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  1. V.I.P. Avatar von enicmatical
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von Nutra Beitrag anzeigen
    Ohja, die frechen Sprüche.
    Seit ich an der 30 kratze und in einer langjährigen Beziehung bin, höre ich so oft, dass die Uhr schon noch anfängt zu ticken, ich mit 70 allein und weinend im Altenheim sitzen werde und es egoistisch wäre, als Frau mit einer funktionierenden Gebärmutter keinen Nachwuchs zu bekommen (tut mir leid, dass ich kein Kind möchte, nur um die Rentenkasse zu füllen).
    als mutter muss ich da echt die hände über dem kopf zusammenschlagen wie unfassbar egoistisch du bist *ironieaus*
    so einen schwachsinn habe ich ja schon lange nicht gehört! wer garantiert einem denn, dass ,die lieben kinder' sich denn kümmern wenn man alt ist?! natürlich wünscht man sich als eltern, dass man im alter noch besucht wird und die kinder sich blicken lassen- aber man hat doch keine sicherheit diesbezüglich!

    und egoistisch..egoistisch finde ich fast eher kinder zu bekommen in der heutigen zeit. ich frage mich auch immer was ich damit meinem kind/meinen kindern für ihr späteres leben zumute...

    ich kann aber auch nicht nachvollziehen, warum es nicht einfach mal hingenommen werden kann wenn jemand keine kinder will!
    ich diskutiere ja auch nicht darüber, warum ich welche wollte... ist halt so!
    [rot]~Auch beim Lachen kann das Herz trauern~[/rot]

  2. Inaktiver User

    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Ich habe es immer gewusst, seit ich ein Teenager war. Meine Freundinnen haben damals schon immer geplant, spätestens mit Mitte 20 das erste Kind zu bekommen, mit Anfang 20 zu heiraten etc. etc., noch bevor sie alle angefangen haben, sich ernsthaft für einen Mann zu interessieren. Und mir kam das völlig abstrus vor. Ich in der Mutterrolle, ich, die für irgendwen so verantwortlich sein soll, ich und eine Geburt, ich als schwangere Frau... und daran hat sich bis jetzt, Ende 20, nichts geändert.
    Es fühlt sich einfach unrealistisch an.
    Allerdings finde ich die Vorstellung schön und wichtig, irgendwann mit einer Gruppe Menschen zu leben, die man abgöttisch liebt und auf die man sich verlassen kann und die fest zu einem dazugehören. Also ich habe den Wunsch nach Familie, aber nicht nach Kindern.
    Keine Ahnung, wie sich sowas umsetzen lässt.

  3. Alter Hase Avatar von SarahYasemin
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Naja, ich bin ja der Meinung, eine Gruppe von Menschen, die man später vielleicht Familie nennen kann, die passiert einem im Leben. Kinder anderer Leute (Geschwister, Freunde,...), vielleicht ist man Pate, oder man kann sich ehrenamtlich engagieren und dann kommt so was dabei raus.

    Deine anderen Gedanken kann ich unterschreiben. Mir kam das bei anderen immer komisch vor, dass der Heirats- und Kinder-Gedanke so ausgeprägt war, obwohl noch kein Partner vorhanden. Ich war der Meinung, dass die Wünsche mit dem entsprechenden Partner kommen.

    Jetzt hab ich einen und keinen Kinderwunsch Heiraten würde ich aber glaube ich schon gern.

    Meine romantische Vorstellung als Paar ist, dass wir im Alter in irgendeiner tollen europäischen Stadt in unserem Penthouse (oder Hausboot, je nach dem) sitzen, mit dem dritten Gin Tonic in der Hand (oder welcher Drink auch immer unser Favorit ist zu dem Zeitpunkt). Da kommen keine anderen Menschen drin vor.

    Ich bekomme aber ein extremes Ziehen im Bauch, wenn ich Hundewelpen sehe. Danach habe ich große Sehnsucht. Ich hoffe, dass die Situation in meinem Leben irgendwann passend sein wird.

