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  1. Regular Client

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Ja, man darf nicht vergessen, dass individuelle Entscheidungen immer noch in einer patriarchalen Gesellschaft getroffen werden. Letztendlich ist das alles nicht ausgewogen oder fair und die Gründe warum Väter wenig Elternzeit nehmen oder sonstig involviert sind oft nur Scheinargumente die sich umdrehen sobald doch mal die Mutter mehr verdient.
    Naja, ich als Frau hatte die ganze Sch*** (+die Folgen) der Schwangerschaft an der Backe. In meinen Augen hab ich da schon mehr Anrecht über die nächsten Monate zu bestimmen.
    Ich hab deutlich mehr verdient als mein Partner, trotzdem hab ich deutlich mehr bezahlte EZ genommen als er (insgesamt schöpfen wir beide die komplette EZ von 6 Jahren aus).


    Mich ums Auto oder den Garten zu kümmern, da hab ich einfach keine Lust zu. Ich persönlich finde den normalen Alltag schon anstrengend genug, da muss ich mir nicht noch zusätzlich Nervkram aufbürden.

  2. Get a life!

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir zu, dass es sicher staatliche Maßnahmen geben könnte, die das Ganze vereinfachen.
    Auch dass es von den Einkommensverhältnissen insgesamt abhängt, ob TZ/EZ in Frage kommt, ist ja klar.
    Aber ab wann man davon spricht, dass es finanziell "nicht anders geht" ist halt schon eine Frage des Blickwinkels und der Prioritäten und ich wage zu behaupten, dass es für die allermeisten Akamdemikerfamilien mit mittleren Einkommen auf jeden Fall ginge.
    Es heißt ja oft, heutzutage könnten im Unterschied zu früher Familien nicht mehr von einem Gehalt (was ja auch 50/50 oder 70/30 oder sowas bedeuten könnte) leben, aber tatsächlich gab es vor einiger Zeit mal eine Studie, die belegt hat, dass die Lebenshaltungskosten nicht stärker gestiegen sind als die Löhne, dieses Gefühl "ein Gehalt reicht nicht" also eher aus einem gestiegenen Lebensstandard resultiert, den man halten möchte mit oft mehreren Urlauben, tw. auch Fernreisen pro Jahr, x technischen Geräten pro Haushalt, oft auswärts essen oder bestellen usw. Während die Babyboomer halt die Möbel von den Eltern übernommen haben, zwanzig Jahre lang die gleiche Glotze und die gleiche Stereoanlage hatten, zwei Mal im Jahr essen gegangen sind und einmal im Sommer für drei Wochen auf den Campingplatz nach Italien.

    Und ein Lebensstil, in dem ein Elternteil immer VZ arbeitet, zieht ja auch Folgekosten nach sich - sehr viele Familien haben inzwischen Putzhilfen, lassen sich alles bis vor die Haustür liefern usw. Eine bekannte Familie "brauchte" jetzt noch einen klappbaren Zweitbuggy mit Tragetasche, damit sie die Abholsituation im eng getakteten Alltag optimieren konnten. TZ arbeiten würde in manchen Fällen vll auch eine Alltagsorganisation erlauben, in der man ohne Auto oder nur mit einem Auto (statt zwei) klarkommt und da wieder Kosten spart.

    Also was ich sagen möchte: Das Mehr an Geld wird ja oft auch ausgegeben um das Weniger an Zeit zu kompensieren.
    Und ganz ehrlich - wir ersticken hier doch alle in Waren und Gütern, was davon braucht man denn wirklich?
    Es gibt Studienergebnisse aus der Glücksforschung, die sehr eindeutig belegen, dass ab einem gewissen Niveau an finanzieller Sicherheit ein Mehr an Geld oder Konsum keine Steigerung der Lebenszufriedenheit mehr bewirkt. Man kann sich also schon auch fragen, ob eine gleichberechtigte Aufteilung mit genug Zeit beider Eltern für die Kinder, dem Kind und der Familie nicht mehr zugute kommen als Urlaub, eine Putzfrau oder ein Aktiendepot oder was auch sonst immer Geld kostet.

    Wir werden das Ziel, unseren Lebens- und Konsumstandard hier im globalen Norden bis in alle Ewigkeit so zu halten oder immernoch weiter zu "verbessern", eh aufgeben müssen, weil wir damit entweder unsere eigenen Lebensgrundlagen vernichten (und die brauchen unsere Kinder mit Sicherheit deutlich dringender als sehr vieles von dem, was wir tagtäglich so bezahlen) oder weil doch noch rechtzeitig ein Umsteuern stattfindet.

