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  1. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von schnaengs Beitrag anzeigen
    leider gibt es da allgemein anscheinend wenig informierte und differenziert denkende menschen.
    aber die geschichte von dem kind und/oder der mutter, das und/oder die gestorben wäre, wenn sie nicht im krankenhaus gewesen wäre, kann fast jeder vortragen.
    Das ist finde ich noch mal eine andere Konstellation als der Fall, bei dem diejenige schon unter Geburt im Geburtshaus war und wegen dieser Entscheidung fast alles schiefgelaufen wäre. Denn letztlich geht es ja nicht um Fälle, die vom Geburtshaus eh abgewiesen worden wären, sondern um die, wo im Geburtshaus ein Risiko nicht gesehen wurde bzw. vielleicht auch gar nicht gesehen werden konnte, weil eine unkomplizierte Geburt extrem schnell umschlägt.
    We all change, when you think about it. We are all different people, all through our lives. And that's OK, that's good, you gotta keep moving so long as you remember all the people that you used to be.

  2. Stranger
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich kann nur von einer Freundin berichten: Sie war insgesamt zufrieden mit der Betreuung (war sie aber auch bei der 1. Geburt im Krankenhaus, damals nur keinen Platz mehr im Geburtshaus bekommen), was sie aber nicht so gut fand war, dass die Hebamme sie ihrer Meinung nach zu lange "hingehalten" hat, loszufahren. Sie hatte wohl schon recht heftige regelmäßige Wehen, sollte aber noch zu Hause abwarten. Dann nach einer halben Stunde wieder angerufen, weil es es nicht mehr auszuhalten sei, da wurde dann verabredet, sich in einer Stunde (!) im Geburtshaus zu treffen. Dort angekommen, war das Kind dann nach gut 20 Minuten schon da. So viel Betreuung gab es also im Grunde gar nicht In den Erfahrungsberichten des Geburtshauses wurde das öfters mal gesagt, also mit dem "noch abwarten" und "in einer Stunde treffen". Liegt vielleicht daran, dass Geburtshaushebammen im Vergleich zu Krankenhaushebammen eben nicht sowieso die ganze Zeit da sind, sondern reinkommen und die Zeit vielleicht kurz halten wollen.

    Was ich noch komisch fand: Es wurde wohl kein CTG geschrieben, sondern nur mit dem Dopton "abgehört". Vielleicht ein Spezialfall, weil es so schnell ging?. Vielleicht kann Sophie was dazu sagen, aber abgesehen von der Frequenz kann man damit doch nichts auswerten, oder? Also Baseline, Nulldurchgänge etc., dafür bräuchte man doch schriftliche Aufzeichnung.

  3. Foreninventar Avatar von schnaengs
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Das ist finde ich noch mal eine andere Konstellation als der Fall, bei dem diejenige schon unter Geburt im Geburtshaus war und wegen dieser Entscheidung fast alles schiefgelaufen wäre.
    natürlich ist das was anderes. aber den von dir genannten fall kennt nicht jeder, ich behaupte mal die wenigsten.
    und wenn doch, fiele das für mich sogar unter "differenzierte betrachtung". also wenn jemand mir gesagt hätte: "meine freundin xyz war im geburtshaus und hatte unvorhergesehende komplikationen, die fast zu einem unglück geführt haben. dieses risiko gehst du ein."
    im gegensatz zu "das baby hatte die nabelschnur 3 mal um den hals gewickelt. wären sie nicht im krankenhaus gewesen, wäre das kind gestorben!!!"

    natürlich bleibt da ein risiko, aber das hat man auch bei einer klinischen geburt.
    ob eine hebamme im krankenhaus, die 5 frauen gleichzeitig betreut, immer sofort zur stelle ist, bezweifle ich auch.
    für mich persönlich war eine gute betreuung und atmosphäre wichtiger, als das letzte quentchen risikominierung in sachen medizinischer versorgung.

    If Plan A doesn't work the alphabet has 25 more letters.


  4. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich kenne tatsächlich einen Fall in dem es nur gut gegangen ist, weil „zufällig“ ein Notarztteam anwesend war (für die ebenfalls statt findende Zwillingsgeburt, da wurden sie dann aber doch nicht benötigt...dass Zwillingsgeburten überhaupt im GH gehen, wunderte mich).

    Aber ja, es gibt sicher viele Geburten die im GH besser gelaufen wären und eben ein Paar, bei denen auch 10 Minuten zur Klinik zu lang sind ohne dass sich das längerfristig abgezeichnet hat. Da muss jede Frau entscheiden womit sie besser leben kann.

  5. Urgestein Avatar von Jimi
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Hm, ein Geburtshaus, das Zwillingsgeburten durchführt, wäre mir aber generell ein bisschen suspekt.
    (Nicht, dass Zwillingsgeburten nicht auch total unkompliziert sein können, aber das Risiko ist doch viel höher als bei einer Einlingsgeburt.)
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  6. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Das finde ich auch sehr erstaunlich. Erinnert mich an den Fall der Hebamme (und Ärztin), die die vaginale Steißgeburt in einem Hotel begleitet hat, bei dem das Baby letztlich gestorben ist. Klar, das gab es schon immer und natürlich KÖNNEN Hebammen das. Das stelle ich auch nicht in Frage. Aber es hat schon seinen Grund, dass die meistens Hebammen es ausserklinisch nicht machen wollen.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  7. Member Avatar von Schokofondue
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Nochmal zum Nabelschnurthema: um den Hals ist nicht unüblich und wohl auch meistens nicht gefährlich erst wenn es sich halt zuzieht und es unentdeckt bleibt, was sehr selten ist. Beim Knoten dasselbe.

  8. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Hier war auch die Nabelschnur um den Hals, zugezogen hat sie sich aber wohl erst ganz am Ende (Kopf war dann blau, erster Apgar daher nur 9/10, aber bis kurz vor knapp gute Herztöne und ph Wert war auch gut).
    Bei einer Bekannten war die Nabelschnur drei mal um den Hals, trotzdem alles gut gegangen mit normaler vaginaler Entbindung.

  9. Addict
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Ich kenne tatsächlich einen Fall in dem es nur gut gegangen ist, weil „zufällig“ ein Notarztteam anwesend war (für die ebenfalls statt findende Zwillingsgeburt, da wurden sie dann aber doch nicht benötigt...dass Zwillingsgeburten überhaupt im GH gehen, wunderte mich).
    Was haben die Notärzte denn da gemacht im GH um das Baby (oder die Mutter?) zu retten? Mir fällt gerade gar nichts ein, was die so akut machen können, was eine Hebamme nicht könnte. Kaiserschnitt klar, aber doch auch nicht im GH, oder? Reanimieren etc. machen Hebammen ja auch und haben das nötige Equipment.

  10. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich meine das Baby...ich bin nicht sicher ob ich das richtig zuordne was da genau passiert ist (daher will ich jetzt lieber keinen Quatsch erzählen), es ist lange her dass die Mutter mir das erzählt hat (und damals hatte ich von Babys/Geburten noch keine Ahnung ) und ich kenne so viele schlimme Geburtsgeschichten aus meinem Umfeld Evtl. habe ich bald die Möglichkeit es rauszufinden, dann berichte ich.

    Es kann sein dass das Notarzt-Team das Baby gerettet hat, die Hebammen das aber auch gekonnt hätten.

