+ Antworten
Seite 3 von 12 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 60 von 234
  1. Enthusiast
    Registriert seit
    07.07.2007
    Beiträge
    747

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von Sternenratte.1 Beitrag anzeigen
    Wobei es mir jetzt nicht nur um Kinderbetreuung als anstrengend für mich geht (das ist sie jetzt ehrlich gesagt oft schon nicht mehr, weil die beiden so super miteinander spielen), sondern mehr um den Ausgleich durch eine außerhäusliche berufliche Tätigkeit. Das ganze Hausfrauending liegt mir im Grunde auch überhaupt GAR nicht, aber auch ständig home office wäre wohl nicht mein Ding, ich brauche schon Kontakt und Kollegen und ein bisschen rauskommen. Das ist schwer, wenn man um 12 ein Kind aus der Schule holen muss.

    Aber bis dahin können vielleicht meine Eltern einspringen, ich denke, das wäre für ihn definitiv besser als Hort mit wieder viel Lärm.
    Das kann ich total verstehen, wie gesagt, mir tut das Arbeiten auch super gut. Hängt halt echt von Gegenbenheiten, Job und Fahrtwegen ab. Ich arbeite 40, mein Mann 80%, da passt das mit dem frühen Abholen.

  2. Addict
    Registriert seit
    28.10.2012
    Beiträge
    2.432

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von Wiggie Beitrag anzeigen
    Ok, aber 5 Kinder auf 2 Tagesmütte ist ja auch nicht die Regel. Eher bis zu 5 auf eine Tagesmutter oder? Wir haben in der KiTa 10 Kinder auf 3 Erzieherinnen, also nicht unbedingt schlechter vom Betreuungsschlüssel her als bei einer Tagesmutter.
    Keine Ahnung, bei unseren Tagesmüttern war es so und das war gut. Zu einer Tagesmutter, die alleine 5 Kinder betreut, hätte ich mein Kind nicht gegeben. Allerdings ging es uns auch nicht hauptsächlich um den Betreuungsschlüssel, der ist in manchen Krippen ja auch sehr gut.

  3. Alter Hase Avatar von narzisse
    Registriert seit
    13.03.2006
    Beiträge
    7.128

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    unsere beiden tagesmütter hatten auch maximal 3 kinder gleichzeitig, oft nur 1-2. (und ich finde bezüglich stress/"unfamiliaritätslevel" auch die gesamtanzahl neuer bezugspersonen, also kinder + erzieher/innen sehr relevant, das ist für mich so der hauptunterschied zwischen kita- und tagesmutterbetreuung. wobei verschiedene kinder damit sicher unterschiedlich gut umgehen können, manche sind halt schnell gestresst von viel lärm und vielen anderen personen um sich rum, manche stört es nicht groß.)

  4. Member Avatar von geheimnisvoll
    Registriert seit
    13.12.2006
    Beiträge
    1.825

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Vor der Geburt war ich ein großer Verfechter der Kita-Betreuung ab einem Jahr. Ich habe mich dabei immer gerne auf einen Neffen bezogen, der mit Beginn der Kita-Zeit total aufgeblüht ist. Mittlerweile denke ich: "War bestimmt ein Schub." 🤗

    Wir hatten aber ursprünglich auch geplant, unser Kind nach einem Jahr in eine Krippe zu geben. Dann ist es strategisch günstig zur Welt gekommen (mein Mann ist Lehrer) und wir hätten mit 14 Monaten mit der Eingewöhnung begonnen. Wir wohnten zu diesem Zeitpunkt auf dem Land und die einzige mögliche Krippe hat bei mir nicht das beste Gefühl hinterlassen.

    Durch einen Job-Wechsel meinerseits leben wir nun seit einigen Monaten in einem Land, in dem mein Mann a) nicht arbeiten kann und b) Kinderbetreuung unter 18 Monaten schlicht nicht angeboten wird. Und um ehrlich zu sein, macht mich das sehr froh. Unser Kind wird jetzt noch einige Monate voll zuhause betreut und dann max. halbtags, vielleicht drei Stunden in einer Einrichtung bis es drei Jahre alt ist (und wir zurück in Deutschland).

