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  1. Alter Hase
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Ich hatte die Frage jetzt nicht so verstanden, ob man im Normalbetrieb generell arbeiten will oder nicht, sondern ob man es sich leisten kann, auf unvorhergesehene Dinge zu reagieren, indem man mal kurzzeitig aussetzt, oder länger Elternzeit macht, oder weniger arbeitet als man eigentlich möchte.

    Ich hab mir diese Frage u.a. gestellt, falls man ein behindertes Kind bekommt. Da muß man sich glaub ich zeitlich doch mehr engagieren und kann vielleicht nicht so viel arbeiten wie ohne diese Besonderheit. Es kann ja alles mögliche sein.

    Ich hab ja mit dem ersten Kind noch studiert, und wir mussten die Kita wechseln wegen Umzugs. Am ersten Tag stellte sich die Kita als derart furchtbar heraus, dass ich das Kind spontan wieder abgemeldet habe. Natürlich haben wir dann eine andere gesucht (und total Glück gehabt), aber es war nicht absehbar, wie lange das dauern würde, und notfalls hätte ich halt länger vom Studium aussetzen "müssen". Wenn ich grad nen neuen Job angefangen hätte nach dem Umzug, wäre das so sicher nicht gegangen.

  2. Urgestein
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    mich hat das wissen beruhigt, dass ich ersten in extremfällen noch elternzeit übrig gehabt hätte und mein arbeitgeber in echten notsituationen sehr kulant ist und nahezu jede lösung unterstützt. nur hift es in solchen notsituationen ja auch sehr, wenn man vorher gewissen reserven anlegen konnte.

  3. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von Serafina Beitrag anzeigen
    mich hat das wissen beruhigt, dass ich ersten in extremfällen noch elternzeit übrig gehabt hätte und mein arbeitgeber in echten notsituationen sehr kulant ist und nahezu jede lösung unterstützt. nur hift es in solchen notsituationen ja auch sehr, wenn man vorher gewissen reserven anlegen konnte.
    Stimmt, wo du es sagst... mein Arbeitgeber ist auch sehr entgegenkommend und ich bin sehr flexibel was die Zeiten und Homeoffice angeht (bin jeweils recht spontan von 20 auf 30 auf 35).

  4. Addict
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Der Titel trifft es nicht ganz. Ich habe neulich einen Artikel gelesen, wo es darum ging, dass eigentlich gutsituierte Eltern es sich finanziell nicht leisten konnten, ihr Kind aus der Kita zu nehmen, als es dort ernste Probleme gab. Das hat mich ein bisschen zu dieser Frage nach dem Lifestyle creep gebracht (je mehr Geld man hat, desto höher "muss" auch der Lebensstandard sein, so dass die Sparrate nicht wächst). Also der Punkt, dass man irgendwie trotzdem noch Geldsorgen hat bzw. dass alle Familienmitglieder "funktionieren" müssen, obwohl man theoretisch auch mit weniger über die Runden käme.

    Mich würde interessieren, wo bei Euch die goldene Mitte liegt zwischen Konsum und Geld als Freiheit, etwas eben nicht zu tun (z.B. Teilzeit arbeiten, unbezahlte Elternzeit nehmen etc.). War das bei Euch eine bewusste Entscheidung oder hat es sich so ergeben? Bzw. oft kann man ja nicht frei entscheiden und ist an äußere Umstände gebunden, es gehen ja auch nicht alle Jobs ohne weiteres in Teilzeit.

    (Der Lifestyle creep knüpft auch ein bisschen an die Klima-/Konsumfragen an, denn nichts zu konsumieren bzw. nicht in Urlaub zu fliegen ist natürlich auch fürs Klima besser.)
    also wir leben ziemlich minimalistisch.
    zwar haben wir eine große wohnung (die durch sehr glückliche umstände deutlich unter dem mietspiegel vermietet wird, weil es noch nette vermieter gibt in meiner sehr teuren stadt und ich das große glück hatte, bei ihnen einziehen zu können !), ansonsten haben wir aber viel runtergefahren. also wir haben zwar noch (!) ein auto, nutzen es aber maximal 2x im monat für einen großeinkauf und mal für notfälle, sonst steht es rum, wir haben unseren urlaubsradius minimiert, wir konsumieren einfach weniger.
    das ist ein bisschen aus einer zeit (nach meiner trennung) mit finanziellen engpässen heraus entstanden, momentan aber eben eine entscheidung.
    ich arbeite bewusst nicht vollzeit, auch wenn ich es könnte. das hat u.a. damit zu tun, dass ich mit den kindern zusammen die nachmittage verbringen will, andererseits aber auch damit, dass mir schon immer mein privatleben viel wichtiger ist, als mein berufsleben. ich kann mich privat hervorragend ausleben, selbst bestätigen, entspannen, "dinge schaffen", anerkennun bekommen... so gerne ich arbeite, frei haben ist schöner und mir fallen tausend dinge ein, die ich mit mehr zeit tun würde.
    wir wüssten jetzt nicht so genau, was wir mit mehr geld tun würden, wir brauchen schlicht nciht mehr, sitzen aber auch nicht auf einem riesigen berg von ersparnissen.

