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  1. Member Avatar von orako
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Zitat Zitat von granny Beitrag anzeigen
    Ich hatte dieses ganze Nah am Wasser gebaut sein, heulen bei schlimmen Nachrichten bzgl Kindern, schlecht fühlen wegen Klinik aufenthalt/Enttrohnung eigentlich bis her alles auf meine Hormone usw. geschoben.

    Ängste habe ich eher wenige. Und auch nicht dass mir was passiert, sondern den Kids, dann wird mir kurz schlecht bei dem Gedanken daran, ich raffe mich kurz und fertig. Unruhig und unsicher werde ich natürlich bei Krankheiten und Verletzungen, aber ich tue was in meiner Macht steht und mehr hab ich ja eh nicht in der Hand.
    Hier eher wie bei granny. Also in der zweiten Schwangerschaft/im Wochenbett hatte ich das schon bei allen möglichen Themen, aber jetzt eigentlich fast nie 😲. Also klar sind meine Gedanken viel bei den Kindern, aber ich habe sie auch recht viel betreuungsmäßig und sie sind noch klein. Bin ich von Ihnen getrennt und beschäftige mich in der Zeit explizit mit etwas anderem (also nicht ihren Kram waschen/aufräumen/etc), denk ich echt wenig an sie.
    Das mit dem Ängsten vor Krankheit etc. ist bei mir mehr so eine rationale Ebene, also natürlich weiß ich, was es für eine Katastrophe wäre, wenn mir jetzt was passieren würde oder mein Kind heute Nachmittag nicht in letzten Moment mit dem Roller vor der Straße gestoppt hätte - aber ich bin da irgendwie unbedarft und muss mich eher zwingen, an so Dinge wie Risikolebensversicherungen etc. zu denken, weil eigentlich kommen Gedanken an solche Dinge fast nie vor.

  2. Enthusiast
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Hm. Jetzt fühle ich mich schlecht.

    Also, die Vorstellung, dass meinen Kindern was passieren könnte, ist so ziemlich das schlimmste, ja.

    Aber weder vermisse ich meine Kinder nach drei Stunden, noch war ich traurig, wie ich nach dem ersten Kind wieder zu arbeiten begonnen habe. Im Gegenteil.
    Ich möchte auch nicht, dass Du die schlecht fühlst. Das ist doch Typsache, völlig ohne Wertung. Und es ist auf alle Fälle gut für das psychische Gleichgewicht und das persönliche Glücksempfinden, wenn man mehrere Lebensaufgaben hat, in denen man aufgeht und bei denen man nichts / wenig vermisst, wenn man gerade dabei ist. Die "Achtsamkeit" empfiehlt doch genau dieses im Moment sein.

  3. Enthusiast
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    aber die Tiefe meiner Gefühle für meine Tochter haut mich manchmal um.
    Ja.

    Nachrichten über den Tod von Kindern erschüttern mich zutiefst.
    Viel viel mehr als vor der Geburt meiner Tochter. Ich muss dann daran denken, wie furchtbar es wäre, wenn das meinem Kind passiert. Die armen Eltern!

    Es geht mir aber nicht immer / dauernd so und es ist auch nicht so, dass mein Kind das an mir so mitbekommt, dass es das als Bürde empfinden würde. Halte ich für unwahrscheinlich.

  4. Newbie
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Nachrichten über Tod oder Misshandlungen von Kindern erschüttern mich auch zutiefst und ich muss mich teilweise zwingen, auch wieder aufzuhören, darüber nachzudenken, sonst komm ich da nicht wieder raus. Das war früher definitiv nicht so. Ich habe einen Beschützerinstinkt entwickelt, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Das geht wirklich so weit, dass ich mir sicher bin, ich wäre zu einem Mord fähig, würde jemand meinem Kind was antun. Und gleichzeitig muss ich mich zwingen, diese Angst, ihm könnte was passieren, unter Kontrolle zu behalten und nicht irrational anwachsen zu lassen. Also ihm auch zu vertrauen und auch anderen (andere Kinder, Erzieher, etc.) zu vertrauen.
    Also ja, ich würde schon sagen, dass das schwer auf mir lastet.

    Bei Krankheiten denke ich oft, ich würde es ihm so gern abnehmen, aber das ist nichts was mich groß "belastet". Aber so richtig schlimm krank war er noch nicht.
    Alleinzeit kann ich durchaus auch genießen, aber nach einer gewissen Zeit fehlt er mir. Mein Mann und ich erwischen uns dann immer dabei, wie wir ganz verliebt drüber sprechen, was er süßes gesagt oder gemacht hat oder was er jetzt wohl gerade bei Oma macht etc. Wir finden uns dann immer selbst albern.

    Aber ich habe eine irrationale Angst davor, früh zu sterben und dann nicht mehr für ihn da sein zu können. Das geht so weit, dass ich mir überlege, was ich alles noch erledigen muss, damit er abgesichert ist und was ich machen könnte, damit er mich in Erinnerung behält. Das muss ich wirklich wieder in den Griff bekommen.

  5. Addict Avatar von Rhyme
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Hm. Jetzt fühle ich mich schlecht.

    Also, die Vorstellung, dass meinen Kindern was passieren könnte, ist so ziemlich das schlimmste, ja.

    Aber weder vermisse ich meine Kinder nach drei Stunden, noch war ich traurig, wie ich nach dem ersten Kind wieder zu arbeiten begonnen habe. Im Gegenteil.
    Ja, geht mir auch so. Ich war neulich auch 3 Nächte mit Freundinnen auf einem Städtetrip und habe es rundum genießen können, meine Tochter war da knapp 2. Natürlich habe ich sie vermisst und es war ungewohnt, aber nicht schmerzvoll.
    Aber ich glaube und hoffe, dass auch das normal und okay ist! Zumindest muss ich mir das öfters sagen, weil ich tatsächlich überall eher von diesen starken Muttergefühlen höre und es mich oft irritiert und manchmal auch belastet, dass ich anscheinend diese Löwenmamainstinkte nicht so stark ausgeprägt habe.

    Sorry, OT

  6. Foreninventar Avatar von cyan
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Rhyme
    Ich sage mir dann immer, dass ich prinzipiell nicht so der Typ fürs vermissen bin. Ich hab das früher schon nie so ganz nachvollziehen können, wenn jemand traurig ist, weil der Partner für ein Wochenende weg ist oder so.

    Also, natürlich gehts da nur um überschaubare Zeitspannen, eh klar.


    Zu Krankheiten: Ich glaube, ich hatte schon immer so viel Angst um meine Familie und Freunde, dass ich es normal finde, mir um das Kind noch mal mehr sorgen zu machen.


  7. Enthusiast Avatar von kaikoura
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Ach naja, ich glaube man kann die Stärke des Vermissens nicht mit größerer Mutterliebe gleichsetzen. Das hat ja hier auch niemand gesagt, von daher muss man da kein schlechtes Gewissen haben.

  8. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    cyan, das geht mir allerdings auch so, ich habe mir schon immer viel Sorgen gemacht und habe es daher auch erwartet

    Zitat Zitat von kaikoura Beitrag anzeigen
    Ach naja, ich glaube man kann die Stärke des Vermissens nicht mit größerer Mutterliebe gleichsetzen. Das hat ja hier auch niemand gesagt, von daher muss man da kein schlechtes Gewissen haben.
    Das denke ich auch. Aktuell vermisse ich meine Tochter nach einer Stunde, aber ich denke das ändert sich noch und der Gedanke an arbeiten mit entspannten Kaffee- und Mittagspausen ist trotzdem SEHR reizvoll

  9. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Zitat Zitat von granny Beitrag anzeigen
    Ich hatte dieses ganze Nah am Wasser gebaut sein, heulen bei schlimmen Nachrichten bzgl Kindern, schlecht fühlen wegen Klinik aufenthalt/Enttrohnung eigentlich bis her alles auf meine Hormone usw. geschoben.

    Ängste habe ich eher wenige. Und auch nicht dass mir was passiert, sondern den Kids, dann wird mir kurz schlecht bei dem Gedanken daran, ich raffe mich kurz und fertig. Unruhig und unsicher werde ich natürlich bei Krankheiten und Verletzungen, aber ich tue was in meiner Macht steht und mehr hab ich ja eh nicht in der Hand.
    Ja, mir geht es auch eher so. Also ich bin naeher am Wasser gebaut (aber vor allem bei schoenen Sachen) aber es geht mir nicht wirklich alles viel emotional naeher.

    Und Sorgen mache ich mir eher weniger, als ich im Vorfeld gedacht habe.
    _______________________There's a tribe in Papua-New Guinea, where, when a hunter flaunts its success to the rest of the village, they kill him and then drive away the evil spirits with a drum made from his skin.


    Superstitious nonsense, of course, but one can see their point.

  10. V.I.P. Avatar von caleida
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Mein Kind hatte einen sehr holprigen Start ins Leben und trotzdem bin ich bisher nicht sehr emotional. Ich liebe es über alles und bin auch grundsätzlich eher ein Kopfmensch. Kann aber auch sein, dass der Abstand gerade durch die Schwierigkeiten am Anfang verstärkt wurden. Also quasi als Abwehrmechanismus.

    Meine Bindung halte ich aber trotzdem für sehr gut. Und ich weigere auch, mich schlecht zu fühlen Cyan. Das ist wirklich Typsache. Und da gibt es keine richtigen oder falschen Gefühle.
    Dies ist keine PR-Aktion…wir waren vorher schon berühmt

  11. Regular Client Avatar von LaNuit
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Zitat Zitat von freitag Beitrag anzeigen
    Ja, mir geht es auch eher so. Also ich bin naeher am Wasser gebaut (aber vor allem bei schoenen Sachen) aber es geht mir nicht wirklich alles viel emotional naeher.

    Und Sorgen mache ich mir eher weniger, als ich im Vorfeld gedacht habe.
    Geht mir auch so.
    Und ich wäre so glücklich könnte ich sofort arbeiten 😀

  12. Addict Avatar von *lalune*
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    AW: Lastet die Mutterliebe schwer auf euch?

    Bei mir ist es auch so mit den schlimmen Nachrichten, gerade, wenn Kinder involviert sind. Es kommt alles näher an mich heran.

    Und Sorgen... hm, das variiert. Ich bin grad mit meiner Tochter in der Kita-Eingewöhnung und das fällt mir emotional sehr schwer. Obwohl ich sie schon bei einer Tagesmutter eingewöhnt habe, habe ich wieder so absolut "große Gefühle" gerade. Ob das okay ist, dass sie dort bleibt, dass sie doch noch so klein ist, etc. pp.... also das lastet schon auf mir, ja. Gleichzeitig würde ich eingehen, wenn ich nicht arbeiten könnte. Ich bin damit die meiste Zeit im Reinen, aber emotional hat es mich immer mal wieder aus den Schuhen.

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