Antworten
Seite 6 von 6 ErsteErste ... 456
Ergebnis 101 bis 120 von 120
  1. Urgestein

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Die Lehrerin entlassen und ein kompetentes Exemplar organisieren wird wohl schwer machbar sein. Klassen tauschen?
    Naja es gibt ja noch was vor direkt entlassen. Find es hört sich halt immer schlecht an, wenn die Leitung über Mitarbeitende "lästert" vor "Kunden*innen"..
    Weis nicht was bis jetzt gemacht wurde aber in einer 1. Klasse als Schulleitung zu sagen, man ist halt auch nicht zufrieden mit der Lehrerin hilft ja niemandem was.
    Evtl wirklich Klassen tauschen, jmd vom ref mit rein, damit zwei Personen dort sind, mit den Eltern, Lehrerin und Leitung ein krisensgespräch,...

    Ich kenn das einfach aus meinem Alltag, dass sich gerne alle raus ziehen und sagen, es sei nicht ihre baustelle/sie haben schon alles versucht usw"..

  2. Member

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Ich finde das total verständlich und bewundere deine Ruhe. Klar ist das mit dem anderen Kind tragisch, aber du bist ja keine Sozialarbeiterin oder sowas, die alles möglichst neutral sehen sollte und deren Aufgabe es ist, die Sache zu lösen, du bist Elternteil mit total verständlicher Sorge um dein Kind.
    .

  3. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Haha, wohin denn tauschen, Refs haben die nicht. Das Problem ist, dass im Winter die eigentliche, total tolle Klassenlehrerin in Rente gegangen ist. Die hatte den Jungen gut unter Kontrolle und es ging ganz gut. Die neue kam erst nach Anfragen im Schulamt, eigentlich wusste die Schulleitung bis zu den Winterferien nicht, ob die Klasse fortgeführt werden kann. Da habe ich mich schon reingehangen, weil wir mit dieser süßen kleinen Schule eigentlich total zufrieden waren. Das dumme ist, die Leiterin der Schule ist krank, hat Krebs und ist eigentlich mehr nicht da als da. Die Referendarin hat sich in die Hauptstadt verabschiedet, ein absolutes Paradebeispiel von Personalmangel. Aber dafür sind alle Hortner etc. totale Klasse. Ein tolles Team. Dann kam die neue und die taugt so gar nichts. Ich habe jetzt schon mehrfach mit ihr gesprochen und die ist für mich einfach wie ein Schaukelpferd, es geht sie alles nichts an, sie kann ja nichts dafür... bla bla. Am Anfang habe ich das sogar in Schutz genommen, weil ich verständlicherweise einräumen wollte, dass sie sich in Ruhe einarbeitet. Ach, es ist alles so kompliziert. Die Familie des Jungen steht ja unter Jugendamts-Hilfe, deshalb darf er ja auch in die Notbetreuung, aber das müsste viel weiter gehen, denke ich. Und von Ruhe keine Spur, ich platze innerlich, versuche mich aber runterzufahren denn es bringt ja nichts.

  4. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    (ich hab zwar keine kinder, aber) ich kann dich sehr gut verstehen.
    bei gewalt hört es für mich echt auf, egal ob von kindern oder erwachsenen! ich könnte das auch nicht hinnehmen.

    *nicht sehr hilfreicher, aber moralisch unterstütztender kommentar*
    .
    es war nicht alles schlecht im kapitalismus

    .

  5. Enthusiast

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    .
    Geändert von |Penny (16.06.2020 um 20:47 Uhr)

  6. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Ja, das werden wir auch machen! Es nützt ja nichts. Auch wenn ich eigentlich diese Anwalts-Eltern hasse, ich wollte nie so werden . Aber bei Gefahr für Leib und Leben hörts bei mir eben auch langsam auf.

  7. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Ich hab bisher nur mitgelesen und würd gern noch was aus Leherinnensicht dazu sagen, ohne die Erlebnisse deines Sohnes zu relativieren, richtig schlimm, dass es ihm so ergeht und er nicht mehr in die Schule will  Vielleicht ist ja trotzdem ein passender Impuls für dich dabei.
    Wenn ich es richtig verstanden habe, ging die bisherige Lehrerin im Winter in Rente und ein Ersatz kam erst ganz kurzfristig im März. Sowas ist natürlich gerade für eine erste Klasse total ungünstig, die Kinder waren ja eben erst in der Schule angekommen und hatten sich eingelebt. Gerade Kinder, die sich mit Regeln etc schwer tun, brauchen natürlich erst recht Sicherheit und Konstanten. Da kann ich mir gut und gerne vorstellen, dass die bei der neuen Lehrerin erst mal nochmal richtig „aufgedreht“ sind.
    Die neue Lehrerin hat es dann natürlich auch, genau wie ihr, ganz kurzfrsitig erfahren, dass sie jetzt diese Klasse übernimmt. Keine Ahnung wie viel Erfahrung sie mit einer ersten Klasse hat, wenn man mir jetzt sagen würde, dass ich ab nach den Pfingstferien eine übernehmen soll, wäre ich auch erst mal ganz schön am rotieren.
    Dann musste sie die Klasse ja erst mal kennenlernen und auch das neue Kollegium. Wenn die Chefin noch dazu so schwer krank ist, war sie da vielleicht auch erst mal auf verlorenem Posten. Erst mal rausfinden welche Lehrwerke verwendet werden, welche Kollegen arbeiten parallel, welchen Stoff haben die Kinder schon durchgenommen, welche Schul- und Klassen regeln gibt es und und und. Wahrscheinlich war auch nicht mal Zeit für eine Übergabe mit der ehemaligen Klassenlehrerin. Ich habe zum Halbjahr auch die Schule gewechselt und die ersten Wochen sind selbst ohne Klassleitung immer der Wahnsinn. Wenn dann noch die Rektorin fehlt geht es oft drunter und drüber, gerade bei dem eklatanten Personalmangel.
    Du meintest ja, dass insgesamt 4 Kinder „schwierig“ sind, da hatte sie die ersten Wochen sicher beide Hände voll zu tun, alle halbwegs in Schach zu halten – was ja leider wohl nicht gelungen ist.
    Ich brauche in der Regel gute 2 Wochen bis ich mir zumindest annähernd ein Bild über eine Klassengemeinschaft machen kann. Bei mir gab es tatsächlich auch schon den Fall, dass einige Eltern sich „gegen“ eines der Mädchen zusammengeschlossen haben und mir gleich zu Beginn der dritten Klasse mitgeteilt haben, dass sie ja hier die Auftreiberin wäre und ich auf die ein Auge haben sollte. Im Laufe der Zeit hat sich dann herausgestellt, dass andere Kinder sie immer ganz hinterhältig geärgert/ an den Haaren gezogen/ geschubst/ haltlos beschuldigt haben, so dass es niemand merkt und sie dann laut und aggressiv geworden ist. Der Fall liegt nach deinen Schilderungen ja nicht vor bei euch, aber das kann die Lehrerin am Anfang ja nicht wissen. Normalerweise ist es für die Lehrerin ja auch wichtig, dass ein Zusammenhalt in der Klasse herrscht und sie nicht ständig Streit schlichten muss.
    Sie hatte jetzt nur 3 Wochen „normalen“ Unterricht mit den Kindern bevor Corona kam und das ist natürlich super wenig. Und gerade ist in den Schulen sowieso Ausnahmesituation niemand so genau weiß, wie das mit den Hygieneregeln, Notbetreuung, Home-Schooling usw. weitergeht und alles super aufwändig zu organisieren ist.

    Was ich sehr kurios finde ist, dass es in der Notbetreuung auch zu Übergriffen kommt. Bei uns dürfen die Kinder da nur mit 1,50 Abstand allein am Platz sitzen und haben überhaupt keine Gelegenheit für Körperlichkeiten. Ist das bei euch anders?
    Normalerweise kenne ich es nämlich so, wie schnaegs schon vorher geschrieben hat, dass es zu Auseinandersetzungen eher vor und nach der Pause oder in der Sportumkleide oder so kommt.

    Bevor ich zum Anwalt gehen würde, würde ich der Klassenlehrerin (am besten schriftlich) nochmal sehr klar die Lage darlegen und was du erwartest. Schulamt und Co erwarten bei solchen Fällen oft einen „Beweis“, dass du den Versuch unternommen hast, die Lage mit der Lehrkraft zu klären.
    Ich wünsche deinem Sohn alles Gute und dir viel Kraft und gute Nerven
    Schade, dass es soweit gekommen ist.

