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  1. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Wenn man mit "unterordnen" "sich selbst und die eigenen Wünsche auch mal zurückstellen" meint, bin ich auch dafür, dass Kinder das von ihren Eltern lernen.

    Ich möchte auch das Wort Frustrationstoleranz in den Raum werfen - ich finde es wichtig, dass ein Kind das lernt, und zwar zuhause im geschützten Raum, wo es in Frieden heulen und ausrasten kann.

  2. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    woa, chaos, habt ihr mit dem eltern noch Kontakt? das ist ja unter aller Sau...

    bzgl unterordnen bin ich glaub bei teddy, insbesondere, da ich auch in der Schule teilweise Schüler habe, die allen Ernstes der Meinung sind, dass sie immer das Zentrum sämtlicher Interessen sind, alles ausdiskutieren wollen (ALLES, also ca. alle 5 Minuten vehement versuchen, sachferne diskussionen anzuleihern, was dem Unterricht und ihre Mitschüler/innen enorm stört - interessiert diese Schüler aber gar nicht). die können oft auch hat nicht nachvollziehen, dass es keine persönliche Aversion ist, wenn ich nicht 2/3 meines fachunterrichts fachfremd diskutiere, ob es gerecht ist, wenn luisa neben lara sitzen darf, max aber nicht neben Luca, wieso sie jetzt nicht nochmal dasselbe blatt zum zweiten mal kriegen können, wo sie doch auf dem ersten alles falsch gemacht haben etc.
    das ist einfach fürchterlich nervig und meines Erachtens nicht gesellschaftstauglich. fernziel (ich spreche von 15-jährigen) ist es also durchaus, prinzipiell eine akzeptanz von Regeln auch ohne permanentes diskutieren zu erreichen (solange die Regeln halbwegs im rahmen des üblichen sind - ich hab auch kein Problem damit, meine Regeln kurz zu erklären, aber jedes mal diskutieren werde ich sie nicht).
    das fängt im Kindergarten ja schon an - im Kindergarten meiner Tochter darf nicht im stehen geschaukelt werden. ich fände es völlig ok, wenn sie nachfragt, wieso das so ist (hat sie nicht, nur gemeinsam mit mir darüber gerätselt), aber ich finde es absolut gut, dass sie sich trotzdem daran hält, auch wenn es ihr nicht gleich einleuchtet. und auch, wenn sie dann anderer Meinung ist, hat sie die Regel natürlich zu befolgen - gesellschaft funktioniert sonst einfach nicht.
    ich selbst erkläre ihr meine Anweisungen/Verbote auch, wir reden auch manchmal bisschen darüber, ob das so sinnvoll ist oder nicht. in manchen Situationen hab ich aber auch keine Zeit für lange Erklärungen und dann wäre es schon günstig, wenn sie sachen einfach "nur" deshalb macht, weil ich es so sage - und wir dann NICHT den zug verpassen, das baby NICHT kopfüber von der rutsche purzelt etc.

    "unterordnen" klingt vielleicht krasser, als es unbedingt sein muss - das ist ja nicht unbedingter blinder Gehorsam, sondern einfach das gelegentlich Unterordnen von den spontanen Interessen/dem akuten Willen des Kindes unter irgendwelche Interessen/Gegebenheiten anderer Personen oder Umstände. Im Zusammenleben mit anderen KANN nicht jeder immer alle seine Interessen ausleben, weil diesem Ausleben eben oft die Interessen anderer Personen entgegenstehen. ob man dieses ausgleichsuchende Verhalten dann als (gelegentliches, nicht permanentes!) unterordnen bezeichnet oder nicht, ist vermutlich ein rein begrifflicher Unterschied, inhaltlich sind wir da vermutlich alle recht nah beieinander.

  3. Ureinwohnerin Avatar von chaosmädchen
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Narzisse, gezwungenermaßen,ja. Deren anderes u unser Kind gehen zusammen in die Kita und Lieben sich. Und wir wohnen recht nah beieinander. Da begegnet man sich oft..
    och... nö.

  4. Regular Client Avatar von _Elsa
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Ich könnte immer heulen, wenn ich sowas lese...
    Genau das kommt nämlich hinzu, dass die Kinder unterschiedlich sind. Und deswegen auch unterschiedliche Strenge"grade" bzw. Herangehensweisen notwendig sind. Mit zwei Kindern müssen jetzt hier einige Dinge auch manchmal anders laufen, das stimmt schon.

    An der Rutsche "schubsen" macht T. allerdings leider auch, wenn derjenige vor ihr lange braucht und nicht losrutscht. Bzw. sie schiebt dann von hinten an. Ich versuche immer ihr Kommunikationsmittel an die Hand zu geben, mit denen sie Konflikte lösen kann ("Rutsch bitte los, ich möchte auch rutschen!" "Kann ich mal durch?"), aber immer klappt das nicht und wenn ein Kind da minutenlang sitzt und sie alles probiert ht, kann ich schon verstehen, dass man als Kleinkind da irgendwann handelt. Aber das sind auch nochmal so spezielle Spielplatzsituationen.
    Bei Fremden zuhause grundlos (???) Sachen zerstören geht natürlich gar nicht.

  5. V.I.P. Avatar von enicmatical
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Mmh kann sein dass da Stadt vs Dorf einen Unterschied macht, aber ich kann mir fuer mich echt nicht vorstellen mein Kind alleine im Auto zu lassen. Auch heute nicht, er ist bald 5.
    Und allein daheim lassen-
    beim besten Willen nicht, Wohnungsbrand, Einbruch etc kommen mir da sofort in den Sinn. Was wenn mir was passiert unterwegs, oder der Schluessel bricht ab?
    wir sind hier in einem kleinen stadtteil- der relativ ländlich ist und ich lasse meinen sohn sicher schon 1 jahr lang im auto wenn ich ihm morgens beim bäcker was hole oder kurz in die apotheke rein will...er will drin bleiben, ich lasse fenster auf + auto unabgeschlossen und dann passt das.


    chaos, das mit dem anderen kind ist ja echt übel habt ihr mal direkt mit den eltern gesprochen?
    was ich, ausser, dass ja das eigene kind leidet, noch so schlimm finde ist, dass so ein kind dann ja echt nicht gemocht und zT ausgeschlossen wird. also sowohl von vielen kindern als auch von erwachsenen. daran müsste man doch sehen, dass etwas schief läuft

    ich finde es auch schön wie teddy das ausgedrückt hat. bei mir klingt das immer gleich so hart nach mutter mit peitsche obwohl das so gar nicht gemeint ist
    bei lapalien wie von akkordeon erwähnt finde ich es auch völlig wurscht- da kann das kind doch sein bobbycar drin haben!
    Geändert von enicmatical (08.06.2017 um 07:07 Uhr)

  6. Alter Hase
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Ich glaub ich würde auch ein schlafendes Baby im Auto lassen (natürlich nicht in der prallen Sonne oder so, klar!), wenn es sich um wenige Minuten handelt. Wie z.B. Geschwisterkind kurz reinbringen oder kurz (!) zum Bäcker rein. Das machen hier auch viele so. Was könnte da schlimmstenfalls passieren? Ich glaube, ich würde das Auto aber abschließen, damit nicht jemand das Kind rausholen kann (oder wenn es älter ist, es selbst rausklettern kann).

    Schwieriger finde ich es mit dem Kinderwagen. Baby ist gerade einschlafen, wenn man im Kindergarten ankommt, und man will es jetzt nicht wieder durch rausnehmen wecken. Aber Kinderwagen allein draußen stehen lassen ist natürlich überahaupt keine Option. Manchmal kommen andere Eltern und passen kurz auf.

  7. Ureinwohnerin Avatar von chaosmädchen
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Elsa, ich kann sein Kind und andere Kleinkinder da verstehen und es ist sicher gut, da den Kindern zu vermitteln, dass man a) auf einer Rutsche nicht ewig einsitzt und b) dem wsrtenden Kind kommuniziert, dass es sich verbal ausdrücken soll.

    Leichtes drücken von hinten finde ich jetzt auch nicht mega dramatisch.
    Bei uns war es so, dass es eine sehr Breite und steile Rutsche war und unser Kind sich hinsetzen wollte, als der junge von hinten angelaufen kam und richtig schubste. Bei sowss werde ich dann echt laut.

    Mit den Eltern hatte mein Freund mal geredet. Ihnen ist bewusst, dass es so blöd ist, aber sie ändern nix.
    och... nö.

  8. Alter Hase Avatar von Bibliophilia
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von Akkordeon Beitrag anzeigen
    in Anlehnung an den Erziehungsratgeber-Thread, den ich aber nicht sprengen möchte:

    Bekommt ihr auch oft solche Kommentare zu hören:
    "Ah, da sieht man ja, wer der Chef ist"
    "Der weiß schon, wie er seinen Willen durchsetzt"
    "Du musst mal konsequent sein, sonst tanzt er dir irgendwann auf der Nase herum"

    Ich habe den Eindruck, dass es unheimlich viele Leute gibt, denen es wichtig zu sein scheint, dass ein Kind sich unterordnet, gehorsam ist und das tut, was die Erwachsenen wollen. Und das waren jetzt nicht nur ältere Leute, die das gesagt haben.
    Wie ist das denn in eurem Umfeld?
    In meinem Umfeld ist das so die gängige Meinung.
    Ich hadere immer mit mir, ob ich da jetzt eine Diskussion anfangen soll oder mir einfach meinen Teil denke.

    Die anderen haben dann meistens schon etwas ältere Kinder, denen "ein bisschen Disziplin" auch nicht geschadet hat. Sicher, das sind alles Kinder, die ich als grundsätzlich gut erzogen beschreiben würde. Aber mich nervt, dass Anmeckern, Anschreien und einfach aus Prinzip den elterlichen Willen durchsetzen, vom Großteil meines Bekanntenkreises als einziger Weg zu einem halbwegs gesellschaftskompatiblen Kind dargestellt wird.

    Das was sora über Frustrationstoleranz schreibt, sehe ich absolut auch so. Aber ich glaube es gibt ganz automatisch täglich zig Situationen, in denen Kleinkinder frustriert sind und ihren Willen nicht bekommen (können), sodass ich nicht sehe, dass wir das extra üben müssen, indem ich mit meinem Kind Machtkämpfe darüber ausfechte, in welchen Gang im Supermarkt wir als nächstes abbiegen.
    Und dann brauche ich keinen Rentner, der mir einen kleinen Tyrannen prophezeit, nur weil wir den gleichen Gang gerade zum 3. mal ablaufen. Solange am Ende alles in meinem Einkaufswagen ist, was rein gehört, ist doch alles in Ordnung. Das Kind ist mega stolz, weil es den Wagen geschoben hat, es ist am Ende erschöpft, weil es 20 Minuten lang gelaufen ist und der Einkauf hat dann eventuell 5 Minuten länger gedauert als sonst.

    Mich nervt einfach, dass für viele Leute Kindererziehung ein Thema ist, das sie unbedingt kommentieren müssen.
    In mir krampft sich auch alles zusammen, wenn ich in der Krabbelgruppe höre, dass einige Mütter darüber reden, in welchem Zeitintervall und in welcher Intensität man sein beißendes 1-jähriges Kind am besten zurückbeißt und zurückhaut, damit "es versteht, dass das weh tut und es aufhören soll".
    Halte ich für den größten Schwachsinn und schlicht gemein, aber ich denke auch diese Kinder werden die Erziehungsmaßnahmen ihrer Eltern ohne bleibende Schäden überstehen und sich zu ganz normalen Kindern entwickeln.
    Mir würde im Traum nicht einfallen, das zu kommentieren, weil ich davon ausgehe, dass sie sich bewusst dafür entscheiden (und das auch nur ein kleiner Ausschnitt ihrer Erziehung ist) und Kommentare jeder Art einfach nichts bringen.

    Gleichzeitig frage ich mich, warum so viele Leute meinen, meinen Erziehungsstil, bzw. Miniausschnitte, die sie daraus zu sehen bekommen, kommentieren zu müssen. (Jetzt nicht mal die Mütter aus der Krabbelgruppe. Ich denke, die haben das gleiche Problem wie ich. Das sind oft eher Leute mit größeren Kindern oder aus ganz anderen Generationen)
    Können die nicht einfach ihre Kinder großziehen und ich meins?

  9. V.I.P. Avatar von Bällabee
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Wer hat denn hier gestern oder so ein Rezept mit Spaghetti Zitronen creme fraiche Sauce verlinkt? Ich meine das war hier im Familien Forum, aber jetzt finde ich es nicht mehr und ich wollte dass jetzt nach kochen. Gnaaah...
    Ein Arzt für die Zähne? Was kommt als nächstes, ein Anwalt für Haare?

  10. Foreninventar Avatar von dizzie
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    sora war das im babythread - und das ist das rezept: Baked Lemon Pasta | The Pioneer Woman
    [the more you suffer.]
    [the more it shows you really care.]
    [right?]
    [yeeeah.]

  11. V.I.P. Avatar von Bällabee
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Perfekt, danke!
    Ein Arzt für die Zähne? Was kommt als nächstes, ein Anwalt für Haare?

  12. V.I.P. Avatar von Ananasringi
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von Akkordeon Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck, dass es unheimlich viele Leute gibt, denen es wichtig zu sein scheint, dass ein Kind sich unterordnet, gehorsam ist und das tut, was die Erwachsenen wollen. Und das waren jetzt nicht nur ältere Leute, die das gesagt haben.
    Wie ist das denn in eurem Umfeld?
    Hier ist es 50:50. Es gibt ein paar, die eher so die bymschen Erziehungsideale vertreten und einige, die eher oldschool sind. Wobei letztere auch die mit den total braven Kindern sind und das natürlich ihrem strengen Regiment zuschreiben. Aber vielleicht besteht da ja wirklich ein Zusammenhang.
    Geändert von Ananasringi (08.06.2017 um 19:07 Uhr)

  13. Addict
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Ich denke schon, dass Kinder, die Angst vor Strafen haben müssen, eher gehorchen und brav sind, als Kinder, die nicht bestraft werden.

  14. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von helgoland Beitrag anzeigen
    Ich denke schon, dass Kinder, die Angst vor Strafen haben müssen, eher gehorchen und brav sind, als Kinder, die nicht bestraft werden.
    Ja, bis zu einem gewissen Alter glaube ich das auch. Aber irgendwann denkt sich das Kind dann so "f%$! you" und rebelliert.
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  15. Regular Client Avatar von _Elsa
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Ja, bis zu einem gewissen Alter glaube ich das auch. Aber irgendwann denkt sich das Kind dann so "f%$! you" und rebelliert.
    Glaub ich auch.

  16. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Und die Folgeschaeden hat man eventuell auch. Kind denkt es wird nur geliebt wenn es "gut" ist, traut sich nicht mit den Eltern ueber "selbstverschuldete" Probleme zu sprechen (das finde ich hochgradig gefaehrlich)...
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  17. Addict Avatar von Akkordeon
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    Ich hadere immer mit mir, ob ich da jetzt eine Diskussion anfangen soll oder mir einfach meinen Teil denke.
    Ich habe meist keine Lust zu diskutieren. Mit der Person aus dem Bobbycar-Beispiel habe ich einmal wegen etwas ähnlichem diskutiert - da sind wir auf keinen grünen Zweig gekommen. Da kam dann auch dieses "früher sind die Kinder einfach im Alltag mitgelaufen", heute wird so viel Wirbel ums Kind gemacht. Früher gab es halt auch Kinderarbeit (in Westeuropa - anderswo ist Kinderarbeit ja leider immer noch Gang und Gäbe). Warum soll man keinen Wirbel um sein Kind machen? Es gibt doch nichts schöneres, als eine glückliche, umsorgte Kindheit.

