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  1. V.I.P.

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    hochsensible kinder

    So, ich mochte den Begriff oder den Stempel nicht, aber da das momentan der "Modebegriff" dafür ist, spreche ich es mal auch darunter an.
    Also ich denke, dass sowohl ich als auch mein erster Sohn (4,5) in diese Gruppe fallen. Ist erstmal ja nicht so ungewöhnlich oder schlimm, ich habe zwar in meiner Kindheit unter dem Stempel "zu schüchtern", besonders in der Schule durchaus gelitten, aber mich in der Pubertät ganz gut davon freigeschwommen.
    Bei meinem Sohn ist das aber irgendwie doch etwas komplizierter gelagert; er hat zB ziemliche Probleme, sich von uns zu trennen, er lässt sich durchaus gerne auf Neues ein, ist auch fremden Kindern total aufgeschlossen gegenüber, aber knickt bei negativen Erfahrungen total ein. Jetzt zb hat er gerade Kummer mit seinen Freunden in der Kita und zeigt da überhaupt keine Resilienz, er neigt zur Verdrängung am Nachmittag/Wochenende (hat mir selbst bei einem mich aufregenden Thema empfohlen, wenn man nicht drüber spricht und nachdenkt, dann fühlt man sich auch nicht so schlecht), aber es explodiert uns dann am Morgen, wenn er völlig verzweifelt ist und sich völlig unfähig fühlt, sich der Situation zu stellen. Die Erzieherin ist super einfühlsam und kümmert sich jetzt verstärkt um ihn, hat mich auch noch mal auf das Thema Hochsensibilität gestoßen.

    Soweit nur dazu, wieso das Thema gerade aufkam. Kennt jemand noch Bücher oder lieber sogar Kurse/Beratungsangebote (in Berlin )? Ich habe kein Problem damit, das Kind so zu akzeptieren, wie es ist. Allerdings eckt er einfach in unserem System mit Kita und dann sicher ja auch Schule immer wieder an und ich finde es ausgesprochen schwierig, das goldene Maß zwischen genug Verständnis und Schutz und andererseits Herausforderung zu schaffen. Gestern ist er ohne mit der Wimper zu zucken alleine in einen Laden gegangen und hat sich einen Apfel gekauft (ich stand draußen) - hätte ich mich in dem alter, denke ich nie im Leben getraut, andererseits hat er heute früh wieder so an mir geklammert und konnte kaum aus dem Haus gehen :S

  2. Ureinwohnerin

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    AW: hochsensible kinder

    Nur kurz. Ich finde "so viel Freude, so viel Wut" sehr gut zu lesen, um das Kind etwas besser zu verstehen.
    Neben solchen Situationen wie bei euch kommt eine extreme Sensibilität gegenüber Hautempfindungen hinzu. Das Kind kann beispielsweise keine weiten oder zu langen Hosen abziehen, weil sich das schlimm anfühlt. Auch Socken sind sehr schwierig, weil die Fäden innen drinnen wohl Kribbeln und das Kind das unangenehm findet.
    Solche Themen fliegen uns regelmäßig um die Ohren und bescheren uns morgens viele Tränen und Diskussionen.
    Ahja. Und Übergänge.

  3. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    Ja, das hab ich auch gelesen und fand es super. Mittlerweile (ich habe auch schon viel gelesen und einen ziemlich großen Erkenntnisweg hinter mir) habe ich mit dem "ihn Verstehen" weniger Probleme als damit, zu Entscheiden, wieviel geschützten Raum wir ihm "zubilligen" müssen und wann es in kontraproduktives Einigeln übergeht.

    Was Essen und Kleidungsbefindlichkeiten angeht, haben wir uns schon ziemlich auf ihn eingestellt bzw zusammen beiderseits akzeptable Wege gefunden. Da kann man, wenn es ihm gut geht, auch schon sehr gut mit ihm reden und argumentieren und Kompromisse finden. Schwierig wird es eigentlich immer, wenn er auf die Welt da draußen trifft. Die alte Kita war logischerweise eine Katastrophe, jetzt hat er wie gesagt die sehr einfühlsame Erzieherin, aber Probleme mit anderen Kindern/weniger offenen Erwachsenen, von der Schule später gar nicht anzufangen, wird es ja immer geben. Ich fürchte, dass wir ihn bisher zu sehr behütet haben, andererseits empfinde ich es sehr stark so, dass schon kleinste negative Erfahrungen ihn richtig vernichtend treffen. Finde es super schwer, ihn dahingehend zu stärken. Es heißt immer, es ist so wichtig, dass die Eltern das Kind stärken. Aber mir ist nicht klar, wie wir das am Besten machen...

  4. Inaktiver User

    AW: hochsensible kinder

    Ich kann wenig beitragen, aber es gibt einen Podcast der Proud to be Sensibelchen heißt und sehr gut sein soll

  5. Senior Member

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    AW: hochsensible kinder

    Sternenratte, wie alt ist dein Großer nochmal? Meine Freundin hat einen hochsensiblen Sohn, der immer total schüchtern war und jetzt mit 6 Jahren ganz viele neue herausfordernde Situationen meisterhaft löst. Also manches wird mit dem Alter besser.
    Ansonsten habe ich damals, als ich dachte, mein großes Kind könnte hochsensibel sein, das Buch "Das hochsensible Kind" quergelesen, vielleicht wäre das was für dich?

  6. Inaktiver User

    AW: hochsensible kinder

    Ich hab deinen Beitrag nochmal gelesen. Beim Thema Resilienz fällt mir noch Leandra Vogt ein:
    https://leandravogt.de/about/
    Die ist in Berlin - da steht aktuell nix von Kursen usw., aber vielleicht schreibst du sie mal an? Sie ist Resilienztrainerin...

  7. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    Wie findet man denn heraus, ob sein Kind hochsensibel ist? Könnt ihr einen guten Artikel empfeholen?

  8. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    hier gibt es zb einen test

    https://www.aurum-cordis.de/kinderfragebogen-hochsensibilitaet-test-fuer-hochsensible-kinder

  9. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    Danke! Da trifft einiges zu, aber vieles auch gar nicht.

  10. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    ja, alles muss natürlich nicht zutreffen. M ist zum Beispiel eher nicht so musikalisch (GLAUBE ich), er scheint mir auch eher gerade nicht so fähig zu sein, andere und ihre Stimmungen einzuschätzen (wobei ich da schwanke, gerade wenn jemand negativ gestimmt ist), hat er dafür schon feine Antennen und kann damit dann aber gar nicht umgehen. Bei B finde ich auch, dass einiges zutrifft, würde ihn aber insgesamt eher nicht unter den Begriff fassen. In einem Buch hieß es ganz schön, dass natürlich nicht auf jeden alle Merkmale zutreffen, aber ihnen allen gemeinsam das Merkmal der ausgeprägten Sensibilität ist. Da kann ich für M nur ganz klar ja sagen.

  11. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    Hm, ich glaube, extrem sensibel ist er nicht (wobei in neuen Situationen und Umgebungen schon) und ich habe auch das Gefühl, dass er eine ganz gute Resilienz hat. Aber er ist in bestimmten Situationen extrem schüchtern und zurückhaltend, manchmal anderen Kindern gegenüber regelrecht abweisend. Dann wiederum dreht er aber mit anderen voll auf, ist total fürsorglich zu (anderen) Geschwisterkindern und hat auch einige Freunde. Musik liebt er und hört da auch stundenlang zu.
    Ich denke, das gesamte „Label“ hochsensibel trifft nicht so richtig zu, aber Teilaspekte dann schon.

  12. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    Gerade an der Resilienz scheint es mir bei M (ganz im Gegensatz zu B) eher zu liegen. Klassisch schüchtern ist M eher nicht, aber SO schnell tief getroffen und dann auch nachhaltig verängstigt. In seinem ganz vertrauten Umfeld ist er auch laut und wild usw, seine Erzieherin meinte, dass sein Verhalten sich auch ändert, wenn wir in der Kita dabei sind (Feste, morgens, beim Abholen), sie meinte er zieht ganz viel Kraft aus uns. Was ja schön ist. Aber ich glaube, wir haben uns mit ihm ziemlich eingeigelt und ich befürchte einfach, dass sich das in absehbarer Zeit auch ändern muss und frage mich, wie ich ihn möglichst geschützt positive von uns unabhängige Erfahrungen machen lassen kann.


    Im Moment habe ich das Gefühl, ich brauche fachkundige Beratung. Unsere Kinderärztin ist da eher nicht so die richtige Adresse und unsere Erzieherin kann ich jetzt auch schlecht als Privatpädagogin missbrauchen. Ich finde aber nicht so das Richtige, relativ Niedrigschwellige, was ich ohne Diagnose oder Überweisung, aber auch ohne immense Kosten und trotzdem mit inhaltlichem Gewinn in Anspruch nehmen kann.

  13. Urgestein

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    AW: hochsensible kinder

    Ich weiß nicht, wie die Fragebögen für Kinder sind, aber für Erwachsene ist mal einer kursiert, nach man schon unsensibel wie ein Brett sein müsste, um nicht als hochsensibel zu gelten.

    Kennt ihr den Blog Daily Pia (früher Mama Miez)? Da ist das auch immer wieder Thema gewesen.

  14. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    haha Stina :') ja, manche fragen sind schon etwas witzig "profitiert das Kind beim lernen eher von sanfter Korrektur als harscher Bestrafung" ääääh, gibt es Kinder, bei denen es anders ist?


    Danke durga, ich schaue da mal.

  15. Addict

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    AW: hochsensible kinder

    Bei meiner großen Tochter denke ich das manchmal seit letztem Jahr. Da wurde sie drei und ist in den Kindergarten gekommen. Zu der Zeit wurde außerdem die kleine Schwester geboren und sie tat sich einfach mit allen Umstellungen schwer, ist natürlich insgesamt viel für ein kleines Kind.
    Die Schwester meines Mannes hat uns ungefähr zeitgleich davon erzählt, dass sie sich selbst für hochsensibel hält. Bei ihr äußert es sich so, dass sie durch laute oder auch leise, aber sie störende Geräusche sehr stark in Stress gerät.

    Meine Tochter beschwert sich häufig über kratzige Hosen und Socken, die nicht richtig sitzen, ein nasser Pulloverärmel sorgt manchmal schon für einen kleinen Nervenzusammenbruch. Nach dem Kindergarten „muss“ sie sich umziehen und ihre sandigen Füße waschen. Inzwischen lasse ich sie machen, weil es ihr dann besser geht. Inwiefern das noch als normal gilt, weiß ich nicht.
    Sie spricht nicht mit Fremden (auch wenn wir dabei sind), kann oft auch zu Oma und Opa nicht „Hallo“ oder „Tschüss“ sagen, rennt dann weg oder zieht sich zurück. Sie kann aber auch laut und übermütig sein.

    Im Kindergarten weint sie sehr schnell und tut sich auch mit Kritik schwer.

  16. V.I.P.

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    AW: hochsensible kinder

    Habt ihr mal überlegt, ob es vielleicht auch ads sein könnte?
    Ich hatte lange überlegt, ob ich „nur“ hochsensibel bin, zum Schluss wurde dann doch ad(h)s diagnostiziert.
    Ich bin ja selber nur Laie und habe mich nicht wahnsinnig intensiv damit beschäftigt, aber es kommt mir vor, als ob es sich manchmal überschneidet.

  17. Addict

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    AW: hochsensible kinder

    Ja, Ad(h)s, (Autismus) und Hochsensibilität können sich überschneiden bzw. miteinander einhergehen.

  18. Junior Member

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    AW: hochsensible kinder

    Könnt ihr vielleicht ganz konkret Tipps geben, welche langen Hosen bei euren Kindern gut funktionieren? Mein Kind (5 J.) verweigert gerade alle langen Hosen und ist seit 3 Tagen nicht rausgegangen Früher gingen Jogginghosen ok aber gerade ist alles falsch.

  19. Urgestein

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    AW: hochsensible kinder

    Wir haben vor allem die Leggins von Boden (sind dicker als normale) und neuerdings gehen auch mal die Cord Treggins von H&M. Aber auch nicht immer. Ich kapiere allerdings nicht, wann diese Hosen tolerabel sind und wann nicht. Insgesamt hat es sich hier aber zwischen 5 und 6 deutlich entspannt mit dem Kleidungsthema. Manches findet sie immer noch sichtlich unbequem, erträgt es aber, weil ihr Bruder und Freundinnen es tragen. Leider sinkt die Laune insgesamt, wenn sie etwas trägt, das ihr eigentlich zu störend ist. Aber manchmal scheint sie es auch zu vergessen.
    Geändert von stöckchen (16.03.2021 um 12:35 Uhr)

  20. Stranger

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    AW: hochsensible kinder

    Ich habe nun, nachdem alle anderen Hosen/Leggings (vor allem Wolle-Seide) von heute auf morgen verweigert wurden, die Leggings von Orbasics bestellt. Diese dickere Variante für den Winter. Die sind sehr weich und werden ausnahmslos akzeptiert, ebenso wie die Sweatshirts.

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