Antworten
Seite 20 von 21 ErsteErste ... 1018192021 LetzteLetzte
Ergebnis 381 bis 400 von 402
  1. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Hab ich doch auch geschrieben! Wie oft muss man das schreiben oder in welcher Form, damit es gilt? Es geht nur um die, die können. Wenn die es nicht machen, ist das halt ihre ENTSCHEIDUNG. Für sich und die, die nach ihnen kommen - und tw. auch für die, die weniger Wahl haben.

    Mir gut bekanntes Beispiel Klinik: Mindestens außerhalb der großen Großstädte, so auch bei uns, arbeiten da extrem viele mit ausländischen Examina und grenzwertigen Deutschkenntnissen (auch Verantwortung der Kliniken und Behörden, in Schweden z.B. wird man mit Entlohnung auf einen vertretbares Sprachniveau gebracht), das ist gefährlich und für die ist die Arbeit noch härter, ich fand mit sicherem C2-Sprachniveau und ohne Verantwortung im Studium das Arbeiten auf Englisch doch anstrengender als auf Deutsch. Wer in seinem Aufenthaltsstatus von der Anstellung abhängt, kündigt natürlich weniger schnell und wer mit B2-Sprachniveau die Notaufnahme macht, hat weniger freie Valenzen, sich zu organisieren. Umso wichtiger, dass diejenigen sich einsetzen, auflehnen, Änderungen anschieben, die es mit sehr geringem Risiken können.

    Andererseits besteht natürlich auch die Gefahr, dass die Privilegierten gehen und die Anderen zurücklassen, so dass die Bedingungen noch weiter auseinandergehen. Teilweise wird das ein Übergangsproblem sein (wobei Übergänge in trägen Systemen auch Jahrzehnte dauern können), bis sich flächendeckend andere z.B. gesetzliche Normen entwickeln. Wenn alle Ärztinnen in Deutschland arbeitszeitgesetzeskonform arbeiten würden (die meisten (müssen mit dem Vertrag) unterschreiben, dass sie darauf verzichten), würde das System, wie es jetzt ist, sofort zusammenbrechen. Also braucht es einen Übergang.
    Geändert von durga (26.09.2020 um 11:52 Uhr)

  2. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Das, was durga schreibt.


    Und ja, natürlich ist das aus einer priviligierten Position heraus betrachtet... aber das ist doch auch genau das, was die Bym-Blase (und noch mehr dieser Thread) abbildet. Hauptsächlich sehr gut ausgebildete Frauen in guten Jobs - mal mehr, mal weniger abhängig von äußeren Einflüssen, Familie, o.ä., aber alles in allem trotzdem meist so priviligiert, dass wir uns nicht alles gefallen lassen müssen, wenn wir das nicht wollen.
    Ich hatte ehrlicherweise nicht den Anspruch, für die gesamte Weltbevölkerung zu sprechen, ich hätte auch nicht gedacht, dass das tatsächlich separat zu erwähnen gewesen wäre.

    Mein Post war gar nicht mal direkt auf wieauchimmer bezogen, ihre Geschichte war eher der "Aufhänger". Aber ich finde es tatsächlich traurig, und gleichzeitig macht es mich wütend, wenn ich solche Geschichten höre (hab ich auch schon in meinem engeren Freundeskreis gehört) und die betroffenen Frauen sich nicht wehren - aus welchen Gründen auch immer.
    Diskriminierendes Verhalten gegenüber Frauen am Arbeitsplatz sollte einfach nicht so stehen bleiben, es wiederholt sich sonst einfach immer und immer wieder...

  3. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Wenn ich denken würde, ich hätte viel bessere Alternativen, wäre ich schon weg. Was natürlich privilegiert ist, ich hätte kein Problem einen anderen Job zu finden. Aber mein Job hat halt gerade sehr viele Vorteile für mich, die das aufwiegen, und ist auch ohne Gehaltserhöhung außerhalb der Tariferhöhungen gut bezahlt, goldener Käfig. Meinen Chef ändern werde ich nicht, da bin ich sehr sicher, das haben schon x Kolleg*innen versucht und dann halt gekündigt. Werde ich dann auch machen, wenn es für mich passt.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  4. Member

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Sehe ich echt anders. Verhaltensänderungen müssen von denen die diskriminieren eingefordert werden, nicht von denen, die unter Diskriminierung leiden.

  5. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ja, das auch. Wobei man auch als Diskriminierte diejenige sein kann, die das einfordert. Hilft Frauen in prekären Situationen, die ggf. nicht die Möglichkeit haben, jetzt allerdings auch nichts, wenn ich als Besserverdienende das von meinem Vorgesetzten einfordere.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  6. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Sehe ich echt anders. Verhaltensänderungen müssen von denen die diskriminieren eingefordert werden, nicht von denen, die unter Diskriminierung leiden.
    Ja natürlich. Nur müssen die ja erstmal checken, dass bestimmtes Verhalten diskriminierend ist (JA, für uns ist das klar, für die Diskriminierenden sind manche Äußerungen oder Verhaltensweisen halt leider noch immer total „normal), und dass es außerdem Menschen gibt, die das nicht einfach so zu akzeptieren bereit sind.