  11. Senior Member
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von Nerdy Beitrag anzeigen
    Was ich noch komisch fand: Es wurde wohl kein CTG geschrieben, sondern nur mit dem Dopton "abgehört". Vielleicht ein Spezialfall, weil es so schnell ging?. Vielleicht kann Sophie was dazu sagen, aber abgesehen von der Frequenz kann man damit doch nichts auswerten, oder? Also Baseline, Nulldurchgänge etc., dafür bräuchte man doch schriftliche Aufzeichnung.
    Im Moment gibt es keine aktuelle Leitlinie zur CTG-Überwachung oder zur physiologischen Geburt, die sind beide in Arbeit.
    Aber ein CTG ist nicht grundsätzlich besser als Auskultation und es ist durchaus auch in der Klinik zulässig, entweder intermittierend CTG zu schreiben oder auszukultieren mittels Dopton. Ich glaube, auch mit Pinard-Hörrohr ist es völlig legitim, es geht nicht darum, dass man irgendeinen Ausdruck hat, den hat man ja bei Blutdruckmessung z.B. auch nicht immer.
    Es gibt Regeln für die Auskultation unter der Geburt, damit das Ergebnis auswertbar ist. Man hört für mindestens eine Minute nach der Wehe. In der Zeit kann man die Frequenz ermitteln (die Baseline ist ja einfach die Basalfrequenz) und die Variabilität (das Dopton zeigt ja dann z.B. an, dass die Frequenz zwischen 130 und 145 SpM schwankt, dann weiß man, dass die Oszillation >5 SpM liegt und damit physiologisch ist) Herztonabfälle in der Wehe sind zum Ende der Geburt in einem gewissen Rahmen physiologisch, wenn man die nicht erfasst, weil man erst nach der Wehe hört, hat das also keine Konsequenz - wenn die Abfälle länger als die Wehe andauern, bekommt man sie ja mit.

    CTG ist in der Klinik halt vor allem viel praktischer, weil man eben meist keine 1:1-Betreuung hat. Mit elektronischer Überwachung kann man selbst von außerhalb des Kreißsaal sehen, ob alles okay ist, ohne den Kreißsaal zu betreten.
    Außerdem kann man währenddessen Notizen auf dem CTG-Papier machen, wenn man nicht zeitnah zum Dokumentieren kommt, dann hat man einen mit Datum und Uhrzeit versehenen Notizzettel. Und man hat die vermeintliche Sicherheit, alles unter Kontrolle zu haben.
    Aber: über 50% der auffälligen CTGs sind falsch-positiv (also auffällig, obwohl es dem Kind gut geht). Das zieht Interventionen nach sich, die unnötig gewesen wären. Außerdem schränkt selbst das Telemetrie-CTG (ohne Kabel, mit Funk) die Beweglichkeit der Frau sehr ein, weil es meist nicht in jeder Position gut schreibt.

  12. Addict
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Es kann sein dass das Notarzt-Team das Baby gerettet hat, die Hebammen das aber auch gekonnt hätten.
    Ja guck, und so verbreiten sich dann die ganzen Geschichten von Babys, die gestorben wären ohne Arzt / KH. Es mag sowas geben, aber ich finde es nicht gut, solche Geschichten weiterzuerzählen, ohne wirklich die genauen Fakten zu kennen. Dadurch entsteht einfach der Eindruck, außerklinische Geburtshilfe wäre etwas gefährliches.

  13. Senior Member Avatar von p. langstrumpf
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Danke helgoland!
    Es ist so schade, dass oft der Eindruck erweckt wird, Hebammen wären Personen, die bei Geburten lediglich Babys auffangen und anschließend wiegen. Dass sie z.T. studiertes Fachpersonal sind, das mehr Erfahrung in der praktischen Geburtshilfe hat als so manche Gynäkologin, wird in was-wäre-wenn-Panikmache-Gesprächen viel zu oft 'vergessen'.


    ..und ich habe, wie gesagt, selbst eine sehr schwierige/ gefährliche Geburt gehabt. Die übrigens nur deswegen kein KS wurde, weil der OP in der fraglichen Zeit belegt war und die anwesende Hebamme mir durch ihre Anleitung dann doch eine vaginale Geburt ermöglicht hat, wofür ich ihr sehr dankbar bin.
    less stress and more ice cream.

  14. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von helgoland Beitrag anzeigen
    Ja guck, und so verbreiten sich dann die ganzen Geschichten von Babys, die gestorben wären ohne Arzt / KH. Es mag sowas geben, aber ich finde es nicht gut, solche Geschichten weiterzuerzählen, ohne wirklich die genauen Fakten zu kennen. Dadurch entsteht einfach der Eindruck, außerklinische Geburtshilfe wäre etwas gefährliches.
    Es wurde mir halt von der betroffenen Frau so erzählt und ich hatte es dann auch so eingeschätzt, aber ich kann es gerade nicht mit Sicherheit sagen.

  15. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Dass es sowas gibt „muss“ ja eh so sein, selten ist halt eine Notsectio nötig. Geburten sind gefährlich, klinisch und außerklinisch.

    Sophie, etwas OT:
    Bei meinem Baby sind als ich in der Austreibungsphase (irgendwas zwischen 4 und 10 cm Muttermund) war, nachdem ich eine Weile gelegen hatte und dann aufgestanden bin, krass die Herztöne abgesackt. Ich hing am CTG und es kam dann sofort meine Ärztin reingelaufen, ich sollte mich hinlegen und es lag dann daran dass mein Baby in Sternguckerposition lag und den Druck nicht vertragen hat. Es war eine Weile recht kritisch, wir wurden darauf vorbereitet dass wir bald zwischen Sectio und Forceps entscheiden müssen. (Eine erfahrene Hebamme hat mich dann aber gut betreut, mein Baby hat sich erholt und am Ende sogar wieder „richtig“ gedreht.)
    Dieses ständige am CTG hängen fand ich furchtbar (und war froh dass ich die ersten 24 Stunden Wehen zu Hause geblieben bin). Hätte ich bei einer potentiellen weiteren Geburt gerne anders. Aber es wäre in dem Fall ja ziemlich schlecht gewesen wenn ich da ohne CTG rumgeturnt wäre? Oder ist es fast immer ausreichend ab und zu die Herztöne zu kontrollieren bzw. tut man es in Situationen wie „aufstehen nachdem eine Weile gelegen wurde“ in jedem Fall? Natürlich kannst du nicht hellsehen, aber mich interessiert wie verhindert wird dass sowas unbemerkt bleibt, ohne dass man ständig am CTG hängt. Ich mache mir auch Gedanken ob das nicht zu Hause schon hätte passieren können...eigentlich war ich mit dem Zeitpunkt zu dem ich in die Klinik bin sehr zufrieden, also es war für mich eindeutig dass das jetzt der Zeitpunkt ist ab dem ich Hilfe brauche (erster Muttermundbefund war bei bei 4cm).
    (Abgesehen davon dass es gut sein kann, dass mein Baby sich nur in so eine blöde Position begeben hat, weil ich lange am CTG liegen musste wegen hohem Geburtsaufkommen... Obwohl die Ärztin und Hebamme meinten dass ich nachmittags, als ich kurz zur Kontrolle in der Klinik war, bei geschlossenem Muttermund schon so krass „unter Geburt“ wirkte, dass es gut sein kann dass das schon der erhöhte Druck durch die Sternguckerposition war. Ich werde es nie erfahren.)

    Apropos Geburtsaufkommen: Wie klappt das mit der guten Betreuung im Geburtshaus? Da könnten ja theoretisch auch gerade blöd die Geburten so zusammenfallen, dass keine 1:1 Betreuung mehr möglich ist? Oder wird da mit sehr viel Puffer geplant (wie auch immer das finanziell möglich ist)?
    Eine 1:1 Betreuung sollte für Geburten eigentlich Standard sein, leider hat man hier keine Chance auf eine Beleghebamme. Dass man dafür außerklinisch entbinden „muss“ finde ich fast skandalös (obwohl man in „meiner“ Klinik normalerweise zumindest eine „eigene“ Hebammenschülerin hat, ich hatte da Pech.) Ich überlege zur potentiellen weiteren Geburt eine Doula mitzunehmen, ich kenne eine tolle.
    Geändert von wieauchimmer (20.09.2019 um 14:01 Uhr)

  16. Member Avatar von Sonnenklar
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich denke die arbeiten mit großzügig Puffer. In meinem Geburtshaus machen sie ja auch nicht nur Geburten, sondern diverse Kurse, Vorsorge und Nachsorge, die man auch an eine andere Kollegin abgeben oder im Zweifel verschieben kann. Kommt wahrscheinlich auch darauf an, wieviel Hebammen angestellt sind (bei mir sind es z.b. 11, da gibt es schon gut Flexibilität).

    Wenn man wirklich total den Pechtag erwischt hat und es ist wirklich keiner verfügbar, muss man wahrscheinlich ins Krankenhaus. Wobei ich gefragt hatte und gesagt wurde, dass es eh schon rechten selten ist, dass zwei Geburten gleichzeitig stattfinden. In 10 Jahre hatten sie es überhaupt nur einmal, dass 3 Geburten zur gleichen Zeit waren und das haben die auch hinbekommen (rein räumlich wäre da aber auch Schluss). Mit der Zeit haben die wahrscheinlich einfach ein Gefühl für die Maximalanzahl an Geburten für einen bestimmten Zeitraum.

  17. Addict
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ja, ich glaube hier macht jede Hebamme "nur" ca. 2-3 Geburten pro Monat, und es sind glaub ich 8 Hebammen im GH, die sich gegenseitig vertreten, da muss schon sehr viel Zufall zusammenkommen, dass da zu viele gleichzeitig sind um das 1:1 abzudecken . Vorsorge, Wochenbettbesuche und Kurse werden natürlich für Geburten verschoben oder durch Kolleginnen vertreten, das ist klar. Und jede private Unternehmung der Hebammen auch, das ist eben Rufbereitschaft. Krasser Job, möchte ich nicht machen, gerade wenn man selbst Familie hat.

  18. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ja, das dachte ich auch. Meine Hebamme meinte auch dass es ihr zu krass ist (man darf da auch ständig keinen Alkohol trinken ), also sie betreut im Gegensatz zu einigen anderen in der Praxis keine Hausgeburten. Das Hausgeburtsteam ist dort zu dritt, als neulich zwei Geburten gleichzeitig waren ist eine hin- und hergefahren damit in der kritischen Phase zwei Hebammen da sind.

  19. Fresher
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    CTG:
    So weit ich informiert bin gibt es keine einzige Studie die zeigt, dass ein CTG zu mehr Sicherheit oder besseren Geburtsergebnissen führt. Aber viele Vermutungen (oder sogar Studien?), dass es nichts verbessert, dafür aber zu vielen unnötigen Interventionen führt. Das ist dann wohl eher eine trügerische Sicherheit.
    Ich hatte nur bei der ersten Geburt eins, danach wollte ich keines mehr ohne Indikation.
    Ich habe bei der ersten Geburt nur gesessen. Es war schrecklich, sich für´s CTG 20 Minuten hinzulegen. Ich bin kaum aufs Bett gekommen. Hätte ich liegen bleiben müssen hätte ich wohl nach einer Stunde um einen Kaiserschnitt gebettelt. Außerdem bin ich alle 20 Minuten aufs Klo getigert. Ich glaube, ohne die ganze Bewegung hätte das Ganze länger gedauert.

    Gleichzeitige Geburten:
    Es haben immer 2 Hebammen Rufbereitschaft. Sie erzählten, dass ein einziges Mal in vielen Jahren drei Geburten gleichzeitig waren. Da war eine Frau dann improvisiert im Kursraum und das ging wohl auch.

  20. Senior Member
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    wieauchimmer, in der Austreibungsperiode sollten bei Auskultation eigentlich nach jeder Wehe die Herztöne gehört werden. Ich finde das unpraktisch, weil man dann immer neu suchen muss und in den Wehenpausen stören muss, weil man da rumhantiert. Ich habe schon viele Freundinnen in 1:1-Betreuung bei ihren Geburten begleitet und da haben wir uns in der Austreibungsphase immer beiderseits besser gefühlt mit kontinuierlichem (Telemetrie-)CTG.
    Aber wenn man nach jeder Wehe hört, fällt einem ein solcher Herztonabfall ja auch auf.
    Bei intermittierender Überwachung (auch in der Eröffnungsphase) verpasst man sicher mal die ein oder andere Bradycardie, so wie in der Schwangerschaft auch. In aller Regel erholen sich die Kinder davon aber auch von selbst. Bei Herztonabfällen durchs Vena cava-Syndrom z.B. wird der Mutter schwindelig und unwohl und wenn sie nicht durch PDA/CTG etc. in einer Position fixiert ist, dreht sie sich automatisch auf die Seite und die Durchblutung wird wieder besser.

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