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  1. Regular Client Avatar von vielleicht
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    Stillen und negative Gefühle

    Ich hab lange überlegt, ob ich nen extra Thread aufmachen sollte, aber es belastet mich ein bisschen, deswegen mach ich das jetzt einfach mal, vielleicht geht es ja jemandem ähnlich. Ich hab schon meine große Tochter gestillt und da fiel mir auch schon auf, dass ich bei jedem Stillvorgang so ein subtiles negatives Gefühl hatte. Ich kann das schlecht beschreiben. Es kommt so richtig aus dem „Inneren“ und ich fühle mich irgendwie schlecht, benutzt, „schmutzig“, mir ist nach Weinen zumute und ich hab keine Ahnung woher das kommt. Es erinnert mich ein bisschen an das Gefühl, was mich auch so ab und zu mal überkommt (unabhängig von irgendwelchen Situationen), dass ich urplötzlich eine innere Unruhe verspüre, Angst habe und müsste ich das Gefühl irgendwie bebildern, dann wie ein Baby, dass nach seiner Mama schreit. Aber beim Stillen kommt noch ein anderes Gefühl dazu, nämlich dieses „schmutzige“. Oh man, keine Ahnung, wahrscheinlich bin ich einfach komisch oder so, aber es beschäftigt mich irgendwie.

  2. Regular Client Avatar von Stina
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Ich kann nix konkretes sagen, bin aber ein paar mal auf Artikel (Wenn Stillen traurig oder wutend macht .. Ich weiß, die Website hat viele doofe Artikel, aber vielleicht hilft der ja) und Postings (SuT Forum, dort habe ich eh Stillproblemen gelesen, vielleicht findest du dort Tipps) dazu gestoßen.

  3. Get a life! Avatar von Cinnamon
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    .....weg....

    was ist denn deine Motivation, überhaupt zu stillen?
    Geändert von Cinnamon (07.12.2018 um 21:34 Uhr)

  4. Enthusiast Avatar von kaikoura
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Hm, so ganz in der Lage war ich nicht, aber ich hatte zumindest keine besonderes positiven Gefühle beim Stillen. Ich habe es für meine Tochter gemacht und weil es Schwierigkeiten gab, habe ich auch nicht lange gestillt. Wahrscheinlich hätte ich mehr für das Weiterstillen gekämpft, wenn es mir wichtiger gewesen wäre.

    Ich weiß nicht, ob du das beantworten kannst, aber möchtest du Weiterstillen und an deinen Gefühlen "arbeiten" oder kannst du dir auch vorstellen, abzustillen?

  5. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Ich hatte das manchmal. Es fühlte sich ein wenig wie Ekel an, wobei ich bewusst keinen Ekel empfunden habe. Was bei mir auch noch mit reingespielt hat, war dass ich meinen Körper gefühlt nie für mich hatte. Erst die Schwangerschaft, dann die Geburt, dann das Stillen- ich kam mir so vereinnahmt vor. Und der Druck- „ich ernähre dieses Kind. Ich bin ultimativ verantwortlich dafür dass es genug bekommt“.

  6. Urgestein Avatar von Lina88
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    .
    Geändert von Lina88 (08.12.2018 um 13:58 Uhr)

  7. Regular Client Avatar von vielleicht
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Stina, danke für den Link, es ist exakt das, was da beschrieben wird und es tut grad gut, das zu lesen. Krass, dass es dafür einen Begriff gibt.

    Es sind auch keine bewussten Gedanken oder so, wie GuMi es beschreibt. Ich hab es eben nochmal beobachtet. Ich fühle mich normal, leg die Brust frei, P. dockt an und noch bevor sie richtig dran ist, überkommt es mich aus dem Inneren, ich kann es nicht steuern. Dass es mit unserem Sohn zusammenhängen kann, liegt vielleicht nahe, aber das ist es nicht. Interessanterweise hatte ich eine Assoziation zu sexuellen Missbrauch in meiner Kindheit. Also es hat keiner stattgefunden (soweit ich weiß), aber ich hatte dann manchmal beim Stillen den Gedanken, ob da nicht doch was war. Interessant, dass das in dem Text erwähnt wird, das scheint ja dann bei einigen auch ein Gedanke zu sein.

  8. Regular Client Avatar von Stina
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Freut mich, dass ich dir weiterhelfen konnte. Ich hoffe, du findest für dich einen guten Weg, damit umzugehen, das liest sich sehr belastend.

  9. Foreninventar Avatar von dizzie
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    .
    Geändert von dizzie (09.12.2018 um 20:41 Uhr)
    [the more you suffer.]
    [the more it shows you really care.]
    [right?]
    [yeeeah.]

  10. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    für mich liest sich deine beschreibung nach einer eigenen traumatischen oder traumaähnlichen erfahrung und auch nach eigenen, ungestillten bedürfnissen (nach nähe, schutz, wärme), was ja zusammenhängt. finde, du hast es auch sehr plastisch beschrieben, sodass ich mich gut hineinfühlen konnte. und ich stelle mir das schwierig vor, weil du diese innere ambivalenz aushalten musst. hast du überlegt, das mal therapeutisch zu bearbeiten?
    und dizzie, warum keine tieferen gründe? ich denke eher, im gegenteil.
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  11. Member Avatar von fitzgerald
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Steht doch im verlinkten Text. Es ist ein starker Dopaminabfall, also rein hormonell.
    Don't tell Mama.

  12. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Sehr interessant! Danke für den Link!
    Mein Chef in einer Einrichtung für die Begleitung substituierter Heroinsüchtiger beschrieb das Gefühl nach dem Heroinschuss als "bei Mama auf dem Arm"...

  13. Senior Member Avatar von narzisse
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Hm, ist Heroin in der Stillzeit kontraindiziert? 🤔 wäre ja eine günstige Lösung dann

    Der Link ist echt interessant!

  14. Urgestein Avatar von durga
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Die zwei Seiten des Dopamins - die Einen sind auf Mamas Arm und die Anderen sind Mama

  15. Regular Client Avatar von vielleicht
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Dizzie, tut mir leid, dass du das erleben musstest!

    Wie gesagt, ich hatte das ja dann auch irgendwie vermutet und finde es eine Mischung aus WTF und interessant, dass das auch anderen Frauen passiert und dass die auch diesen Gedanken an eventuelle traumatische Erlebnisse in der eigenen Kindheit haben, selbst, wenn da nuix passiert ist. Wobei ich halt auch denke, dass gerade in unserer Generation als Babys das Schreienlassen ja schon noch recht verbreitet war und da sich dieses Gefühl wie "Ich will zu meiner Mama!" anfühlt, vielleicht hängt es tatsächlich damit zusammen. Ein bisschen beruhigt mich dieser Text halt auch, weil er mir ein wenig diese Angst nimmt, dass ich als Kind eventuell sexuellen Missbrauch erfahren habe.

  16. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Zitat Zitat von fitzgerald Beitrag anzeigen
    Es ist ein starker Dopaminabfall, also rein hormonell.
    das ist doch keine begründung? demnach ist eine depression auch "rein hormonell"!?
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  17. Member Avatar von fitzgerald
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Warum soll das keine Begründung sein?
    Bzw. muss es denn echt immer der schlimmste anzunehmende Fall sein, wenn es sehr viel näherliegende Erklärungen gibt?
    Geändert von fitzgerald (09.12.2018 um 17:25 Uhr)

  18. Regular Client Avatar von alabaster
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    ich find's eindimensional gedacht. natürlich kann ich sagen, ich bin depressiv aufgrund meines serotininmangels, oder ich empfinde gefühl x, weil mein dopamin abfällt. stimmt vielleicht auch, aber eben nicht nur. ich finde naheliegend, dass es ein zusammenspiel biografischen, genetischen, biologische, sozialen (usw.) faktoren gibt.
    she is so cold I bet she has her period in cubes

  19. Foreninventar Avatar von dizzie
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    .
    Geändert von dizzie (01.02.2019 um 16:16 Uhr)
    [the more you suffer.]
    [the more it shows you really care.]
    [right?]
    [yeeeah.]

  20. Member Avatar von fitzgerald
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    AW: Stillen und negative Gefühle

    Natürlich ist es ein Zusammenspiel, aber wenn ich mal rekapituliere, was vielleichts Körper so die letzten Jahre geleistet hat, finde ich es nun nicht zu kurz gedacht, dass da rein auf körperlicher Ebene nicht immer alles optimal rund laufen kann. Manchmal ist es eben einfach "nur" Stress, der aber größere Auswirkungen hat. Warum man da immer gleich die schlimmste Traumakeule rausholen muss (ohne weitere Verdachtsmomente) und glaubt, dass sei irgendwie beruhigend für ne stillende Mutter mit solchen Gefühlen? Sowas versteh ich nicht.
    Don't tell Mama.

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