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  1. Enthusiast

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    Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

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    Geändert von |Penny (17.06.2020 um 00:43 Uhr)

  2. Addict

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    ist doch klar, dass du jetzt geschockt bist. Vllt. lässt du es nochmal ein bisschen sacken. Generell finde ich es tatsächlich ziemlich schwierig, da ne gute Balance zu finden.
    Mein großer Sohn hat sich auch mal an nem Stück vom Fleischspieß verschluckt, der beste Freund meines Mannes hat ihn kurzerhand umgedreht und mit einem starken Schlag auf dem Rücken das Stück glücklicherweise raus befördert. Er ist allerdings auch Rettungssanitäter, ich war nur in Schockstarre . Mein Sohn redet manchmal heute noch davon und hat ne zeitlang deshalb keine Fackeln mehr gegessen oder ich musste sie sehr klein schneiden. Allerdings war er deutlich älter, dein Kind wird sich ja nie aktiv daran erinnern können. Was man wie sichern sollte sieht ja auch jeder anders. Wir haben nicht so wahnsinnig viel gesichert und den Herd zum Beispiel auch nicht, allerdings sind unsere Knöpfe oben drauf und man muss gleichzeitig drücken und drehen (Gasherd), das dauert noch bis er da dran kommen und das schaffen könnte.
    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

  3. V.I.P.

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    mein kind hat sich übelst bei schnitzen verletzt. ich kann ihm auch jahre später kein schnitzmesser geben, weil ich dann in panik verfalle. das kind schnitzt dennoch wieder.

  4. Member

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Ganz, ganz schlimme Situation, die du da erlebt hast. Ich wünsche dir, dass du das gut verarbeiten kannst.

    Mein Kind ist beinahe aus dem Fenster gestürzt. Dritter Stock auf Beton wäre es gewesen, ich musste ihn von draußen wieder reinziehen und habe ihn dabei auch verletzt. Ich denke da heute noch dran, wir haben noch heute keine Fenstergriffe. Die sind abgeschraubt und liegen auf Schränken. Die Fenster werden nur breit geöffnet, wenn ein Erwachsener es lückenlos beaufsichtigt, wenn kleine Kinder anwesend sind. Die Angst vor Höhe habe ich auf meinen Sohn übertragen, aber es ist nicht so, dass es schlimm wäre. Es ist aber auch mehr als nur Respekt.

    Man gewöhnt sich dran. Warte eine Zeit, es wird bestimmt etwas abflauen. Das Leben ist halt leider sehr gefährlich, wir haben hier mit vier Kindern einiges erlebt - fast überfahren werden beim auf die Straße rennen, Beinahe-Fenstersturz, Ertrinkungssituation (im Schwimmkurs), beinahe ersticken. Aber ich bin über die Jahre nicht ängstlicher geworden.
    Zeitweilig war es sehr anstrengend, mein 3. Kind hatte eine Phase, in der sie aus dem Nichts auf die Straße gerannt ist. Das hat jeden Weg nervlich anstrengend gemacht und man musste immer auf der Hut sein.
    Geändert von perry_moppins (24.04.2020 um 09:04 Uhr)

  5. Addict

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Ich denke, solche Erlebnisse prägen sehr und zeigen, dass da Leben ganz schnell vorbei sein kann, spiegeln einem die Endlichkeit extrem, und wenn das dann noch am eigenen Kind ist, das "noch so viel vor sich hat", ist das besonders schlimm, schlimmer als wenn es das eigene Leben beträfe, das dann wenigstens vorbei wäre und man nicht sein eigenes Restleben lang eine Schuld mit sich tragen müsste.
    Diese Ernsthaftigkeit und Endlichkeit verdrängen wir normalerweise gut und erfolgreich - zum Glück - und dann ist sie manchmal urplötzlich da, wirkt ängstigend und schockierend.
    Ich schätze, es ist tatsächlich eine Art "Gewöhnungssache", damit leben zu können, dass dem eigenen Kind grds. "jederzeit" etwas passieren könnte. Schlimm wäre es, wenn man daraus omnipräsente Ängste entwickeln würde, die sich dann auch noch aufs Kind übertragen. Ich hoffe, du konntest den ersten Schreck gut verarbeiten, jetzt durch den Wind zu sein und sein Erziehungskonzept spontan zu überdenken finde ich da völlig normal. Ich wünsche dir, dass es sich setzen kannst und du dich bald wieder unbeschwert(er) fühlen kannst.

