirklich einigermaßen gleichberechtigt ein, oder machst du am ende doch mehr, weil du eh zu hause bist und dann schon mal schnell xyz erledigen kannst? das fällt einem ja selbst auch oft nicht so auf und ich glaube, dass sowas ein schleichender prozess sein kann, gerade wenn dann noch eine relativ unbekannte belastung, wie ein baby, dazu kommt. evtl. könnte es hilfreich sein, das ganze mal sehr ehrlich durchzudenken und dabei eher etwas zu viel zeit für die einzelnen sachen einzuplanen (kann mir z.b. gut vorstellen, dass man zum putzen länger braucht, wenn man ein kind rumwuseln hat oder schlafmangelbedingt ein halbtoter zombie ist). den vorschlag von jude fand ich insofern ganz gut. und dann mal im alltag schauen, wie gut man sich aktuell dran halten könnte, oder ob man sich da was vormacht.

    ich muss ehrlich gesagt sagen, dass mir persönlich dieses "er kann nicht reduzieren" immer ein bisschen gegen den strich geht, wenn ich es höre. dass bei vielen der eine jobbedingt einfacher reduzieren kann als der andere, geschenkt. dass es völlig ok ist, sich so oder so dafür zu entscheiden, dass nur einer der beiden elternteile reduziert oder man nicht in gleichem maße reduziert, finde ich individuell völlig in ordnung. aber ich verstehe nicht, warum man dann nicht ehrlich ist und sagt, dass es eine frage der prioritätensetzung ist. zumindest in meinem umfeld gibt es nur sehr wenige paare, bei denen es leider wirklich, zumindest in der ersten zeit, nicht anders ging. alle anderen sind wenigstens so ehrlich zu sagen, dass ihnen ein höheres haushaltseinkommen, die karriere des mannes o.ä. wichtiger waren als eine (längere) elternzeitnahme durch den vater, eine gleichberechtigte reduktion der erwerbsarbeit usw.
    love is a litany, a magical mystery

  15. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wäre dies möglich, würde ich dies sofort anbieten. Hier gibts leider keinen Vaterschaftsurlaub oder ähnliches. 14 Wochen für Mütter ist hier alles was es gibt.
    Das sind ja echt erschwerte Bedingungen für eine gerechte Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit...

    Ich muss sagen, 2 100%-Jobs hätte ich mir im ersten Lebensjahr definitiv nicht vorstellen können, ehrlich gesagt auch eine Weile darüber hinaus nicht. Unabhängig davon, wer jetzt weniger arbeitet. Und das sage ich, obwohl wir zwei sehr familienfreundliche Jobs haben und selbst bei Vollzeit nicht auf die Zeiten kommen, die du in deinem ersten Posting beschrieben hast. Andererseits bin ich auch nicht sonderlich belastbar - vielleicht ist die individuelle Belastbarkeit auch ein sehr entscheidender Faktor.

  16. Addict
    Registriert seit
    28.10.2012
    Beiträge
    2.488

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    Am einfachsten in der Rechnung Kind für ca. die ersten 2 Lebensjahre (Minimum) mit Vollzeitjob gleichsetzen und überlegen, wie man diesen zusätzlichen Job zusammen ins sein gemeinsames Leben einbauen kann
    Und das ist ja noch wenig "Kind-Zeit" angesetzt. Ein Kind ist ja ein 24-Stundenjob und kein normaler 40 Std/ Woche Vollzeitjob, wo man die Wochenenden frei hat etc.

  17. Alter Hase
    Registriert seit
    10.04.2009
    Beiträge
    7.380

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mein Freund arbeitet sehr viel, ca. von 8 bis 20/21 Uhr, öfters auch am Wochenende ein paar Stunden.
    Ich frage mich eh, wie er sich vorstellt, bei diesen Arbeitszeiten sich noch irgendwie einzubringen. Das Kind schläft ja vermutlich nur, während er zuhause ist. Ok, er könnte es vielleicht morgens fertig machen und die Nächte übernehmen, aber sonst? Ist ihm das klar?

    Daß Männer immer denken, Kinder zu haben ginge irgendwie nebenbei und mache sich quasi von allein, macht mich immer wütender.
    In meinem Umkreis gibt es einerseits Familien, wo ganz klassisch die Frau für immer zuhause ist und der Mann der "Spaß-Papa" nach Feierabend ist. Oder sie arbeiten nach dem Modell er Vollzeit, sie Teilzeit, wobei sie trotzdem fast den gesamten Haushalt und den Kinderkram macht. Der Mann geht ganz normal zur Arbeit und am WE mal spazieren, das war's.

  18. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Jude, ich versteh immer noch nicht ganz, warum meine Wunschvorstellung eine Anpassung an äussere Vorstellungen sein soll. Bzw. was denn dein Alternativvorschlag wäre.

    Es gibt hier entweder das klassische Modell: Mama bleibt mehrere Jahre zu Hause (selten) oder arbeitet ev. nach 1-2 Jahren unter 50% (häufiger) und im ganz nahen Umfeld dann viele, die zwischen 50 und 70% arbeiten. Die meisten Väter 100, seltener mal 80%. 50:50-Aufteilung kenn ich bei niemandem. Mein Freund dagegen kennt einige, die beide 100 arbeiten.

    Und zum Rest, den du schreibst: Ich stimme dir absolut zu. Ich weiss, dass mein Leben dann um ein Vielfaches stressiger sein wird. Dass sich einiges nicht planen lässt. (Was ich aber trotzdem tun muss, denn ich muss auf der Arbeit angeben, wann ich mit wie vielen Lektionen wiedereinsteigen will. Kurzfristig ändern, ist schwierig.)

    Und wir sind eigentlich in einer luxuriösen Position. Wir können uns externe Betreuung und eine Putzfrau leisten.

  19. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Jude Beitrag anzeigen
    Also ich hab das jetzt so geschrieben, was sich wohl mein Partner von mir anhören müsste, wenn er nicht von sich aus bereit wäre zu reduzieren oder sich trotz Vollzeit angemessen an Kind und Haushalt zu beteiligen.

    Am einfachsten in der Rechnung Kind für ca. die ersten 2 Lebensjahre (Minimum) mit Vollzeitjob gleichsetzen und überlegen, wie man diesen zusätzlichen Job zusammen ins sein gemeinsames Leben einbauen kann
    Genau darum geht es. Es ist nicht so, dass er das kategorisch ausschliesst. Es ist eher so, dass er dieses Modell nicht kennt. In dem Umfeld, in dem er aufgewachsen ist, mussten die meisten Eltern beide 100% arbeiten. Und in seinem Arbeitsumfeld ist das Karrieredenken anders als in meinem.

  20. Inaktiver User

    AW: Muttersein aus feministischer Perspektive?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Könnte er kündigen und sich nach 6-12 Monaten wieder einen Job suchen?

    Was spricht dagegen, dass er 50% arbeitet? Wenn er sich so gerne viel einbringen möchte, dann soll er das doch tun.
    Hm. Er ist Ausländer und seine Aufenthaltsbewilligung ist an einen Job gebunden. 50% ginge nicht, aber 80% schon.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •