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  1. Stranger

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    Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Ab wann hattet Ihr eine emotionale Bindung zu Eurem Kind? Direkt ab dem positiven Schwangerschaftstest? Nach den kritischen 12 Wochen? Oder als Ihr zum ersten Mal die Kindsbewegungen gespürt habt? Hattet Ihr das Gefühl, Ihr habt das Kind während der Schwangerschaft schon geliebt oder kam so richtige Liebe erst mit der Geburt (oder noch später)?

  2. Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Liebe: Nach der Geburt, habe ich zuerst gedacht. Heute glaube ich, schon eher, das hat sich nur anders (nämlich in Besorgnis um das Kind) ausgedrückt, als ich erwartet hatte.

    Positive Gefühle vom Schwangerschaftstest an.
    Geändert von Pinkmelon (08.01.2020 um 19:40 Uhr)

  3. V.I.P.

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Sofort ab dem positiven Test. Ich weiß gar nicht ob es in der Schwangerschaft dann wirklich mehr geworden ist, eher...realer. Ähnlich war es mit der Geburt. Deutlich stärker wurde es dann erst als ich meine Tochter mehr und mehr kennen gelernt habe, vor allem als sie dann angefangen hat aktiver mit ihrer Umwelt zu interagieren, mehr Eigenarten zu zeigen etc.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  4. Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    erster großer Schub: Als ich das Geschlecht erfahren habe. Nicht, weil das konkrete Ergebnis für mich relevant war, aber weil es die Vorstellung so viel realer gemacht hat.
    zweiter großer Schub: Komplikationen in der 31SSW. Die Angst, dass das Kind nicht mehr da sein könnte, ich ohne Kind aus der Schwangerschaft komme, dass hat viel bewegt in mir
    So richtig richtig konnte ich das aber erst begreifen, als mein Kind geboren war
    Wer lügt hat die Wahrheit immerhin gedacht. Verkauf

  5. Senior Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Während der Schwangerschaft hatte ich zwar Sorgen und Ängste um das Baby, aber es schien mir alles zu irreal. Ich konnte zB nicht mit dem Baby reden, das hat sich zu komisch angefühlt. Als ich durch ein Versehen ca. 3 Wochrn vor der Geburt das Geschlecht erfahren hab, hat das allerdings einen kleinen Schub ausgelöst, da es nun kein Alien mehr war.
    Auch nach der Geburt fiel es mir anfangs echt schwer, etwas für das Baby zu empfinden. Ich fand es süß und hab mir Sorgen gemacht und mich gekümmert, fühlte mich aber sehr leer, hab viel geweint und ich habe nicht wirklich etwas für das Baby empfunden. Die Schuldgefühle deswegen haben die Sache nicht besser gemacht. Die Kurve gekriegt und damit wohl auch gerade so einer Wochenbettdepression entkommen hab/bin ich nach etwa 3 Wochen, als das Baby anfing bewusst zu lachen.

  6. Foreninventar

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Beim ersten Baby habe ich mir zwar – genau wie babyface schreibt – von Anfang an Sorgen gemacht usw, aber wirklich als „mein Kind“ habe ich es die gesamte Schwangerschaft lang nicht so wirklich einordnen können. Und ich habe nach der Geburt auch ein paar Wochen gebraucht, um das so richtig zu registrieren.

    In der zweiten Schwangerschaft war das komplett anders. Quasi vom ersten Punkt auf dem Ultraschallbild an war sie für mich ein vollwertiges Familienmitglied und nach der Geburt war es sofort so, als wäre sie schon immer da gewesen.

    Es war, als hätte ich mit dem ersten Kind angefangen einen Mama-Muskel zu trainieren und beim zweiten Kind war dieser Muskel einfach schon vorhanden und voll einsatzfähig.

  7. Alter Hase

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Genau wie bei cyan!

  8. Addict

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Bei mir ab der Geburt. Habe in der Schwangerschaft nicht wirklich begreifen können, dass das tatsächlich ein Kind ist und mit ihm reden lag mir auch fern. Spannung, Vorfreude und so hatte ich schon und natürlich auch Sorge, dass was schiefgeht. Aber es ist für mich dennoch abstrakt geblieben. Unter der Geburt war ich dann auch so mit mir selbst beschäftigt, dass ich gar nicht viel ans Kind denken konnte. In der Sekunde, als er auf der Welt war, brach es dann schlagartig über mich herein mittels Hormonrausch. Hatte damit nicht gerechnet sondern eher mit einem allmählich Bindungsaufbau.

  9. V.I.P.

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Ein bisschen wie bei cyan, aber bei mir war es bei den weiteren Schwangerschaften auch so.

    Bei mir ist es auch so, dass die Liebe zum Kind mit der Zeit immer tiefer geht, weil ich immer mehr entdecke, was diesen Menschen alles ausmacht. Ich glaube daher kommt dieser saublöde Spruch von manchen älteren Menschen, wenn ein Frühchen oder neugeborenes gestorben ist, dass der Verlust dann noch nicht so schlimm sei, weil man das Kind noch nicht so lieben würde. Habe ich schon mehrmals gehört (nicht persönlich).
    Aber bei mir ist es tatsächlich so, dass die Liebe, die anfangs noch so diffus war und eher einem generellem, rauschhaften Verliebtsein glich nach ein, zwei Jahren langsam einer viel tiefer empfundenen Liebe gewichen ist ob diesem eigenwilligen Menschlein mit all seinen Eigenarten. Aber ich denke, da bin ich auch eher eine Ausnahme.
    Ein Arzt für die Zähne? Was kommt als nächstes, ein Anwalt für Haare?

  10. Senior Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Bei mir war es ähnlich wie bei Fr.Scheibe. Mein Mann und ich waren nach der Geburt fassungslos wie schockverliebt wir in unser Kind waren.

  11. Regular Client

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Als er mich das erste Mal anzwinkerte, direkt nachdem er auf die Welt gekommen ist, war es um mich geschehen.
    Vorher hatte ich Angst mich zu binden, weil ich bis zuletzt Angst hatte, dass etwas schief geht und ich diesen kleinen Menschen vielleicht nie kennenlerne - vor allem übrigens dank dem mich betreuenden medizinischen Personal.
    Geändert von toastbrot (09.01.2020 um 06:55 Uhr)

  12. Alter Hase

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Mir geht es ähnlich wie bällabee.

    Um das Baby im Bauch habe ich mir allenfalls Sorgen gemacht (aber auch das nicht übermäßig), ansonsten war das für mich recht irreal.
    Nach der Geburt war ich schockverliebt und völlig aus dem Häuschen, dass das tatsächlich ein echtes Baby war Jedes Mal wieder
    Aber je älter die Kinder werden, desto tiefer wird auch die Liebe.

    Ich hatte eine Fehlgeburt nach dem ersten Kind, noch vor dem ersten Ultraschall. Ich war unglaublich traurig, so traurig wie nie vorher und nie danach, aber ich habe nie gesagt, dass ich ein "Kind verloren" hätte. Ich hatte schon ein Kind, und das war für mich was ganz anderes. Wenn das lebende, schon ein paar Jahre alte Kind gestorben wäre, hätte es mich zerrissen.

  13. Urgestein

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Zitat Zitat von narzisse Beitrag anzeigen
    Genau wie bei cyan!
    Hier auch ähnlich!
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  14. Senior Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Beim ersten Kind fand ich das zunächst auch sehr irreal. Als in der 22. SSW festgestellt wurde, dass es eine seltene Fehlbildung vorliegt und ich 3 Wochen später mit drohender Frühgeburt in der Klinik gelandet bin, wurde das alles viel realer und ich hatte schon eine starke Bindung zum Kind (und sehr viel Angst). Nach der Geburt hatte ich auch diesen Hormonflash mit sofortiger übersprudelnder Liebe.

    In der 2. Schwangerschaft hatte ich vom ersten Tag an schreckliche Angst und das Gefühl, dass es nicht gut geht und als das Kind nach der viel zu frühen Geburt zum Sterben auf meiner Brust lag, habe ich es auch schon sehr geliebt. Ich glaube aber auch, wie Bällabee schrieb, dass der Verlust zu einem noch späteren Zeitpunkt schlimmer und weniger "überlebbar" gewesen wäre.

    In der 3. Schwangerschaft konnte ich mich überhaupt nicht auf das Kind einlassen, obwohl ich diesmal kein so schlechtes Gefühl hatte. Mit ging es psychisch und physisch einfach monatelang schlecht und ich habe nur gedacht "Augen zu und durch und irgendwie diese 9 Monate durchstehen". Mir tat das Baby manchmal leid, weil ich so wenig Bindung zu ihm hatte. Der Hormonflash nach der Geburt blieb da auch eher aus, ich hab echt nur gedacht: "Ich hab's überlebt, nie wieder schwanger, Gott sei Dank. Oh, ach, da ist ja das Baby, ein Glück, dass es diesmal gut gegangen ist." Es hat aber nur ein paar Tage gedauert, bis die große Liebe kam, aber irgendwie leiser und sanfter als beim Großen.

  15. Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Ich bin noch in der Schwangerschaft, aber bei mir hat es angefangen als ich Bewegungen gespürt habe. Vorher war eher Sorge da und ich wollte mich emotional auch nicht so auf die Schwangerschaft einlassen. Jetzt spreche ich schon total viel mit dem Baby und "streichel" es über den Bauch usw. Mal schauen, wie es nach der Geburt dann ist.

  16. Addict

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Der positive Test war eine Mischung aus wahnsinniger Freude und Erleichterung und dann setzte für die nächsten Wochen (bis etwa Woche 14) eine Angst ein, die ich noch nie vorher in diesem Ausmaß gespürt hatte. Das hat viele Wochen alles andere total überdeckt, mir war quasi non-stop schlecht vor Angst, dass wieder etwas schief gehen könnte. In dieser Zeit erfuhren wir dank NIPT auch schon das Geschlecht, was eine Annäherung gebracht hat, aber trotzdem waren da lange Zeit eher andere Emotionen vorherrschend als "Liebe". In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft waren es rundum positive, auch liebevolle Gefühle, aber trotzdem habe ich auf diese intensive Liebe irgendwie gewartet, von der alle berichtet haben.
    Beim zweiten Kind habe ich aber diese Liebe gleich mit der Geburt gespürt, als ich sie gesehen habe, diese zweite Geburt konnte ich auch viel bewusster und intensiver wahrnehmen.
    Die erste Tochter damals musste ich erst kennenlernen und die Bindung wurde im ersten Lebensjahr immer stärker. Wahrscheinlich hatte ich in dieser Zeit aber auch noch sehr mit meiner neuen Rolle zu kämpfen und war noch nicht richtig in meinem Mutter-Ich angekommen.
    Allgemein gesagt, bei mir hat es eher gedauert.

  17. Get a life!

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Bei beiden Kindern war es in der Schwangerschaft eher surreal, dass da ein Kind drin sein sollte. Bei der ersten noch mehr als der zweiten. In der 2. Hatte ich öfter ein schlechtes Gewissen dass es so nebenher läuft und habe mich da so innerlich öfter beim Baby entschuldigt. Bei beiden Kindern war sofort die Liebe/das Staunen/Kuschelbedürfnis da und ich wollte sie immerzu auf mir drauf haben und ich schätze das oxytocin hat dann ihr übriges getan. Ich wollte sie einfach echt immer nur halten und anschauen. Und jetzt ist es auch schon so dass die liebe zu beiden einfach immer noch größer, mehr und stärker wird. Sie sind mein absoluter Fokus im Leben, es gibt nichts Wichtigeres für mich.

  18. Alter Hase

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Den ersten Gedanken daran, dass da mehr als eine Zelle in mir rumschwimmt, die wie jeden Monat auch noch verschwinden könnte, habe ich mir tatsächlich nach den Gentestes erlaubt. Vorher war ich für mein Befinden auch nicht mit einem Kind schwanger. Das war eine Eizelle, kein Embryo und schon mal gar kein Baby für mich.

    Das hat sich dann in der 10. / 11. Woche erst geändert.

    Danach ist nicht mehr viel mit Bindung passiert bis zur Geburt. Ich habe nicht mit meinem Bauch gesprochen, kaum Sachen gekauft und selbst am Ende war der Gedanke, dass der unbequeme Alien in meinem Bauch echt ein Kind wird, ziemlich unwirklich.

  19. Junior Member

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Beim ersten Kind hatte ich Blutungen Anfang der 18. SSW und das erste Mal "Angst, etwas zu verlieren". Während der Schwangerschaft war es mehr "etwas" als "jemand" und ich hatte bis zur Geburt Sorge, mein eigenes Kind nicht zu (er-)kennen. An die ersten Lebensminuten des Kindes kann ich mich leider, leider nicht erinnern, zu überwältigend waren wohl die Gefühle. Liebe kam in den ersten Stunden mit exponentiellem Wachstum.

    Beim zweiten Kind wurde "das Baby" zu "ihm", als wir uns - diesmal vor der Geburt - auf den Namen einigen konnten und der 3-Jährige schon wie selbstverständlich von seinem Bruder L. sprach, als der noch im Bauch war. Das Zugehörigkeitsgefühl war schon vor der Geburt da. Leider habe ich das Gefühl, dass ich - aus verschiedenen Gründen - der Liebe zum zweiten Kind nicht so freien Lauf lassen kann wie beim ersten und dass die Liebe (von mir aus) viel langsamer wächst.
    Geändert von BauchSagtZuKopf (09.01.2020 um 22:31 Uhr)

  20. Newbie

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    AW: Bindungsentwicklung in der Schwangerschaft

    Eine emotionale Bindung in der ersten Schwangerschaft ab etwa 6 Woche nach dem ersten Ultraschall. Das Kind war oft im Traum präsent und ich war mir mit dem Geschlecht absolut sicher.
    Das Kind ist bis heute "sehr präsent" in allen seinen Ausmaßen und war es quasi von Anfang an.
    Beim zweiten Kind kam die Bindung wesentlich später mit der Geburt. Vorher war mehr Sorge, da viele Komplikationen.

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