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  1. Alter Hase

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    Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    - Bitte nicht zitieren -

    Nach Jahren der Abstinenz bin ich mal wieder mit einem Beziehungsproblem bei Bym – weil ich es nach außen nicht teilen kann. Zum einen wegen Corona, zum anderen wird von mir/uns erwartet, dass wir total happy - weil frisch verheiratet sind.
    Bei meinem Mann und mir (beide Mitte 30, noch kinderlos, seit Kurzem verheiratet) schleichen sich gerade Beziehungsrollen ein, die ich bedenklich finde und die mir Sorge machen. Es ist so, dass wir beide wenig dominant agieren und gern „mitlaufen“.

    Ich habe das Gefühl, dass mir nun der „erwachsenere Part“ der Beziehung zufällt, während er oft passiv bleibt. In diese Rolle fühle ich mich gedrängt, denn ich bin vom Typ her gar kein Cheftyp und in anderen Beziehungen war das anders. Ich habe Freunde, die gerne alles allein anpacken, die sind meistens in leitenden Positionen oder selbstständig - doch so bin ich nicht. Ich glaube, er bräuchte genau so jemanden. Ich eigentlich auch.

    In langen Singlejahren habe ich notgedrungen gelernt, für mich selbst zu sorgen, zu organisieren (hated it!) und Dinge anzugehen, die ich verändern will.
    Und jetzt? Hochzeit, Urlaube, Ausflüge am Wochenende, soziale Events mit Freunden planen, Reparaturen im Haushalt durchführen, Wohnung suchen, Dinge reparieren, auf die Einkaufsliste setzen, Vermieter kontaktieren, so vieles bleibt an mir hängen und verursacht Stress.
    Allerdings nur bei mir – er lebt ein Leben ohne To-Do-Listen („Brauche ich nicht, ich merk mir das“) – was er ja gerne tun kann, solange es nur um ihn geht.

    Von ihm kommt öfter mal ein „Ich bin dir halt zu langweilig“, was definitiv nicht so ist und ich deutlich sage. Ich langweile mich eigentlich nie mit ihm, aber ich brauche Abwechslung von der Couch und manchmal auch geistigen Input. Ich würde auch liebend gerne einfach mal mit ihm lesen (liebt er), aber selbst der Vorschlag „Wollen wir heute mal mit einer Picknickdecke im Park lesen?“ kommt eher von mir. Ich schmelze dahin, wenn er (passiert ganz selten) mal die Ärmel hochkrempelt und einfach sein Fahrrad repariert oder den Hof kehrt.
    Am schlimmsten ist alles, was mit Planung zutun hat.

    Typischer Dialog: "Was hast du nächste Woche vor?" "Was willst du an deinem freien Tag erledigen?" "Was würdest du an deinem Geburtstag gerne machen?" - Antwort: "Nix"/"Weiß nicht"/"Chillen"

    Ich habe Freizeitbeschäftigungen, die auch mal mühsam oder frustrierend sind – ich lerne eine Sprache, zwinge mich zu einem eintönigen, aber wirksamen Rückentraining und lerne ein neues Musikinstrument - und ich beneide ihn fast dafür, dass wenn ich dann fix und fertig heimkomme er mal wieder auf dem Sofa liegt und mich verwundert anschaut. Vielleicht hat er ja recht, und das alles ist unnötig. Er hat einfach überhaupt nicht das Gefühl, durch Taten herausstechen zu müssen.

    Er selbst hat keine Hobbys außer Zocken und lesen und probiert auch aktiv kaum neuen Dinge aus, und da er der netteste, liebenswerteste, schlaueste und witzigste Mensch der Welt ist, hat er trotzdem einen großen Bekanntenkreis.

    Das Seltsame ist, dass er für seine Männerfreunde sehr wohl einmal einen Urlaub organisiert hat (wenn auch anders als ich es getan hätte). Vermutlich, weil sonst niemand es gemacht hätte.

    Besprochen haben wir das schon mehrfach, auch gestritten. Es hat aber nichts gebracht. Er sieht (angeblich) kein großes Problem, außer vielleicht meinem Gemecker.
    Ich hasse diese Rolle!

    Er hat auch mal behauptet, dass ich Dinge an mich reiße und er gar nicht dazu kommt, sie zu machen – was ich überhaupt nicht so empfinde – mir wäre so viel lieber, wenn wir sie einfach aufteilen würden oder er vieles proaktiv in die Hand nehmen würde.

    Wahrscheinlich ist es nicht besonders schmeichelhaft für einen Mann, als passiv dargestellt zu werden.

    Als Lösung haben wir gefunden, dass wir uns einmal die Woche zusammensetzen, und die Wochenplanung machen – mit dem Erfolg, dass nur ich möglichst schnell meine Aufgaben erledigt haben und jemals wieder auf diesen Planungszettel geschaut habe und wir es dann gelassen haben.
    Ich glaube, man könnte das mit genaueren Regeln verbessern, („an der Stelle wird notiert, was dringend ist, das grün Geschriebene hart mehr Zeit…“) aber ist das nicht zu viel Erzieherin-sein und tötet die Libido komplett?

    Ich beobachte:

    • Dass ich oft Dinge organisiere/vorschlage/koche, weil nichts von ihm kommt und dann richtig enttäuscht bin, wenn er murrend und schweigend mitmacht ohne Lob für die Organisation
    • Dass ich an ihm rummeckere, sogar wegen Haushaltsscheiß, den er liegen lässt – ein Punkt, den ich nie von mir gedacht hätte – mir ist sowas bisher immer komplett schnurz gewesen - ich hasse es selbst, wie motzig und meckrig ich dann bin
    • Dass ich im Gespräch mit einer Freundin schon mal die Augen verdrehe, wenn das Gespräch auf ihn kommt – was ich als total unloyal empfinde
    • Dass ich kaum noch Lust auf den gemeinsamen Sex habe und währenddessen schnell das Kopfkino angeht, obwohl er ein einfühlsamer und befriedigender Partner ist, der sehr auf mich eingeht


    Nach einem Streit zu dem Thema legt er sofort los und repariert, putzt, kauft irgendwas, das ansteht, aber ich hätte gerne, dass er mitDENKT und zwar meistens, damit ich mich entspannen kann.

    Ich mach mir sicher innerlich auch unnötigen Stress, mit dem immer-proaktiv-sein. Doch wie kann ich mich selbst mehr zurücknehmen und ihn mehr erwachsener Partner sein lassen, der trotzdem auf Augenhöhe und attraktiv bleibt?
    Geändert von lady milford (12.05.2020 um 15:57 Uhr)
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    oder brauch ich dich, um ich zu sein


  2. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Mich interessieren auch Lesetipps, Podcasts und co zum Thema "Beziehung auf Augenhöhe".
    Tut mir leid, dass ich das hier poste und dann auch noch so lang - ich habe eben gesehen, dass hier eigentlich Kinderthemen vorrangig besprochen werden.
    Ich war so lange nicht hier und wusste nicht, wo das hingehört, dem Gefühlsforum fühle ich mich entwachsen, eine Lebenskrise ist es nicht und für Meine Welt ist es mir zu ernst.
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  3. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    für mich klingt es wie bei uns hat sich mit den Kindern teilweise gebessert, teilweise den Ärger verschärft. ich fürchte, das ist ein (beziehungs)Thema, das bleiben wird und mit dem man nur versuchen kann einen guten Umgang zu finden. Wahrscheinlich passt ihr in dem Punkt dann wirklich nicht ideal zusammen. ist blöd, aber irgendwas ist ja immer ich habe auch den Eindruck, mit der Zeit wächst die Toleranz. andererseits würde ich ganz klar nicht die Mutti spielen und dann alles selbst erledigen. das haben wir dann im Zweifel ausgekämpft.
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    der uns beschützt und der uns hilft zu leben


    winter is coming

  4. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Was würde denn passieren, wenn du dich nicht um die ganzen Dinge kümmern würdest?
    Wie lief es bei ihm bevor ihr zusammengezogen seid?
    Leben deine Arbeitskollegen und Schüler an deinem Wohnort/Stadtteil?
    Zitat Zitat von Paul Ziemiak
    Die AfD (ist) nicht unser Partner, sondern unser entschiedener Gegner.
    Unser christdemokratischer Kompass zeigt uns, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht verantwortbar und nicht möglich ist. Die AfD will ein anderes, ein dunkleres, ein kälteres Deutschland. CDU und CSU wollen ein besseres Deutschland. Konrad Adenauer hatte recht: "Wer wirklich demokratisch denkt, muss Achtung vor dem anderen, vor dessen ehrlichem Wollen und Streben haben."

  5. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Das erinnert mich alles hieran

  6. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Bei uns ist es leider so ähnlich zumindest was Aufgaben im Haushalt angeht.

    Ich habe mir den Mund fusselig geredet bis er verstanden hat dass es mich stresst immer überall die mental load zu tragen, immer mehrmals bitten zu müssen und mich dann auch noch mit Widerstand auseinandersetzen zu müssen. Mein Partner musste zuhause nie einen Finger krumm machen und er kannte es einfach nicht anders als dass er sich um nichts kümmern muss.

    Was bei uns da geholfen hat sind 2 Dinge:
    1. habe ich mich um eine Putzkraft gekümmert, so dass wenigstens das große Hausputz-Problem nicht mehr besteht.
    2. haben wir relativ klare Aufgabenverteilung für Haushaltsaufgaben, und ehrlich gesagt habe ich einiges davon ihm einfach "aufgegeben" und ihn vor vollendete Tatsachen gesetzt und gesagt "du bist ab jetzt für XYZ zuständig". Das hat wider Erwarten sehr gut funktioniert.

  7. Enthusiast

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Mich erinnert es an diesen Artikel
    Oskar Holzberg: Der Paartherapeut: "Liebe heisst, Verantwortung zu teilen" | BRIGITTE.de

    Und ich stimme zu, bei Kindern verstärkt sich das noch!

    Ich muss zugeben, bisher haben wir es noch nicht ganz hinbekommen. Ich glaube, Aufgaben verteilen hat wirklich sowas von Mutti-sein.

    Ich habe ihm zum Beispiel das Katzenthema gegeben und dann halt wirklich abgewartet bis es richtig stinkt aus dem Klo.

    Aktuell überlege ich es auch bzgl Kindern und mithelfen so zu machen, dass es einen Plan für die komplette Familie gibt ��

    Alles nicht einfach... Muß zugeben, meine Eltern hatten das Thema auch obwohl BEIDE Vollzeit gearbeitet haben!

  8. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Was mir gerade auffiel, Hagelsag: Ich weiß nicht, ob es so gemeint ist, dass sich das "mithelfen" auf deinen Partner bezieht?
    Falls ja, das kommt in den mental load Diskussionen oft auf: Diese Ausdrucksweise impliziert schon, insbesondere im Haushalt bei Kindern: Ach, der Papa hilft mit, wie schön! Als ob er nur ein wenig beträgt, aber nicht, dass eigentlich beide dieselbe Verantwortung haben und auch tragen.

  9. Addict

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    P.S.: Sehe gerade, dass das auch in dem von dir verlinkten Artikel so thematisiert wird.

  10. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Aber klare Aufgaben verteilen finde ich in einer Partnerschaft, Familie, genau wie in ner WG schon sinnvoll. Natürlich wieder nervig, wenn sowas immer von derselben Person angestoßen werden muss, die darauf auch keine Lust hat. Genau so fühle ich mich auch. Aber solange der andere dann seinen Teil erfüllt, ist es doch irgendwie ok. Nicht ideal, aber naja. Ich such mir dafür auch die Hausarbeiten aus, die mir gefallen
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  11. Urgestein

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von hagelslag Beitrag anzeigen
    Aktuell überlege ich es auch bzgl Kindern und mithelfen so zu machen, dass es einen Plan für die komplette Familie gibt ��
    Ich hatte es schon so verstanden, dass es auch ums Mithelfen der Kinder geht, deswegen Plan für die ganze Familie.
    Fixe Aufgaben sind schon gut, ädern aber nicht unbedingt was daran, wer sich grundsätzlich verantwortlich fühlt. Kinder haben ja dann auch einfach hre Aufgaben, aber nicht die Gesamtverantwortung.

    Ich hatte den Ursprungspost auch eher nicht unbedingt nur auf Haushalt bezogen gelesen, sondern so generell. Dass der Mann in allem (Haushalt, Sozialleben, Hobbies) keine hohen Ansprüche an sich hat und daher vielleicht auch keine "Aufgaben" sieht, während die threadstellerin schon mehr von allem in ihrem Leben hätte, also Freizeitgestaltung, Lernerfolg im Hobby, Sauberkeit in der Wohnung, abwechslungsreiches Essen, alles eben.
    Und naja, der Mann MUSS sich nicht unbedingt um Dinge kümmern, die ihm eigentlich nicht wichtig sind. Allerdings profitiert er natürtlich davon, wenn es von anderen gemacht und organisiert wird diese Tatsache verleitet natürlich nochmal extra dazu, faul zu werden und andere machen zu lassen. Teufelskreis.

    Neben Klartext reden hilft vielleicht eine Mischung aus: Dinge, die einem wirklich wichtig sind, einfach selbst machen, ohne immer zu erwarten, dass der andere sich einbringt. Und ihn andererseits bei anderen Dingen auflaufen lassen.

  12. Enthusiast

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    .
    Geändert von |Penny (16.06.2020 um 17:45 Uhr)

  13. Member

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Als ich deinen Eingangspost gelesen habe, musste ich sofort an meinen Expartner denken. Eigentlich trifft alles genau so auf ihn zu (aus meiner Sicht - er würde das natürlich anders sehen). Wir haben jahrelang gekämpft - das Thema mental workload hat er überhaupt nicht verstanden und nicht nachvollziehen können. Dinge, die er für sinnlos hielt, hat er nicht angegangen oder erledigt (Versicherungen, Rechnungen, Urlaubsplanungen) auch wenn es mich mit betroffen hat (Auto zu teuer versichert, Mahngebühren, geplatzte Reise). Er hat sich dann lieber über die Gesellschaft aufgeregt, die so unentspannt ist oder unlogisch und warum das dann nicht genau zu seinem gewollten Zeitpunkt (in seinem Fall meist letzte Minute) auch so funktioniert wie er will. Die gesamte Alltagsorganisation blieb an mir hängen. Auch Freizeitgestaltung. Er hätte auch nur zocken können. Trotzdem hat er einen ziemlich großen Freundeskreis - die aber sehr häufig auf ihn aktiv zugehen - und die von seinem Alltagswesen keine Ahnung haben. Für die ist er witzig, kreativ und halt verpeilt. Für uns wurde das eine ganz ungute Dynamik. Am Ende haben wir uns getrennt, weil wir es einfach nicht geschafft haben, unseren Alltag für uns beide zufriedenstellend zu organisieren. Wir waren beide unglücklich und hatten auch den Punkt verpasst, an dem vielleicht noch was zu retten gewesen wäre, mit Paarberatung zum Beispiel. Wäre das eine Option für euch? Weiß er überhaupt wie es dir mit dieser Situation geht?

  14. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Erstmal vielen vielen Dank für eure hilfreichen Antworten

    Zitat Zitat von Sternenratte.1 Beitrag anzeigen
    Andererseits würde ich ganz klar nicht die Mutti spielen und dann alles selbst erledigen. das haben wir dann im Zweifel ausgekämpft.
    Wie sah das Auskämpfen aus? Ja, ich muss mich da echt bremsen. Ich neige da wirklich dazu, zum Mutti spielen, obwohl ich bisher nie "die Mütterlich" war.
    Aber er hat z.B. eine Allergie, auf die er selbst nie Rücksicht nimmt, da mussten wir schon ganze Tagesausflüge abbrechen. Da muss ich mich echt zügeln, nicht für ihn die Zutatenlisten zu checken.
    sind 2 zuviel, um frei zu sein
    oder brauch ich dich, um ich zu sein


  15. Foreninventar

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Ich kann dich gut verstehen, aber ich denke, du vermischst da zwei sehr unterschiedliche Dinge:

    Du möchtest, dass er sich an der Organisation eures Alltags beteiligt. Komplett legitim und verständlich!

    Aber du möchtest auch, dass er sich an der Organisation eurer Freizeit beteiligt. Nur: Das tut er schon. Seine Vorstellung von Freizeit scheint eben zu sein, dass er auf der Couch liegt und zockt. Oder auf Einladungen seiner Freunde hin was unternimmt. Und das reicht ihm.
    Dir reicht das nicht und das verstehe ich auch. Aber das bedeutet nicht, dass deine Vorstellung die richtige ist (was du ja selber auch schon ansprichst), sondern einfach nur, dass ihr euch auf unterschiedliche Arten entspannt.

    Ich glaube, wenn es dir so wichtig ist, musst du weiterhin den Großteil der Freizeitgestaltung übernehmen und ihn animieren oder einfach nur für dich planen und ihn zuhause lassen.


  16. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von sommerlinde Beitrag anzeigen
    Was würde denn passieren, wenn du dich nicht um die ganzen Dinge kümmern würdest?
    Wahrscheinlich muss ich das echt mal Thema für Thema durchgehen, da hast du schon recht.

    Wie lief es bei ihm bevor ihr zusammengezogen seid?
    Leben deine Arbeitskollegen und Schüler an deinem Wohnort/Stadtteil?
    Er war vorher einfach nie im Urlaub und hat keine großen Projekte gehabt
    Wohnungen und Nebenjobs hat er genommen, weil sie direkt in Greifweite waren, er war immer in sehr festen Beziehungen und Cliquen, wo man dann ja auch "mitorganisiert" wird.
    Und die letzte Frage verstehe ich irgendwie nicht
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  17. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Ich kann dich gut verstehen, aber ich denke, du vermischst da zwei sehr unterschiedliche Dinge:

    Du möchtest, dass er sich an der Organisation eures Alltags beteiligt. Komplett legitim und verständlich!

    Aber du möchtest auch, dass er sich an der Organisation eurer Freizeit beteiligt. Nur: Das tut er schon. Seine Vorstellung von Freizeit scheint eben zu sein, dass er auf der Couch liegt und zockt. Oder auf Einladungen seiner Freunde hin was unternimmt. Und das reicht ihm.
    Dir reicht das nicht und das verstehe ich auch. Aber das bedeutet nicht, dass deine Vorstellung die richtige ist (was du ja selber auch schon ansprichst), sondern einfach nur, dass ihr euch auf unterschiedliche Arten entspannt.

    Ich glaube, wenn es dir so wichtig ist, musst du weiterhin den Großteil der Freizeitgestaltung übernehmen und ihn animieren oder einfach nur für dich planen und ihn zuhause lassen.
    Danke für die klaren Worte, das werde ich versuchen zu beherzigen. Ich bin da wahrscheinlich auch anders erzogen, habe immer gehört, dass ich die Zeit verschwende und nicht nutze, wenn ich nicht aufräume, Sport mache, musiziere oder mich sozial engagiere. Da geht dann direkt mein innerer Erzieher an und sagt "Sei nicht so faul und passiv!"

    Vielleicht versuche ich auch weiterhin, meine Freizeitwünsche mit anderen umzusetzen. Dann kann er zocken und ich kann die Natur genießen und vielleicht ist es auch nicht schlecht, wenn er merkt "sie ist jetzt ohne mich weg", und sich dann vielleicht doch was überlegt - ohne jetzt Spielchen spielen zu wollen. Er ist ja informiert über meine Wünsche.

    Wir haben ganz neu eine "extra" Whatsappgruppe (zu zweit) in die wir Freizeitideen schicken (Filme, Wandertouren) das ist wenig aufwändig, da kurz etwas zu posten und wenn ein freies Wochenende kommt, scrollt man da einfach durch.
    (Die können nämlich auch zäh sein. Die mit Kindern werden lachen, freies Wochenende ) Die meisten Ideen da sind zwar bisher von mir, aber das widerum macht mir nichts.
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  18. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von moth Beitrag anzeigen
    Das erinnert mich alles hieran
    Das kenne ich auch. Habe ihm von dem Prinzip des "Mental Load" auch schon erzählt und in ernsteren Gesprächen oder Streits auch mal geäußert, dass ich Angst habe, wenn wir mal Eltern werden, dass alles an mir hängen bleibt.
    Wie gesagt enden diese Streits immer damit, dass er davonstürmt und beginnt, aktionistisch irgendwas zu erledigen (Spülmaschine, Mail an Vermieter)... Aber das entlastet mich ja nicht wirklich.
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  19. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von ginsoakedgirl Beitrag anzeigen
    2. haben wir relativ klare Aufgabenverteilung für Haushaltsaufgaben, und ehrlich gesagt habe ich einiges davon ihm einfach "aufgegeben" und ihn vor vollendete Tatsachen gesetzt und gesagt "du bist ab jetzt für XYZ zuständig". Das hat wider Erwarten sehr gut funktioniert.
    Das ist gut. Das probier ich auch mal. Welche Aufgaben erledigt dein Partner dann? (Haha, ich ertappe mich natürlich sofort wieder bei der Frage, was man abgeben kann und wo nicht so viel kaputt gehen kann )
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  20. Alter Hase

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    AW: Die „Macherin“ in der Beziehung sein und am anderen rummeckern

    Zitat Zitat von Sternenratte.1 Beitrag anzeigen
    Ich such mir dafür auch die Hausarbeiten aus, die mir gefallen
    Gleiche Frage hier: Was machst du, was er?
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