  8. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Klar, die Regeln gelten auch hier. Aber der Junge hält sich halt nicht dran. Er steht mitten im Unterricht/Betreuung auf, läuft zum Tisch eines anderen Kindes rüber und verdrischt ihn. Wenn er so einsichtig wäre, die Corona-Regeln einhalten zu können, wären wir sicher etwas weiter...

    Also Beweise habe ich mittlerweile an E-Mails genug. Das ist nicht das Problem. Die anderen Eltern haben ja auch schon viele Briefe etc. geschrieben. Es ist eben einfach nicht so, dass an einer Straßenecke ein Lehrer warten würde.

  9. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von Mohrrübe Beitrag anzeigen
    Klar, die Regeln gelten auch hier. Aber der Junge hält sich halt nicht dran. Er steht mitten im Unterricht/Betreuung auf, läuft zum Tisch eines anderen Kindes rüber und verdrischt ihn. Wenn er so einsichtig wäre, die Corona-Regeln einhalten zu können, wären wir sicher etwas weiter...

    Also Beweise habe ich mittlerweile an E-Mails genug. Das ist nicht das Problem. Die anderen Eltern haben ja auch schon viele Briefe etc. geschrieben. Es ist eben einfach nicht so, dass an einer Straßenecke ein Lehrer warten würde.
    Ok, bei uns müssen Kinder, die die Regeln nicht einhalten abgeholt werden. Wie das natürlich ist, wenn die Familienverhältnisse schwierig sind und das JA involviert ist, ist die nächste Frage.

    Dass du schon viele Mails geschrieben hast, hatte ich so nicht verstanden, ich würde glaub ich trotzdem die Lehrerin und Rektorin (bzw. deren Vertretung) ein letztes Mal ‚warnen‘, dass du rechtliche Schritte ergreifen wirst, wenn dein Kind nicht adäquat geschützt wird.
    Zur Not muss halt der Junge erst mal im Rektorat oder Sekretariat allein betreut werden, bis sich eine andere Lösung erarbeiten lässt.

  10. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Ja, es ist viel passiert in den letzten Wochen. Ich habe jetzt hier auch nicht alle Details aufgeschrieben. Ich habe auch beobachtet wie sich die Eltern in den sozialen Medien geäußert haben zur Corona-Krise (FB-Kommentare etc.). ALleine wenn man das liest, weiss man was da los ist.

    Der Junge hält sich an keine Regeln. Wie genau er aber betreut wird, erfährt man nicht. Datenschutz ist auch immer richtig, aber ich kann euch eben deshalb keine Erklärungen geben. Das ist ja das, was uns Eltern so frustriert, wenn man wüsste x, y, und z würden durchgeführt, aber man erfährt es eben nicht... Aber am Ende ist es ja auch egal: ich muss mich um mein Kind kümmern und sein Seelenheil ist gerade maßlos gefährdet (von meinem sprechen wir schon gar nicht mehr).

  11. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Dann würde ich wirklich der Lehrerin und Rektorin/Vertretung direkt schreiben, dass sie im Laufe der nächsten Woche eine Lösung finden sollen dein Kind vor Übergriffen zu schützen und du ansonsten rechtliche Schritte unternehmen wirst.
    Wie schon geschrieben wäre ja sowas wie Einzelbetreuung des Schülers im Sekretariat als ‚erste Hilfe‘ Maßnahme sofort umsetzbar, gerade jetzt wenn noch nicht alle Lehrer*innen im normalen Unterrichtsbetrieb eingesetzt sind.

  12. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von Jazzy Belle Beitrag anzeigen
    Wie schon geschrieben wäre ja sowas wie Einzelbetreuung des Schülers im Sekretariat als ‚erste Hilfe‘ Maßnahme sofort umsetzbar, gerade jetzt wenn noch nicht alle Lehrer*innen im normalen Unterrichtsbetrieb eingesetzt sind.
    Wie meinst du das? Soll die Sekretärin sich um das Kind kümmern oder meinst du ein Lehrer mit Freistunde beaufsichtigt das Kind 1:1 im Sekretariat?
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  13. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Haha, eine Schule mit 8 Lehrern, die Ihre Klassen gerade in x Gruppen aufgeteilt hat, hat Platz und Zeit für 1:1 Betreuung. Sorry, da muss ich mal lachen .

    Ich denke, gerade in der aktuellen Situation ist es noch viel viel schwieriger einen sinnvollen Ansatz zu finden. Bisher hat sich eine Lehrerin tatsächlich um die benachteiligten Schüler gekümmert, sie extra und seperat unterrichtet. Dies fällt nun aber aus Raum- und Personalgründen aus.

    Nach dem Vorfall gestern, wurden zumindest sofort die Eltern informiert und sie mussten ihn abholen. Ob das Elternhaus ihm aber irgendwie vermittelt, was er da gerade angestellt hat, wage ich zu bezweifeln.

  14. Foreninventar

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Wie meinst du das? Soll die Sekretärin sich um das Kind kümmern oder meinst du ein Lehrer mit Freistunde beaufsichtigt das Kind 1:1 im Sekretariat?
    In extremen Ausnahmefällen sitzen bei uns schonmal einzelne im schulleitungsbüro und werden dort persönlich beaufsichtigt.
    In akuten selbst-/ oder fremdgefährdungssituationen, bis Polizei oder Eltern kommen.

  15. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    In extremen Ausnahmefällen sitzen bei uns schonmal einzelne im schulleitungsbüro und werden dort persönlich beaufsichtigt.
    In akuten selbst-/ oder fremdgefährdungssituationen, bis Polizei oder Eltern kommen.
    So hatte ich es gemeint.
    Ist natürlich keine Dauerlösung, aber halt eine erste Hilfe Maßnahme wenn ein Kind andere so sehr gefährdet.

    Schade, dass du darüber ‚lachen musst‘, Mohrrübe, ich hatte lediglich versucht konstruktive Ideen einzubringen.
    Ich denke alle Schulen sind vom Personal hier an der Grenze, aber trotzdem gibt es bei uns zum Beispiel eine Reli- oder WG-Lehrerin, die gerade ihre Gruppe nicht unterrichten darf und im Home Office ist. Oder eben zur Not mal die Verwaltungsangestellte wenn gerade keine Schulleitung im Büro ist.
    Keine Ahnung, wie eure Schule die Notbetreuung und den Wiedereinstieg in den Unterricht organisiert.

  16. Foreninventar

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Übrigens sowohl „auf eine Förderschule wechseln“ als auch „von der Schule fliegen“ sind langwierige Verfahren, in denen bestimmte Schritte, Fristen und Regeln eingehalten werden. Nichts davon geht einfach so plötzlich, zum Glück. (Mein wissen bezieht sich nur auf nrw)

    Ohne Antrag auf förderbedarf (erfolgt zu einem festen Zeitpunkt im Jahr) kein Gutachten, Aufnahme an einer Förderschule nur wenn nach Gutachten ein förderbedarf vorliegt. Um von der Schule verwiesen zu werden müssen vorher verschiedenste pädagogische und ordnungsmaßnahmen stattgefunden haben, eine entsprechende Dokumentation muss vorliegen. Nichts davon wird mit Außenstehenden Eltern kommuniziert, zum Glück.

  17. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Ja, das verstehe ich auch total. Sorry, ich finde das alles absolut nicht zum Lachen, aber sie finden ja eine Regelung. Die Eltern müssen ihn ja immer sofort abholen. Es ist nur eben die Frage, ob das irgendwas bringt, ihn in dieses Elternhaus zu übergeben. In der Schule wäre er viel besser untergebracht, aber dass die aktuell keine Möglichkeit haben sich um ihn zu kümmern, kann ich aufgrund der Situation gerade schon verstehen. Die Chefin ist ja kaum da, die Sekretärin hängt am Telefon und mehr Leute sind im Schulleitungsbüro eigentlich nie. Der Junge bleibt ja auch nicth sitzen.

    @ Jazzy Belle: Es tut mir wirklich leid, das war nicht ernst gemeint. Ich lache da wahrlich nicht drüber.

  18. Alter Hase

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    OT, aber ich möchte mal schreiben, wie sehr ich Deine Beiträge hier schätze, Jazzy. Ich finde, sie vermitteln einen ganz anderen Blick auf Schulverhältnisse, als man ihn aus Elternsicht sonst so hat.

