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  1. Addict Avatar von Graf_Zahl
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    AW: Wo helfen euch eure Eltern (noch) im Alltag?

    Zitat Zitat von Mohrrübe Beitrag anzeigen
    Das ist ja in Ordnung, aber ich kenne eben viele die Ihre Eltern richtig einplanen in die Familien-Orga und dann aber aus der Wäsche kucken, wenn Oma mal nicht kann. Also ich freue mich, wenn meine Mutti mal Zeit hat und was mit dem Kind macht, aber darauf baue ich einfach nicht. Ich muss mich doch selbst um mich kümmern können ohne immerzu irgendwen als Hinterhalt zu haben? Was ist wenn da mal jemand krank wird/stirbt/verarmt?
    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Wenn man selbst krank werden sollte, einen Schicksalsschlag erleidet oder -was ja sehr wahrscheinlich auf viele zutrifft- im Alter auf Hilfe angewiesen ist, dann braucht man ja eh auch wieder Unterstützung. Ich finde es gar nicht so dumm, in allen Lebensphasen gegenseitige Unterstützung zu leben, wenns gut läuft, ist das ja ein Geben und Nehmen. Also ja, man kann komplett unabhängig sein wollen, aber das ist kein MUSS, finde ich.
    KOMPLETT unabhängig sein wird man ja eh nie. Also vielleicht von den eigenen Eltern, aber dann hängt man eben von anderen Menschen ab.
    Für mich geht es bei einem erwachsenen Um-sich-selbst-kümmern daher auch gerade darum, das zu akzeptieren und Hilfe annehmen zu können inklusive dem damit verbundenen stückweiten Kontrollverlust (selbstverständlich ohne in kompletter Unselbstständigkeit zu versinken), als einem Ideal von völliger Unabhängigkeit und Kontrolle nachzujagen.
    Wenn du die Bande zu mir kappen willst,
    werde ich nicht gewalttätig.

  2. Senior Member Avatar von Stina
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    AW: Wo helfen euch eure Eltern (noch) im Alltag?

    Ich meinte dann natürlich weniger zurückgeben, als weitergeben.

    Und ja, ich sehe das auch so, wie Graf Zahl schreibt.

  3. Alter Hase
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    7.394

    AW: Wo helfen euch eure Eltern (noch) im Alltag?

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Ich denke das ist eine leichte Verklärung früherer Zeiten.
    Fakt war doch, Frauen mussten sich gegenseitig helfen, weil sie abhängig und unselbstständig gemacht wurden.
    Mein Beitrag war gerade nicht als Verklärung gemeint. Die Leute waren ganz selbstverständlich auf gegenseitige Hilfe angewiesen, weil das Leben nicht alleine schaffbar war.
    Und das betrifft nicht nur Frauen. Der Opa zu der beschrieben Oma war kriegsversehrt. Trotzdem hatte die Familie drei Kinder und eine kleine Landwirtschaft. Nach heutigem Standard hätte sie vermutlich gar keins kriegen sollen, weil klar war, dass das nicht alleine zu schaffen war.

    Mir gefällt eigentlich eine Gesellschaft lieber, in der ich nicht auf Hilfe angewiesen sein muss, weil ich als Frau so selbstständig existieren KANN.
    Ich glaube, als Frau ohne Kinder konntest du das früher auch (eher). Dass man heute davon ausgeht, als Kleinfamilie völlig autark und individualistisch alles selbst zu schaffen, ist eine ziemlich moderne Entwicklung und funktioniert genau so lange, wie nichts unvorhergesehenes dazwischenkommt. Und solange man es sich leisten kann.

    Mir gefällt eine Gesellschaft besser, in der man sich gegenseitig hilft und nicht davon ausgeht, dass man selbst und alle anderen alles alleine schaffen müssen.

  4. Alter Hase Avatar von aliní
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    7.704

    AW: Wo helfen euch eure Eltern (noch) im Alltag?

    Ich habe ja auch geschrieben, das ich ohne meine Schwiegereltern so nicht arbeiten könnte, wie jetzt. Natürlich würde das auch so funktionieren, aber da hätte ich noch mehr Sonderwünsche bei meinem AG und ich wäre dann irgendwie da abhängig, besonders gute Arbeit zu leisten. Hm, ich hoffe, ihr versteht wie ich das meine. Und ich hätte auch nicht den Luxus 3 Tage/Woche frei zu haben, weil ich lieber lange Tage mache und die Kinder dann nicht abholen kann. Bei meinem Mann ist es dasselbe im Moment mit seinem Auftrag.

    Im Gegenzug können meine Schwiegereltern sich auch immer melden, wenn sie Hilfe brauchen. Irgendwas gibt es ja immer zu helfen und das finde ich auch schön.
    Manchmal in der Nacht denk ich, ich sollte lieber fliehen vor dir, solang ich es noch kann
    Doch rufst du nach mir, bin ich bereit dir blind zu folgen, selbst zur Hölle würd ich fahren mit dir
    Manchmal in der Nacht gäb ich mein Leben her, für einen Augenblick, in dem ich ganz dir gehör
    Manchmal in der Nacht möcht ich so sein, wie du mich haben willst und wenn ich mich selber zerstör
    Ich hör eine Stimme, die mich ruft, ich spür eine Sehnsucht, die mich sucht



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