  6. Enthusiast

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

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    Geändert von |Penny (17.06.2020 um 00:42 Uhr)

  7. V.I.P.

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Erst mal in gewisser Weise Glückwunsch dazu, dass dich das ganze nachhaltig beeindruckt hat. Seh es als Gelegenheit, mal zu überlegen, welche Gefahren, *die du beeinflussen kannst*, du beseitigen kannst. Die aus meiner Sicht ernsthaftesten sind Wasser (Teiche, Badezimmer, Verbrühungen), Autos (auch das eigene Auto, z.B. beim Ausparken Kind übersehen, Aussteigen, Kind alleine im Auto lassen), Sturz aus großer Höhe (Fenster, Balkon, bei älteren Kindern "Mutproben"), Strom (Steckdose, selten, aber gefährlich), Messer und Waffen, defekte Dinge im Haushalt (insbesondere Elektrogeräte), bei älteren Kindern dann Unfälle, deren Risiko man allerdings nur durch selbstdisziplinierte Vorbildfunktion vermindern kann.

    *Essen* ist kein Risiko. Und zwar deshalb, weil du da so lange, wie dabei Dinge wie von dir beobachtet passieren, normalerweise dabei bist. Diese Verschluckungs-Aktionen mit Blau-Anlaufen passieren üblicherweise genau im 1. und 2. Lebensjahr (wobei sich der Mechanismus im 1. und 2. Lebensjahr aufgrund der unterschiedlichen Nahrung unterscheidet) und werden danach immer seltener. Sie sind deshalb nicht lebensgefährlich, weil sie zwar lebensgefährlich sind, aber normalerweise irgendeiner der Umstehenden oder ein Nachbar, der zuhilfe geholt wird, einfach irgendwer, auf die Idee kommt, den Finger in den Mund zu stecken oder auf den Rücken zu schlagen und das Problem zu beseitigen.

    Die wichtige Botschaft: Kinder versuchen zwar ständig, sich umzubringen, und entwickeln sehr kreative Ansätze dazu, aber sie sterben insgesamt doch selten. Eine hundertprozentige Sicherheit wird man als Eltern nie bieten können. Aber es lohnt sich, sich über die Dinge zu informieren, die man beeinflussen kann.
    Geändert von bwlstudent (24.04.2020 um 10:13 Uhr)

  8. V.I.P.

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Zitat Zitat von bwlstudent Beitrag anzeigen
    Die wichtige Botschaft: Kinder versuchen zwar ständig, sich umzubringen, und entwickeln sehr kreative Ansätze dazu, aber sie sterben insgesamt doch selten. Eine hundertprozentige Sicherheit wird man als Eltern nie bieten können. Aber es lohnt sich, sich über die Dinge zu informieren, die man beeinflussen kann.
    :,-) gefällt mir sehr.

    ja. es kann immer mal was passieren.. das wird dich jetzt auch noch die nächsten paar Tage beschäftigen und dann wird es wieder besser werden.
    es kann immer was passieren leider. davor ist man nicht gefeit. das geht mit kleinen kindern sooooo schnell. aber man kann viele dinge im alltag verhindern... sowas wie kaffeetasse beim stillen etc.. gläser/tassen in die mitte stellen, so kleinigkeiten halt, die aber schlimme dinge auslösen können.

  9. Member

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Penny, nur kurz: mein kleinstes Kind ist 18 Monate alt und schiebt schon Stühle, Hocker, Beistelltische an die Fenster, um rauszugucken. Ich würde also Fenster nicht mehr unbeaufsichtigt lassen, in dem Alter lernen sie ja motorisch rasend schnell dazu.

  10. Member

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Ich hab eigentlich jeden Tag Angstmomente wenn wir vor die Tür gehen - wegen des Straßenverkehrs. Meine Tochter liebt rennen und alle fahrbaren Untersätze und es ist jedes Mal eine Gradwanderung. Leider bleibt uns im Moment durch die geschlossenen Spielplätze quasi nur das Spazierengehen/mit dem Laufrad fahren auf den Fußgängerwegen.

    Mit 2;8 hört sie leider bisher nicht zuverlässig und obwohl ich immer aufpasse, hatten wir schon gefährliche Situationen. Ich bin dadurch leider bei jedem Rausgehen total angespannt und ich freue mich jetzt schon drauf, dass das in ein paar Jahren nicht mehr so ein akutes Problem ist.

  11. Enthusiast

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    bwlstudent, ich hatte ein bisschen gehofft dass Du antwortest, weil ich Deine Antworten immer sehr kompetent und beruhigend finde Danke!
    Geändert von |Penny (17.06.2020 um 00:42 Uhr)

  12. Urgestein

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Wir haben das Laufrad längere Zeit nicht genutzt, als ich nicht 100% sicher sein konnte, das er nicht auf die Straße fährt. Es hat sich dann gegeben, inzwischen verlasse ich mich drauf, dass er nicht auf die Straße rennt/laufradelt, aber das war echt ätzend.

  13. Member

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Das wäre bei uns auch das Vernünftigste, aber es ist irgendwie die einzige körperliche Aktivität, die sie liebt und die wir ihr momentan bieten können.

    Also jogge ich hier unfreiwillig durchs Viertel und versuche so eine Art Verkehrserziehung.

  14. Urgestein

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Ich hab da durchaus auch angedroht, auf die Straße fahren/nicht auf "Stopp" hören, bedeutet Laufrad kommt für eine Weile weg. Das war dann wirksam, da er wusste, dass ich das tatsächlich ernst meine.

  15. V.I.P.

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Ich räume jetzt auch endlich mal alle scharfen Messer und sonstige Spitzen Gegenstände aus den Küchenschubladen raus. Falls L doch mal unbeaufsichtigt in der Küche ist. Wobei ich die eh mit Gitter sichern wollte (hat keine Tür), aber habe ich noch nicht und wer weiß ob sie dann nicht doch trotzdem mal drin ist und ich kurz raus gehe oder so.

    Ist es eigentlich kompliziert die Fenstergriffe gegen abschließbare auszutauschen? Das wollte ich demnächst angehen, jetzt wohl ohne Hilfe...

    Und hat noch jemand das Thema, dass nachts die Balkontür zum Lüften geöffnet ist? Das wird bei uns im Sommer wieder so sein und ich habe Sorge, dass L unbemerkt Aufstehen und auf den Balkon gehen könnte (die Tür ist direkt vor dem Bett). Wie würdet ihr das sichern? Balkonmöbel wegräumen wäre wohl schon mal gut, auch wenn ich keine Ahnung habe, wo ich die hinstellen soll (zur Not jeden Abend in den Flur...) und mir dann trotzdem nicht so richtig wohl dabei ist.

  16. Senior Member

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Fenstergriffe wechseln ist eine Sache von 2 Minuten.

  17. Addict

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen

    Und hat noch jemand das Thema, dass nachts die Balkontür zum Lüften geöffnet ist? Das wird bei uns im Sommer wieder so sein und ich habe Sorge, dass L unbemerkt Aufstehen und auf den Balkon gehen könnte (die Tür ist direkt vor dem Bett). Wie würdet ihr das sichern? Balkonmöbel wegräumen wäre wohl schon mal gut, auch wenn ich keine Ahnung habe, wo ich die hinstellen soll (zur Not jeden Abend in den Flur...) und mir dann trotzdem nicht so richtig wohl dabei ist.
    Da würde ich definitiv so ein Einklemmgitter (wie diese Treppengitter) kaufen oder (fände ich zweckmäßiger) so eine dünne Fliegengittertür mit Riegel (weil es bei mir z.B. eh Viecher und Mücken gibt)

  18. Enthusiast

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

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    Geändert von |Penny (17.06.2020 um 00:42 Uhr)

  19. Addict

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Kindersicherung für alle Arten von Türen, sowas ist wohl das bekannteste, gibts aber auch in hübscher und pricier.

  20. Regular Client

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    AW: Als Eltern mit gefährlichen Situationen psychisch umgehen

    Mir hat es auch geholfen, eine Liste zu machen, was ich daheim beachten muss.
    Da wir gerade saniert haben, konnten wir einiges Bauseitig berücksichtigen.
    Wir haben darauf geachtet:
    - alle Fenster abschließbar, Dachfenster mit Obenbedienung und daher leider nur Kipp statt Kipp Schwenk
    - alle Steckdosen mit integriertem Shutter (Kindersicherung, die die Steckdose nur freigibt, wenn parallel 2 Stäbe, also wie bei einem Stecker, eingeführt werden)
    - in der Küche schon Kindersicherungen für Messer und Putzmittelschublade (wir haben solche Magnetsicherungen, die jetzt schon angebracht aber deaktiviert sind, solange unsere Tochter noch nicht im Lernturm ist oder so. Die Aussparungen wurden aber bei den Besteckeinsätzen eben jetzt schon reingesägt)
    - Wasserkocher so in einem tiefen Eck, dass auf keinen Fall das Kabel runterhängen kann (haben wir auch eingerollt) (gilt generell für alle E-Geräte)
    - Treppenschutzgitter und Kaminschutzgitter
    - Regale, Kommoden usw an der Wand anschrauben
    - gegen einklemmen: Türkeile; gegen einklemmen in den großen unteren Küchenschubladen: einfach eine Dose hinten reinwerfen so dass die Schublade nicht mehr ganz schließt
    - Anti-Rutsch-Streifen für die Treppen (aufgeklebt oder eingelassen)
    - Nummer vom Giftnotruf an der Pinnwand (laut unserem erste hilft Kurs Leiter kommt bei diesen anrufen wohl meistens raus, dass es harmlos ist, wenn sind es die Medikamente, die sind bei uns deswegen auch ganz oben in der Kommode)

    Generell war unser 1. Hilfe Kurs super und ich hab mir viel gemerkt
    Janko von Ribbeck, uber 20 Jahre Erfahrung mit Kindernotfallen
    Der gibt glaub ich auch online Kurse und hat ein Buch.
    Geändert von Jazzy Belle (27.04.2020 um 00:11 Uhr)

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