    so ein bisschen habe ich bei manchen befreundeten familien schon das gefühl, dass sie mit haus und zwei autos, und hausraten und nebenkosten und teuren ganztagskitaplätzen etc. ganz schön routieren. da freu ich mich immer über meine unabhängigkeit und freiheit und bin froh, dass ich bewusst entschieden habe, nicht viel zu brauchen bzw. besitzen zu wollen. (z.b. in bezug auf möbel, ich hab überhaupt keinen spaß daran, neue möbel zu kaufen, oder klamotten, wenn ich noch alles habe, oder dekokram etc.)

  5. Alter Hase Avatar von narzisse
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von blauer_Engel Beitrag anzeigen
    Ich kann mir, unabhängig von Arbeit oder nicht, überhaupt nicht vorstellen, ein rund um die Uhr mit den Kindern zuhause zu sein

    ....

    Kita ist doch auch keine Strafe, er hat da seine Freunde und es wird viel mehr geboten als mit Mutti daheim.
    Es geht ja auch gar nicht um die Extreme (gar nicht vs. 60h/Woche arbeiten; gar nicht vs. 10h/Tag kita/betreuung), sondern wo in diesen spannungsfeldern man das Optimum sieht. Das ist sicher total individuell - wie viel Spaß macht die Arbeit? Wie viele Hobbies hat man, und wie viel Zeit möchte man gerne damit verbringen? Wie gern geht das Kind in die Betreuung? Was ist daheim geboten? ("Nur mit Mutti zuhause" ist da ja nicht die einzige Möglichkeit, hier wird viel mit Geschwistern gespielt, Freunde besucht, sportkurse, Musikunterricht,... und meine Kinder sind auch sehr gern Zuhause und spielen mit sich alleine, völlig versunken manchmal, das ist halt Erholung von Gesellschaftszeit.)
    Und nicht zuletzt natürlich eine finanzielle Frage.

    Ich selbst könnte problemlos jeden Tag 3h allein mit mir mit hobbies füllen

  6. Enthusiast Avatar von |Penny
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Ich hatte die Frage jetzt nicht so verstanden, ob man im Normalbetrieb generell arbeiten will oder nicht, sondern ob man es sich leisten kann, auf unvorhergesehene Dinge zu reagieren, indem man mal kurzzeitig aussetzt, oder länger Elternzeit macht, oder weniger arbeitet als man eigentlich möchte.

    Ich hab mir diese Frage u.a. gestellt, falls man ein behindertes Kind bekommt. Da muß man sich glaub ich zeitlich doch mehr engagieren und kann vielleicht nicht so viel arbeiten wie ohne diese Besonderheit. Es kann ja alles mögliche sein.

    Ich hab ja mit dem ersten Kind noch studiert, und wir mussten die Kita wechseln wegen Umzugs. Am ersten Tag stellte sich die Kita als derart furchtbar heraus, dass ich das Kind spontan wieder abgemeldet habe. Natürlich haben wir dann eine andere gesucht (und total Glück gehabt), aber es war nicht absehbar, wie lange das dauern würde, und notfalls hätte ich halt länger vom Studium aussetzen "müssen". Wenn ich grad nen neuen Job angefangen hätte nach dem Umzug, wäre das so sicher nicht gegangen.
    Ja genau, mir geht es um eine Absicherung/Puffer von Situationen, in denen nicht alle Familienmitglieder so funktionieren wie geplant. Der konkrete Artikel, der Auslöser für den Thread hier ist, war im Juli/August im SZ-Magazin über sexuelle Übergriffe unter Kindern in einer Kölner Kita, und die Eltern haben ihr Kind, das unstrittig Opfer von Übergriffen geworden war, eben nicht aus der Kita genommen und es monatelang der Situation ausgesetzt, weil ein anderer Kitaplatz nicht zu finden war und es finanziell einfach nicht eingeplant war, dass etwas nicht funktioniert und man als Eltern jobmäßig zurückstecken könnte, bis die Betreuung sinnvoll geklärt ist. Das ist sicher ein Extrembeispiel, aber eher weil die Kita so krass war.
    We all change, when you think about it. We are all different people, all through our lives. And that's OK, that's good, you gotta keep moving so long as you remember all the people that you used to be.

  7. Regular Client Avatar von blauer_Engel
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Ok, dann habe ich das falsch verstanden.
    Im Zweifel geht meine Familie IMMER vor. In D ist man gsd im Notfall gut abgesichert; das bsp ist ja auch nur eine kurzfristige Situation, die man im schlimmsten Fall auch mit einer Krankschreibung etc. überbrücken könnte.
    Entscheidungen sind ja nie in Stein gemeißelt, es kann ja auch sein, man wird selbst krank, dann muss man auch umdisponieren.
    Edit: für mich ist dann auch nicht die Entscheidung Geld vs Zeit, sondern Geld vs Gesundheit.

  8. Senior Member Avatar von Vampy
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Wir haben für uns eine gute Balance gefunden. Wir leben ein bisschen unterdurchschnittlich im Vergleich zu den meisten anderen Familien (eben kein 150qm2 Haus, sondern nur 120qm2 für fünf Personen, was wirklich etwas eng ist). Wir kommen mit unserem Geld hin, es geht uns gut. Viel Geld geben wir für Lebensmittel aus (viele Dinge, die uns schmecken wie Himbeeren im Sommer oder die teureren Mandarinen jetzt), aber auch viel Bio und regional.
    Am Konsum könnten wir etwas sparen, ich bin leider noch eine Konsumtante (auch nicht so viel im Vergleich, aber eben zu viel als notwendig).
    Wir sparen momentan kaum, das würde ich gern ändern. Wir spenden aber überdurchschnittlich viel Geld, was wir auch beibehalten werden.

    Wir versuchen einen guten Kompromiss zu finden, dass es uns allen gut geht. Mein Mann verdient als Ingenieur nicht superviel, das wäre in anderen Firmen sicherlich anders, ABER er kann zu Fuß zur Arbeit gehen, ist sehr flexibel und kann ungesört seine Projekte verfolgen.
    Die Kinder sind sehr gerne zu Hause, deshalb versuche ich auch die Betreunngszeiten nicht zu sehr auszureizen. Die Schulkinder besuchen auch keine OGS und das versuchen wir auch immer irgendwie anders zu regeln (ist meistens kein Problem, sie sind bis 13.30 in der Schule). Die Jüngste bleibt auch immer mal wieder einen Tag zu Hause, weil sie häurgiger eine enge Bezugsperson um sich braucht.
    Auch als K1 mal eine schwierige Phase hatte, habe ich ihn an einem SChultag immer früher abgeholt, um ihm mehr aufmerksamkeit zu geben. Das hat viele Probleme gelöst.

    Die Eltern aus dem Extrembeispiel kann ich nicht verstehen, nein. Ganz ehrlich.

  9. Member
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Wenn es finanziell gehen würde, fände ich 30 h optimal. Entsprächen 75 %.
    Aber in Hinblick auf die Rente und was ich meinen Kindern ermöglichen möchte, ist das keine Option.

  10. Enthusiast Avatar von Moehrchen
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Also in dem Fall, den du konkret meintest, würden wir das Kind natürlich sofort rausnehmen und ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand hier das anders machen würde.

    Ansonsten haben wir unser Haus und unsere Hausfinanzierung ebenfalls so gewählt, dass einer allein die Familie problemlos durchbringen könnte. Dafür ist unser Haus mit 100qm für 4 Personen halt ziemlich klein, aber absolut ausreichend.
    Aber natürlich will keiner von uns seinen Job aufgeben. Stunden runterschrauben gern und so lange wir Elternzeit übrig haben, würden wir die bei Notwendigkeit auch unbezahlt nehmen. Aber den Job kündigen aufgrund irgendwelcher vorübergehender Probleme wäre schon fatal, zumal wir beide das Glück haben gut bezahlte, sichere Jobs in Wohnortnähe mit sehr guten Arbeitsbedingungen zu haben. Die liegen ja auch nicht gerad am Straßenrand rum.
    Im Fall der Fälle haben wir aber ein gutes soziales Netz, inkl engagierten Großeltern in Rente und Arbeitgeber, mit denen man in so drastischen Fällen reden könnte.


    Nach Kind 1 haben wir in Summe 175-185% gearbeitet, das ist uns für die Zukunft mit nun 2 Kindern zu viel. Da werden wir also Einbußen hinnehmen und hoffentlich langfristig bei um die 160% landen.
    Geändert von Moehrchen (05.11.2019 um 20:53 Uhr)

  11. Alter Hase
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von Vampy Beitrag anzeigen
    Wir leben ein bisschen unterdurchschnittlich im Vergleich zu den meisten anderen Familien (eben kein 150qm2 Haus, sondern nur 120qm2 für fünf Personen, was wirklich etwas eng ist).
    OT, aber lustig. Wir sind jetzt in unsere große Wohnung gezogen, die wir uns so ausgesucht haben, und haben auch knapp 120qm zu fünft. Ich finde es absolut ausreichend und habe eher ein schlechtes Gewissen, dass wir so viel Wohnfläche beanspruchen. Aber es ist absolut toll, jedes Kind kann ein eigenes Zimmer haben und wir haben ein riesiges Wohnzimmer, 2 Bäder und so.

    Bei uns würden insgesamt 150% Lohnarbeit (also grob jeder 30 Std.) auf jeden Fall gehen finanziell, obwohl wir keine dicken Gehälter haben.

  12. Urgestein
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    in meinem umfeld leben die meisten vierköpfigen familien auf 80-110 qm, größere wohnungen gibt es hier kaum. und schon gar keine auf dem freien markt. ich bin einfach nur dankbar, das uns unsere vor über 10 jahren wuasi zugelaufen ist und dass drei kinder gut reinpassen. bislang hat aber nicht jedes kind ein eigenes zimmer, das eine zimmer ist aber noch teilbar. ich kenne aber auch familen, die zu dritt auf 40 wm oder zu fünft auf 60 qm leben. mir kommt es eher so vor, als wären die kinderzimmergrössen, die ich aus meiner kindheit kenne, aus einer anderen welt. so viel platz hat hier kein mensch.

  13. Regular Client Avatar von blauer_Engel
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Ich kenne hier in der Stadt auch kaum Familien mit so riesigem Wohnraum. Wir leben zu 4. auf ca. 80qm.
    Das ist vermutlich auch ein Stadt/Land Ding.
    120qm für 5 Personen finde ich eher luxuriös als beengt.

    Ich glaube, die extrem unterschiedlichen Auffassungen hier (große Wohnung, Auto und viele Urlaube im näheren Umkreis würde ich zb auch nicht als minimalistisch ansehen) machen eine Diskussion fast unmöglich.

  14. Alter Hase
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von blauer_Engel Beitrag anzeigen
    Ich kenne hier in der Stadt auch kaum Familien mit so riesigem Wohnraum. Wir leben zu 4. auf ca. 80qm.
    Das ist vermutlich auch ein Stadt/Land Ding.
    120qm für 5 Personen finde ich eher luxuriös als beengt.
    Ja, ich eben auch. Vorher haben wir auf 90qm gewohnt, das war auch wegen der Schnitts eher beengt. So ist es schon großzügig.

    Der Unterschied ist wohl neben Stadt und Land auch die Region. Also auch wieviel Geld man für wieviel Wohnraum braucht, daraus folgend, wieviel man dafür arbeiten muss. Lohnniveau ist ja auch unterschiedlich.

  15. V.I.P. Avatar von freitag
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von blauer_Engel Beitrag anzeigen
    Ich glaube, die extrem unterschiedlichen Auffassungen hier machen eine Diskussion fast unmöglich.
    .

    Auffassungen, und auch andere Gegebenheiten, die schon erwähnt wurden, wie xB Lohnniveau und Hauspreise/Mietspiegel.

    Ich könnte mir die Miete/Rate für unser 90qm Haus alleine (als Lehrerin ) nicht leisten, aber mit meinem Gehalt wäre bei uns in der Stadt dann halt nur ne 1 bis 2 Zimmer-Wohnung drin, und das finde ich als Familie dann doch eher unrealistisch. (Aber klar, das ist auch nur mein Anspruch, und es ist trotzdem möglich).

    Von daher finde ich manche der Argumente weit weg von meiner Realität- natürlich will ich auch gerne viel freie Zeit mit meiner Familie, aber die Alternative ist eben nicht, dass ich wie Dagobert Duck in meinem Gold schwimmen will, sondern einfach unseren Lebensunterhalt absichern muss. Es gibt hier wenig günstigen Wohnraum.
    _______________________There's a tribe in Papua-New Guinea, where, when a hunter flaunts its success to the rest of the village, they kill him and then drive away the evil spirits with a drum made from his skin.


    Superstitious nonsense, of course, but one can see their point.

  16. V.I.P. Avatar von GuteMiene
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Ich finde die qm eher wenig aussagekräftig, weil es doch sehr auf den Schnitt ankommt, die Anzahl der Zimmer und so. Wenn das Wohnzimmer riesig ist und dann zwei minikleine Zimmer als Schlafzimmer da sind auf 120qm kann das deutlich weniger komfortabel sein als eine bessere geschnittene Wohnung mit „nur“ 80qm.
    Unsere 100qm sind zb 2 komplette Bäder, WoZi, 3 Schlafzimmer (von denen eines Gästezimmer/ Büro/ Fahrradparkplatz ist)und offene Küche- und dank des Schnitts fühlt es sich ziemlich groß an für zwei Erwachsene und ein Kind,und jeder hat Rückzugsraum. Wären es aber nur zwei Schlafzimmer die dafür riesig wären, wäre es hier beengtet, da wir beide Home Office Platz brauchen und der Schreibtisch irgendwo hin müsste.
    Geändert von GuteMiene (06.11.2019 um 01:24 Uhr)

  17. Senior Member Avatar von Vampy
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Ich sage ja auch, verglichen mit unserm Umfeld.
    Und an sich ist die qm2 Zahl völlig ausreichened, aber wir haben KEINEN Stauraum, das heißt, alles muss in diejeweiligen Zimmer.

  18. Addict
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von blauer_Engel Beitrag anzeigen
    Ich kenne hier in der Stadt auch kaum Familien mit so riesigem Wohnraum. Wir leben zu 4. auf ca. 80qm.
    Das ist vermutlich auch ein Stadt/Land Ding.
    120qm für 5 Personen finde ich eher luxuriös als beengt.

    Ich glaube, die extrem unterschiedlichen Auffassungen hier (große Wohnung, Auto und viele Urlaube im näheren Umkreis würde ich zb auch nicht als minimalistisch ansehen) machen eine Diskussion fast unmöglich.
    ...da du ja mich meinst...
    ich find eine "große" (= knapp 100 qm) wohnung für fünf personen tatsächlich nicht besonders großzügig, damit leben wir minimalistischer als ihr zum beispiel. davor haben wir drei jahre auf 70qm gelebt, auch zu fünft.
    außerdem find ich es tatsächlich minimalistisch, den kompletten alltag, inklusive mittlerer einkäufe für fünf personen, alle hobbywege etc. mit vier kindern komplett mit den rädern zu erledigen.
    und wenn ich mir überlege, unsere vielen urlaube im näheren umkreis (darunter auch besuche bei freunden/familie) kosten sicher nicht mehr, als ein ai-urlaub mit flugreise und ne woche centerpark (udn ist dann deutlich klimaverträglicher).

    aber es stimmt: man kann das alles nicht vergleichen. deutschland ist je nach region zu verschieden.

  19. Alter Hase
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von nightswimming Beitrag anzeigen
    aber es stimmt: man kann das alles nicht vergleichen. deutschland ist je nach region zu verschieden.
    Ja!
    Weil hier gerade ds Beispiel kam, als Lehrerin nur ne Ein-/Zweizimmerwonung bezahlen zu können.
    Ein Freund von mir hier ist Lehrer, und der finanziert eine sechsköpfige Familie mit (kleinerem) Haus und Auto als Alleinverdiener. (Dafür hat hier kaum jemand sonst so ein hohes Einkommen wie ein Lehrer).

  20. Regular Client Avatar von blauer_Engel
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    AW: Zeit vs. materieller Wohlstand

    Zitat Zitat von nightswimming Beitrag anzeigen
    ...da du ja mich meinst...
    ich find eine "große" (= knapp 100 qm) wohnung für fünf personen tatsächlich nicht besonders großzügig, damit leben wir minimalistischer als ihr zum beispiel. davor haben wir drei jahre auf 70qm gelebt, auch zu fünft.
    außerdem find ich es tatsächlich minimalistisch, den kompletten alltag, inklusive mittlerer einkäufe für fünf personen, alle hobbywege etc. mit vier kindern komplett mit den rädern zu erledigen.
    und wenn ich mir überlege, unsere vielen urlaube im näheren umkreis (darunter auch besuche bei freunden/familie) kosten sicher nicht mehr, als ein ai-urlaub mit flugreise und ne woche centerpark (udn ist dann deutlich klimaverträglicher).

    aber es stimmt: man kann das alles nicht vergleichen. deutschland ist je nach region zu verschieden.
    Da sieht man es schon wieder
    Für dich sind 100qm für 5 Personen viel, für Vampy 120qm wenig.

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