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  1. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Babys und Schlafen

    Zitat Zitat von Tinelli Beitrag anzeigen
    Mira, zur Frage an sich: ich finde, das klingt alles nach einem völlig normalen Schlafverhalten für ein 8 Monate altes Baby. Manche Babys schlafen vielleicht alleine ein, andere wirklich durch und die nächsten machen etwas völlig anderes...oder auch gar nichts davon.

    Stört es dich, weil du denkst, dein Baby „muss“ das langsam können oder weil du zB den Schlaf brauchst? Je nachdem gibt es nämlich verschiedene Lösungen
    Genau das wollte ich auch fragen. MEINE Lösung wäre wohl in dem Baby-Alter, es als normal hinzunehmen und es mir beim nächtlichen Stillem so bequem zu machen, dass ich möglichst gut weiterschlafen kann. Aber da gibt's wohl noch die eine mögliche Lösung.

  2. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Babys und Schlafen

    Normal finde ich das alles auf jeden Fall auch und mit 8 Monaten würde ich wohl eher noch nichts "rabiat" umgewöhnen. Alleine die Aussicht auf zuverlässige hat mich schon entspannt.

    Und ja, den MSR merke ich nicht nur in meiner brust, sondern auch am schluck-/Trinkverhalten des Babys.

  3. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Babys und Schlafen

    Zitat Zitat von Mira00 Beitrag anzeigen
    Ja ich weiß, das machen leider viele Babys in dem Alter noch... aber mich stört es eben schlichtweg, weil ich nicht genug Schlaf kriege und ständig müde bin. 4-6 Stunden sind für mich auf Dauer eben nicht genug. Daher meine Hoffnung, dass ich sie z.B. nachts auch irgendwie anders beruhigen könnte und eben nicht mehr stillen muss. Aber auch der Tagschlaf wäre z.B. entspannter, wenn sie länger am Stück schlafen würde.
    Das klingt wirklich nach viel zu wenig Schlaf für dich. Ich finde tatsächlich im Liegen Stillen nachts die für mich bequemste Beruhigungsmethode, deshalb kann ich da vermutlich nicht wirklich weiterhelfen.

  4. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Babys und Schlafen

    Mira, ich habe es vielleicht überlesen, wie stillst du denn nachts?

    Wir schlafen im Familienbett und ich könnte morgens beim besten Willen nicht sagen wie oft mein Baby unruhig wurde (richtig wach wird sie normalerweise nicht, im Moment manchmal, evtl liegt es an den Zähnen). Sie dreht sich dann zu mir, nuckelt ein paar Sekunden und schläft wieder ruhig, das beeinträchtigt meinen Schlaf nur minimal (unsere Schlafphasen scheinen sich auch synchronisiert zu haben, das führt allerdings dazu dass sie immer genau dann Nuckeln will, wenn ich gerade aufgewacht bin und mal zur Toilette müsste). Am frühen Morgen, so gegen 5:30 trinkt sie dann wieder richtig und wird häufig früher oder später auch so zappelig, dass es mich doch beeinträchtigt.

    Zum Thema Rausfallschutz im Familienbett hatte ich gerade einen Thread ausgegraben.

  5. Addict Avatar von Jazzy Belle
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    AW: Babys und Schlafen

    Nachdem ich vorhin mit dem Baby eingeschlafen bin *haha* und jetzt natürlich hellwach, habe ich doch mal im "Rund ums Baby" Forum die Beiträge von Dr. Posth gelesen und ein bisschen zusammen geschrieben. Vielleicht hilft es ja noch jemandem. Alles in kursiv sind ausführliche Begründungen, warum das Kind davon keinen irreversiblen Schaden nimmt, was die größte Angst der fragenden Eltern zu sein scheint.

    Nächtliche Brustentwöhnung nach Dr. Posth (Zusammenfassung aus dem „Rund ums Baby“-Forum)

    - aus verschiedenen Gründen hat sich das Ende der Säuglingszeit als günstiger Zeitpunkt für das Abstillen in der Nacht erwiesen; das Alter um 10 Monate. Es ist richtig, die Ausquartierung aus dem Elternbett und die nächtliche Brustentwöhnung nicht gleichzeitig durchzuführen. Es erscheint mir sinnvoll, erst einmal wieder das eigene Bett im Schlafzimmer einzuführen und erst danach mit der Brustentwöhnung zu beginnen. Aber umgekehrt geht es wahrscheinlich auch. 3 oder 4 Wochen sollten allerdings zwischen den beiden Schritten zur Verfestigung des Erreichten und zur Gewöhnung abgewartet werden

    - durch das Stillen, aber auch das Geben der Flasche werden zwei Bedürfnisse des Säuglings befriedigt. Einmal das Nahrungsbedürfnis und einmal das Bedürfnis nach Beruhigung. Im ersten Lebenshalbjahr sind diese Bedürfnisse untrennbar miteinander vereinigt. Im zweiten Lebenshalbjahr setzt die Fähigkeit ein, die beiden Bedürfnisse voneinander abzukoppeln.

    - die Brustentwöhnung in der Nacht ist an verschiedene Bedingungen geknüpft. Zuerst muss das Stillen am Tage beendet sein. Das Kind muss ausreichend satt werden mit der Normalkost. Gewöhnlich regelt sich dieses Verhältnis von alleine, weil der Säugling zwischen dem 5. und 8. Monat, empirischen Studien zufolge, sein größtes Bedürfnis nach Zufüttern entwickelt. Mit etwa 9 bis 10 Monaten braucht er dann definitiv keine Nachtmahlzeit mehr. Daher empfehle ich die Brustentwöhnung ab etwa dem 10. Monat unter der Voraussetzung, dass tagsüber ausreichend zugefüttert wird und abends eine Breimahlzeit erfolgt. Das Kind muss abends ausreichend satt geworden sein. Dazu braucht ein Säugling ca. 200g süßen Getreidebrei Brei in den Abendstunden, damit v.a. eiweißreiche Nahrung für die Nacht als "Polster" vorhanden ist; ca 200g und ca. 100 bis 150 ml Milch sind normal und ausreichend. Damit kommt jeder Säugling 8 Stunden oder länger hin. Ausreichend Eiweiß und Fett sorgen für einen ausgeglichenen Stoffwechsel über Stunden ohne Zucker-Insulin-Schwankungen, die wieder Hungergefühle machen und Weckreize setzen.

    - die 8 Stunden sind nur ein Erfahrungswert. Es gibt auch Sauglinge in diesem Alter, die schon bis zu 10 Stunden schlafen, ohne zwischendurch Nahrung haben zu müssen. Aber das setzt voraus, dass abends eine sättigende Mahlzeit gegeben wird, die eine günstigere Verteilung der Energieträger hat als Muttermilch.


    - In den frühen Morgenstunden noch einmal die Brust anbieten ist für Mutter und Kind bequem und widerspricht nicht dem Abstillprozess, ebenso wie das Einschlafstillen (zusätzlich zur Abendmahlzeit), weil es Bestandteil des Einschlafrituals ist. Das Einschlafstillen ist eigentlich die beste ritualisierte Form des Einschlafens. Es kann sich bis ins 2. Lebensjahr hinziehen. Idealerweise übernimmt dann der Vater auch einmal das Einschlafprogramm und der kann natürlich nicht stillen. Also muss das Kind mit anderen Angeboten vorlieb nehmen, was es auch tut, wenn diese vergleichbar angenehm und liebevoll sind. Auf diese Weise erledigt sich das Einschlafstillen von alleine.


    - zur Beruhigung ist alles erlaubt, was hilft ohne das Ziel wieder infrage zu stellen; beim nächtlichen Abstillen muss man seinem Kind eine wirkungsvolle Alternative zur Beruhigung anbieten, neben Schnuller und Wasser- oder Teefläschchen, ein T-Shirt/Schnuffeltuch/Kuscheltier, das nach Mama riecht und am dem das Kind dann notfalls auch saugen kann, steht das kurzzeitige Herumtragen wieder ganz im Vordergrund; , hochnehmen und herumtragen wird selten ganz zu umgehen sein, denn nach dem Stillen ist das Tragen das zweistärkste Prinzip zur Beruhigung
    - Wiegen, notfalls Wasser- oder Teefläschen, aber keine Nahrung; Singen, Erzählen, leise Musik hören gehören mit zum Beruhigungsprogramm.
    - Dabei sollte kein Licht gemacht werden und nach Möglichkeit die Nähe zum Bett im Schlafzimmer gewährleistet sein. Das Kind sollte bei seinen Eltern im Schlafzimmer schlafen und immer prompt beruhigt werden, wenn es zu weinen anfängt. Schmerzen müssen beseitigt sein und die Schlafumgebung muss stimmen. Die Zuverlässigkeit und die liebevolle Besänftigung müssen das Bedürfnis nach Trinken und Nahrungsaufnahme ablösen. Meist dauert es nicht mehr als 3-4 Nächte, bis sich das Kind an die neue Situation gewöhnt hat.
    - Wenn das auch der Vater übernehmen kann, ist das wünschenswert, da sich so Mutter und Vater abwechseln können, falls die Unternehmung mehrere Nächte dauert. Vorübergehend wird dieses Tragen sicherlich etwas länger dauern als das Einschlafen an der Brust. Es muss ja ein neuer Gewöhnungsprozess stattfinden. Auch dass das 2x oder sogar 3x pro Nacht geschieht ist vorstellbar, vor allem wenn ein Kind schon 11 Stunden "durchschläft". Aber die Sicherheit bei den Eltern, die das Kind dabei erfährt, führt dazu, dass plötzlich einmal Tragen überschlafen wird und ebenso plötzlich das Tragen überhaupt.
    - Natürlich ist eine Brustentwöhnung härter, wenn ein Kind überhaupt keine Alternativen zur oralen Beruhigung akzeptiert. Allerdings dauert es auch bei diesen Kindern selten länger als 2-3 Nächte, und die Umstellung ist erreicht. Manchmal ist der Vater der einzige Ausweg, denn die Kinder wissen, dass sie bei kein Brust bekommen können. Aber auch der Vater muss wie die Mutter das nervlich aushalten, wenn das Kind wütend protestiert. Zu bedenken ist aber, wenn man diesen Konflikt, und es ist in der Tat ein Konflikt, nicht eingehen möchte, sich die Problematik mit Zunahme der Loslösungsbestrebungen und des Widerstands und Trotzes immer weiter verschärfen kann. Irgendwann wird man die Notbremse ziehen müssen. Leider gibt es, wenn es soweit gekommen ist, keine Ideallösung mehr. Schließlich bleibt nur noch die Hoffnung, dass sich das Kind von alleine "abstillt".

  6. Addict Avatar von Jazzy Belle
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    AW: Babys und Schlafen

    - Bei der Mutter selbst wird der Abschied von der Brust schwierig. Ganz ohne Protest geht es eigentlich nicht.

    - leider gibt es nicht für jedes Problem eine konfliktfreie Lösung. Wenn sich also eine Gewohnheit so eingeschliffen hat, sie aber nicht erhalten bleiben kann, weil wenigstens einer der Beteiligten den Status nicht mehr ertragen kann, dann muss man dem Kind zumuten, sich im Ärger davon zu verabschieden. Der Leidensanteil beim Kind ist wahrscheinlich weniger groß als es den Anschein hat. Habituation sind ja keine lebenswichtigen Bedürfnisse, die unbedingt zu befriedigen sind. sie ja nur "Beiwerk" zur Selbstberuhigung, solange das Kind dazu noch keine eigenen Fähigkeiten hat.
    - Der Protest gegen die Entwöhnung von dem Erwarteten ist eine natürliche Reaktion des Säuglings und führt je nach Temperament zu kurzem oder längeren Weinen oder Schreien. Ich bin der Auffassung, solange man als Mutter oder Vater geduldig dieses Weinen erträgt und sein Kind weiter liebevoll auf dem Arm hält und tröstet, werden weitgehend nur unangenehme (aversive) Gefühle entladen wie bei der Wut in späteren Lebensalter auch. Bei der Wut aber lässt die Spannung -je nach Ausdauer- mit den Minuten nach und geht in eine Zustand der Selbstberuhigung über.
    Anders bei der Angst. Die Angst steigert den Erregungszustand immer weiter, weil der Säugling sich in seinen Bedürfnissen missachtet fühlt und eine Erschütterung seines Urvertrauens erlebt. Also solange kann man nicht warten. Man hört das heraus an dem sich permanent steigernden Schreien mit langen Ausatemphasen und hektischen Wiederluftholen. Der körperliche Erregungsgrad wird größer durch eine gesteigerte Motorik mit einem Wechsel aus Anklammern und Wegstoßen. Die Augen sind weit aufgerissen oder zusammengepresst, die Stimme wird immer heiserer. In solchen Fällen muss man das Manöver sofort abbrechen und alles tun, was zur Beruhigung führt. In den folgenden Nächten bietet man erst einmal wieder das Gewohnte an bis generelle Beruhigung eingesetzt hat. Dann sollte man es aber erneut versuchen und wieder dieselben Dinge beachten. In der Regel dauert die Brustentwöhnung in der Nacht nur wenige Nächte. Das Abschiednehmen von der Brust als immer verfügbares Beruhigungsistrument ist für die meisten Säuglinge und Kleinkinder etwas Schmerzliches.
    - natürlich ist es nicht gut, wenn ein Säugling so lange wütend schreien muss, weil ihm ein Bedürfnis nicht befriedigt wird, das er erwartet. Aber ohne Inkaufnahme dieses Protestes können Sie hier nichts erreichen. Den Protest gilt es so gut und so sanft wie möglich abzumildern. Gerät das Kind in Panik und Verzweiflung, muss das Unterfangen abgebrochen werden. Ein zweiter oder dritter Versuch ist dennoch wieder möglich und dann auch meist erfolgreicher.
    Gegen den zugemuteten Stress sollte natürlich ein ausreichend starkes positives Gegengewicht bestehen. Dann ist die Gesamtbilanz aus guten und schlechten Erlebnissen für das Kind immer noch so gut, dass eine sichere Bindung resultiert. Dass die Kinder bei Aufwachen nachts die gleiche Beruhigungsform erwarten wie beim Einschlafen, ist von der Sache her nicht ganz falsch, aber das soll ja geändert werden. Nur nicht, in dem man das wichtige und wertvolle Einschlafstillen beendet, sondern eben das nächtliche Stillen aufgibt. Solche Unterschiede erkennen die Säuglinge schon, da bestimmte Rituale immer an bestimmte Situationen geknüpft werden
    - Aber die Bindung wird dadurch nicht gefährdet. Selbst der Protest, mit dem zu rechnen ist, gefährdet nicht die Bindung, solange man sein Baby herumträgt tröstet und zu beruhigen sucht. Spürt man, dass das noch gar nicht gelingt, muss man den Versuch allerdings rechtzeitig abbrechen und es zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen. Etwas Protest muss in der Regel in Kauf genommen werden. Erfahrungsgemäß dauert die ganze Prozedur nicht länger als 3-4 Nächte. Der Anfangsprotest, so er denn kommt, muss allerdings ausgehalten werden ohne zu schimpfen etc. Er ist ja Ausdruck von Ärger und Wut und steht dem Kind zu. Kurzzeitiger Ärger und Wut sind aber nicht gefährlich für die Eltern-Kind-Beziehung.
    - Beim Abstillen geht es um einen Abschied von einer lieb gewordenen Gewohnheit, eine höhere Toleranz von Ertragensfähigkeit unangenehmer Empfindungen ist nicht das Ziel. Die ständige Nähe zur Bezugsperson signalisiert dem Kind, dass es Nähe und Halt findet und sein Protest ist Wut und nicht Angst und Verzweiflung. Dazu kommt, dass immer wieder Angebote zu einer alternativen Beruhigung gemacht werden, bis hin zum Tee- oder Wasserfläschchen als Ersatz für orale Befriedigung. Durch diese Maßnahmen lassen sich die allermeisten Säuglinge sehr schnell beeinflussen und geben sich bereit für das veränderte Vorgehen ihrer Eltern in der Nacht. Ist der Vater dazu imstande, lässt sich das Manöver auch mit der beginnenden Loslösung verbinden. Also alles Vorgehensweisen im Sinne der Weiterentwicklung des Kindes.
    - zwischen Weinen und Schreien gibt es schon noch einen Unterschied und der ist nicht herbei geredet. Wenn die Mutter oder der Vater das Kind auf dem Arm hat und tröstet, wenn es weint, dann ist das zwar auch Stress, aber das Kind spürt das elterliche Bindungsangebot und leidet sicher um Etliches weniger. Schreienlassen und nicht dabei sein ist sicher das Schlimmmste, was man einem Säugling antun kann und dann macht sich der negative Stress in vollem Maße bemerkbar. Es wird aber kein Leben vergehen können, ohne daß nicht geweint wird, weil irgendetwas nicht oder nicht mehr gewährt wird. Auch damit muss das Kind lernen umgehen zu können. Durch ihre geduldige und liebevolle Präsenz helfen sie Eltern dem Kind dabei, keinen seelischen Schaden zu nehmen. Somit wird das Urvertrauen nicht wirklich gefährdet.
    - So wie die Brustentwöhnung oder der Flaschenentzug in der Nacht auch keine freiwilligen Maßnahmen sind, ist auch die Beendigung einer Habituation nicht ein Geschenk an das Kind. Aber es gelingt, wenn man dem Kind freundliche und liebevolle Hilfsangebote macht. Ein Trauma entsteht dadurch sicher nicht.
    - Das Problem mit dem Weinen in der Nacht, wenn ein Säugling die Brust nicht mehr bekommt, ist natürlich auch eine Frustration für ihn und nichts Angenehmes. Aber diese emotionale Beeinträchtigung findet statt in der elterlichen Obhut, ob mütterlich oder väterlich. D.h. der Säugling erlebt zumindest Beruhigungsversuche und ständige Bindungsangebote seiner Bezugspersonen und fühlt sich nicht allein gelassen. Über Gefühle der Wut kann er auch einen Teil seiner Frustration abbauen. Das eigentliche Problem wäre die enttäuschte Erwartungshaltung. Aber mit solchen Gefühlen muss der Säugling ohnehin lernen umzugehen. Was er braucht, um keinen übermäßigen Stress zu erleben, ist die Anwesenheit seiner Bezugsperson und nicht ihre Abwesenheit. Diese Anwesenheit muss Trost spenden, so gut es geht. Ich vergleiche das gerne mit einem Weg durch den dunklen Wald, der genommen werden muss, weil es keinen anderen Weg zum Zielpunkt gibt. Die Angst ist unausweichlich, aber in Begleitung einer anderen -sicher erscheinenden- Person geht ein Teil des Stresses verloren oder wird erträglich. Die Bindung zu dieser Person erleidet keinen Schaden. Und zunächst ist es ja nicht einmal Angst, warum der Säugling weint, sondern Wut über das Ausbleiben der erwarteten Befriedigung und die ist seelisch ohnehin weniger schädlich.

    - Musste man noch einmal zurückgehen, weil es nicht geklappt hat oder etwas dazwischen gekommen ist, dann muss man wieder vor vorne anfangen.

  7. Regular Client Avatar von LaNuit
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    AW: Babys und Schlafen

    Ich weiß nicht ob das immer so allgemeingültig gesehen werden kann.
    Meine Tochter trinkt nachts 1-2 mal große Mengen und ich bin schon der Meinung dass sie diese Nachtmahlzeit braucht.
    Dauernuckeln und wenn man selbst drunter leidet ist sind wieder andere Punkte.
    Aber mir gefällt dieses "braucht definitiv keine nachtmahlzeit mehr" nicht. Kinder sind doch so verschieden..
    Ich sehe da stellenweise nicht viel unterschied zum Schlaftraining, auch wenn ich jetzt gesteinigt werde..

    Edit: mir gefallen aber auch viele andere Aussagen von dem Herrn nicht

  8. Member
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    AW: Babys und Schlafen

    N. braucht mit 12 Monaten auch noch ihre Nachtflaschen

    Sie wird dann unruhig, zieht ne Flasche weg und pennt danach problemlos weiter. Ohne Flasche wacht sie irgendwann ganz auf und steht weinend im Bett. Auf dem Arm döst sie zwar weiter, aber sobald man sie (ohne Flasche vorher) wieder ins Bett bugsiert, wacht sie auf

    (ok, sie isst schlecht, aber selbst wenn sie abends verhältnismäßig viel gegessen hat, wacht sie trotzdem zu ihren üblichen Zeiten auf)

  9. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Babys und Schlafen

    Zitat Zitat von LaNuit Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht ob das immer so allgemeingültig gesehen werden kann.
    Meine Tochter trinkt nachts 1-2 mal große Mengen und ich bin schon der Meinung dass sie diese Nachtmahlzeit braucht.
    Dauernuckeln und wenn man selbst drunter leidet ist sind wieder andere Punkte.
    Aber mir gefällt dieses "braucht definitiv keine nachtmahlzeit mehr" nicht. Kinder sind doch so verschieden..
    Ja geht mir auch so. Vor allem, weil ich selbst in der Schwangerschaft teilweise nicht/kaum ohne Nachtmahlzeit ausgekommen bin.

  10. Addict Avatar von Jazzy Belle
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    AW: Babys und Schlafen

    Zitat Zitat von LaNuit Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht ob das immer so allgemeingültig gesehen werden kann.
    Meine Tochter trinkt nachts 1-2 mal große Mengen und ich bin schon der Meinung dass sie diese Nachtmahlzeit braucht.
    Dauernuckeln und wenn man selbst drunter leidet ist sind wieder andere Punkte.
    Aber mir gefällt dieses "braucht definitiv keine nachtmahlzeit mehr" nicht. Kinder sind doch so verschieden..
    Ich sehe da stellenweise nicht viel unterschied zum Schlaftraining, auch wenn ich jetzt gesteinigt werde..

    Edit: mir gefallen aber auch viele andere Aussagen von dem Herrn nicht
    Ich habe es vielleicht auf nicht so gut zusammen gekürzt, also er schreibt wirklich immer wieder, dass man das Kind auf keinen Fall allein lassen oder schreien lassen soll (manche haben nach Ferbern gefragt) und das sein Vorschlag eine Lösung ist, wenn man als Mama nicht mehr kann. Das kommt vielleicht nicht so raus bei der Zusammenfassung. Irgendwo schreibt er auch, dass nachts stillen natürlich kein Problem ist, wenn es für alle Beteiligten passt.
    Ich denke halt, dass es wirklich nicht ohne Frust geht, aber wenn man sonst keinen Schlaf bekommt, ist es vielleicht eine Lösung.
    Glaube tatsächlich, dass meine Tochter zu denen gehört, die nachts so zwischen 11 und 5 nichts zu essen brauchen, wenn sie da aufwacht nuckelt sie eigentlich immer nur ohne den MSR auszulösen und schläft nach unter 5min ein. Momentan leide ich darunter nicht, aber mal sehen wie das in ein paar Monaten ist

  11. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Babys und Schlafen

    Ist hier mit 6-Monats-Baby auch so, mindestens 6 Stunden Trinkpause macht sie oft (aber nuckelt eben kurz).

  12. V.I.P. Avatar von kami.
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    AW: Babys und Schlafen

    J trinkt mit 12 Monaten auch nachts noch richtig. Allerdings braucht er die Brust außerdem zum wieder einschlafen und nuckelt, wenn Zähne kommen auch gerne mal. Nervt mich auch, aber ich kann mir nicht vorstellen das Weinen nachts für 3 Nächte auszuhalten. Und er würde ordentlich schreien, da bin ich mir sicher. Emotional kann ich das einfach nicht, aber auch weil ich dazu einfach zu müde bin. Da geb ich dann lieber gerade nachts schnell die Brust. Das war bei F auch schon so und letztendlich hab ich ja erst mit über 2 aufgehört zu stillen. Wobei es dann am Ende nur noch zum einschlafen ein kurzes Nuckeln war.

    Mira, kann dich dein Mann nachts mal unterstützen damit du mal schlafen kannst oder sich am Wochenende tagsüber um sie kümmern und du schläfst?
    ~Bücher sind Schokolade für die Seele~

  13. Addict Avatar von Jazzy Belle
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    AW: Babys und Schlafen

    Achja, noch zum eigentlichen Thema:
    Unsere Tochter (7 Monate) hat tagsüber auch lange nur 20-30 Minuten geschlafen. Wir haben alles probiert (Tragen, Federwiege mit Swing2sleep Motor, myHummy Tier mit weißem Rauschen, wieder stillen, ALLE Schnuller die es gibt (bibs nimmt sie mittlerweile) und und und) und das einzige was zuverlässig hilft, ist sich dazu zu legen. Dann Schläft sie zuverlässig mindestens eine Stunde. Das rauschetier hilft auch ab und an, aber nicht 100%.
    Abends stille ich eigentlich immer in den Schlaf, das mit dem weinen davor hatten wir jetzt auch eine Zeit, ist aber von allein wieder verschwunden.
    Als ich jetzt mal fies krank war mit Fieber und Antibiotikum, hab ich nach einer Nacht mit meinem Mann die Seiten im Bett getauscht, so dass er neben dem Beistellbett liegt. Er hat sie mit Schnuller und kuscheln und tragen dann ganz gut beruhigt bekommen. Bei mir spuckt sie den Schnuller immer ganz entrüstet aus und will an die Brust.

  14. Member Avatar von Mira00
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    AW: Babys und Schlafen

    Vielen Dank für die Zusammenfassung, Jazzy Belle. Ich werde mal schauen, das in den nächsten Wochen auszuprobieren. Nachts beim Stillen kann ich leider nicht so gut schlafen, obwohl ich im Liegen stille. Bei ihr ist es meistens ein Stillen bis der MSR ausgelöst wird, danach wird nur noch kurz weitergenuckelt. Richtiges Dauernuckeln ist es nicht. Wenn ich merke, dass sie noch etwas Nahrung nachts benötigt, würde ich ihr dann eben ein, zwei Fläschchen geben.

  15. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Babys und Schlafen

    Dass nachts keine Nahrung mehr benötigt wird, bezieht sich auf die Fähigkeit, den blutzuckerspiegel konstant zu halten, die bei Babys so nicht gegeben ist und in Regel wohl so ab 6 Monaten kommt.

    Faktisch ist das halt eine Umgewöhnung einer Gewohnheit, nicht das Verweigern eines Bedürfnisses, insofern seh ich da kaum Parallelen zu Ferbern (Schlaftraining ist ja eher ein großer Überbegriff, dessen Methoden ganz unterschiedlich sein können - natürlich ist das schon eine signifikante Einflussnahme auf das Schlafen, aber genau danach wurde hier ja auch gefragt).
    Ich glaube, die wenigsten Eltern machen sich so einen Stress, wenn ein Baby/Kleinkind nachts 1-2x stillen möchte oder sein Fläschchen trinkt und ansonsten friedlich schläft. Oft ist Stillen halt einfach DIE erlernte Beruhigungs- und Einschlafmethode, und meine Babys haben in dem Alter oft nächtliche Stillabstände von 60-90 min gehabt. Nach den 3 Nächten sind sie insgesamt pro Nacht in der Regel 1-3x aufgewacht, haben aus ihrer Wasserflasche getrunken und dann sofort weitergeschlafen - das hat unsere Nächte einfach unglaublich verbessert, und Hunger war es ja ganz offensichtlich nicht, denn sonst wären sie ja auch danach noch aufgewacht. Die stillfreien 8h haben sich innerhalb von 2-4 Monaten übrigens von den Kindern ausgehend in beiden Fällen auf stillfreie 11-13 Stunden ausgeweitet, was ja auch gegen Hunger spricht.

  16. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Babys und Schlafen

    Viel Erfolg, Mira! Hoffentlich bekommst du dann bald mehr Schlaf.

  17. Addict Avatar von Jazzy Belle
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    AW: Babys und Schlafen

    Ich habe gerade zufällig noch einen ausführlichen Artikel zum nächtlichen abstillen gefunden der ua ein Buch von Dr Posth zur Quelle hat, vielleicht ist es ja für manche auch interessant

    Nachts abstillen: eine sanfte Vorgehensweise - Still-Lexikon

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