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  1. Urgestein

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    Vater - Baby- Bezugsperson

    Unsere Tochter ist jetzt 6 Wochen alt und zunehmend (seit ner woche ca ist es "stärker" vor allem auf mich fixiert. Trösten abends gehr nur durch mich, ins Bett bringen auch. Bei meinem Mann weint sie sich eher in rage. Morgens und tagsüber ist das kein Problem bzw sie nicht so in rage.
    Grundsätzlich muss die kleine viel weinen, wir hatten ne schwierige Geburt und ich war die ersten Woche eher ausser gefecht gesetzt. Mein mann war die erste Woche daheim, dann 3 Wochen arbeiten (aber Schuldienst, also trotzdem viel da) und jetzt sind große ferien.
    Mir ist und war es sehr wichtig, dass mein Mann und ich uns die Aufgaben teilen, natürlich geht das nicht immer 100%, aber ich werde nach 6 Monaten wieder arbeiten gehen und er macht ab Oktober elternzeit, ich habe jetzt die Befürchtung, dass das alles ein groser Kraftakt wird und würde dem gerne jetzt schon entgegen steuern.
    Also einerseits würde ich gerne eigene Erfahrungen lesen und andererseits evtl Tipps, wie wir damit umgehen können, dem entgegen steuern können.
    neu.gierig.toll.kühn

  2. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Ich hab zwei Kinder und die waren was das Thema angeht von Anfang an total unterschiedlich, obwohl wir es eigentlich gleich gehandhabt haben. Bei beiden Kindern war der Vater die ersten zwei Monate auch zu Hause. Während das zweite Kind eigentlich am allerliebsten bei ihm auf dem Arm eingeschlafen ist, hat das erste immer mich vorgezogen und bei ihm dauernd gebrüllt. Ich fand das sehr belastend und für meinen Mann war es auch nicht schön. Ich habe mich irgendwann damit halbwegs arrangieren können durch den Gedanken: Das Kind sagt so, dass es lieber bei mir wäre. Anders kann es das nicht sagen. Der Vater ist dennoch enge Bezugsperson und nur weil ich erste Wahl des Kindes bin, heißt das nicht, dass die zweite Wahl schlecht ist. Dem Kind geht es nicht schlecht bei dem Vater, nur weil es gerade lieber bei mir wäre.
    Das hat sich nach der Babyzeit übrigens sehr entspannt. Das Kind zieht immer noch mich vor, aber es ist nicht mehr großes Drama, wenn ich nicht da bin.
    Ich habe bei anderen Familien in Pekip-Kursen und so öfter mitbekommen, wie das war, wenn nach etwa einem halben Jahr die Mutter wieder arbeitete und der Vater Elternzeit hatte und das ist echt bei allen gut gelaufen! Man darf nicht erwarten, dass das Kind die Umstellung "kommentarlos" hinnimmt, aber nach der Umstellung war es wirklich bei allen gut.
    Ich meine, ich glaube wirklich, die Liebe ist die beste Sache von der Welt, ausgenommen Hustenbonbons. Aber ich muss auch sagen, zum soundsovielten Mal, das Leben ist nicht gerecht. Es ist bloß gerechter als der Tod, das ist alles.

  3. Member

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Ich denke, dass es gut möglich ist, die Aufgaben zu teilen.

    Bei unserem 1. Kind war es so, dass sie auch in dem Alter eine Phase hatte, in der sie abends viel geweint hat (Verarbeitung von Eindrücken, vermute ich).
    Damals konnte ich sie am besten trösten. Diese Phase hat aber nicht so lange gedauert.

    Danach haben wir abwechselnd sie ins Bett gebracht. Ab Beikostalter hat mein Mann oft gefüttert, da er vorher nicht konnte (Kind wurde gestillt). Ich denke, wir sind absolut gleichwertige Bezugspersonen.
    Mein Mann ist ebenfalls Lehrer und vergleichsweise oft da.

    Kurz gesagt: Ich denke, das bekommt ihr hin und wegen dem abendlichen Weinen momentan würde ich mich nicht verrückt machen.

  4. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Bei uns hat es sehr gut funktioniert, dass der Vater viel mit der trage getragen hat (und ich vergleichsweise wenig, um meinen Beckenboden zu schonen).

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Zitat Zitat von Ocean Beitrag anzeigen
    Ich denke, dass es gut möglich ist, die Aufgaben zu teilen.

    Bei unserem 1. Kind war es so, dass sie auch in dem Alter eine Phase hatte, in der sie abends viel geweint hat (Verarbeitung von Eindrücken, vermute ich).
    Damals konnte ich sie am besten trösten. Diese Phase hat aber nicht so lange gedauert.

    Danach haben wir abwechselnd sie ins Bett gebracht. Ab Beikostalter hat mein Mann oft gefüttert, da er vorher nicht konnte (Kind wurde gestillt). Ich denke, wir sind absolut gleichwertige Bezugspersonen.
    Mein Mann ist ebenfalls Lehrer und vergleichsweise oft da.

    Kurz gesagt: Ich denke, das bekommt ihr hin und wegen dem abendlichen Weinen momentan würde ich mich nicht verrückt machen.
    so ähnlich war das bei uns war. generell hat unser sohn immer noch phasen, wo er mehr mama- oder mehr papafixiert ist. als ich wieder arbeiten bin nach einem halben jahr, gab es eine phase, wo er sich ausschließlich von meinem hat ins bett bringen lassen. bei mir hat er sich nicht beruhigt.

    ich glaube, gerade, wenn man aufgaben gleichmäßig aufteilt, gibt es solche phasen.
    We are the angry mob
    We read the papers every day
    We like who we like, we hate who we hate
    But we’re also easily swayed.

  6. Foreninventar

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Meine Kinder sind/waren beides Mama-Babys, aber sobald ich nicht greifbar bin, sind beide bei meinem Freund total zufrieden.

    Also, natürlich macht es Sinn, wenn der Vater möglichst viele Aufgaben übernimmt. Logisch. Aber sobald du arbeitest wird es evt von selber einfacher für die beiden.


  7. Foreninventar

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    *hinzufüg
    Eine Zeit lang bin ich zb abends immer spazieren gegangen, damit mein Freund unseren Sohn in Ruhe ins Bett bringen kann. So war es für die beiden viel leichter als wenn ich im Wohnzimmer gesessen bin. (Und für mich auch.)

  8. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Puh ich bin echt erleichtert dass ihr sas alle mehr oder weniger kennt und trotz allem gute erfahrungen gemacht habt.
    Wir schauen zb, dass die beiden morgens immer recht viel Zeit mit einander alleine verbringen, ich schlaf dann gerne nochmal und die zwei gehen einkaufen usw. Er hat sie oft in der trage, wenn sie das zulässt (auch bei mir findet sie trage manchmal kacke). Wir hatten jetzt noch überlegt, ob ich abpumpe, damit er sie auch ab und an füttern kann. Ab Oktober muss das dann eh, weil ich da ne Weiterbildung hab bei der ich tagsuber nicht da bin für 2 tage. Ich versuche auch den beiden möglichst viel Raum zu geben, zum einen damit ich mal "pause" habe, zum anderen dass sie sich auch dran gewöhnt. Aktuell sind die beiden zb draußen und heute konnte er sie wieder etwss nesser beruhigen, es givt wohl halt auch unterschiedliche Tage.
    Aber ich bin echt froh, dass ihr dem so optimistisch entgegen seht, ich hab grad nämlich alles schwarz gesehen...

  9. Foreninventar

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Nein, schwarz sehen musst du das sicher nicht.

    Nur das mit der Flasche füttern würde ich auf jeden Fall frühzeitig üben.


  10. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Was ist denn frühzeitig?
    neu.gierig.toll.kühn

  11. Foreninventar

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Ich persönlich würde sagen ruhig schon jetzt.

    Aber ich hatte auch zwei Flaschen-Verweigerer.

    Ich weiß eh, dass man da immer im Zwiespalt ist wegen Saugverwirrung usw.

  12. Senior Member

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Maritty, ich finde, das klingt total gut bei euch und ich glaub, du brauchst dir überhaupt keinen Stress zu machen!

    Wenn das Stillen unkompliziert ist, könnt ihr das mit dem Fläschchen bestimmt bald testen, andernfalls würde ich noch warten, bis es sich vollends eingespielt hat.

  13. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Sie trinkt eigentlich von Anfang an echt super und ich hoffe, dass das nicht dazu kommt. Aber denke wir starten so in 1-2 Wochen evtl, damit es bis Oktober sicher reicht. Hoffentlich.
    neu.gierig.toll.kühn

  14. V.I.P.

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Meine Tochter (17 Monate) hat mich auch schon immer eindeutig als erste Bezugsperson, obwohl mein Freund von zu Hause arbeitet und am Anfang fast ausschließlich gewickelt (da hat sie immer nur nach ihm geguckt, vielleicht weil sie ihn immer gesehen hat und mich beim Stillen nicht und daher sein Gesicht besser kannte ) und viel getragen hat. Ich denke, es hing bei uns auch viel am Stillen und schlafen, sie hat(te) keinen Schnuller, kein Fläschchen und hat nur mit Körperkontakt und/oder Bewegung geschlafen. Da hatte ich in meiner Elternzeit eben die Zeit für, außerdem kann mein Freund wegen einer Rückenerkrankung nicht zwei Stunden mit schlafendem Baby auf dem Sofa liegen.

    Nichtsdestotrotz war es GAR kein Problem, als ich nach 8 Monaten wieder angefangen habe zu arbeiten und mein Freund Elternzeit gemacht hat Also wenn ich weg bin, ist er eine vollkommen akzeptierte zweite Bezugsperson.

