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  1. Stranger
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    missed abortion

    Wer hatte schonmal eine missed abortion mit Ausschabung?
    Wie ging es euch danach physisch und psychisch?
    Wann habt ihr versucht, wieder schwanger zu werden?

    Ich selbst hatte am Montag eine Ausschabung, nachdem ich eine missed abortion in der 6. bis 7. SWS hatte (festgestellt dann in der 9.SWS). Außer leichten Schmerzen und Blutungen geht es mir soweit ganz gut. Psychisch sieht es hingegen echt anders aus. Es fällt mir sooo schwer, positiv in die Zukunft zu sehen. Es war übrigens meine erste Schwangerschaft...

    Ich würde mich über eure Erfahrungsberichte und etwas Austausch sehr freuen!

  2. V.I.P. Avatar von Fettnäpfchen
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    AW: missed abortion

    Ich hatte eine, vermutlich in der 11. Woche. In der 12. oder 13. Woche hatte ich die Ausschabung, das weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich war erst total taub und habe ganz mechanisch funktioniert. Dann habe ich ein paar Tage geheult, aber es ging recht schnell wieder. Ich hatte schon so ab der 8. Woche das Gefühl, dass etwas nicht stimmte - vielleicht hab ich mich deshalb nie ganz auf die SS eingelassen, keine Ahnung. Dann kam eine kurze Phase in der ich überlegt habe, was ich denn falsch gemacht habe in der Schwangerschaft, was zu deren Ende geführt hat. Das war eine richtig bescheidene Zeit, aber das war zum Glück nur kurz so krass.
    Körperlich ging es mir am Tag der Ausschabung nicht gut, mir war übel und schwindelig. Am nächsten Tag war alles wieder ganz normal.

    Die Ausschabung war Ende November oder Anfang Dezember, ich weiß gar nicht genau. Auf jeden Fall hatte ich Ende Dezember meine Mens wieder. Wir wollten eigentlich warten mit einem erneuten Versuch und keiner weiß so ganz genau, wie es passiert ist (es lässt sich auch nicht mehr wirklich nachvollziehen, bemerkt habe ich es nämlich erst im März) - aber ich bin im darauffolgenden Zyklus wieder schwanger geworden. Das Ergebnis wird im Herbst vier.

    Ich glaube die schnelle erneute Schwangerschaft hat die Sache für mich (!) vereinfacht. Ich habe wohl einfach verdrängt. Und das Wissen darum, dass es wahrscheinlich kein grundlegendes Problem bei mir ist, weil ich ja schon ein Kind hatte, hat ein wenig geholfen. Aber ich weiß auch heute noch den ET aus der Schwangerschaft und denke auch manchmal darüber nach. Allerdings nicht mehr häufig. Ich bin mir heute deutlich darüber im Klaren, wie oft soetwas passiert. Das macht es nicht weniger traurig, wenn es passiert - aber es hilft mir bei der Einordnung.
    我不明白你的意思 . 别胡说了!

  3. Urgestein Avatar von Ion
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    AW: missed abortion

    pink, fühl dich dolle gedrückt.

    Ich hatte nach meiner Ausschabung einen richtigen Babyblues, Heultage wie nach der ersten Geburt. Damals halt aber mit gesundem Kind und "grundlos", nach der Ausschabung hat man ja zusätzlich noch diese Trauer auf der Seele, die es noch schwerer macht. Auch wenn du noch früh in der Schwangerschaft warst, dein Körper war auf schwanger eingestellt und muss sich jetzt erstmal wieder zurückstellen. Also gib dir für die körperlichen/hormonellen Umstellungen noch ein paar Tage Zeit. Wie lange der Kopf braucht, um das zu verarbeiten, kann dir keiner sagen.

    Die Regel, dass man nach einer Fehlgeburt warten soll (3 Monate werden ja meist gesagt) konnte nicht wissenschaftlich untermauert werden, also es gibt kein erhöhtes Risiko, wenn ihr es gleich wieder probiert. Der nächste Eisprung wird recht bald kommen, kaum später als nach einer normalen Periodenblutung. Für manche Frauen ist es hilfreich, schnell wieder schwanger zu werden, für andere hilft es, erstmal Abstand zur Sache zu bekommen. Entscheide das so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

  4. Stranger
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    AW: missed abortion

    Im Moment tendiere ich schon dazu, es bald wieder zu versuchen. Andererseits ist die Angst riesig, dass sich das wiederholen könnte. Ich fand es sooo krass, das auf einmal im OP zu liegen, obwohl man doch "nur" ein Kind bekommen wollte. Mein HCG ist schon ordentlich runter gegangen und die Schwangerschaftssymptome lassen auch langsam nach. Einerseits empfinde ich das als Erleichterung, andererseits zeigt es aber halt auch, dass es jetzt wirklich vorbei ist.

    Wie kamt ihr denn in der Schwangerschaft danach klar? Konntet ihr euch direkt freuen und die Angst verdrängen?

  5. Regular Client Avatar von *sternschnuppe*
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    AW: missed abortion

    Pink, das tut mir leid.
    Ich hatte meine AS in der 9 Woche und es war wohl in der 6/7 Woche gestorben.
    Ich hatte es geahnt, ganz komische Gefühle und mich vielleicht nicht ganz und gar auf die Schwangerschaft eingelassen.
    Mir wurde trotzdem der Boden unter den Füßen weggezogen.
    Ich war eine Woche krank geschrieben und habe viel geweint und meinen Körper als Versager gesehen.
    Das Arbeiten dann hat mich abgelenkt, richtig abgeschlossen hab ich mit der nächsten Regelblutung nach 27. Tagen.

    Körperlich ging es mir sofort nach der OP gut, ich hab immer wieder etwa geblutet Ca 14 Tage, hatte aber keine Schmerzen. Mein hcg wert war von Beginn an gering, ich habe mich auch nie wirklich schwanger gefühlt.

    Nach der ersten Tage bin ich sofort schwanger geworden und jetzt im 5 Monat. Mir hilft es sehr, schwanger zu sein. So unbeschwert wie bei meinem 1. Kind bin ich nicht. Aber seit 2,3 Wochen werde ich entspannter. Vorher bohrte es immer wieder im Kopf herum, ob das Baby noch lebt, ob mir sowas erneut widerfährt usw.
    Inzwischen fühle ich mich sicherer und gehe davon aus, dass die Natur ihre Gründe hatte.
    Offenes darüber reden hat mir geholfen. Denn erst dadurch habe ich erfahren, dass nahezu jede Frau im Umfeld schon Fehlgeburten hatte.

  6. V.I.P. Avatar von Ananasringi
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    AW: missed abortion

    Ich hatte (vermutlich) um die 9. Woche eine MA und fand es ehrlich gesagt nicht so furchtbar wie vorher befürchtet, weil mir von Anfang an klar war, dass etwas nicht in Ordnung war. Es gab von Anfang an immer wieder leichte Blutungen, ausserdem hieß es bei der Feststellung der Schwangerschaft beim FA schon, dass das, was man sehen konnte, zu klein war und man müsse mal abwarten. Die Ausschabung war an meinem Geburtstag (da war ich echt fertig), aber es ging danach physisch und psychisch schnell wieder aufwärts. Schwanger geworden bin ich dann zwei Zyklen später und war da nach dem ersten Arztbesuch auch relativ unbesorgt, weil sich diesmal alles viel "sicherer" angefühlt hat.

    pink, alles Gute!
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

  7. Stranger
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    AW: missed abortion

    Ich finde es interessant, dass ihr alle danach total schnell wieder schwanger geworden seid. Habe ich aus meinem Umfeld auch schon von Einigen so gehört. Meint ihr, das ist Zufall oder gibts da ne plausible Erklärung für? Im Krankenhaus wurde mir geraten, 3 Monate zu warten. Ich werde nächste Woche noch einmal mit meiner Frauenärztin darüber sprechen, die war jetzt diese Woche im Urlaub, so dass ich mit ihr noch keine "Nachbesprechung" machen konnte...

  8. Inaktiver User

    AW: missed abortion

    Ich hatte vor vier Jahren eine MA wohl etwa in der 11. Woche, festgestellt in der 13. Woche. Körperlich ging es mir nach der AS gut, hab mich auch irgendwie "befreit" gefühlt, weil ich vorher noch alle Schwangerschaftsanzeichen (v.a. Übelkeit) hatte und mich das die zwei Tage vom FA Termin bis zur AS doch sehr belastet hat. Psychisch ging es mir auch schneller wieder gut, als ich gedacht hätte, hatte aber auch schon seit Wochen ein schlechtes Gefühl, obwohl beim vorherigen Termin alles gut war und man auch das Herz schlagen sah.
    Ich war drei Monate später wieder schwanger, da ging auch alles gut.

  9. Regular Client Avatar von *sternschnuppe*
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    AW: missed abortion

    Meine Hebamme und meine Ärztin meinten, dass es an den Hormonen liegt, dass man danach schnell schwanger wird. Der Körper erinnert sich schnell und ist noch eher im Einnistungsmodus. Alles ist noch weicher und empfänglicher.
    Ebenso gibt es wohl so eine uralte Redensart, dass das Nest erst einmal bereinigt werden muss und geputzt wird und damit dann bereit für eine neue Schwangerschaft ist.

    Biologisch erklärt ist es damit nicht, aber es scheint oft zu stimmen.

  10. Stranger
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    AW: missed abortion

    Zitat Zitat von *sternschnuppe* Beitrag anzeigen
    Meine Hebamme und meine Ärztin meinten, dass es an den Hormonen liegt, dass man danach schnell schwanger wird. Der Körper erinnert sich schnell und ist noch eher im Einnistungsmodus. Alles ist noch weicher und empfänglicher.
    Ebenso gibt es wohl so eine uralte Redensart, dass das Nest erst einmal bereinigt werden muss und geputzt wird und damit dann bereit für eine neue Schwangerschaft ist.

    Biologisch erklärt ist es damit nicht, aber es scheint oft zu stimmen.

    Das klingt plausibel. Würde mich freuen, wenn es sich bei mir auch bewahrheitet. Da ich das PCO-Syndrom habe, möchte ich eigentlich erst recht nicht 3 Monate warten, sondern die noch anhaltende positive Wirkung der Pille (bin im 2. Zyklus nach Absetzen schwanger geworden) nutzen. Wer weiß, wie es in ein paar Monaten hormonell aussieht?

  11. V.I.P. Avatar von Ananasringi
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    AW: missed abortion

    Zitat Zitat von *sternschnuppe* Beitrag anzeigen
    Biologisch erklärt ist es damit nicht, aber es scheint oft zu stimmen.
    Das habe ich auch gehört und kenne aus dem Freundeskreis auch einige, bei denen es so war.
    Herr Pisanelli! Herr Pisanelli!

  12. Urgestein Avatar von Ion
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    AW: missed abortion

    Wie gesagt, diese "Regel" ist veraltet. Es gab vor ewigen Zeiten mal eine Studie, nach der man ein erhöhtes Abortrisiko vermutet hat, wenn man schnell wieder schwanger wird. Das konnte aber später nicht reproduziert werden, man hat dann kein erhöhtes Risiko gefunden und deswegen ist die Empfehlung nicht mehr aktuell. Kommt leider nicht überall gleich schnell an. Manche Ärzte sind wohl auch der Meinung, dass es für den Kopf besser sei, wenn man das erstmal verkraftet und wartet, aber das möchte ich bitte für mich entscheiden, wann ich dafür bereit bin.

  13. Stranger
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    AW: missed abortion

    Zitat Zitat von Ion Beitrag anzeigen
    Manche Ärzte sind wohl auch der Meinung, dass es für den Kopf besser sei, wenn man das erstmal verkraftet und wartet, aber das möchte ich bitte für mich entscheiden, wann ich dafür bereit bin.
    Ich glaube nicht, dass das bei mir einen Unterschied macht bzw. ich dann mehr "gefestigt" bin, wenn ich erst drei Monate warte. Aber ja, das muss jeder für sich entscheiden.
    Ihr habt mir auf jeden Fall etwas Mut gemacht durch eure Berichte. Habe die letzten Tage oft gedacht, dass es bestimmt nie klappen wird und ich sowas nie wieder erleben möchte usw.

  14. Ureinwohnerin Avatar von DieKathi
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    AW: missed abortion

    Ich hatte keine Ausschabung, bei mir ist es in der 6. Woche gegangen. Und ich bin direkt im nächsten Zyklus schwanger geworden. Alles Gute
    Nina (08:22 PM) :
    als intoleranter mensch muss man nix erklären *find

  15. Inaktiver User

    AW: missed abortion

    Ich hatte eine Ausschabung Ende der 10. Woche, ich vermute, das Herz hatte in der 9. Woche aufgehört zu schlagen. Und ich muss sagen, ich habe mir das immer weniger schlimm vorgestellt.

    Gut, bei mir kam noch ein bisschen Drumherum dazu, da hat die Fehlgeburt einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her gezogen, den ich erst einmal verkraften musste. Aber allein der Eingriff selbst war für mich echt schlimm. Dieses Medikament, das man anfangs bekommt und das ganz leichte Wehen auslöst, war für mich echt übel. Und überhaupt habe ich mich nach dem Eingriff so "beschädigt" gefühlt, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen.

    Mein Gyn meinte, rein körperlich spricht absolut gar nichts dagegen, sofort wieder schwanger zu werden, aber er würde aus psychischer Sicht empfehlen, 2 - 3 Monate zu warten. Ich hab da noch einmal mit ihm drüber gesprochen und ihm erklärt, dass ich glaube, dass es bei mir genau das Gegenteil ist und ich befürchte, durch längeres Warten Ängste zu entwickeln, die ich sonst nicht haben würde. Das fand er wohl auch irgendwie nachvollziehbar - es ist halt einfach nicht jeder gleich.

    Meine Tage habe ich gut 3 Wochen nach der Ausschabung bekommen. Direkt nach der Ausschabung hatte ich nur leichte Schmerzen und kaum Blutungen - nur einmal ca. 10 Tage danach eine richtig krasse Blutung, die dann aber auch direkt wieder vorbei war - aber da hab ich mich kurz erschrocken. Aber so insgesamt war das alles schnell wieder verheilt und gut. Psychisch habe ich auch ungefähr bis zur ersten Mens gebraucht, da war ich dann halt wieder irgendwie im Trott drin und hatte halbwegs abgeschlossen. Traurig bin ich natürlich immer noch, aber wir versuchen es jetzt wieder und hoffen, dass auch wir schnell wieder Glück haben (ich habe das auch echt oft gehört, von allen Seiten).

  16. Stranger
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    AW: missed abortion

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich hatte eine Ausschabung Ende der 10. Woche, ich vermute, das Herz hatte in der 9. Woche aufgehört zu schlagen. Und ich muss sagen, ich habe mir das immer weniger schlimm vorgestellt.

    Gut, bei mir kam noch ein bisschen Drumherum dazu, da hat die Fehlgeburt einen ziemlichen Rattenschwanz hinter sich her gezogen, den ich erst einmal verkraften musste. Aber allein der Eingriff selbst war für mich echt schlimm. Dieses Medikament, das man anfangs bekommt und das ganz leichte Wehen auslöst, war für mich echt übel. Und überhaupt habe ich mich nach dem Eingriff so "beschädigt" gefühlt, ich kann das gar nicht richtig in Worte fassen.

    Mein Gyn meinte, rein körperlich spricht absolut gar nichts dagegen, sofort wieder schwanger zu werden, aber er würde aus psychischer Sicht empfehlen, 2 - 3 Monate zu warten. Ich hab da noch einmal mit ihm drüber gesprochen und ihm erklärt, dass ich glaube, dass es bei mir genau das Gegenteil ist und ich befürchte, durch längeres Warten Ängste zu entwickeln, die ich sonst nicht haben würde. Das fand er wohl auch irgendwie nachvollziehbar - es ist halt einfach nicht jeder gleich.

    Meine Tage habe ich gut 3 Wochen nach der Ausschabung bekommen. Direkt nach der Ausschabung hatte ich nur leichte Schmerzen und kaum Blutungen - nur einmal ca. 10 Tage danach eine richtig krasse Blutung, die dann aber auch direkt wieder vorbei war - aber da hab ich mich kurz erschrocken. Aber so insgesamt war das alles schnell wieder verheilt und gut. Psychisch habe ich auch ungefähr bis zur ersten Mens gebraucht, da war ich dann halt wieder irgendwie im Trott drin und hatte halbwegs abgeschlossen. Traurig bin ich natürlich immer noch, aber wir versuchen es jetzt wieder und hoffen, dass auch wir schnell wieder Glück haben (ich habe das auch echt oft gehört, von allen Seiten).
    Ich finde mich in Vielem, was du geschrieben hast, wieder. Hätte es mir auch nicht sooo schlimm vorgestellt. Das ist schon echt was Anderes, ob man das von Anderen hört oder selber erlebt. Ich habe zwar nie einen Herzschlag gesehen, weil ich erst recht spät bei der Frauenärztin war (hab auch erst ganz spät gemerkt, dass ich schwanger bin, nachdem ich im ersten Zyklus mich extrem reingesteigert hatte - hatte da auch einen Thread aufgemacht ;-), aber der Embryo war trotzdem deutlich zu erkennen und das fand ich echt heftig.
    Den Eingriff hatte ich mir auch viel harmloser vorgestellt. Bei mir war es halt richtig als OP aufgezogen, einschließlich im Krankenbett durch die Flure geschoben werden, OP-Hemd und dann natürlich die Narkose... So ein wehenförderndes Medikament habe ich übrigens nicht bekommen. Kurz bevor ich narkotisiert wurde, habe ich echt gedacht, dass ich mir das nie wieder antun möchte und ich dann lieber nicht nochmal schwanger werden möchte. Das hat sich direkt nach dem Eingriff dann aber wieder geändert, weil es mir, als ich wieder wach geworden bin, echt deutlich besser ging. Ich war dann eigentlich froh, dass alles "raus" war, fand die Vorstellung, den toten Embryo noch im Bauch zu haben, sehr unangenehm :-(
    Dass, was du bezüglich Ängste entwickeln schreibst, sehe ich genauso. Denke es ist so ein bißchen, wie wenn man vom Pferd fällt, man ja direkt wieder aufsteigen soll (auch wenn der Vergleich doof ist ;-)
    Ich muss jetzt etwas aufpassen, dass ich nicht zu sehr in die Erwartungshaltung verfalle, dass es direkt wieder klappen muss, nachdem ich das jetzt von so vielen gehört habe.
    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass es bei euch bald wieder klappt. Wir sind ja dann gerade echt in einer ähnlichen Situation. Hast du denn schon ein Kind?

  17. Inaktiver User

    AW: missed abortion

    Nein, ich habe noch kein Kind. Und ja, ich versuche auch gerade, mich nicht zu sehr drauf zu versteifen, dass es jetzt sicher soooofort wieder klappt. Ist ja evtl. auch einfach wieder selektive Wahrnehmung. Man hört, was man hören möchte plus: Um jemanden zu trösten, erzählt man in dem Moment natürlich eher, dass es bei der Tante/der Freundin/einem selbst dann direkt wieder geklappt hat, als dass es nochmal 1 Jahr gedauert hat.

