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Thema: Blau und pink

  1. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Blau und pink

    Mir hat ernsthaft kürzlich eine Neu-Mutter eines kleinen Jungen freudig erzählt, dass sie alles von ihrer schwangeren Schwester übernehmen kann, die Jungs-Zwillinge hat - die kriegt nämlich jetzt ein Mädchen.
    Manche Leute haben echt Geld zu verschenken.

  2. Member Avatar von mayakyo
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    AW: Blau und pink

    Ich kann mich sora weitestgehend anschließen. In meinem umfeld bin ich mit meiner Einstellung schon recht progressiv, hier im thread würde ich mich eher als neutral bis konservativ einordnen.
    Wir haben uns das Geschlecht vorher nicht sagen lassen, und ich kann echt nicht sagen, wie oft ich den Satz "aber wie wollt ihr denn dann Sachen kaufen?" gehört habe. Nicht von allen, aber doch von sehr vielen. Tatsächlich war es auch gar nicht so einfach, wirklich neutrale Sachen zu kaufen, wenn man nicht nur weiß, beige und grau möchte. Und zugegeben hab ich dann schon mal eher bei jungs-sachen geschaut (zb Pakete bei mamikreisel, und dann da nach Sachen ohne viel blau und hässliche aufdrücke gesucht).
    Mittlerweile haben wir sehr viele geerbtebzw geliehene Sachen, und die sind schon alle sehr Jungstypisch.
    Ein paar dinge haben wir allerdings in rosa, wie zum Beispiel früher eine trinkflasche, weil ich da so mit der Auswahl an sich beschäftigt war, dass ich auf die Farbe gar nicht geachtet habe. Auch bei Klamotten, die ich neu bzw gebraucht dazu kaufe, hab ich keine Probleme mit lila oder rot (Ja, rot Würfe mir tatsächlich schon als mädchenhaft unterstellt). Rosane sachen, Rüschen oder Kleider würde ich aber selbst nicht kaufen. Wenn er es irgendwann selbst wünscht, wäre es aber was anderes.

    Was die gendersensible Erziehung betrifft, versuche ich immer darauf zu achten, von Kindern anstatt Jungen und Mädchen zu sprechen. Er spielt mit Küche und Puppe genauso wie mit Autos, ansonsten hat er aber bisher eh nur so Spielsachen wie Duplo, Bücher und Sortierkram, also nichts in irgendeiner Form geschlechtsspezifisches. Und da will ich auch sehr drauf achten, dass ihm niemals vermittelt wird, dass er mit etwas nicht spielen soll bzw ihm etwas besonders zum spielen anbieten. Das klingt zwar hier innerhalb des Forums als absolut banal, ist jedoch in meinem realen Umfeld teilweise durchaus erwähnenswert.

  3. Alter Hase Avatar von Bibliophilia
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    AW: Blau und pink

    Ich bin auch bei sora.

    Mein Sohn „musste“ oft schon lila und pink tragen, weil mir die Sachen gefielen. Oder Leggins aus der Mädchenabteilung, weil die besser sitzen. Grundsätzlich mag ich neutrale Erdtöne aber lieber als das, was als Jungsfarben verkauft wird. (Blau finde ich super, aber in Kombination mit grün und orange sehr hässlich), sodass er auch viel grau und beige trägt und hier und da mal nen Beerenton.

    Er wird von Fremden fast immer für ein Mädchen gehalten. Selbst wenn er von oben bis unten blau ist.

    Meine Tochter zieht viel vom Bruder an. Aber hat auch viele Beerentöne. Solange sie sich noch nicht selbst zu Wort meldet, muss sie meine Lieblingsfarben tragen.

    Mein Sohn scheint fröhliche Farben zu mögen (er hat ne 50% Wahrscheinlichkeit rot-grün blind zu sein... von meinem Vater weiß ich, je heller die Farbe, desto besser zu unterscheiden) und hat sich einen pinken Ball und eine rosa Trinkflasche ausgesucht.
    Was ich mir dafür schon für Kommentare anhören musste.

    Wenn er irgendwann selbst Kleidung aussuchen kann und will - bitte.
    Ansonsten bin ich hier im Vergleich aber wohl konservativ.

    Ach und zum eingangs verlinkten Artikel:
    Ja, ich gehe grundsätzlich erst mal davon aus, dass mein Kind mit Penis ein Junge ist und mein Kind mit Vulva ein Mädchen.
    Die Chance damit richtig zu liegen, ist ziemlich hoch, glaube ich.
    Und wenn dem nicht so ist, merkt man das als Elternteil wahrscheinlich relativ früh.

    Ich erinnere mich bis heute übrigens an eine Szene im elterlichen Badezimmer. Mein Vater hat geduscht, ich habe mit meiner Mutter Zähne geputzt und festgestellt, dass mein Vater einen Penis hat und die Mama nicht. Und gefragt, ob ich dann später eine Frau werde und Jungs Männer werden. Und dann habe ich die sehr offene Antwort bekommen, dass ich alles werden könne, was ich möchte. Oft werden aus Jungen Männer und aus Mädchen Frauen. Das muss aber nicht so sein.

    Bravo an meine aufgeklärte Mutter. Aber mich hat das in Tiefe Verzweiflung gestürzt, weil ich Angst hatte, dass mir auf halber Strecke noch ein Penis wachsen könnte. Dabei wollte ich doch ne Frau werden. Ich konnte aber ja auch nicht zu vegement wünschen ein Mädchen zu bleiben und eine Frau zu werden... mein armer Vater war schließlich dabei. Der konnte ja nichts dafür, dass er ein Mann ist. Vielleicht war der ja auch mal ein Mädchen und ist traurig, dass ihm ein Penis statt Brüste gewachsen ist (ich habe an einem anderen Tag noch mal nachgefragt, ob er ein Mädchen oder Junge war als Kind... die Frage fand er komisch).

    Bei aller Offenheit, mich hat das total verwirrt. Weil es für mich als kleines kind (3? 4?) einfach so als gegeben dastand, dass das eine so wahrscheinlich ist wie das andere. Kleine Klnder können das doch noch gar nicht einordnen.
    Das war gut gemeint aber schlecht gemacht.

    Ich habe meine Mutter mal darauf angesprochen. An das konkrete Gespräch erinnert sie sich nicht. Wohl aber daran, dass ich ne Zeit lang total oft gefragt habe, ob ich ganz sicher immer noch ein Mädchen bin und auch ganz sicher mal ne Frau werden will und Babys haben möchte.

  4. Ureinwohnerin Avatar von sora
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    AW: Blau und pink

    Ich glaube auch, dass das Bedürfnis kleiner Kinder, ganz klar ein Junge/Mädchen zu sein, das nach außen hin zu zeigen, und sich vom anderen Geschlecht abzugrenzen, ein Stück weit natürlich und nicht anerzogen ist.

    Ich habe mich zwischen ca. 4 und 8 geweigert, Hosen zu tragen, aus Angst, für einen Jungen gehalten zu werden.

  5. Inaktiver User

    AW: Blau und pink

    ich habe selber keine kinder und von daher habe ich dieses ausmass an gefühlt ausschliesslich gegenderten sachen für kinder bis vor kurzem überhaupt nicht mitbekommen. also ich bin feministin, ich weiss das theoretisch, aber dass man sich z.b. bei erstings family oder h&m manchmal einen wolf absucht, wenn man ein nicht-gegendertes simples shirt sucht, habe ich echt nicht gewusst.

    ich bin begeisterte patentante und kaufe gerne etwas schönes für meinen patenjungen (19 monate), aber es ist echt oft schwierig, was hübsches zu finden, das nicht sofort "junge" schreit. ich hätte gerne mehr kindersachen in rot, einem schönen grün, auch was mit gelb. lustigerweise finde ich im "teuren segment" auf sachen aus skandinavien, die sind einfach schön bunt, aber man will und kann nicht alles in der preisklasse kaufen.

    das ist auch einer der gründe, warum ich eigentlich nur selbstgemachte sachen verschenke, weil ich dann endlich mal was gegen den blau-hellblau-grauen jungsfarbeneinheitsbrei machen kann.
    Geändert von Inaktiver User (22.01.2018 um 11:37 Uhr)

  6. Member Avatar von konfusemuse
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    AW: Blau und pink

    Zitat Zitat von Bibliophilia Beitrag anzeigen
    Ach und zum eingangs verlinkten Artikel:
    Ja, ich gehe grundsätzlich erst mal davon aus, dass mein Kind mit Penis ein Junge ist und mein Kind mit Vulva ein Mädchen.
    Die Chance damit richtig zu liegen, ist ziemlich hoch, glaube ich.
    Und wenn dem nicht so ist, merkt man das als Elternteil wahrscheinlich relativ früh.
    Ja, ich gehe auch zunächst davon aus.

    Das Thema ist sehr wichtig und ich finde es super und inspirierend, wie ihr Eure Kinder die Freiheit gibt, zunächst Kind zu sein. Und nicht die "kleine Dame" oder der "kleine Herr".

    Unser großer Sohn ist ein wildes Kind. Er ist jetzt 7 Jahre alt und zeigte keine Ambitionen zum Puppenspiel oder ruhigere Spielarten. Klassisch Junge will und kann ich nicht sagen. Ich war als Kind auch so. Meine Mutter zog mich dann eben auch an wie ein Junge, denn was soll ein Kind, das auf Bäume klettert und im Dreck spielt mit Röcken? Manchmal war mir das zu viel vom Ganzen. Als ich so 7 oder 8 Jahre alt war, schnitt mir meine Mama die langen Haare ab. :S Ich habe geheult, weil ich stolz auf die Haare war. Meine beste Freundin damals war ein "typisches Mädchen": ihr Zimmer war das einer Prinzessin, ihre Haare waren schön lang, sie trug rosa Röcke und hatte zauberhaften Haarschmuck. Ein wenig bewunderte ich sie und beneidete ich sie. Gerade in dem Alter 8-12 Jahre ratterte es in meinem Kopf. Ich war doch glücklich ein Mädchen zu sein, ein "wildes Mädchen", aber ich brauchte auch irgendein weibliches Aussehen (die langen Haare).

    Als Eltern müssen wir individuell auf unsere Kinder eingehen. Wie immer!

    Ich frage mich jedoch selbst: gibt es nicht diese eigenen weiblichen und männlichen Stärken, auf die eine Frau oder ein Mann stolz sein kann? Dürfen wir unsere pubertierende Kinder später nicht darauf hinweisen, was gut sein kann, gerade als Frau oder Mann geboren worden zu sein? Oder muss das jeder Mensch für sich herausfinden? Oder müssen wir das als Vater / Mutter einfach nur vorleben ohne großartig darüber zu philosophieren? Ich frage mich das, weil meine Mutter ihre Weiblichkeit eher versteckt hat, Männer bewundert und bevorzugt hat und irgendwie über alles was zu Weiblich war schimpfte.

  7. Addict
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    AW: Blau und pink

    was wäre denn sowas, worauf du hinweisen würdest, was gut sein kann, als mann oder frau geboren worden zu sein?

  8. Addict
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    AW: Blau und pink

    ansonsten: ich thematisiere weder das thema homosexualität noch transgender etc. explizit mit den kindern. wir kennen diverse homosexuelle paare, z.t. mit kindern. das haben die kinder mal irgendwann gefragt, wo da die kinder herkommen und warum es da keinen mann/keine frau gibt. aber das waren reine infofragen, ansonsten gibt es da die grundsätzliche meinung "ist halt möglich, nur seltener, in gleichgeschlechtlichen beziehungen zu leben".
    transgender haben wir nicht im freundes- /bekanntenkreis. extra das thema aufmachen hielt ich bisher nicht für nötig, wobei ich vermute, dass k1 (ist 10) das mittlerweile in einem der zahlreichen aufklärungsbücher, die er in der bib ausleiht, gelesen haben wird .
    grundsätzlich denken meine kinder, dass sie mädchen/junge sind. ich halte es da nicht für notwendig, das zu problematisieren, solange wir niemanden kennen und/oder meine kinder das nicht von sich aus zum thema machen.

  9. Urgestein Avatar von Ion
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    AW: Blau und pink

    Mir geht es auch ähnlich wie Sora, progressiv im Umfeld, im Vergleich zum hier geschriebenen komme ich mir sehr konservativ vor :ups:
    Wir hatten mehr oder weniger alle Sachen unserer Tochter schon weggeben/verliehen, weil der Altersabstand recht groß ist und ich die Sachen nicht auf Verdacht jahrelang im Keller lagern wollte, wo sie nicht besser werden. Was wir nun zurück bekommen oder neu kaufen, ist halt neutral/Junge (die Babyabteilung von H&M finde ich übrigens ganz ok diesbezüglich, neben ein paar rosa Rüschen gibt es da viele schöne und neutrale Farben und Muster, aktuell zB grau mit Elefanten oder Türkis mit Pinguinen). Rosalilapinke Sachen kaufe ich ihm nicht, allerdings sucht die große Schwester immer mal was aus, zB Schnuller in diesen Farben. Alte Sachen von ihr, zB Trinklernflaschen, sind auch in rosa (neben anderen Farben), die nehmen wir natürlich auch weiterhin.

    Richtig übel wird es ab so Ü3 oder so, ab Größe 98 wird es wie schon gesagt schwer, schlichte neutrale Kleidung zu bekommen. Allerdings will L das eh nicht mehr, sie ist dank Kita schon total Glitzer-/Pailetten/Röckchen/whatever. Ich vermute mal, dass sich das in spätestens 10 Jahren von ganz alleine wieder gibt.
    Was mich auch richtig ärgert ist gegendertes Spielzeug wie Mädchen-Ü-Eier. Das ist so richtige Mädchen-Verarsche.
    Wieso Eltern ihre Söhne nicht mit rosafarbenem Spielzeug/Puppen o.ä. spielen lassen, verstehe ich auch nicht. Also wirklich, das will mir nicht in den Kopf. Ich bin gespannt, wie sich das bei dem kleinen entwickelt, wir haben von Puppen über Lego über Autos bis zu Pferdespielzeug ja schon einiges angesammelt, mal sehen, was er sich davon bevorzugt rauspickt. Die Große spielt beispielsweise gerne mit Lego, aber kaum mit Autos. Puppen sind aber auch nur selten bespielt.

    Kind statt Mädchen/Junge sage ich nicht (oder auch, aber nicht absichtlich um das Mädchen/Junge zu vermeiden). Ich bin sehr gerne eine Frau und man darf mich auch gerne so bezeichnen und nicht „nur“ Mensch.

  10. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Blau und pink

    Weil hier das Thema geschlechterspezifisches Spielzeug kam, das man dem Kind nicht kaufen würde. Was ist denn das Eurer Meinung nach? Zumindest bis zu dem Alter, in dem Schminkpuppen interessant werden (hier hoffentlich nie ) fällt mir da nichts ein. Meine Kollegin meinte zwar mal, dass sie es nicht gut fände, dass Ihr Neffe mit einer Küche spiele. Aber mit dieser Einstellung ist sie in meiner Wahrnehmung echt sehr einsam. Und kauft man ernsthaft keine Puppen, wenn ein Junge daran Interesse zeigt? Oder für ein Mädchen Autos? Das erscheint mir total absurd. Ich zwinge generell meinen Kindern kein Spielzeug auf, an dem sie nicht interessiert sind. Das wäre auch ziemlich dumm. So hat mein Sohn weder Puppen noch Autos, meine Tochter dagegen beides, weil sie beides super findet.

    Bei der Kleidung verstehe ich es zumindest insofern nicht, als ich alles, was mein Sohn trägt, auch meiner Tochter anziehen kann. Ich habe ihm lange nicht nur sog. neutrale Sachen gekauft. Warum soll ein Shirt mit Auto drauf nicht auch ein Mädchen super finden? Ich habe für meinen Sohn aber auch nicht bei den „Mädchensachen“ geschaut (zumindest nicht bewusst), weil ich immer genug nette Sachen gefunden habe für ihn.

    Konfuse, das mit den Stärken verstehe ich nicht. Was sollen das für welche sein?
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  11. Urgestein Avatar von Ion
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    AW: Blau und pink

    Ich habe das auf dem Spielplatz sehr wohl schon gehört von einer Mutter eines Jungen, der bekam keinen Puppenwagen, wollte der Vater nicht.

    Und auch sonst gibt es doch haufenweise rosa und blaues Spielzeug, Lego Friends, Playmobil in lila oder so, das Zeitungsregal ganz übel, diese Filly-Scheiße, Elsa plus Merchandise, Aldi führt sogar Wasserflaschen für Kinder in blau und rosa.

  12. Addict
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    AW: Blau und pink

    ja. letztens im kaufhof gesehen, da gab es diese sigikid-brotdosen:

    da gab es in rosa welche mit der aufschrift "pinky queeny" und einer fee namens florentine (untergewichtig und hauptsächlich schön, sonst keine eigenschaften) neben den für jungs gedachten mit einem gewichthebenden bären mit der aufschrift "i'm the strongest".

    also da fängt das für mich schon an mit den rollenbildern und so weiter.

  13. Get a life! Avatar von Cinnamon
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    AW: Blau und pink

    Mich nervt es schon, wenn man bei zb trinkbechern nur zwischen rosa und blau wählen kann. Ich nehme für meine Tochter gerne blau, bin aber nicht sicher ob ich für einen jungen rosa wählen würde. Was anderes ist es, wenn ein rosa Becher noch übrig wäre oä.
    Ich kaufe jetzt auch bewusst nicht nur Mädchenklamotten weil ich denke, falls das 2. Kind ein Junge wird, könnte er das auch noch tragen. Aber natürlich schon auch Kleider und Rüschenbodys, die ich nem jungen dann nicht anziehen würde. Bei spielzeug sehr ich auch absolut keine Zuordnung. Jeder kann mit allem spielen was er mag.
    "Junge" und "Mädchen" unterscheide ich schon, es ist schon physiologisch gesehen was anderes. Wieso sollte man das runterspielen? Sachen wie "Jungs weinen nicht" oder "Mädchen basteln lieber still am Tisch" finde ich auch unmöglich...da würde ich einfach wohl generell erklären dass jedes Kind unterschiedlich ist, unabhängig vom Geschlecht.
    Find dieses krampfhafte gegenderte erklären auch irgendwie seltsam oft.


  14. Alter Hase
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    AW: Blau und pink

    Bei uns ist es auch wie bei sora. Bloß daß bei uns dank Geschwistern alles vorhanden ist, so daß Kinder mit allem spielen und sich die Kleineren Klamotten aussuchen können und ich dem Großen absichtlich Klamotten kaufe, die auch die kleine Schwester tehoretisch erben könnte Letzteres hängt auch damit zusammen, daß ich diese typischen Jungsklamotten so unsagbar hässlich finde und gern bunte "Kinder"-Shirts kaufe, solange er das noch anzieht. Aber absichtlich ins andere Klischee "verkleiden" tu ich auch keins meiner Kinder. Ich würde meinem zweitgeborenen Mädchen sehr viele Sachen des Bruders anziehen, weil sie halt da sind, aber wir bekommen so viele Mädchensachen geliehen und geschenkt, und die mag sie auch. Deshalb trägt sie halt einen mischmasch und hebt sich damit ziemlich von den anderen Mädchen ihrer Kindergartengruppe ab Wenn ihr ein Kleid zu klein wird, sagt sie immer: "Das kreigt dann der J." (ihr kleiner Bruder)

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch, dass das Bedürfnis kleiner Kinder, ganz klar ein Junge/Mädchen zu sein, das nach außen hin zu zeigen, und sich vom anderen Geschlecht abzugrenzen, ein Stück weit natürlich und nicht anerzogen ist.
    Ja. Ich beobachte das so am dem Vorschulalter und dann in der Grundschule. Was nicht heißt, daß Jungs und Mädchen zwangsweise nicht mehr miteinander spielen, aber sie ziehen sich schon eher in ihre Gruppen zurück. Manche Kindergeburtstage sind auf Wunsch des Kindes geschlechtergetrennt, weil alle Freunde eben dasselbe Geschlecht haben. Ich habe auch gelesen, daß das in dem Alter völlig normal ist, bevor sie sich dann in der Pubertät wieder aufeinander zu bewegen

    Ich frage mich jedoch selbst: gibt es nicht diese eigenen weiblichen und männlichen Stärken, auf die eine Frau oder ein Mann stolz sein kann? Dürfen wir unsere pubertierende Kinder später nicht darauf hinweisen, was gut sein kann, gerade als Frau oder Mann geboren worden zu sein? Oder muss das jeder Mensch für sich herausfinden? Oder müssen wir das als Vater / Mutter einfach nur vorleben ohne großartig darüber zu philosophieren? Ich frage mich das, weil meine Mutter ihre Weiblichkeit eher versteckt hat, Männer bewundert und bevorzugt hat und irgendwie über alles was zu Weiblich war schimpfte.
    Ich frage mich das auch. Also wirklich als Frage und nicht schon mit impliziter Antwort. Und ich habe das Gefühl, daß dieses Thema ziemlich in der Gesellschaft und in den Medien rumgeistert in der jetzigen Zeit, wo die alten Klischees überholt sind und alle alles sein und tun können. Trotzdem finde ich, und scheinbar auch viele andere Leute, es wichtig, eine starke Identität in dem zu haben, was man eben ist. Aber wie man diese Identität füllen kann, ist jetzt verhandelbar und damit individualisiert, muß vielleicht wirklich von jedem selbst herausgefunden werden.

  15. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Blau und pink

    Ja, ich weiß schon, dass es das gibt. Das sind aber für mich echt Ausreißer und Leute, mit denen ich vermutlich eh nicht so könnte. Hier bei Bym sind wir ja doch meistens recht ähnlich drauf. Ich frage daher gezielt, welches Spielzeug hier genau gemeint ist. Jetzt nicht so gegenderten Brotdosen-Quatsch, sondern wirklich Spielzeug, das die Kinder als solches benutzen.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  16. Alter Hase
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    AW: Blau und pink

    Zitat Zitat von stöckchen Beitrag anzeigen
    Bei der Kleidung verstehe ich es zumindest insofern nicht, als ich alles, was mein Sohn trägt, auch meiner Tochter anziehen kann. Ich habe ihm lange nicht nur sog. neutrale Sachen gekauft. Warum soll ein Shirt mit Auto drauf nicht auch ein Mädchen super finden? Ich habe für meinen Sohn aber auch nicht bei den „Mädchensachen“ geschaut (zumindest nicht bewusst), weil ich immer genug nette Sachen gefunden habe für ihn.
    Ja, bei uns auch so. Aber das "problematische" an der Sache ist doch, daß es nicht ganz genauso wäre, wenn das erste Kind ein Mädchen wäre. Klar, "man" (im Sinne von "wir") würden nicht nur rosa Rüschensachen kaufen. Aber man bekommt sowas ja auch geschenkt, und ab nem gewissen Alter gibt´s dann doch mal Kleidchen und so. Aber mal ehrlich: würdest du das deinem zweitgeborenen Jungen ALLES ohne mit der Wimper zu zucken anziehen? Ich nicht. Daran sieht man: Mädchen können zwar Jungssachen anziehen und klar sind Bagger auch für Mädchen etc., bei Jungs sieht das aber schon anders aus. Ich rede nicht von mal nem rosa Body als Baby, sondern von diesem ganzen unsäglichen "Mädchenkram" mit Glitzer, Einhörnern, Pailetten, Elsa und sonstigen Prinzessinnen u.s.w. "Man" würde einem Jungen, der nicht aktiv danach gefragt hat, wohl nicht zumuten, ausschließlich in sowas rumzulaufen.
    Die spannende Frage ist jetzt: Warum.

  17. Urgestein Avatar von Ion
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    AW: Blau und pink

    Weil es bei Mädchen schon furchtbar ist und man als Mutter froh ist, das nicht noch bei seinem Jungen ertragen zu müssen
    (Nein, die Antwort ist nicht ganz ernst gemeint).

  18. Addict
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    AW: Blau und pink

    naja, also sowas wie ne werkbank zum beispiel.
    wer, der "nur" (im sinne von ausschließlich) mädchen hat, hat denen ne werkbank gekauft? oder siku autos? also so von sich aus, wenn zum beispiel die oma will, dass man vom geburtstagsgeld ein geschenkle kauft...

    (bezieht sich auf stöckchen)

  19. Alter Hase
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    AW: Blau und pink

    Zitat Zitat von stöckchen Beitrag anzeigen
    Meine Kollegin meinte zwar mal, dass sie es nicht gut fände, dass Ihr Neffe mit einer Küche spiele. Aber mit dieser Einstellung ist sie in meiner Wahrnehmung echt sehr einsam. Und kauft man ernsthaft keine Puppen, wenn ein Junge daran Interesse zeigt? Oder für ein Mädchen Autos? Das erscheint mir total absurd.
    Solche Leute gibt´s mehr als du denkst.
    Sichtbar wird es manchmal in Haushalten, wo Geschwister dasselbe Geschlecht haben.

    Wir haben z.B. so ein actionfilm-mäßiges tarnfarbenes großes Transformer-Auto (ich kann´s schlecht beschreiben, und keine Ahnung, wo das herkommt), das nahm meine Tochter voller Begeisterung mit zu ihrem ersten Spielzeugtag im Kindergarten. Ich muß gestehen, daß ich da selbst erstmal lachen mußte, die Erzieherin bestimmt auch.

  20. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Blau und pink

    Siku Autos habe ich tatsächlich nur für das Mädchen gekauft. Mein Sohn fand die nicht spannend. Zwei drei geschenkte hatten wir für ihn schon. Der Rest war speziell für sie. Hier gab es auch die Parkgarage zu Weihnachten für meine Tochter. Mein Sohn hätte die nicht angeschaut.
    Für eine Werkbank hat sich hier noch keine/r interessiert.

    Wegen der Klamotten: deshalb „insofern“ in meinem Satz. Umgekehrt geht es mir auch so. Ich meinte nur, dass man gerade für Mädchen nicht verzweifelt nach „neutralen“ Sachen gucken muss, wenn man Glitzer und rosa Rüschen nicht mag (mag ich persönlich für beide Geschlechter nicht). Das Feuerwehr-Shirt ziehe ich meiner Tochter nicht nur an, weil es da ist. Ich hätte ihr das auch neu gekauft.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

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