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  1. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von dizzie Beitrag anzeigen
    ich empfinde es tatsächlich beruhigend, eine depression als das zu betrachten, was sie ist: eine krankheit, ein medizinischer zustand, verursacht durch ungleichgewicht von biochemie, dementsprechend behandelbar. das mag vielen zu einfach sein, mir als wissenschaftlerin hilft diese definition.
    Aus wissenschaftlicher Sicht muss man davon ausgehen, dass gerade ne Depression nicht zwangsläufig in erster Linie eine Hirnstoffwechselstörung ist. Aber das ist natürlich eine Komponente davon und die kann von Fall zu Fall unterschiedlich großen Anteil an einer resultierenden klinischen Symptomatik haben. Wobei auch der Stoffwechsel ja nicht qua Genom unveränderlich gesetzt ist. Da interagiert alles mögliche zu verschiedenen Zeiten des Lebens.

    Aber bei einem relativ isolierten Symptom mal primär von ner chemischen Fehlsteuerung auszugehen finde ich durchaus plausibel und wie fitzgerald sagt, ob es hilfreich ist, wegen so einer Stillerfahrung allein in der Situation, ein neugeborenes Kind zu haben, auf die Suche nach einer vermeintlichen eigenen verdrängten Missbrauchserfahrung zu gehen, bezweifle ich.

  2. Newbie Avatar von HummelHummel
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von dizzie Beitrag anzeigen
    ich empfinde es tatsächlich beruhigend, eine depression als das zu betrachten, was sie ist: eine krankheit, ein medizinischer zustand, verursacht durch ungleichgewicht von biochemie, dementsprechend behandelbar. das mag vielen zu einfach sein, mir als wissenschaftlerin hilft diese definition.
    Ohne jetzt das eigentliche Thema zu berühren, ist es mir jetzt doch wichtig kurz einzuwerfen, dass das NICHT alles ist, was Depression ausmacht. Das würde ja im Umkehrschluss heißen, dass eine rein medikamentöse Therapie immer ausreichen würde und die Psychotherapieforschung keinen Mehrwert hat. Und das stimmt einfach nicht. Es gibt ein Geschehen auf Neurotransmitterebene, aber es gibt auch (oft unbewusste) Gegebenheiten in der Biographie, die psychodynamisch wirken und eine Depression bedingen können.

  3. Foreninventar Avatar von dizzie
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    .
    Geändert von dizzie (01.02.2019 um 16:16 Uhr)
    [the more you suffer.]
    [the more it shows you really care.]
    [right?]
    [yeeeah.]

  4. Junior Member
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Erstmal möchte ich den Betroffenen mein Mitgefühl aussprechen Ich stelle mir das sehr belastend und zwiespältig vor und hoffe, das jede ihren Weg findet, sich mit dem Thema auszusöhnen.

    Vielleicht ist es auch typisch bym, aber ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich keine derartigen Gefühle beim Stillen hatte, obwohl ich sexuell traumatisiert (auch insbesondere in Bezug auf die weibliche Brust) bin, und glaube daher nicht, dass da zwangsläufig ein Zusammenhang besteht.

  5. Newbie Avatar von HummelHummel
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von dizzie Beitrag anzeigen
    ach, bym, ey - warum kann man ein "mir hilft diese definition" nicht einfach so stehen lassen, sondern muss immer noch eine runde klugscheißen nachtreten? ich denke, das thema wurde auf persönlicher ebene begonnen und ich habe auf persönlicher ebene geantwortet. mir ist völlig klar, dass das nicht die ultimative wahrheit ist, das habe ich auch nirgends behauptet.
    Ich wollte Dich nicht angreifen. Die Formulierung "eine Depression als das zu betrachten, was sie ist" war dann etwas unglücklich und hat meinen Post bedingt.

  6. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Ja, ebenso.

    Tut mir leid, meine Antwort war nicht klar formuliert.

  7. Regular Client Avatar von SallyBray
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von ambi Beitrag anzeigen
    Erstmal möchte ich den Betroffenen mein Mitgefühl aussprechen Ich stelle mir das sehr belastend und zwiespältig vor und hoffe, das jede ihren Weg findet, sich mit dem Thema auszusöhnen.

    Vielleicht ist es auch typisch bym, aber ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass ich keine derartigen Gefühle beim Stillen hatte, obwohl ich sexuell traumatisiert (auch insbesondere in Bezug auf die weibliche Brust) bin, und glaube daher nicht, dass da zwangsläufig ein Zusammenhang besteht.
    Aber es geht doch auch jeder unterschiedlich mit einer sexuellen Misshandlung um, so dass man (Du) nicht sagen kann "also ich bin auch sexuell traumatisiert, hatte aber keine Probleme mit dem Stillen, also können Deine Probleme damit auch nicht daher rühren". Und die ursprüngliche Schreiberin hat nach meinem Verständnis auch nicht gesagt, dass da zwangsläufig ein Zusammenhang bestehen muss.
    In a rain of bullets and blood and snow.
    I saw the midnight come and I watched her go.

  8. Junior Member
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von SallyBray Beitrag anzeigen
    so dass man (Du) nicht sagen kann "also ich bin auch sexuell traumatisiert, hatte aber keine Probleme mit dem Stillen, also können Deine Probleme damit auch nicht daher rühren".
    Hab ich doch gar nicht damit gesagt?! Ich wollte lediglich eine dritte Seite aufzeigen.

  9. Regular Client Avatar von SallyBray
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    ok, dann habe ich es eventuell etwas empfindlich gelesen, aber ich finde es ehrlich gesagt schon sehr strange sowas rauszuhauen, wenn sich hier eine zu der potentiellen Verbindung sexueller Missbrauch + Stillproblematik äußert und dann als Reaktion kommt 'ging mir nicht so, trotz gleicher Voraussetzung'. Insbesondere weil sie doch nicht gesagt hat, dass das zwangsläufig immer so verläuft.
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  10. Junior Member
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Ich hab mich doch gar nicht mit ihr verglichen?! Dazu müsste ich ihr ja unterstellen, dass sie ebenfalls diese Erfahrung gemacht hat - sehe ich nicht, wo ich das getan hätte.

  11. Junior Member
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Vielleicht, hast du eine Nachsorgehebamme, die du konsultieren könntest?

  12. Foreninventar Avatar von dizzie
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    .
    Geändert von dizzie (01.02.2019 um 16:16 Uhr)
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  13. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von fitzgerald Beitrag anzeigen
    Warum man da immer gleich die schlimmste Traumakeule rausholen muss (
    "schlimmste traumakeule" war absolut nicht meine intention und finde ich auch gefährlich. aber dass diese assoziation kommen mag und die möglichkeit genannt wird, da therapeutisch hinzuschauen, finde ich nunmal auch nicht abwegig, zumal vielleicht ja selbst das thema "trauma" eingebracht hat!?
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  14. Urgestein Avatar von Sternenratte.1
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Nur ist die Anfangszeit mit Kleinkind und Baby vielleicht nicht die allerbeste, um irgendwelche eventuell vergessenen Traumata aufzuspüren
    πάντα ῥεῖ


    und jedem anfang wohnt ein zauber inne
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


    winter is coming

  15. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von Sternenratte.1 Beitrag anzeigen
    Nur ist die Anfangszeit mit Kleinkind und Baby vielleicht nicht die allerbeste, um irgendwelche eventuell vergessenen Traumata aufzuspüren
    aber ne super zeit für psychotherapie, zusammen mit dem baby. wie aufdeckend diese geschieht, kann ein guter psychotherapeut schon abschätzen.
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  16. Member Avatar von fitzgerald
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Ja wow, mit Baby und Kleinkind zum Analytiker auf die Couch. Lass mich raten. Du kommst aus der Branche...
    Don't tell Mama.

  17. Get a life! Avatar von Cinnamon
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    nee, alabaster, echt nicht. vielleicht ist noch im Wochenbett (glaube ich?) & ich finde es so schon stark dass sie sich mit dem Thema beschäftigt/es hier so offen angesprochen hat. da reicht das aktuell. sie sagte ja auch dass ihr der o.g. Link von Stina schon weiter hilft. da muss man doch jetzt nicht auf teufel komm raus weiteres anstossend/anregen/vorschlagen. das Wochenbett ist sowieso schon eine arg empfindsame Zeit und ich finde nicht dass man sich über all das was da so anfällt, darüber hinaus noch mit mehr belasten muss. Wie dizzie schon sagt: kann man nicht einfach schon mal was so stehen lassen. das nervt manchmal hier so, ey.

  18. Regular Client Avatar von vielleicht
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Also ich wollte jetzt hier keine Diskussion über psychische Krankheiten und Traumata lostreten. Tut mir leid, Dizzie, dass du das jetzt so abbekommen hast!


    In meinem Fall ist es so, dass ich das ganz gut aushalten kann. Ja, in diesen 1-2 Minuten ist es wirklich hässlich und unangenehm, aber dank des Links kann ich jetzt viel besser damit umgehen, weil es eine Erklärung gibt und ich muss dem jetzt auch nicht irgendwie nachspüren. ich denke nicht, dass es so schlim ist, dass ich da irgendwelche therapeutische Unterstützung bräuchte. Mit meiner Hebamme will ich heute bei der Rückbildung eh mal wieder nen Termin ausmachen, ich denke das reicht mir dann auch. Ich bin aber gespannt, ob sie davon schon gehört hat. Irgendwie hab ich das Gefühl, darüber redet niemand.

  19. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von fitzgerald Beitrag anzeigen
    Ja wow, mit Baby und Kleinkind zum Analytiker auf die Couch. Lass mich raten. Du kommst aus der Branche...
    was soll dieser beitrag voller abwertung und klischees? es hilft jetzt wirklich keiner leserin, die mglw. überlegt, therapie zu machen, zu denken, sie gehe bei skept "auf die couch".

    vielleicht: verstehe! ich denke auch, dass die hebamme die erste wichtige ansprechpartnerin hier ist und es ist super, dass du schonmal beruhigt und erleichtert bist. dass die öffentlichmachung deiner wahrnehmung ein tabuthema ist, schätze ich auch.
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  20. Get a life! Avatar von Cinnamon
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Ich bin gespannt ob deine Hebamme davon weiss.
    was mir noch dazu eingefallen ist: zu diesem " Ich will auf Mamas arm!"-Gefühl: Es steht ja überall in der Literatur dass "mothering the mother", also das Bemuttern der Mutter im Wochenbett, wichtig und angebracht ist. Also essen und trinken bringen, für sie sorgen usw. du bist zwar schon Mama, aber relativ neue Zweifachmama und ich glaube auch in diese Rolle muss man rein wachsen. Daher gesteh dir diese Gefühle ruhig zu, ich glaube sehr dass sie normal sind. und es ist ja auch alles anstrengend und aufreibend gerade mit großem Kind noch, da kann man schon mal das Gefühl haben dass man selber einfach zu Mama will und sich um nix kümmern will.
    Na ja ich lese es mir in 2 Monaten auch mal durch was ich hier schreibe bzw befrage dich.
    Ich wünsch dir dass es Stück für Stück besser wird alles :*


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