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  1. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ach ja, das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Das sieht dann natürlich schon wieder anders aus.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  2. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    er kauft ein, was jetzt bei Corona ziemlich reinhaut und mich sehr entspannt. normalerweise bringt er die Kinder in die Kita, ich hole sie ab. wir bringen gemeinsam ins Bett, morgens mache ich sie an Home Office Tagen fertig, wenn ich in Gericht oder zur AG fahre, macht er alles kindbetreffende morgens allein. kochen ist ausgewogen, ich eher etwas öfter den kinderkleinkram, er eher richtig schön am Abend oder Wochenende. ich mache die ganze Wäsche (mag ich), er kümmert sich um alles, was mit Müll zu tun hat. und so weiter. beim aufräumen und putzen finde ich es unausgewogen, aber habe wenig Hoffnung, dass das noch besser wird. mit dem Rest bin ich aber ziemlich zufrieden
    πάντα ῥεῖ


    und jedem anfang wohnt ein zauber inne
    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


    winter is coming

  3. Stranger

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von lady milford Beitrag anzeigen
    Danke für die klaren Worte, das werde ich versuchen zu beherzigen. Ich bin da wahrscheinlich auch anders erzogen, habe immer gehört, dass ich die Zeit verschwende und nicht nutze, wenn ich nicht aufräume, Sport mache, musiziere oder mich sozial engagiere. Da geht dann direkt mein innerer Erzieher an und sagt "Sei nicht so faul und passiv!" .
    Gut, aber das ist ja ein Punkt, in dem du vielleicht auch ein bisschen was von ihm lernen kannst.
    Dieser ständige Drang, immer was machen zu müssen, ist ja auch eine Schwäche, auch wenn das meistens anders gesehen und mit Fleiß, Ehrgeiz und Disziplin verbunden wird.

    Grundsätzlich kann ich dein Problem aber schon verstehen, gerade wenn man selber in gewissen Punkten sehr strikt eingestellt ist und der eigene Partner in die andere Richtung tendiert. Bei meinem Freund ist das Zeitmanagement und Pünktlichkeit. Es hat sich, nachdem es mehrfach Auseinandersetzungen deswegen gab, zwar insgesamt gebessert, aber es kommt immer wieder vor, dass er dann doch wieder später nach Hause kommt, als angekündigt und ich mit einem fertigen Abendessen auf ihn warte. Inzwischen bin ich dazu übergegangen, dann einfach zu einer bestimmten Uhrzeit alleine zu essen. Ist auch keine Ideallösung, aber sich nicht jedes Mal darüber aufzuregen, spart Energie.

    Wahrscheinlich müsstet ihr beide ein wenig an euch arbeiten, um euch sozusagen "anzunähern". Vielleicht wird die Situation entspannter, wenn es dir gelingt, ein wenig von diesem "Drang nach ständiger Produktivität" abzurücken und dein Mann es schafft, ein bisschen mehr Verantwortung zu übernehmen. Evtl. hilft euch gerade am Anfang eine klare Arbeitsaufteilung von bestimmten Routineaufgaben tatsächlich.

  4. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ich habe gerade üble Kreislaufbeschwerden und finde es deshalb schwierig, mich gut zu konzentrieren und die Beiträge hier noch mal durchzulesen, aber ich habe den Thread gestern schon gelesen und schreibe jetzt mal aus dem Gedächtnis, was ich dazu sagen wollte: Meiner Ansicht nach gibt es hier zwei verschiedene Ebenen, einmal die mit dem Aktivitätslevel und "anspruchsvollen" (Musikinstrument spielen, Sprache lernen, Rückentraining etc.) Freizeitaktivitäten und den "chilligen" Freizeitaktivitäten (auf dem Sofa sitzen/ liegen, zocken...). Da, finde ich, kannst du deinem Mann keine Vorgaben machen. Wenn er ein anderes Energielevel hat als du, anders geprägt ist, wie die Freizeitgestaltung aussieht etc., dann kann und sollte man daran nichts ändern.
    Das andere ist aber das Element von Verantwortung übernehmen und Dinge im Haushalt erledigen. Da kannst du schon 50:50 einfordern, finde ich. Ich kann dazu wiederum das Buch "Fair Play" von Eve Rodsky empfehlen.

    (Es kommt übrigens im September auch auf Deutsch raus und hat dann den blöden Titel "Auch Männer können bügeln - Mit Fair Play gehen Familie und Haushalt wie von selbst" (nach diesem Titel hätte ich das Buch nicht gekauft und es steht dort auch nirgendwo drin, dass Haushalt mit irgendeiner Methode wie von selbst geht, sondern ganz im Gegenteil, dass er viel Arbeit ist, die man sich teilen sollte.))
    כל המקומות שבהם היית
    עולמות שראית וגילית
    כל השאלות שבדרך שאלת
    לפעמים לא העזת לגלות

    אורות מהבהבים
    בשתי שניות
    חולפים חיי אל מול עיני
    קולות מזמן אחר
    הלב אומר להתעורר מהר

    אורות - אברהם טל

  5. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Dieser Thread ist schon einige Monate alt, aber ich hoffe, es ist ok, wenn ich ihn schiebe. Das Thema ist bei mir - in verschiedenen Konstellationen - auch immer wieder mal präsent. So habe ich diesen Thread auch gefunden.

    Ein Buch fand ich sehr hilfreich, um meinen eigenen Umgang mit der notwendigen (und weniger notwendigen) Organisation des Alltags zu reflektieren sowie den Umgang anderer damit: Life admin. How I learned to Do Less, Do Better, and Live More

    Sie beschreibt wie "life admin" einen unsichtbaren Zweitjob neben der eigentlichen Tätigkeit bildet, der weder entlohnt noch anerkannt wird. Das geht in die Richtung "mental load" und Rollen in Beziehungen. Am besten fand ich aber ihre Einteilung in vier Kategorien des Umgangs mit diesen Dingen und Strategien, die für die jeweilige Person jeweils hilfreich sein könnten. Im Reluctant Doer habe ich mich so dermaßen wiedergefunden

    Hier ein kurzer Einblick in Artikellänge.
    Nothing comes wrapped up in a nice, pretty bow. It's ugly. It's hard. It's messy.
    You have to fight like hell for what you want; fight to get it and fight harder to keep it.

  6. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Danke, Wärmflasche für den Input. Ich lese mit, weil es bei uns ähnlich ist und ich bin auch ein Reluctant Doer Das ist, wenn man emsig ist und ständig die Notwendigkeit sieht und auch viel macht - aber auch überfordert ist, oder?

    Bei meinen Mann kann ich nicht sagen, ob er ein Avoider oder Denier ist. Mir gegenüber "denied" er, aber insgeheim "avoided" er, glaube ich. Laut Artikel bemerkt man den Unterschied, weil die Avoider sich für die Arbeit bedanken, die der andere gemacht hat und die Denier sie gar nicht wahrnehmen / unnötig finden.
    Was ist dein Partner?

    Ich würde ihm so gerne diese Kategorien zeigen. Mir würde es sehr helfen, wenn er sich eingestehen würde, dass er mit organisatorischen und Planungs-Aufgaben ein Problem hat - wie ich das auch mache. Aber partnerschaftlich kann das, glaube ich, nicht friedlich funktionieren, oder?

    Wir werden in einigen Monaten Eltern und es zeichnet sich nochmal deutlicher ab, dass ich das Meiste an "Admin" mache.
    Beispiel:
    - Ich bemerke, dass wir so langsam mal einen Autositz fürs Baby brauchen
    - Er sagt "ja"
    - Ich recherchiere, was wichtig ist und nach Bewertungen (Internet, Bekannte)
    - Ich schaue nach Befestigungsmöglichkeiten für unser Auto
    - Ich schreibe eine Liste mit den Punkten, die wir beim Kauf berücksichtigen müssen
    - Ich schaue über ein paar Wochen nach Onlineangeboten und finde nichts Geeignetes
    - ich schaue nach Läden, deren Öffnungszeiten und Anfahrtsweg
    - Ich sage verzweifelt, dass mir alles über den Kopf wächst, weil ich parallel noch 5 andere Dinge vorbereite
    - Er sagt genervt, dass er schon weiß, dass "ja eh nichts macht" und wir streiten
    - Schließlich schlägt er vor, bald zu gehen, um den Streit zu beenden
    - Wir fahren in den Laden. Dort hole ich die Liste raus und nenne die Typen, die bei uns möglich sind und die gut bei Tests abgeschnitten haben
    - Wir lassen uns Modelle zeigen. Er denkt eine halbe Stunde lang plötzlich mit, bringt eigene Aspekte ein und hilft wirklich bei der Entscheidung.
    - Wir kaufen einen.
    - Er trägt ihn heim. Und findet, dass er jetzt doch total geholfen hat. Und ich bin mir plötzlich selber nicht mehr sicher...

    Im Endeffekt habe ich aber die Initiative und die inhaltliche Vorbereitung übernommen. Er war halt als Unterstützung dabei. Wäre überhaupt kein Problem, aber es ist bei wirklich JEDEM Thema so
    (Und da ich davon ausgehe, dass Themen wie Geburtsplan, Wochenbett-Genesung, Stillen, Babyernährung, Arztbesuche und Co sowieso bei mir bleiben werden, macht mir das eine Riesenangst.).


    Leider sind bei uns die Fronten verhärtet. "Jaja, ich mache nichts und du alles".

    Deswegen wäre es toll, wenn es für unserer beider Verhalten einen Namen gäbe. Und ich das friedlich ins Gespräch einbringen könnte...

    Im Moment fühlt es sich eher nach Dauerstreits und baldiger Scheidung an.
    (Bitte nicht zitieren)
    Geändert von awkward silence (16.09.2020 um 09:28 Uhr)

  7. Junior Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    silence, was du beschreibst, könnte auch aus meiner Ehe stammen; außer, dass ich nicht schwanger bin und wir keine Kinder haben.

    Ich habe das Buch von Patricia Cammarata ("Raus aus der Mental Load-Falle") angehört und mir sind dabei wesentliche Punkte aufgefallen, die ich dann angesprochen habe:

    Uns fehlte ein Instrument, welches unsere Aufgaben dokumentiert.
    Uns fehlte ein Wochenbesprechung.

    Wir haben eine digitale to-do-Liste installiert, in der jeder von uns Dinge reinschreiben und bearbeiten kann. Und wir haben Sonntags eine Wochenbesprechnung, in der wir auch die Abarbeitung von den Aufgaben einplanen, ohne die Freizeit zu arg zu beschneiden.
    Bisher funktioniert das gut. Eine Bewertung auf lange Sicht fehlt noch.

    Bei uns steckt da allerdings auch noch mehr dahinter.
    Mann hat sich in den letzten Monaten (Corona) nicht wirklich viel Zeit für sich genommen, Sport schleifen lassen etc. pp. Das hat er jetzt wieder aufgenommen und fühlt sich dabei deutlich besser. Außerdem ist er dabei, reden zu lernen. Also, Probleme, Gedanken, bewusst auszusprechen, um sich Luft zu machen oder sich einfach mitzuteilen. Darin war er nie sonderlich gut.
    Ich bin dabei, zu lernen, mich zurückzunehmen. Ich habe sonst immer alle Aufgaben an mich gerissen, wollte nichts abgegeben, habe deligiert und und und ... Jetzt bin ich dabei, zu lernen, nicht sofort das Wort zu ergreifen, seine Meinung zu erfragen oder zu warten, DASS er was sagt. Und ja, ich lasse die Dinge auch bewusst gegen den Baum fahren, wenn es mich nicht sonderlich tangiert.

    Wir sind da noch nicht perfekt. Doch es wird besser. Und ich hoffe sehr, dass wir das auch so beibehalten, wenn wir dann doch mal das Thema Familienplanung anpacken.

  8. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    awkward, leider kann ich dir nur von meiner Erfahrung berichten und die sah auch schon in der Schwangerschaft ähnlich aus wie die von dir beschriebene Situation, ich habe noch ein Jahr nach der Geburt versucht, das so hinzunehmen, weil sich eine Änderung in seinem Verhalten, ja, nicht einmal die Einsicht, dass unsere Rollenverteilung problematisch ist, auch mit dem Kind nicht einstellte. Letztlich blieb mir nur die Trennung, um nicht kaputtzugehen. Aber vorher solltest du unbedingt das Gespräch suchen! Ich finde es schwierig, dem Mann mit Artikeln/Büchern zu kommen, aber naja, vielleicht nimmt deiner das mehr als Autorität wahr. Mein Ex hat mir immer was von mental load erzählt und dachte, mir damit aufzeigen zu können, dass ich selbst schuld sei Begriff nicht verstanden.
    Wie ist denn die Elternzeit bei euch geplant? Vielleicht kann er da mehr in eine verantwortungsvolle Rolle reinwachsen? Und ich denke, ihr müsst dann ja eh noch für euch definieren, welche Bereiche bei der Kindersorge wem besser liegen. Vielleicht hat sich alles mit der Vorbereitungsproblematik, die aktuell besteht, erledigt?
    Ich hoffe wirklich, dass es anders läuft als bei mir, aber auch damit muss man leider rechnen
    Confusion
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    Conclusion
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  9. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von lady milford Beitrag anzeigen
    Das ist gut. Das probier ich auch mal. Welche Aufgaben erledigt dein Partner dann? (Haha, ich ertappe mich natürlich sofort wieder bei der Frage, was man abgeben kann und wo nicht so viel kaputt gehen kann )
    sorry, hatte ich gar nicht mehr gesehn.
    er ist verantwortlich für alles was mit Müll zu tun hat (welche Tonne muss raus, Müll rausbringen), Abwaschen, und alles was mit Auto (Versicherung etc), Internet, Strom und Gas usw zu tun hat.

    Ich kümmere mich um die Putzfrau, Wäsche, Garten, Kochen.

    Einkaufen wechseln wir uns ab oder gehen gemeinsam. Urlaubsplanung läuft meistens so dass jeder seine Ideen einbringt und dann wird sich auf was geeinigt (meistens meine Idee haha)

  10. Junior Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von Neapolitana Beitrag anzeigen
    Wie ist denn die Elternzeit bei euch geplant? Vielleicht kann er da mehr in eine verantwortungsvolle Rolle reinwachsen? (
    Dafür ist Elternzeit des Vaters, in Monaten in denen die Frau wieder (am besten vollzeitnah) arbeitet wirklich sehr viel wert! Kann ich nur empfehlen!

  11. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Das ist laut All the Rage auch eine der wenigen effektiven Methoden, um langfristig eine fairer verteilte Arbeitslast zu erreichen - Vater versorgt das Kind früh alleine

  12. Newbie

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Das kann ich für uns so auch unterschreiben. Ist noch keine Garantie, dass es als Selbstläufer weitergeht, aber die bestmögliche Ausgangsposition, um dann immer und immer wieder nachzujustieren und beidseitig informiert zu verhandeln.

    Wenn es sich später wieder ungut verschiebt, fand ich ein paar Tage alleine verreisen auch gut, um wieder Aufmerksamkeit für die unsichtbaren Aufgaben zu schaffen, die sonst nebenbei laufen.

  13. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ich kann auch Vater-Elternzeit empfehlen und den Partner immer wieder einbeziehen. Mental Load ist bei uns auch großes Thema. Ich musste gerade 1,5 Wochen 300 km weit weg sein wegen eines Todesfalls in meiner Familie und siehe da, er hat alles gewuppt. Zwar hat meine Schwiegermutter auch unterstützt, was rausgehen mit zwei Kleinkindern angeht usw. Aber er hat den Haushalt gemacht, gekocht, Wäsche erledigt und das geht jetzt, bin seit einer Woche wieder bei uns zu Hause, einfach so weiter. Ganz selbstverständlich.
    Ich frage mich insgeheim, wieso erst so etwas krasses einschneidendes passieren musste, damit das flutscht. Aber nun darf es gern so weitergehen; zumindest, dass er eine andere Wahrnehmung für alles mögliche bei uns hat und einfach macht und ich weniger die Antreibende sein muss.

    - bitte nicht zitieren -

  14. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von Kokosring Beitrag anzeigen
    Dafür ist Elternzeit des Vaters, in Monaten in denen die Frau wieder (am besten vollzeitnah) arbeitet wirklich sehr viel wert! Kann ich nur empfehlen!
    Tja, nur doof, wenn er die Elternzeit ankündigt, aber nicht antritt. Wir hatten gesagt 6 Monate/6 Monate. Dann lief meine aus und er stellte seinen Antrag einfach nicht.
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  15. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Und als ich mal einige Tage verreist war, wurde der Kleine meinen Eltern zugeschoben und ich fand das absolute Chaos in unserer Wohnung vor.
    Damit will ich nicht sagen, dass es nicht funktionieren kann, aber je nach Mann wird das eventuell auch komplett nach hinten losgehen
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  16. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Hier ist es so, dass mein Freund lange Elternzeit gemacht hat und super alleine mit unserer Tochter klar kommt. Und sonst sowieso, er hat bis vor zwei Jahren ewig alleine gewohnt und seinen Haushalt geschmissen. ABER es ist halt so, dass er da etwas andere Vorstellungen hat als ich. Er wischt zum Beispiel nie Staub. Das ist ihm einfach egal und da könnte er 6 Monate alleine mit unserer Tochter sein, es würde halt kein Staub gewischt. Und da gibt es eben x Dinge.

    Wie geht ihr mit sowas um? Soll derjenige, der die Dinge unwichtig findet, trotzdem seinen Teil beitragen?

    Ich versuche es derzeit so, dass er halt öfter „unstrittige“ Dinge wie Bad putzen macht, wobei er das auch nicht so macht, dass ich so richtig zufrieden bin. Dafür ist er zb komplett für Müll und Boden wischen zuständig.

    Als „richtiges“ Thema haben wir sonst nur, dass ich mich alleine um alles kümmere, was unsere Tochter an Dingen braucht und mich zu den Themen informiere. Also vor allem Kleidung etc, aber auch was sowas wie Beikost anging. Das weiß er auch (und bedankt sich), aber so richtig ändern wollen wir es anscheinend beide nicht. Na ja.
    Geändert von wieauchimmer (16.09.2020 um 14:06 Uhr)
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  17. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Bei meinem Ex hat nichts was gebracht.
    Kein Motzen, kein Jammern, kein ausführlichstes Erklären der von mir wahrgenommenen Situation, nichts.
    Ich habe es nie wahrhaben wollen, bis zuletzt nicht, aber man kann einen Menschen nicht ändern, der das nicht selbst will (Binsenweisheit, die ich noch immer nicht ganz verinnerlicht habe).

    Nach der Geburt unseres ersten Kindes kam ich nach drei Tagen aus dem Krankenhaus heim und in der Küche stapelte sich das Geschirr. Ich habe weinend angefangen, abzuspülen (Enttäuschung, Gefühl der Lieblosigkeit, Vorwurf an Partner...) Das werde ich nie vergessen und es steht symptomatisch für alles, was noch kam.

    Inzwischen sind wir über zwei Jahre getrennt und erst vor ein paar Minuten hatten wir wieder einen Streit über WhatsApp, weil er die Kinder nicht am Freitag abholen und am Sonntag wieder bringen möchte (o-ton "ich fahr nicht zweimal, es ist zum Kotzen") sondern ich eine Fahrt übernehmen soll, obwohl es dieses Mal nicht geht, und ich den gesamten Alltag incl Einschulung unter Pandemiebedingungen und Arbeit und Krippenkind am Hacken habe und er einfach nicht sieht, was ich alles mache und sich selbst so nach vorne stellt. Es ist unglaublich und IMMER NOCH Thema, nach so langer Zeit.
    let the good times roll.

  18. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Neapolitana, das klingt nach schlimmen Erfahrungen und auch als hätte die Trennung (leider) vielleicht sogar Linderung bewirkt? Bist du nun alleinerziehend oder versucht ihr weiter, das Sorgerecht zu teilen?

    Ich nehme unser Problem auch sehr ernst und mir ist klar, dass es zur Trennung führen kann.

    Ehrlich gesagt find ich eine "Partnerschaft" mit so einem "Partner" auch überhaupt nicht vielversprechend, es bringt mir nichts, wenn er liebevoll ist und witzig - aber sich nicht wie ein Erwachsener Mann verhält, wenn es um Lebensplanung geht.

    Zur Elternzeit ist - überraschenderweise - noch gar nichts geplant. Ich hab nämlich ihn gebeten, ob er sich da informieren könnte (er hat bestimmt 10 Freunde mit Kindern und eine Infobroschüre hab ich besorgt und ihm hingelegt). Vor 8 Wochen. Seitdem nichts.

    Eure Tipps sind super-hilfreich, ich werde mich sehr dafür einsetzen, dass er Elternzeit nimmt, wenn ich schon wieder arbeite.

    Allerdings kenne ich mich noch nicht so gut aus... Wie läuft das dann ab? Ich hab mal grob vor, ein Jahr zu Hause zu bleiben. Aber kann man es überhaupt so flexibel legen, dass er unmittelbar zu Hause bleibt, wenn ich wieder anfange und die Kita-Eingewöhnung dann in seiner Elternzeit beginnt? Wisst ihr, was ich meine?

  19. V.I.P.

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    fliegen, genau so, mir kamen grad echt die Tränen, es ist schlimm und hört nie auf.
    Hoffen wir, dass es bei awkward besser läuft, aber auch ich kann das mit der Nichtänderung halt nur bestätigen, bis heute.

    Zu deinen Fragen: Klar, ich hatte dann ein vierzigjähriges "Kind" weniger hier in der Wohnung zu versorgen und mehr Ruhe, aber er terrorisiert mich auch aus der Ferne, eben flatterte der Anhörungstermin fürs Aufenthaltsbestimmungsrecht und den Umgang ins Haus, bin alleinerziehend, ja, aber der Kampf um das Kindeswohl wird bis zur Volljährigkeit kaum enden. Man kann alleinerziehend sein und das Sorgerecht trotzdem teilen übrigens. Details sprengen hier den Rahmen und ich sehe bei euch durchaus noch Hoffnung

    Du solltest dich dringend auch selbst über die Möglichkeiten der Elternzeitverteilung informieren, wir können dann bei gezielten Fragen im entsprechenden Thread gern helfen, aber wenn du beispielsweise das erste Jahr komplett übernimmst, ist die Sache vermutlich schon gelaufen. Er kann in den ersten drei Jahren jederzeit parallel und im Anschluss EZ nehmen, gerade um die Geburt sollte er mit eingespannt werden! Aber die andere Seite ist ja das Elterngeld, da müsste man ein bisschen wissen, wie ihr finanziell aufgestellt seid.
    Klingt auf jeden Fall so, als müsstest du ihn in der Tat zu allem "treten" und das ist SO belastend auf Dauer...
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  20. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ich würde die Kita Eingewohnung nicht machen, wenn seine Elternzeit beginnt, sondern eher wenn sie endet. Ansonsten hat er doch Elternzeit ohne Kind?

    Im Nachhinein hätte ich es auch Besser gefunden, wenn mein Freund mehr (alleinige) Elternzeit genommen hätte. Wir hatten nur die klassischen 2 Monate gemeinsam (und ich 7 alleine, danach Elternzeit plus).

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