    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    Aber ich glaube es gibt ganz automatisch täglich zig Situationen, in denen Kleinkinder frustriert sind und ihren Willen nicht bekommen (können), sodass ich nicht sehe, dass wir das extra üben müssen, indem ich mit meinem Kind Machtkämpfe darüber ausfechte, in welchen Gang im Supermarkt wir als nächstes abbiegen.
    Ja, eben. Sehe ich genauso. Kinder müssen sich doch ständig in Frustrationstoleranz üben, da ist es für mich völlig okay, bei Kleinigkeiten nachzugeben. Aber sich dem Kind "unterzuordnen" scheint ein absolutes No Go.


    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    In mir krampft sich auch alles zusammen, wenn ich in der Krabbelgruppe höre, dass einige Mütter darüber reden, in welchem Zeitintervall und in welcher Intensität man sein beißendes 1-jähriges Kind am besten zurückbeißt und zurückhaut, damit "es versteht, dass das weh tut und es aufhören soll".
    Oha, äh... krass. Kleiner Kurs in Selbsterfahrung... Bringt nur m.M.n. nichts, da Kinder erst ab ca. vier Jahren (nagelt mich nicht auf die Zahl fest...) überhaupt zu Empathie in der Lage sind.

    Ob Kinder tatsächlich alle Erziehungseskapaden der Eltern unbeschadet überstehen ist eben die Frage. Autoritäre Erziehung halte ich schon für nachhaltig schädlich.

  18. V.I.P. Avatar von enicmatical
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    mal ne frage: hat/hatte hier jemand zu babyzeiten so ein ,myhummy' teil? das wird mir immer angepriesen aber ob das wirklich was kann, weiss ich nicht... und bin neugierig ob es eine dieser eltern-sind-müde-und-kaufen-alles geldmachereien ist oder tatsächlich gut
    [rot]~Auch beim Lachen kann das Herz trauern~[/rot]

  19. V.I.P. Avatar von choclady
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    ein myhummy hatte ich nicht. aber als mein sohn so 3-6 monate alt war, habe ich immer den fön angemacht damit er einschläft

    Lady Angst bittet zum Tanz

    Ich nehm' die Beine in die Hand
    Ich sing' nie mehr die alten Lieder
    Und ich brenne den Tanzsaal nieder


  20. Alter Hase
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    AW: Mein Kleinkind 2017

    Zitat Zitat von Akkordeon Beitrag anzeigen
    Ich habe meist keine Lust zu diskutieren. Mit der Person aus dem Bobbycar-Beispiel habe ich einmal wegen etwas ähnlichem diskutiert - da sind wir auf keinen grünen Zweig gekommen. Da kam dann auch dieses "früher sind die Kinder einfach im Alltag mitgelaufen", heute wird so viel Wirbel ums Kind gemacht. Früher gab es halt auch Kinderarbeit (in Westeuropa - anderswo ist Kinderarbeit ja leider immer noch Gang und Gäbe). Warum soll man keinen Wirbel um sein Kind machen? Es gibt doch nichts schöneres, als eine glückliche, umsorgte Kindheit.
    Ehrlich gesagt sehe ich das auch ein bißchen ähnlich. Es tut Kindern meiner Meinung nach nicht gut, wenn zu viel Wirbel um sie gemacht wird. Ich sehe das bei mir und anderen schon etwas kritisch und ich finde, man merkt auch die Auswirkungen (bei größeren Kindern).
    Das schließt ja eine glückliche, umsorgte Kindheit nicht aus. Ich nehme mir jedenfalls immer mal wieder vor, Kinder ein bißchen mehr mitlaufen zu lassen, weniger Wirbel und nicht auf jede Befindlichkeit/Zickerei einzugehen. Und sie einfach "in Ruhe zu lassen".

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