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  1. Alter Hase Avatar von Johnny Fan
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    Pflegekind(er)

    Gibt es hier Userinnen, die überlegen, sich um ein Pflegekind zu bewerben oder sogar schon eines haben?
    Obwohl es bei mir wenn überhaupt noch ein paar Jahre hin ist, habe ich Lust auf ein wenig Austausch...
    Wie kamt ihr auf die Idee? Was sagen Partner/Kinder/Familie? Habt ihr "Angst" vor der Verantwortung oder der Bürokratie?
    Mornings are for coffee and contemplation.

  2. Inaktiver User

    AW: Pflegekind(er)

    Wir hatten es mal in Betracht gezogen, allerdings bin ich während des "Verfahrens" schwanger geworden. Bei uns ging es allerdings in erster Linie um ein bestimmtes Kind. Aber das Prozedere ist ja das gleiche. Wir haben einen Termin im Jugendamt gemacht bei der Pflegekinderstelle. Dort hatten wir ein Gespräch, ca. ne Stunde, in dem wir uns vorgestellt haben und gefragt wurden, warum wir uns dafür entschieden haben (und nicht für Adoption) und es gab erstmal viele Infos. Dann haben wir einen Haufen Papierkram mitbekommen, also wirklich massenweise und uns wurde ein Verein empfohlen, der einen zweitägigen Pflichtkurs für Pflegeeltern anbietet. Den haben wir auch gemacht. Für mich war da jetzt nicht viel Neues zu erfahren, da ich ja selbst in dem Bereich tätig bin, aber manche sitzen halt wirklich da drin und denken, sie wären dann die Retter der Kinder, die ihnen ein Leben lang dankbar sein werden. Vielen ist auch nicht klar, dass die leiblichen Eltern jederzeit einklagen können, dass das Kind wieder zu ihnen kommt, dass sie (in vielen Fällen) trotzdem noch das Recht haben ihre Kinder zu sehen und dass das mit sehr vielen Konflikten einhergehen kann, gerade wenn die Kinder älter werden usw. Und man kann leider nicht alles mit viel Liebe und Zuwendung wieder gut machen. Dann gibt es oft auch praktische Dinge, die schwierig werden können, zB. ein gemeinsamer Urlaub, wenn man auf dem Flughafen nicht ins Flugzeug gelassen wird, weil das Kind nicht den selben Namen hat. (Aber ok, das ist Kleinkram!)

    Das Papierzeug ist natürlich nervig. Man macht sich komplett nackig, von der Schufa Auskunft bis hin zu fragen, ob man eher ein Mama- oder Papakind war, die komplette Kindheit, einfach alles muss man erzählen bzw. aufschreiben. Dafür haben wir Wochen gebraucht (und es dann auch gar nicht fertig gemacht) und das ist nicht mal nebenbei geschrieben. Theoretisch hätten wir die ausgefüllten Sachen und das Zertifikat vom Kurs nur noch ans JA schicken müssen und die hätten uns Bescheid gegeben, wenn wir in Frage gekommen wären. Dann hätten wir das Kind kennengelernt (in unserem Fall kannten wir es ja schon) und dann hätte es eine Eingewöhnungsphase gegeben. Die kann bei Babys sehr kurz sein, je älter das Kind, umso länger dauert es. Da wird es dann am Anfang zB zwei mal in der Woche für ne Stunde besucht, gemeinsam gespielt und das steigert sich dann, man geht Eis essen zusammen, dann nimmt man das Kind für nen Nachmittag mit zu sich, dann mal mit Übernachtung usw. Man merkt dann einfach irgendwann entweder es passt, oder eben nicht. Abspringen kann man auch und sollte man auch, wenn man kein gutes Gefühl hat. Nix ist schlimmer als das Kind aufzunehmen und nach nem halben Jahr wieder "rauszuschmeißen". Das ist für das Kind oft schlimm, weil ihm (mal wieder) vermittelt wird, dass es nicht gewollt ist.

    Man kann in den Fragebögen auch angeben, wie alt das Kind sein soll, ob man auch Geschwisterkinder aufnehmen würde, ein Kind mit geistiger oder körperlicher Behinderung und auch was die leiblichen Eltern angeht, kann man zB ausschließen, dass man ein Kind möchte, dessen Mutter drogenabhängig war/ist. Da sollte man auch ehrlich zu sich selbst sein und genau überlegen, was man sich vorstellen kann und welche Konsequenzen das hätte. Du arbeitest ja auch in einem ähnlichen Bereich und ich denke, dass das durchaus von Vorteil ist, weil man vielleicht einfach besser einschätzen kann, was einen möglicherweise erwartet.

  3. Inaktiver User

    AW: Pflegekind(er)

    Achso, ich bin übrigens froh, dass es bei uns nicht geklappt hat, denn wie ich inzwischen erfahren habe, ist der Junge, wegen dem wir das Ganze ins Rollen gebracht haben, dann auch in eine ganz tolle Pflegefamilie gekommen und nach einem halben Jahr hatte der leibliche Vater es so weit gebraucht, dass er wieder in die Herkunftsfamilie zurück musste. Das ist für das Kind eine Katastrophe! Die Mutter ist schwer geistig behindert und der Vater hat gar keinen Bezug zum Kind. Der kleine kam mit 4 Wochen in unsere Einrichtung und war dort fast ein Jahr. Die Eltern waren genau 1 Mal zu Besuch, haben nie angerufen und sich erkundigt.

  4. Addict
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    AW: Pflegekind(er)

    Ich hätte Angst, mich zu sehr zu binden an das Kind und es dann nicht verkraften zu können, wenn es wieder zu seinen Eltern geht. Besonders, wenn es noch ganz klein ist am Anfang.

  5. Ureinwohnerin Avatar von Rückspiegel
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    AW: Pflegekind(er)

    In der ARD-Mediathek war die Tage eine Doku zu dem Thema, falls es euch interessiert & ihr sie noch nicht kennt.

  6. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Pflegekind(er)

    An die, die selbst in dem Bereich tätig sind: Hättet Ihr Bedenken, dass Ihr dann in gewisser Weise nie richtig Feierabend hättet? Klar, es ist dann EIN Kind, mit dem man LEBT, aber ich hab für mich selbst immer den Gedanken, wenn ich den ganzen Tag in der Psychiatrie arbeite, u.a. auch mit vielen Patient_innen, denen man aufgrund ihrer Erkrankungen die Kinder entziehen musste, ob ich dann richtig in den Freizeit-/Privatmodus schalten könnte, gerade, wenn es mit dem Kind mal ne schwierige Phase gibt.
    Andererseits ist viel Hintergrundwissen und eine realistische Perspektive wahrscheinlich schon hilfreich...

  7. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: Pflegekind(er)

    Dieses "nie Feierabend haben" ist das, was meinen Mann das Thema vollkommen ablehnen lässt.

    Ich habe mir früher nie ein Pflegekind vorstellen können, einfach weil ich den Spagat zwischen Liebe und Distanz (weil es nur ein Kind auf Zeit ist) nicht hinbekommen hätte.
    Jetzt habe ich ein leibliches Kind und meine Gefühle sind völlig anders. Heute würde ich gerne ein Kind zur Pflege aufnehmen. Allerdings nicht jetzt, sondern frühestens in 5 Jahren.

    Dieses komplett nackig machen, inklusive eigene Kindheit, wäre für mich ein ernstes Problem. Aber mein Mann und ich sind beide Fachkräfte. Deshalb käme auch eine "Erziehungsstelle" in Frage. Da wäre ich angestellt bei einem Träger und würde ein Kind in der 1:1 Betreuung haben. Dafür müsste ich dann natürlich meinen anderen Job aufgeben. Keine Ahnung. Das schöne ist, dass es für Pflegschaft keine Altersgrenze gibt. Das kann auch mit 50 noch gemacht werden. Gerade für ältere Kinder, was ich mir eher vorstellen kann.

  8. Inaktiver User

    AW: Pflegekind(er)

    Also wenn ich jetzt von den Kindern ausgehe, die ich aus dem Heimbereich kenne, dann gibt es da wirklich sehr große Unterschiede. Es gibt durchaus Kinder, die einfach ganz normal sind, mit denen könnte ich mir durchaus vorstellen, in dem Bereich zu arbeiten und ein Pflegekind aufzunehmen. Es gibt aber durchaus Kinder, die so viel Aufmerksamkeit (auch im Sinne von Therapieterminen etc.) brauchen, dass ich da definitiv beruflich runterschrauben würde, wenn nicht sogar in einen anderen Bereich (Kita) wechseln. Wenn man Babys/Kleinkinder aufnimmt, wird einem auch angeraten mindestens ein Jahr Elternzeit zu nehmen und das hätten mein Mann und ich auch auf jeden Fall gemacht. Man kann halt einfach nicht wissen, was einen ganz genau erwartet und wieviel das Kind fordert, ein bisschen flexibel sollte man da also auch sein (können). Es gibt echt Pflegefamilien die das richtig toll machen und total darin aufgehen, aber es gibt auch viele, die das wegen der Kohle machen, sich dann einfach viele Kinder nehmen und das Liebevolle geht total verloren. (Sorry für wirres Geschreibe, kann mich grad nicht so gut konzentrieren, weils hier laut ist.)

  9. Foreninventar Avatar von ana.
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    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
    Heute würde ich gerne ein Kind zur Pflege aufnehmen. Allerdings nicht jetzt, sondern frühestens in 5 Jahren.

    Dieses komplett nackig machen, inklusive eigene Kindheit, wäre für mich ein ernstes Problem. Aber mein Mann und ich sind beide Fachkräfte. Deshalb käme auch eine "Erziehungsstelle" in Frage. Da wäre ich angestellt bei einem Träger und würde ein Kind in der 1:1 Betreuung haben. Dafür müsste ich dann natürlich meinen anderen Job aufgeben. Keine Ahnung. Das schöne ist, dass es für Pflegschaft keine Altersgrenze gibt. Das kann auch mit 50 noch gemacht werden. Gerade für ältere Kinder, was ich mir eher vorstellen kann.
    sowas, gerade als erziehungsstelle für eher kürzere zeitliche abstände und ältere kinder könnte ich mir auch irgendwann mal vorstellen, halt eher so in fortgeschrittenem alter wenn die eigenen kinder schon erwachsen sind.

  10. Alter Hase Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Pflegekind(er)

    Was bedeutet "Erziehungsstelle" genau?

  11. Addict Avatar von Hellooni
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    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Was bedeutet "Erziehungsstelle" genau?
    Meines Wissens nach kann man als ausgebildetes Fachpersonal (Erzieher, Sozialarbeiter/-pädagoge...) im eigenen Haushalt Kinder aufnehmen. Das wird dann wie eine Arbeit vergütet und man lebt halt ganz normal mit ihnen. Ich weiß aber nicht, wie es dann mit der Vormundschaft läuft, Lupine weiß da sicher mehr.

  12. Addict Avatar von Hellooni
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    AW: Pflegekind(er)

    Zum Thema: ich arbeite ja jetzt im Bereich Kinderschutz und mache mir daher öfter Gedanken über das Thema. Ich könnte mir vorstellen, ein oder mehrere Pflegekinder aufzunehmen, wenn meine Tochter größer ist. Und natürlich wenn wir mehr Platz hätten, ein Haus mit Garten oder so.

    Dass das Verfahren so aufwendig ist, war mir gar nicht bewusst. Ich höre immer wieder von "milieu-naher Unterbringung" und sehe Pflegeeltern, wo ich mich immer frage, wer denen eigentlich ein Kind anvertraut hat

  13. Alter Hase Avatar von Bibliophilia
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    AW: Pflegekind(er)

    Einige Bekannte von mir haben Pflegekinder aufgenommen, aber direkt mit dem Ziel der Adoption. Ich weiß nicht, ob das dann direkt ein anderer Werdegang ist oder da nur spezielle Kinder für ins Frage kommen.

    Mein Mann und ich haben drüber gesprochen, ob Pflegekinder eine Option für uns sein könnten, wenn wir keine eigenen Kinder bekommen könnten.
    Grundsätzlich ja, auch mit der Perspektive, dass sie dann eben wieder zu ihren leiblichen Eltern gehen, wenn sich deren Umstände verbessert haben.
    Aber ich denke, dass das dann so ein großer emotionaler und auch organisatorischer Ball an Verantwortung wäre, dass wir diese Option - wenn überhaupt - erst wieder in Betracht ziehen würden, wenn unsere eigenen Kinder groß sind.

  14. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Hellooni Beitrag anzeigen
    Meines Wissens nach kann man als ausgebildetes Fachpersonal (Erzieher, Sozialarbeiter/-pädagoge...) im eigenen Haushalt Kinder aufnehmen. Das wird dann wie eine Arbeit vergütet und man lebt halt ganz normal mit ihnen. Ich weiß aber nicht, wie es dann mit der Vormundschaft läuft, Lupine weiß da sicher mehr.
    Die Vormundschaft ist da wie bei "normalen" Pflegekindern . Bei manchen haben die Eltern die elterliche Sorge, bei manchen wurden Teilbereiche entzogen und das Jugendamt hat die Ergänzubgspflegschaft und bei manchen wurde alles entzogen und das Jugendamt hat die Vormundschaft. Erziehungsstellen haben in der Regel nie Vormundschaft oder Ergänzungspflegschaft. Pflegeeltern aber auch nur manchmal.
    Die betreuenden Personen bekommen eine Vollmacht, mit der sie Dinge des Alltags regeln dürfen.
    Denn im Großen und im Ganzen haben wir allen Grund zum Tanzen!

  15. V.I.P. Avatar von Lupine
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    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Gelbes Auto Beitrag anzeigen
    Was bedeutet "Erziehungsstelle" genau?
    Da bekommt man Kinder und Jugendliche anvertraut, die einen besonderen pädagogischen Betreuungsbedarf haben. Dadurch dass die Eltern Fachpersonal sind (Erzieher, Sozialarbeiter oder -pädagogen usw), wird ihnen einfach zugetraut, dass sie sich um schwierohere Kinder kümmern können. Aber da bleibt dann echt kaum noch Zeit für andere Arbeit.
    Als Beispiel: einer meiner Schüler ist in einer Erziehungsstelle. Er wird seit Anfang des Jahres nur 2 Stunden beschult. Danach muss er betreut werden. Da wäre Arbeit nebenbei gar nicht möglich.
    Denn im Großen und im Ganzen haben wir allen Grund zum Tanzen!

  16. Addict Avatar von red_sparkle
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    AW: Pflegekind(er)

    .
    Geändert von red_sparkle (30.05.2016 um 08:46 Uhr)

  17. Senior Member Avatar von Vampy
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    AW: Pflegekind(er)

    Aber die Pflegeeltern bekommen doch Geld vom jugendamt für die Aufgabe... Und ihnen wird ganz viel gezahlt (Betreuung, Kleidungsgeld,....).

  18. Addict Avatar von red_sparkle
    Registriert seit
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    AW: Pflegekind(er)

    .
    Geändert von red_sparkle (30.05.2016 um 08:46 Uhr)

  19. Alter Hase Avatar von Johnny Fan
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    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
    Dieses "nie Feierabend haben" ist das, was meinen Mann das Thema vollkommen ablehnen lässt.

    Ich habe mir früher nie ein Pflegekind vorstellen können, einfach weil ich den Spagat zwischen Liebe und Distanz (weil es nur ein Kind auf Zeit ist) nicht hinbekommen hätte.
    Jetzt habe ich ein leibliches Kind und meine Gefühle sind völlig anders. Heute würde ich gerne ein Kind zur Pflege aufnehmen. Allerdings nicht jetzt, sondern frühestens in 5 Jahren.

    Dieses komplett nackig machen, inklusive eigene Kindheit, wäre für mich ein ernstes Problem. Aber mein Mann und ich sind beide Fachkräfte. Deshalb käme auch eine "Erziehungsstelle" in Frage. Da wäre ich angestellt bei einem Träger und würde ein Kind in der 1:1 Betreuung haben. Dafür müsste ich dann natürlich meinen anderen Job aufgeben. Keine Ahnung. Das schöne ist, dass es für Pflegschaft keine Altersgrenze gibt. Das kann auch mit 50 noch gemacht werden. Gerade für ältere Kinder, was ich mir eher vorstellen kann.
    Hmm ja, also momentan würde ich sagen, dass mich dieses "nie Feierabend haben" nicht so sehr stören würde. Ist ja bei einem eigenen Kind ähnlich, da hat man ja auch nie wirklich frei...
    Dass es bei einem Pflegekind nocheinmal etwas "härter" ist, ist mir aber auch klar.

    Erziehungsstelle könnte ich mir auch gut vorstellen, ebenso ein Pflegekind mit Behinderung.
    Sollte ich das Ganze allerdings als Single angehen, wird es nochmal eine andere Nummer. Das kriegt man nicht oder nur schwer hin, da braucht man dann wirklich ein gutes Netz aus privater und professioneller Unterstützung, wenn es überhaupt genehmigt wird.
    Mornings are for coffee and contemplation.

  20. Alter Hase Avatar von Johnny Fan
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    AW: Pflegekind(er)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Achso, ich bin übrigens froh, dass es bei uns nicht geklappt hat, denn wie ich inzwischen erfahren habe, ist der Junge, wegen dem wir das Ganze ins Rollen gebracht haben, dann auch in eine ganz tolle Pflegefamilie gekommen und nach einem halben Jahr hatte der leibliche Vater es so weit gebraucht, dass er wieder in die Herkunftsfamilie zurück musste. Das ist für das Kind eine Katastrophe! Die Mutter ist schwer geistig behindert und der Vater hat gar keinen Bezug zum Kind. Der kleine kam mit 4 Wochen in unsere Einrichtung und war dort fast ein Jahr. Die Eltern waren genau 1 Mal zu Besuch, haben nie angerufen und sich erkundigt.
    Ach scheiße


    Zur "milieunaher Unterbringung" wird ja argumentiert, dass gerade ältere Pflegekinder schon ziemlich genau wissen "wo sie herkommen" und sich dann in einer Öko-Holzspielzeug-KeinFernsehen-Familie noch viel viel fremder vorkommen als in einer, die ähnlich ihrer Herkunftsfamilie ist...
    Mornings are for coffee and contemplation.

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