    Es ist auch mit der Zeit besser geworden. Stillen und schlafen sind am Anfang halt ein großer Teil des Tages Als ich nach 8 Wochen bei der Rückbildung war (abendliche Schreistunde...) war es ziemlich schwierig (Fläschchen üben hat hier übrigens nichts gebracht, L hat es im „Ernstfall“ dann verweigert), als ich nach 8 Monaten arbeiten gegangen bin kein Problem mehr und jetzt hat sie gerade eine sehr sensible anhängliche Phase und verlangt auch ständig nach Papa und schläft innerhalb von zwei Minuten ein, wenn wir beide da bleiben

    Meine Mutter wird übrigens schon immer als adäquate Bezugsperson akzeptiert bzw. uns vorgezogen, obwohl sie nur alle paar Wochen da ist.
    Man soll schweigen oder Dinge sagen, die besser sind als das Schweigen.

  15. Addict

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Bei uns war es anfangs ähnlich dadurch, dass ich voll gestillt habe und mein Freund bis zum Lockdown 2-4 Tage pro Woche komplett weg war. Wir haben gerade deswegen versucht, alles andere 50:50 aufzuteilen und früh Exklusivzeiten eingeführt, trotzdem war ich die ersten Monate die bevorzugte Bezugsperson - wobei ich mir nie ganz sicher war, ob das nicht dadurch kam, dass ich routinierter war und z.B. wusste, was ein Zuviel an Überreizung für C war und wie er dann zu beruhigen ist, was gerade am Anfang ja einfach das ganze Miteinander deutlich entspannt.

    Ich hab dann 6 Wochen vor meinem offiziellen Wiedereinstieg angefangen, zuzufüttern, wodurch sich die Präferenzen schon ein wenig verändert haben. Durch den Lockdown und die dann beginnende EZ meines Freundes hat sich der Rest von alleine eingespielt. C ist immer noch ein Mama-Kind (mein Freund ist jetzt seit 3.5 Monaten in EZ, ich arbeite wieder VZ), aber das spiegelt sich primär im Kuscheln und dem Bedürfnis nach Nähe wider, bei 'Pflegeaufgaben' merken wir inzwischen keinen Unterschied mehr.

  16. Member

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Maritty, herzlichen Glückwunsch erstmal, hab nicht mehr so viel in die Gruppe geguckt, deshalb jetzt erst.

    Auch von mir: Keine Sorge! Mein Kleiner wollte die ersten 2-3 Monate ausschließlich auf mir verbringen, wenn er müde, beunruhigt, sonstwas war. So war es sogar noch beim ersten Pekip Treffen. Da fiel es besonders auf, weil alle anderen ihr Baby neben sich hatten. Direkt danach kam ein Riesensprung in der Entwicklung und er ist superunkompliziert geworden und lässt sich von jedem betreuen. Als ob er getankt hätte davor.
    Momentan bis Januar ist Papa mit ihm in EZ.

    Gib der Kleinen mit 6 Wochen noch etwas Zeit. Das kommt.

  17. Member

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    In dem Alter hat N. bei uns beiden 2-3 Stunden am Stück geweint ...

    Mein Mann war den ersten Monat und dann nochmal 5 Monate alleine in Elternzeit, aber wenn es N. irgendwie "schlecht" geht (kann auch nur Hunger sein) bevorzugt sie immer mich. Wenn ich allerdings nicht verfügbar = anderes Stockwerk/Raum etc ... bin, tut es auch der Papa

    Es ist also kein praktisches Problem, dass es eine Bindungshierarchie gibt, nur für meinen Mann war/ist es zwischendurch manchmal etwas schwierig

  18. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Maritty, das abendliche Schreien wird bestimmt auch bald besser! Der Höhepunkt ist in der 6. und 7. Woche und die meisten Babies werden danach langsam entspannter.
    Ich glaube auch, dass das trotz der momentanen Mama-Fixierung gut klappen wird bei euch!
    Wohin führt mein Weg?
    Ich kann es nicht sehn.
    Was macht es schon aus,
    Wohin Leute gehn?
    ♥♥

  19. Urgestein

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Oh ihr wisst gar nicht wie ihr mir grad mut macht. Also für die ganze Situation. Hab mich jetzt nämlich schon wie nächsten jahre abends immer immer ab 21 uhr zu Hause sitzen sehen so als Albtraum.
    danke
    Und ich habe sie grad ne Stunde in den schlaf gesungen und gewiegt, sie hat als nicht geschlafen und ich musste dann Pipi und hab sie an meinen mann übergeben und er hat sie in den schlaf gebracht dann. War n tolles Erlebnis für ihn und uns nach den letzten schwierigen Abenden.
    neu.gierig.toll.kühn

  20. Foreninventar

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    AW: Vater - Baby- Bezugsperson

    Ich hab nicht alles gelesen, aber:
    Bei uns isst es schon lange spürbar so, dass das Kind sich auf denjenigen fixiert der mehr mit ihm tut. Was dazu führt, wenn einer zb den Tag mit ihm allein verbringt will er am liebsten auch von der Person ins Bett gebracht werden, und am liebsten dann auch wieder mit der aufstehen.

    (Dem geben wir fast nie nach)

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