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  1. Senior Member Avatar von Zucker
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    bin da bei sublus. ich habe auch schonmal versucht, studien zur louwen-diät zu finden und es gab einfach keine. weder auf deutsch noch auf englisch. und dazu kommt, dass auch keine größeren oder bekannten medien das thema aufgegriffen haben.
    Geändert von Zucker (21.01.2019 um 17:53 Uhr) Grund: tippfehler

  2. Foreninventar Avatar von cyan
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Gut möglich, dass ihr recht habt.
    Nachdem ich sowieso gezwungenermaßen Diät halten muss, habe ich mich mit Louwen nicht besonders auseinandergesetzt. :‘)

  3. Junior Member
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Ich fand Expecting Better super dafür, die wissenschaftliche Perspektive zu bekommen, die Autorin hat die Studien zu sehr vielen Schwangerschafts- und Geburtsthemen ausgewertet und toll aufbereitet. Louwendiät kommt da aber leider nicht vor.

  4. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Es gibt auch einfach keine große Studie. Sie haben wohl nur selbst an der Uniklinik bei Frauen die dort entbunden haben Daten erhoben, die angeblich hoch signifikant waren. Wenn muss man sich von der „Theorie“ überzeugen lassen.

    In meinem Geburtsvorbereitungskurs wurde gesagt, dass es zu keiner geburtsvorbereitenden Maßnahme eindeutige Evidenz gibt. Das hängt zum einen sicher damit zusammen, dass das niemand mal eben finanziert, es lässt sich ja auch nichts damit verdienen (wobei es mich wundert dass die Uniklinik hier das nicht auf die Reihe bekommt). Zum anderen spielen in den Geburtsverlauf sehr viele Faktoren mit rein, einen zu isolieren und reine Korrelationen auszuschließen ist schwierig. Und sowas wie „wie schmerzhaft war die Geburt“ ist ja auch schwierig zu erheben, da subjektiv und zumindest Erstgebärende keinen Vergleich haben.

  5. Get a life! Avatar von Delisha
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Ich hab durch die Schwangerschaftsdiabetes unfreiwillig diese Diät ausprobiert anscheinend. Ich hab mich fast nur noch von Gemüse ernährt. Kohlehydrate soweit eingeschränkt so gut es ging. Süßes eh nicht mehr. Selbst bei Obst gingen ja nur noch Beeren in kleineren Mengen. Es war echt ein grausames Leben. Immerhin war ich nach Geburt schlanker als vor der Schwangerschaft
    Und äh also ich hatte echt genug Schmerzen....
    I will dance
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  6. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Es gibt auch einfach keine große Studie. Sie haben wohl nur selbst an der Uniklinik bei Frauen die dort entbunden haben Daten erhoben, die angeblich hoch signifikant waren.

    (...)

    In meinem Geburtsvorbereitungskurs wurde gesagt, dass es zu keiner geburtsvorbereitenden Maßnahme eindeutige Evidenz gibt.
    Huh? Das stimmt einfach nicht.

    Klar ist das Studiendesign bei Geburten schwierig, und es ist ethisch nicht oft möglich, Doppel-blind und randomisiert zu arbeiten. Aber mit entsprechend groß angelegter Studie und multifaktoriellen Kontrollen kann man auch durch Korrelation bestimmte Sachverhalte auswerten (und natürlich gibt es in der Geburtshilfe immer wieder solche Studien, auf Grund derer dann neue Richtlinien erarbeitet werden).

    Und zur subjektiven Schmerzaussage wird ganz oft nicht nur mit Selbstaussagen gearbeitet, sondern zum Beispiel mit sekundären Ergebnissen, zB wieviel Prozent der Gebärenden letztendlich eine PDA hatten, wieviele Komplikationen es gab etc.

    Ich finde die Louwenidee ganz interessant, aber es ist doch ein ganzer Haufen an Spekulation dabei, und nur weil etwas im biologischen Model plausibel ist, heißt es halt nicht, dass es wirklich so umsetzbar ist.

    Und ich finde es tatsächlich ein bisschen unseriös (besonders für einen praktizierenden Arzt) eine klare Empfehlung für etwas auszusprechen, bei völlig unbekannter Studienlage. Wenn ich als Wissenschaftler so hinter einer Idee stehe, dann sollte ich doch alles dran setzen, sie wirklich zu evaluieren und ihr auf den Grund zu gehen, und nicht einfach zu sagen „ich finde das in sich theoretisch stimmig, und das muss reichen, um darüber ein Buch zu schreiben“.
    _______________________There's a tribe in Papua-New Guinea, where, when a hunter flaunts its success to the rest of the village, they kill him and then drive away the evil spirits with a drum made from his skin.


    Superstitious nonsense, of course, but one can see their point.

  7. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Für was gibt es denn Studien?

    Die Hebammenpraxis hier wirkt da schon sehr informiert und sie meinten eben dass es für Dammmassage, Himbeerblättertee und was sonst alles an Geburtsvorbereitung empfohlen wird (eben auch die Louwen-Sache) keine Evidenz gibt. Ich weiß schon wie man grundsätzlich Studien durchführt, aber ich stelle es mir ziemlich schwierig vor aus allen Faktoren die eine Geburt beeinflussen zb ausgerechnet den Einfluss von Himbeerblättertee herauszufiltern.
    Und zu den Schmerzen: Ich glaube schon, dass verschiedene Frauen sich bei den gleichen Schmerzen eben für oder gegen eine PDA entscheiden. Und Medikation auch stark vom Personal abhängt. Und in gefühlt 80 Prozent der Fälle ohne PDA, war es zu spät obwohl die Frau noch eine wollte. Auch alles Faktoren.
    Ich würde es auch sehr begrüßen wenn es da Studien gäbe, würde die Ergebnisde aber auch sehr kritisch betrachten.

    An sich finde ich es dann auch nicht in Ordnung etwas deutlich zu empfehlen...andererseits ist wenig Zucker und Weißmehl essen immer empfehlenswert

  8. Junior Member
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Ja es ist auch schwer, den Einfluss herauszufiltern. Aber wenn man eine ausreichend große Gruppe an Frauen betrachtet, die X gemacht haben und eine genauso große Gruppe, die X nicht gemacht haben, dann sollten sich die individuellen Unterschiede rauskürzen. Deswegen ist individuelles Schmerzempfinden und ob es zu spät für eine PDA war egal. In der Praxis funktioniert das nicht unbedingt so gut, weil die Faktoren eben doch nicht unabhängig sind. Zum Beispiel ist die Gefahr von Alkohol in der Schwangerschaft wirklich schlecht ergründbar, weil Alkoholkonsum in der Schwangerschaft mit allen möglichen anderen Faktoren (sozioökonomischer Status, sonstiger Drogenkonsum usw.) korreliert.
    Genauso wird vermutet, dass der positive Einfluss von Stillen in Studien überschätzt wird, weil Stillen mit anderen Faktoren korreliert, die positive Auswirkung auf das Baby haben. Nicht-Wirksamkeit lässt sich aber halt leichter nachweisen als Wirksamkeit - wenn es zwischen der Gruppe, die X macht und der Gruppe die nicht X macht keinen Unterschied gibt, dann hat X halt keinen Einfluss auf was immer man misst. Für viele der ganzen Sachen die Hebammen empfehlen gibt es keine Nachweise der Wirksamkeit. Aber Hebammen empfehlen ja auch gerne mal Homöopathie.

  9. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Ach so, da habe ich dich falsch verstanden - ich habe gedacht, deine Praxis sagt es sei unmöglich, Studien durchzuführen.

    Aber ja, für Himbeerblättertee gibt es keine überzeugende Beweislage - obwohl es zumindest kleinere klinische Studien gibt (die haben den Frauen Kapseln mit Himberblattextrakt oder Placebo gegeben). Die haben allerdings keinerlei Effekt feststellen können. Und damit kann man sich den Tee auch echt sparen.

    Und klar, weniger Weißmehl und weniger Zucker ist sicher kein schädlicher Rat, und tut den meisten Menschen im Westen ganz gut, aber ich finde, schwangeren Frauen wird so viel eingeredet, was sie optimieren sollen, was sie noch besser machen können, immer mit dem Fokus auf die bessere Geburt und das gesündere Baby, dass es sehr schnell ausufert und bei vielen zu großen Schuldgefühlen führt, weil sie halt doch nicht genug Omega 3 runterkriegen, oder weil auf der Pizza Weichkäse war, und sie nicht nochmal gefragt haben.

    Und dann finde ich es schon wichtig, diese ganzen Ratschläge ein bisschen zu hinterfragen, um zu sehen, wieviel Grundlage dahintersteckt.
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  10. Senior Member Avatar von Zucker
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Und klar, weniger Weißmehl und weniger Zucker ist sicher kein schädlicher Rat, und tut den meisten Menschen im Westen ganz gut, aber ich finde, schwangeren Frauen wird so viel eingeredet, was sie optimieren sollen, was sie noch besser machen können, immer mit dem Fokus auf die bessere Geburt und das gesündere Baby, dass es sehr schnell ausufert und bei vielen zu großen Schuldgefühlen führt, weil sie halt doch nicht genug Omega 3 runterkriegen, oder weil auf der Pizza Weichkäse war, und sie nicht nochmal gefragt haben.

    Und dann finde ich es schon wichtig, diese ganzen Ratschläge ein bisschen zu hinterfragen, um zu sehen, wieviel Grundlage dahintersteckt.
    das finde ich auch einen sehr wichtigen punkt.

    wieauchimmer, zur dammmassage gibt es übrigens studien, wobei die ergebnisse nicht eindeutig sind. hier z. b. ein review über vier studien, das fand ich recht interessant: Antenatal Perineal Massage to Prevent Birth Trauma - Cochrane for Clinicians - American Family Physician

  11. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Und klar, weniger Weißmehl und weniger Zucker ist sicher kein schädlicher Rat, und tut den meisten Menschen im Westen ganz gut, aber ich finde, schwangeren Frauen wird so viel eingeredet, was sie optimieren sollen, was sie noch besser machen können, immer mit dem Fokus auf die bessere Geburt und das gesündere Baby, dass es sehr schnell ausufert und bei vielen zu großen Schuldgefühlen führt, weil sie halt doch nicht genug Omega 3 runterkriegen, oder weil auf der Pizza Weichkäse war, und sie nicht nochmal gefragt haben.

    Und dann finde ich es schon wichtig, diese ganzen Ratschläge ein bisschen zu hinterfragen, um zu sehen, wieviel Grundlage dahintersteckt.
    Ja!!! Ich finde das extrem wichtig. Ich höre/lese so oft, dass Frauen bei erlaubten Sachen wie Kaffee oder bei zugelassenen Medikamenten trotzdem ein schlechtes Gewissen haben (tw auch von medizinischen Fachpersonen noch unterstützt). Ich finde das so unnötig, denn die begründeten bzw. natürlichen Einschränkungen reichen doch schon aus. Da will ich wirklich nur sehr begründet meine Ernährung dann nochmal zusätzlich einschränken, denn da ist ja immer schlechtes Gewissen bei "Versagen" inklusive.

  12. Member Avatar von Sublus
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Zucker Beitrag anzeigen
    bin da bei sublus. ich habe auch schonmal versucht, studien zur louwen-diät zu finden und es gab einfach keine. weder auf deutsch noch auf englisch. und dazu kommt, dass auch keine größeren oder bekannten medien haben das thema aufgegriffen haben.
    Online gibt es ein paar Artikel von mir bekannten Zeitschriften, zählt das schon als "bekannte" Medien?
    Aber es beruhigt mich, dass du auch nichts gefunden hast.

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Und ich finde es tatsächlich ein bisschen unseriös (besonders für einen praktizierenden Arzt) eine klare Empfehlung für etwas auszusprechen, bei völlig unbekannter Studienlage. Wenn ich als Wissenschaftler so hinter einer Idee stehe, dann sollte ich doch alles dran setzen, sie wirklich zu evaluieren und ihr auf den Grund zu gehen, und nicht einfach zu sagen „ich finde das in sich theoretisch stimmig, und das muss reichen, um darüber ein Buch zu schreiben“.
    Das stimmt, das hat mich auch stutzig gemacht!

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Aber ja, für Himbeerblättertee gibt es keine überzeugende Beweislage - obwohl es zumindest kleinere klinische Studien gibt (die haben den Frauen Kapseln mit Himberblattextrakt oder Placebo gegeben). Die haben allerdings keinerlei Effekt feststellen können. Und damit kann man sich den Tee auch echt sparen.

    Und klar, weniger Weißmehl und weniger Zucker ist sicher kein schädlicher Rat, und tut den meisten Menschen im Westen ganz gut, aber ich finde, schwangeren Frauen wird so viel eingeredet, was sie optimieren sollen, was sie noch besser machen können, immer mit dem Fokus auf die bessere Geburt und das gesündere Baby, dass es sehr schnell ausufert und bei vielen zu großen Schuldgefühlen führt, weil sie halt doch nicht genug Omega 3 runterkriegen, oder weil auf der Pizza Weichkäse war, und sie nicht nochmal gefragt haben.

    Und dann finde ich es schon wichtig, diese ganzen Ratschläge ein bisschen zu hinterfragen, um zu sehen, wieviel Grundlage dahintersteckt.
    Genau! Und wenn ich Louwen richtig verstehe, geht es ja nicht nur um "bisschen weniger Zucker", sondern das ist ne richtig harte Diät. (Also für mich wär das hart). Und da finde ich es schon noch eine andere Hausnummer, sich sowas anzutun, als vielleicht ne Tasse möglicherweise unwirksamen Tee runterzuwürgen. Da möcht ich doch schon relativ sicher sein können, dass es mir auch was bringt. Übrigens schreibt Louwen immer, dass es hauptsächlich adipösen Schwangeren dadurch besser geht. Die vielleicht von vornherein übermässig viel Zucker gegessen haben.
    Mom! Theron's dried his bed again!

  13. Member Avatar von Sublus
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    AW: Ernährung und Schwangerschaft

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Ja!!! Ich finde das extrem wichtig. Ich höre/lese so oft, dass Frauen bei erlaubten Sachen wie Kaffee oder bei zugelassenen Medikamenten trotzdem ein schlechtes Gewissen haben (tw auch von medizinischen Fachpersonen noch unterstützt). Ich finde das so unnötig, denn die begründeten bzw. natürlichen Einschränkungen reichen doch schon aus. Da will ich wirklich nur sehr begründet meine Ernährung dann nochmal zusätzlich einschränken, denn da ist ja immer schlechtes Gewissen bei "Versagen" inklusive.
    Ja!! Man hört ständig irgendwas, was man nicht essen soll, und hat das natürlich kurz vorher gegessen
    Mom! Theron's dried his bed again!

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