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  1. Regular Client

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Lesekompetenz entwickelt sich natürlich weiter, aber irgendwann doch auch nicht mehr so sehr? Also können die Kinder nach 2,5 Jahren echt so viel besser lesen als nach 1,5 Jahren Lesen? Ich hätte gedacht, nach 1,5 Jahren Lesen tut sich da nicht mehr wahnsinnig viel, gerade wenn es halt überhaupt nicht gefördert wird, weil das Kind noch im Kindergarten ist.

  2. Urgestein

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Aber man lernt im ersten Schuljahr ja noch SO viel anderes, und das nicht nur an Schulstoff. (Und ich habe das Gefühl, lesen können heute schon ganz viele vor Schulbeginn?)
    Hm. Das Gefühl habe ich hier überhaupt nicht, natürlich habe ich nicht den totalen Überblick, sondern kenne nur die Kindergartengruppen und Klassen, die ich eben kenne. Mir fällt genau ein Kind ein, das vor der Einschulung lesen konnte, das wurde sehr spät eingeschult und von den Eltern entsprechend gefördert.
    Die anderen Kinder sind meist ganztags im Kindergarten, wo nicht gelesen wird, und ich glaube nicht, dass die Eltern nach ihren vollen Arbeitstagen noch viel Zeit dafür haben. Das wäre so meine Erklärung, wieso das vielleicht anderswo anders ist, also wo Halbtagskindergarten verbreitet sind und die Kinder auch viel Zeit zuhause verbringen.
    Ach ja, einen Korridor haben wir auch nicht, d.h. Kinder werden i.d.R. mit 6 eingeschult.

    In der ersten Klasse geht es in bei uns deutsch (und Sachkunde, das wird immer mit einbezogen) hauptsächlich ums Lernen der Buchstaben, und im Laufe des ersten Schuljahres sollte man das Prinzip des Lesens verstehen und einfachere Sätze verstehen können. Ich glaube schon, dass ein Kind, das schon richtig lesen kann, sich da tödlich langweilt, weil es ja dann auch nichts anderes machen kann, als dieselben Arbeitshefte, wie alle anderen. Buchstaben malen, einzelne Wörter ankreuzen u.s.w.

    Ich bin froh, dass zwei unserer Kinder mit gerade 6 eingeschult werden. Das erste Kind (war 6,5 bei der Einschulung) hat sich im Kindergarten am Ende ziemlich gelangweilt, obwohl sie eine recht intensive Vorschule hatten, wo rechenmäßig fast schon dem Schulstoff vorgegriffen wurde). Ich habe hier nicht den Eindruck, dass junge Kinder irgendwie einen Nachteil in der Schule haben, so grundsätzlich. Aber natürlich kommt es total aufs Kind an.
    Now is the winter of our discontent

  3. Ureinwohnerin

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von helgoland Beitrag anzeigen
    Lesekompetenz entwickelt sich natürlich weiter, aber irgendwann doch auch nicht mehr so sehr? Also können die Kinder nach 2,5 Jahren echt so viel besser lesen als nach 1,5 Jahren Lesen? Ich hätte gedacht, nach 1,5 Jahren Lesen tut sich da nicht mehr wahnsinnig viel, gerade wenn es halt überhaupt nicht gefördert wird, weil das Kind noch im Kindergarten ist.
    aber das Kind liest doch vielleicht aus eigenem Antrieb, natürlich wird es dann auch besser (im Sinne von schneller und flüssiger)

  4. Urgestein

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    mein ansatz war damals, dass mein kind mehr kraft in die soziale und motorisches komponente investieren kann, wenn es die lerninhalte schon mitbringt. also eine gefühlte rechnung, dass ich für den start bei 0 rauskommen muss, wenn das kind einiges nicht kann, anderes hingegen schon.

    ich finde jetzt kurz vor ende der vierten klasse übrigens schon, dass einige kinder deutlich zu alt für die grundschule sind. bei anderen hingegen war die entscheidung, sie später einzuschulen definitiv richtig.

    langeweile finde ich problematisch, weil zumindest unsere schule es nie geschafft hat, dies aufzufangen, weil die schere extrem auseinandergeht. der 100. arbeitsbogen nach dem gleichen schema motiviert nicht wirklich dauerhaft.
    Geändert von Serafina (01.03.2021 um 10:16 Uhr)

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Hm. Das Gefühl habe ich hier überhaupt nicht, natürlich habe ich nicht den totalen Überblick, sondern kenne nur die Kindergartengruppen und Klassen, die ich eben kenne. Mir fällt genau ein Kind ein, das vor der Einschulung lesen konnte, das wurde sehr spät eingeschult und von den Eltern entsprechend gefördert.
    Die anderen Kinder sind meist ganztags im Kindergarten, wo nicht gelesen wird, und ich glaube nicht, dass die Eltern nach ihren vollen Arbeitstagen noch viel Zeit dafür haben. Das wäre so meine Erklärung, wieso das vielleicht anderswo anders ist, also wo Halbtagskindergarten verbreitet sind und die Kinder auch viel Zeit zuhause verbringen.
    Ach ja, einen Korridor haben wir auch nicht, d.h. Kinder werden i.d.R. mit 6 eingeschult.

    In der ersten Klasse geht es in bei uns deutsch (und Sachkunde, das wird immer mit einbezogen) hauptsächlich ums Lernen der Buchstaben, und im Laufe des ersten Schuljahres sollte man das Prinzip des Lesens verstehen und einfachere Sätze verstehen können. Ich glaube schon, dass ein Kind, das schon richtig lesen kann, sich da tödlich langweilt, weil es ja dann auch nichts anderes machen kann, als dieselben Arbeitshefte, wie alle anderen. Buchstaben malen, einzelne Wörter ankreuzen u.s.w.

    Ich bin froh, dass zwei unserer Kinder mit gerade 6 eingeschult werden. Das erste Kind (war 6,5 bei der Einschulung) hat sich im Kindergarten am Ende ziemlich gelangweilt, obwohl sie eine recht intensive Vorschule hatten, wo rechenmäßig fast schon dem Schulstoff vorgegriffen wurde). Ich habe hier nicht den Eindruck, dass junge Kinder irgendwie einen Nachteil in der Schule haben, so grundsätzlich. Aber natürlich kommt es total aufs Kind an.
    Ich glaube, hier in Bayern gilt Schule als Stress (leider), deshalb denken viele Eltern, dass ihr Kind dafür besser gerüstet ist, wenn es im Klassendurchschnitt zu den Älteren gehört. Also, hier (in Bayern, nicht in Bezug auf tinki) habe ich schon den Eindruck, dass es darum geht, das Kind zum einen zu beschützen, und ihm zum anderen einen "Vorteil" zu verschaffen.

    Zum Langweilen: ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr erinnern, wie das im einzelnen war, ich weiß nur, dass ich sehr gern in die Grundschule gegangen bin und mich nicht groß gelangweilt habe. Ich glaube, man durfte zB in die Leseecke oder Hausaufgaben schon anfangen oder am Wochenplan weiterarbeiten.

  6. V.I.P.

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    ich konnte in der ersten klasse schon lesen, und zwar schon lange. ich fand das tatsächlich frustrierend langweilig, es gab aber auch keine individuellen arbeitsmöglichkeiten (wochenpläne, freiarbreitsmaterial o.ä.). stattdessen wurde es mir als unaufmerksamkeit angelaster, dass ich still weiter hinten im lesebuch gelesen habe.
    ich hoffe, dass das heute anders läuft

  7. Alter Hase

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Hm. Das Gefühl habe ich hier überhaupt Ich glaube schon, dass ein Kind, das schon richtig lesen kann, sich da tödlich langweilt, weil es ja dann auch nichts anderes machen kann, als dieselben Arbeitshefte, wie alle anderen. Buchstaben malen, einzelne Wörter ankreuzen u.s.w.
    Also zumindest in der Theorie sollten heutzutage alle Lehrer*innen in der Lage sein, niveaudifferenziert zu unterrichten.

    Dass das allein wegen der Klassengröße nicht optimal klappen kann, ist natürlich klar.

  8. V.I.P.

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Ich konnte auch schon lesen als ich mit 6,5 Jahren eingeschult wurde. Bei mir war das Problem, dass ich mich wohl an die anderen anpassen wollte und wieder angefangen habe, stotternd zu lesen, anstatt flüssig, wie ich es eigentlich konnte. Deshalb durfte ich dann, wenn die anderen lesen geübt haben, in einem separaten Raum für mich selber lesen. Es stand damals im Raum, mich frühzeitig einzuschulen, beziehungsweise die erste Klasse überspringen zu lassen, aber ich selber wollte das absolut nicht. Ich glaube auch, dass das für mich und meinen Charakter die bessere Entscheidung war.

    Unser großes Kind ist im Juli geboren und kurz bevor wir uns entscheiden mussten, ob er im Kindergarten in die Vorschulgruppe geht, wurde in Bayern der Korridor eingeführt. Er ist ein Grenzfall, hätte sicher auch schon mit 6 in die Schule gehen können, aber war im sozial/emotionalen Bereich einfach ein bisschen hinterher. Für eine Rückstellung hätte das sicher nicht gereicht und das hätten wir wohl auch nicht gemacht, obwohl ich mir vor der Korridorentscheidung viele Gedanken und Sorgen zu dem Thema gemacht hatte. Er ist jetzt mit 6,5 im Kindergarten auch weder unterfordert, noch unausgeglichen und ich bin sehr froh, dass er dieses Jahr noch bekommen hat.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥♥

  9. Foreninventar

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von Whassup Beitrag anzeigen
    Hm. Das Gefühl habe ich hier überhaupt nicht, natürlich habe ich nicht den totalen Überblick, sondern kenne nur die Kindergartengruppen und Klassen, die ich eben kenne. Mir fällt genau ein Kind ein, das vor der Einschulung lesen konnte, das wurde sehr spät eingeschult und von den Eltern entsprechend gefördert..
    Hm, ja, vielleicht trügt mich da auch echt die Bym-Blase, weil im wahren Leben fällt mir jetzt tatsächlich auch kein lesendes Kindergartenkind ein. :‘D Also vielleicht hast du recht.
    (Also, bestimmte Buchstaben und Wörter erkennt mein Sohn schon auch, aber lesen ist das natürlich nicht.)


  10. Foreninventar

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von Jimi Beitrag anzeigen
    aber war im sozial/emotionalen Bereich einfach ein bisschen hinterher.
    Sowas lese ich öfter mal, aber ich kann mir da nur begrenzt was drunter vorstellen. Kannst du mir da ein paar Beispiele nennen, bitte?


  11. Urgestein

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Hm, ja, vielleicht trügt mich da auch echt die Bym-Blase, weil im wahren Leben fällt mir jetzt tatsächlich auch kein lesendes Kindergartenkind ein. :‘D Also vielleicht hast du recht.
    (Also, bestimmte Buchstaben und Wörter erkennt mein Sohn schon auch, aber lesen ist das natürlich nicht.)
    die vorschulgruppe unserer kinder hat tatsächlich - in abstimmung mit den grundschulen im umkreis - lesen gelernt. auslöser war ein mädchen in der gruppe, das richtig lesen konnte und den anderen vorgelesen hat. da wollte es der rest auch lernen und die kita hat entschieden, diesen wunsch nicht zu unterdrücken.

  12. Urgestein

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von ana. Beitrag anzeigen
    Wenn mein Kind mit gerade 6 eingeschult wird, hat er schon 5 Jahre kita hinter sich :‘)
    Hier ist halt standardmäßig aufgeteilt in u3- und ü3-Einrichtungen, kita ist u3, Kindergarten ist ü3, 4 Jahre Kindergarten ist deshalb das absolute Maximum.

    In der 1. Klasse meiner Tochter konnten 3 Kinder von 26 schon lesen, eine davon ist nach 3 Wochen in die 2. Klasse gewechselt.

  13. V.I.P.

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Sowas lese ich öfter mal, aber ich kann mir da nur begrenzt was drunter vorstellen. Kannst du mir da ein paar Beispiele nennen, bitte?
    Ich finde das ganz schwer zu greifen und da ich nicht von Fach bin, benutze ich das Wort vielleicht auch nicht ganz korrekt.
    Mein Kind wäre z.B. damals mit 5 niemals alleine irgendwo hingegangen. Er hatte einen Freund, den er alleine besucht hat, aber auch nur, weil ich vorher sehr oft mit ihm gemeinsam dort war. Kindergeburtstage hätte er lieber sausen lassen, als ohne mich dorthin zu gehen. In fremden Umgebungen generell brauchte er lange, um aufzutauen, ebenso wenn er unter fremden Kindern war. Im Vergleich kam er mir manchmal unbeholfen im Umgang mit anderen Kindern vor, gerade in Gruppen mit mehreren Kindern. Zudem hat er sich noch häufig schwer getan, seine Bedürfnisse und Gefühle zu erkennen und zu verbalisieren.
    Das alles klingt jetzt aufgeschrieben gar nicht so wild und sicherlich ist vieles auch einfach Charaktersache. Zumal sich in der Zeit auch viel getan hat und er viel selbstsicherer geworden ist mittlerweile. Er hätte sicherlich auch schon mit 6 in die Schule gehen können, ohne größeren Schaden zu nehmen. Dennoch bin ich überzeugt, dass ihm das zusätzliche Jahr letztlich sehr gut getan hat. Auch von Erzieherinnen habe ich das Feedback bekommen, dass sie sich erst über unsere Entscheidung gewundert hatten, es aber inzwischen auch als richtig empfinden.
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥♥

  14. Foreninventar

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Danke für die Erklärung.
    Ich verstehe, was du meinst.


  15. Regular Client

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Ich würde darunter generell auch verstehen, dass ein Kind sich mit z.B. 5,5 Jahren noch eher "kleinkindhaft" verhält, z.B. in Konfliktsituationen. Also z.B. sich vor Wut eher mal auf den Boden wirft oder um sich schlägt, als verbal zu argumentieren, oder eben auch sehr klammerndes, ängstliches Verhalten bei Trennungen von der Bezugsperson, was für ein 3jähriges Kind alles von der Entwicklungsstufe her angemessen wäre, für ein 5jähriges aber eher nicht mehr altersgemäß.

    Ich finde es alledings echt nicht leicht, das als Eltern einzuschätzen. Meine Tochter hatte im Vorschuljahr zu Hause noch total oft so Wutanfälle wo ich dachte "Hm, das Kind soll jetzt in die Schule kommen?", die Erzieher sagten aber, dass sie sich im Kindergarten sehr gut regulieren kann und dass sie da überhaupt keine Bedenken haben.

  16. Get a life!

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Also ich finde es ja vollkommen "normal" für ein 5 oder 5,5-jähriges Kind, dass es Wutanfälle hat oder in gewissen Situationen ängstlich und auch mal klammernd ist. Und vor allem doch auch einfach abhängig vom jeweiligen Charakter, ob irgendwie im Alter von 3 oder 5 "angemesserer" ist.

    Ich erinnere mich selbst noch daran, dass ich oft sehr arge Wutanfälle hatte, die weder von mir selbst noch von jemand anderem kontrollierbar waren, auch deutlich ins Schulalter hinein. "Verbal argumentieren" - das können doch Erwachsene nicht mal, wenn sie echt wütend sind, von einem 5,5-Jährigen würdest du das erwarten, um nicht als "kleinkindhaft" wahrgenommen zu werden?
    Und gleichzeitig hab ich mich vieles nicht getraut und war sehr schüchtern, wenn ich Situationen nicht kannte oder nicht einschätzen konnte. Hab mich in dem Alter auch noch oft hinter meiner Mutter versteckt, weil ich mich manchmal nicht mal getraut habe, Leute anzuschauen. Ich finde es eher nochmal, dass eine Trennung von der Bezugsperson in neuen Situationen ein Kind eben NICHT kalt lässt, sondern finde es gut und richtig, dass es da mit Respekt vor dem Neuen und ja, manchmal halt auch ängstlich drauf reagiert.

    Trotzdem bin ich ganz selbstverständlich mit den Kindern aus der Nachbarschaft gemeinsam zu Fuß zur Schule gegangen, und besagte Wutanfälle hatte ich auch nie in der Schule, sondern vor allem zuhause, wenn mir was nicht gepasst hat.

    Also es ist alles individuell, darüber braucht man ja gar nicht diskutieren... aber dieses vermeintlich "kleinkindhafte" ist doch letztendlich ein Begriff, der von Erwachsenen gemacht und geprägt und definiert ist, und sagt doch letztendlich auch nicht zwangsläufig was darüber aus, wie oder ob ein Kind vielleicht doch mit der Schulsituation zurecht käme.
    Ein Kind im Vorschulalter würde sich selbst doch auch niemals als kleinkindhaft einschätzen oder bezeichnen? Bzw. würde ich eher meinen, dass ein Kind das (meiner Meinung nach zu Recht) auch als Beleidigung auffassen könnte.
    Geändert von wendo (02.03.2021 um 14:00 Uhr)

  17. Regular Client

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Ja klar ist das alles auch charakterabhängig. Aber wenn ein 5jähriger eine Entwicklungsverzögerung im sozial-emotionalen Bereich hat, dann bedeutet das doch, dass er in dem Bereich eher auf dem Entwicklungsstand eines jüngeren Kindes ist, oder nicht? Kleinkind im engeren Sinne (u3) ist in den meisten Fällen wahrscheinlich übertrieben,wenn es um Vorschulkinder geht, da hast du recht.

    Und ja, von Vorschulkindern wird natürlich erwartet, dass sie Unmut besser verbal äußern können als ein Dreijähriger. Von immer oder perfekt oder bei großer Wut rede ich ja gar nicht.

  18. Get a life!

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Entwicklungsverzögerung - ok, klar.

    Wenn ein 5-jähriges Kind sich oft, aber nicht immer verbal gut äußern kann, sondern manchmal einfach emotional wird. Und wenn ein 5-jähriges Kind insgesamt natürlich weniger, aber halt doch in manchen Situationen ängstlich ist, oder klammert... da finde ich es schon sehr hart, das Wort "Entwicklungsverzögerung" überhaupt in den Raum zu stellen. Das ist doch vollkommen normales Verhalten eines kleinen Kindes, manche sind in manchen Aspekten weiter, andere in anderen, aber entwicklungsverzögert ist ja schon nochmal eine andere Kategorie - wenn aufgrund solcher Beispiele Kindern gleich eine "sozial-emotionale Entwicklungsverzögerung" unterstellt wird, bin ich echt raus

    (mich erinnert das gerade schwer an eine Diskussion vor einer Weile, wo es auch um den Zeitpunkt der Einschulung ging, und als Kriterium für noch nicht schulreif die "Verspieltheit" des Kindes hergenommen wurde - fand ich damals ja schon genauso absurd)

  19. Urgestein

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Also man muss nicht alles pathologisieren, da hast Du sicher nicht Unrecht.
    Bitte nicht zitieren: Unsere Tochter würde ich auch nicht als „entwicklunfsverzögert“ betrachten. Dennoch ist ihre überbordende Emotionalität, die sich sehr oft in Wutanfällen äußert, jetzt Anlass für eine Ergotherapie und darüber bin ich sehr froh. Sie hat halt schon seit frühester Kindheit ein Problem mit der Selbstregulierung und braucht Hilfe. „Normal“ ist es eben nicht (kommt aber bestimmt auch auf Intensität und Länge der Anfälle an). Ist aber für mich jetzt auch kein Grund, sie nicht einzuschulen.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  20. Regular Client

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    AW: Mein Vorschulkind 2020

    Wendo, ich glaube wir reden von ganz anderen Kindern. Was du beschreibst ist tatsächlich ganz normal! Aber es gibt doch einfach eine große Bandbreite, ich meinte halt extremere Ausprägungen als du. Ich habe doch nie geschrieben, dass ich irgendein konkretes Kind für entwicklungsverzögert halte, sondern nur, dass es das gibt und dass das ein Grund für eine Rückstellung sein w. EIN Grund, nicht DER Grund bei allen Kindern.
    Geändert von helgoland (03.03.2021 um 05:07 Uhr)

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