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  1. Member Avatar von Sonnenklar
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    Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Hat hier jemand im Geburtshaus entbunden und wie waren eure Erfahrungen?

    Hattet ihr Bedenken, wegen fehlender schneller klinischer Versorgung? Oder wurdet ihr sogar verlegt?

    Das Thema ist gerade aktuell bei mir und wollte gerne wissen, wie es anderen damit ergangen ist.

  2. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Nicht Geburtshaus, sondern Hausgeburt. Aber die Fragen sind ja dieselben.
    Ich wurde nicht verlegt, alles war super. Und die fehlende klinische Versorgung hat mich nicht mehr Angst gemacht, als mir eine Hebamme mit drei anderen Gebärenden zu teilen. Also ja, natürlich habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Man wird ja auch umfangreich aufgeklärt. Aber es war keine gegenwärtige Angst. Ich glaube, wenn man die hat, sollte man sich Gedanken über einen Hebammenkreissaal machen.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  3. Ureinwohnerin Avatar von DieKathi
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich hatte auch eine Hausgeburt und meine größte Sorge bis zur Geburt war, dass ich ins KH müsste

    Es gab tatsächlich eine Komplikation unter der Geburt, da war der Kopf aber schon geboren und ich hatte 2 tolle Hebammen da, eine sehr erfahren und die haben das toll gelöst.
    Meine Gyn, die der ganzen Sache sehr skeptisch gegenüber stand, sagte mir zu derUntersuchung 6 Wochen nach Geburt, dass es auch in KH nicht anders gelöst worden wäre.
    Ich war danach allerdings im KH zum Nähen, da die Verletzung durch die Komplikation schwerer war, als die Hebammen sich zugetraut haben, selber zu nähen.


    Ich fand es toll die Wehen zuhause zu verbringen. Es war so schön dunkel, kaum Licht, mein Mann war da, ich kannte jede Ecke, jeden Winkel. Meine Hebamme war immer da und die 2. kam dann vllt ne Stunde oder auch halbe vor Geburt dazu. Ich hätte mir diese Art der Betreuung so sehr für meine erste Geburt gewünscht.
    Nina (08:22 PM) :
    als intoleranter mensch muss man nix erklären *find

  4. Fresher
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich kann es nur empfehlen. Wurde nicht verlegt, alles war ganz unkompliziert, ruhig, respektvoll. Als ich später so nach und nach gehört habe was meine Freundinnen im Krankenhaus erlebt haben, da bin ich heilfroh und würde freiwillig, wenn nicht nötig, keinen Fuß mehr in eine klinische Geburtsstation setzen. Super, dass es die medizinische Versorgung gibt, wenn es wirklich nötig ist.

    Über die "fehlende" medizinische Versorgung habe ich mir keine Gedanken gemacht. Meine Meinung ist eher, das gerade die medizinische Versorgung den natürlichen Verlauf der Geburt stört. Die Geburtshilfe wie sie stattfindet im Krankenhaus hat mit dem was auch wissenschaftlich bewiesen ist wie Geburten am besten ablaufen sehr wenig zu tun. Gerade die 1:1 Betreuung verhindert vieles. Die Hebammen haben Zeit zu begleiten, kennen die Frauen meistens schon, und es fällt so viel schneller auf wenn der Geburtsverlauf abweichend ist.
    Ich habe mir erst Sorgen gemacht, dass es da keine PDA gibt. Jetzt nach mehr als einer Geburt würde ich ganz klar sagen, die Wirkung einer Hebamme die einen begleitet ist viel wichtiger als die Möglichkeit eine PDA zu geben.

    Sicher, im Notfall kann man einen Kaiserschnitt machen im Krankenhaus, aber es wäre doch viel sinnvoller dies von vornherein zu verhindern. Nur in seltensten Fällen muss etwas in Eile gelöst werden. Das Geburtshaus war nicht weit weg von einer Uniklinik (7 Minuten mit dem Auto, mit Blaulicht vielleicht nur 4). Man kann auch jederzeit während der Geburt umentscheiden wenn es einem nicht wohl ist.

