Antworten
Seite 4 von 26 ErsteErste ... 2345614 ... LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 80 von 503
  1. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Bei Ausgrenzungen aus Gruppen halte ich es für die Selbstreflexion insgesamt für wichtig, nach den dahinterstehenden Gründen zu fragen. Es kann ja "oberflächlichen" Rassismus geben, der eigentlich eher Ausdruck eines Schichtenproblems ist (Beispiel: Aggressiv wirkende Leute auf der Straße, von denen ich mich so oder so fernhalten würde, aber weil die Integration von manchen Gruppen nicht klappt sind es statistisch vielleicht öfter "Ausländer").

    Das sind völlig andere Beweggründe als bei der Diskriminierung von z.B. einem Schwarzen in Businesskleidung, der akzentfrei die Landessprache spricht und von dem erkennbar keine Gefahr ausgeht. Das finde ich eigentlich den "schlimmeren" Rassismus, weil hier nicht die Ethnie stellvertretend für ein anderes Merkmal wie Aggressivität steht. Und hier kann ich nur mutmaßen, woher der Rassismus kommt, ich vermute eine Mischung aus Angst, dass abstrakt gesagt Fremde die knappen Ressourcen wegnehmen (Arbeit, staatliche Zuwendungen etc.) und vielleicht auch eine reflexhafte Reaktion auf das Schuldgefühl im Sinne von "jetzt ist aber mal gut mit der Diskussion um den Kolonialismus/den Holocaust/die Sklaverei". Also dass die Präsenz eines Menschen, dessen Vorfahren Unrecht von unserem Land angetan wurde, uns daran erinnert, wie wir uns unsere Privilegien verschafft haben.
    Ich merke, dass mir bei dem Thema noch viel an Hintergrundwissen und Argumenten fehlt. Ich wollte dennoch anmerken, dass mit unwohl ist bei der Kategorisierung von Rassismus in schlimmer und nicht so schlimm, selbst wenn diese in Anführungszeichen steht. Der erste Absatz geht m.E. in die Richtung, dass Vorbehalte gegenüber gewissen Gruppen ja eigentlich nicht rassistisch sondern anderweitig begründet sind und diese Argumentation verharmlost damit doch so etwas wie Racial Profiling und rassistische Polizeigewalt? Vielleicht verstehe ich den Post aber auch einfach falsch.

  2. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Es sind gar keine anderen Beweggründe, sich seinen Rassismus mit "die haben sich nicht integriert ergo kriminell ergo muss es dazu dann auch eine Statistik dazu geben, also ist mein Rassismus hier okay" schönzureden und "anderen" Rassismus NATÜRLICH abzulehnen.

    Das ist Teil des Problemes.

    Genauso wie, jemand mit Migrationshintergrund sagt, ich finde das nicht okay, und dann dagegen zu argumentieren, wieso man das in seinem persönlichen Kontext aber okay findet.


    Es sind nicht die Kinder bei denen man anfangen muss....
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  3. Urgestein

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Es sind gar keine anderen Beweggründe, sich seinen Rassismus mit "die haben sich nicht integriert ergo kriminell ergo muss es dazu dann auch eine Statistik dazu geben, also ist mein Rassismus hier okay" schönzureden und "anderen" Rassismus NATÜRLICH abzulehnen.
    Ja, so war mein Gedankengang auch. Aber da niemand reagiert hatte, dachte ich, ich hab vielleicht was missverstanden.

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Es sind nicht die Kinder bei denen man anfangen muss....
    Erster Schritt ist natürlich, damit anzufangen, mir selbst über den eigenen Rassismus und die ganzen Hintergründe bewusst zu werden. Aber ich kann das nicht erst zuende bringen (falls man je fertig wird), bevor ich anfange, mir über meine Kinder Gedanken zu machen.

  4. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Also verstehe mich nicht falsch, ich finde es super das gerade im Kinderkontext zu betrachten.