    Insofern sind es doch genau passende Zeiten, um nochmal zu überdenken, ob wir wirklich nicht auf Einkommen verzichten können, um dadurch anderen Werten mehr Raum in unserem Leben zu geben.
    !

  3. Enthusiast

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir zu, dass es sicher staatliche Maßnahmen geben könnte, die das Ganze vereinfachen.
    Auch dass es von den Einkommensverhältnissen insgesamt abhängt, ob TZ/EZ in Frage kommt, ist ja klar.
    Aber ab wann man davon spricht, dass es finanziell "nicht anders geht" ist halt schon eine Frage des Blickwinkels und der Prioritäten und ich wage zu behaupten, dass es für die allermeisten Akamdemikerfamilien mit mittleren Einkommen auf jeden Fall ginge.
    Es heißt ja oft, heutzutage könnten im Unterschied zu früher Familien nicht mehr von einem Gehalt (was ja auch 50/50 oder 70/30 oder sowas bedeuten könnte) leben, aber tatsächlich gab es vor einiger Zeit mal eine Studie, die belegt hat, dass die Lebenshaltungskosten nicht stärker gestiegen sind als die Löhne, dieses Gefühl "ein Gehalt reicht nicht" also eher aus einem gestiegenen Lebensstandard resultiert, den man halten möchte mit oft mehreren Urlauben, tw. auch Fernreisen pro Jahr, x technischen Geräten pro Haushalt, oft auswärts essen oder bestellen usw. Während die Babyboomer halt die Möbel von den Eltern übernommen haben, zwanzig Jahre lang die gleiche Glotze und die gleiche Stereoanlage hatten, zwei Mal im Jahr essen gegangen sind und einmal im Sommer für drei Wochen auf den Campingplatz nach Italien.

    Und ein Lebensstil, in dem ein Elternteil immer VZ arbeitet, zieht ja auch Folgekosten nach sich - sehr viele Familien haben inzwischen Putzhilfen, lassen sich alles bis vor die Haustür liefern usw. Eine bekannte Familie "brauchte" jetzt noch einen klappbaren Zweitbuggy mit Tragetasche, damit sie die Abholsituation im eng getakteten Alltag optimieren konnten. TZ arbeiten würde in manchen Fällen vll auch eine Alltagsorganisation erlauben, in der man ohne Auto oder nur mit einem Auto (statt zwei) klarkommt und da wieder Kosten spart.

    Also was ich sagen möchte: Das Mehr an Geld wird ja oft auch ausgegeben um das Weniger an Zeit zu kompensieren.
    Und ganz ehrlich - wir ersticken hier doch alle in Waren und Gütern, was davon braucht man denn wirklich?
    Es gibt Studienergebnisse aus der Glücksforschung, die sehr eindeutig belegen, dass ab einem gewissen Niveau an finanzieller Sicherheit ein Mehr an Geld oder Konsum keine Steigerung der Lebenszufriedenheit mehr bewirkt. Man kann sich also schon auch fragen, ob eine gleichberechtigte Aufteilung mit genug Zeit beider Eltern für die Kinder, dem Kind und der Familie nicht mehr zugute kommen als Urlaub, eine Putzfrau oder ein Aktiendepot oder was auch sonst immer Geld kostet.

    Wir werden das Ziel, unseren Lebens- und Konsumstandard hier im globalen Norden bis in alle Ewigkeit so zu halten oder immernoch weiter zu "verbessern", eh aufgeben müssen, weil wir damit entweder unsere eigenen Lebensgrundlagen vernichten (und die brauchen unsere Kinder mit Sicherheit deutlich dringender als sehr vieles von dem, was wir tagtäglich so bezahlen) oder weil doch noch rechtzeitig ein Umsteuern stattfindet.

    Insofern sind es doch genau passende Zeiten, um nochmal zu überdenken, ob wir wirklich nicht auf Einkommen verzichten können, um dadurch anderen Werten mehr Raum in unserem Leben zu geben.
    Das finde ich einen ganz klugen und guten Beitrag. Genauso seh ich das auch!

  4. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von lorella Beitrag anzeigen
    Das finde ich einen ganz klugen und guten Beitrag.
    .

    und sonst geht es uns mit der Aufteilung wie wendo:

    Es ist völlig klar, wer mit dem Kind mal Mathe/Naturwissenschaften lernen wird und wer Deutsch/Sprachen/Gesellschafts-Fächer

    Es nervt mich zwar irgendwo, dass wir da auch so klassisch sind, aber ich hab weder Interesse daran noch Zeit dafür, das zu lernen, nur um keine klassische Rollenverteilung vorzuleben - vor allem, wenn ich nebenbei noch vollzeitnah arbeite um nicht in die Teilzeit-Mental-Load-Abhängigkeits-&-Altersarmutsfalle zu tappen

  5. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    Man kann es sicher immer wieder neu ausloten. Uns persönlich war es wichtig dass mein Partner bereits im ersten Lebensjahr substantiell involviert ist, damit sich gar nicht erst Rollen zementieren (zb die Mutter das Kind besser kennt/hinlegen/beruhigen kann oder sich mit allem möglichen besser auskennt aufgrund der Vorerfahrung), die eine spätere neue Umverteilung wieder erschweren würden.
    Das war doch auch der Ausgangspunkt dieses ganzen Teils der Unterhaltung, früh alleine mit dem Kind sein ist eine der effektivsten Maßnahmen, um langfristig sicherzustellen, dass er mehr Arbeit übernimmt.

  6. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Diese Idee von Teilzeitarbeit als grosser Problemlöser finde ich irgendwie etwas anstrengend. Glaube sofort, dass das für manche funktioniert, aber es ist eben eine Idee aus einer sehr privilegierten Situation und mit wenig Blick auf die Vielfältigkeit der Prioritäten, Ziele und Lebensumstände die es so gibt

  7. Foreninventar

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von warwithwalls Beitrag anzeigen
    Ich habe dann nach zehn Monaten wieder in TZ angefangen und wurde oft gefragt, ob ich so gerne arbeite. Nee, gar nicht, aber. ..
    Hm, aber irgendwie ist das doch auch so ein Punkt, den man nicht verallgemeinern kann und der bei der VZ vs TZ Diskussion, die nur danach geht, ob man es für den Konsum braucht, zu kurz kommt. Es gibt doch gerade hier einige Frauen, die gern arbeiten und gerne Vollzeit arbeiten wollen.

    Ich beziehe mich eigentlich eher auf die vorherigen Beiträge, aber an der Formulierung ist es mir irgendwie aufgefallen. Also dass das auch ein Argument sein kann.

    Bitte nicht zitieren:

    Bei meiner besten Freundin wars so, dass er den größten Teil der EZ genommen hat. Und das nicht aus übergeordneten Statement Gründen, sondern weil sie total gern arbeiten geht und er seinen Job doof findet.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  8. Get a life!

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Diese Idee von Teilzeitarbeit als grosser Problemlöser finde ich irgendwie etwas anstrengend. Glaube sofort, dass das für manche funktioniert, aber es ist eben eine Idee aus einer sehr privilegierten Situation und mit wenig Blick auf die Vielfältigkeit der Prioritäten, Ziele und Lebensumstände die es so gibt
    Es geht doch nicht unbedingt um die Teilzeitarbeit an sich. Sondern um Teilzeitarbeit vor dem Mental Load-Hintergrund. Wenn standardmäßig die Frau Teilzeit arbeitet und der Mann Vollzeit und die Frau dafür den ganzen Mental Load abbekommt, kann es aber doch eine gute Option sein, die Stundenverteilung nochmal zu überdenken.

    Genauso können ja auch beide Elternteile Vollzeit oder vollzeitnah arbeiten, und die Familienorganisation gleichberechtigt aufteilen (oder eben nicht).

    Für uns ist es (aktuell zumindest) keine Option, dass wir beide deutlich unsere Stunden reduzieren, weil wir beide (fast) Vollzeit arbeiten möchten. Für andere Paare wäre es vielleicht genau das Richtige, wenn die zusammen 60 Stunden nicht 20+40, sondern 30+30 aufgeteilt wären - auch wenn das ggf. mit gewissen finanziellen Einbußen einhergeht, das muss man halt immer individuell anschauen und durchrechnen.

  9. Get a life!

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    Hm, aber irgendwie ist das doch auch so ein Punkt, den man nicht verallgemeinern kann und der bei der VZ vs TZ Diskussion, die nur danach geht, ob man es für den Konsum braucht, zu kurz kommt. Es gibt doch gerade hier einige Frauen, die gern arbeiten und gerne Vollzeit arbeiten wollen.

    Ich beziehe mich eigentlich eher auf die vorherigen Beiträge, aber an der Formulierung ist es mir irgendwie aufgefallen. Also dass das auch ein Argument sein kann.
    Aber (siehe vorheriger Beitrag) da spricht ja in sehr vielen Fällen prinzipiell mal nichts dagegen, außer dass man sich neu organisieren und ggf. auch nochmal etwas rechnen muss.

  10. Foreninventar

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ich sagte ja, mir ging das durch den Kopf, weil es hier jetzt über mehrere Beiträge um die Frage der Notwendigkeit von VZ ging, und diese Frage nur anhand von (jeweils herunter schraubbarem) Lebensstandard und Konsum beantwortet wurde. Das greift einfach zu kurz find ich.
    «Le monde est irréel, sauf quand il est chiant.»

  11. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Ja, bei uns genauso.

    Ich denke ja auch, dass man Rollen immer wieder - je nach Situation und Lebensphase - neu einteilen kann, aber leichter wird es vermutlich nicht. Also am einfachsten ist es bestimmt für alle Beteiligten, wenn man nicht eingefahrene Zuständigkeiten wieder komplett aufbrechen und neu festlegen muss, sondern die von Anfang an so flexibel und dynamisch sind, dass man das total mühelos wenn nötig auch von Tag zu Tag neu arrangieren kann.


    Ich hab nach 8 Monaten wieder Vollzeit gearbeitet und habe mehrmals gehört, ob das denn nicht superanstrengend ist bzw. ob ich nicht traurig bin, dass ich so viel verpasse. Wenn ich geantwortet habe, dass mein Mann ja auch ein halbes Jahr lang sehr viel verpasst hat, bzw. dass mein Mann ja vorher auch Vollzeit gearbeitet hat und zuhause ein Baby hatte, wurde das immer abgetan mit "Ja, aber du bist ja die MUTTER!".
    Ausschließlich von Frauen übrigens, für meine männlichen Kollegen war das überhaupt keine große Sache bzw. vollkommen "normal", dass wir uns das so einteilen.
    Davon kann ich auch ein Lied singen. Ich gehe nach 6 Monaten wieder vollzeit arbeiten, mein Mann macht sehr lange elternzeit und wie oft ich (leider auch ausschließlich von Frauen) höre, dass sich das ja theoretisch planen lässt, ich aber bestimmt nach 6 Monaten verlängere, weil ich das dem Kind doch nicht antun kann/ich nicht will/das Kind schaden nimmt(wtf). Und von Männern kommt das nie. Wobei ich auch einfach das gefühl habe, sie "interessiert" das nicht so. Also a la: "ah schön euer System, und wie gehts sonst?"
    neu.gierig.toll.kühn

  12. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von Ally Mc Beal Beitrag anzeigen
    Bitte nicht zitieren:

    .
    Aber genau so sollte es ja (ich weiß, das ist nur sehr privilegiert möglich) funktionieren, also dass es eben nicht nach "mann kann karriere mache/verdient mehr/frau kann besser auf die kinder aufpassen" entschieden wird, sondern jedes Paar eigene Entscheidungenskriterien hat und es individuell entschieden werden kann. Das ist natürlich aktuell sehr utopisch, aber in einer Welt in der ca. 50/50 Männer/Frauen den Hauptteil der elternzeit nehmen oder beide gemeinsam, wäre es ja dann auch Wurst warum das so ist. Das eine Paar entscheidet nach Finanzen, das andere nach Arbeitslust, das dritte nach was weiß ich... aber solange wir nicht in dieser welt Leben ist es einfach keine freie Entscheidung sondern eien Entscheidung aus den partiarchalen Strukturen: Mann verdient mehr, Frau kann besser mit Kindern. Und selbst bei vielen paaren in meinem Umfeld, in denen das mit dem mehr verdienen nur bedingt so ist, leben die meisten trotzdem im klassischen rollensystem, obwohl es oftmals vorher anders "angekündigt" bzw überlegt war.
    Irgendwas ist ja immer, warum der Mann doch nur die 2 "vätermonate" nehmen kann und die Frau n Jahr zu Hause bleiben möchte.

  13. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Maritty, ja habe ich auch schon so miterlebt:

    Bitte nicht zitieren:
    Aus beim zweiten Kind macht er mehr Elternzeit (sie verdient mehr) wurde dann von seiner Seite aus: wir haben das Haus gekauft, wir brauchen mein Gehalt. Das sie mehr verdient und Bonuszahlungen bekommt, wurde ignoriert. War aber ein Fall von: ich will mich nicht mit ihm streiten.

    Bei einer anderen Freundin hat sie Karriereaussicht, er eher nicht. Sie sind im gleichen Unternehmen und die Vorgesetzte meinte, ob er nicht mehr Elternzeit nehmen könnte. Fiktiv hatte er die Jahre davor immer gesagt: ich mach dann die Elternzeit, und zocke PlayStation, du gehst arbeiten. Jetzt in der Schwangerschaft sah es plötzlich ganz anders aus?

    Eine weitere Freundin will demnächst Teilzeit wieder einsteigen, ich fragte sie ob icing auch 30/30 eine Option wäre (zumal beide Jobs es hergeben). Das war aber irgendwie nie Thema.