  5. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich bin in die andere Richtung voreingenommen, seit ich von einem Fall im weiteren Bekanntenkreis weiß, wo Frau und Kind bei der Geburt fast gestorben wären und die Entscheidung für das Geburtshaus hier tatsächlich der Risikofaktor war. Natürlich ist das ein worst case, aber ich finde, man muss sich vorher auch die Frage stellen, wie gut man es psychologisch verkraftet, wenn das Kind aufgrund der Entscheidung für das Geburtshaus (und damit gegen medizinische Vollversorgung) behindert ist oder sogar stirbt, im Krankenhaus aber vielleicht alles gut überstanden hätte.
    We all change, when you think about it. We are all different people, all through our lives. And that's OK, that's good, you gotta keep moving so long as you remember all the people that you used to be.

  6. Alter Hase
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich hatte mich beim ersten Kind für ein Geburtshaus entschieden. Natürlich habe ich mir vorher um die medizinische Versorgung Gedanken gemacht, man weiß ja nicht, was mit einer Geburt auf einen zukommt und so Mich hat beruhigt, dass das Geburtshaus räumlich sehr nah an einem Krankenhaus gelegen ist und die Geburtshaushebammen immer wieder betont haben, dass sie eher früher als später verlegen, meist könnten die Frauen noch selber rüberlaufen. Das wünscht man sich so natürlich nicht, aber ich fand es beruhigend, dass sie ihre eigenen Grenzen wohl sehr gut einschätzen konnten. Sie hatten auch Kontakt zur Kinderabteilung des Krankenhauses, im Notfall wäre der Kinderarzt sehr schnell da gewesen.

    Es kam dann bei mir so, dass ich im Vorfeld der Geburt Komplikationen hatte und die Geburtshaushebammen gesagt haben, ich solle vorsichtshalber doch lieber ins Krankenhaus gehen. Die Geburt verlief dann komplikationslos, aber ich konnte diese Entscheidung gut annehmen.

    Bei den weiteren Geburten war mir das Geburtshaus zu weit weg von meinem Wohnort und fiel deshalb raus. Im Prinzip finde ich diese Einrichtung aber sehr gut.

  7. Fresher
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich finde, man muss nicht immer nur vom Worst Case ausgehen, sondern das, wie sagt man, erwartete Gesamtergebnis betrachten. Wenn ein Krankenhaus eine 33%-Kaiserschnittrate hat, dann sind vermutlich 18-23% davon überflüssig. Kaiserschnitt erhöht das Risiko des Kindes auf Diabetes und noch mehr (Asthma?), die Mutter setzt sich dem Anästhesierisiko aus, Risiko auf Infektionen, Probleme mit Verwachsungen, Probleme bei Folgegeburten. Dazu die vollkommen überhöhte Dammschnittrate, Kristellern entgegen aller Leitlinien mit den Folgen, etc. Auch im Krankenhaus können Hebammen und Ärzte falsche Entscheidungen treffen, nicht nur im Geburtshaus. Wenn man das alles aufrechnet, dann geht für mich die Rechnung fürs Geburtshaus positiv aus.

    Das möchte ich nur Anmerken

  8. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ja, es ist eine individuelle Entscheidung, ich wollte es eben nur anmerken weil mich der konkrete Fall selbst als Außenstehende schon beschäftigt hat und es für mich persönlich mit starken Schuldgefühlen besetzt wäre, wenn was passiert, obwohl ein Krankenhaus mit entsprechender Technik um genau das zu vermeiden verfügbar gewesen wäre. Wenn man das vorher für sich so abgewogen hat und das Risiko für sich in Kauf nimmt, ist es aber vielleicht auch wieder was anderes als eine reine Bauchentscheidung, die man später schwer vor sich und anderen rechtfertigen kann.
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  9. Addict
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Ich bin in die andere Richtung voreingenommen, seit ich von einem Fall im weiteren Bekanntenkreis weiß, wo Frau und Kind bei der Geburt fast gestorben wären und die Entscheidung für das Geburtshaus hier tatsächlich der Risikofaktor war. Natürlich ist das ein worst case, aber ich finde, man muss sich vorher auch die Frage stellen, wie gut man es psychologisch verkraftet, wenn das Kind aufgrund der Entscheidung für das Geburtshaus (und damit gegen medizinische Vollversorgung) behindert ist oder sogar stirbt, im Krankenhaus aber vielleicht alles gut überstanden hätte.
    es kann aber auch passieren, dass etwas schlimmes passiert, gerade weil man sich für krankenhaus entschieden hat. z.b. durch unnötige interventionen, schlechte gelegte pda, überlastete hebamme, krankenhauskeime, uterusruptur durch wehenfördernde mittel oder kristellern,... außerklinische geburt hat auch risiken, aber nicht mehr als klinische. nur andere.

    wenn man sich damit beschäftigt hat, und mit dem wissen ins kh geht, hat man dann evtl auch schuldgefühle. wenn nicht, geht man eben davon aus, dass kh sicherer ist und hat ein ruhiges gewissen, klar.

  10. Alter Hase Avatar von stöckchen
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand sagt, dass sie sich aus welchen Gründen auch immer für eine Klinik entscheidet. Aber „kann ja jede machen, wie sie will, aber iiiiich hätte da ja ein schlechtes Gewissen“ finde ich sehr problematisch. Ich würde ja auch nicht sagen „hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, was so ein unnötiger Kaiserschnitt mit Deinem Baby macht. Also ich hätte da ja ein schlechtes Gewissen!“.

  11. Addict Avatar von Schokofondue
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Man weiß es ja vor allem auch gar nicht, ob es im KH nicht passiert wäre.
    Ich hatte einen super unglücklichen Verlauf (unentdeckter Knoten in der Nabelschnur der sich unter den Presswegen zugezogen hat, somit eine Sauerstoffuntervesorgung während der Geburt zusätzlich noch mehrfach um den Hals und sehr schneller Verlauf) und ich wollte eigentlich zur Geburt ursprünglich ins Geburtshaus, aber mein Mann hat sich nicht wohl damit gefühlt. Ich hatte nach der Geburt Schuldgefühle, weil ich mich gefragt habe, ob mein Sohn noch leben würde, wenn es nach mir gegangen wäre. Und schlichtweg bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man das nicht beantworten kann. Es läge immer an den Entscheidungen der jeweiligen Personen. Meine sehr kompetente Hebamme im Kreißsaal hat sehr schnell und kompetent reagiert und direkt die Ärztin und diese wiederum die Kinderärztin hinzu gerufen, da haben alle total schnell und kompetent reagiert. Es hätte auch anders laufen können. Gerade auch wenn mehr los gewesen wäre, wäre es vllt. nicht so schnell entdeckt worden und bei Sauerstoff können ja Minuten einen Unterschied machen. Genauso hätte es sein können, dass die Hebammen im Geburtshaus im CTG gemerkt hätten das was nicht stimmt und mich ins KH schicken können. Oder eben auch nicht.
    Gegen das Geburtshaus spräche bei mir bei einer 3. Geburt, dass es keine Klinik in unmittelbarer Nähe mit Kinderklinik gibt, sondern das KH in der Nähe hat nur ne Geburtsstation (und das würde ich aufgrund meiner Erfahrung nicht mehr wollen).
    Ich würde auch wieder ins selbe KH gehen, weil ich 2 mal ne super Erfahrung im KH gemacht habe (inkl. Ausführlichen Nachbesprechen der Geburt mit Ärztin und Hebamme, obwohl die Hebamme schon Feierabend hatte), ich hatte aber auch 2 mal Glück, weil wenig los war und ich durch die schnellen Verläufe fast durchgängig eine 1:1 Betreuung hatte, ich kenne aber auch ganz ganz viele schlimme (auch 2 aus dem selben KH) tlw. übergriffige Geschichten aus Krankenhäusern und Frauen, die diese erlebt haben würden vermutlich nicht mehr freiwillig in ein KH gehen.
    Wichtig ist es, womit man sich selbst am wohlsten fühlt. Letztendlich geht meistens alles gut und wenn nicht kann es sowohl im KH als auch im Geburtshaus oder zu Hause schief laufen bzw. falsche Entscheidungen seitens des Personals/der Hebammen getroffen werden.
    Geändert von Schokofondue (17.09.2019 um 14:05 Uhr)

  12. Urgestein Avatar von Sternenratte.1
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    ich bin - nach einer fürchterlichen Krankenhausgeburt - theoretisch auch Hausgeburts-/geburtshaus"anhänger", habe aber bei der zweiten Entbindung erlebt, wie es sich nach dem Blasensprung in Sekundenschnelle in einen Notfall gewandelt hat und würde nach der Erfahrung der Notsectio das Risiko trotz allem Zweifel am Krankenhaussystem nie wieder eingehen. Eher stelle ich mir ganz ernsthaft die Frage, auf ein weiteres Kind zu verzichten, weil mir die ganze Geburtssituation, egal wo, in meinem konkreten Fall zu risikoreich vorkommt. Auch traurig.

    Man kann es leider nicht immer absehen, ob man ein Risikofall ist. Ich hätte das auch im Traum vorher nicht erwartet und ja nicht mal nach der ersten Geburt vermutet (wo es, darüber kann man sich dann auch noch Gedanken machen, ja auch kein Arzt/Hebamme für bemerkenswert hielt).

    Also ich bin total für Vertrauen in den Körper und die Hebammen und den natürlichen Ablauf, aber mir wäre, wenn ich jetzt eine Freundin beraten würde, sehr wichtig, dass das Geburtshaus quasi schon ans Krankenhaus angebunden ist, so dass eine Verlegung auch tatsächlich _sehr schnell_ möglich ist.
    πάντα ῥεῖ


    und jedem anfang wohnt ein zauber inne
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


    winter is coming

  13. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von stöckchen Beitrag anzeigen
    Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand sagt, dass sie sich aus welchen Gründen auch immer für eine Klinik entscheidet. Aber „kann ja jede machen, wie sie will, aber iiiiich hätte da ja ein schlechtes Gewissen“ finde ich sehr problematisch. Ich würde ja auch nicht sagen „hast Du Dir mal Gedanken darüber gemacht, was so ein unnötiger Kaiserschnitt mit Deinem Baby macht. Also ich hätte da ja ein schlechtes Gewissen!“.
    Falls Du Dich auf meinen Beitrag beziehst, liest Du da eine Wertung rein, die so nicht von mir beabsichtigt war.

    Zur Kompetenz: natürlich kann es sehr kompetente Hebammen im Geburtshaus geben, aber wie hier ja schon beschrieben wurde kann sich aus einer normalen Geburt extrem schnell ein Notfall ergeben, und dann hat man eben nicht die Technik vor Ort um einen Notkaiserschnitt zu machen, eine Bluttransfusion durchzuführen oder ein Neugeborenes wiederzubeleben. Und da machen die 5-10 Minuten bis der Notarzt da ist vielleicht den Unterschied zwischen gesundem Kind mit schwieriger Geburt und Pflegefall/Tod.

    Krankenhaus bedeutet eben mehr Equipment und Optionen, falls was schiefläuft, und es ist eben eine Abwägung, ob die Atmosphäre im Geburtshaus das aufwiegt.

    Natürlich ist das obige Beispiel ein Extremfall; auf der anderen Seite habe ich auch keine richtigen Statistiken über Geburtsverläufe und Notverlegungen aus Geburtshäusern gesehen. Interessant wäre auch eine Statistik über unerwartete Geburtskomplikationen bei unkomplizierter Schwangerschaft und Geburtsbeginn.

    Dass es Gewalt in der Geburtshilfe gibt, will ich ebenfalls nicht bestreiten; ob sie im Einzelfall den Ausschlag gegen das Krankenhaus geben sollte, kann ich ebenfalls nicht beurteilen. Ich denke aber schon, dass Geburtshaus nicht zwingend "sehr kompetentes Personal" heißen muss und Krankenhaus gleich "unempathische gestresste Arschlöcher". Die Realität ist doch eher, dass man auch mäßig kompetente Hebammen im Geburtshaus haben kann und sehr gutes Personal im Krankenhaus.
    We all change, when you think about it. We are all different people, all through our lives. And that's OK, that's good, you gotta keep moving so long as you remember all the people that you used to be.

  14. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ja, dem letzten Satz möchte ich mich anschließen - ich hatte eine blöde, unschöne Geburt in einer Klinik und zwei okaye (mehr kann ich mich bei dem Ausmaß an Schmerzen nicht zugestehen) in einer anderen Klinik (beide mit kinderintensivstation/neonatalzentrum, war auch Auswahlkriterium bei mir). Die letzte Geburt dort hatte echt perfekte Bedingungen, es war glücklicherweise nix los und ich hatte ab 5 cm muttermundöffnung permanent eine sehr kompetente Hebamme und eine hebammenschülerin exklusiv anwesend.

  15. Member Avatar von Sonnenklar
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Danke erstmal für Eindrücke! Sind bisher ja gar nicht sooo viele, die im Geburtshaus oder sogar zuhause entbunden haben. Dachte hier wären das einige mehr.

    Ich bin im Grunde sehr vom Geburtshaus überzeugt. Bei der Gesellschaft für Qualität in der außerklinischen Geburtshilfe findet man auch paar Statistiken, die zeigen, dass sie sehr sicher sind. Aber so ein Mini-Zweifel nagt an mir. Wobei die nächste Klinik nur 1-2 Minuten entfernt ist, also echt nur ums Eck.
    Geändert von Sonnenklar (17.09.2019 um 19:57 Uhr)

  16. Urgestein Avatar von Jimi
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich finde halt die garantierte 1:1 Betreuung im Geburtshaus toll. Ich habe zwei Mal im Hebammenkreißsaal einer großen Klinik entbunden und selbst da war die Betreuung nie 1:1. Es war ok, ich habe mich nie direkt alleine gelassen gefühlt, aber ein bisschen Anleitung und Führung habe ich schon vermisst. Das kreide ich den Hebammen nicht an, es war halt viel los. Natürlich kann man es auch total gut erwischen und es ist nix los und man hat eine Hebamme für sich alleine. Im Geburtshaus hat man das halt sicher und ich glaube schon (ich meine, dazu gibt es auch Studien), dass das zum „Erfolg“ einer Geburt sehr beitragen kann.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  17. Urgestein Avatar von Jimi
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Bei einer weiteren Geburt würde ich übrigens in ein Geburtshaus gehen, sofern nichts dagegen spricht.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  18. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Meine blöde erste Geburt war übrigens im hebammenkreißsaal einer großen Klinik...

  19. Senior Member
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Ich bin angestellte Hebamme in einer großen Klinik (Level 1) und habe dort auch selbst zwei Kinder geboren. Allerdings konnte ich mir Arzt und Hebamme aussuchen und hatte eine 1:1-Betreuung (bzw. mehr oder weniger 2:1, weil der Arzt die meiste Zeit auch anwesend war). Unter diesen Umständen waren die Geburten super.
    Aber ich hatte gerade letztes Wochenende wieder einen Dienst, in dem absolut niemand adäquat betreut war (5 Frauen in der aktiven Geburt) und dadurch einige Interventionen notwendig wurden, die mit vernünftiger Betreuung sicher vermeidbar gewesen wären.
    Ich halte mich schon für einigermaßen kompetent (aber das behaupten ja vermutlich die meisten von sich selbst), ich habe über 15 Jahre Berufserfahrung und ich arbeite echt gerne und auch gerne viel, aber ohne Beleghebamme ist man als Frau da echt aufgeschmissen.
    Es gibt Studien dazu, dass 1:1-Betreuung durch eine bekannte Hebamme diverse Risiken senkt, während das neonatale Outcome (also der Zustand der Kinder) gleich bleibt. Ganz aktuelle Studien dazu habe ich gerade nicht, meine Bachelorarbeit ist 10 Jahre her, da war z.B. diese Studie gerade aktuell.

  20. Addict
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    AW: Wie waren eure Erfahrungen im Geburtshaus?

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Krankenhaus bedeutet eben mehr Equipment und Optionen, falls was schiefläuft, und es ist eben eine Abwägung, ob die Atmosphäre im Geburtshaus das aufwiegt.
    Es geht doch beim Faktor Sicherheit nicht um die Atmosphäre. Sondern u.a. um die 1:1 Betreuung durch eine Hebamme, die die Frau gut kennt, was ein erheblicher Faktor für die Sicherheit ist, wenn es darum geht, Notsituationen schnell zu erkennen. Im KH ist das heutzutage nicht mehr unbedingt der Fall.

    Edit: Ok, Sophie sagte das auch, hatte ich vorher nicht gelesen.

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