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  1. Member

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    AW: Kinder und Brillen

    Hmm, meine Tochter ist leider schon 7. Bisher waren die Sehtests allerdings immer in Ordnung, deshalb ist früher nichts aufgefallen.
    Amblyopie hat die Ärztin nicht erwähnt. Ich frage mal nach. Nächste Woche haben wir eh schon den Termin.
    Danke für all die Hinweise.

  2. Member

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    AW: Kinder und Brillen

    Ich wollte noch einmal berichten, vielleicht ist es für einige ja auch interessant. Wir waren heute noch einmal bei der Augenärztin. Sie meinte, die Augen hätten sich schon durch das wenige tragen der Brille entspannt. Mit 0,5 weniger Dioptrien würde meine Tochter sich zwar wohl wohler fühlen, aber aus Trainingszwecken hat sie in Absprache mit der Orthoptistin beschlossen, dass sie die Brille so behalten soll. Sie soll sie jetzt nicht mehr immer tragen, sondern langsam steigern, damit sie sich dran gewöhnt. Zur Sehschule soll sie außerdem, da wird dann ggf. doch abgeklebt.
    Fernseh schauen mit Brille ist wohl wegen der bewegten Bilder tatsächlich sogar gut, aber auch so Dinge wie einkaufen, weil da das Auge viele Dinge verarbeiten muss.
    Ich habe auch gefragt, ob das mit der 6-Jahres-Grenze so "streng" zu sehen ist. Dazu meinte sie, dass es besser gewesen wäre, aber das bis ca. 13/14 Jahren noch eine Chance besteht ihre Augen auf ca. 60-70% zu steigern.
    Ich ärgere mich trotzdem, dass wir uns bisher einfach immer auf die Sehtests verlassen haben und es deshalb nicht früher aufgefallen ist.

  3. Member

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    AW: Kinder und Brillen

    Ich stell meine Erfahrung jetzt einfach mal in den Raum, medizinisch erklären kann ich es nicht, aber ich stehe dem ganzen Tropfen sehr kritisch gegenüber.

    Ich selbst schiele sehr stark, von Geburt an. Mir wurden die Augen angeklebt, ich habe als Kleinstkind schon eine Brille bekommen mit bestimmten Werten nach dem Tropfen. Ich konnte damit nie was sehen und habe sie folglich sehr ungern getragen. Das ging so weit, dass ich besser lesen konnte, wenn ich keine Brille aufhatte.
    Im Jugendalter habe ich mich gegen diese Tropfen gewehrt und dann zum ersten Mal eine Brille bekommen, mit der ich tatsächlich etwas gesehen habe. In der Folge habe ich sehr rasch hintereinander neue Gläser gebraucht, da sich das eine Auge rapide verschlechtert hat. Ab dem Zeitpunkt habe ich nämlich tatsächlich beide Augen benutzt und nicht mehr nur das dominante Auge. Das ging ungefähr anderthalb Jahre so, seitdem sind beide Augen stabil (> 15 Jahre).

    Eine OP stand im Kindesalter im Raum, wurde jedoch nicht durchgeführt.

    Daher würde ich immer eine Zweitmeinung einholen.

  4. Member

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    AW: Kinder und Brillen

    Achso, zum Hänseln noch: ja, ich wurde gehänselt, aber es hielt sich in Grenzen.
    Es wurde aber eher in der Grundschule gehänselt als später.

  5. V.I.P.

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    AW: Kinder und Brillen

    Ich habe als Erwachsene auch mal nach Tropfen eine Brille bekommen, mit der ich überhaupt nicht klar gekommen bin. Dann habe ich wieder auf eine Brille nach normalem Sehtest gewechselt. Ich weiß aber nicht ob es daran liegt dass das Gehirn daran gewöhnt ist es auszugleichen und ich mich irgendwann an die „Tropfen-Brille“ gewöhnt hätte.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  6. Member

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    AW: Kinder und Brillen

    Das meinte die Augenärztin, also dass das Gehirn sich so dran gewöhnt hat, dass es komisch so anders zu sehen.

  7. Alter Hase

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    AW: Kinder und Brillen

    Aber was ist denn dann der Vorteil davon, die Brille nach Tropfen statt nach Sehtest auszulegen? Welche Nachteile hat letzteres? Ich hab glaub nur einmal in meinem Leben tropfen bekommen, es wurde immer nach Sehtest gemessen und ich hab nie Kopfweh o.ä.
    Hab ich das richtig interpretiert, dass nach dem Tropfen quasi der entspannte Zustand der Linse herrscht und sonst der durch die Augenmuskulatur angespannte, um den Sehfehler selbst auszugleichen? Was ist denn der Nachteil davon?

  8. Alter Hase

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    AW: Kinder und Brillen

    Zitat Zitat von nanana Beitrag anzeigen
    Das meinte die Augenärztin, also dass das Gehirn sich so dran gewöhnt hat, dass es komisch so anders zu sehen.
    Ich glaube, was ich seltsam finde: "sehen" ist ja nix, was das Auge alleine macht, sondern eigentlich primär eine Verarbeitung von Reizen, die über das Auge eingehen, im Gehirn. Wenn das Gehirn aus den eingehenden Reizen ohne Probleme wie Kopfweh o.ä. scharfe Bilder erzeugt, wo liegt dann das Problem? Das Sehen funktioniert dann zwar anders als bei normalsichtigen (also die Mechanismen sind etwas anders), aber doch nicht schlechter?

  9. Member

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    AW: Kinder und Brillen

    Aber unabhängig von der Verarbeitung ist das Auge dann ja wohl tatsächlich schlechter. Problematisch ist es vor allem dann, wenn das "bessere" Auge verletzt wird. Und fürs räumliche Sehen ist es anscheinend auch nicht ideal, wenn das Gehirn zu viel mit einem Auge macht.
    Aber das ist jetzt nur Laienwissen...

  10. Alter Hase

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    AW: Kinder und Brillen

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es richtig beschissen ist, nur mit einem Auge richtig sehen zu können. Mal abgesehen vom fehlenden räumlichen Sehen, das einen für jede Menge Berufe untauglich macht (was mich echt hart getroffen hat), ist man bei jeder Augeninfektion auf dem Guten schon angeschissen. Meine Nebenhöhlen OP wurde nicht vollständig ausgeführt, weil auch nur das kleinste Risiko, den rechten Sehnerv zu verletzen, vermieden werden musste. Ich achte penibel auf das rechte Auge, aber wenn mein Sohn mit Stöcken hantiert, gehts bei mir nicht um „dumm gelaufen“, sondern darum dass ich berufsunfähig und erstmal mehr oder weniger lebensunfähig wäre, wenn das rechte Auge verletzt würde.
    Meine Schwägerin ist Lehrerin an einer entsprechenden Schule und dort gibt es tatsächlich „diese“ Fälle.
    Es geht da nicht um nur schlechtes Sehen oder kosmetisch unschönes Schielen und ich wäre echt sehr dankbar, hätten meine Eltern das Abkleben durchgezogen.

    Ich bin auch schon ewig nicht getropft worden, aber hier ging es ja ursprünglich um ein 1,5 jähriges Kind. Da funktioniert das mit dem Haus - Apfel - Fenster halt nur sehr eingeschränkt. Mit zwei hat meine Tochter maximal drei Sachen genannt und fing dann an in die Luft zu gucken und irgendwas zu sagen.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  11. Alter Hase

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    AW: Kinder und Brillen

    Ach so, ja, bezüglich Schielen oder einem deutlichen Unterschied beider Augen in der Sehkraft leuchtet mit das schon ein. Ist das Tropfen nur in solchen Fällen (oder halt sehr jungen Kindern mangels Kommunikationsfähigkeit) wichtig? Meine Augen sind recht ähnlich fehlsichtig, vielleicht wurde deshalb nur das eine mal getropft.

  12. V.I.P.

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    AW: Kinder und Brillen

    Zur Vollständigkeit: ich bin auch nur normal kurzsichtig auf beiden Augen und das auch erst seit der Teeniezeit. Plus Hornhautverkrümmung, die lasse ich aber nicht korrigieren, das „umschalten“ lernen ist mir zu anstrengend (ich laufe in der Wohnung zb ohne Brille rum).
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  13. Addict

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    AW: Kinder und Brillen

    Zum Tropfen wollte ich noch sagen, dass nicht zur bei Schielen getropft wird. Mein Sohn schielt nicht und er wurde beim letzten Augenarztbesuch mit Sehschule auch getropft. Leider habe ich gar nicht nach dem Grund gefragt. Ich bin das halt von mir so gewohnt. Ich werde getropft, um den Sehnerv (und die Netzhaut?) gut untersuchen zu können.
    Jedenfalls gehört mein Sohn seit vergangenem Sommer auch zu den Brillenträgern, da er eine Hornhautverkrümmung hat, die auf beiden Augen unterschiedlich ist. Bis jetzt hat er allerdings weder Kurz- noch Weitsichtigkeit. Es wäre schön, wenn das so bleibt, aber wahrscheinlich ist es nicht, weil beide Elternteile fehlsichtig sind (plus Hornhautverkrümmung, die ich ja schon schön vererbt habe...).

    Was mich nervt, ist die blöde Frage der Leute - natürlich in Gegenwart meines Sohnes: "Geht das denn irgendwann von alleine weg? Wird er die Brille wieder los?" Ja, danke für den Hinweis darauf, dass eine Brille ja ein Makel ist! Und nein, wahrscheinlich geht die Hornhautverkrümmung nicht wieder weg.
    Na ja, mein Sohn trägt die Brille zum Glück von Anfang an sehr regelmäßig. Es war mir dahingehend wichtig, ein schönes Gestell auszusuchen, für das er auch schon häufig Komplimente bekommen hat. Er trägt so was ähnliches Hält auch länger, als ich gedacht habe.
    "Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu."

  14. V.I.P.

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    AW: Kinder und Brillen

    Zitat Zitat von Akkordeon Beitrag anzeigen
    Was mich nervt, ist die blöde Frage der Leute - natürlich in Gegenwart meines Sohnes: "Geht das denn irgendwann von alleine weg? Wird er die Brille wieder los?" Ja, danke für den Hinweis darauf, dass eine Brille ja ein Makel ist! Und nein, wahrscheinlich geht die Hornhautverkrümmung nicht wieder weg.
    Ja, gell!
    Wenn man bedenkt wie viele Leute eigentlich eine Brille tragen müssten finde ich es auch erstaunlich wie viele das immer noch als einen Makel ansehen. Und auch nicht mal die Feinfühligkeit besitzen, wie man vor den Kindern darüber sprechen sollte....

    Und sich dann später aber die teuersten Markengestelle selber rauslassen die insta tauglich dem neuesten Schrei entsprechen.
    "Wer in einem gewissen Alter nicht merkt, dass er hauptsächlich von Idioten umgeben ist, merkt es aus einem gewissen Grund nicht."

    "That's not my favourite way though. That only meets 99% of my criteria..."

  15. Alter Hase

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    AW: Kinder und Brillen

    Meistens wird ja auch so darüber gesprochen, als sei das Kind unsichtbar. Meine Tochter ist 5 und kriegt das natürlich mit. Theoretisch könnte sie Fragen selbst beantworten. Aber meistens sind es eigentlich keine echten Fragen aus Interesse.
    Mindestens genauso oft werden ihr aber auch Komplimente gemacht.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  16. Addict

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    AW: Kinder und Brillen

    Ich fühle und finde mich vollständiger und mittlerweile auch hübscher mit Brille, hab mich so dran gewöhnt (im Jugendalter hab ich aus Eitelkeit nur Kontaktlinsen getragen), dass ich es ohne immer ganz komisch finde.
    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

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