    Alle drei Frauen arbeiten gern und haben auch Jobs, bei denen Aufstieg möglich ist.

    Trotzdem ist am Ende wieder alles sehr traditionell.

    Bis hin zu Situationen in denen ich stellvertretend echt baff war, weil da mit einer Selbstverständlichkeit der Männer entsprechend agiert wird. Übrigens alles nette Menschen und keine Arschlöcher.

    Wir haben noch viel vor uns diese patriarchalen Strukturen los zu werden.

    Aufteilung bei meiner Kollegin übrigens: 6 Monate sie, 8 Monate er. Auch jetzt weiterhin sehr ausgeglichen und gleichberechtigt.
    Konnte man zwar bei uns wohl auch erst nicht glauben und viele waren in diesem Modus: „erstmal abwarten bis das Kind da ist.“
    Geändert von Silverbabe (24.09.2020 um 18:50 Uhr)
    I love the way you love
    But I hate the way
    I'm supposed to love you back

  14. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Was ich immer amüsant finde ist, wenn Männer das mit der Elternzeit doch nicht machen, weil sie auf einmal merken, dass der Chef es nicht gut findet oder weil sie dann eine Karrierechance vorbeiziehen lassen müssten. Wie, Elternzeit schadet evtl. der Karriere? Echt jetzt?

  15. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Bitte nicht zitieren:
    Der Freund meiner Kollegin hat den Job gewechselt. Denn seine ehemalige Chefin meinte bei dem Wunsch nach den 8 Monaten, da kannst du gleich weg bleiben.

    (Er war auch sonst wohl nicht mehr zufrieden und hat im gleichen Bereich etwas besseres gefunden. Aber ja, er hat dann nicht klein bei gegeben und gesagt: ach, wenn das so ist, mache ich das nicht.)
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  16. Ureinwohnerin

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    also mein beitrag sollte in die gleiche richtung gehen. ich wollte nur darauf hinweisen, dass es eben manchmal nicht so leicht ist, finanzielle bedenken über bord zu schmeißen und sich diesem ganzen patriachalischem system entgegen zustellen. nein, ich will die männer nicht in schutz nehmen. wo eine wille, da auch ein weg und so.

    ich habe auch eine freundin, wo der ex-partner jahrelang vorher rumgetönt hat, er würde seine verantwortung annehmen und natürlich mehr als zwei monate elternzeit nehmen. am ende war es kein einziger und sie haben sich danach getrennt.
    We are the angry mob
    We read the papers every day
    We like who we like, we hate who we hate
    But we’re also easily swayed.

  17. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Was ich immer amüsant finde ist, wenn Männer das mit der Elternzeit doch nicht machen, weil sie auf einmal merken, dass der Chef es nicht gut findet oder weil sie dann eine Karrierechance vorbeiziehen lassen müssten. Wie, Elternzeit schadet evtl. der Karriere? Echt jetzt?
    Ja. Ha ha ha. Ich habe durch 8 Monate Elternzeit wahrscheinlich drei (Jahre) Gehaltserhöhungen liegen lassen...aber na ja, der Job hat andere Vorteile bzgl. Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    (Also das dritte Jahr ist noch nicht fix, ich hoffe da geht wider Erwarten doch was - bevor dann die nächste Elternzeit kommt )
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  18. Get a life!

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Wieso das?

  19. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Mein Freund hat auch eine wichtige und lang anstehende Beförderung nicht bekommen, weil er von 40 auf 35h reduziert hat (was bei den Arbeitsergebnissen wahrscheinlich noch nicht mal auffällt). Und dann war die Verwunderung groß, dass er nach jahrelanger Loyalität ohne groß zu überlegen gekündigt und einen sehr viel lukrativeren Job angenommen hat 🤦🏼*♀️

    Bei mir selber (andere Firma, andere Branche) gab es da keine Probleme. Ich musste bloß einige Projekte absagen, weil ich nicht mehr die benötigte Mobilität habe(n will). (Das war vor Corona, jetzt Remote ist das eh hinfällig)

  20. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Wieso das?
    Weil die eher die Mitarbeiter*innen bekommen, die nicht in Elternzeit gehen/gerade waren und/oder Teilzeit arbeiten (ich arbeite jetzt 35 Stunden).

    Also sollte nicht so sein, aber wenn ich mich hier unter Müttern umhöre ist das leider nicht ungewöhnlich. Vätern wird das allerdings oft noch mehr „übel genommen“, da kenne ich auch mehrere, die deswegen den Job gewechselt haben.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

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