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  1. Addict

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Ich hab eigentlich nichts beizutragen, wollte mich aber mal für die ganzen guten Beiträge von euch bedanken! Das sind viele Denkanstöße, die mir sicher weiterhelfen.

    Hier auf dem Dorf ist das meiste recht homogen, habe bisher keine POC gesehen. Irgendwie befürchte ich auch, dass es hier nochmal 10 Jahre rückständiger als in der Stadt wird. Klar, ich kann mich selber dafür einsetzen, dass meine Kinder anders aufwachsen als ich.

  2. Member

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von wieauchimmer Beitrag anzeigen
    Krass.

    Was ich mich jetzt gefragt habe...nicht dass eine POC Puppe für ein Weißes Kind auch irgendwie schlecht ankommt (so POC als Accessoires für woke Weiße Akademikerbubblefamilien)? Ich will auch niemanden auf den Schlips treten „nur“ um meiner Tochter Diversität näher zu bringen.
    Kann den Gedankengang auch verstehen. Das weiße Kind, dass die POC-Puppe hinter sich herschleift, kann schon bei manchen etwas befremdlich anmuten. Obwohl es grundsätzlich schon nett ist Diversität auch ins Kinderzimmer zu bringen. Was ich aber viel wichtiger finde, ist Diversität im Alltag zu Leben. Wenn Puppen, Bücher, Playmobil voller Diversität strotzen aber das Umfeld der Kindes komplett weiß ist, weiß auch nicht, irgendwie fehlt da der wichtigste Part. Ist jetzt wegen Corona natürlich etwas erschwert, aber darauf sollte mehr der Fokus gesetzt werden, denke ich.

  3. Urgestein

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Sonnenklar Beitrag anzeigen
    Kann den Gedankengang auch verstehen. Das weiße Kind, dass die POC-Puppe hinter sich herschleift, kann schon bei manchen etwas befremdlich anmuten. Obwohl es grundsätzlich schon nett ist Diversität auch ins Kinderzimmer zu bringen. Was ich aber viel wichtiger finde, ist Diversität im Alltag zu Leben. Wenn Puppen, Bücher, Playmobil voller Diversität strotzen aber das Umfeld der Kindes komplett weiß ist, weiß auch nicht, irgendwie fehlt da der wichtigste Part. Ist jetzt wegen Corona natürlich etwas erschwert, aber darauf sollte mehr der Fokus gesetzt werden, denke ich.
    Ich gebe dir vollkommen recht, aber zumindest aktuell ist es bei uns so, dass der Freund*innenkreis sehr sehr homogen und damit weiß ist. Ich hoffe, dass sich das vielleicht durch den Wohnort und späterer kita und kiga/schule ändert, unser viertel ist eher divers. Aber mir jetzt gezielt freunde*innen suchen, um meinen freunde*innenlkreis divers zu gestalten find ich schwierig, es würde sich dann eher nach "du bist mein Freund weil POC" anfühlen. Also verstehst du das Dilemma?
    neu.gierig.toll.kühn

  4. Alter Hase

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Sonnenklar, ja auf jeden Fall. Das mit den Spielsachen/Büchern ist halt was, das man direkt und einfach machen kann, nicht die Lösung des Problems.

    (Besagte Puppe hatte ich übrigens auch. Und nein, das hat glaube ich wenig gegen Rassismus gebracht.)

  5. Urgestein

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Ich hab übrigens grad noch auf insta gelesen, dass man bei Kindern viel bewirken kann mit Sprache (hattet ihr ja schon), zb wenn euer Kind von einem Mitschüler spricht, der jamaal heißt, eben nicht zu fragen als erste Frage, woher er kommt, sondern beispielsweise, ob er einen schönen Tag hatte, was sie zusammen gemacht haben...
    neu.gierig.toll.kühn

  6. Get a life!

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Ich gebe dir vollkommen recht, aber zumindest aktuell ist es bei uns so, dass der Freund*innenkreis sehr sehr homogen und damit weiß ist. Ich hoffe, dass sich das vielleicht durch den Wohnort und späterer kita und kiga/schule ändert, unser viertel ist eher divers. Aber mir jetzt gezielt freunde*innen suchen, um meinen freunde*innenlkreis divers zu gestalten find ich schwierig, es würde sich dann eher nach "du bist mein Freund weil POC" anfühlen. Also verstehst du das Dilemma?
    Das dachte ich mir beim Lesen auch. Also ein diverses Umfeld ist sicher toll, nicht nur für Kinder auch für die zugehörigen Eltern... aber erzwingen oder gezielt forcieren lässt sich das ja nicht bzw. käme ich mir dabei auch seltsam vor.

    Mir kommt da nur nightswimming's Beitrag vom Anfang wieder in den Sinn - sich ehrenamtlich bei verschiedenen Einrichtungen, Organisationen engagieren und über diese Arbeit ergeben sich dann vielleicht Kontakte oder langfristig "echte" Freundschaften mit diverseren Personen als das bisherige Umfeld.


    edit: und dabei haben wir Vergleich zu vielen unserer "homogenen" Freunde und Verwandten eh schon einen diverseren Freundeskreis... aber die Anzahl der nicht-weißen Personen lässt sich trotzdem an einer Hand abzählen.

  7. Member

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Ja, dass man sich auf die nächste POC-Familie stürzt, nur mit dem Ziel das eigene Umfeld diverser zu machen, mein ich gar nicht und wär auch wieder sehr problematisch. Sondern sich einfach mal aus seiner Bubble rausbewegen, offen sein und auch auf andere Zugehen, wenn diese nicht einbezogen werden. Da wurden ja auch schon einige Beispiel-Situationen und Möglichkeiten von nightswimming (glaub ich), genannt.

  8. Foreninventar

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Ich gebe dir vollkommen recht, aber zumindest aktuell ist es bei uns so, dass der Freund*innenkreis sehr sehr homogen und damit weiß ist. Ich hoffe, dass sich das vielleicht durch den Wohnort und späterer kita und kiga/schule ändert, unser viertel ist eher divers. Aber mir jetzt gezielt freunde*innen suchen, um meinen freunde*innenlkreis divers zu gestalten find ich schwierig, es würde sich dann eher nach "du bist mein Freund weil POC" anfühlen. Also verstehst du das Dilemma?
    so ist das bei uns auch.
    wie gesagt... durch die Kita wähl haben wir es bewusst in eine diverser Richtung gesteuert, aber sonst...

  9. Urgestein

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Das dachte ich mir beim Lesen auch. Also ein diverses Umfeld ist sicher toll, nicht nur für Kinder auch für die zugehörigen Eltern... aber erzwingen oder gezielt forcieren lässt sich das ja nicht bzw. käme ich mir dabei auch seltsam vor.

    Mir kommt da nur nightswimming's Beitrag vom Anfang wieder in den Sinn - sich ehrenamtlich bei verschiedenen Einrichtungen, Organisationen engagieren und über diese Arbeit ergeben sich dann vielleicht Kontakte oder langfristig "echte" Freundschaften mit diverseren Personen als das bisherige Umfeld.
    Auf jeden Fall, das hab ich bei dem Beitrag auch gedacht, so kann man auf jeden fall "natürlich" mehr diversität rein bringen in den bekanntekreis.
    neu.gierig.toll.kühn

  10. Foreninventar

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Naja, wir haben uns Zb unter anderem aus Gründen der Diversität für einen städtischen Kindergarten entschieden, statt unser Kind in einen hier (!) doch sehr homogenen privaten zu schicken. (Wobei ich das aus verschiedenen anderen Gründen mittlerweile bereue)
    Ein bisschen beeinflussen kann man das Umfeld ja schon.

  11. Urgestein

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Naja, wir haben uns Zb unter anderem aus Gründen der Diversität für einen städtischen Kindergarten entschieden, statt unser Kind in einen hier (!) doch sehr homogenen privaten zu schicken. (Wobei ich das aus verschiedenen anderen Gründen mittlerweile bereue)
    Ein bisschen beeinflussen kann man das Umfeld ja schon.
    Auf jeden Fall, das meinte ich ja auch damit, dass unser viertel eher divers ist und sich das mit Eintritt Kita/kiga/Schule dann öffnen wird hoffentlich, also ich habe auch vor unser Kind in ne öffentliche kita usw zu schicken.
    Aber an meinem freunde*innenkreis sieht das kind trotzdem wenig Diversität, am ehesten würde das klappen durch so Angebote wie von nightswimming geschildert. Allerdings braucht man dafür Zeit, also einfach halt auch teilweise anders, als ich das bis jetzt mache (rein hypothetisch, wir haben ja noch gar kein kind). Und ja, das lässt sich alles machen, ist eine zeit- und Willensfrage (im Sinne von ist mir meine Freizeit wert, dass ich zu dem Angebot gehe, dass ich zwar ansich nicht in meiner Freizeit machen würde, aber aufgrund meines Anspruchs im Bezug auf Diversität passen würde) und ja, da hängt es manchmal bei mir. Muss ich ehrlich sagen. Also dass ich dann lieber meine altbewährten Hobbies mache, mich mit freunden*innen treffe und nicht "was neues anfange".
    neu.gierig.toll.kühn

  12. Get a life!

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von cyan Beitrag anzeigen
    Naja, wir haben uns Zb unter anderem aus Gründen der Diversität für einen städtischen Kindergarten entschieden, statt unser Kind in einen hier (!) doch sehr homogenen privaten zu schicken. (Wobei ich das aus verschiedenen anderen Gründen mittlerweile bereue)
    Ein bisschen beeinflussen kann man das Umfeld ja schon.
    Je nach Lage oder Gegend sind die leider auch nicht unbedingt weniger homogen :/ also bei uns im Bezirk im Speckgürtel gibts einen Landeskindergarten, der wohl etwas diverser ist, der auch einen Schwerpunkt auf multikulturelle (Sprach)-Erziehung hat, dort haben wir aber keinen Platz bekommen.

  13. Member

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Ah mir fallen da auch schon kleinere Situationen ein, wie z.b. beim Schwangerensport. Da war eine Frau aus Moldawien die nicht so gut deutsch sprach und welche Situation trifft man an, wenn man in die Umkleide kommt? Genau, die weißen Mütter quatschen über ihre Beschwerden und welcher Wickeltisch es geworden ist, während die moldawische Frau abseits steht. Da wird nicht mal ein Angebot gemacht sie einzubeziehen oder sich auszutauschen.

    Oder man besucht mal einen Babykurs im Viertel nebenan, statt den ums Eck im eigenen privilegierten Viertel zu nehmen, wo man nur die immer gleichen Gesichter sieht.

  14. Get a life!

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall, das meinte ich ja auch damit, dass unser viertel eher divers ist und sich das mit Eintritt Kita/kiga/Schule dann öffnen wird hoffentlich, also ich habe auch vor unser Kind in ne öffentliche kita usw zu schicken.
    Aber an meinem freunde*innenkreis sieht das kind trotzdem wenig Diversität, am ehesten würde das klappen durch so Angebote wie von nightswimming geschildert. Allerdings braucht man dafür Zeit, also einfach halt auch teilweise anders, als ich das bis jetzt mache (rein hypothetisch, wir haben ja noch gar kein kind). Und ja, das lässt sich alles machen, ist eine zeit- und Willensfrage (im Sinne von ist mir meine Freizeit wert, dass ich zu dem Angebot gehe, dass ich zwar ansich nicht in meiner Freizeit machen würde, aber aufgrund meines Anspruchs im Bezug auf Diversität passen würde) und ja, da hängt es manchmal bei mir. Muss ich ehrlich sagen. Also dass ich dann lieber meine altbewährten Hobbies mache, mich mit freunden*innen treffe und nicht "was neues anfange".
    Ich finde das aber auch vollkommen normal und nachvollziehbar. Ich arbeite jetzt seit kurzem wieder fast Vollzeit, habe dazu eben ein Kleinkind, pendle sprich muss zur Arbeitszeit auch noch insgesamt 1,5 Stunden Fahrtzeit pro Tag rechnen... und dann muss ich zwischendurch ja auch irgendwann einfach mal verschnaufen oder mich um solche Banalitäten wie Einkaufen, Putzen, Papierkram etc. kümmern.
    Die Wochenende halte ich mir fast komplett frei, um eben nicht den Alltagstrott und - stress mit ins Wochenende zu nehmen oder treffe mich mit Leuten aus dem Freundeskreis, um auch ein bisschen was für mich und mein Wohlbefinden zu tun...

    Also ja, ich hätte theoretisch freie Zeit am Wochenende und ich könnte die natürlich "opfern" - langfristig würde mir und meiner Gesundheit das aber nicht gut tun, das weiß ich... und was hilft das dann.

  15. Foreninventar

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von wendo Beitrag anzeigen
    Je nach Lage oder Gegend sind die leider auch nicht unbedingt weniger homogen :/ also bei uns im Bezirk im Speckgürtel gibts einen Landeskindergarten, der wohl etwas diverser ist, der auch einen Schwerpunkt auf multikulturelle (Sprach)-Erziehung hat, dort haben wir aber keinen Platz bekommen.
    Ja, ich weiß. Deswegen „hier (!)“ mit Rufezeichen.


  16. Urgestein

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Geändert von Maritty (19.06.2020 um 10:04 Uhr)

  17. Ureinwohnerin

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Maritty Beitrag anzeigen
    Ich hab übrigens grad noch auf insta gelesen, dass man bei Kindern viel bewirken kann mit Sprache (hattet ihr ja schon), zb wenn euer Kind von einem Mitschüler spricht, der jamaal heißt, eben nicht zu fragen als erste Frage, woher er kommt, sondern beispielsweise, ob er einen schönen Tag hatte, was sie zusammen gemacht haben...
    Also, das halte ich ehrlich gesagt für selbstverständlich.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  18. Ureinwohnerin

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Anitak Beitrag anzeigen
    Hier auf dem Dorf ist das meiste recht homogen, habe bisher keine POC gesehen.
    So reinweiße Dörfer gibt es? Das stell ich mir richtig übel vor und würde wohl erst mal googlen, ob ich aus Versehen in ein Nazi-Projektdorf gezogen bin
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


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    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  19. Foreninventar

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von luxuspanda Beitrag anzeigen
    Also, das halte ich ehrlich gesagt für selbstverständlich.
    Mein Kind hätte auch gar keine Ahnung, woher welches Kind kommt.

  20. Addict

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    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von Sonnenklar Beitrag anzeigen
    Ah mir fallen da auch schon kleinere Situationen ein, wie z.b. beim Schwangerensport. Da war eine Frau aus Moldawien die nicht so gut deutsch sprach und welche Situation trifft man an, wenn man in die Umkleide kommt? Genau, die weißen Mütter quatschen über ihre Beschwerden und welcher Wickeltisch es geworden ist, während die moldawische Frau abseits steht. Da wird nicht mal ein Angebot gemacht sie einzubeziehen oder sich auszutauschen.
    super beispiel! so läuft es quasi überall (also wo ich es mitkriege)!

    wo ich mich auch immer aufrege, in unserem relativ heterogenen kiga (in den wir u.a. aus diesem grund gewechselt sind) finden die elternabende auf deutsch statt (was völlig logisch ist). jedes jahr gibt es da einige elternteile, die kein deutsch können. das wird aber von allen ignoriert. meist "übersetzen" oder unterstützen eine freundin von mir und dann ein bisschen, niemand anders interessiert sich dafür, dabei sieht man sehr deutlich, dass die entsprechenden elternteile grad keinen plan haben, welche liste wofür ist, was sie wo unterschreiben sollen etc.

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