    Ansonsten lese ich hier eher mit, weil wir ein ähnliches Problem haben bzw. hatten. Allerdings hat sich bei uns die Klassenlehrerin sehr gekümmert und uns ernst genommen. Mein Sohn hatte auch eher das Problem, dass er von dem Kind sehr vereinnahmt wurde und er alle potentiellen anderen Freunde im wahrsten Sinne weggebissen hat. Im Kindergarten hat sich da niemand drum gekümmert und ich verstehe die Frustration, die das auslöst, Mohrrübe. Trotzdem finde ich wichtig, dass man das Kind weiterhin als das wahrnimmt, was es ist (ein Kind eben, das für seine Handlungen nur sehr begrenzt verantwortbar gemacht werden kann) und nicht als reines Störsubjekt.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  19. Addict

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Zitat Zitat von Mohrrübe Beitrag anzeigen
    Ja, das verstehe ich auch total. Sorry, ich finde das alles absolut nicht zum Lachen, aber sie finden ja eine Regelung. Die Eltern müssen ihn ja immer sofort abholen. Es ist nur eben die Frage, ob das irgendwas bringt, ihn in dieses Elternhaus zu übergeben. In der Schule wäre er viel besser untergebracht, aber dass die aktuell keine Möglichkeit haben sich um ihn zu kümmern, kann ich aufgrund der Situation gerade schon verstehen. Die Chefin ist ja kaum da, die Sekretärin hängt am Telefon und mehr Leute sind im Schulleitungsbüro eigentlich nie. Der Junge bleibt ja auch nicth sitzen.

    @ Jazzy Belle: Es tut mir wirklich leid, das war nicht ernst gemeint. Ich lache da wahrlich nicht drüber.
    Alles gut, klang nur etwas zynisch, aber kein Wunder bei eurer Situation.
    Wenn der Junge jetzt bei Störungen immer abgeholt wird, ist ja die akute Gefahr eh erst mal gebannt, glaube nicht, dass da ein Anwalt was ausrichten kann. Die Schule kommt ja erst mal ihrer Pflicht nach und schützt die anderen Kinder.
    Dass die Lösung für alle richtig blöd ist und auch der Junge nicht davon profitiert ist natürlich klar. Für nächstes Schuljahr muss auf jeden Fall ein Konzept her und das würde ich vor den Ferien schon mal ansprechen.

    Zitat Zitat von stöckchen Beitrag anzeigen
    OT, aber ich möchte mal schreiben, wie sehr ich Deine Beiträge hier schätze, Jazzy. Ich finde, sie vermitteln einen ganz anderen Blick auf Schulverhältnisse, als man ihn aus Elternsicht sonst so hat. .
    Vielen Dank, das freut mich sehr. Es ist tatsächlich so ein bisschen meine Mission darüber aufzuklären was in der Schule im Hintergrund so abläuft und wie es den Lehrkräften so ergeht. Gerade jetzt wo in den Medien wieder krasses Lehrer-Bashing stattfindet.
    Die allerallermeisten meiner circa 200 Kolleginnen, die ich in den letzten 10 Jahren hier an den Grund- und Mittelschulen kennenlernen durfte wollen wirklich das beste für die Kinder. Ich habe vielleicht maximal 10 kennengelernt, die einfach ihren Unterricht nach Lehrbuch durchziehen, um 1 den Stift fallen lassen und dann nichts mehr von den Problemen der Kinder hören wollen.
    Ich kann aber auch gut verstehen, dass man irgendwann in diesem Schulsystem echt keine Motivation mehr hat weil einem ständig Steine in den Weg gelegt werden, alles ewig dauert und man auch, außer von den Kindern, oft wenig Wertschätzung erfährt.

  20. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: "Schwierige Klassenkameraden" - Umgang

    Jazzy. Ich finde es auch super, dass du das hier mal aus Sicht des Grundschullehrers zeigst. Danke! Aber ich schrieb ja eigentlich, dass wir sehr zufrieden mit der Schule sind, die Lehrer alle toll sind und es eignentlich total schön ist alles. Ich hatte doch gar kein Problem damit . Es ist eben nur dieses eine Problem und da wollte ich einfach nur mal Meinungen von Außenstehenden hören, weil man ja vielleicht mal noch andere Ideen erhält.

    Ich finde das Abholen des Kindes ja auch erstmal gut, aber es passiert ja immer erst NACHDEM etwas passiert ist. Es wäre doch viel besser, wenn der Junge lernen würde wie man mit Kameraden umgeht. Ich sehe das nicht unbedingt als perfekte Lösung im Sinne des Jungen an, denn er landet dann wieder bei seinen Eltern die selber keinerlei Umgangsformen haben. Besser wäre, er würde im Schulsystem irgendwie eingegliedert, dass er von den anderen profitiert und niemanden verletzt. Das wäre in einer optimalen Welt der Fall. Leider ist momentan eben nichts optimal.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •