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  1. Fresher Avatar von HummelHummel
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    Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Hallo

    Ich habe per Suchfunktion nicht so richtig das gefunden, was ich meine und eröffne daher mal einen neuen Thread.

    Mein Kind kommt erst noch zur Welt in einigen Wochen, aber ich mache mir viele Gedanken zum Thema Krippe/Kita und beschäftige mich, nachdem für mich durch mein Umfeld Kita-Start mit 12 Monaten ganz normal war, mehr mit kritischen Stimmen zu diesem Thema. Mir scheint es in vielerlei Hinsicht sehr nachvollziehbar und wichtig, sich mit Auswirkungen von früher "Fremdbetreuung" (ja, ich weiß, dass das für Einige ein Begriff ist, den sie ablehnen - ich aus meiner Perspektive aktuell benutze ihn aber bewusst) zu beschäftigen; auch mit Studienlagen und entwicklungspsychologischer Forschung. Aber natürlich interessieren mich auch Erfahrungen und Meinungen/Haltungen von Müttern, die sich für einen späteren Kita-Start entschieden haben.


    Ich möchte kein Bashing und ehrlich gesagt auch kein "meinem Kind tut das gut und es ist immer ganz erbost, wenn ich es nachmittags abhole" oder "zuhause kann ich meinem Kind nicht das bieten, was eine Kita ermöglicht"... Diese Sichtweise kenne ich ganz gut....mir geht es eben genau um die andere Perspektive, die mir schon fast unmodern erscheint und auch um die individuelle Umsetzung dessen, gerade wenn beide Elternteile arbeiten müssen.
    Also mein Interesse gilt nicht dem Pro-und-Contra bzgl. Krippe/Kita, sondern dem (fundierten) Austausch mit überzeugten "späteingewöhnenden" Eltern.

    Ich würde auch eine Gruppe eröffnen nur für "Betroffene", wenn Interesse besteht.

  2. Addict
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von HummelHummel Beitrag anzeigen
    Hallo

    Ich habe per Suchfunktion nicht so richtig das gefunden, was ich meine und eröffne daher mal einen neuen Thread.

    Mein Kind kommt erst noch zur Welt in einigen Wochen, aber ich mache mir viele Gedanken zum Thema Krippe/Kita und beschäftige mich, nachdem für mich durch mein Umfeld Kita-Start mit 12 Monaten ganz normal war, mehr mit kritischen Stimmen zu diesem Thema. Mir scheint es in vielerlei Hinsicht sehr nachvollziehbar und wichtig, sich mit Auswirkungen von früher "Fremdbetreuung" (ja, ich weiß, dass das für Einige ein Begriff ist, den sie ablehnen - ich aus meiner Perspektive aktuell benutze ihn aber bewusst) zu beschäftigen; auch mit Studienlagen und entwicklungspsychologischer Forschung. Aber natürlich interessieren mich auch Erfahrungen und Meinungen/Haltungen von Müttern, die sich für einen späteren Kita-Start entschieden haben.


    Ich möchte kein Bashing und ehrlich gesagt auch kein "meinem Kind tut das gut und es ist immer ganz erbost, wenn ich es nachmittags abhole" oder "zuhause kann ich meinem Kind nicht das bieten, was eine Kita ermöglicht"... Diese Sichtweise kenne ich ganz gut....mir geht es eben genau um die andere Perspektive, die mir schon fast unmodern erscheint und auch um die individuelle Umsetzung dessen, gerade wenn beide Elternteile arbeiten müssen.
    Also mein Interesse gilt nicht dem Pro-und-Contra bzgl. Krippe/Kita, sondern dem (fundierten) Austausch mit überzeugten "späteingewöhnenden" Eltern.

    Ich würde auch eine Gruppe eröffnen nur für "Betroffene", wenn Interesse besteht.
    habe nix wirkliches beizutragen, da meine kinder alle früh in die krippe gegangen sind, aber: bitte keine gruppe, ich wrüde so gerne mitlesen udn gruppen sind so schnell tot immer...

    und: auch wenn meine kinder immer gerne gegangen sind - MIR tut es im nachhinein leid. wir hätten auch einfach jeweils ein jahr länger gemütlich zuhause sein können. irgendiwe ist es halt aus meiner sicht schon verlorene zeit miteinander.

  3. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Und warum hast Du Dich damals doch anders entschieden? Und was tut Dir konkret leid?
    Finde das sehr interessant und bin sehr dankbar auch für solche Erfahrungen, wenn Eltern im Nachhinein für einen späteren Einstieg entschieden hätten und warum.

  4. Addict
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von HummelHummel Beitrag anzeigen
    Und warum hast Du Dich damals doch anders entschieden? Und was tut Dir konkret leid?
    Finde das sehr interessant und bin sehr dankbar auch für solche Erfahrungen, wenn Eltern im Nachhinein für einen späteren Einstieg entschieden hätten und warum.
    ich wollte wieder arbeiten. und irgendwie fand ich die vorstellung schon verlockend, dass ich mal nen halben tag "ruhe" hab... es hatte sowas von "ich kann alles haben" - aber ich hatte halt einfach nix richtig und nicht alles.

    mein letztes kind musste ich trennungsbedingt mit 11 monaten eingewöhnen, weil ich dringend mich bewerben musste und auch um erstmal arbeitslosengeld beziehen zu können, sonst wären wir verhungert..

    das klingt jetzt so schlimm. mir gings währenddessen jetzt nciht total schlecht und die kinder waren immer rund um zufrieden. aber im nachhinein denk ich mir, dass die kinder halt nicht lange so klein sind und dass man das ruhig mehr genießen kann, denn das alles kommt nicht wieder. meiner meinung nach bricht die eigene karriere auch nciht komplett zusammen, wenn man statt 12 dann 18 monate daheim ist. zum beispiel.

  5. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    ich weiß nicht, ob ich so ganz in deine Zielgruppe falle, wir fahren eher so einen Mittelweg, aber schon auch bewusst nicht so früh viel fremdbetreuung und nicht kita. ich würde aber lieber in einer Gruppe schreiben (es gibt auch eine alte, in der ist aber schon lang nix mehr los).

  6. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Och, was meine Zielgruppe ist, weiß ich selbst nicht genau

    Geht ja nicht um dogmatische Spätbetreuung, aber schon um (sehr) kritischen Blick auf die Krippenalterbetreuung.

  7. Urgestein Avatar von Sternenkind
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ich kann auch nichts konkretes beitragen, mein kind wird mit 2 in den Kindergarten gehen. Wenns finanziell möglich wäre würde ich wirklich wirklich gern länger zu hause bleiben und ihn erst später in den kiga geben. Ich genieß die zeit mit ihm echt und wir sind auch viel unter leuten etc, so dass ich nicht denke, dass ihm was fehlen würde. Mein freund und ich reduzieren aber beide stunden und versuchen dann eben ihn nur wenig in den kiga zu geben

  8. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Nightswimming, ja die finanziellen Realitäten sind ja auch nicht zu unterschätzen. Das heißt aber, Du "bereust" eher, weil Du Zeit mit Deinen Kindern verpasst hast, als dass Du glaubst, die Variante "Länger zuhause" hätte Deinen Kindern besser getan?

  9. Addict
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Zitat Zitat von HummelHummel Beitrag anzeigen
    Nightswimming, ja die finanziellen Realitäten sind ja auch nicht zu unterschätzen. Das heißt aber, Du "bereust" eher, weil Du Zeit mit Deinen Kindern verpasst hast, als dass Du glaubst, die Variante "Länger zuhause" hätte Deinen Kindern besser getan?
    hmm. nein besser getan vielleicht nicht. weiß nicht. ich glaub für kleine krippies ist das nciht nur spiel und spaß sondern purer stress bisweilen. aber keine ahnung. man weiß ja nicht wie es anders gewesen wäre. ja ich bereue die verpasste zeit.

  10. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ich fand diesen Vortrag/Artikel wirklich hervorragend:

    Ann-Kathrin Scheerer: Krippenbetreuung als ambivalentes Unternehmen

  11. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Sternenkind, wieviele Stunden/Tage lasst Ihr dann betreuen?

  12. Urgestein Avatar von Jimi
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ich hatte damals eine Gruppe gegründet, dle ist aber leider relativ schnell eingeschlafen. Mir wäre es allerdings auch eher lieber, in einer Gruppe zu schreiben, da das Thema ja meist recht schnell sehr emotional wird und ich es hierbei auch unheimlich schwer finde, mich so auszudrücken, dass sich niemand angegriffen fühlt.
    Mein großes Kind ist mit 3 in den Kindergarten gekommen (und geht auch nur den halben Tag) und beim kleinen Kind wird es wohl ähnlich sein.
    Für uns als Familie ist es einfach passend und ich konnte und kann mir aus vielen Gründen nicht vorstellen, die Kinder früher „fremd“betreuen zu lassen.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  13. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Wie heißt denn die Gruppe?

  14. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    "zuhause mit kind"

  15. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ok, ich versuche mal beizutreten; mal sehen, wie sich das hier im Thread sonst so entwickelt...

  16. Enthusiast
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Wir haben den Großen mit 3 eingewöhnt, damals mit Überzeugung. War schön, die 3 Jahre zu Hause. Kontakte hatte er über Krabbelgruppe und Kinderturnen. Ich wollte die Zeit mit ihm genießen und habe das auch. War in Ordnung so, allerdings glaube ich nicht, dass eine frühere Eingewöhnung geschadet hätte. Ein wichtiges Argument gegen die Krippeneingewöhnung waren für mich die unflexiblen Zeiten. Man konnte nicht vor 14h abholen und dass war mir zu spät. Im Kindergarten konnten wir um 12h abholen und haben das auch großteils gemacht.
    Der Kleine kam mit 20 Monaten zur Tagesmutter, weil ich ein gutes Jobangebot bekam und das war auch gut. Er hat sich wohlgefühlt, die Tagesmutter war sehr flexibel, sodass ich holen konnte, wie es passte. Ich denke, das fällt wie immer mit der Qualität der Einrichtung und des Personals und da gibt es ganz wunderbare Menschen (Wir hatten und haben ganz wunderbare Erzieherinnen, denen ich auch sofort ein Baby zur Eingewöhnung geben würde) und natürlich auch Idioten. Das weiß man halt vorher nicht.
    Ich bin nach wie vor bei langem Betreungszeiten (mehr als 6/7h pro Tag in großen (!) Gruppen skeptisch wegen des Lärmpegels (Den ich für einen Stressfaktor halte)), aber dass es besser ist erst spät einzugewöhnen, würde ich nicht (mehr) sagen.
    Was ich total unterschätzt habe, war, wie gern ich wieder arbeite und wie gut mir diese Abwechslung tut. Ich möchte das echt nicht mehr missen. Andererseits geht es mir immer noch wie Nightswimming. Ich genieße die Zeit mit meinen Kindern und bin froh, dass ich nicht mehr Stunden arbeiten muss und die Nachmittage mit den Kindern habe. Ich habe eher ständig das Gefühl, dass die Kinderzeit viel zu schnell vergeht und ich im Stress viel verpasse oder nicht bewusst genieße.

  17. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Ja, dass die Einrichtungen Strukturen/Zeitabläufe haben, die nicht durch individuell abholende Eltern gestört werden sollen, finde ich nachvollziehbar. Aber eben auch schwierig...das suggeriert ja irgendwie, dass das Konzept auch für alle passen muss.

  18. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    (Kann mir jemand die Gruppe verlinken? Finde die irgendwie nicht.... )

  19. Addict
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    "zuhause mit Kind" ist aber eher für Leute, die aktuell gerade in Elternzeit sind, oder? Das ist ja schon ein anderes Thema als "Frühe Fremdbetreuung kritisch betrachten". Um das Kind zu Hause zu Betreuen könnten ja z.B. auch beide Eltern Teilzeit machen, die Oma betreut bei einem zu Hause, eine Kinderfrau einstellen,...

    Wir fanden und finden Kita mit 1 Jahr zu früh und haben uns daher für einige Vormittage Tagesmutter entschieden mit ca. 15 Monaten. Kindergarten dann ganz klassisch mit 3 Jahren. Hat für uns alle gut gepasst und würde ich auch wieder so machen. Oder evtl. 2 Jahre Elternzeit und dann Tagesmutter oder Kita, je nach Kind und Einrichtung.

  20. Fresher Avatar von HummelHummel
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    AW: Austausch: Kritischer Blick auf frühe Krippenbetreuung, Alternativen usw.

    Und Tagesmutter warum? Kleinere Gruppe?

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