    Obwohl es ein sehr offenes Kind ist, dass gerne Kontakt mit anderen Menschen hat, hätte mir eine frühere Kita-Betreuung schon ein schlechtes Gefühl gegeben. Es will einfach noch viel kuscheln; andere Kinder sind zwar interesant, aber miteinander spielen ist noch nicht drin (bzw. entwickelt sich mit jetzt 15 Monaten so langsam); es hat völlig Kita-untaugliche Schlafzeiten und ich sehe eigentlich nicht ein, sie ihm abzugewöhnen etc. etc.

    Auf der anderen Seite sehe ich aber auch, dass mir die ersten neun Monate zuhause nur wenig Spaß gemacht haben und ich einfach lieber auch arbeiten gehe, als das Kind Vollzeit zu betreuen. Insofern habe ich großes Glück, dass mein Mann das übernimmt (und ihm das auch besser gefällt als mir).
    The expected is just the beginning.
    The unexpected is what changes our lives.

  5. Senior Member Avatar von Wiggie
    Registriert seit
    21.03.2005
    Beiträge
    5.628

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    In unserer KiTa lief es die letzten Monate nicht so toll. Heißt, dass ALLE Erzieherinnen seiner Gruppe gegangen sind, und aus der anderen Gruppe auch noch eine. Lauter neue, immer wechselnde Vertretungen (mit denen mein Sohn aber super auskam!). Aber irgendwie war das schon ganz schön doof. Und er tut mir auch sehr Leid, dass es so lief. Aber ändern ließ es sich ja nicht.

  6. Newbie
    Registriert seit
    09.12.2015
    Beiträge
    132

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Für uns war bereits vor der Schwangerschaft klar, dass unser Kind nicht vor drei Jahren fremdbetreut wird, wenn es finanziell irgendwie möglich ist. Wir wollten die beiden Jahre ohne Elterngeld über Ersparnisse und Familie irgendwie überbrücken. Aber durch ein paar Winke und Schläge des Schicksals ist es nun so, dass ich das erste Jahr Elternzeit daheim war mein Mann arbeiten. Dann hab ich ein unschlagbares Angebot von meinem Arbeitgeber erhalten und dann haben mein Mann und ich getauscht. Also ist er jetzt daheim und kümmert sich um unseren Sohn und ich gehe Vollzeit (40h) arbeiten. Sicherlich (leider) eine nicht alltägliche Konstellation. Dazu muss man sagen, dass mein Mann mit Kindern gearbeitet hat und auch auf dem Gebiet nebenher noch eine Weiterbildung macht. Es ist also für ihn der Himmel auf Erden und er macht das besser, als ich es vermutlich je könnte. Sie sind jeden Tag draußen unterwegs, treffen sich mit anderen Eltern und Kindern, erleben Abenteuer. Als Ausgleich zu Hausmann und Vater hat er seine Weiterbildung die ihn mental fordert. Mir ist daheim oft die Decke auf den Kopf gefallen, weil ich überwiegend den Austausch mit anderen Müttern über eben Mütterthemen hatte und mir das oft nicht gereicht hat.
    Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre alt geworden und zeigt jetzt Anzeichen dafür, dass er Interesse an anderen Kindern hat und interagieren möchte. Wir haben ihn ab Herbst in einen Mini-Kindergarten angemeldet. Das ist einmal die Woche für drei Stunden Vormittags. Auch wenn wir gesagt haben, keine Fremdbetreuung vor drei Jahren, fühlt sich das richtig an und wir versuchen es. Es ist für uns ein Zwischending und sollten wir merken, dass es ihm nicht gefällt oder gut tut, dann muss er nicht mehr hin.
    @geheimnisvoll: Wie kommt dein Mann damit zurecht, auf den Spielplätzen vermutlich der einzige Mann zu sein?

  7. Alter Hase
    Registriert seit
    10.04.2009
    Beiträge
    7.245

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Wir machen so einen Mittelweg. Direkt mit 12 Monaten wollte ich meine Kinder noch nicht abgeben.

    Kind 1 kam mit 22 Monaten in die Krippe, für 6 Stunden am Tag (9-15, das war direkt nach dem Mittagschlaf), weil ich weiter studieren wollte / mußte.
    Kind 2 kam mit 15 Monaten in die Krippe, das erste Jahr für 3 Stunden am Tag, ich hab sehr wenig Teilzeit gearbeitet. Das war insgesamt eine ziemlich murksige Lösung in unserem konkreten Fall. Das Kind hat die Krippe geliebt und es ging ihr gut da, aber ich war nur am rumhetzen, für mich war es nichts halbes und nichts ganzes. Mit 2 Jahren haben wir die Betreuungszeit erhöht.
    Kind 3 kommt jetzt mit 25 Monaten in die Krippe, es sollen wieder 6 Stunden werden, bis nach dem Mittagschlaf.

    Ich sehe frühe Fremdbetreuung insofern kritisch, weil es für die Kinder schon auch Streß ist. Und wenn ich immer lese "liebevolle Bezugsperson", die ja gar keine Fremde ist... das ist einfach oft gar nicht gegeben. Also klar, nach einer Weile kennen die Kinder dann die wechselnden Erzieherinnen. Aber es gibt immer Wechsel, ständig wechselnde Praktikanten bei uns (wirklich alle paar Wochen), Urlaub und Krankheit der Gruppenerzieherinnen etc. Und "liebevoll" ist auch nochmal so ein Ding für sich. Klar geben sie sich Mühe, aber die Zugewandtheit ist nicht mit der direkten Familie (meinetwegen einschließlich Oma und Onkels / Tanten) vergleichbar. Muß es auch nicht sein, aber für so ganz kleine Kinder, die noch sehr abhängig sind von ihren "Betreuern", wünsche ich mir tatsächlich ein möglichst liebevolles Umfeld.
    Bei uns ist auch der Betreuungsschlüssel ziemlich schlecht, und gerade die kleinen Kinder gehen eher unter in den großen Gewühle. Bei meinem kleinen Kind sehe ich 2 Jahre unter den gegebenen Umständen eher als Untergrenze für die Eingewöhnung an. Wenn ein besserer Betreuungsschlüssel, ein abgeschlossener Krippenbereich für die Kleinen, kleinere Gruppen und sowas gegeben wären, wäre es wieder anders.

    Trotzdem käme es für mich / uns nicht in die Tüte, die Kinder bis 3 zuhause zu lassen und danach nur 3 Stunden hinzubringen. Ich kann das nicht, das hab ich in den letzten Jahren deutlich gemerkt. Mein Mann auch nicht. Und wenn die Eltern diesen Zustand nicht mögen, ist es für die Kinder auch nicht gut.
    Wir bemühen uns also darum, daß wir beide arbeiten und trotzdem möglichst die Nachmittage mit den Kindern verbringen können bzw. einfach da sind. Momentan ist der Idealzustand noch nicht erreicht.
    Geändert von Whassup (29.08.2018 um 13:17 Uhr)

  8. Senior Member Avatar von Vampy
    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    5.480

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ich hatte keine Zeit den ganzen Thread zu lesen, deshalb nur meine Erfahrungen.
    Ich war anfangs total! gegen frühe Fremdbetreuung. Das sehe ich mittlerweile anders. Für jede Familie muss eine individuelle Lösung gefunden werden. Es gibt auch Kinder, die von Anfang an gerne weg sind und anders inspiriert werden etc.
    K1 ging mit 18 Monaten zwei mal die Woche für 1,5 Stunden in eine Spielgruppe und ging dann erst mit 3,5 Jahren in die Kita (anfangs auch nur 4 Stunden).
    K2 ging bereits mit 20 Monaten für 4 Stunden in die Kita.
    K3 mit 22 Monaten für 5,5 Stunden in die Kita.

    Ich denke es kommt auch immer darauf an, wie die betreuung aussieht. Wir haben einen guten Betreuungsschlüssel (ungefähr 1:4) und sehr liebevolle Erzieher. Ich habe ein gutes Gefühl, meine beiden Mädels dort abzugeben.
    Ich denke, so wie wir das gemacht habne, war es gut. K1 mochte die ersten Lebensjahre keine anderen Kinder und wir sind ihm mit dem späten Kitabeginn wohl auch sehr entgegengekommen.
    Für die Mädels passte der frühere Beginn.

  9. Member Avatar von geheimnisvoll
    Registriert seit
    13.12.2006
    Beiträge
    1.825

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von Battlestar Beitrag anzeigen
    @geheimnisvoll: Wie kommt dein Mann damit zurecht, auf den Spielplätzen vermutlich der einzige Mann zu sein?
    Vorweg: Wir leben zurzeit nicht in Deutschland, sondern in einem Land mit einer sehr patriarchalen Gesellschaft. Mein Mann ist also nicht nur der einzige Mann auf dem Spielplatz, sondern wirklich ein (negatives) Phänomen. Das geht so weit, dass Mütter ihre Kinder von den Spielgeräten wegnehmen, wenn mein Mann sich nähert. Das passiert nicht ständig, aber schon ab und an.

    Mein Mann kommt damit einigermaßen zurecht. Also er ärgert sich in dem Moment schon, aber abends schüttelt er schon nur noch milde den Kopf. Ein Freund von mir ist auch gerade in Elternzeit (in D) und er ist von der Spielplatzsituation eher genervt, weil er es sehr schwierig findet, Kontakte zu knüpfen und über etwas anderes als Elternthemen zu reden. Dieser Illusion hat sich mein Mann gar nicht erst hingegeben...
    The expected is just the beginning.
    The unexpected is what changes our lives.

  10. Fresher
    Registriert seit
    30.10.2016
    Beiträge
    250

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Oh, ich mache mir gerade sehr viele Gedanken über das Thema.
    Bevor mein Sohn da war, war ich überzeugt davon, dass eine frühe Betreuung schon ok ist und dass ich bald wieder in meinen Job zurückkehren werde.
    Jetzt (Kind ist 14 Monate) kann ich mir das nicht wirklich gut vorstellen. Er findet andere Kinder schon sehr interessant, ist aber schon noch sehr auf uns fixiert und in da mit 14 anderen Zwergen in den KiGa zu stecken, naja... Kann funktionieren, muss aber nicht (und dann?).
    Außerdem genieße ich die Zeit mit ihm, wir unternehmen recht viel, leben manchmal einfach so in den Tag hinein und machen einfach das, was gerade gut passt. So viel Zeit zusammen werden wir eh nie wieder haben...
    Meine Arbeit vermisse ich so gar nicht. (Was ich irgendwie komisch von mir finde, aber ist halt so.)
    Ich hadere irgendwie gerade mit dem Bild, das ich von mir hatte, ich hab mich nie so als stay home mum gesehen und jetzt passt es aber irgendwie so. (Der Plan ist, dass er mit 26 Monaten eingewöhnt wird und ich dann wieder arbeiten gehe, also so richtig stay home ist das dann auch wieder nicht.)

  11. Newbie Avatar von HummelHummel
    Registriert seit
    24.04.2017
    Beiträge
    181

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von helgoland Beitrag anzeigen
    3 Stunden ist ja auch echt sehr kurz. Wieviel werdet Ihr dann arbeiten insgesamt?

    Edit: HummelHummel, schwebt Dir schon irgendwas vor in Bezug auf Arbeit, Kinderbetreuung etc., hast Du eine Idee, wie Du es gerne hättest?
    Tja, gute Frage.
    Da müsste mein Freund ja auch mitspielen, der noch (?!) nicht so ein Bewusstsein hat bzw. es zum jetzigen Zeitpunkt nicht so dramatisch sieht, das Kind früh abzugeben.
    Da ich mit Teilzeit relativ gut verdiene und mein Freund wohl recht unkompliziert Arbeitszeit reduzieren könnte, denke ich irgendwie momentan an ein Modell, in dem wir uns mit Betreuung bzw. Arbeiten abwechseln und vielleicht noch einen Tag auf Großeltern zurückgreifen können, wobei die nicht vor Ort wohnen und ich es schon krass finde, von denen eine Regelmäßigkeit mit 2 Stunden Anfahrtsweg einzufordern/zu erbitten.
    Ich kann mir meine Arbeitszeit komplett frei einteilen, weshalb ich z.B. auch um 16h anfangen könnte, wenn mein Freund frühen Feierabend macht, aber ich stelle mir das schon logistisch enorm stressig und für DSS Familienleben auch nicht so ideal vor.
    Eine andere Variante wäre eben, große Einbußen beim Gehalt zu machen, was in dieser Stadt mit horrenden Mieten auch nicht einfach so geht.
    Echt schwierig....

  12. Member Avatar von Ocean
    Registriert seit
    18.10.2011
    Beiträge
    1.326

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Unser Kind wird auch erst mit 3 in den Kindergarten gehen.
    Ich konnte mir nicht vorstellen, sie mit erst 12 Monaten in die Krippe zu geben und wir haben auch eh den absoluten Luxus, Großeltern zu haben, die sich kümmern wollen und können. Insofern müssten wir auch nicht groß darüber nachdenken. Betreuung durch Großeltern sehe ich nicht als "Fremdbetreuung".

    Bereut haben wir diese Entscheidung nicht, auch wenn der Kindergarten weniger Fahrerei bedeuten würde. Das nervt je nach Terminen schon etwas, aber es ist ok.

    Bei einem zweiten Kind müssten wir allerdings überlegen, wie wir es machen. Das würde kompliziert werden, wenn es zu den Großeltern geht und K1 in den Kindergarten. Das Problem stellt sich aber noch nicht.

  13. Enthusiast Avatar von nanunana
    Registriert seit
    05.10.2005
    Beiträge
    825

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Für uns war immer klar, dass unsere Kinder erst mit 3 in den Kindergarten gehen und vorher bei uns bleiben. Zur Zeit bin ich mit K2 Zuhause. Sie kommt nächstes Jahr mit 3 in den Kindergarten. Der Große kommt dann in die Schule, bleibt dort dann aber auch nur bis 13 Uhr und geht nicht in die Betreuung.
    Wir haben den Luxus uns das so leisten zu können und geniessen das sehr. Wir verbringen viel Zeit mit den Kindern, auch mein Mann. Wir essen gemeinsam, morgens, mittags und abends. K1 isst im Kindergarten zu Mittag, weil die frühste Abholzeit 15 Uhr ist. Das ist aber ok. Nächstes Jahr isst K2 dann im Kindergarten und K1 kommt nach der Schule zum Essen nach Hause. So essen wir also zumindest zu dritt mittags.
    Mein Mann ist Selbstständig, das macht vieles einfacher. Bringt aber auch andere Problem mit sich. Wir sind sehr zufrieden mit der Situation. Von Zeit zu Zeit bin ich sehr genervt, weil ich ständig das Gefühl habe mich rechtfertigen zu müssen, warum ich das meinen Kindern antue, warum ich es mir antue...
    Bei K1 haben wir mit 22 Monaten versucht ihn zeitweise (3x3 Stunden) zur Tagesmutter zu geben, u.a. weil ich mich von außerhalb unter Druck gesetzt gefühlt habe, dass ich meinem Kind etwas zumute, wenn er bei mir Zuhause ist. Das war falsch.
    Er hat sich dort nicht wohlgefühlt, es hat nicht funktioniert und ich bereue es immer noch, dass wir es versucht haben und ihn 3 Monate schreien morgens dort abgegeben haben.
    Die letzten Monate vor dem Kindergarten fand ich relativ anstrengend, merke auch jetzt bei K2, dass sie zunehmend mehr einfordert. Aber wir gehen mehrmals in der Woche zu Spielgruppe, Musikgruppen, Kinderturnen, dadurch sind wir viel unterwegs.
    Ich würde es bei einem dritten Kind immer wieder so machen. Bisher sind unsere Kinder normal entwickelt, haben beide früh und viel gesprochen, sind früh gelaufen und sind sehr sozial. Die Eingewöhnung im Kindergarten hat bei K1 hat 3 Tage gedauert und er ist dort sehr schnell und gut angekommen.
    Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.


    Charles-Louis de Montesquieu

  14. Addict
    Registriert seit
    28.10.2012
    Beiträge
    2.432

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von nanunana Beitrag anzeigen
    Bisher sind unsere Kinder normal entwickelt, haben beide früh und viel gesprochen, sind früh gelaufen und sind sehr sozial. Die Eingewöhnung im Kindergarten hat bei K1 hat 3 Tage gedauert und er ist dort sehr schnell und gut angekommen.
    Ach Mensch, das finde ich gerade so traurig so zu lesen, was Ihr für Erfahrungen mit dem Umfeld machen musstet. Und dass jetzt echt schon Menschen das Gefühl haben, sich rechtfertigen zu müssen, und zu erklären, dass ihre Kinder TROTZ drei Jahren zu Hause gut entwickelt und glücklich sind. Wie schlimm und traurig für unsere Gesellschaft, oder? Ich meine, das sind KLEINkinder unter drei, natürlich sind die in der Regel bei der eigenen Familie gut aufgehoben. Solange die Familie nicht gerade gewalttätig, drogensüchtig oder massiv überfordert ist.

    Wenn man jetzt von Homeschooling bis zum Abi redet, ok. Da kann ich verstehen, dass man sich fragt, ob das für die Entwicklung von Kindern so gut ist. Aber U3? Unfassbar eigentlich.

    Nanu, bist Du dann insgesamt 6 komplette Jahr zu Hause geblieben? Wie geht es Dir damit?

  15. Alter Hase Avatar von 5% mehr
    Registriert seit
    14.11.2006
    Beiträge
    7.391

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ich finde den Kindergarten auch sehr wuselig und laut für den ganzen Tag. Wir hatten ab sehr jung (4 Monate bei K1, ab Geburt bei K2) eine Kinderfrau, die sich exklusiv um die Kinder gekümmert hat. Mit 16 bzw 14 Monaten sind die beiden vormittags in die Kita gekommen, werden allerdings mittags von unserer Kinderfrau abgeholt. Die Kleine ist noch neu in der Kita, aber die Große war auch notgedrungen eine Hand voll Male bis 17 Uhr dort, und da war sie durch... Bestimmt gewöhnen sich Kinder auch daran, aber für mich ist es ein gutes Gefühl, dass die beiden nach wie vor nachmittags sehr viel Aufmerksamkeit und Liebe bekommen, auch wenn ihre Eltern arbeiten.

    moderation kills the spirit

  16. Enthusiast Avatar von nanunana
    Registriert seit
    05.10.2005
    Beiträge
    825

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ich habe vorher studiert. Bzw. schwanger meinen Abschluss gemacht. Bin also bisher nicht in den Job eingestiegen. Ich bin kein Karrieretyp, es ist okay für mich, da ich durch die Selbstständigkeit meines Mannes oft mit einbezogen werde und wir ein gutes Team sind.
    Trotzdem habe ich oft das Gefühl, dass ich ein bisschen "verblöde". Manchmal habe ich Phasen, wo es mir schwerfällt. Es kommt mir manchmal vor als würde ich weniger Ernst genommen. Einige sind der Meinung ist sitze nur zu Hause und lebe auf Kosten meines Mannes. Oder ich wäre einfach zu faul zum Arbeiten. Ich durfte mir in den letzten Jahren einige Gemeinheiten anhören. Von Zeit zu Zeit trifft mich das sehr. Obwohl ich weiß, dass es eine tolle Zeit für uns ist und meine Kinder ganz liebe, tolle Kinder sind. Sicher will ich irgendwann mal Arbeiten. Aber bisher ist mir die Zeit mit meinen Kindern wichtiger.
    Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.


    Charles-Louis de Montesquieu

  17. Newbie Avatar von HummelHummel
    Registriert seit
    24.04.2017
    Beiträge
    181

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Von denen, die ihre Kinder selbst betreuen, würde mich interessieren welche Einbußen (gefühlt) für Euch als Erwachsene damit verbunden sind. Oder ist das Konzept genau das, was Ihr auch für Euch selbst als das Beste empfindet?


    Und seid Ihr Euch als Eltern da immer einig? Bei uns zeichnet sich nämlich schon eine unterschiedliche Haltung ab, was ich mir echt schwer vorstellen, wenn es dann konkret wird...

  18. Addict
    Registriert seit
    28.10.2012
    Beiträge
    2.432

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Wir sind uns da sehr einig bezüglich früher Krippenbetreuung, etwas Uneinigkeit gibt es bezüglich langer Tage im Kindergarten. Findet mein Mann unproblematisch, ich finde kurze Tage besser. Aber er respektiert da meine Meinung, zumal ich auch diejenige bin, die die Mehrzahl der Nachmittage abdeckt.

  19. Urgestein Avatar von Jimi
    Registriert seit
    11.05.2001
    Beiträge
    9.217

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Wir sind uns da einig zum Glück. Wenn ich aber nun doch früher wieder arbeiten und die Kinder (mehr) betreuen lassen wollen würde, würde mein Mann mich in dem Vorhaben auch unterstützen.

    Für mich ist das Konzept auch das, was ich für mich selber am besten finde. Also klar gibt es Tage, an denen ich völlig ko bin und einfach mal gerne ein paar Stunden ganz alleine und ohne Verantwortung hätte. Aber so im Allgemeinen ist es für mich tatsächlich sehr erfüllend und ich mache das wirklich gerne.
    Ich werde schon oft komisch angeschaut dafür und manche Leute kategorisieren einen gleich in bestimmte Schubladen - aber das wird mir eigentlich zunehmend egaler.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  20. Alter Hase
    Registriert seit
    10.04.2009
    Beiträge
    7.245

    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Auch wenn ich nicht so richtig hier hingehöre, weil die Kinder ja durchaus in Betreuung sind, bloß halt später als im Umfeld:
    Mir fällt es ziemlich schwer, NUR Kinder und Haushalt zu machen. Die Kinder sind toll, keine Frage, aber ich finde darin keine Erfüllung. Es macht mir dann irgendwann auch keinen Spaß mehr, Zeit mit ihnen zu verbringen, wenn es nichts anderes mehr gibt. Also ich verbringe schon gern Zeit mit ihnen, aber nicht 24/7. Wenn wir uns als Eltern diese Aufgabe teilen würden (oder es auch mal Großelternzeiten/Spielgruppe/Babysitter oder sowas geben würde), und ich auch arbeiten würde, wäre die Situation sicher eine andere.

    Und ja, mir fehlt Arbeit "für den Kopf". Ich bin nicht so der Care-Arbeit-Mensch.

    Es war eher so, daß ich mir dieses zweite Jahr zuhause rausgeleiert habe, weil ich es rational als besser für die ganze Familie empfinde. Wie gesagt, mit 12 Monaten wollte ich das Kind noch nicht abgeben. Und es nimmt natürlich Streß raus, gerade mit mehrern Kindern. Ich konnte immer alle Krankheiten (von denen es viele gab!) und Eventualitäten abfedern, das war mir auch wichtig.
    Beim ersten Kind konnte ich auch die Zeit mit Kleinkind mehr genießen, weil wir viel in Gruppen waren und eben einen Kleinkind-Tagesablauf leben konnten. Jetzt mit 3 Kindern haben alle ihre widerstreitenden Bedürfnisse und ich hatte das Gefühl, daß ich gar nicht so sehr auf den Kleinsten eingehen konnte, sondern er eher "auch noch da" war. Keine Gruppen und Aktivitäten nur für ihn, sondern vormittags Haushalt, nachmittags Programm für die Großen. Jetzt mit 2 ist er richtig zum Kleinkind geworden und fordert definitiv mehr ein, da finde ich Kindergarten den halben Tag schon gut, weil ich dann dieses Programm nicht leisten muß.

    Ich muß dazu sagen, daß es in meinem Umfeld die absolute Ausnahme ist, daß ein Kind nicht mit 1 fremdbetreut wird. Es gibt einige wenige Mütter (ja, es sind immer die Mütter), die das machen, die kennt man dann auch. Aber es gibt wenig Gruppenangebot vormittags, die Spielplätze sind leer, und man wird dauernd gefragt "WIE du bist noch zuhause?!" Man vereinsamt da schon ein bißchen, weil man wirklich ganz viel mit den Kindern alleine ist.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •