+ Antworten
Seite 1 von 16 12311 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 301
  1. V.I.P. Avatar von Lucina
    Registriert seit
    06.01.2002
    Beiträge
    18.949

    Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    [Triggerwarnung vorweg, falls jemand anfällig ist und sich keine Angst vor der Geburt etc. machen lassen möchte. Hier werden nur Einzelfälle beschrieben, aber das kann vielleicht für manche ja schon schwer sein. Daher dann nicht weiterlesen ]

    Das Thema liegt mir am Herzen, weil ich mich damit aktuell viel beschäftige. Bei mir selbst gibt es z.T. medizinische Gründe für einen KS, aber eben keine 100prozentigen (das eine KH würde mich da nur mit KS gebären lassen, das andere "drängt" ein wenig in Richtung unbedingt spontan versuchen) und ich habe das Gefühl, dass der KS und seine "Vorteile" in gewissen Situationen sowie körperlichen und psychischen Konstellationen sehr totgeschwiegen wird, sowohl in meinem Umfeld als auch bei Ärzten, Geburtsvorbereitungskursen etc, was ich schade finde..aber natürlich auch verstehen kann. Es ist eben einfach eine OP.

    Ich bekomme hier im Forum mit, dass viele offen auch über "Wunsch"kaiserschnitte schreiben [Wunsch in "", weil mir ein Arzt mal sagte, das gibt es nicht so ganz richtig in Deutschland, weil sich immer ein Grund finden lässt, der das "rechtfertigt" (z.B. auch für die Krankenkasse)]. Und ich frage mich, ob einige Lust haben, zu berichten, warum sie sich dafür entschieden haben und ob sie es bereuen und wie das Umfeld und Ärzte reagiert haben und wie ihr euch gefühlt habt usw.? Einfach, weil es mich interessiert und weil ich viel solche Sprüche mitbekomme wie "das kann man sich ja vorher überlegen" (meint, wenn man keine spontane Geburt will, sollte man lieber keine Kinder bekommen) usw. was ich schade finde, da ich glaube, dass es viele gute Gründe für jeden persönlich gibt, sich so oder so zu entscheiden und man ja auch nicht jeden Grund mit jedem teilen möchte.

    Ebenso wie zum Thema: Von vornherein nicht stillen wollen/stillen "zu früh" aufgeben, weil es nicht so klappt usw. Wo lagen eure Gründe und wie ging es euch damit? Konntet ihr für euch gut damit leben oder gab es doofe Kommentare?

    Ich möchte damit nicht zum gegenseitigen Verurteilen aufrufen, sondern erhoffe mir Erfahrungsberichte ohne Angreifen, das wär mir wichtig und bisher habe ich das Gefühl, dass hier im Forum total gut mit unterschiedlichen Denkweisen bezüglich Kindern und allem drumrum ungegangen wird

    Wenn keiner antwortet, dann auch gut Mag ja nicht jeder so offen drüber schreiben. Und hier im Forum ist man ja oft irgendwie nicht so anonym wir woanders, weil sich viele kennen.. Aber vielleicht mag ja jemand
    Geändert von Lucina (29.12.2019 um 22:46 Uhr)

  2. Urgestein Avatar von Ion
    Registriert seit
    23.10.2012
    Beiträge
    8.560

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Rein statistisch ist afaik der Outcome von Mutter und Kind bei einer natürlichen Geburt besser als der bei einem KS, das heißt aber natürlich nicht, dass es nicht bei gewissen Risikokonstellationen immer noch so ist. Der Stillstart kann auch schwieriger sein, oft gibt es einen späteren Milcheinschuss usw.

    Ich hatte selbst zwei (ungeplante) KS und bin da zwei Mal sehr verschieden rausgekommen, einmal habe ich Wochen gebraucht, um wieder fit zu werden, einmal war ich nach wenigen Tagen wieder auf dem Damm (musste ich auch, Baby war ein Frühchen und ich bin 3x tgl ins KH gefahren). Beide Kinder haben keine spürbaren Nachteile durch die Kaiserschnitte.
    Was ich nicht noch mal haben wollte ist das volle Programm aus Wehen bis zur vollen Muttermundöffnung und dann erst den KS, vielleicht lag es auch mit daran, dass ich so lange nicht fit wurde. Beim 2. Kind stand die Entscheidung für den KS schnell.

