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  1. Regular Client Avatar von Kaddykolumna
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Man kann erst Kaffee trinken und dann peelen, andersrum dürfte es seltener passieren.

  2. V.I.P. Avatar von hui
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von jewa Beitrag anzeigen
    Leider gibt es ja so einige Sachen, die für die Tonne waren. Beispiel EScooter: Statt das immer Leute mit Hilfe der Scooter weg vom Auto kommen, sind die Leute einfach nur noch lauffauler geworden.
    Was mich da, aus deutscher Sicht, besonders ärgert ist, dass es doch vor der Erlaubnis in Deutschland schon in diversen anderen Ländern gab. Ich halte mich in einem dieser Länder auf, die gibts hier seit ca nem Jahr, und es war offenbar von Anfang an relativ klar, dass diese Fortbewegungsmittel ziemlicher Käse sind. Nach ein paar Wochen war es eindeutig.
    Als ob man da nicht mal hätte gucken können, anstatt das jetzt feststellen zu müssen.

    Zur Gentechnik: abgesehen davon, dass man nichts über die Langzeitfolgen weiß, trägt Gentechnik nicht zu einer Dezentralisierung von Landwirtschaft bei. Die Technik ist teuer, man kriegt richtig Probleme, wenn die Krankheiten (sollte es in fern zücjtung darum gehen) sich weiterentwickelt hat und die Hürden überwinden kann und bei hochgezüchteten Sorten sind ertragsausfälle, wenn sie auftreten, oft größer als bei sorten, die weniger abwerfen. Dadurch muss man sehr viel in den betrieb investieren, das können sich nicht viele leisten.
    Es gibt viele andere Techniken und außerdem auch politische und wirtschaftliche Handhabe, um Nahrung effizient und nachhaltig herzustellen und zu verteilen.
    Wir wohnen nicht in erster Linie, um zu repräsentieren, sondern um uns wohlzufühlen.


  3. Senior Member Avatar von p. langstrumpf
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Pro Kernenergie ist auch ein Programmpunkt bei vielen französischen Grünen, war einer meiner vielen kleinen Kulturschocks Mein Problem bei der Sache ist die Umsetzung, wo menschliches Versagen und Profitmaximierung eben sehr unschön enden können. [...]

    Im Hinblick auf GMO sehe ich die Sache bislang skeptischer, einfach weil man bei der Technik nicht alle Folgen abschätzen kann. Da wäre es sinnvoller, konventionelle Anreize zu setzen, womit wir wieder beim Fleischverzicht wären.
    Ich schließe mich mal an.

    Ich finde beide Punkte (Atom und GMO) sehr schwierig.

    Penny schrieb schon einiges zum Thema Atom. Ergänzen möchte ich dazu, dass in KEINEM Land die Frage der Endlagerung des nuklearen Materials geklärt ist. Das muss größtenteils Millionen von Jahre sicher verschlossen gelagert werden. Gleichzeitig ist Atomenergie nicht so klimaneutral, wie immer wieder behauptet wird (gerne vor allem von einschlägigen Lobbyorganisationen). Nachhaltig ist an der Technologie daher gar nichts. Vor allem ist sie gefährlich und undemokratisch.
    Bei GMO ist es ein bisschen anders, weil man über Langzeitrisiken noch zu wenige weiß. Aber auch da versprechen Konzerne seit Jahrzehnten, sie könnten den Welthunger stillen usw. Passiert ist seitdem nicht viel in der Richtung. Ähnlich wie bei der Atomenergie profitieren bislang einige wenige Konzerne von der Ausbeutung vieler (Klein-) Bäuer*innen.

    Wir dürfen aus meiner Sicht auch nicht die einen Menschenleben gegen die anderen aufrechnen.* Ist es wirklich besser, wenn 1.000 Menschen bei einem Reaktorunfall umkommen (die auch nicht alle auf ein Mal, denn Strahlung wirkt ja nach), als 1.500 auf ein Mal bei einer Flutkatastrophe o.ä.? In der Ukraine und Weißrussland sterben noch immer Menschen an den Folgen des GAU in Tschernobyl. Die Menschen der Jahrgänge 1984-1986 sind besonders betroffen, weil sie zu der Zeit Babys oder Ungeborene waren.

    Daher: Großtechnologien werden uns nicht retten. Das können nur wir selbst, in dem wir soziale Praktiken verändern. Was wir brauchen sind mMn nachhaltige, regionale und demokratische Strukturen in beiden (allen) Feldern, Energie und Landwirtschaft. Das ist nicht unmöglich.


    ..ich engagiere mich/ arbeite seit 20 Jahre in dem Feld und bin mittlerweile leider so genervt von diesen (Schein-) Debatten rund um Großtechnologien

    *bezieht sich auf jewa.

    Edit, mein Post hat sich mit huis überschnitten. Ich stimme ihr zu
    Geändert von p. langstrumpf (02.09.2019 um 16:10 Uhr)

  4. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Ich habe heute mal unsere internen Ansprechpartner kontaktiert, um für einen Rindfleischverzicht in der Kantine zu werben. Ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt, ich habe da einfach eine kleine Mail geschrieben, und die Ansprechpartner haben sich sofort zurückgemeldet, um das Anliegen weiterzugeben.

    Wer auch sowas machen will, dem würde ich empfehlen, mehr für "alternative Fleischsorten" zu werben und weniger den Schwerpunkt auf Verzicht zu legen. Hier sind auch sehr gute Links, die das Verhältnis von Rindfleisch zu anderen Fleischsorten darstellen:

    Water requirement per gram of protein - Our World in Data (den hatte ich leider erst jetzt gefunden...)

    Yields and Land Use in Agriculture - Our World in Data

    Leider auf Englisch, was ja oft eine kleine Hürde ist ("pulses" sind übrigens Hülsenfrüchte, habe ich eben gelernt), aber ich glaube, es ist besser, wenn man da keine Statistiken von klassischen grünen NGOs nimmt, weil man das leichter abtun kann.

    Um nochmal den Gedanken von vor ein paar Wochen aufzugreifen: Ich fände es gut, wenn wir einfach Mails/FB/Twitter/...-Nachrichten an größere Unternehmen mit angeschlossenen Restaurants schreiben könnten mit der Bitte, Rindfleischgerichte abzuwandeln und wenn möglich auf Rindfleisch zu verzichten. Ich denke, vielen ist der krasse Mehrverbrauch für Rindfleisch gar nicht so klar, weil Rind und Schwein ja immer zusammen eingruppiert werden. Eine kleine Liste zur Inspiration:

    - Ikea
    - die Deutsche Bahn
    - die eigene Kantine, soweit vorhanden
    - Kaufhäuser (Galeria Kaufhof, Karstadt...)
    - Krankenhäuser wären noch eine Idee
    - Biomärkte und Supermärkte (hier dann hauptsächlich in Bezug auf das Sortiment, aber auch Fleischgerichte von der Theke)

    ... Ihr könnte die Liste gerne erweitern!
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  5. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Ich dachte immer, Rinder werden meist zumindest nicht ganz so schlimm gehalten wie Hühner und Schweine, oder hab ich das falsch im Kopf? Fur die "alternativen Fleischsorten" zu plädieren sollte dann m.E. schon auch mit der Forderung nach zumindest Bio zertifiziertem Fleisch verbunden sein.

  6. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Das hat mehrere Dimensionen. Erstmal: Ob Rinder besser gehalten werden kann ich Dir nicht sagen, ich vermute aber dass Großzüchter das Tierwohl von Rindern nicht mehr interessiert als das von anderen Tieren.

    Rindfleisch braucht aber darüber hinaus wesentlich (!) mehr Ressourcen (siehe Links) als andere Fleischsorten und darüber hinaus emittieren Rinder ja auch Methan, was andere Tiere ebenfalls nicht tun.

    Natürlich ist es am besten, gar kein Fleisch bzw. wenn dann nur Biofleisch zu essen, aber wenn man sich anschaut wo der Großteil der Menschen steht, dann braucht man sich keine Illusionen zu machen, dass sie überhaupt großartig zu Einschränkungen bereit sind. Daher würde ich aus strategischen Gründen hier Salamitaktik fahren
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  7. Alter Hase Avatar von jewa
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Ergänzung zu Penny: Das Methan (das u.a. Kühe ausstoßen) gilt noch mehr als Klimakiller als CO2.

  8. Member Avatar von lunacy84
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Kuehe haben, auf ihre Größe berechnet, in Anbindehaltung weniger Platz als Legehennen. Und es gibt viele Betriebe mit Anbindehaltung (auch Milchbetriebe).
    Auf den Social Media Accounts von Soko Tierschutz gibt's ein paar Beispiele, u. a. dass die Guelle mit automatischen Schieber immer weggewischt wird und regelmäßig kleine Kälber mitgeschoben werden und in der Guelle ersticken.

  9. V.I.P. Avatar von hui
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Wird bei Milchkühen diese Haltung auch genutzt?
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  10. Senior Member Avatar von p. langstrumpf
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Anbindehaltung ist, soweit ich weiß, sogar in Biobetrieben eingeschränkt erlaubt. Also ja, auch Milchkühe werden (bspw. im Winter) so gehalten.

    Edit: Habe es gerade nochmal nachgelesen. Ausnahmen gelten bspw. wenn die Ställe sehr klein sind (klassischer Weise ist dies bei süddeutschen Kleinbetrieben der Fall). Das betrifft dann auch Bioland- und demeter-zertifizierte Betriebe. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen Dauerzustand, sondern die Tiere werden v.a. nachts oder im Winter, wenn kein Weidegang möglich ist, angebunden.
    Geändert von p. langstrumpf (04.09.2019 um 08:00 Uhr)

  11. V.I.P. Avatar von hui
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Danke!
    Das wusste ich nicht, bin aber auch so gut wie nie in Süddeutschland und mir fallen nur immer die Laufställe auf.
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  12. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Danke für die Antworten und Infos! Ich hab nachgeschaut, hatte das aus dem "Tiere essen" Buch, dass Rindfleisch weniger grausam ist (wobei Foer ja auch in Frage stellt, dass "weniger grausam" ok ist).

    Wir kaufen kein Rindfleisch, aber ich werde jetzt auch nochmal schauen, dass wir nen kleinen Schritt weiterkommen mit Milchprodukte reduzieren. Hafermilch parallel zur Kuhmilch (v.a. für den Kaffee) klappt gut, als nächstes ist dann wohl Butter dran. Habt ihr da Empfehlungen für palmölfreie Margarine?

  13. V.I.P. Avatar von hui
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    wenn man aus einer reinen klima-perspektive guckt, ist der ethische aspekt ja eigentlich auch nicht wichtig.
    methan ist ca 21 mal klimaschädigender als co2 (deswegen sind seriöse zahlen ja immer in co2-äquivalenten, damit man die wirkungen vergleichen kann).

    kennt ihr eigentlich nussweich"käse"? ich glaube, dass die fermentiert sind. da gibts auch kits für zum selber machen. ich hab das mal probiert und es war echt lecker. vielleicht auch eine mögliche alternative für manche käsenutzung
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  14. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von hui Beitrag anzeigen
    wenn man aus einer reinen klima-perspektive guckt, ist der ethische aspekt ja eigentlich auch nicht wichtig.
    Also die Fleisch Argumentation fand ich einleuchtend, aber generell geht's ja ohne ethische Überlegungen und Abwägungen nicht. DASS man was gegen den Klimawandel tut, ist ja auch schon ethisch begründet.
    Geändert von Stina (04.09.2019 um 09:57 Uhr)

  15. V.I.P. Avatar von hui
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    das kann man auch aus evolutionärer perspektie betrachten: man will das überleben der menschheit nicht verschlechtern

    generell geb ich dir natürlich recht.
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  16. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von hui Beitrag anzeigen
    das kann man auch aus evolutionärer perspektie betrachten: man will das überleben der menschheit nicht verschlechtern

    generell geb ich dir natürlich recht.
    Ja stimmt auch wieder.. Ich finde die Überlegungen dazu ziemlich wichtig (z.B. beim Thema Familienplanung), aber hier soll es nicht zu theoretisch werden.

    Also Margarine Tipps, bitte

  17. Alter Hase Avatar von jewa
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von p. langstrumpf Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich mal an.

    Ich finde beide Punkte (Atom und GMO) sehr schwierig.

    Penny schrieb schon einiges zum Thema Atom. Ergänzen möchte ich dazu, dass in KEINEM Land die Frage der Endlagerung des nuklearen Materials geklärt ist. Das muss größtenteils Millionen von Jahre sicher verschlossen gelagert werden.

    Gleichzeitig ist Atomenergie nicht so klimaneutral, wie immer wieder behauptet wird (gerne vor allem von einschlägigen Lobbyorganisationen). Nachhaltig ist an der Technologie daher gar nichts. Vor allem ist sie gefährlich und undemokratisch.
    Wenn ich hier mal einhaken darf. Ich bin gar nicht unbedingt pro Atomkraft, habe auch immer Grün gewählt, lese gerade viel zu dem Thema und finde, man muss das ganze Thema wirklich faktenbasiert betrachten.

    Laut dieser Zahlen ( die, die Universität Oxford im Hintergrund haben) ist es die sicherste Technik, auch mit Einberechnung aller Opfer von Katastrophen.

    It goes completely against what most believe, but out of all major energy sources, nuclear is the safest - Our World in Data

    Und die Zahlen dürften sich mit dem Klimawandel noch weiter zu Gunsten der Atomenergie verschieben.

    Und warum undemokratisch?

    Undemokratisch ist es ja auch, dass arme Länder im Zuge des Klimawandels unseren Einsatz fossiler Brennstoffe ausbaden müssen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wir dürfen aus meiner Sicht auch nicht die einen Menschenleben gegen die anderen aufrechnen.* Ist es wirklich besser, wenn 1.000 Menschen bei einem Reaktorunfall umkommen (die auch nicht alle auf ein Mal, denn Strahlung wirkt ja nach), als 1.500 auf ein Mal bei einer Flutkatastrophe o.ä.? In der Ukraine und Weißrussland sterben noch immer Menschen an den Folgen des GAU in Tschernobyl. Die Menschen der Jahrgänge 1984-1986 sind besonders betroffen, weil sie zu der Zeit Babys oder Ungeborene waren.
    wie gesagt. rein auf die Opferzahlen geschaut, schneidet Atomenergie trotzdem besser ab, da auch Millionen Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe sterben. Und dank Klimawandel werden es bald Millionen und Abermillionen, die Naturkatastrophen ausgesetzt sind, deren Böden komplett versalzen, die aufgrund der Hitze fliehen oder sterben.

    Deutschland wird künftig seinen Energiebedarf zu einem großen Teil aus Erdgas aus Russland beziehen, was sowohl politisch als auch ökologisch ( ist halt auch fossil und stößt Methan aus, was noch beschissener ist) echt scheisde ist.

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Daher: Großtechnologien werden uns nicht retten. Das können nur wir selbst, in dem wir soziale Praktiken verändern. Was wir brauchen sind mMn nachhaltige, regionale und demokratische Strukturen in beiden (allen) Feldern, Energie und Landwirtschaft. Das ist nicht unmöglich.
    Ja, das stimmt. Beziehungsweise ich hoffe es. Aber der Wandel dauert Zeit. Zeit, die wir leider nicht mehr haben und die ich nach jetzigem Kenntnis-Stand eher mit Atom - als mit fossilen Brennstoffen überbrücken würde.

  18. Member Avatar von lunacy84
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Margarine: ich finde die Naturli am besten. Hat kein Palmöl und ich glaube, auch keine gehaerteten Fette. Von Landkrone gibt's ne ähnliche.

    Und bei Atomkraft finde ich die Endlagerung problematisch. Warum setzt man nicht vermehrt auf Solar- und Windenergie? Gerade in Bayern ist noch so viel Potential für Windkraft aber der Seehofer wollte es ja nicht. Und generell bin ich fuer Stromsparen, gerade in Privathaushalten. Wenn da mehr gespart werden wuerde (und da kann eingespart werden) müsste auch nicht so viel erzeugt werden?

  19. Senior Member Avatar von p. langstrumpf
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    jewa, beziehst du dich auf bestehende KKraftwerke oder auf noch zu bauende? Und wird in der Studie darauf eingegangen, wie klein der Anteil von Kernenergie prozentual am weltweiten Energiemix ist? (Konnte sie nur überfliegen.)

    Undemokratisch, weil sie einigen wenigen Gewinne beschert, aber finanzielle und gesundheitliche Risiken sehr breit gestreut sind (nicht nur im Betrieb, auch beim Abbau von Uran und der nicht vorhandenen Endlagerung). Dezentrale, erneuerbare und bürgergeführte Energie ist demokratischer. Das ist mMn der Pfad, der weiter beschritten werden sollte - gemeinsam mit Einsparung und Effizienzsteigerung.

    Dass bestehende Meiler bspw. in Frankreich nicht vom Netz gehen und durch Kohle ersetzt werden sollten, ist auch klar. Im besten Fall 'überspringen' diese Länder dann die Kohle und gehen direkt in die EE. Allerdings steigt mit jedem Betriebsjahr der heute schon z.T sehr alten Meiler die Gefahr eines Unfalls. Plus steht die Trägheit der Meiler im Netz dem benötigtem massiven Ausbau von Erneuerbaren im Weg.
    less stress and more ice cream.

  20. Alter Hase Avatar von jewa
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    AW: Klima-Aktiv-Gruppe-jeden Tag erwas

    Zitat Zitat von lunacy84 Beitrag anzeigen
    Margarine: ich finde die Naturli am besten. Hat kein Palmöl und ich glaube, auch keine gehaerteten Fette. Von Landkrone gibt's ne ähnliche.

    Und bei Atomkraft finde ich die Endlagerung problematisch. Warum setzt man nicht vermehrt auf Solar- und Windenergie? Gerade in Bayern ist noch so viel Potential für Windkraft aber der Seehofer wollte es ja nicht. Und generell bin ich fuer Stromsparen, gerade in Privathaushalten. Wenn da mehr gespart werden wuerde (und da kann eingespart werden) müsste auch nicht so viel erzeugt werden?
    Ein Problem ist, dass die Bevölkerung vor Ort die Windräder und die Stromtrassen nicht will und in Bürgerinitiativen dagegen hält.

    Fürs Stromsparen bin ich natürlich auch, aber ein Problem ist auch, dass eine wachsende Mittelschicht in vielen Schwellenländern künftig auch am Wohlstand teilhaben will und der weltweite Bedarf enorm wächst.

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