  4. Foreninventar Avatar von Ally Mc Beal
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    also was das thema alleinsein angeht. ich denke schon, dass man mit kindern zumindest die chance hat, dass man sich gut versteht und dann am ende nicht allein ist. hilft mir aber nicht. ich kann nicht heute ein kind bekommen, dass ich auf keinen fall will, damit ich diese chance hab.

    ich hab schon unterschwellig angst davor, aber auch das kann ich nicht ändern. einen kinderwunsch habe ich einfach gar nicht. früher hatte ich auch noch totale abneigung gegen kinder. mittlerweile ist das anders. die meisten kinder nerven mich immer noch. aber 2 freundinnen von mir haben jeweils ein kind, das wirklich zuckersüß ist. und wenn ich da bin, bin ich ein bisschen verliebt in die jungs, weil so niedich. und auch in dieser idealsituation kommt kein bisschen der gedanke auf 'das will ich auch'. ich sage immer noch, cih würde es niemals ausschließen, dass der wunsch irgendwann kommt. vielleicht ist es dann zu spät, aber auch das kann ich ja jetzt nicht ändern. aber wenn in solchen idealsituationen der wunsch nicht aufkommt, frage ich mich, was für eine situation es bräuchte, damit es passiert.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  5. Inaktiver User

    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von Nutra Beitrag anzeigen
    Ohja, die frechen Sprüche.
    Seit ich an der 30 kratze und in einer langjährigen Beziehung bin, höre ich so oft, dass die Uhr schon noch anfängt zu ticken, ich mit 70 allein und weinend im Altenheim sitzen werde und es egoistisch wäre, als Frau mit einer funktionierenden Gebärmutter keinen Nachwuchs zu bekommen (tut mir leid, dass ich kein Kind möchte, nur um die Rentenkasse zu füllen).

    Was für mich auch ein Grund ist, keine Kinder zu bekommen, ist, dass ich bei 99% der Mütter in meinem Umfeld (gilt natürlich nicht für alle Mütter) miterlebe, wie sich das Leben einfach um 180 Grad dreht und man zum Muttertier wächst, wo quasi nur noch der Nachwuchs zählt. Windelnwechseln, Kinderspielzeug, Kinderkrankheiten, Brote schmieren, Kindervereine, Elternabende, Kontakt bevorzugt eher nur noch zu anderen Müttern, etc..
    Was ja auch verständlich ist, immerhin ist ein Kind ein riesen Einschnitt ins Leben. Trotzdem...sogar Frauen, denen ich vorher nie zugetraut hätte, dass sie sich NUR noch in der Mutterrolle sehen, haben sich auch charakterlich völlig gewandelt.
    Davor hätte ich irgendwie Angst
    Ich kenne das alles auch so und ertrage die Sprüche nicht mehr. Inzwischen werde ich sehr giftig. Ich wollte noch nie Kinder und habe auch immer diese Sprüche gehört "Wenn du älter bist" und "Sonst bist du doch allein im Altersheim" (Ok und wenn ich Kinder bekomme habe ich die Garantie, dass ich das nicht bin?) etc.

    Ich kriege bei vielen die absolute Überforderung mit. Mein bester Freund ist so derart runter, dass er sagt, es war die größte Fehlentscheidung. Natürlich liebt er sein Kind, aber er geht auf dem Zahnfleisch.
    Es gibt natürlich auch Eltern, die aufgehen, die gern Mama sind oder Mama und Hausfrau. Aber das sind dann halt auch die, die das "immer schon wollten".