    Was andere Leute zu meinen Geburten sagen, geht mir ganz weit am Hintern vorbei. Geburten sind kein Wettbewerb, wer am meisten Schmerz aushält (und nur die Mutter liebt ihr Kind richtig!!1). Und ein KS ist mitnichten schmerzfrei, da hat man den „Spaß“ halt hinterher.

  3. Ureinwohnerin Avatar von sora
    Registriert seit
    16.06.2010
    Beiträge
    30.634

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich hatte einen ungeplanten Kaiserschnitt (über 48h nach Blasensprung) und einen geplanten.

    Der zweite war schon ein bisschen ein "Wunschkaiserschnitt", andere hätten sich wahrscheinlich unter den selben Voraussetzungen anders entschieden. Ich hatte halt "Zustand nach Sectio" und dazu ein sehr groß geschätztes Kind. Die Klinik hat mir zur Sectio geraten, aber mich nicht gedrängt. Unter der OP hat sich dann gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war.

    Schmerzen hatte ich in beiden Fällen nicht groß, aber ich war anfangs sehr unfit (Kreislauf etc). Ob das bei einer natürlichen Geburt nicht genauso gewesen wäre, weiß ich aber natürlich nicht. Sich frisch operiert um ein Neugeborenes kümmern zu müssen, finde ich persönlich jedenfalls nicht so schön.

    Stillen ging in beiden Fällen, im zweiten Fall kam der Milcheinschuss schon an Tag 2 nach der Geburt.

    Ich möchte noch zu bedenken geben, dass man ggf. nach einem Kaiserschnitt Probleme bei weiteren Schwangerschaften/Geburten haben kann. Ich müsste wegen meiner zwei vorangegangenen Kaiserschnitte auf jeden Fall beim 3. Kind wieder einen haben und vermutlich müsste das Kind ein paar Wochen vor ET geholt werden, um die Narbe nicht überzustrapazieren. Ist für mich mit ein Grund, ein 3. Kind wohl auszuschließen. Das wäre für mich schon ein Argument gegen einen echten, nicht notwendigen "Wunschkaiserschnitt" (aber kein Totschlagargument).
    Geändert von sora (29.12.2019 um 15:59 Uhr)

  4. Ureinwohnerin Avatar von DieKathi
    Registriert seit
    31.10.2002
    Beiträge
    20.507

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich habe beide Kinder nicht gestillt.
    Weil ich es so wollte.
    Beim ersten hatte ich einen Schwangerschaftsdiabetes und mir wurde von allen Seiten gesagt, ich sollte stillen. Für mich war der Gedanke ans Stillen schon immer komisch, aber ich habe es dann versucht. Sie haben mich und mein Baby in der Klinik nach langer Wehenzeit und einem Kaiserschnitt dann aber leider „vergessen“ - ich selber war viel zu fertig und vollgepumpt und hab es auch vergessen und wir haben das erste Mal gestillt nach ca 7 oder 8 Stunden. Mit Stillhütchen. Das fühlte sich ok an, aber es wurd im KH immer schlimmer und jede Schwester/Hebamme, die rein kam, hatte was auszusetzen und es war nur noch Terror und er ist nicht satt geworden, ich hab es noch 2 Wochen zuhause versucht und dann sein gelassen - Milcheinschuss hatte ich keinen.
    Beim 2. Kind wollte ich es wieder versuchen. Das klappte bis zum Milcheinschuss nach 2/3 Tagen auch sehr gut. Dann nicht mehr, weil mir wirklich jeder Quadratzentimeter meines Körpers weh tat und ich mich gar nicht mehr bewegen konnte - ich hatte zusätzlich schwere Verletzungen- und ich wusste, dass ich die Milch schnell los werden konnte und damit auch den Schmerz und habe dann abgestillt.
    Ich bin über beide Entscheidungen froh, weil es nie schön war. Vllt wäre es das geworden. Aber meine Tochter ist jetzt 15 Monate alt und trinkt immer noch hauptsächlich Milch und wenn ich mir vorstelle, dass die aus meiner Brust käme, werde ich unglücklich und fühle mich beklemmt. Es ist also alles genau richtig. Für mich!
    Nina (08:22 PM) :
    als intoleranter mensch muss man nix erklären *find

  5. Senior Member Avatar von babyface
    Registriert seit
    03.03.2006
    Beiträge
    6.283

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich hatte beim ersten Kind jetzt einen mehr oder weniger geplanten KS aus medizinischen Gründen (Baby hatte sich nicht gedreht und mein Becken war trotz klein gemessenem Baby zu schmal für eine natürliche Geburt - war dennoch ein Not-KS, da ich am Tag vor dem geplanten KS Wehen bekommen hab). Übrigens fand ich nicht nur die Wochen danach, sondern auch die OP selbst alles andere als easy, mir hat es trotz Betäubung weh getan, wie die da 20 Minuten in mir rumgezogen und gedrückt haben, und dass viele Frauen sich während der OP übergeben, hatte man mir auch nicht vorher gesagt und hat in dem Moment dann nicht unbedingt zu meinem Wohlbefinden beigetragen (O-Ton: "Oh, ja, die haben grad die Gebärmutter raus geholt, da kommt das öfter vor").
    Die Ärzte schienen eindeutig für eine natürliche Geburt zu sein und haben es meiner Meinung nach ein wenig übertrieben mit der guten Absicht, mir das zu ermöglichen. Da wir anfangs eine natürliche Geburt trotz Steisslage in Betracht gezogen hatten und dies erst aufgrund des zu schmalen Beckens ausgeschlossen hatten, haben die Ärzte dann noch auf dem Not-OP-Tisch gesagt, wir versuchen es doch noch mit einer natürlichen Geburt, da der Muttermund ohnehin schon mehr als nötig geöffnet und die Fruchtblase geplatzt war. Also haben sie mich zurück in den Kreisssaal gekarrt mit der Ansage, sie wollten mir meinen Wunsch erfüllen. Tatsächlich war das in dem Moment aber eigentlich gar nicht mehr mein Wunsch, ich hatte zu viel Angst, dass das Baby stecken bleibt und ihm etwas passiert und wollte auch eigentlich nur noch, dass es vorbei ist. Aber in dem Moment habe ich es nicht geschafft, zu meinem Bauchgefühl zu stehen und das dann auch durchzusetzen. (Dass es dann doch noch der KS geworden ist, lag daran, dass das Baby nicht weit genug herabgesunken ist.)

    Durch den ersten KS kann es zwar sein, dass ich bei einem zweiten Baby auch einen bräuchte, muss aber nicht, daher würde sich in dem Fall durchaus die Frage stellen. Trotz der Schmerzen beim ersten Mal tendiere ich ein bisschen zu einem zweiten KS, sollte ich noch ein Kind bekommen. Mir machen die ganzen Risikofaktoren Angst, die man dann doch nicht alle vorher sehen kann. So stellt zB angeblich das schmale Becken bei einer normalen Geburt (also mit Kopf voran) kein Problem dar, aber mir ist bei dem Gedanken durchaus unwohl. Auch, dass bei der ersten Geburt dann beim KS festgestellt wurde, dass das Baby die Nabelschnur gleich zwei Mal um den Hals gewickelt hatte, macht mir Angst.
    Allerdings sieht mein Mann das nicht so und fänd eine natürliche Geburt schöner. Er sagt zwar, er würde mir dieses "einmalige" (naja, Ihr wisst, was ich meine ) Erlebnis wünschen, aber ich habe den Eindruck, dass ER eine natürliche Geburt besser fände, also für sich, nicht für mich.
    1. Seien Sie vorbereitet!
    2. Werden Sie nicht panisch!
    3. Haben Sie einen Plan!



  6. Ureinwohnerin Avatar von sora
    Registriert seit
    16.06.2010
    Beiträge
    30.634

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich fand die erste OP übrigens gar nicht schlimm, die zweite ziemlich heftig, aber da lief auch nicht alles glatt und dauerte länger als geplant. Aber mit der Erfahrung der ersten Sectio hatte ich mit der Vorstellung, das noch mal zu erleben, keine großen Probleme.

  7. Regular Client Avatar von blauer_Engel
    Registriert seit
    10.03.2013
    Beiträge
    3.755

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich hatte beim 1. Kind einen geplanten KS (mit Indikation), das zweite Kind habe ich spontan entbunden. Sollte es jemals ein 3. Kind geben, möchte ich auf jeden Fall einen KS (Weiß nicht, ob das dann als Wunsch-KS zählt). Seit der spontanen Entbindung bin ich so zerstört, das will ich auf keinen Fall noch weiter verschlimmern. Dass das so lang anhaltende (bzw. vermutlich irreversible) Schäden hervorrufen kann, war mir so nicht bewusst. Und das, obwohl das Kind nicht besonders groß war (33cm KU, ca. 2500g) und die Geburt ohne Komplikationen verlief.
    Zusätzlich fand ich es schrecklich (so ungefähr stelle ich mir Noro vor, nur dass es zusätzlich noch sau weh tut).
    Ich bin einfach nicht so leidensfähig und kann die Entscheidung für mich gut vertreten. Mit der PDA ging es dann aber super, auch diese krasse Übelkeit/Erbrechen war weg. Aber die Langzeitwirkung leider nicht.
    Bitte nicht zitieren.

  8. Alter Hase Avatar von Bibliophilia
    Registriert seit
    04.07.2011
    Ort
    Ruhrgebiet
    Beiträge
    7.256

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich habe beim 2. Kind das Stillen nach 2 Tagen aufgegeben.

    Wusste vom 1. Kind, dass sich der Anfang schwer gestalten kann, hatte schon eine Milchpumpe parat und war gut vorbereitet aufs Stillen.

    Die Kombination aus nicht mal 1,5-jähriges Erstkind mit akuter Mamaphase plus Neugeborenes war mir dann schnell zu hoch.
    Als ich am 1. Abend das große Kind 2 Stunden einschlafbegleitet habe und mein Mann währenddessen mit dem hungrig schreienden Baby vor der Tür rumgetigert ist, habe ich ihm zugerufen, er möge doch bitte endlich das Geschrei abstellen und ne Milch machen.

    Als ich am Tag danach keine Ruhe zum Stillen hatte, habe ich aufgegeben und es auch nicht bereut.

    Bin viel auf Unverständnis gestoßen (vor allem bei bym tatsächlich).
    Meine Hebamme wollte auch die Wochenbettdepression mit dem Mangel an Stillglückshormonen erklären.
    Andere haben zu bedenken gegeben, dass mein 2. Kind mir aber immer vorhalten würde (bzw. merken würde), dass ich das erste Kind mehr liebe. Schließlich habe ich dessen Bedürfnisse über die des Neugeborenen gestellt und das wäre ein NoGo (Ich glaube letzteres kam auch von bym).

    Ich stand aber zu 100% hinter der Entscheidung, deswegen war mir das alles recht egal.

  9. Addict Avatar von Jazzy Belle
    Registriert seit
    13.09.2006
    Beiträge
    2.578

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Meine Tochter habe ich per Kaiserschnitt geboren, war nicht von Anfang an geplant, habe mich aber dann ziemlich schnell dafür entschieden, als es Hebamme bzw Ärztin angesprochen haben.
    Die OP an sich war sehr entspannt, habe meine Tochter auch sehr schnell auf die Brust bekommen und das stillen lief von Anfang an.
    Ich hatte dann den Milcheinschuss vom andern Stern, so dass die Krankenschwestern und Hebammen fast aus den Latschen gekippt wären. Ich dachte halt das muss so
    Davor war ich ziemlich sicher, nicht stillen zu können oder zu wollen, da ich Berührungen der Brustwarzen sonst nicht ausstehen kann und schon ausflippe wenn das T-Shirt zum schlafen nicht eng genug anliegt und daran streift *aaaaaaaah*
    Meine Tochter hat aber scheinbar eine gute Technik
    Ich hatte nach der OP ziemliche Schmerzen, mit IBU ging es aber bald wieder. Nur aufstehen, hinlegen, Kind heben usw fiel mir echt eine Zeit schwer.

  10. Fresher Avatar von nilpferdchen
    Registriert seit
    14.10.2007
    Beiträge
    239

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich hatte bei der Geburt meines Babys einen Not-KS (in Vollnarkose und wirklich innerhalb der wohl bei Not-Secto anberaumten 10 Min., also alles auch sehr hektisch). Vorher war alles ok, ich war eine Woche über Termin, hatte normale Eröffnungswehen, PDA schon gelegt, dann gingen die Herztöne runter und bei der Öffnung der Fruchtblase kam grünes Wasser, dann gings ratzfatz.
    Ich fands gar nicht schlimm, dass ich einen KS hatte, aber ich hatte ziemlich an der Situation mit der Vollnarkose zu knabbern (Baby war dann auch noch auf der Intensiv und ich hab ihn glaub erst so 4 Stunden nach Geburt sehen können etc).
    Deshalb würde ich bei der nächsten Geburt zwar keine vaginale Geburt ausschließen, aber doch sehr schnell auf KS mit PDA pochen und das auch vorher kommunizieren und das auch gerne schon bei kleinen Schwierigkeiten oder im Vorfeld geplant falls in der Schwangerschaft Probleme auftauchen die einen KS auch nur andenkenswert machen (in der Zeit, die sie bei mir zum Öffnen der Fruchtblase gebraucht haben, hätte man die PDA noch hochdrehen können für einen KS, das ist aber nur meine Laienmeinung und das stand da auch noch gar nicht zur Debatte).

  11. Regular Client Avatar von *sternschnuppe*
    Registriert seit
    15.11.2004
    Beiträge
    4.535

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Mein 1. war ein ungeplanter KS nach Wehenbeginn durch falsche Lage. Der 2. kam spontan und hatte Ausmaße (Kopf 39), die im Nachhinein eher für einen KS sprachen. Bei der natürlichen hatte ich viel größere Stillprobleme und längerfristig Beckenbodenprobleme. Das war nach dem KS echt besser mit dem Beckenboden. Aber trotz allem war ich viel schneller fit und bin normal gelaufen, hatte nur geringe Verletzungen. Das fit werden nach dem KS war 14 Tage doof. Es tat einfach sauweh an der Narbe zu Beginn und das Versorgen des Kindes (heben, wickeln, ins Bett heben) war nahezu unmöglich.

    Jetzt kommt bald das 3. und ich weiß nicht, wie ich es bekommen soll.
    Ich hasse Wehen, ich kann die auch nicht wegatmen oder schön reden. Ich halte die nicht gut aus, weder 8 h beim 1. Kind noch 24 beim 2. ich muss spucken dabei und bin verkrampft. Presswehen 2 h fand ich noch schlimmer.
    Vieles, was für einen KS spricht. Nur die Phase danach nicht. Und die ist wahrscheinlich wichtiger..

  12. Foreninventar Avatar von ana.
    Registriert seit
    28.07.2008
    Beiträge
    45.495

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich hatte einen geplanten Kaiserschnitt, der auch termingerecht stattgefunden hat. Grund war, dass das Kind sich nicht gedreht hat.
    Da mir die vaginale Geburt eher nicht geheuer ist, und ich das lange vorher wusste fand ich das ok. Es lief alles gut, auch nach der Geburt.
    Bei einem weiteren Kind wäre mir ein Kaiserschnitt auch wieder recht.
    Stillen funktionierte hier trotz versuchen nicht und wir haben es nach 2 Wochen beendet. Letztendlich habe ich das wohl überhaupt nur versucht, weil es von überall vorausgesetzt und erwartet wurde. Ich hätte es schon beim ersten Kind lassen sollen und werde mir beim nächsten definitiv nicht mehr reinquatschrn lassen und stillen ist keine Option mehr.

  13. Urgestein Avatar von Ion
    Registriert seit
    23.10.2012
    Beiträge
    8.560

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Babyface, nach Not-KS klingt das bei dir aber nicht, sondern halt nach sekundärer Sektio?

    Die OP selbst fand ich beide Male nicht schlimm, was auch und besonders am extrem netten KH-Personal lag (und ich hatte keine Schmerzen, sonst wäre das natürlich auch anders).

  14. Stranger
    Registriert seit
    29.10.2019
    Beiträge
    8

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Zitat Zitat von sora Beitrag anzeigen
    Ich hatte einen ungeplanten Kaiserschnitt (nach Blasensprung) und einen geplanten.

    Der zweite war schon ein bisschen ein "Wunschkaiserschnitt", andere hätten sich wahrscheinlich unter den selben Voraussetzungen anders entschieden. Ich hatte halt "Zustand nach Sectio" und dazu ein sehr groß geschätztes Kind. Die Klinik hat mir zur Sectio geraten, aber mich nicht gedrängt. Unter der OP hat sich dann gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war.

    Schmerzen hatte ich in beiden Fällen nicht groß.

    Stillen ging in beiden Fällen.
    Genauso wars bei mir auch. Ungeplanter Kaiserschnitt bei Nr. 1, geplanter Kaiserschnitt bei Nr. 2 wegen der zu erwartenden Größe, geplanter Kaiserschnitt bei Nr. 3 wegen der vorangegangenen Kaiserschnitte. Kind 2 wurde zum geplanten Termin 5 Tage vorm ET geholt, Kind 3 kam 9 Tage vor dem geplanten Eingriff, der auch nur 2 Tage vor dem errechneten ET lag. Daher kann ich die Theorie mit dem "früher holen" bei Kind 3 in meinem Fall nicht bestätigen.

    Da die 1. Geburt bzw. der Abschnitt bis zur Sectio nicht so prima war, war ich wirklich froh um den geplanten Kaiserschnitt bei Nr. 2. Ich bin wirklich nicht wehleidig, aber auf eine Wiederholung hatte ich keine Lust.

    Ich war auch immer schnell wieder fit. Manchmal bissel zu schnell...

    Stillen ging bei allen dreien problemlos. Und lieb hab ich sie sowieso... 😉

    Nur von einer 4. Schwangerschaft wurde mir abgeraten. War und ist auch nicht geplant. Und wenn es dich passiert wäre, hätte es sicher auch dafür eine Lösung gegeben. Ich bin da immer ganz optimistisch...

  15. Alter Hase Avatar von *Flower*Power*
    Registriert seit
    21.02.2009
    Beiträge
    7.651

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    Ich hatte einen geplanten Kaiserschnitt, der auch termingerecht stattgefunden hat. Grund war, dass das Kind sich nicht gedreht hat.
    Da mir die vaginale Geburt eher nicht geheuer ist, und ich das lange vorher wusste fand ich das ok. Es lief alles gut, auch nach der Geburt.
    Bei einem weiteren Kind wäre mir ein Kaiserschnitt auch wieder recht.
    Stillen funktionierte hier trotz versuchen nicht und wir haben es nach 2 Wochen beendet. Letztendlich habe ich das wohl überhaupt nur versucht, weil es von überall vorausgesetzt und erwartet wurde. Ich hätte es schon beim ersten Kind lassen sollen und werde mir beim nächsten definitiv nicht mehr reinquatschrn lassen und stillen ist keine Option mehr.
    Hier ähnlich, nur dass es ein KS wurde weil sich nach Blasensprung an ET+5 nix sehr lange gar nix getan hat. Ich hatte eigentlich eh immer einen KS favorisiert, aber hab mich durch Freund und Bym und Umfeld etwas gedrängt gefühlt in „Versuch es doch wenigstens, spontane Geburt ist besser fürs Kind blablabla...“. Direkt nach dem KS hatte ich ziemlich Kreislauf und danach noch ein paar Tage Probleme mit Aufstehen und Bewegen. Aber durchs Familienzimmer hat der Freund sich um alles gekümmert und nach einer Woche konnte ich auch wieder ok laufen, nach 3 Wochen bin ich selbst Auto gefahren und hab Ausflüge gemacht. Die Narbe sieht man so gut wie gar nicht.

    Stillen hat im Krankenhaus nicht gut geklappt. Es hätte mit Stillberatung/Nachsorgehebamme vielleicht klappen können, aber es war mir einfach nicht wichtig genug. Ich fand die Freiheiten, die ich mir durch Pre „erkauft“ habe viel wertvoller.

    Ein zweites Kind wird es nicht geben. Aber wenn, warum auch immer, doch, dann nur mit geplantem KS und ohne Stillen.

  16. Senior Member Avatar von babyface
    Registriert seit
    03.03.2006
    Beiträge
    6.283

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Zitat Zitat von Ion
    Babyface, nach Not-KS klingt das bei dir aber nicht, sondern halt nach sekundärer Sektio?
    Es lief auch echt komisch, offiziell war der erste KS-Anlauf für einen Not-KS, der zweite dann nicht mehr. Man hat auch im Verhalten des Teams einen deutlichen Unterschied gemerkt. Im Kreißsaal ging es deutlich schneller voran, als die gedacht hatten, eigentlich sollte erst ein anderer KS vorgenommen werden und alle meinten nur "erstes Baby, das dauert noch". Dann untersuchte die Hebamme nochmal, stellte fest, dass die Füße schon bald rauskommen, nahm das Telefon zur Hand und eine Minute später war der Raum voller Leute. Hektisch zum OP, dort zerrten gleichtig x verschiedene Leute an mir rum und alles ging ganz schnell. Deswegen war ich auch etwas überfordert als die mir plötzlich sagten, wir könnten es ja doch nochmal im Kreißsaal probieren. Beim zweiten Anlauf zwei Stunden später waren dann alle ganz entspannt und gar nicht mehr hektisch. Insgesamt ist es also etwas komisch gelaufen...
    Sorry für das Off-Topic

  17. V.I.P. Avatar von Lucina
    Registriert seit
    06.01.2002
    Beiträge
    18.949

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Danke, dass ihr alle so offen darüber schreibt Ich finde es sooo wichtig, dass auch solche Entscheidungen mehr anerkannt werden und niemandem ein schlechtes Gewissen gemacht wird...

    Blauer Engel: Magst du mal genauer berichten, was da bei dir beckenbodenmäßig alles "kaputt" war? Gerne auch per PN, falls du es nicht hier schreiben magst. Das ist bei mir neben der Komplikation und der damit höheren Wahrscheinlichkeit eines Notkaiserschnitts unter Vollnarkose (was ich um jeden Preis verhindern möchte) nämlich auch Thema, weil jetzt schon vorgeschädigt.... Finde es immer wichtig, auch mal diese Seite zu hören, auch wenn es bei vielen gut geht und keine größern irreversibleren Schäden eintreten...

    DieKathi: Ich bewundere es, wie gefestigt du mit deiner Entscheidung bist
    Freunde sind die Familie, die wir uns selbst aussuchen...

  18. Ureinwohnerin Avatar von sora
    Registriert seit
    16.06.2010
    Beiträge
    30.634

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Zitat Zitat von Kiriwo Beitrag anzeigen
    Genauso wars bei mir auch. Ungeplanter Kaiserschnitt bei Nr. 1, geplanter Kaiserschnitt bei Nr. 2 wegen der zu erwartenden Größe, geplanter Kaiserschnitt bei Nr. 3 wegen der vorangegangenen Kaiserschnitte. Kind 2 wurde zum geplanten Termin 5 Tage vorm ET geholt, Kind 3 kam 9 Tage vor dem geplanten Eingriff, der auch nur 2 Tage vor dem errechneten ET lag. Daher kann ich die Theorie mit dem "früher holen" bei Kind 3 in meinem Fall nicht bestätigen.

    Da die 1. Geburt bzw. der Abschnitt bis zur Sectio nicht so prima war, war ich wirklich froh um den geplanten Kaiserschnitt bei Nr. 2. Ich bin wirklich nicht wehleidig, aber auf eine Wiederholung hatte ich keine Lust.

    Ich war auch immer schnell wieder fit. Manchmal bissel zu schnell...

    Stillen ging bei allen dreien problemlos. Und lieb hab ich sie sowieso... 😉

    Nur von einer 4. Schwangerschaft wurde mir abgeraten. War und ist auch nicht geplant. Und wenn es dich passiert wäre, hätte es sicher auch dafür eine Lösung gegeben. Ich bin da immer ganz optimistisch...
    Bei mir wurde das mit der Form (?) der inneren Narbe begründet, glaube ich (ich schätze, dass die recht groß ist, weil sie große Probleme hatten, das Kind rauszubekommen, es kam letztlich eine Saugglocke zum Einsatz) - ich denke auch nicht, dass das immer so sein muss. Aber es ist halt eine mögliche Begleiterscheinung.

    Zum Thema Beckenboden: es heißt ja immer, der würde hauptsächlich unter der Schwangerschaft leiden und weniger unter der Geburt. Aber nachdem, was ich so im Umfeld mitbekomme, habe ich schon den Eindruck, dass Frauen nach einem Kaiserschnitt da deutlich weniger oder auch gar keine Probleme haben.
    Geändert von sora (29.12.2019 um 21:00 Uhr)

  19. Junior Member Avatar von Magrat
    Registriert seit
    13.02.2012
    Beiträge
    473

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Ich habe nur zwei Wochen versucht zu stillen. Mir ging es nach der Geburt psychisch sehr schlecht und ich hatte dauernd Angst, dass mein Kind zuwenig Milch abbekommt, auch weil es sehr viel geschrien hat. Demzufolge war ich immer total verspannt beim Stillen, hatte wahnsinnige Schmerzen in den Schultern, usw. Mit der Flasche konnte ich immer genau sehen, wie viel Milch getrunken wurde, das hat mir Sicherheit gegeben. Mein Mann konnte auch füttern, was mich zusätzlich entlastet hat.

  20. V.I.P. Avatar von wieauchimmer
    Registriert seit
    26.02.2008
    Beiträge
    12.650

    AW: Gründe für Wunschkaiserschnitt und/oder nicht stillen

    Zitat Zitat von *sternschnuppe* Beitrag anzeigen

    Jetzt kommt bald das 3. und ich weiß nicht, wie ich es bekommen soll.
    Ich hasse Wehen, ich kann die auch nicht wegatmen oder schön reden. Ich halte die nicht gut aus, weder 8 h beim 1. Kind noch 24 beim 2. ich muss spucken dabei und bin verkrampft. Presswehen 2 h fand ich noch schlimmer.
    Vieles, was für einen KS spricht. Nur die Phase danach nicht. Und die ist wahrscheinlich wichtiger..
    PDA?

    Ansonsten kann ich hier nicht mitreden, aber wenn es um den Wehenschmerz etc. geht, kann ich das sehr sehr sehr empfehlen. Idealerweise natürlich in einer Klinik, die das drauf haben. In „meiner“ habe ich auch sonst von allen gehört dass sie damit laufen konnten, alle Schmerzen weg waren und die Geburt gut weiterging. Die ersten 24 Stunden bin ich mit den Wehen ganz gut klargekommen, dann wurde es echt fies und ich super verkrampft, leider hat es noch drei Stunden gedauert bis ich die PDA hatte, aber ich dachte hinterher trotzdem „Kann ich nochmal machen.“
    Ich würde eine weitere Geburt definitiv wieder vaginal anstreben, trotz der Beckenbodenprobleme (ich weiß aber auch nicht inwiefern die an der Forceps lagen und überhaupt an der Geburt, die Schwangerschaft belastet ja angeblich schon den größten Teil). Wobei ich nochmal recherchieren wollte, inwiefern eine weitere vaginal Entbindung da ein Verschlimmerungsrisiko darstellt. Sectio ist für mich persönlich allerdings echt keine Alternative, die ich gern in Anspruch nehmen würde.

    Da gab es doch letztes Jahr auch so eine Initiative, dass mehr über die Risiken einer vaginalen Geburt aufgeklärt werden sollte, analog zur Sectio...hatte das einen Namen, weiß das wer? Ich weiß noch dass ich die Zahlen zu irreversiblen Schäden wie Muskelabrissen erschreckend fand.
    Geändert von wieauchimmer (29.12.2019 um 21:31 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •