Antworten
Seite 5 von 5 ErsteErste ... 345
Ergebnis 81 bis 90 von 90
  1. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Ezehipsi Beitrag anzeigen
    Das heißt, dass auch viele Kinder dieses Alters tatsächlich ablehnen, oder? Für mich klingen 2,5 bzw 3,5 eigentlich gar nicht alt.
    Na ja, die meisten Bewerber haben vorher sehr lange versucht, eigene Kinder zu bekommen und wollen (zumindest zu Beginn des Prozesses) am liebsten ein Baby.

    Zitat Zitat von Ezehipsi Beitrag anzeigen
    Wie war es eigentlich, von einem Tag auf den anderen für zwei kleine Menschen verantwortlich zu sein? Ich würde mir vorstellen, dass man bei leiblichen Kindern irgendwie besser drauf eingegroovt ist, aber das kann natürlich auch Quatsch sein?!
    Ich habe ja nun keine leiblichen Kinder, aber so wie ich es bei Freunden mitbekommen habe, ist das doch immer ein Realitätsschock. Bei uns lief es aber wirklich sehr gut, es hat sich gleich sehr natürlich angefühlt. Wir hatten/haben aber auch sehr unkomplizierte Kinder.

  2. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    (Sorry, bin im Urlaub und am Handy zu blöd, gleichzeitig auf mehrere Beiträge zu antworten.)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh Tigerente, deine Antwort hier macht mir doch etwas Mut/Hoffnung. Wir beschäftigen uns auch mit dem Gedanken ein Pflegekind bei uns aufzunehmen, dachten aber, dass die Bewerbung keinen Sinn macht, weil unsere Wohnung aktuell zu klein ist. Das wird sich erst in 2 bis 2,5 Jahren ändern - im Fall eines Kindes würden wir aber als Zwischenlösung nochmal eine größere Wohnung suchen, ohne aber halt auf keinen Fall.
    Wie klein ist die aktuelle Wohnung denn? Das Jugendamt schaut sich die Wohnung im Prozess an, aber ich habe noch nie gehört, dass jemand deshalb abgelehnt worden wäre. Ich würde sonst ganz transparent damit umgehen und eben sagen, wie es ist und dass ihr bereit wärt, eine andere Wohnung zu suchen, wenn sich das Ganze konkretisiert. Das Verfahren dauert ja auch eine Weile. Bei uns hat es zwar von der Abgabe der Bewerbung bis zum Einzug der Kinder nur sechs Monate gedauert, aber da sind sehr viele günstige Faktoren zusammengekommen. Man hat uns am Anfang gesagt, wir sollten so mit einem Jahr rechnen. Bei manchen dauert es nach Abschluss des Verfahrens auch noch deutlich länger, bis das richtige Kind für sie gefunden ist.

  3. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    naja, meist haben die Kinder in dieser Zeit schon einiges erlebt: Kurzzeitpflege, unpassende Pflegefamilien und dazwischen nicht so konstruktive Episoden bei den leiblichen Eltern...
    Das halte ich für einen absolut untypischen Verlauf.

  4. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Tigerente, wie hat sich denn der Kontakt zu den leiblichen Eltern bei euch entwickelt? Und wie sind da die Erfahrungen in eurem Pflegeeltern-Umfeld (falls ihr mit welchen im Kontakt seid)?
    Das wäre nämlich einer der Punkte, der mir etwas Sorge macht, habe im beruflichen Kontext mit elternarbeit zu tun und tu mich etwas schwer damit…

  5. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Johnny Fan Beitrag anzeigen
    Tigerente, wie hat sich denn der Kontakt zu den leiblichen Eltern bei euch entwickelt? Und wie sind da die Erfahrungen in eurem Pflegeeltern-Umfeld (falls ihr mit welchen im Kontakt seid)?
    Das wäre nämlich einer der Punkte, der mir etwas Sorge macht, habe im beruflichen Kontext mit elternarbeit zu tun und tu mich etwas schwer damit…
    Gut. Wir haben viermal im Jahr Kontakt, immer so zwei Stunden und begleitet, entweder in einem Spielzimmer im Jugendamt oder bei gutem Wetter auf dem Spielplatz. Die Große hat da irgendwie auch so eine innere Uhr. Sie fragt monatelang nicht nach den Eltern und sagt dann, kurz bevor ein Dreimonatszeitraum rum ist, sie würde sie gerne mal wieder treffen. Der Kleinen wäre es vermutlich egal, wenn wir sie seltener oder gar nicht sehen würden.
    Unsere leiblichen Eltern nehmen die Termine auch immer beide verlässlich war (obwohl sie kein Paar mehr sind). Die Kinder reagieren positiv auf sie und interagieren unbefangen mit ihnen, aber hinterher ist ganz klar, dass wir wieder zu uns nach Hause und die Eltern in ihr Zuhause fahren. Das liegt aber bei uns wohl daran, dass die leibliche Mutter (der Vater hatte nie Sorgerecht) die Kinder freiwillig abgegeben hat. Man hat sie ihr nicht weggenommen und sie kämpft nicht darum, sie wiederzubekommen. Ich denke, weil ihre Haltung so klar ist, ist sie es auch für die Kinder und sie durchleben da keine Loyalitätskonflikte. Sie kommen ja aber auch jetzt erst in ein Alter, wo ihnen langsam bewusst wird, was es heißt, dass ihre Mutter sie weggegeben hat, zumal sie jetzt nochmal ein Baby bekommen hat, das bei ihr lebt. Momentan erklärt M. (5) es sich und anderen noch mit „Mit L. und mir hat sie es damals nicht geschafft, jetzt versucht sie es nochmal mit nur einem Kind“, was im Grunde auch stimmt.
    In unserem Umfeld ist alles dabei von unkompliziert über Kind reagiert sehr stark auf die Kontakte bis hin zu gar kein Kontakt.

  6. Inaktiver User

    AW: Pflegekind(er)

    Oh das hört sich gut an, und ich finde das ganz gut wie die große sich das alles erklärt.

  7. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Ja, das hört sich wirklich gut und passend für alle Beteiligten an
    Ist das ein üblicher zeitlicher Rahmen? Also Abstand und Dauer?
    Und schön, dass eure Große sich das so gut erklären kann und es okay für sie is!

  8. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Johnny Fan Beitrag anzeigen
    Ja, das hört sich wirklich gut und passend für alle Beteiligten an
    Ist das ein üblicher zeitlicher Rahmen? Also Abstand und Dauer?
    Auch das macht vermutlich jedes Jugendamt anders, aber hier ist das der kürzestmögliche Abstand, häufiger machen sie nicht. Im ersten halben Jahr hatten wir gar keinen Kontakt, seitdem dieses Modell.

  9. Inaktiver User

    AW: Pflegekind(er)

    Inwiefern hat das Jugendamt denn da ein Mitspracherecht? Wenn ihr euch gerne öfter mit der leiblichen Mutter treffen wolltet, könnten sie doch nichts dagegen machen, oder?

    Edit: ah, das bezieht sich auf den begleiteten Umgang, richtig?

  10. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Inwiefern hat das Jugendamt denn da ein Mitspracherecht? Wenn ihr euch gerne öfter mit der leiblichen Mutter treffen wolltet, könnten sie doch nichts dagegen machen, oder?

    Edit: ah, das bezieht sich auf den begleiteten Umgang, richtig?
    Ja, genau. Wir haben gar keinen direkten Kontakt zu den leiblichen Eltern. Sie haben halt Anspruch darauf, die Kinder viermal im Jahr zu sehen, und wir sind verpflichtet, diesen Umgang zu ermöglichen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •