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  1. Fresher
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Zitat Zitat von tassi Beitrag anzeigen
    Da lädst du Eltern aber ne ganze Menge an Verantwortung auf - und wieso ?hast du Studien ? Wenn man sich zum Thema Ängste einliest, können genetische und neurobilogische Faktoren nicht wegdiskutiert werden.@ kaffehaus
    Verantwortung für sich und ihr Leben, ja. Wie jeder andere Mensch auch. Niemand hier hat bestritten, dass es genetische und neurobiologische Faktoren gibt, auch ich nicht. Wir können das gern unterschiedlich sehen. Ich darf das aber auch, wenn ich dir keine Studien mit "Beweisen" nenne. Deswegen heißt es Meinung. (freie Meinung im übrigen, nicht "so frei wie die neueste Studie es zulässt")

  2. Fresher Avatar von Turnschuh
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Mich als introvertiertes Ex-Kind hätten solche Treffen mit immer neuen Kindern auch total überfordert, erst recht wenn beide Eltern dabei sind und deren Erwartungshaltung (unbewusst) zu spüren ist.
    Ich habe erst nach einiger Zeit ein paar Freunde im Kindergarten gefunden, in so Zweierspiel-Konstellationen, nach langem gegenseitigem Auschecken.
    Also in so einem offenen Konzept mit 50 Kindern wär ich völlig untergegangen.
    Turnschuh wish your girlfriend was hot like me?

  3. V.I.P. Avatar von Lamb
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Also es Waren jetzt nicht tausend treffen. Es waren zwei. Eins verlief schlecht u das zweite eben katastrophal schlecht (Abstand dazwischen 2wochen).

  4. Enthusiast Avatar von Ocean
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Gibt es unter den Leute mit Kindern auch welche, mit denen ihr euch gut versteht?
    Wenn Ja, würde ich ein Treffen mit denen ausmachen, bei dem es dann nicht vordergründig darum geht, dass die Kinder miteinander spielen. Dann können die Kinder sich einfach beschnuppern und vielleicht wird dein Sohn dann offener, wenn er das Kind besser kennt.

    Ich denke, die Kinder sind einfach oft ein Spiegel ihrer Eltern. Ich bin auch eher introvertiert wie mein Vater und zu irgendwas zwingen, hat das Ganze nicht besser gemacht. Meine Mama hat mich oft gezwungen, irgendwas zu kaufen, damit ich mit Fremden rede und ich empfand das als ganz ganz furchtbar. Es hat einfach seine Zeit gebraucht, damit umgehen zu können.

  5. Fresher Avatar von Turnschuh
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Ok, dann hab ich das mit den fünf Treffen und das sechste wird ein Knaller falsch verstanden.

    Trotzdem würde ich rein vom Gefühl her sagen, eine kleinere Gruppe von Kindern, bei denen er sich seine 1-2 Freunde selbst aussuchen kann, wäre das beste für ihn, sein Selbstvertrauen und alles.
    Turnschuh wish your girlfriend was hot like me?

  6. Senior Member
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Ich seh das auch so, zwingen ist kontraproduktiv. Wenn einem etwas schwer fällt, wird es auch nicht dadruch besser, daß man dazu gezwungen wird, wenn man selber noch nicht soweit ist.

    Sowas hier würde ich auch nicht machen:
    Zitat Zitat von nightswimming Beitrag anzeigen
    mein weg wäre erstmal, zu versuchen, viele "interaktionssituationen" anzubieten, also häufig spielplatz, vielleicht ne kinderturngruppe etc.
    also immer neue Kinder, noch eine Kindergruppe, in die er sich einfinden müßte etc.

    Ich finde eure Idee, sich mit demselben Kitakumpel öfter zu treffen, schon gut. Weil es immer dieselbe Person ist, die er auch im Alltag sieht. Aber bei so einem Spieltreffen gibt es natürlich die Erwartung, daß die beiden Kinder miteinander spielen, das kann man kaum umgehen. Es sei denn, man lädt noch ein Kind mehr dazu ein, aber ob das eine gute Idee ist, weiß ich auch nicht.

  7. Addict Avatar von Akkordeon
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Zwingen hört sich so negativ an.
    Ich finde es jedenfalls gut von euch, Lamb, dass ihr versucht, Gelegenheiten zu schaffen, wo euer Kind in einem (in meinen Augen) geschützem Rahmen üben kann, Kontakte zu knüpfen. Ich finde, dass man extremer Schüchternheit und sozialer Phobie schon entgegenwirken sollte, weil es das Kind sonst im Leben schwerer hat als notwendig.
    Mein Sohn ist zwar nicht schüchtern, aber hat leichte Tendenzen zum Einzelgänger (kommt nicht von ungefähr... ) und ist ja außerdem Einzelkind, so dass ich auch versuche, ihm gesellige Anlässe anzubieten, Treffen arrangiere mit Kindern, die er mag, etc.
    Da aber nun zwei Treffen sehr ungünstig gelaufen sind, würde ich auch versuchen, eine gute Beratung und Handlungsvorschläge von Experten zu bekommen. Es gibt von verschiedenen Trägern (Caritas, Rotes Kreuz, Pro Familia) wirklich gute Einrichtungen, wo Familientherapeuten arbeiten. Mit denen kann man z.B. alleine - ohne Kind - sprechen als auch mit bzw. teilweise bieten sie auch an, mit dem Kind zu interagieren, um sich ein Bild zu machen. (Ich bin selbst beim DRK bei einer Beratungsstelle gewesen - wegen anderer Sachen, daher weiß ich das. )

    Bei der Beschreibung des Treffens kam mir spontan die Frage, ob euer Sohn das Kind wiirklich mag. War es zweimal dasselbe Kind? Weil das erste Treffen weniger katastrophal war, meine ich.
    Macht ihr Eltern-Kind-Kurse? Als Gelegenheit, wo das Kind mit anderen Kindern in Kontakt kommen kann, aber nicht muss. Und ihr dabei seid.
    Geändert von Akkordeon (17.05.2018 um 16:25 Uhr)

  8. Addict Avatar von Stina
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Ich finde eure Idee, sich mit demselben Kitakumpel öfter zu treffen, schon gut. Weil es immer dieselbe Person ist, die er auch im Alltag sieht. Aber bei so einem Spieltreffen gibt es natürlich die Erwartung, daß die beiden Kinder miteinander spielen, das kann man kaum umgehen. Es sei denn, man lädt noch ein Kind mehr dazu ein, aber ob das eine gute Idee ist, weiß ich auch nicht.
    Ich hab jetzt nicht so viel Erfahrung mit Dreijährigen, aber bei kleineren Kindern ist es ja auch völlig ok, wenn sie einfach nebeneinander her spielen. Ich fände es gut, wenn da zumindest von den Erwachsenen kein "jetzt spielt schön zusammen" ausgesprochen wird, das kann man ja mit den anderen Eltern auch absprechen.
    Dass das andere Kind auf J zukommt, kann (und soll) man natürlich nicht verhindern. Wenn das Treffen auf dem Spielplatz ist, findet das andere Kind ja vielleicht auch noch jemanden sonst zum Spielen, wenn J lieber erstmal für sich ist.

  9. Addict Avatar von Akkordeon
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    also immer neue Kinder, noch eine Kindergruppe, in die er sich einfinden müßte etc.
    Hier sieht das Eltern-Kind-Turnen z.B. so aus, dass die Kinder frei durch die Turnhalle laufen können, wo Geräte aufgebaut sind. Was sie mit wem machen, können sie selber aussuchen. Mein Sohn spielt da oft alleine bzw. mit mir. Aber die anderen Kinder sind drumherum.

    Ansonsten würde ich tatsächlich die Suche nach einer anderen Kita intensivieren. Mir scheint, dass eine kleine, feste, ev. gleichaltrige Gruppe für euren Sohn besser wäre als das offenen Konzept.

  10. Newbie Avatar von HummelHummel
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Ich komme beruflich aus der psychologischen Ecke und wundere mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit und welchem Selbstbewusstsein oft Aussagen über "die Psyche" getroffen werden. Das ist so ein sensibles und komplexes Thema, das m.E. nach etwas mehr Vorsicht in Sachen Tipps und Tricks gebrauchen könnte.
    Natürlich können 3jährige psychische "Defizite" haben. Wieso auch nicht? Wichtig ist ja, dies nicht zu bewerten, zu verurteilen oder einen Schuldigen zu suchen (und in der Natur der Sache liegt, dass Eltern sich oft schuldig fühlen, weil sie eben die Verantwortung für ihr Kind tragen). Und natürlich ist das Kind oft Symptomträger oder beeinflusst durch die Eltern. Tja und dann? Soll das Kind deswegen keine kindspezifische Hilfe kriegen?!

    Wenn Dein Kind, Lamb, sich schnell so überfordert und überwältigt von Kontakten fühlt, dann hat das Gründe und vielleicht sind die gerade als Elternteil, der so nah dran ist und mitleidet, nicht einfach zu erkennen und zu beheben. Ich finde auch nicht, dass es jetzt darum gehen sollte, Profi für Strategien zu werden. Du bist die Mama und keine Schüchternheitsexpertin. Ich plädiere in solchen Situationen total für Beratung. Das kann so entlasten in vielerlei Hinsicht: Vielleicht kann ein Therapeut das so einordnen, dass kaum Behandlung nötig ist; vielleicht kann er aber auch etwas anbieten, wo J. andocken kann und in einem neutralen, geschützten Rahmen, ein bisschen mehr Sicherheit erlernen kann. Von jemandem, der nichts von ihm erwartet. Eltern tun das "leider" eher...aber das ist ja auch ganz normal.

    Sei es Ergotherapie oder Psychotherapie oder was auch immer....ich kenne ganz viele Kinder, die das nach einer Eingewöhnungszeit sehr genießen und da gerne hingehen und das gar nicht als "Ich bin nicht ganz richtig und muss zum Psycho-Doc" erleben. Manchmal stabilisiert es sich recht schnell.

    Ich finde Eure Ansätze klingen auch positiv und vor allem liebevoll. Aber vielleicht merkt das Kind eben doch die Idee dahinter und empfindet es als Anforderung. Und dann bist du ja auch überfordert... Irgendwie ein Teufelskreis.

    Man braucht übrigens keine exorbitant außergewöhnlichen Verhaltensauffälligkeiten, um mal zur Diagnostik o.ä. zu gehen. Nur Mut! Schwere Situationen erfordern Hilfe!

    Alles Gute.

  11. Member Avatar von talia
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Zitat Zitat von Ocean Beitrag anzeigen
    Ich bin auch eher introvertiert wie mein Vater und zu irgendwas zwingen, hat das Ganze nicht besser gemacht. Meine Mama hat mich oft gezwungen, irgendwas zu kaufen, damit ich mit Fremden rede und ich empfand das als ganz ganz furchtbar. Es hat einfach seine Zeit gebraucht, damit umgehen zu können.
    Meine Eltern haben das auch gemacht. Z.B. mich gezwungen wenn ich krank war irgendwo anzurufen und abzusagen (Schule, Gitarrenunterricht etc.). Oder ich musste Nachbarn etwas vorbeibringen. Ich fand das ganz ganz schlimm. Besonders wenn meine "Aufgaben" ein paar Tage Vorlauf hatten und ich wusste was noch auf mich zukommt. Ich habe mir geschworen das bei meinen Kindern nicht zu machen, aber mein Mann (Psychologe) sagt meine Eltern hätten das genau richtig gemacht . Weil ich so genug "Erfolgsmomente" gesammelt habe und gemerkt habe, dass es gar nicht so schlimm ist. Mir fällt es jetzt tatsächlich nicht mehr schwer, aber ich glaube auch eher, dass da einfach die Zeit geholfen hat.


  12. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Meine Eltern haben sowas auch mit mir gemacht (meine Mutter ist Psychiaterin), ich fand es als Kind ganz furchtbar, aber ich glaube dass es tatsächlich geholfen hat. Würde aber hoffen dass es da auch nettere Wege gibt.

    And if I die trying now I won’t die wondering
    How life could have turned out


  13. Newbie
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Meine Eltern haben das mit mir auch gemacht und ich hasse manche Dinge davon immer noch. Ich fand es auch richtig schlimm und will es bei meinen Kindern, die leider exakt so sind wie ich, anders machen. Bleibt nur die Frage, wie? Bestärken im Sinne von'du kannst/schaffst das' habe ich als Kind ebenfalls als fürchterlich empfunden, eigentlich alles was mit 'meinem Problem' zu tun hatte, ich wollte da kein aufheben drum und es war mir unangenehm und die damit verbundene Aufmerksamkeit gleich noch viel mehr.
    Falls also jemand andere Vorschläge zum Thema schüchternes Kind hat, immer her damit. Ich will aber nicht den Thread crashen.

  14. V.I.P. Avatar von Lamb
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Meine Eltern haben das nicht gemacht. Ich glaube mein Papa hätte das gut gefunden, meine Mama konnte das aber nicht und fand es zu hart. Mir wurde lange sehr viel abgenommen was mir schwer viel.
    Bei mir hat auch nicht sowas wie Theater geholfen um selbstbewusster zu werden, weil ich es immer unangenehm fand im Mittelpunkt zu stehen.

    Und es stimmt, mir haben nur diese Erfolgserlebnisse geholfen und positives Feedback (von jemandem außerhalb der Familie).

    Die Frage ist nur wann man mit diesem Druck „ich muss da jetzt durch, danach wird’s besser“ besser umgehen kann.

  15. Enthusiast
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Ich habe ein Kind, dass auch mit wenig Selbstbewusstsein, vielen Ängsten und sozialem Unwohlsein zu kämpfen hat. Er ist jetzt 7 und kommt in der ersten Klasse und im Fußballverein gut zurecht. Er war und ist ein High Need-Kind.
    Seine Ängste hemmen ihn - er ist ein guter Fußballspieler und könnte zur Talenteförderung des ansässigen Profivereins, das möchte er nicht, weil da ihm unbekannte Menschen sind. Er kann nicht schwimmen, weil ein Schwimmkurs ihm Angst macht. Er schläft nicht woanders als zu Hause, weil ihm das Angst macht - auch nicht beim besten Freund, die kennen sich seit 6 Jahren und der Vater ist sein Fußballtrainer. Wenn er von wem anders betreut werden sollte (Babysitter), hat er vor Angst gepinkelt und gekotzt. Mittlerweile ist es ok für ihn, wenn es entweder die Geschwister meines Mannes sind ODER der große Bruder dabei ist. Er hat den Kindergarten lange gehasst, weil er so, wie junge Kinder Freundschaften leben, nicht zurecht kommt. Er braucht Verbindlichkeit und jetzt, wo das langsam besser wird und Kinder auch mehr Vernunft walten lassen, ist er angekommen. Er schreit und wütet sehr, sehr viel; mehrfach am Tag idR. Immer dann, wenn er sich selbst unzureichend findet oder er Angst hat vor Unbekanntem oder wegen Hunger/müde/kalt. Mittlerweile kann er die 3 Minuten Schulweg alleine gehen (großer Erfolg) und bis nicht mehr jedes Fußballtraining mit Wut und Tränen verbunden war, hat es etwa 2 Jahre gedauert.

  16. V.I.P. Avatar von Lamb
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    ich glaube große geschwister können da ein gutes netz, bzw eine andere stütze sein als eltern. einfach weil es nicht die eltern sind und man als geschwister näher dran ist.

    in meinem kopf denk ich auch manchmal: ihm würde ein großer bruder gut tun, ihn stärken und manchmal an die hand nehmen. aber was anderes tun wir ja auch nicht bzw versuchen wir es genau so.

  17. Newbie
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Perry moppins, darf ich fragen wann das extreme angsthaben bei deinem Sohn angefangen hat? Meine Tochter bleibt auch erst Mal in der Türe in der Krippe stehen und schaut, und sie geht seit zwei Jahren in die Gruppe. Ich fürchte nämlich, dass es bei ihr schlimmer wird, gerade dann zum Übergang in den Kindergarten wenn es mehr Kinder sind und lauter und wilder.

  18. Senior Member
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Ich hab jetzt nicht so viel Erfahrung mit Dreijährigen, aber bei kleineren Kindern ist es ja auch völlig ok, wenn sie einfach nebeneinander her spielen. Ich fände es gut, wenn da zumindest von den Erwachsenen kein "jetzt spielt schön zusammen" ausgesprochen wird, das kann man ja mit den anderen Eltern auch absprechen.
    Lambs Kind ist ja fast 4 und die Kinder gehen zusammen in den Kindergarten. Da ist ganz automatisch schon vonseiten des anderen Kindes die Erwartungshaltung da, daß sie zusammen spielen. Und von Elternseite auch, "normalerweise" laufen solche Treffen so ab, daß man sich trifft, die Kinder spielen zusammen und die Eltern haben Ruhe zum quatschen
    Man müßte die anderen Eltern und wohl auch das andere Kind explizit auf die Problemlage ansprechen und ihnen erklären, welches Verhalten man für sinnvoll hält. Ob die natürlich so viel Lust darauf haben, den "Problemlöser" zu spielen, weiß man nicht.

    Zitat Zitat von Akkordeon Beitrag anzeigen
    Hier sieht das Eltern-Kind-Turnen z.B. so aus, dass die Kinder frei durch die Turnhalle laufen können, wo Geräte aufgebaut sind. Was sie mit wem machen, können sie selber aussuchen. Mein Sohn spielt da oft alleine bzw. mit mir. Aber die anderen Kinder sind drumherum.
    Ich habe genao sowas mal mit meiner (gar nicht schüchternen, sondern sehr draufgängerischen) Tochter probiert, als sie gerade 3 war. Sie saß die ganze Zeit auf meinem Schoß und weigerte sich mitzumachen, weil sie die anderen Kinder nicht kannte. So nach 2 Monaten haben wir wieder abgebrochen, weil das ja keinen Sinn machte.
    Deswegen meinte ich, daß so eine wuselige Großsituation mit lauter fremden Kindern (und Eltern) nicht so sinvoll ist für ein Kind, das eh Berührungsängste hat.

  19. Senior Member Avatar von Gelbes Auto
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    .
    Geändert von Gelbes Auto (19.05.2018 um 17:04 Uhr) Grund: Möchte es lieber wieder löschen...

  20. Enthusiast
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    AW: Sehr schüchterne/ introvertierte/ hochsensible kinder

    Kinderturnen ist bei uns auch so ein Nebeneinanderherwuseln und meine Tochter liebt es und ist ziemlich schnell aufgetaut. Sie ist zwar noch u2, aber beobachtet auch eher erst mal und weint, wenn ein anderes Kind sie vorschnell "überfällt". Ich habe das Gefühl, ihr tut das gut und mittlerweile traut sie sich, auf die anderen Kinder zuzugehen. Bei so was wie musikalischer Früherziehung könnte ich mir einen ähnlichen Effekt vorstellen.

    Ich war als Kind auch zurückhaltend und so ein "Spieldate" wäre mein Horror gewesen. Eben weil die Erwartungshaltung der Eltern da klar ist. Wenn J da so schlimm reagiert, würde ich es in der Art wohl nicht weiter forcieren. Und ich schließe mich dem oben Gesagten an, ich finde auch, dass das Kitakonzept nicht ideal klingt.

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