    Mich beruhigt nach der ganzen Geschichte aber, und daran muss ich mich ab und zu erinnern, dass wir offensichtlich ja schwanger werden können. Wir hatten es vorher ca ein Dreivierteljahr erfolglos probiert und waren schon drauf und dran, in der Kinderwunschklinik vorzusprechen.

    Ach, und ich finde es schon interessant, wie viele Frauen so etwas tatsächlich schon durchgemacht haben. Im Grunde hat mir so gut wie jede, die davon wusste (Arzthelferinnen, Krankenschwestern, Kolleginnen, Familie, Freunde), erzählt, dass sie selbst oder zumindest eine sehr enge Verwandte/Freundin das auch erleben musste. Es klingt dumm, aber irgendwie hat mich das tatsächlich getröstet. Weil es einfach wohl doch öfter passiert, als man denkt, und nicht ICH irgendetwas falsch gemacht habe.

  18. Stranger
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    AW: missed abortion

    Ja, das mit der selektiven Wahrnehmung stimmt natürlich. Ach mann, es ist echt nicht so einfach, positiv zu denken, wenn man sowas erlebt hat. Momentan ist einfach ALLES ungewiss. Wie schnell klappt es wieder? Geht dann alles gut? Wird überhaupt irgendwann alles gut?

    Zwei Fragen hätte ich noch:

    1. Wie lange wart ihr nach der Ausschabung krank geschrieben bzw. nicht arbeiten?
    2. Hat jemand von euch auch so eine Spritze wegen des Rhesusfaktors negativ bekommen? Ich habe in dem ganzen Chaos nicht genau verstanden, warum man das macht bzw. v.a. ob das nochmal wiederholt werden muss oder so. Ich glaube, das hat was mit einer möglichen Folgeschwangerschaft zu tun, oder?

  19. Inaktiver User

    AW: missed abortion

    Mein Gyn wollte mich gar nicht krank schreiben. Ich musste ziemlich kämpfen, um eine Woche zu Hause bleiben zu dürfen, und die war auch wirklich nötig. Besser wären wohl zwei gewesen. Ich hatte in der ersten Woche schon noch Schmerzen, gerade beim sitzen, aufstehen und laufen. Liegen ging sehr gut. Arbeite leider nicht im liegen.

  20. Regular Client
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    AW: missed abortion

    Zitat Zitat von pink_grapefruit Beitrag anzeigen
    2. Hat jemand von euch auch so eine Spritze wegen des Rhesusfaktors negativ bekommen? Ich habe in dem ganzen Chaos nicht genau verstanden, warum man das macht bzw. v.a. ob das nochmal wiederholt werden muss oder so. Ich glaube, das hat was mit einer möglichen Folgeschwangerschaft zu tun, oder?
    Wenn du Rh-negativ bist und dein Partner Rh-positiv, kann das Kind Rh-positiv sein. Bei allen Eingriffen und Ereignissen, bei denen potenziell Blut des Kindes in den Organismus der Mutter übertreten könnte (spontane Blutung unbekannter Ursache, Ausschabung, Geburt...) muss deshalb diese Rh-Prophylaxe gegeben werden. Die einmalige Gabe reicht da aus.
    Der Sinn dahinter ist, dass es bei dir zu einer Antikörperbildung kommen kann, wenn du mit Rh-positivem Blut in Kontakt kommst. Diese Antikörper können dann in einer weiteren Schwangerschaft mit einem Rh-positiven Kind dazu führen, dass das Kind geschädigt wird, weil sie gegen das Blut des Kindes gerichtet sind. Durch die Spritze kann das sehr wirksam verhindert werden.

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