    Alles in allem bin ich gern Patentante. Ich liebe den "Job", gehe darauf auf. Aber ich bin auch sehr froh, wenn ich die Kinder wieder abgeben kann und weiß, ich und mein Freund können dann wieder machen, was "wir wollen". Ich hab auch kein Problem wenn meine Nichten/Neffen und seine alle ein Wochenende da sind. Klasse, liebe ich! Aber es ist dann auch schön, wenn Sonntag die Eltern zum Kaffee kommen und sie wieder mitnehmen. Ich mag Kinder auch gerne, aber ich will eben keine eigenen und ich finde das sollte respektiert werden. Aber ich sehe ja, ich bin nicht allein. Wir treffen uns alle dann im Altersheim ;-)

  6. Senior Member
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von rosaPony Beitrag anzeigen
    ich kann eigentlich auch nicht so viel beitragen, weil ich immer kinder wollte.

    ich habe eine freundin, die vor vier monaten mutter geworden ist. es ist ein absolutes wunschkind. allerdings war ihre reaktion auf den positiven test nicht freude. sie hat erstmal geheult und das nicht aus freude. in dem moment wurde ihr nämlich klar, was sie jetzt alles aufgibt und was kinder mit einem leben, was man so mit mitte dreißig kinderlos führt, macht. die ist jetzt ein total glückliche mutter. ich will damit sagen, dass dein "aufatmen" nicht automatisch heißt, dass du keine kinder willst.
    War bei meiner Freundin auch so, nur eher Anfang/Mitte 20. Als ihre Tochter dann da war, war das so ein bisschen "Erleuchtung"- dass das genau das ist, was sie schon immer wollte. Also klar, muss nicht so laufen, aber kann es eben auch


    Zitat Zitat von hellogoodbye Beitrag anzeigen
    Mittlerweile wird das verstärkt dadurch, dass ich sehe wie sehr sich das Leben von Freundinnen mit Kindern verändert hat und wie anstrengend ich es finde, wenn ich mal nur einen Tag auf Kinder aufpasse. Ich finde das auch nur anstrengend und kann nichts positives daran finden, zwei Stunden lang zu puzzlen und Memory zu spielen... Jetzt mit Anfang 30 ist der Kinderwunsch gar nicht mehr vorhanden.
    .

    Zitat Zitat von engl Beitrag anzeigen
    es gibt auch übrigens einige sachen, die man bei kindern als nachteil nennen könnte (z.b. flexibilität, urlaub...), die mir aber bei anderen lebewesen völlig egal sind. ich habe z.b. einen "schwierigen" hund, dessen anwesenheit zu genau den gleichen konsequenzen führt und würde ihn trotzdem jederzeit bei mir aufnehmen. aber einen hund z.b. wollte ich wirklich immer, so wie andre eben kinder.
    Hier auch!
    Aber mir geben Tiere auch mehr als Kinder.


    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    ich würde mich um dieses wesen kümmern, ich würde es aber auch (zwangsläufig) irgendwann verletzten. und das ist etwas, das ich nicht will. ich kann das nicht. ich will das auch nicht können.
    Ja.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kriege bei vielen die absolute Überforderung mit. Mein bester Freund ist so derart runter, dass er sagt, es war die größte Fehlentscheidung. Natürlich liebt er sein Kind, aber er geht auf dem Zahnfleisch.
    Es gibt natürlich auch Eltern, die aufgehen, die gern Mama sind oder Mama und Hausfrau. Aber das sind dann halt auch die, die das "immer schon wollten".

    Alles in allem bin ich gern Patentante. Ich liebe den "Job", gehe darauf auf. Aber ich bin auch sehr froh, wenn ich die Kinder wieder abgeben kann und weiß, ich und mein Freund können dann wieder machen, was "wir wollen". Ich hab auch kein Problem wenn meine Nichten/Neffen und seine alle ein Wochenende da sind. Klasse, liebe ich! Aber es ist dann auch schön, wenn Sonntag die Eltern zum Kaffee kommen und sie wieder mitnehmen. Ich mag Kinder auch gerne, aber ich will eben keine eigenen und ich finde das sollte respektiert werden. Aber ich sehe ja, ich bin nicht allein. Wir treffen uns alle dann im Altersheim ;-)
    Naja..
    Ich kenne so viele, die die Zeit verfluchen, in der die Kinder so wahnsinnig anstrengend sind (für mich gibts gar keine "Zeit", in der sie das nicht sind :')), obwohl sie das schon immer so wollten. Also die das quasi im Kleinen anzweifeln, im Großen&Ganzen aber bejahen.

    Und: ja.

    Ich liebe mein Babysitterkind wirklich abgöttisch, ich vermisse sie wenn ich sie eine zeitlang nicht sehe und freue mich urs, wenn ich Zeit mit ihr verbringen kann. Aber halt so 1-2x/Woche
    (wobei man halt echt sagen muss, dass sie sehr besonders ist, das sage ich "von außen". Sie ist 3, aber in ihren motorischen und kognitiven Fähigkeiten schon wahnsinnig weit, das habe ich so echt noch nie erlebt und ich arbeite schon sehr viele Jahre mit Kindern).
    Für mich ist in den letzten 5-8 Jahren klar geworden,dass ich keine Kinder will.
    Ich hab psychische Probleme und glaube nicht, dass ich es schaffe, die Fehler, die meine Eltern gemacht haben, nicht auch zu wiederholen. Das wäre so unfair einem Wesen gegenüber, das nicht entscheiden kann darüber, ob es auf dieser Welt sein will oder nicht.
    Bestimmte Dinge sitzen so fest, sind so verinnerlicht, dass ich sie nicht ändern kann, wie also sollte ich sie nicht weitergeben?
    Und auch mein Aussehen - in einer oberflächlichen Welt wie dieser muss man seinen Kindern entweder ein gutes Selbstbewusstsein/Selbstwertschätzung erfolgreich vermitteln oder zumindest "okayes Aussehen" mitgeben können (im besten Fall natürlich beides) und bei beidem würde ich scheitern. Und wenn nur die 10%ige Chance bestehen würde, dass mein Kind (deshalb) unglücklich ist, bekomme ich lieber keins.
    Aber da habe ich eine sehr eigene Einstellung, weil für mich (!) das Leben das nicht wert ist.

  7. V.I.P. Avatar von Salina
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    also was das thema alleinsein angeht. ich denke schon, dass man mit kindern zumindest die chance hat, dass man sich gut versteht und dann am ende nicht allein ist. hilft mir aber nicht. ich kann nicht heute ein kind bekommen, dass ich auf keinen fall will, damit ich diese chance hab.

    ich hab schon unterschwellig angst davor, aber auch das kann ich nicht ändern. einen kinderwunsch habe ich einfach gar nicht. früher hatte ich auch noch totale abneigung gegen kinder. mittlerweile ist das anders. die meisten kinder nerven mich immer noch. aber 2 freundinnen von mir haben jeweils ein kind, das wirklich zuckersüß ist. und wenn ich da bin, bin ich ein bisschen verliebt in die jungs, weil so niedich. und auch in dieser idealsituation kommt kein bisschen der gedanke auf 'das will ich auch'. ich sage immer noch, cih würde es niemals ausschließen, dass der wunsch irgendwann kommt. vielleicht ist es dann zu spät, aber auch das kann ich ja jetzt nicht ändern. aber wenn in solchen idealsituationen der wunsch nicht aufkommt, frage ich mich, was für eine situation es bräuchte, damit es passiert.
    in den aussagen finde ich mich total wieder!

  8. Foreninventar Avatar von Kräuterpolizei
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Ich wollte bis vor ein paar Jahren gerne Kinder.

    Ursprünglich war es einfach die (katholisch-ländliche) Sozialisation - es "gehört dazu".
    Dazu kam einfach das Interesse an Genetik, Vererbung und so - da meine Zielgruppe rotblond und ich dunkelhaarig bin, wäre ich immer gespannt gewesen, was dabei rauskäme. Und allgemein das Gefühl, etwas "weitergeben zu müssen".

    Nun ja.

    Ich finde Genetik immer noch spannend. Aber da ich mittlerweile zweifache Tante bin und sehr nah miterlebe, wie sehr Kinder einen auch fordern können und wie sehr es einfach den Lebensstil beeinflußt, bin ich zu der Conclusio gekommen, daß das nichts für mich ist.
    Ich kann das einfach nicht.

    Und Dinge weitergeben kann ich auch anders.

  9. Member Avatar von Leisha
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Also ich konnte mir schon als Kind/Jugendliche nicht vorstellen, Kinder zu bekommen. In meiner Vorstellung wollte ich immer meinen besten Freund heiraten, aber Kinder kamen in diesem Plan nie vor.

    Habs dann später nochmal durchdacht und es hängt bei mir mittlerweile wohl an dem klassischen Rollenbild.
    Ich kann mir nicht vorstellen so total in dieser "Mutterrolle" aufzugehen und das dann als meine Hauptaufgabe anzusehen. Als Vater könnte ich mir das hingegen vorstellen. Also ganzen Tag arbeiten gehen, dann abends noch so 2 Std. mit dem Kind verbringen... spielen, bei Hausaufgaben helfen usw. ich glaub das würde mir total reichen, wie den meisten Vätern halt auch.

    Fast alle Freundinnen von mir mit Kind sind (scheint zumindest so) total happy in ihrer Rolle und eine meinte sogar sie würde am liebsten nie wieder arbeiten gehen und ich kann mir für mich das einfach nicht vorstellen, dass mich die Mutterrolle so sehr ausfüllen wird, dass ich irgendwann so denke.
    Hat vielleicht auch was damit zu tun, dass es meine Mutter auch eher weniger erfüllt hat und sie leider jahrelang als nicht wirklich glückliche Hausfrau zuhause bleiben musste obwohl sie lieber arbeiten gehen wollte. Ich befürchte dass sich das bei mir so unbewusst gefestigt hast. ...oder vielleicht sogar vererbt.
    Vielleicht gibt es ja sowas...also dass einige Mütter nicht genug vom Oxitocin-Hormoncocktail bei der Geburt abkriegen/entwickeln oder so...und das dass Kind dann auch so wird?!
    "Lebe Lieber ungewöhnlich"

  10. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von Leisha Beitrag anzeigen
    Also ich konnte mir schon als Kind/Jugendliche nicht vorstellen, Kinder zu bekommen. In meiner Vorstellung wollte ich immer meinen besten Freund heiraten, aber Kinder kamen in diesem Plan nie vor.

    Habs dann später nochmal durchdacht und es hängt bei mir mittlerweile wohl an dem klassischen Rollenbild.
    Ich kann mir nicht vorstellen so total in dieser "Mutterrolle" aufzugehen und das dann als meine Hauptaufgabe anzusehen. Als Vater könnte ich mir das hingegen vorstellen. Also ganzen Tag arbeiten gehen, dann abends noch so 2 Std. mit dem Kind verbringen... spielen, bei Hausaufgaben helfen usw. ich glaub das würde mir total reichen, wie den meisten Vätern halt auch.

    Fast alle Freundinnen von mir mit Kind sind (scheint zumindest so) total happy in ihrer Rolle und eine meinte sogar sie würde am liebsten nie wieder arbeiten gehen und ich kann mir für mich das einfach nicht vorstellen, dass mich die Mutterrolle so sehr ausfüllen wird, dass ich irgendwann so denke.
    Hat vielleicht auch was damit zu tun, dass es meine Mutter auch eher weniger erfüllt hat und sie leider jahrelang als nicht wirklich glückliche Hausfrau zuhause bleiben musste obwohl sie lieber arbeiten gehen wollte. Ich befürchte dass sich das bei mir so unbewusst gefestigt hast. ...oder vielleicht sogar vererbt.
    Vielleicht gibt es ja sowas...also dass einige Mütter nicht genug vom Oxitocin-Hormoncocktail bei der Geburt abkriegen/entwickeln oder so...und das dass Kind dann auch so wird?!
    Du koenntest dir also vorstellen ein "Klischeevater" zu sein der Abends kurz die Kinder bespasst, aber haelst es fuer voellig ausgeschlossen, dass man mit Kind eine gleichberechtigte Beziehung fuehrt? Man kann auch mit Kind arbeiten gehen, das schliesst sich doch ueberhaupt nicht aus.
    Ich will nicht deine Haltung zum Kinderkriegen zur Diskussion stellen, das respektiere ich voellig. Aber die dahinter stehende Vorstellung finde ich etwas fragwuerdig (weil sie so in traditionelle Geschlechterrollen verankert ist).
    The true north

    Bitte versteht mein Verhalten als Zeichen der Ablehnung,
    mit der ich euch gegenüberstehe.

    You're not going to hotbox my office, no way!

  11. Urgestein Avatar von Ion
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von GuteMiene Beitrag anzeigen
    Du koenntest dir also vorstellen ein "Klischeevater" zu sein der Abends kurz die Kinder bespasst, aber haelst es fuer voellig ausgeschlossen, dass man mit Kind eine gleichberechtigte Beziehung fuehrt? Man kann auch mit Kind arbeiten gehen, das schliesst sich doch ueberhaupt nicht aus.
    Ich will nicht deine Haltung zum Kinderkriegen zur Diskussion stellen, das respektiere ich voellig. Aber die dahinter stehende Vorstellung finde ich etwas fragwuerdig (weil sie so in traditionelle Geschlechterrollen verankert ist).
    Ja... ich gehe auch Vollzeit arbeiten (außerhalb der Elternzeit) und mir reichte die Zeit völlig, die ich mit meiner Tochter verbracht habe. Das sehen andere Menschen (vor allem Mütter) oft skeptisch, aber das ist ja nicht mein Problem. Ich gehe auch nicht total in der Mutterrolle auf, muss ich aber auch nicht.

  12. Urgestein
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von Ion Beitrag anzeigen
    Ja... ich gehe auch Vollzeit arbeiten (außerhalb der Elternzeit) und mir reichte die Zeit völlig, die ich mit meiner Tochter verbracht habe. Das sehen andere Menschen (vor allem Mütter) oft skeptisch, aber das ist ja nicht mein Problem. Ich gehe auch nicht total in der Mutterrolle auf, muss ich aber auch nicht.
    .
    mir ist das aufgehen inder mutterrolle auch fremd.

  13. Member
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Mir auch. Ich bin bei K1 nach dem Mutterschutz voll arbeiten gegangen, bei K2 nach dem Mutterschutz Teilzeit und nach dem ersten Jahr werde ich zumindest 80 % arbeiten (mein Mann ebenso), da wir sehr weit pendeln müssen.
    Beim potentiellen Drittkind würde es optimalerweise wie bei K2 laufen.

    Ich kann aber nachvollziehen, wenn es (wahrscheinlich mehrheitlich) befremdlich wirkt, wie sehr manche in traditionelle Rollen verfallen. Ist ja auch "bequemer". Man muss sich nicht vor dem Umfeld rechtfertigen, weil war ja schon immer so.

    Allerdings ist das jetzt kein Statement für "aaaaaach, ihr wollt bestimmt auch Kinder, wenn der Rest passt", sondern nur eine Darstellung, dass es auch anders gehen kann. Wer keine Kinder bekommen will, der soll sich nicht in die Ecke gedrängt fühlen. Das ist doch voll okay!

  14. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von hellogoodbye Beitrag anzeigen
    !

    Ja, und je älter ich werde desto frecher werden die Sprüche. Es gab nicht nie den Moment, dass einfach akzeptiert wurde, dass ich keine Kinder will. Immer kam ein Spruch, der meine Entscheidung in Frage stellte.
    hogott hier genau das gleiche! so ätzend!
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  15. V.I.P. Avatar von viole(n)t eyes
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von sternejule Beitrag anzeigen
    hogott hier genau das gleiche! so ätzend!
    Hier auch.
    Die Krönung war echt, als eine Bekannte mir sagte, mein Mann sei eben einfach der falsche für mich, wenn ich kein Kind von ihm will.

    Das war aber erst, nachdem ich ihren Irrtum, ich würde seinetwegen auf Kinder verzichten, aufgeklärt hatte.

  16. Senior Member Avatar von sternejule
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    eine bekannte meinte zu meinem freund mal, dass es ihr leidtut, dass ich keine kinder will - wenn er sich es anders überlegen sollte wegen der kindersache, dann würde sie sich anbieten. und nein, wir haben keinen kontakt mehr zu ihr.

    richtig ätzend wars auch auf einer hochzeit letztes jähr wo wir waren - ständig nur fragen nach heiraten und kindern
    und Limonadenbaum..dann bist du eben meine Südseepalme

  17. V.I.P. Avatar von gewitter
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Ey, wisst ihr was richtig ätzend ist?
    Wenn es der eigene Freund ist, der sowas sagt. Also milder. "Ach du bist da ambivalent. Dein nein is doch mit Zweifel.", sagt einer, der sich kein Kind wünscht, es aber wohl nehmen würde, würde es kommen.
    Und ich denk immer nur "FUCK OFF!". Sage eher sowas wie, dass ich natürlich ambivalent sei, einfach weil ich als Frau nicht wie ein Mann wirklich eine freie Entscheidung treffen könne. Männer sind ganze Männer ob Kind oder nicht. Frauen nicht. Ich muss mir mein nein also "härter erkämpfen" als ein Mann und muss es immer wieder verteidigen. Dass es da zu Ambivalenzen kommt, ist doch einfach logisch. Und es pisst mich an, dass der Typ, der mich liebt, das einfach nicht gerafft kriegt und mich wohlwollend belächelt.
    "Es gibt keine harmlosen Zivilisten."

  18. Urgestein Avatar von Wiesgart
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Ich wollte immer Kinder, war nie eine Frage. Jetzt nicht mehr, weil es sich nicht ergeben hat und ich mich zu alt fühle. Ist umso schlimmer, weil grad alle Freunde schwanger sind oder es versuchen oder schon n Kind haben. Auch die, die das ausgeschlossen hatten für sich oder evtl mal später eins wollten.

    Eine Freundin wollte nie welche, kaum war der kleine von Freunden da und sie total vernarrt, hat sie es sich anders überlegt und die haben umgehend angefangen.

    Eine andere war der absolute Workaholic. Mit depressiven Episoden wenn sie mal ne Woche krank geschrieben war, krank im Büro, bis 23 Uhr im Büro, ständig für die Arbeit erreichbar usw. Als der Arzt dann meinte n Kind jetzt oder sonst wohl gar nicht mehr, war sie ziemlich schnell schwanger und geht total in der Mutterrolle auf und würde am liebsten nur noch Teilzeit machen. Hätte keiner jemals erwartet. Ihr hat danach sogar noch ne Ärztin gesagt, dass sie nicht davon ausging, dass meine Freundin ihr Kind so lieben würde, das läge am Beruf, da ist man emotional distanzierter. (stimmt bei allen meinen Freunden tatsächlich zufälligerweise, aber mit dem eigenen Kind ists ja was anderes). Glaube daher nicht, dass man das sicher vorhersagen kann. Ich glaub so ne Wende in egal welche Richtung kann jedem superschnell passieren.

    Ich versuche die negativen Sachen auf mich wirken zu lassen. Aber ich krieg halt auch soviel Gutes mit, da is das schwierig, das emotional tatsächlich nicht mehr zu wollen. Aber ich arbeite dran.

  19. V.I.P. Avatar von viole(n)t eyes
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Zitat Zitat von gewitter Beitrag anzeigen
    Wenn es der eigene Freund ist, der sowas sagt. Also milder.
    Ich finde das, was du beschreibst, eigentlich kein bisschen milder.

  20. Member Avatar von snaus
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    AW: An die, die keine Kinder wollen

    Ich beneide euch ehrlich gesagt ein bisschen, dass ihr euch so sicher seid und einfach klar sagen könnt, dass ihr keine wollt. Ich wollte früher keine, jetzt hab ich einen Mann, der ein super Vater wäre und bin mir mittlerweile total unsicher.
    Ich kanns mir nicht vorstellen, so viel für ein Kind aufzugeben und finde das Muttersein, wie ich es von außen mitbekomme, auch eher gruselig. Andererseits habe ich auch Angst, dass der Wunsch irgendwann kommt und es dann zu spät ist

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