    Wenn als mein Chef mir eine Gehaltserhöhung aufgrund Schwangerschaft/Elternzeit verweigert, dann wäre deine Empfehlung nicht, dagegen vorzugehen, sondern drauf zu warten, dass er das selbst checkt, sein Verhalten überdenkt, mir dann doch eine Gehaltserhöhung gibt und außerdem in der Zukunft nie wieder eine andere Mitarbeiterin so behandelt?

  7. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Deswegen hab ich ja gefragt:

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Was soll man denn jetzt ganz konkret machen, wenn man keine Gehaltserhöhung bekommt?

    Und bitte realistische Vorschläge.
    Mir geht es wirklich um realistische Maßnahmen die eine Veränderung bewirken können.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  8. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Deswegen hab ich ja gefragt:



    Mir geht es wirklich um realistische Maßnahmen die eine Veränderung bewirken können.
    Ja und meine Meinung dazu ist, dagegen vorgehen wenn die Möglichkeit besteht. Ob die Möglichkeit dann total komplikationslos ist oder man die Komfortzone verlassen muss, ist natürlich nochmal was anderes.

    Nicht vorgehen wenn die Möglichkeit dazu besteht, kann ja eigentlich auch keine Lösung sein... bzw verschärft das die Problematik ja nur noch, weil es genau in die hausgemacht-Richtung geht.

  9. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Wie soll denn gegen eine nicht erfolgte Gehalterhöhung vorgegangen werden?
    Ernsthafte Frage.
    Das ist nicht so, als hätte man jetzt Anspruch darauf.

    Ich denke wir reden hier nicht von tariflichen Anpassungen.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  10. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Wie soll denn gegen eine nicht erfolgte Gehalterhöhung vorgegangen werden?
    Ernsthafte Frage.
    Das ist nicht so, als hätte man jetzt Anspruch darauf.

    Ich denke wir reden hier nicht von tariflichen Anpassungen.
    Wir sprechen doch nicht über die Gehaltserhöhung an sich. Natürlich gibt es darauf keinen Anspruch (wenn nicht vertraglich irgendetwas festgehalten wurde).

    Wir sprechen darüber WARUM eine Gehaltserhöhung für eine Mitarbeiterin verweigert wurde, während alle anderen eine bekommen haben.
    Wenn die Begründung Elternzeit lautet, dann kann dagegen natürlich (im „schlimmsten“ Fall arbeitsgerichtlich) vorgegangen werden. In den allermeisten Fällen muss es so weit vermutlich gar nicht kommen wenn man einfach anspricht was Sache ist und dass und warum das so einfach gar nicht geht.

  11. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Also hier war es ja nicht so, dass alle anderen eine bekommen (ich aber die Jahre davor immer). Vor Zeugen würde mein Vorgesetzter dann wahrscheinlich auch eher nicht sagen, dass es wegen der Elternzeit war. Hier würde ich dann wohl erstmal auf Personalrat und/oder Gleichstellungsbeauftragte zugehen, damit hätte ich es mir mit meinem Vorgesetzten aber sicherlich auch verscherzt und das wäre für mich dann auch nicht mehr so lustig, weil viel von der Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung hier auch Kulanz ist.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  12. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Sehe ich echt anders. Verhaltensänderungen müssen von denen die diskriminieren eingefordert werden, nicht von denen, die unter Diskriminierung leiden.
    Ja.
    Aber "müssen gefordert werden". Durch wen denn? WER hat denn die Möglichkeit, das wirksam zu fordern?
    Auch wirklich ernstgemeinte Frage.

    So wie ich es sehr, kann die Politik es durch Gesetze tw. erwirken, aber die müssen ja auch erstmal irgendwo herkommen.

    Konkret gleich morgen in einem konkreten Betrieb fordern kann eine Person, die gut und wichtig ist und Alternativen hat, also eine privilegierte. Damit die Forderung überhaupt erstmal (wenn auch vielleicht nicht zum ersten Mal) formuliert ist.

  13. Regular Client

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Hab den Thread jetzt komplett nachgelsen, sehr spannend!
    Wir überlegen auch gerade, wie wir es mit der zweiten Elternzeit machen werden.
    (bitte nicht zitieren)
    Ich bin in der sehr komfortablen Postion, dass ich daheim bleiben kann ohne Karriereeinschnitte zu befürchten und habe noch dazu direkt vor der ersten Elternzeit eine Beförderung bekommen, die eigentlich frühestens 4 Jahre später fällig gewesen wäre. Andererseits verdiene ich deutlich (!) mehr als mein Mann, der aber wiederum möglichst viel und lange gearbeitet haben sollte, um bessere Chancen bei der Beantragung des deutschen Passes zu haben.
    Beim ersten Kind wurde er direkt mal gekündigt, als er Elternzeit eingereicht hat Naaatürrrrlich nicht wegen der Elternzeit, nein nein. Er war leider noch in der Probezeit und wir waren zu doof die Wochen im Kalender abzuzählen und haben den Antrag zwei Tage zu früh abgegeben.
    (bitte nicht zitieren)

  14. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Und wozu, also zu welcher Einteilung, tendiert ihr?

  15. Senior Member

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Boah Jazzy, da wird mir direkt schlecht. Manche ArbeitgeberInnen sind das Letzte

  16. Regular Client

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von bella.vendetta Beitrag anzeigen
    Boah Jazzy, da wird mir direkt schlecht. Manche ArbeitgeberInnen sind das Letzte
    Ja, im Endeffekt war es Glück im Unglück da der Arbeitgeber auch in anderen Belangen nicht so toll war - Gewerbeaufsichtsamt, Zoll und Finanzamt haben sich über ein paar Hinweise sehr gefreut.
    Mein Mann hat in der gleichen Branche wieder was gefunden und einen deutlich angenehmeren Arbeitgeber.

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Und wozu, also zu welcher Einteilung, tendiert ihr?
    Haben noch keine Tendenz aber auch noch ein bisschen Zeit. Ich muss mal rausfinden, wann ich wieder einsteigen müsste, damit ich die nächste Beurteilung von meiner aktuellen Chefin bekäme - das wäre nämlich vorteilhaft.

    (Bitte nicht zitieren)
    Da wir umgezogen sind ist jetzt eine andere Ausländerbehörde für meinen Mann zuständig und er muss dort mal erfragen, wie sich Elternzeit auf das Passverfahren auswirkt.
    (Bitte nicht zitieren)

    Was schon klar ist, ist, dass wir mindestens die ersten 2 Monate gemeinsam daheim sind, im Wochenbett möchte ich mich so gut es geht ausruhen, bei Kind Nr. 1 habe ich eigentlich nur gestillt, Haushalt, kochen/ aufwärmen, einkaufen, wickeln, ... hat mein Mann gemacht.
    Da ich es wieder mit stillen Versuchen will, werde ich während der extremen Vollstill/Clusterfeeding-Zeit auch daheim bleiben, komplett abpumpen oder mir das Kind die Arbeit bringen lassen ist mir zu stressig.
    Bei mir bietet es sich immer an zum Halbjahr oder Schuljahr wieder einzusteigen, da wäre das Kind dann 6,12,18 ... Monate.

  17. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ich dachte mir gerade beim nochmal Lesen auch, ob nicht Kinderbetreuungszeiten in diese Fristen mit eingerechnet werden... eigentlich wärs ja komisch, wenn nicht, vor allem wenn es einen Elterngeldbezug gibt in der Zeit ?
    Aber wahrscheinlich ist das Recht da gar nicht so einfach, hoffentlich habt ihr dort eine Person vor euch, die sich wirklich damit auskennt.

  18. Regular Client

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Ich dachte mir gerade beim nochmal Lesen auch, ob nicht Kinderbetreuungszeiten in diese Fristen mit eingerechnet werden... eigentlich wärs ja komisch, wenn nicht, vor allem wenn es einen Elterngeldbezug gibt in der Zeit ?
    Aber wahrscheinlich ist das Recht da gar nicht so einfach, hoffentlich habt ihr dort eine Person vor euch, die sich wirklich damit auskennt.
    Doch schon, das Problem ist, dass über die Einbürgerung final die Regierung entscheidet und da steht es absichtlich seeeeeehr schwammig auf dem Infoblatt von wegen, man müsse ohne Hilfe vom Staat seinen Lebensunterhalt und den der Angehörigen sichern können, aber ohne z.B konkrete Hinweise ob es sich dabei nur um Leistungen nach SGB xy handelt.
    Die ehemalige Sachbearbeiterin meinte, dass es insgesamt extrem undurchsichtig ist und sie auch null Einblick hat und oft Entscheidungen nicht nachvollziehen kann.
    Wahrscheinlich wird mein Mann am Ende eh einen Anwalt brauchen, da wir auch mit seiner Botschaft schon Ärger hatten.

  19. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Aha, das klingt alles sehr dehnbar und wird dann wahrscheinlich jeweils nach Gusto oder nach Tagesform oder was auch immer der bearbeitenden Person ausgelegt
    Spielt die Tatsache, dass theoretisch ja du euren Familienunterhalt sichern kannst, eigentlich auch eine Rolle? Oder ist das dabei vollkommen irrelevant?

  20. Regular Client

    User Info Menu

    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Bei den ingesamt 57 einzureichenden Unterlagen sind auch alle zu meiner kompletten finanziellen Situation dabei, da wir verheiratet sind. Inwiefern da was auf welche Weise berücksichtigt wird, wissen wir leider nicht.
    Corona-bedingt gab es jetzt lange keine persönlichen Termine in der Behörde bzw. nur ‚dringende‘ Fälle, mal sehen ...

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •