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  1. Addict

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    Hauskauf vs. Haus mieten

    Ich poste das mal hier, weil ich vermute, dass sich einige die gleiche Frage gestellt haben, als Kinder unterwegs oder da waren.

    Also: Wir wohnen derzeit in einer schönen, bezahlbaren Wohnung mit Balkon. Wir haben zwei Kinder. Im Moment passt es von den Zimmern, aber mir fehlt der Garten.

    Wenn ich mir vorstelle, wie es in einigen Jahren sein wird, finde ich die Vorstellung, immer noch hier zu wohnen, eher schwierig. Ich würde mir wünschen, dass beide langfristig eigene Zimmer haben können und dass wir einen zumindest kleinen Garten haben. Für mich hat das nicht unbedingt den Grund, "was eigenes" zu haben, sondern einfach mehr Platz, weniger nervige Nachbarn, bessere Möglichkeiten, auch mal mehr Freunde einzuladen (oder Freunde mit Kindern, die dann draußen spielen können), etc.

    Wir wollten eigentlich nichts kaufen, überlegen aber gerade, es uns zumindest mal durchrechnen zu lassen. Wo würdet ihr sowas machen lassen? Bank? Gibt es irgendwelche unabhängigen Stellen, die das machen?

    Und was sind allgemein eure Gedanken zum Thema Haus mieten vs. Haus kaufen? Es gibt hier im Forum ja Befürworterinnen beider Varianten und vielleicht gibt's Argumente, die ich bisher noch nicht im Kopft habe.

    Danke euch schon mal

  2. Addict

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Für uns war der Hauptgrund zum Kauf eindeutig die Komponente Vermögensaufbau. Hier sind Hausmieten aber auch so hoch, dass man davon auch eine Kreditrate finanzieren kann. Also sprich, mit Mietzahlungen wäre es schwierig gewesen, trotzdem noch vernünftig was beiseite zu legen. Das mag in anderen Regionen anders sein.

    Des Weiteren war unsere Erfahrung, dass es zwar schwierig ist, Häuser zum Kaufen oder Grundstücke zum Bebauen zu finden, aber immer noch einfacher als Häuser zur Miete. Auch das ist vielleicht regional unterschiedlich, weiß ich aber nicht.

    Anfragen und durchrechnen lassen würde ich ggf. mal bei unabhängigen Kreditvermittlern wie Dr. Klein oder Interhyp.

  3. Urgestein

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Bedenken würde ich, dass man bei nem gemieteten Haus quasi nichts verändern kann. Das fände ich irgendwann schon nervig, wenn man weiß, dass man einigermaßen lange oder für immer dort wohnen will und aber nicht mal ne Wand versetzen oder den Garten umgestalten kann.
    „Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

  4. Member

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Zitat Zitat von juno_ Beitrag anzeigen
    Anfragen und durchrechnen lassen würde ich ggf. mal bei unabhängigen Kreditvermittlern wie Dr. Klein oder Interhyp.
    Ja, für einen groben Überblick der Konditionen und welche Kreditsumme überhaupt in Frage kommt war das super. Als es konkret wurde, haben wir dann auch noch bei Banken vor Ort angefragt

    Ich bin damals zu meinen Mann in die Mietwohnung gezogen, die zu zweit ausreichend war. Es war klar, dass wir mit Kind mittelfristig mehr Platz brauchen werden, ob gemietet oder gekauft. Letztendlich hat sich zeitlich alles gut gefügt und wir sind ins eigenes Haus gezogen, als N. 11 Monate alt war - die Renovierungszeit davor möchte ich allerdings nicht nochmal erleben

    Hauptgrund bei meinen Mann war tatsächlich die emotionale Komponente. Er wollte schon immer gerne Eigentum, der erhoffte Vermögensaufbau ist da eher netter Nebeneffekt. Ich war/bin eher neutral und kann beide Seiten verstehen

    Neben Platz, Terrasse und Garten mag ich, dass wir uns nicht mehr mit dem - hier sehr schwierigen - Mietmarkt rumärgern müssen und dass wir es für uns selbst natürlich ganz anders einrichten/umbauen, als wir es als Mieter tun würden.

    Nachbarn finde ich als Thema insgesamt schwieriger: die meisten sind auch Eigentümer, wir müssten also mit einem Problem-Nachbarn irgendwie langfristig auskommen. Aktuell haben wir Glück, aber das kann sich ja auch ändern (Trennung, aus Altersgründen, beruflicher Umzug etc...)

    Außer der Lage finde ich bei einem eigenen Haus noch wichtig, dass wenigstens einer handwerklich begabt ist und v.a. auch Spaß daran hat. Irgendwie ist ja doch immer was und auch Handwerker beauftragen ist mit Ahnung bedeutend einfacher

  5. Ureinwohnerin

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Wir haben uns für mieten entschieden - aber Wohnung, nicht Haus. Wir haben einen großen Gemeinschaftsgarten, nette Nachbarn, viele Kinder in der Nachbarschaft, die kleinere Kinder auch begeistert mitziehen...
    Haus wäre nur außerhalb - aus unserer Sicht - ohne vernünftiger ÖPNV-Anbindung möglich.

    Wir hätten beide keinen Bock, uns um den ganzen Immobilienkram zu kümmern (angefangen beim Schneeräumen), noch im schlimmsten Fall mit komischen Nachbarn festzusitzen. Wir bleiben flexibler. Und die Kosten für Eigentum für eine vergleichbare Größe wären mir zu hoch, um damit gut schlafen zu können.

  6. V.I.P.

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Hier genau andersrum. Ich liebe es, in meinem Garten und im Haus tun und lassen zu können, was ich will. Man muss niemanden anderen fragen, wenn man was ändern möchte. Aber ja: Ahnung ist gut. Finanziell lohnt es sich hier schon sehr, es ist eher auch ne Art Investment, bei euch würde jetzt erstmal auch die Gegend analysiert werden müssen. In Brandenburg sieht die Sache anders aus als in München.
    Aber gerade mit Kindern ist es so viel entspannter die einfach mal raus in den Garten zu schicken, als immer gemeinsam mit Ihnen auf dem Spielplatz zu sitzen. Es kommt auch einfach auf euch an, was euch gut tut und wichtig ist. Das wäre erstmal nützlich zu wissen.

  7. Urgestein

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Wir haben uns für Kauf entschieden, weil der Mietmarkt hier leer ist und ehrlich gesagt auch, weil wir das Eigenkapital hatten und es sonst anders hätten anlegen “müssen”. Den Nachbareffekt haben wir hier nicht, weil wir sehr eng wohnen und ein freistehendes Haus in vergleichbarer Lage unbezahlbar wäre. Wir haben (momentan) großes Glück und alle sind (mal und mal etwas weniger) nett. Nachbarn haben gemietet und genießen, dass sie sich um nichts kümmern müssen. Wir genießen, dass wir alles so haben, wie wir es uns (im finanziell möglichen Rahmen) wünschen. Wir haben gerade viel Geld für einen Sonnenschutz über der Terrasse ausgegeben. Das hätten wir natürlich niemals gemacht, wenn das Haus uns nicht gehören würde.
    Allein? Aber allein ist doch so eine Reise nur halb so schön. Gut, ich komme mit. Zu zweit sind wir stärker und brauchen uns vor nichts zu fürchten.

  8. Senior Member

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Wir haben ein Haus gekauft. Ich glaube, Häuser zur Miete gibt es hier kaum und wir wollten eh keine Miete mehr zahlen, sondern das Haus als Altersvorsorge abbezahlen.
    Unsere Nachbarn sind alle nett und haben fast alle Kinder in ähnlichem Alter. Für die Kinder ist es ein Traum.
    Ich hätte manchmal ganz gerne ein bisschen mehr Privatsphäre, aber diesen Sommer ist es schon besser als letztes und hat sich ein bisschen eingespielt mit dem Bedürfnis nach Smalltalk und wie oft man die Nachbarskinder im Garten hat und die Büsche und Hecken wachsen ja auch noch.

    Wir hatten mehrere Bausparverträge und haben dann auch über die Bausparkasse finanziert.

  9. Fresher

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Es kommt sehr auf die Region an. Hier kostet ein Haus mit Wohlfühlwert mind. 1500 kalt aufwärts.
    So ein "glücklicher Mieter" zu werden, also überhaupt ein Haus zur Miete zu finden, ist eh auch kaum möglich. Wohnungen sind außer über Genossemschaften auch extrem teuer.

    Wir haben uns fürs Bauen entschieden. Wir zahlen zwar deutlich mehr als wir an Miete zahlen würden, haben allerdings auch deutlich mehr Wohnfläche und Grundstück. Sowas gäbe es nirgends zum Mieten.

    Miete zahlen finden wir beide schrecklich schlimm. Man gibt jemand anderem, der in der Regel eh schon genug Kapital hat, sein Geld, hat langfristig keinen Werterhalt und im schlimmsten Fall muss man raus wegen Eigenbedarf oder what ever.
    Allein, um von der Rente keine Miete zahlen zu müssen, würde ich was Eigenes wollen. Der geringe Eigentumsanteil ist ja ein großer Faktor für die Altersarmut in Deutschland.

    Zudem die emotionale Komponente und das "frei sein", keinem Rechenschaft ablegen müssen, alles so haben und tun wie man es will - unbezahlbar!

  10. Urgestein

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Geht es euch (threadstellerin) tatsächlich um ein HAUS, oder um gewisse Wohnfaktoren wie mehr Platz, kleiner Garten etc.?

    Letztes wünschen sich ja viele Familien, aber das läßt sich je nachdem auch außerhalb eines Einfamilienhauses erreichen. Klar, Glück braucht es, aber vielleicht findet sich was, wenn man die Augen offen hält.

    Wir wollten nie ein eigenes Haus und auch kein Wohneigentum.
    Häuser liegen meist irgendwie außerhalb, das wollten wir nicht. Und wenn sie innerstädtisch bzw. nicht so weit draußen liegen, sind sie für uns eh unbezahlbar. Dann hätten wir zwar vielleicht ein Haus gehabt, aber in einem Umfeld, wo wir nie wohnen wollten.
    Miete finde ich an und für sich gut. Man muß halt nicht den Anspruch haben, dass man das Geld, das man für Wohnen bezahlt, gleichzeitig behalten kann
    Wir leben jetzt in einer Zwischenlösung, einer großen Wohnung am Rand einer Stadt, alles gut erreichbar, mit großem autofreiem Gemeinschaftshof /-garten, vielen anderen Kindern und netten Nachbarn. Für uns ist es perfekt, besser ginge nicht.

  11. Urgestein

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Vorteil von Kaufen: die Sicherheit, keine Eigenbedarfskündigung bekommen zu können (so und passiert kurz nach der Geburt des zweiten Kindes, toller Zeitpunkt im Wochenbett mit abendlichen Schreistunden )

  12. Addict

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Wir wohnen als Familie mittlerweile im dritten Haus zur Miete und fuer uns passt es bislang am besten so (vorher haben mein Partner und ich auch immer zur Miete gewohnt, aber halt in Wohnungen). Gerade beim letzten Umzug haben wir allerdings schon auch parallel die Kaufvariante durchgerechnet und letztendlich hat dann den Ausschlag gegeben, dass wir ein ziemlich ideales Haus zur Miete gesehen haben und eben nicht ein unserer Vorstellung entsprechendes zum Kauf.
    Wir wissen allerdings auch, dass wir eh nicht immer am selben Ort bleiben und da hat die Flexibilitaet durch Miete natuerlich auch Vorteile.
    Wir sind aber beide glaube ich mit vielen Aspekten beim Thema wohnen eher leidenschaftslos. Also bei uns im Haus gaebe es jetzt schon viele Details Tuerklinken oder Fliesen im Bad etc, die ich sofort aendern wuerde, wenn es mein Haus waere oder es mir beim Bauen zur Wahl stuende. Es ist jetzt aber auch nicht so, dass es mich stoert. Dafuer muss ich mich ja auch mit ganz vielen Entscheidungen/Renovierungen halt nicht rumschlagen.
    Geändert von orako (11.08.2020 um 04:40 Uhr)

  13. V.I.P.

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    An diejenigen, die gekauft haben: Wie alt wart Ihr da so?

  14. Addict

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Zitat Zitat von durga Beitrag anzeigen
    An diejenigen, die gekauft haben: Wie alt wart Ihr da so?
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  15. Senior Member

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

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  16. Addict

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Wir haben (eine Wohnung) gekauft, aber eigentlich mehr weil wir wollten als weil es finanziell Sinn ergeben hätte. Ist aber ja meistens so, dass kaufen sich nicht wirklich lohnt. Glaube insbesondere in deutschen Großstädten sind die Preise inzwischen eh so absurd hoch, dass man sein Geld wirklich besser anlegen kann.
    Geändert von moth (11.08.2020 um 06:16 Uhr)

  17. Addict

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Man kann übrigens auch bei einer Wohnung sehr viel ändern solange man den Originalzustand wieder herstellt, wenn man auszieht (oder natürlich die*er Vermieter*in zustimmt). Eigenbedarf kann man auch praktisch ausschließen, indem man nicht von Leuten mietet, die nur ein paar Immobilien haben, sondern von größeren Unternehmen.

  18. Addict

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    ich wollte niemals was kaufen und jetzt wohnen wir in einer gemieteten wohnung am rand der innenstadt, direkter zugang zum garten, riesenbalkon, wohnfläche in der größe eines nicht ganz kleinen reihenhauses aber auf einer ebene. es ist ein traum, ein wunder und riesenglück (wohne in einer eher teuren stadt, habe aber private vermieter, die den mietpreiswahnsinn nicht mitmachen wollen).

    ich genieße all die vorzüge ohne dabei irgendwelche verpflichtungen zu haben: ich hasse gartenarbeit (bin aber äußerst gerne in schönen gärten), hätte null lust auf schnee schippen und straße kehren, mich interessieren all solche wohn-/hausdetails, mit denen sich beim bau/kauf auseinandersetzen muss, nicht, ich möchte flexibel bleiben, weil ich ja jetzt noch nicht weiß, wo ich in fünf jahren leben möchte und ich möchte vor allem nicht verschuldet sein. zudem finde ich zumindest solche neubaugebiete ziemlich ätzend und würde nicht freiwillig da wohnen wollen.

    wenn ich so bei meinen freunden mitkriege, was sie alles jetzt an ihren (vor 8-15 jahren gekauften) häusern machen müssen und was das kostet, nein danke. ebenso hätte ihc keine lust, mich vorher ewig mit banken, baufirmen, handwerkern etc. auseinanderzusetzen.

    aber menschen sind ja verschieden und ich find immer spannend, was andere so für beweggründe haben und manche argumente kann ich schon auch nachvollziehen.

    hier haben alle so mit anfang, mitte 30 gebaut oder gekauft. manche sind allerdings so um die 40 und sind jetzt dabei.

  19. V.I.P.

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Ich bin da bei nightswimming - kann ich fast vollständig unterschreiben.

    Der Gedanke an Schulden klemmt mir die Luft ab und für eine gefühlte Sicherheit sind mir zu viele Zwangsversteigerungen in der Zeitung.

    Ich möchte auch flexibel sein und mich nicht an einen Ort binden.


    Ehrlich gesagt hab ich oft das Argument der Größe nicht verstanden, die meisten haben Häuser gekauft, die genauso viel Wohnfläche wie unsere Wohnung haben, teilweise verteilt auf mehrere Etagen.
    “Ob Links- oder Rechtsterrorismus – da sehe ich keinen Unterschied”

    “Doch, doch”, ruft das Känguru, “die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos sind schlimmer, denn es hätte meines sein können. Ausländer besitze ich keine.”

  20. Member

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    AW: Hauskauf vs. Haus mieten

    Wir haben gekauft im Alter von 30 und 34.
    Für uns war es aber auch keine Option ein Haus zu mieten. Der Mietpreis für Häuser liegt bei der Summe, die wir für den Kredit bezahlen. Außerdem ist der Markt für Häuser zur Miete eher gering hier.
    Die meisten Menschen leben hier im Eigenheim. Bei uns war eher die Frage, ob wir bauen oder kaufen.

    Wir haben allerdings auch keine Jobs, die Flexibilität erfordern. Es ist ziemlich sicher, dass wir an der jetzigen Arbeitsstelle bleiben bzw. wenn nicht, nur um wenige km versetzt werden.

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