    Aber ich finde manche Gedankengänge hier schon so bedenklich, nicht auf dich bezogen, dass ich denke, das Kinderthema ist erstmal nicht Prio eins.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  5. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Manche Sachen sind ja aber nicht schwierig, wenn das Kind zum ersten Mal mit dem N-Wort in Kontakt kommt/fragt, was das heißt oder so, kann man direkt klar sagen, dass das ein schlimmes, verletzenden Wort für Schwarze ist, das man absolut nicht sagen darf. Sinnigerweise dann aber natürlich auch die Diskussion mit Tante Helga führen, wenn sie vor Ohren des Kindes dieses Wort benutzt.

  6. Foreninventar

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von SarahYasemin Beitrag anzeigen
    Also verstehe mich nicht falsch, ich finde es super das gerade im Kinderkontext zu betrachten.

    Aber ich finde manche Gedankengänge hier schon so bedenklich, nicht auf dich bezogen, dass ich denke, das Kinderthema ist erstmal nicht Prio eins.
    Ich dachte das auch. Genau wie du sagst, bei Formulierungen wie „ausländerinteressiert“ und auch bei der Beschreibung vor welchem Leuten man sich lieber „in acht nimmt“ deren Integration nicht klappt.

  7. Foreninventar

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    Manche Sachen sind ja aber nicht schwierig, wenn das Kind zum ersten Mal mit dem N-Wort in Kontakt kommt/fragt, was das heißt oder so, kann man direkt klar sagen, dass das ein schlimmes, verletzenden Wort für Schwarze ist, das man absolut nicht sagen darf. Sinnigerweise dann aber natürlich auch die Diskussion mit Tante Helga führen, wenn sie vor Ohren des Kindes dieses Wort benutzt.
    Sowas natürlich nicht.

    Aber wie im eingangspost: ich hatte durch die letzten Ereignisse bedingt auch geguckt was es so an deutschsprachiger Literatur für Kleinkinder gibt, aber ich hab nix gefunden das mir zugesagt hat. Und ich stehe gerade wirklich auf dem Standpunkt: verschiedene Hautfarben sind bei meinem Kind noch kein Thema. Ich werde jetzt auch kein Buch kaufen um das Thema aufzugreifen. Er unterscheidet zurzeit nicht zwischen Hautfarben, und ich käme mir komisch vor das jetzt anzufangen. so wichtig ich es auch finde. Divesere Kinderbücher und diverse kontakte die das so beiläufig aufzeigen finde ich aber sinnig.
    Alles andere finde ich gerade für mein Kind nicht passend, auch wenn ich, wie einige hier, so einen ersten Impuls hatte a la „wir müssen das jetzt besprechen!“

    Edit: also es kommt natürlich das Alter indem rassismus besprochen werden muss. Aber mein Kind ist 4.

  8. Regular Client

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Ich höre gerade das Hörbuch Exit Racism von Tupoka Ogette, um mir selber eine Grundlage zu schaffen, auf der ich dann mit meinen Kindern das Thema künftig besprechen kann.
    Das kann ich sehr weiterempfehlen! Es wird natürlich auch die "woher kommst du denn wirklich?" - Frage angesprochen und was das Problem dabei ist.
    let the good times roll.

  9. Enthusiast

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    .
    Geändert von |Penny (16.06.2020 um 21:58 Uhr) Grund: Lenkt ab von der Hauptdiskussion.

  10. Get a life!

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    aber wenn beide formen logischerweise scheiße und rassistisch sind, wieso musst du dann überhaupt versuchen, da irgendeinen vermeintlichen unterschied zu konstruieren?
    alles wird aus HACK gemacht

  11. Enthusiast

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    .
    Geändert von |Penny (17.06.2020 um 00:36 Uhr)

  12. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Du stellst ein ziemlich beschränktes Bild von Rassismus dar. Rassismus ist ja nicht nur Angst vor rabiaten Jugendlichen oder vor Schwarzen, die für dich aussehen, wie andere Schwarze, mit denen du mal n Problem hattest – Rassismus ist nicht mal immer direkt negativ.
    Jemanden einstellen oder einladen, weil sie so toll exotisch ist, oder annehmen, dass jemand gut tanzen kann oder Hitze gut verträgt, weil ihr das bestimmt im Blut liegt, ist ebenso rassistisch.

  13. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Ich bin übrigens auch schon im Wartezimmer einer Praxis angesprochen worden, ob ich auch aus Afghanistan käme... (Ich nehme an, die Fragerin kam selbst aus Afghanistan und suchte vielleicht ein bisschen Gemeinschaft).

    Generell nehme ich als Unterschied wahr, wie sehr noch (positive, aktive) Verbindungen zu der ursprünglichen Kultur bestehen. Ich kenne viele Menschen, die total gerne von der Herkunft und Kultur ihrer (Groß)eltern erzählen, und die ebenfalls nicht nachvollziehen können, warum mich die Frage so stört – und die mir auch schon Stolz auf meine angebliche Herkunft einreden wollten, etc pp. Diese Denke mit Blut und Herkunft und Tradition und Genen gibt es ja nicht nur bei Weißen...

    Aber mich, genau wie viele andere auch, stört die Frage. Deswegen würde ich halt vorsichtshalber nicht fragen.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  14. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Und so sehr mich die Frage selbst stört, ich nehme sie erst mal niemanden übel. Wenn dann kommt "woher kommst du wirklich/wo bist du geboren?", dann antworte ich halt, dass ich in Münster geboren wurde.

    Wer dann noch weiter fragt, muss schon sehr stupide sein.

    Es gibt sehr viele sehr stupide Menschen.
    "Ich verlange nicht nach einem Leben ohne Schwierigkeiten,
    aber ich will auf seiner Höhe sein können, wenn es schwierig wird." (Camus)


    ʕ•͡ᴥ•ʔ »Katzen-Insta « ^ᴥ^

    “Gaslighting doesn’t exist. You made it up ‘cause you’re fucking crazy.”

  15. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Wo kommst du WÜÜÜRKLICH heeer?? - Aus meiner Mama

  16. Ureinwohnerin

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus


  17. Foreninventar

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass ihr meinen Post tatsächlich nicht so verstanden habt, wie ich ihn meinte. Lassen wir mal die Statistiken außen vor, denn es reicht ja, wenn es in der WAHRNEHMUNG der Leute eine Verbindung im Kopf gibt von sagen wir "südländisches Aussehen = kriminell". Das ist rassistisch, denn jetzt wird man Menschen, die südländisch aussehen, meiden und ggf. anderweitig rassistisch begegnen. Die ethnische Abstammung könnte in dem Fall aber auch ersetzt werden durch andere Merkmale (z.B. Mitglied einer Rockerbande).

    Konkretes Beispiel: Damals in meinem Auslandsjahr wurden ich und auch andere Studentinnen öfter von nordafrikanischen Studenten belästigt. Ich habe um diese Studenten dann einen großen Bogen gemacht, habe aber keinerlei Probleme mit den nordafrikanischen Studentinnen gehabt. Hier war meine Ungleichbehandlung mit dem Gedankengang begründet: Mann stammt vermutlich aus Kulturkreis XY - hat vermutlich Frauenbild YZ - höhere Wahrscheinlichkeit, dass er sich nur sehr schwer abwimmeln lässt, wenn ich ihn nicht meide. Das Problem war also nicht, dass ich gedacht habe "diese Hautfarbe deutet auf einen Untermenschen hin", sondern dass ich dachte "aus meinen Erfahrungen hier gehe ich erstmal von einer Person aus, die ich zu meinem Schutz meiden sollte, weil sie bestimmte Erwartungen aus ihrem Kulturkreis mitbringt, mit denen ich mich nicht auseinandersetzen will". In einem anderen Kontext würde ich denjenigen aber nicht zwingend sofort meiden.

    (Und ja, hier passen auch gut die Statistiken zum Bildungserfolg hin. Denn es haben ja eben nicht alle Migranten in Deutschland dieselben Chancen auf Bildung, sondern es gibt eben die Ausländer erster und zweiter Klasse, die sich vor allem eben auch durch ihre Bildungsnähe unterscheiden. Die französisch-amerikanische Hauptschulgang ist halt doch eher die Ausnahme. Dass die Ursachen dafür wieder woanders liegen, ist aber eine andere Diskussion.)

    Der Unterschied zum Rassismus gegenüber dem Businessmann ist, dass hier der Rassismus kontextunabhängig ist. Da gibt es keinen echten oder vermeintlichen Grund, sich bedroht zu fühlen, und man muss den Rassismus auch vor sich selbst anders rechtfertigen. Mein Eindruck ist z.B. von den USA, dass da allein schon die Präsenz von Schwarzen die Weißen an das Unrecht erinnert, das sie den Schwarzen angetan haben.

    Ich halte es für wichtig, sich zu fragen, warum und in welchen Situationen man wie reagiert, und ich glaube "den Rassismus" gibt es nicht. Einem Juden mittleren Alters wird man eben vielleicht anders rassistisch begegnen als einem 15jährigen türkischen Hauptschüler, und dass beide Formen scheiße sind habe ich jetzt denke ich wohl oft genug gesagt (in vollem Bewusstsein dass ich, wie schon mehrfach gesagt, manchmal selbst rassistisch handle und auch nicht glaube, das komplett ändern zu können).
    Ich weiß zum Beispiel wieder nicht warum hier steht „deutet auf einen untermensch hin“

    Alter untermensch. Das kommt in meinem Wortschatz nicht vor und finde ich auch an der Stelle völlig unnötig.

    Genauso wie ich nochmal über das ausländerinteressiert nachgedacht habe... sowas nutzt man doch einfach nicht? Ich lauf doch auch nicht rum und sage „ich bin franzoseninteressiert“?

    Ansonsten mag das schon stimmen, aber auch da denke ich, dass ich mein Kind besseres lehre indem ich ihn ab und zu mit zur Schule nehme. Wenn er einen 15jährigen schwarzhaarigen Jugendlichen sieht sagt er erstmal dass er aussieht wie der aus meiner Schule der mit ihm Fußball spielt.

    Ich denke man muss die Kinder losgelöst von den eigenen Erfahrungen an Menschen rangehen lassen. Als weiße Deutsche kann man das ja relativ unbesorgt.
    Geändert von ana. (15.06.2020 um 06:48 Uhr)

  18. Member

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Das "ausländerinteressiert" wirkt auf mich auch entmenschlichend, als würde es sich um ein neues Hobby handeln. "Ah, ich bin neuerdings an Ausländern interessiert, die haben so spannende Herkunftsgeschichten und so exotische Kleidung."

  19. V.I.P.

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Leider ist an deinem Beitrag einiges noch rassistischer als vorher.
    Das scheint alles sehr von Vorurteilen zu leben und ich frage mich, wieso du noch einen Grund für deinen Rassismus suchst. Der besteht eigentlich nur aus Klischees.

    Zitat Zitat von |Penny Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass ihr meinen Post tatsächlich nicht so verstanden habt, wie ich ihn meinte. Lassen wir mal die Statistiken außen vor, denn es reicht ja, wenn es in der WAHRNEHMUNG der Leute eine Verbindung im Kopf gibt von sagen wir "südländisches Aussehen = kriminell". Das ist rassistisch, denn jetzt wird man Menschen, die südländisch aussehen, meiden und ggf. anderweitig rassistisch begegnen. Die ethnische Abstammung könnte in dem Fall aber auch ersetzt werden durch andere Merkmale (z.B. Mitglied einer Rockerbande).

    Konkretes Beispiel: Damals in meinem Auslandsjahr wurden ich und auch andere Studentinnen öfter von nordafrikanischen Studenten belästigt. Ich habe um diese Studenten dann einen großen Bogen gemacht, habe aber keinerlei Probleme mit den nordafrikanischen Studentinnen gehabt. Hier war meine Ungleichbehandlung mit dem Gedankengang begründet: Mann stammt vermutlich aus Kulturkreis XY - hat vermutlich Frauenbild YZ - höhere Wahrscheinlichkeit, dass er sich nur sehr schwer abwimmeln lässt, wenn ich ihn nicht meide. Das Problem war also nicht, dass ich gedacht habe "diese Hautfarbe deutet auf einen Untermenschen hin", sondern dass ich dachte "aus meinen Erfahrungen hier gehe ich erstmal von einer Person aus, die ich zu meinem Schutz meiden sollte, weil sie bestimmte Erwartungen aus ihrem Kulturkreis mitbringt, mit denen ich mich nicht auseinandersetzen will". In einem anderen Kontext würde ich denjenigen aber nicht zwingend sofort meiden.
    Ich verstehe das Beispiel nicht. Du bist also von Typen belästigt worden und schließt demzufolge auf ihren Kulturkreis?

    (Und ja, hier passen auch gut die Statistiken zum Bildungserfolg hin. Denn es haben ja eben nicht alle Migranten in Deutschland dieselben Chancen auf Bildung, sondern es gibt eben die Ausländer erster und zweiter Klasse, die sich vor allem eben auch durch ihre Bildungsnähe unterscheiden. Die französisch-amerikanische Hauptschulgang ist halt doch eher die Ausnahme. Dass die Ursachen dafür wieder woanders liegen, ist aber eine andere Diskussion.)
    Wow....ehrlich. Ausländer erster und zweiter Klasse?
    Wie gehst du mit Deutschen erster und zweiter Klasse um?

    Der Unterschied zum Rassismus gegenüber dem Businessmann ist, dass hier der Rassismus kontextunabhängig ist. Da gibt es keinen echten oder vermeintlichen Grund, sich bedroht zu fühlen, und man muss den Rassismus auch vor sich selbst anders rechtfertigen. Mein Eindruck ist z.B. von den USA, dass da allein schon die Präsenz von Schwarzen die Weißen an das Unrecht erinnert, das sie den Schwarzen angetan haben.
    Der Rassismus gegenüber dem Businessmann ist auf einen Fall kontextunabhängig, sonst wäre da kein Rassismus.

    Du denkst die Präsenz von Schwarzen in den USA triggert bei den Weißen etwas und die brechen dann in Rassismus aus? Was du formulierst klingt wie, wären die nicht da, wären die armen Weißen keine Rassisten. Brauchst du hier noch eine Erklärung warum das schwierig ist?

    Ich halte es für wichtig, sich zu fragen, warum und in welchen Situationen man wie reagiert, und ich glaube "den Rassismus" gibt es nicht. Einem Juden mittleren Alters wird man eben vielleicht anders rassistisch begegnen als einem 15jährigen türkischen Hauptschüler, und dass beide Formen scheiße sind habe ich jetzt denke ich wohl oft genug gesagt (in vollem Bewusstsein dass ich, wie schon mehrfach gesagt, manchmal selbst rassistisch handle und auch nicht glaube, das komplett ändern zu können).
    Wieso ist jetzt der Hauptschüler in deinem Beispiel türkisch?
    Und glaubst du ernsthaft, der Hauptschüler (wieso hast du dich überhaupt auf Hauptschüler eingeschossen), den du als türkisch identifziert, ist nicht schon in der zweiten Generation ein Deutscher?

    Dein Rassismus ist genauso beliebig wie halt Rassismus ist. Du bedienst nur das Bild vom guten und vom schlechten Ausländer und rechtfertigst dich damit.

    Das ist leider gefährlich und falsch.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  20. Senior Member

    User Info Menu

    AW: Kinder stark machen gegen Rassismus

    Vielen dank für eure Antworten und Anregungen. Ich muss mich wirklich mit diesem Thema beschäftigen und kaufe mir auch gleich das Buch "Éxit racism".
    Ich habe in der Vergangeheit wirklich nur positive Erfahrungen gemacht, wenn ich gefragt habe, wo die Person herkommt (da wusste ich dann schon, dass die Person erst seit kurzem in Deutschland ist). Und die Personen haben mir sehr gerne von ihrem Land erzählt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •